Geheimnis um Merlis Motor gelüftet

16. April 2017

Am Wochenende nach Ostern ist „kick off“ der diesjährigen Berg-Europameisterschaft beim Rechberg-Rennen in Österreich. Einer der Titelfavoriten in der Rennwagengruppe ist erneut der Italiener Christian Merli. Vor einigen Wochen sorgte die Meldung von einem Wechsel des Motorkonzepts im Heck des Blue City-Osella FA 30 für Schlagzeilen. Details zum neuen Motor kamen erst jetzt an die Oberfläche. Der Fortech 3000 V8 stammt aus den Händen des venezianischen Unternehmens Fortech Race Technology und basiert auf dem Motorblock und den Zylinderköpfen von Zytek. Alle anderen Komponenten wurden von Fortech selbst entwickelt. Nach den Tests und dem ersten Rennen in Italien ist Christian Merli optimistisch. „Wir müssen noch am Feintuning arbeiten, doch der Ausgangspunkt ist sehr gut und der Motor sehr stark. Der große Unterschied zum bislang verwendeten englischen RPE-V8  ist ein besseres Ansprechverhalten bei niedrigeren Drehzahlen, das in langsamen und engen Passagen eine bessere Performance bieten wird“. Unterdessen wurden für die Beschickung des Osella FA 30 Fortech V8 in die Europameisterschaft ein neues Einsatzteam gegründet. Christian Merli konnte hierzu seinen Sponsor und Gönner Daniele Sontacchi, den Inhaber von Blue City gewinnen. Das neue Team hat seine Basis in Pietramurata in der Nähe von Trento, wo auch die Rennwagen vorbereitet werden. „Wir haben beschlossen die notwenigen Strukturen und das technische Niveau zu schaffen, um mein Auto in der EBM sowie einen Osella PA21 Jr B 1000, für Luc Splitaler zu betreuen. Er wird sechs Rennen in der Italienischen Bergmeisterschaft CIVM bestreiten“, so Merli weiter. Für 2018 planen wird weiter zu expandieren“. Werksunterstützung erfährt Merli und sein Team auch weiterhin von Chassis-Hersteller Osella. In den Hallen von Enzo Osella und der Firma Evotech wurde über den Winter das Heck des FA30 an den neuen Motor angepasst, aerodynamisch weiterentwickelt und die passende Telemetrie eingebaut.

Informationen zum Saisonstart in Schotten

15. April 2017

Nur noch wenige Tage, dann beginnt auch hierzulande die Motorsportsaison 2017 im Bergrennsport. Start der diesjährigen „Rundreise“ im KW Berg-Cup macht die Vogelsberg-Region in Hessen. Am 29./30 April wird die Tourenwagen-Kategorie beim 14. ADAC Bergpreis Schottenring beginnen. Da die traditionsreiche Strecke von Rudingshain auf den Poppenstruth nur für Tourenwagen zugelassen ist, müssen die Aktiven der Renn- und Sportwagen sich noch eine Woche gedulden, und dürfen dann am ersten Mai-Wochenende beim Hill Race Eschdorf ins Renngeschehen eingreifen und auch um die ersten Zähler in der diesjährigen Berg DM fahren. Ganz Ungeduldige nutzen bereits die Möglichkeit zu einem ersten Test unter Rennbedingungen beim ostfranzösischen Bergrennen von Abreschviller, das zeitgleich mit dem Schottener Bergpreis stattfindet. Apropos Test. Auch in den hessischen Gefilden wird analog zu den Vorjahren ein Testnachmittag ab 13 Uhr am Freitag, vor den Trainings- und Rennläufen angeboten. Nennungen für die Einstellfahrten sind auch noch vor Ort möglich. Nennungsschluss für die Rennveranstaltung ist am Ostersonntag, den 16. April 2017 – 24 Uhr. Timo Neumann vom veranstaltenden MSC Schotten hat gegenüber unserem Online-Magazin noch einmal die wichtigsten Hinweise und Neuerungen erläutert. „Die technische Abnahme wird im Ort Rudingshain umziehen.  Die Bushaltestelle auf der linken Seite, am Ortseingang Rudingshein, von Schotten kommend, wird hierzu Treffpunkt sein. Der Anfahrtsweg wird auch in der Nennbestätigung dargestellt. Das Pressezentrum ist das komplette Wochenende im Dorfgemeinschaftshaus Rudingshain untergebracht und zieht im Veranstaltungsverlauf, wie noch im Vorjahr, nicht mehr um die den Startbereich um. Die Papierabnahme erfolgt wie gewohnt im DGH. Am Samstagabend gibt es hier live Musik mit Tom Stryder dazu auch Buffet für das leibliche Wohl. Die Speisenauswahl wird größer als im Vorjahr sein. Der offizielle Aushang wandert weg vom DGH in den Bereich des Vorstarts in die Nähe der Rennleitung, wo auch wieder der DSK-Bus zu finden sein wird. Dieser wandert ca. 150 Meter nach oben. Wer von den Teilnehmern die originale Nennung noch nicht per Post gesendet hat, möge diese bitte unbedingt mitbringen. Alle Nennungen für das Rennen und die GLP-Wertungen, die bis zum 18.04. (Tag Versand der Nennungsbestätigung) nicht vorab überwiesen oder per Scheck bezahlt wurden, können aus organisatorischen Gründen nicht bearbeitet werden. Wir bitten um zahlreiche Nennungen bis zum Nennungsschluss. Der MSC Schotten hat reichlich Platz und freut sich über jede und jeden, der kommt“.

