Aufwärtstrend im Team Rahn in Thüringen weitertragen

20. Juni 2022

Innerhalb der ersten vollen Juni-Woche durften die Akteure der Deutschen Bergmeisterschaft und der DMSB Bergcups gleich zwei Mal ran. Für die Teams aus den Rennsport-Gruppen war es ein heißer Meisterschaftsauftakt in die hoffentlich volle Nach-Corona-Saison 2022. Das Formel 3 Motorsport-Team Patrick Rahn, war gut aber nicht ideal auf die „Englische-Woche“ an den Bergen in der Südeifel und am Rennsteig vorbereitet. Für Testfahrten blieb wegen einer privaten Objektsanierung keine Zeit. Dennoch präsentierte man sich in den Fahrerlagern wie gewohnt professionell, mit dem in den Teamfarben Grün-Weiß-Rot gestalteten Equipment. Erstmals waren Patrick und seine Mannen am Pfingstwochenende zum Wolsfelder Bergrennen vor die Tore der Bierstadt Bitburg gereist. Die nur 1, 6 km kurze, sehr kurvenreiche und wellige Strecke ist von Haus aus nicht dem idealen Geläuf für Formel- und Sportwagen. Dem entsprechend war der Einstand für Patrick Rahn eher holprig. Nach der langen Abstinenz durch Corona fehlte noch das Fahrgefühl und Vertrauen in den Dallara F306 OPC-Spiess-Rennwagen. „Es war ein sportliches Wochenende, auf der Suche nach dem Grenzbereich des Autos nach der langen Pause, bei wechselnden Wetterbedingungen“. Trotz des schlussendlichen Ausfalls in der Wertung, war es für den Lipper wichtig die ersten Rennkilometer seit rund 10 Monaten auf die „Uhr“ zu fahren. Drei Tage später war man bereits wieder unterwegs, auf der Autobahn Richtung Bad Liebenstein zum Glasbachrennen. Das 5,5 km lange Asphaltband mit schnellen, flüssigen Kurven auf den Rennsteig kamen Patrick und seinem Formel 3 entgegen. „Das Wochenende in Thüringen entschädigte für Wolsfeld. Unser Formel 3 lief 100%ig und es hat mal wieder richtig Spaß gemacht“, freute sich Patrick. „Unser Auftreten war rundum gelungen, auch in den sozialen Medien, und vor allem die mittlerweile zahlenmäßig und qualitativ angewachsene Konkurrenz in der pickepacke vollen Gruppe E2-SS bis 2000 ccm lässt noch einiges bei den kommenden Läufen erwarten. Das macht natürlich nicht nur den Piloten Freude, auch die Zuschauer erleben so spannende Rennverläufe. Wir sind glücklich und zufrieden als drittbester Deutscher und Rang vier in der Klasse. Hauptsache es ist auf dieser anspruchsvollen Strecke alles ganz geblieben“. Am 25./26. Juni steht bereits das dritte Bergrennen in diesem Monat auf den schnellen Iberg von Heilbad Heiligenstadt, ebenfalls in Thüringen im Kalender. Das Team ist motiviert und der Pilot wird die in 2019 gesammelten Eindrücke und Daten umsetzten. Man ist guter Dinge, an das gute Ergebnis von vor der Pandemie auf dem sogenannten Holzweg anzuknüpfen. „Wir freuen uns schon riesig darauf, checken das Auto nochmals […]

Boxengeflüster 05/2022: Wussten Sie schon dass…?

