In Osnabrück und St. Agatha werden die Bergmeister 2021 ermittelt

27. Juli 2021

Nachdem es im vergangen Jahr aufgrund der Pandemie, erstmals seit den Wirren des 2. Weltkriegs und der folgenden Nachkriegszeit vor über 60 Jahren, keinen Deutschen Bergmeistertitel vergeben wurde, hat nun der Deutsche Motorsport Bund mit seinem Fachausschuß Bergrennen reagiert. Mit einem angepassten Reglement sollen bei den beiden verbleibenden DBM-Bergrennen in Osnabrück und St. Agatha (Oberösterreich) würdige Meister des Jahres 2021 in der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und den beiden DMSB Berg-Cups für Tourenwagen und Rennsportfahrzeuge gefunden werden. Aufgrund der aktuellen Lage im Bergrennsport sah sich der FA Bergrennen des DMSB gezwungen, die Prädikatsbestimmungen anzupassen um trotz der wenigen Veranstaltungen noch eine DBM und DBC auszurichten. Hierbei möchte man insbesondere den Veranstaltern und Teilnehmern entgegenkommen. „Die Änderung ist im Prinzip recht simpel“,  erklärt DMSB-Automobilsport Koordination Alexander Geier. „Wir vergeben für die Berg-DM und die DMSB Berg-Cups die Meisterschaftspunkte nicht mehr pro Veranstaltung bzw. Veranstaltungsergebnis, sondern pro Wertungslauf im Rahmen einer bzw. aller Veranstaltungen. Somit zählt am Sonntag bei den verbleibenden zwei Veranstaltungen (Osnabrück / St. Agatha) jeder einzelne Wertungslauf zur DBM/DBC, ein Streichergebnis ist natürlich auch vorgesehen“. Die überarbeiteten Prädikatsbestimmungen können unter dem nachfolgenden Link eingesehen werden. Link Prädikatsbestimmungen DBM Corona-Update: https://www.dmsb.de/de/automobilsport/bergrennen/file/279652 Link Prädikatsbestimmungen DBC Corona-Update: https://www.dmsb.de/de/automobilsport/bergrennen/file/279189

Finale des FIA Hill Climb Cups mit internationalen Bergprofis

26. Juli 2021

Sebastien Petit bestreitet in dieser Saison das wohl umfangreichste Rennprogramm und ist Woche für Woche auf dem gesamten Kontingent unterwegs, und dass permanent quer durch Europa von West nach Ost und von Nord nach Süd. Mit seinem neuen Sportwagen Nova Proto NP 01-2 ist er gleich in mehreren internationalen und Meisterschaften unterwegs. Am „Uphöfener Berg“ ist er seit einigen Jahren bestens bekannt, schließlich gewann er in 2018 die 51. Auflage des Rennens. Zum Finale des diesjährigen Int. FIA Hill Climb Cups in Deutschland möchte er seinen bereits im Jahr 2019 gewonnenen Titel bei den offenen Rennsportwagen verteidigen. Auch diesmal kommt er aus Mittelfrankreich nicht alleine in das Osnabrücker Land, sondern wird mit einem starken Team dabei sein. Besonders gespannt darf man sein, mit welchem Rennwagen sein Bruder Kevin, der in der französischen Meisterschaft mit einem 4 Liter Sportwagen für Furore sorgt, beim Int. Osnabrücker Bergrennen an den Start geht. Foto: Eric Brocard