Werkstatt-Report #26: Formel 3000-light mit Schweden-Power

14. April 2017

Franz Seitz und sein Sohn Florian Hartmann gehen gern ungewöhnliche Weg und verfolgen nicht alltägliche Ideen. Die Auslobung der neuen „Race and Fun Challenge“, wo bekanntlich der jeweilige Zweitplatzierte der Rennwagenklasse bis 2-Liter Hubraum, Pokal und Preisgeld abstaubt, ist nur ein Beispiel. Bezahlbarer Motorsport, bei maximalem Spaßfaktor war schon immer die Maxime des Familien-Teams aus dem Schwabenländle. So reifte nach und nach die Idee in einem Formel 3000-Chassis einen unkomplizierten und kostengünstigen, aber dennoch PS-starkes Triebwerk zu verbauen. Lange suchten die Beiden nach dem idealen Motor für ihr Vorhaben. Schlussendlich wurde man in Schweden fündig. Ein, im Rallyecross-Sport häufig verwendeter Volvo-Motor, der dank seines massiven Blocks mühelos auf drei Liter Hubraum aufgebohrt wird, fiel dem Team Seitz bei Internetrecherchen auf. Der Reihen-4-Zylinder mit Vierventilkopf wurde in Skandinavien geordert und quasi als Weihnachtsüberraschung kurz vor den Festtagen 2016 geliefert. Aus Kostengründen verzichtete man bewusst auf ein V8-Aggregat und hat dennoch 390 PS bei 360 Newtonmeter zur Verfügung. „Das Drehzahlband wollen wir vorerst nur bis 8.000 Umdrehungen nutzen, es geht aber mehr“, erläutert Franz Seitz. Während der Wartezeit auf den Motor widmete man sich in Rutesheim-Perouse dem Reynard-Chassis vom Typ 88D. Der Formel 3000 stammte ursprünglich vom Paul Stewart Team aus England und wurde anschließend, zwischen 1992 und 1999 vom Grazer Norbert Binder in der Berg ÖM gefahren, jedoch auch nicht mit dem etatmäßigen V8-Motor, sonder mit einem BMW. 1998 fanden Fahrer und Fahrzeug sogar den langen Weg zum Osnabrücker Bergrennen, das damals zum Österreichischen Mobil-Berg-Cup zählte. Das allererste Rollout vor einer Woche beim Testtag auf dem Flugfeld in Lahr verlief zufriedenstellend. „Die Stromversorgung via Batterie war zu knapp bemessen, wir werden eine Lichtmaschine einbauen, dann wird die Zündung rund laufen. Unser Reynard 88D Volvo 16V ist sehr gutmütig fahrbar, das können wir auf jeden Fall schon sagen“. Aus beruflichen Gründen musste die anvisierte Premiere beim Hillrace in Eschdorf verworfen werden. Somit arbeitet man nun auf die Jungfernfahrt am 24./25. Juni am Iberg in Heiligenstadt hin. Weiter möchte das Vater-Sohn-Gespann noch nicht denken. Klappt der erste Renneinsatz, sind weitere Läufe im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft geplant.