10. Juni 2022

DASS die Berg-Cup Fahrerin Claire Schönborn nach ihrem Schreckmoment beim Bergpreis Schotten, nur ein großes Erfolgserlebnis hatte. Bei den 24h-Rennen auf dem Nürburgring bekam die junge Hunsrückerin die Chance das allein verantwortliche Engineering für den Krämer Racing Porsche 992 GT3 Cup mit der Startnummer 127 zu übernehmen. Am Ende gewann „ihr“ Fahrzeug die Cup 2 Klasse. Die harten Wochen von Beginn der Einstellfahrten, über NLS bis hin zum 24h Rennen haben sich für die Tochter von Rainer Schönborn gelohnt. Das Vertrauen des Teams und die Chance, das Engineering des Autos übernehmen, haben sich für Krämer Racing ausgezahlt. DASS ein ganz besonderes Ausstellungsstück im Fahrerlager des 9. E-Mobil-Berg-Cups beim diesjährigen Osnabrücker Bergrennen Anziehungspunkt für die vielen Automobilsportfans sein wird. Der VW ID.R ist diesmal vor Ort ausgestellt und ob seiner einmaligen Erfolge sicher ein begehrtes Fotomotiv. Dank der guten Kontakte zu Volkswagen wird das elektrisch angetriebene Rekordfahrzeug erstmals im Rahmen einer Ausstellung dabei sein. Der ID.R ist das erste rein elektrisch angetriebene Rennfahrzeug von Volkswagen und sportliches Aushängeschild der ID. Familie, einer komplett neuen Generation elektrisch angetriebener Serienmodelle. Von der ersten Zeichnung bis zur Präsentation des Prototyps vergingen nur 250 Tage. 2018 gewann der ID.R mit dem Franzosen Romain Dumas am Steuer das berühmte Bergrennen „Pikes Peak International Hill Climb“ in den USA. Im Anschluss wurde der Hightech-Renner konsequent weiterentwickelt und stellte weitere wegweisende Rekorde auf, u.a. auf der Nürburgring-Nordschleife sowie beim Festival of Speed im britischen Goodwood. DASS der Saarbrücker Gruppe F-Pilot Alexander Marx vorerst aus gesundheitlichen Gründen noch nicht wieder mit seinem BMW an Bergrennen teilnehmen kann und hofft gegen Ende der Saison noch bei ein paar Veranstaltungen am Start zu sehen. An einem Samstagmorgen im vergangen Dezember 2021, kurz nach 4 Uhr wurde der 30-jährige Kaufmann und sein Mitfahrer von einem Geisterfahrer bei Schneetreiben auf der Autobahn A8 in der Nähe von Ulm getroffen. Auf der Höhe von Hohenstadt, in Richtung Stuttgart, kam es auf der linken Spur zum folgenschweren Frontalzusammenstoß. Der Falschfahrer wurde durch die Wucht des Aufpralls aus seinem VW geschleudert und erlag an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die beiden Saarbrücker wurden sehr schwer verletzt und hatten Glück überlebt zu haben. Die Genesung dauert weiter an. DASS es beim Wolsfelder Bergrennen in der Nacht zum Pfingstmontag zu mehreren unliebsamen Zwischenfällen kam. Hotspot war hier der Bereich um das diesmal kleinere Festzelt an der Nimsbrücke. Zum einen wurde das von Gästen des MSC Rhön dort befestige […]

Mit sieben Klassensiegen glänzt der KW Berg-Cup in Wolsfeld

9. Juni 2022

Das „58. ADAC/EMSC Bergrennen Wolsfeld“ stellte an alle Beteiligten höchste Anforderungen, ausgelöst vom launischen Eifelwetter. Schon am Trainingssonntag wechselten die Bedingungen mehrfach. Der Rennmontag begann trocken, doch zu Beginn von Run zwei regnete es länger anhaltend. Erst Lauf drei ließ dann wieder Slicks zu. An beiden Tagen begann das Geschehen auf der 1,64-Kilometer-Piste gegen 8 Uhr, es dauerte jeweils knapp 10 Stunden. Viele zum Glück glimpflich verlaufende Vorfälle mussten von den Sportwarten und der souverän agierenden Rennleitung mit Steffen Hofer (Foto Mitte) an der Spitze abgearbeitet werden. Das am öftesten gehörte Fazit lautete: „Das war ein Rennen, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.“ Dem schließen wir uns vollumfänglich im positiven Sinn an. Man könnte genauso gut sagen: Mit siebeneinhalb Siegen, denn in der Abteilung E1 bis 1150 Kubik gewann mit Jürgen Heßberger ein in diesem Jahr (noch) nicht in die Rennserie eingeschriebenes Clubmitglied im Fiat 127 Sport Martini Racing. Bleiben wir doch gleich bei den Autos der gemeinsam gewerteten Gruppen H/FS/E1. Deren 1400er Klasse sicherte sich nervenstark Tobi Mayer. An seinem VW Minichberger-Scirocco brach im ersten von drei Rennläufen ein Uniballgelenk an der Schaltstange. Der 26-Jährige bekam beim Anbremsen und Runterschalten vor der dritten Kehre den zweiten Gang zwar rein, aber danach nicht mehr raus. Also musste er die letzte Gerade und den Zielsprint, die nach der vierten und fünften Welle verlangen, in Schaltstufe zwei nehmen. Von Position fünf aus schaffte er noch den Sprung nach ganz vorne. Franz Weißdorn im VW Scirocco (Foto oben) holte Platz zwei, Dritter wurde mit einer starken Leistung im 8-Ventiler-Polo Frank Lohmann. Einen Krimi der Sonderklasse hielt die 1,6-Liter Abteilung bereit. Schlussendlich setzte sich in diesem Toyota-Starlet-Pilot Mikko Kataja knapp vor Andy Heindrichs (Opel Wiebe-Corsa) und Patrick Orth im Minichberger-Kadett von Stefan Faulhaber durch. Erwin Buck erwies sich bei den 2-Litern mit seinem VW Spiess-Scirocco als nicht einzunehmende Bastion und siegte vor den mehrfach die Plätze tauschenden Lars Heisel (Böhm-Kadett) sowie Minichberger-Golf-Pilot Ralph Paulick. Christoph Lampert, der lange ums Podium mitgekämpft hatte, beendete den Wettbewerb im Minichberger-Golf des Teams Ruwe als Vierter. So richtig abwechslungsreich gestaltete sich ebenfalls das Rennen der Klasse bis 3000 Kubik, in dem der erste Führende Michi Bodenmüller im Gerent-Kadett hieß. Im zweiten, nass-feuchten Rennlauf entriss ihm Hauke Weber mit seinem Audi 80 Quattro diese Position. Doch im Finale versagte eine vordere Antriebswelle die weitere Mitarbeit, machte den Quattro zum Hecktriebler, verbunden mit dem Rücksturz auf Rang vier. Mit […]