Vorfreude auf Osnabrücker Bergrennen kann langsam steigen

26. Juli 2021

Nur noch rund vier Wochen trenne uns vom geplanten Osnabrücker ADAC Bergrennen am 21./22. August 2021. Kommt nichts mehr dazwischen, werden fast zwei Jahre nach der letzten DBM und Berg-Cup Veranstaltung, beim Bergrennen Eichenbühl im September 2019, vergangen sein. Vor Corona war so ein Szenario schlicht unvorstellbar. Doch aktuell steht die Startampel in der Borgloher Schweiz auf grün. Seit Wochen ist die Einschreibeliste für die Fahrerinnen und Fahrer offen und bereits über 120 Nennungen liegen dem MSC Osnabrück vor. Bis zum Anmeldeschluss am 11. August – 24 Uhr könnten noch einige interessante nationale und internationale Starter hinzu kommen. „Die Veranstaltung wird sicher stattfinden“, ist sich Organisationsleiter Bernd Stegmann sicher. „Ob und wie viele Zuschauer zugelassen werden, wird sich aufgrund der Niedersächsischen Corona-Verordnung mit Stufenplan, voraussichtlich erst kurzfristig entscheiden. Ein digitales Ticketing ist dafür vorbereitet“. Wie dem auch sei. Allen Fans, die in diesem Jahr nicht live vor Ort beim 53. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen 2021 dabei sein können, wird wieder ein hochprofessioneller Livestream geboten. Die Produktionsfirma Ue-tec wird auch in diesem Jahr alle wichtigen Rennen und Ereignisse abseits der Strecke einfangen und weltweit auf die PC`s, Tablets und Smartphones senden. Im Gegenteil – gegenüber den Vorjahren wird noch einmal aufgerüstet und mindestens 8 Kameras sorgen für ein ganz besonderes Sehvergnügen. Natürlich hofft man, in diesem Jahr eine neue Rekordbeteiligung bei den Nutzern und Zusehern zu erreichen. Auf jeden Fall werden am 21. August bei den Trainingsläufen und am 22. August bei den Rennen um die zahlreichen internationalen und nationalen Meisterschaften alle wichtigen Ereignisse des Spektakels am „Uphöfener Berg“ übertragen – und das ganz kostenlos! Siehe unter www.msc-osnabrueck.com/livestream

Bentley will am Pikes Peak siegen – Luxemburger Steve Zimmer debütiert

24. Juni 2021

Die 99. Ausgabe des Pikes Peak International Hill Climb steht vor der Tür. Am kommenden letzten Juni-Wochenende werden Dutzende von fantastischen Autos versuchen, in schnellstmöglicher Zeit in die Wolken von Colorado in den USA zu rasen. Um den Titel „King of the Mountain“ kämpfen verschiedene Teams und Automobilhersteller. Europäische Bergstars, wie beispielsweise Simone Faggioli sind diesmal nicht dabei. Aufgrund der COVID-19-Pandemie findet das Bergrennen Pikes Peak zum ersten Mal in seiner Geschichte ohne Fans statt. Ein Livestream von Sponsor Mobil 1 soll diese Lücke schließen und den Fans einen einzigartigen Zugang zu der gesamten Rennaction auf America’s Mountain von überall aus ermöglichen. Trotzdem ist der Pikes Peak International Hill Climb keine leichte Herausforderung, und das ist der Hauptgrund, warum viele Teams zu diesem eintägigen, selbst sanktionierten Rennen nach Colorado strömen. Im Jahr 2020 nahmen mehrere Autohersteller und Teams aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht teil, aber viele von ihnen werden bei der Ausgabe 2021 wieder dabei sein. Einer dieser Autobauer ist Bentley, der 2018 und 2019 zwei Rekorde beim Pikes Peak Hill Climb aufgestellt hat. Bentley fasste seinen Mut zusammen, um seinen ersten Pikes Peak International Hill Climb im Jahr 2018 herauszufordern. Nach einem sechsmonatigen Vorbereitungs- und Entwicklungsprogramm holte ein renntauglicher Bentayga den Rekord als schnellstes Serien-SUV beim Race To The Clouds. Pilotiert von der Neuseeländischen Pikes Peak-Legende Rhys Millen, war der Bentayga mit einem 600 PS starken W12-Motor, adaptiver Luftfederung, aktiver elektrischer 48-V-Anti-Roll-Steuerung und Carbon-Keramik-Bremsen ausgestattet. Der Bentayga überquerte die Ziellinie in 10:49,9 Minuten, fast zwei Minuten besser als der bisherige Rekord in dieser Kategorie. Dann kehrte Millen 2019 am Steuer eines Bentley Continental GT zum Pikes Peak zurück. Am strahlenden Tag des 30. Juni 2019 wurde der Continental GT das schnellste Serienauto beim Pikes Peak International Hill Climb, nachdem er die 12,42-Meilen-Strecke in nur 10:18,488 Minuten absolviert hatte, was rund 8,4 Sekunden schneller als der bisherige Rekord ist. Bentley nahm nicht am Pikes Peak International Hill Climb 2020 teil, schwor jedoch, seine dritte und letzte Rückkehr. Millen wird in der Division Time Attack 1 mit dem stark verbesserten und ausgiebig getesteten Continental GT3 von Bentley teilnehmen. Bentley und Millen müssen jedoch mehrere Hürden nehmen, bevor sie einen weiteren Rekord fahren oder die Division dominieren können. Die größte dieser Hürden ist vielleicht Romain Dumas, französischer Rennfahrer, Porsche-Werksfahrer. Dumas hat die 24 Stunden von Le Mans, die 24 Stunden von Spa, die 24 Stunden Nürburgring und 2008 die 12 Stunden von Sebring […]