Werkstatt-Report # 25: Der Dicke ist wieder unter den Lebenden

11. April 2017

Mit dem haarigen Crash auf regennasser Piste beim Berg-Saisonfinale 2016 von Mickhausen, hatte sich Holger Hovemann und sein Team ihre zeitraubende Winterbeschäftigung gesichert. Der siebenfache Berg-Cup Gesamtsieger war nach der Antoniusbuche mit hoher Geschwindigkeit von Piste abgekommen und krachte am Waldeingang in die aufgestellten Reifenstapel und Bäume. Die Wucht des Aufpralls hinterließ mehr als deutliche Spuren. Nach dem ersten Schock und einer Schadensaufnahme entschloss man sich den gelben Opel Kadett C V8 GT-R wieder aufzubauen und bereits fünf Tage nach dem tragischen Zwischenfall traf das waidwunde „Berg-Monster“  bei Norbert Vornholt und seinem Team, in den geheiligten Hallen der Firma Veritruck in Henstedt-Uulzburg bei Hamburg ein. Seit Mitte Oktober letzten Jahres wurden hier rund 250 Arbeitsstunden, wohlgemerkt nach Feierabend von Norbert Vornholt, Markus Saß, Markus Stirnberg, Marco Kläre, Kay Hofrichter, Sven Werner, Marco von Appen und Werner Kahle geleistet. An vier Wochenenden machte sich auch Holger Holvemann auf die 650 km lange Reise vom Odenwald in den Norden Deutschlands um beim Wiederaufbau des „Dicken“ mit Hand anzulegen. Als erstes wurde eine gebrauchte Chevrolet Corvette, als Teilespender für die „Wiederauferstehung“ des populären Konzepts einer C-Kadett Silhouette mit einem 5,7-Liter Lotus Triebwerk, gekauft. Glücklicherweise bekamen Motor,  Getriebe und die Hinterachse beim Unfall recht wenig ab, sodass sich die ersten Arbeiten im vergangenen Herbst um den Wiederherstellung der Karosse drehten. Rahmenteile des Vorderbaus mussten gefertigt und angepasst werden. Danach fanden nach und nach die gesamte Technik und der potente Lotus-Motor wieder seinen angestammten Platz im Bug des E2-SH Boliden. Die dezimierten Karbonteile entstanden zwischenzeitlich neu und ein paar Neuerungen am Fahrwerk und der Aerodynamik werden unter „Weiterentwicklung“ verbucht. Seit Ende März 2017 seht der „Dicke“ wieder auf eigenen Beinen, sprich auf seinen vier Rädern. In der ersten April-Woche wurden alle Anbauteile angepasst und für die Lackierung vorbereitet. Aktuell befindet sich das „Yellow-Berg-Monster“  beim Lackierer. Ob es gelingt den Opel Kadett C V8 GT-R bis zum Saisonstart beim Bergpreis Schotten am letzten April-Wochenende fertig zu stellen, ist jedoch fraglich. Eine Menge an vermeintlichen Kleinigkeiten ist noch zu erledigen. Auch für das Luxemburger Hill Race in Eschdorf, nur eine Woche später, wird es eng. Zudem ist der Renner nach all den Arbeiten noch keinen Meter gelaufen. „Bevor es zum ersten Bergrennen geht, werde ich auf alle Fälle noch einen Testtag auf der BOSCH-Teststrecke Boxberg absolvieren. Ohne ein gescheites Roll-Out macht es keinen Sinn wieder ins Renngeschehen einzugreifen. Da brauche ich zuerst Vertrauen in mich und ins […]