Pfingsten in Wolsfeld: Mehr als nur Bergrennen

8. Juni 2022

Zwei ganz persönliche Geschichten am Rande zeugen von der Besonderheit der jährlichen PS-Party in der Südeifel. Pfingsten in Wolsfeld, oder besser gesagt in der gesamten Südeifel, das ist mehr als nur Bergrennen. Das ist mehr als nur ein mit Blech vollgestopftes Dorf. Das ist auch mehr als gemähte Wiesen, aus denen ein Fahrerlager gemacht wird und bei dem die Jugendfeuerwehr akribisch darauf achtet, dass auch die angebrachten Müllsäcke benutzt und entleert werden. Das ist auch mehr als von Gästen benutzte Toreinfahrten, Hinterhöfe oder Garagenzufahrten. Das sind manchmal auch ganz berührende, zwischenmenschliche Geschichten. Zwei davon haben wir am Pfingstsonntag zusammengetragen. So wie die von Peter und Paula Schäfer aus der Holsthumer Straße. Vor ihrem Haus ist der Trubel am größten. Dort stellen sich die Teilnehmer zum Vorstart auf, die lautstarken Motoren drehen mit Höchstzahl. Die beiden älteren Herrschaften, weit in die 80 hinein, wie uns Peter Schäfer verraten hat, fühlen sich nicht belästigt. Das Gegenteil ist der Fall. Seit Jahren ist die Familie Pisano, eine Rennfahrerfamilie aus dem schwäbischen Herrenberg mit calabrischen Wurzeln, bei ihnen zu Gast. Im Hinterhof steht der knallrote VW Golf 16 V, dort wird geschraubt, Daten auf dem Laptop ausgelesen, Reifen nachgeschnitten. Peter Schäfer sagt von sich selbst, er sei kein Rennfahrer, aber „ich bin der Meinung, dass jeder sein Hobby ausüben sollte, wenn es irgendwie geht. Das trägt zum Zusammenhalt der Menschen bei.“ Mit den Pisanos haben die Schäfers seit vielen Jahren innige Freundschaft geschlossen. „Die schlafen bei uns im Haus, wir essen gemeinsam. Sie sind zu Gast bei uns.“ Und im Gegenzug machen Peter und Paula Schäfer dann Stopp bei den Pisanos auf dem Weg nach Süden. „Wir waren zur Hochzeit der Tochter eingeladen, waren bei der Kindtaufe dort. Wir sind Freunde geworden.“ Im Hinterhof treffen wir Egidio, der an den Reifen seines Renners arbeitet. Zusammen mit seinem Schwiegersohn Simon, der den Namen Pisano angenommen hat, mit dessen Frau Giuli und dem kleinen, ein paar Wochen alten Leo. „Wir sind hier wie zu Hause beim Bergrennen“, erzählt Simon, während die junge Mama meint, „das Bild können wir g’schwind noch machen. Aber dann muss ich rein, den Leo wickeln. Ich glaube, er riecht schon ein wenig.“ Und sie lacht dabei. Und dann ist da auch noch die Geschichte von Simone und Armin Ebenhöh aus Aufhausen in der Oberpfalz. Als wir uns mit unserer Kamera hinter einem Reifenstapel an einer Leitplanke postiert haben, rennt die junge Frau, […]