Oberhallau will´s durchziehen

19. Juni 2021

Das Schweizer Bergrennen Oberhallau, mit seiner Zieldurchfahrt nur rund einen Kilometer von der Deutschen Grenze bei Waldshut-Thiengen entfernt, soll nach der Absage wegen Corona dieses Jahr am letzten August-Wochenende wieder stattfinden. Der Veranstalter „Pro Bergrennen Oberhallau“, sammelt schon jetzt Anmeldungen von Fahrerinnen und Fahrern, um so das organisatorische Risiko zu minimieren. Anmeldeschluss ist bereits Ende Juni. In wieweit Meisterschaften, wie die Schweizer Bergmeisterschaft oder der deutsche KW Berg-Cup zur Austragung kommen, ist aktuell noch offen. Das gesamte Organisationsteam rund um das Bergrennen Oberhallau ist voller Herzblut mit den Vorbereitungen beschäftigt. Dies verlangt dieses Jahr noch mehr Flexibilität als in der Vergangenheit, da sich die „Pro´ler“ wegen der Corona-Pandemie auf unterschiedliche Szenarien und immer wieder verändernde Bedingungen einstellen müssen. Der aktuelle Verlauf stimmt die Organisationsführung jedoch zuversichtlich, dass die Veranstaltung stattfinden kann. „Doch dazu braucht es nun vor allem euch! Wir können unser Bergrennen nur durchführen, wenn sich bis zum Nennschluss am Mittwoch, 30. Juni 2021 (24 Uhr) genügend Teilnehmer anmelden und das Nenngeld fristgerecht bezahlt haben. Sollten wir entgegen unserer Erwartung die Veranstaltung trotzdem absagen müssen, wird das Nenngeld vollumfänglich zurückerstattet“, erklärt die Rennleitung in ihrer neuesten Mitteilung. Um die gestellten Vorgaben betreffend Covid-19 zu erfüllen, erarbeiten der Verein zusammen mit den zuständigen Behörden von Bund und Kanton ein passendes Schutzkonzept. Wie die Schutzmaßnahmen im Detail aussehen werden, lässt sich wegen der ständig ändernden Rahmenbedingungen noch nicht sagen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass der Einlass ausschließlich für vollständig Geimpfte, von Covid-19 Genesene oder für Personen mit einem negativen Testresultat erlaubt ist. Dies gilt auch für etwaige Helfer und Begleitpersonen. Über die definitiven Schutzmaßnahmen informieren der Verein spätestens mit der Veröffentlichung der «letzten Weisungen» und auf der Webseite www.bergrennen-oberhallau.ch Die diesjährige Veranstaltung wird anders sein als in den Vorjahren. So sind zum Beispiel nur eine begrenzte Anzahl Zuschauer zugelassen. Pro Fahrer sind maximal vier Begleitpersonen möglich, welche sich voraussichtlich ebenfalls registrieren müssen. Diesbezügliche Informationen folgen mit den «letzten Weisungen». Leider ist aktuell auch noch nicht klar, ob das Fahrerlager wie gewohnt im Dorf oder teilweise außerhalb des Dorfkerns platziert werden muss. Auch diese Information folgt mit den letzten Weisungen.