Tschechisches Jungtalent hoffnungsvoller EM-Aufsteiger

27. März 2017

Der erst 23-jährige Tscheche Petr Trnka, wird als amtierender Vize-Meister der Kategorie II des FiA Hillclimb Cup, ab der bald beginnenden Saison in die Berg-Europameisterschaft aufsteigen. Das Talent aus der mährischen Kleinstadt Sternberk, bekannt Masters-Austragungsort 2016 und EM-Lauf Gastgeber, wird einen Ligier JS53 Evo mit 2-Liter Honda-Motorisierung pilotieren. Außer den beiden „Ausreißern“ im EM-Kalender, den Rennen in Spanien und Portugal, plant Trnka an allen weiteren EBM-Veranstaltungen teil zu nehmen, also auch beim ADAC Glasbachrennen vom 09. bis 11. Juni 2017.

Werkstatt-Report #24: Berg-Cup Rookie mit Startschwierigkeiten

26. März 2017

Mit dem Honda Civic CRX von Neueinsteiger Jürgen Frommknecht wird in der 30jährigen Geschichte des „Gruppe H-Berg Cups“ der erst dritte Tourenwagen der Marke Honda in Deutschlands Breitensport-Bergrennserie Nummer eins mitmischen. Jürgen Frommknecht aus dem Landkreis Lindau-Bodensee, visiert nach vielen Jahren Pause seine erste Saison im Herrschaftsbereich des DMSB an, doch es gibt Anfangsschwierigkeiten administrativer Art – dazu später. Keine oder nur wenig Probleme gibt es dagegen mit den Vorbereitungen und Anpassungen des „Japan-Racers“ auf das im KW Berg-Cup und der Berg DM gültige Reglement. Mit Hilfe von Minichberger Motorsport wurde ein Umbau auf eine Renneinspritzung mit Einzeldrosselklappen realisiert, sodass der 1,6 Liter ZC01-Motor, der mit Mugen-Teilen zusätzlich verbessert wurde, eine Leistung von 192 PS abgibt. Gleich über der nahen Grenze zu Österreich beteiligte sich Frommknecht in der jüngeren Vergangenheit des Öfteren am Vorarlberger Automobil Cup bei Slaloms und Berg-Slaloms. Ursprünglich stammt der Honda aus der NAVC-Szene und wurde vom Dortmunder Honda-Spezialisten Ralf Sonnenberg gebaut. Vor zweieinhalb Jahren konnte Frommknecht den Wagen übernehmen und seine Motorsportkarriere, die ihn von 1988 bis 1994 zu Slaloms und Rennstreckenrennen führte, weiterführen. Dem entsprechend sind und waren jetzt einige Änderungen an Technik und Ausrüstung angesagt. So wurden ein neuer FiA-Tank, inklusive Leitungen und Pumpen und eine FiA-Sitzbefestigung für den neuen Sparco-Sitz mit Kopfschutz montiert. Auch am Fahrwerk wurde gewerkelt. Dazu kam von wenigen Tagen ein neues Display-Cockpit, im Volksmund „Mäusekino“ genannt. Auch die persönliche Ausrüstung, wie das HANS-System, Fahrerschuhe und Overall musste neu angeschafft werden. Das Mitglied des WAC Lindenberg, wo ein gewisser Hansi Eller den Clubmeistertitel inne hat, freute sich mit seinem dreier Helferstaab auf sechs Rennen im KW Berg-Cup und plant zusätzlich vier Starts in Vorarlberg. Doch gerade der Saisonstart beim Bergpreis Schotten kann für Frommknecht nicht wie erhofft stattfinden, denn der 47-jährige Gewerbetreibende in Sachen Kaffee-Vollautomaten besitzt derzeit nur eine C-Lizenz. Auch mit Unterstützung von Berg-Cup Macher Uli Kohl ließ sich der DMSB nicht erweichen die Lizenzstufe anzupassen. Die zahlreich vorhandenen vorderen Platzierungen wurden vom Honda-Piloten in Österreich herausgefahren und zählen somit nicht für eine passende DMSB-Lizenz. Dennoch wird der Allgäuer alles daran setzten um wenigstens beim D-Lizenz Lehrgang im Rahmen der Freitagstests (nur für im KW Berg-Cup eingeschriebene Fahrerinnen und Fahrer) in Schotten dabei zu sein. Danach muss er drei weitere Platzierungen bei DMSB-Slalomveranstaltungen bringen. „Das werde ich hoffentlich bis Anfang Juni geschafft haben, um dann noch die Bergrennen Glasbach, St. Anton, Oberhallau, Unterfranken, St. Agatha und Mickhausen bestreiten zu können“, so […]