Hin durchbricht die Minutenschallmauer von Wolsfeld

7. Juni 2022

EBM-Pilot Alexander Hin bricht den 18 Jahre alten Streckenrekord und dominiert das Wolsfelder Bergrennen bei tückischen Bedingungen. Das ist ein Paukenschlag! 18 Jahre lang jagten die besten Bergpiloten aus halb Europa den Streckenrekord von Herbert Stenger aus dem Jahr 2004. Vergeblich. Einige kratzen immer wieder an der Bestmarke des mehrfachen Berg-Europameisters, der 2014 viel zu früh den Kampf gegen den Krebs verlor. Oft fehlten nur ein paar Hundertstel. Nicht nur an der Bestmarke des früheren „Berglöwen“, sondern auch an der magischen Grenze von weniger als einer Minute. Bis, ja bis an Pfingstmontag 2022. Bis Alexander Hin kam. Der 52-jährige Schwarzwälder aus dem südbadischen Elzach pulverisierte im ersten Lauf des 58. Wolsfelder Bergrennens die alte Stenger-Bestmarke und trug sich in die Annalen des Bergrennsports ein: 59,618 Sekunden brauchte er in seinem Osella PA 30 für die 1,64 Kilometer lange Strecke von Wolsfeld nach Wolsfelderberg hinauf. Dass der Pilot in dem Osella PA 30 mit seinem rund 450 PS generierenden großvolumigen V8-Motor mit derlei Absichten in die Eifel gekommen war, verriet er schon am frühen Montagmorgen in seinem technischen Basislager direkt an der Nimsbrücke: „Glaub mir, wenn ich einen einzigen trockenen Lauf erwische, dann ist er fällig.“ Er, das war eben der Streckenrekord Stengers aus dem Jahr 2004. Und so kam es! Hin hatte sagenhaftes Glück: Zehn Minuten nach seiner Rekordfahrt fing es an zu tröpfeln, danach schüttete es. „Ich habe beim Vorstart im Auto gesessen und die dunklen Wolken gesehen. Ich habe gebibbert, dass es noch ein paar Minuten hält.“ Das tat es dann auch. Nach dem ersten von mehreren heftigen Eifelgüssen im Bitburger Land am Montag war eine erneute Verbesserung der Bestzeit allerdings kein Thema mehr: Die Rennleitung empfahl den Fahrern vor dem zweiten Lauf, auf die glatten Walzen ganz zu verzichten. „Zieht Regenreifen auf oder irgendwas dazwischen. Aber Slicks sind keine Option.“ Für die Motoren selbst war das Wetter in diesem Jahr allerdings geradezu ideal: Es war nicht zu warm, die Turbolader litten nicht, die Triebwerke konnten frei atmen. Allerdings häuften sich auf dem schmierigen Untergrund bei den 190 Teilnehmern, die alle 20 Sekunden losgelassen wurden, Ausrutscher, Dreher und dadurch hervorgerufene Einsätze des Intervention-Cars und der Rennleitung. Alles jedoch prophylaktisch. Den einen oder anderen waidwunden vierrädrigen Kameraden musste der Abschleppdienst zwar nach unten bringen, aber dabei blieb es dann. Auch, dass man wegen des Wetters eventuell auf den dritten Lauf hätte verzichten müssen, stand nie zur Disposition. „Ruhe bewahren, in der Eifel […]