Gelegenheit macht Bergrennen – alle Termine im deutschsprachigen Raum

23. Mai 2021

Wer in diesen Pandemietagen gerne mal wieder bei einem Bergrennen ins Lenkrad seines Rennfahrzeugs greifen möchte, der sein Equipment in der Reihe hat, eine Lizenz gelöst, der bereits zu den Geimpften oder Genesenen zählt, oder der einem negativen PCR-Test vorweisen kann, hat es nicht leicht sich eine entsprechende Veranstaltung herauszusuchen. Fast täglich gibt es neue „Wasserstandsmeldungen“ zu Terminänderungen und Absagen. BiD  bringt mit folgender Auflistung etwas Licht ins Dunkel. Im gesamten deutschsprachigen Raum und den Nachbarregionen gibt es eine ganze Menge Veranstaltungen, die Corona zum Trotz stattfinden sollen. Es sind Bergrennen die bereits ihren frühen Termin verschoben haben oder darauf hoffen bei niedrigen Inzidenzwerten und einem handfesten Hygienekonzept ihre Rennen durchführen zu können (Stand: 23.07. 2021). 12. Juni 2021 – Berg-Slalom Damüls (A-Vorarlberg) 13. Juni 2021 – Berg-Slalom Damüls (A-Vorarlberg) 26./27. Juni 2021 – ADAC Ibergrennen-Heiligenstadt (D-Thüringen) 27. Juni 2021 – Course de Côte La Roche en Ardenne (B-Ardennen) 03./03. Juli 2021 – Course de Côte Vuillafans (F-Jura) 09. Juli 2021 – Int. Arlberg Berg-Slalom (A-Vorarlberg) 10. Juli 2021 – Int. Arlberg Berg-Slalom (A-Vorarlberg) 10./11. Juli 2021 – Course de Côte La Broque-Schirmeck (F-Elsass) 25. Juli 2021 – Course de Côte Holtz (L-Luxemburg) 14./15. August 2021 – Course de Côte St. Ursanne (CH-Jura) 21./22. August 2021 – Int. Bergrennen Osnabrück (D-Niedersachsen) 21./22. August 2021 – Course de Côte Massongex (CH-Wallis) 28./29. August 2021 – ASC Bergrennen Oberhallau (CH-Schaffhausen) 04./05. September 2021 – Course de Côte Turckheim (F-Elsass) 11./12. September 2021 – AvD Bergrennen Eichenbühl (D-Bayern) 11./12. September 2021 – Bergrennen Gurnigel (CH-Berner Oberland) 18./19. September 2021 – Course de Côte Abreschviller (F-Lothringen) 25./26. September 2021 – Auto-Bergrennen St. Agatha (A-Oberösterreich) 02./03. Oktober 2021 – ADAC Bergrennen Mickhausen (D-Bayern) 09./10. Oktober 2021 – FiA Hillclimb Masters Braga-Falperra (P)

Erneut kein Hauenstein-Bergrennen

21. Mai 2021

Kurz und bündig erfolgte heute die Absage des ADAC Hauenstein-Bergrennens 2021, durch den Veranstalter MSC Rhön. Die 51. Auflage des „Rhöner Dröhners“ wurde auf das Wochenende 30./31. Juli 2022 verschoben. Nach Rücksprache mit den Genehmigungsbehörden, dem Rennbürgermeister“ Friedolin Link und aus Rücksicht auf die Bürgerinnen und Bürger der gastgebenden Gemeinde Hausen, wo sich das gesamte Fahrerlager befindet, sieht die Rennleitung des MSC Rhön leider noch keine Möglichkeit das Rennen in diesem Jahr schon wieder stattfinden zu lassen. Man setzt auf eine stetig steigende Impfrate in der Bevölkerung und eine Normalisierung bis in den Sommer des kommenden Jahres.