DM-Punkte schon im Training – Startreihenfolge im Spannungsbogen

8. März 2017

Ab der bald beginnenden neuen Motorsport-Saison wird bei den Läufen zur Deutschen Automobil Bergmeisterschaft eine interessante und pfiffige Neuerung greifen. Am letzten Februar-Samstag fand die alljährliche Veranstaltertagung in den Räumlichkeiten des DMSB in Frankfurt statt. Neben den bekannten Themen rund ums Reglement, den Terminen und der Meisterschaft, wurde auch die Neueinführung einer Zusatzbepunktung für den letzten gewerteten Trainingslauf vorgestellt. Dies bedeutet, dass der Bestqualifizierte  jeder Hubraumklasse zwei Zusatzpunkte in der DBM-Wertung bekommt, und macht den letzten Trainingslauf am Samstag somit quasi zu einer „Practice Power Stage“, um es im Rallye-Jargon auszudrücken. Die Rangliste des letzten Trainingsdurchgangs soll dann auch für einen perfekten Spannungsbogen in den Rennläufen am Sonntag sorgen. Entsprechend der Trainingszeiten bildet sich die chronologische Startreihenfolge. Somit startet der Bestqualifizierte als letzter in seiner Klasse. Diese Spannungsaufwertung für die Zuschauer wird erstmals beim Wolsfelder ADAC Bergrennen an Pfingsten umgesetzt. Den danach folgenden Veranstaltern steht es zunächst frei diese Umstellung in der Startreihenfolge anzuwenden. In diesem Zusammenhang weißt der Fachausschuss Berg noch einmal deutlich darauf hin, dass jedes Teilnehmerfahrzeug, auch schon im Training, dem Reglement entsprechen muss. Die Nachkontrollen vom letztjährigen Ibergrennen förderten da einiges zu Tage. Dies gilt ausdrücklich auch für das Fahrzeug-Gewicht. „Dies ist eigentlich nicht neu, hat sich aber aus dem Verständnis der Teilnehmer teilweise verdrängt“, so der Fachausschussvorsitzende Marcus Malsch. „Das beim freiwilligen Wiegen am Trainingstag bislang keine Ahndung erfolgte, wird es wohl so nicht mehr geben. Bereits zur technischen Abnahme muss der reglementskonforme Zustand des Fahrzeuges gewährleistet sein“, so Malsch weiter.