Wolsfelder Bergrennen streckt für 2021 ebenfalls die Waffen

10. April 2021

Mit der erneuten Absage des 58. ADAC/EMSC Wolsfelder Bergrennen 2021 müssen die Freunde des Bergrennsport in der Osterwoche, nach der fast zeitgleichen Absage des Homburger Bergrennens, die zweite Hiobsbotschaft innerhalb kürzester Zeit verdauen. Wie der EMSC Bitburg mitteilt, lässt die Corona-Pandemie dem Eifel-Motorsport-Club leider keine andere Wahl, da unter den momentanen Bedingungen eine Veranstaltung dieser Größenordnung und mit vielen Fahrern und tausenden Besuchern aus dem In- und Ausland aus wirtschaftlichen, sportlichen und gesundheitlichen Gründen nicht kalkulierbar ist. Man machte sich die Entscheidung nicht leicht, da es auch für die Eifel-Mosel-Hunsrück-Region ein bedeutendes Ereignis ist. Ein weiteres Mal bestätigt sich der Umstand, dass ohne Zuschauer ein Bergrennen finanziell nicht durchführbar und auch nicht denkbar ist. „Das Wolsfelder Bergrennen wird es auch in Zukunft geben“, bekräftig EMSC-Präsident Christoph Schackmann. „Unser Team des EMSC Bitburg, das Dorf und die Dorfgemeinschaft Wolsfeld, alle Helfer und natürlich auch unsere langjährigen Sponsoren möchten das traditionsreiche Wolsfelder Bergrennen auch zukünftig weiterhin unterstützen und am Leben halten. Wir werden gemeinschaftlich alles dafür tun, um am 5./6 Juni 2022 die 58. Auflage des Wolsfelder Bergrennens und natürlich auch darüber hinaus durchzuführen. Unser Rennen hat sich in den letzten Jahren einer immer steigenden Popularität bei Fahrern aus dem Inland, aber auch aus dem Ausland erfreuen dürfen. So starteten beim letzten Rennen über 200 (!) Fahrer aus 9 Nationen. Gleiches gilt für die Zuschauerzahlen, die immer weiter gestiegen sind und viele Fans aus nah und fern in unser kleines Eifelörtchen gelockt haben. Sofern die Pandemie unter Kontrolle ist, worauf wir setzen, wird es Pfingsten 2022 und darüber hinaus das alljährliche Wolsfelder Bergrennen geben, wir sind weiterhin hochmotiviert und bedanken uns bereits jetzt für die Treue!“

58. ADAC/EMSC Wolsfelder Bergrennen wird abgesagt

24. März 2020

„Die Corona-Pandemie geht auch an uns nicht spurlos vorüber. Deshalb haben wir uns entschlossen unsere diesjährige Veranstaltung abzusagen“, gibt Christoph Schackmann als Präsident des EMSC Bitburg, in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt. Jährlich besuchen uns viele Zuschauer aus dem In- und Ausland das Wolsfelder ADAC  Bergrennen, welches zur Deutschen- und Luxemburger Meisterschaft zählt. Für diese und auch die ca. 200 Teilnehmer mit ihren Teams sowie ca.100 weiteren Helfer aus ganz Deutschland kann der EMSC aus gesundheitlichen, sportlichen und auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Veranstaltung nicht durchführen. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, da es auch für die hiesige Region ein nicht unbedeutendes Event ist“, betont Schackmann weiter. „Die wirtschaftliche Lage ist nicht abschätzbar und selbst unsere Sponsoren könnten Ihre Unterstützung wohl nicht mehr gewährleisten. Damit ist die Situation auch für uns nicht kalkulierbar“. Aus diesen ganzen Gründen hat sich der EMSC letztendlich dann darauf verständigt die Veranstaltung nicht durchzuführen und das Jahr 2020 für einige Änderungen und neue Entwicklungen für Pfingsten 2021 zu nutzen. „Wir bedauern diese Entscheidung aus tiefstem Herzen und würden uns freuen, wenn ihr uns trotzdem treu bleibt und wir uns in 2021 gesund wiedersehen“.