Maßnahmenpaket für Frankreichs Berge

12. Mai 2021

Weiterhin vorherrschende Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Gesundheitskrise zwingen den französischen Motorsportverband (FFSA) kreativ zu sein und neue Maßnahmen zur Wiederaufnahme der Französischen Bergmeisterschaft einzuführen. Auf Vorschlag der französischen Bergmeisterschaftskommission verabschiedete das FFSA-Managementkomitee mehrere Punkte, die einen nahezu  reibungslosen Ablauf der Rennen garantieren sollen. Als Erstes hat der FFSA-Lenkungsausschuss, analog zum Vorjahr auch für die Saison 2021 die Piloten mit einer regionalen und nationalen Lizenz zur Teilnahme in der französischen Bergmeisterschaft sowie in der französischen Bergmeisterschaft  der 2. Division zugelassen. Weiter wurde beschlossen, falls die Organisatoren gezwungen sind, ihre Veranstaltung ohne Zuschauer oder mit einem eingeschränkten Zuschauerkontingent zu organisieren, finanzielle Unterstützung zu geben. Im Gegenzug werden die Teilnahmegebühren um 80 € erhöht und keine Preisgelder ausgeschüttet. Diese Regelung gilt für alle Meisterschaftsläufe, für die Division 2 und historische VHC-Meisterschaft. Möglicherweise wird es pro Rennwochenende wieder zwei Punkteläufe geben. In der aktuellen Konfiguration enthält die französische Bergmeisterschaft 2021, die seit 2019 geltenden Bestimmungen, nämlich für jede Veranstaltung Trainingsläufe am Samstag und das Rennen am Sonntag. Für den Fall, dass die französische Berg-Meisterschaft nicht vor dem 1. August 2021 beginnt, wird das im Jahr 2020 praktizierte Format in diesem Jahr erneut angewandt, das heißt zwei Rennen pro Veranstaltung (Samstag und Sonntag)  und daher eine doppelte Punkteverteilung. Diese Bestimmung gilt auch für die 2. Division der Französischen Bergmeisterschaft und die VHC-Meisterschaft in der Französischen Bergmeisterschaft.

Corona zum Trotz – EBM-Aufgalopp in Portugal – Livestream für alle Fans

6. Mai 2021

Der Moment, der seit mehr als 21 Monaten erwartet wird, ist jetzt in greifbarer Nähe und kann in Stunden gezählt werden: An diesem Samstag, dem 8. Mai, um 9 Uhr, wird grünes Licht für die Wiederaufnahme der FIA Berg-Europameisterschaft gegeben. Am Fuße des 5.110 Meter langen Boticas-Kurses im Nordosten Portugals, werden sich insgesamt 64 Fahrerinnen und Fahrer, davon 24 in der EM-Wertung, versammeln. Seit dem Finale der EBM-Saison im September 2019 in Kroatien wurde die Europameisterschaft aufgrund der COVID-19-Pandemie ausgesetzt. Ohne genügend Veranstaltungen wurde die traditionsreiche Meisterschaft im Jahr 2020 vollständig abgesagt. Auch wenn die Runde 2021 nach den Absagen der französischen, österreichischen und zuletzt deutschen Läufen, nicht so vollständig wie erwartet sein wird, wird die Meisterschaft bereits an diesem Wochenende vom 8. bis 9. Mai mit dem Boticas-Event in Portugal aufgenommen. Boticas liegt etwa 150 km nordöstlich von Porto und nicht weit von der spanischen Grenze entfernt im Herzen einer Region, die an große Motorsportveranstaltungen gewöhnt ist. Vila Real (Gastgeber des WTCR) befindet sich im Süden und Montalegre (Rallycross) im Norden. Die Startlinie der idealen Strecke für einen EM-Lauf beginnt fast im Zentrum von Boticas. Die EM-Könige Christian Merli (Osella FA30 Zytek) und Simone Faggioli (Norma M20FC Zytek) freuen sich das es wieder Ernst wird. Auf einem für jeden von ihnen neuen Kurs und daher mit der gleichen Voraussetzungen, wird es interessant sein, inwieweit der Franzose Sébastien Petit (Nova NP01-2 Zytek) und der Italiener Diego Degasperi (Osella FA30 Zytek) in der Lage sind, die beiden italienischen „Tenöre“ herauszufordern. Der Rest des Feldes der Kategorie 2 wird wie üblich ziemlich gemischt sein mit den 3.0 V8-Boliden von Fausto Bormolini (Reynard 2KL Mugen) und Renzo Napione (Reynard K01 Cosworth), der Formel Renault 2. 0 von Kevin Petit (Tatuus) und den „Motorrad-Einsitzern“ von Federico Liber und Mirko Venturato (beide auf Gloria C8P Evo Suzuki). In Kategorie 1 ist es die Einführung des „Performance Factor“ von besonderem Interesse. In Gruppe 1 der Kategorie 1 tritt der äußerst starke Mitsubishi Lancer Evo VII des Schweizer Fahrers Ronnie Bratschi gegen den Porsche 997 GT2 des französischen Fahrers Nicolas Werver und den Lamborghini Huracan des Spaniers Jose Antonio Fombona an. In Gruppe 2 werden sich der speziell für Bergrennen umgebauten Skoda Fabia des Slowaken Jan Milon, der Porsche 991 GT3 Cup von Pedro Marques und der Kia Ceed TCR von Luis Delgado eine Dreikampf liefern. In Gruppe 3 treffen die Cupra-TCRs von Joaquim Teixeira und Manuel Sousa […]