Zeitenwende am Rechberg – Weber übernimmt von Seitinger

26. Februar 2017

Seit 1972 gibt es das Rechberg-Rennen in der österreichischen Steiermark. Bislang 45-mal ging der „Große Bergpreis von Österreich“ auf der Rechberg-Bundesstraße über die Bühne. Und 45-mal war es auch Ehrenfried Seitinger der dabei die Fäden der Organisation in Händen hielt und das Rechberg-Rennen zu dem machte was es heute ist, nämlich einem der traditionsreichsten Rennveranstaltungen der Alpenrepublik und zu einem der beliebtesten Rennen im Rahmen der Berg-Europameisterschaft, wie sie seit dem Jahr 1981 an diesem Berg ausgefahren wird. Ehrenfried Seitinger, der im vergangen Herbst seinen 80. Geburtstag feiern konnte, kündigte schon zum letztjährigen Rennereignis seinen Rücktritt an. Zwischenzeitlich wurde mit Erich Weber ein neuer „Macher“ für die Gesamtorganisation gefunden. Erich Weber, alias TESSITORE, kennen viele als aktiven Rennfahrer aus der Berg-Europameisterschaft. Der Mann aus Bruck an der Mur belegt mit seinem Porsche 997 Cup Rang fünf in der letztjährigen EM-Wertung der Kategorie I, dass als bester GT-Pilot. Somit kennt sich Weber, der bereits in den späten 1990er Jahren mit einem PRC-2-Liter Sportwagen den ersten Teil seiner Karriere bestritt, im Metier Bergrennen bestens aus. „Als aktiver Motorsportler bemühe ich mich zukünftig auch darum, dass wir ein wenig moderner werden und unser Marketing verbessern“, skizziert Weber seine Marschrichtung. „Dazu gehören auch ein aktueller Facebook Auftritt, ein neues Logo und eine laufend aktuelle Internet-Homepage. Bestandteil unserer Neuerungen ist auch das neue ONLINE Nennsystem für die Teilnehmer, auf www.rechbergrennen.com sowie für die Fans ein eigener Ticketshop, für die vergünstigten Vorverkaufskarten“. Aber ganz wird sich Ehrenfried Seitinger von seinem Lebenswerk noch nicht zurückziehen. „Ja, der Ehrenfried ist heuer noch im „zweiten Glied“ dabei, aber alles was wirklich wichtig ist, entscheide ich“, so Erich Weber gegenüber unserer Webseite. „Rennleiter ist weiterhin Jakob Schrittwieser, aber er darf jetzt mehr selbst entscheiden. Ihm zur Seite stehen Mario Klammer, selbst aktiver Rallyefahrer und Organisator der Rallye Weiz, sowie Peter Eibisberger (ebenfalls Aktiver und Mit-Organisator bei der Rallye Weiz). Dazu konnten wird mit Omikron eine neue Zeitnehmung, mit einem Internet-Livetiming für all jene die zu Hause bleiben müssen, verpflichtet. Auch der Ablauf wird ein wenig gestrafft, damit wir das geplante Mammutprogramm, mit der modernen und historischen EBM, der Österreichische modernen und historischen Meisterschaft sowie die Wertungsläufe der Slowakischen und Slowenischen Berg-Meisterschaften durchbringen“. Am 22./23. April 2017, dem großen Rennwochenende von Fladnitz an der Teichalm, wird Erich Weber dennoch unter seinem Pseudonym TESSITORE auf der Rechberg-Bundesstraße zwischen Tulwitz und der Rechbergpasshöhe bei Semriach, im Rennauto sitzen. Denn der 50-jährige Geschäftsführer visiert […]