News zum Saisonstart am Berg – Stand der Dinge

13. März 2020

Die Bergrennsport-Saison 2020 wirft ihre Schatten voraus und BiD möchte auf Test- und Einstellmöglichkeiten, sowie die ersten Berg-Rennveranstaltungen des Jahres hinweisen. In wieweit der neuartige Coronavirus sich auf unsere Veranstaltungen auswirkt, ist aktuell schwer einzuschätzen. Wenn man jedoch bedenkt dass sich aktuell täglich die Lage verschärft, kommt man schon ins Grübeln. Schwächt sich der Virus mit dem Ende der üblichen Grippesaison im April ab oder beschäftigt uns das Phänomen auch über die Sommermonate? Dies kann momentan niemand vorhersagen und so verfolgen die Organisatoren der ersten Saisonrennen der Deutschen Bergmeisterschaft die laufende Entwicklung mit Sorge. Selbst für die Verantwortlichen der Bergrennen in der Jahresmitte müssen sich spätestens ab Anfang Mai entschieden ob man die zu diesem Zeitpunkt anfallenden Investitionen tätigt sowie mit den im Vorfeld anstehenden Ausgaben in Vorlage geht und das Risiko einer Absage durch die Behörden, wenige Tage vor der Veranstaltung in Kauf nimmt. Erste Bergrennen, wie das Rechbergrennen und die Bergrallye Pöllauberg in Österreich sowie die Schweizer Bergrennen von Reitnau wurden bereits vorsorglich abgesagt. Logischer Weise ist auch Italien betroffen, hier musste man bereits zwei Events absagen. Vorige Woche wurde das Bergrennen „Salita del Costo“ in Norditalien, welches für Ende März geplant war, abgesagt. Am heutigen Freitag musste zudem der Auftakt zur italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) von Anfang Mai, mit dem Bergrennen „Trofeo Lodovico Scarfiotti – Sarnano Sassotetto“ abgesagt werden. Tendenz steigend! Auftakt der Bergrennen in deutschen Landen sollte erneut der Bergpreis Schottenring am 25./26. April darstellen, der am Donnerstagabend vorerst abgesagt wurde. Gefordert sind bei diesem reinen Tourenwagen-Rennen die Fahrer von Produktions- und Spezialtourenwagen. Schon für den Freitagnachmittag (24.04.) waren die beliebten Test- und Einstellfahrten auf der 3.033 Meter langen Bergpiste im hessischen Vogelsbergkreis angesetzt. Traditionell sind bei dieser Veranstaltung auch die GLP-Aktiven stark vertreten. Die Nennliste „Rennen“ und „Gleichmäßigkeitsprüfung“ war bereits recht gut gefüllt. Der MSC Rund um Schotten möchte keinesfalls Zuschauer, Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vielen Teilen Deutschlands, Helfer und auch die Bevölkerung des Fahrerlagerorts Rudingshain mit einem nicht kalkulierbaren Risiko einer Ansteckung mit dem Virus zu konfrontieren. Allerdings möchte die Hessen nicht wie im Jahr 2014 die Veranstaltung gänzlich absagen. Wann die Veranstaltung in 2020 nachgeholt wird, soll zu gegebener Zeit bekanntgegeben werden. Für den Ostermontag (13. April) hatte sich der Luxemburger Automobilclub nach neunjähriger Pause, die Wiederauferstehung des Bergrennens von Holtz vorgenommen. Als erster Lauf der Luxemburger und Belgischen Bergmeisterschaft ist die Eintagesveranstaltung auch eine ideale Testmöglichkeit für Deutsche Fahrer. Auf Anfrage von „BiD“ […]