Prekäre Situation vor dem Berg-Cup Fastest Lap in Oschersleben

2. Mai 2021

Auswirkungen der sogenannten „Bundesnotbremse“ haben dazu geführt das sich die Auflagen seitens der Motorsport Arena Oschersleben GmbH für die Rundstreckenveranstaltung am kommenden Wochenende des 7. und 8. Mai verschärft haben. Nach der gelungenen Premiere auf dem Hockenheimring plant der KW Berg-Cup seinen zweiten Lauf im Rahmen des Rennens „Preis der Stadt Magdeburg“ im „Fastest Lap-Modus“. Erfreuliche 60 Starter haben sich, Stand 28. April für das zweite Rennsportwochenende nach langer Abstinenz angemeldet. Nun sorgt ein striktes Übernachtungsverbot im Fahrerlager, dessen Einhaltung von Security-Kräften streng überwacht werden soll, für Ratlosigkeit unter den Teilnehmern der Veranstaltung. Da aktuell von 22 Uhr bis 5 Uhr im Bördekreis eine Ausgangssperre gilt, darf sich niemand im Fahrerlager aufhalten. Der Hauptveranstalter MCS Stuttgart hat nun ein dickes Problem und versucht derzeit alles Mögliche und das Event nicht absagen zu müssen. „Leider macht uns die Übernachtungs-Situation im Fahrerlager Oschersleben starke Kopfschmerzen“. In einem Schreiben informierte am Freitag die Organisationsleitung des MCS Stuttgart. „Was in Hockenheim ohne weiteres möglich war, darf in Oschersleben nicht sein. Unser Versuch, Nachtwachen zu erlauben, wurde von der Behörde als Umgehung des Übernachtungsverbots gewertet und deshalb abgelehnt. Das Fahrerlager muss um 22:00 Uhr menschenleer sein. Dies wird auch kontrolliert. Security- Mitarbeiter der Motorsport Arena überwachen das Fahrerlager die ganze Nacht. Wenn die Behörde einen Verstoß gegen die Auflagen feststellt, kann die komplette Veranstaltung abgebrochen werden. Dies wurde bei einer Veranstaltung in Groß Dölln bereits praktiziert. So bleiben tatsächlich nur zwei Möglichkeiten. Die Teilnehmer suchen sich Hotels bzw. Pensionen in der Nähe oder kommen auf zwei Campingplätzen (17 und 24 km vom Renngelände entfernt) im Umland unter. Die Gäste müssen dort aber autark sein, das heißt die Sanitäreinrichtungen des Platzes bleiben geschlossen, die Lieferung von Strom und Wasser ist aber möglich. Unbedingt erforderlich ist die Vorlage einer Bestätigung oder eines Schreibens, das belegt, dass der oder die Übernachtenden beruflich oder gewerblich unterwegs sind. „Das heißt im Klartext, auch diese Möglichkeit steht nicht allen offen. Der letzte Satz des letzten Abschnittes gilt genau betrachtet auch für Hotels und Pensionen“, so die Verantwortlichen des MCS. Somit kann der Veranstalter nur hoffen, dass sich alle mit diesen Einschränkungen arrangieren können. Dennoch stellt sich die Frage wer von den Teilnehmern seine Nennung für Oschersleben aufrecht erhält und wer sich zurückziehen möchte oder muss?

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