Vorschau 2017: NSU-Bergpokal weiter im Aufwind

21. Februar 2017

In nicht mehr ganz 10 Wochen startet endlich der NSU Bergpokal im hessischen Schotten in eine neue Saison. Mit 21 Startern, davon 2 Teams, kann sich die traditionsreiche Rennserie mehr als sehen lassen. Mit der NSU Prinz IG fährt künftig ein neuer Heckscheibensponsor im NSU Bergpokal auf allen Fahrzeugen mit. Die unverwechselbare Meisterschaft fährt nun das dritte Jahr unter den Fahnen des KW Berg-Cups und man kann durchaus von einer sehr sympathischen und harmonischen Gemeinschaft sprechen! Die schnellen und  bildschön vorbereiteten NSU Modelle gehören einfach zu den verbesserten Tourenwagen am Berg dazu. Zusammen mit dem KW Berg-Cup bildet sich zur Saison 2017 ein sehr sehenswertes Feld mit über 120 verbesserten Tourenwagen aller Kategorien! Nun gehen wir etwas auf den NSU Bergpokal ein und streifen quer durch die Republik. Beginnen wollen wird mit einem Neuling. Die Rede ist von Michael Carell aus dem Raum Bad Salzuflen. Mit Hilfe von Jörg Davidovic hat er einen sehr schönen NSU TT aufgebaut, der einerseits auf der Straße daheim ist, genau wie das Auto von Michael „Mike“ Vogel, andererseits ebenfalls bei ausgesuchten Bergrennen die Rennstrecken säumen soll. Die NSU-Fans freuen sich darauf, diesen Renner wohl erstmals ab dem Iberg in Bad Heiligenstadt sehen zu dürfen. Wir gehen weiter durch den Norden Deutschlands und finden die üblichen Verdächtigen. Mit Frank Kleineberg und Thomas Krystofiak stehen hier zwei ganz schnelle Vertreter an der Startlinie. Sie sind sehr starke Verfolger des Sieger-Duos Hofmann-Davidovic und werden wieder alles geben. In 2016 hat Thomas mit dem Vizemeister Titel ja gezeigt, was in ihm und seinem schnellen NSU 1200c steckt. Weiter geht es nun ins Ruhrgebiet zu Karsten Steinert. Vater Wolfram soll im Winter wohl wieder im heimischen Keller NSU-Motoren getunt haben. Die Einsätze von Karsten führen eigentlich immer auf das Podest. Mal schauen was über den Winter so entstanden ist. Wie immer eine spannende Frage. Die Antwort werden wir bald erfahren! Die südliche Eifel hat ebenfalls schnelle NSU Fahrer zu bieten. Mit Alex Follmann haben wir hier einen ganz flinken Vertreter, der mit dem Lenkrad seines schwarzen TT bestens umgehen kann und das Wort Angst überhaupt nicht kennt. Was dem Tüftler an Motorenleistung 2017 zur Verfügung steht werden wir wohl erstmals in Schotten Ende April erleben. In der Main-Metropole Frankfurter ist Roman Szott beheimatet. Dieses Uhrgestein im NSU Bergpokal bereichert seit Jahren das Starterfeld. Fast bei jedem Bergrennen der Saison tritt er an und platziert sich somit weit vorn in die […]

149 Aktive im KW Berg-Cup 2017 – DMV wieder an Bord

15. Februar 2017

Das Erscheinungsbild der KW Berg-Cup Tourenwagen wird sich zur diesjährigen 30. Jubiläums-Saison erneut ändern. Wie schon von 2010 bis 2012, wo das rote DMV-Banner die Windschutzscheiben der Fahrzeuge zierte, wird das Logo des Deutschen Motorsport Verband e.V. auf den 135 gemeldeten Renner präsent sein, diesmal auf beiden Seitenblechen. Nach einem erneuten Kontakt auf der Essen-Motor-Show 2016, wurde man sich schnell Handelseinig. Dabei soll es mehr als nur um Sponsoring gehen. Eine Kooperation und Partnerschaft steht auf der aktuellen Agenda. Mit 149 Fahrerinnen und Fahrern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, schrammte die Traditionsmeisterschaft nach dem Nennungsschluss von Anfang Februar, nur knapp an einem erneuten Einschreiberekord vorbei. Im NSU-Bergpokal haben sich 21 Piloten auf 19 „Prinzen“ eingeschrieben. Im eigentlichen Cup-Geschehen mischen in der Klasse bis 1150 ccm Hubraum 13 Piloten auf 10 Autos mit. Bis 1400 ccm sind es 26 Akteure auf 21 Fahrzeugen. In der 1600 ccm-Klasse starten 16 Fahrer auf 14 Wagen. Bis 2-Liter sind es sage und schreibe 57 Aktive auf 47 Autos. Die Diesel-Klasse verzeichnet 3 Teilnehmer. Bis 3-Liter Hubraum haben 16 Fahrer auf 15 Tourenwagen gemeldet. Über 3-Liter besteht die Konkurrenz aus 5 Fahrern und in der Gruppe E2-SH ist Holger Hovemann leider allein auf weiter Flur.

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