Veranstalter auf den Barrikaden – KW Berg-Cup Kalender 2020 weiter vorläufig

11. Januar 2020

Mit der Veröffentlichung des noch vorläufigen Terminkalenders des KW Berg Cup 2020, kommt ans Tageslicht, was schon lange im Untergrund brodelte. Einige Rennveranstalter, meist aus der Deutschen Szene, aber auch ein Österreichischer Veranstalterverein, sind mit den Konditionen des Berg-Cup e.V. zur Vergabe eines Cup-Laufs nicht mehr einverstanden. Lange Zeit spielte man schon mit dem Gedanken die Verträge des Berg-Cup e.V. zu den gegebenen Konditionen nicht mehr zu unterzeichnen. Noch im alten Jahr brachte der MC Heilbad Heiligenstadt den Stein ins Rollen und unterbreitete dem Berg-Cup e.V. ein Gegenangebot. Parallel dazu reagierten drei weitere Orga Teams ähnlich und verweigerten vorerst die Unterschriften unter den Verträgen mit dem Berg-Cup e.V. „So kann es nicht mehr weitergehen“, sagte Christoph Schackmann vom Bitburger Eifel-Motorsportclub, „die Relationen stimmen nicht mehr“. Thomas Bubel vom saarländischen Homburger AC gibt zu bedenken, „dass alle Veranstalter ihre Rennen ehrenamtlich in ihrer Freizeit auf die Beine stellen und es immer schwieriger wird Sponsoren und vor allem Helfer zu akquirieren. Vor allem freiwilligen Helfer zu gewinnen wird mehr und mehr zum Problem, was somit auch zum finanziellen Negativpunkt wird. Denn fehlen die Helfer, muss beispielsweise Personal (Security) teuer eingekauft werden, um behördliche Auflagen sicher zu erfüllen“. Kevin Ferner vom Iberg bringt es auf den Punkt. „Es möchte niemand dem KW Berg-Cup schaden oder ihn kaputt machen, ganz im Gegenteil. Nur die Konditionen für die Veranstalter, die die unternehmerischen Risiken ganz allein tragen, müssen stimmen“. Stein des Anstoßes ist der an den KW Berg-Cup zu entrichtende Poolbeitrag, der in seiner Höhe vielen Rennveranstaltern mittlerweile schmerzlich in der Vereinskasse und dem Budget der Veranstaltung zu Buche schlägt. Ein weiterer Kritikpunkt war und ist das Berg-Cup Magazin, welches von den Veranstaltern über den Multimediabeitrag mitfinanziert wird. Nach Meinung vieler Organisatoren sollte das Magazin, das es seit 1998 in nahezu unveränderter Form gibt, zeitgemäßer in elektronischer und somit kostengünstigerer Form herausgeben oder die Papierausgabe einem völligen Neudesign unterwerfen werden. Im Dezember nahmen die Vertreter der Clubs MC Heilbad Heiligenstadt (Ibergrennen), RSG Altensteiner-Oberland (Glasbachrennen), EMSC Bitburg (Wolsfelder Bergrennen) und des Homburger Automobilclubs (Homburger Bergrennen) eigenständige, mitunter langwierige Verhandlungen mit dem Berg-Cup e.V. auf. Nach zähen Ringen und Zugeständnissen des Rennserienbetreibers haben der EMSB Bitburg und der Homburger AC zwischenzeitlich ihre Unterschriften unter das Vertragswerk gesetzt und haben die Konditionen zumindest für die Saison 2020 akzeptiert. Die beiden Thüringischen Rennen am Iberg und Glasbach konnten sich aktuell noch nicht dazu durchringen. „Wir haben dem Berg-Cup unserer Angebot […]

DBM-Meisterfeier diesmal in Bitburg

28. Dezember 2019

Die Ehrung der Meister und Platzierten der DMSB Berg-Prädikate 2019 fand diesmal im Rahmen der Jahresabschlussfeier des EMSB Bitburg statt. Der Veranstalter des Wolsfelder ADAC Bergrennens hatte am 21. Dezember in das Hotel Eifel-Stern am Stadtrand von Bitburg geladen. Seit einigen Jahren propagiert der Fachausschuss Bergrennen des DMSB unter finanzieller Beteiligung alle Veranstaltervereine aus der Deutschen Bergmeisterschaft, diese offizielle Ehrung in der Meisterschaft und den beiden DMSB Berg-Cups, da es eine DMSB Meister-Gala, wie in früheren Zeiten nicht mehr gibt. Leider fehlten doch viele der geladenen Platzierten, teils sogar ohne Absage, was auch Gastgeber und DMSB-Funktionär Christoph Schackmann unumwunden ansprach. Die Gäste aus Nah und Fern erlebten einen unterhaltsamen Abend inklusive Bauchredner-Show und einem üppigen Buffet. Höhepunkt des Abends war die Pokalübergabe durch den Fachausschussvorsitzenden Marcus Malsch und Schackmann. Als einzig Anwesender Rennsportwagenpilot bekam Alexander Hin die Trophäe für den Gewinn des Berg-Cup. Hins Pendant bei den Tourenwagen Patrick Orth stand anschließend zusammen mit dem Berg-Cup-Dritten Björn Wiebe und dem vierten Stefan Faulhaber im Blickpunkt. Meister und Vize-Meister, Hansi Eller und Rüdiger Zahn, konnten in der DM-Wertung zum Abschluss geehrte werden. Auch clubintern wurden an diesem Abend die erfolgreichsten Motorsportler des EMSC-Bitburg ausgezeichnet. Die Bergmeisterschaft gewann hier der ehemalige Rennleiter von Wolsfeld und heute GPLberg-Aktive Günter Hoor.

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