Corona nimmt Einfluss – Merli siegt in Spanien

17. Mai 2021

Der zweite Lauf zur diesjährigen Berg-Europameisterschaft ging in Nord-Spanien mit dem Klassiker Subida al Fito über die Bühne. In Arriondas spielte das Wetter mit Regen in unterschiedlicher Stärke am gesamten Rennwochenende leider nicht mit. Damit wurde die ohnehin schon anspruchsvolle Strecke noch herausfordernder für die Fahrer. Die besten Bedingungen herrschten dann noch im 3. und letzten Rennlauf am Sonntag, wo auch die schnellsten Zeiten des Wochenendes gefahren wurden. Zudem sorgte leider „Corona“ in Spanien für zusätzliches Kopfzerbrechen, denn im italienischen Faggioli Team wurde ein positiver Test ausgewertet. So mussten Simone Faggioli und sein Team-Kollege Diego Degasperi, als auch Fausto Bormolini und Renzo Napione, als Kontaktpersonen, auf ein Antreten am Sonntag verzichten. Den Gesamtsieg sicherte sich quasi im Alleingang dennoch ein Italiener, mit Christian Merli. Mit dem Osella FA30 Zytek LRM trotzte er den schwierigen Bedingungen im Baskenland, was am Ende des Wochenendes mit einem vollen Erfolg belohnt wurde. Dabei musste er nicht all seine Künste aufbieten, um die restliche Konkurrenz klar auf Distanz halten. Diese wurde vom jungen Spanier und ehemaligen Formel 1-Testfaher Javier Villa Garcia angeführt, der im Training noch mit technischen Problemen an seinem BRC BR53 Turbo haderte. Am Renntag konnte sich der bekannt beherzt agierende Pilot hervorragend in Szene setzen und mit famosen Zeiten bei schwierigen Verhältnissen glänzen, womit er auch den Sieg in der Gruppe E2-SC für sich verbuchen konnte. Das Podium komplettierte der Franzose Sebastien Petit mit dem Nova NP 01-2 Judd GAS39 EMAP, der eine ebenfalls tolle Performance in Spanien ablieferte. Vor allem im 3. Rennlauf konnte er sich nochmals entscheidend steigern und die zweitschnellste Gesamtzeit realisieren, womit der Rückstand auf den Spanier mit 2sec. sehr gering ausfiel. Rang Vier im Gesamtklassement ging wieder nach Italien, und zwar an Federico Liber im Gloria C8P Evo. Dieser konnte auf der anspruchsvollen Strecke mit einer famosen Leistung, gerade auf feuchter Piste überzeugen und aktuell den 4. Rang in der EM-Tabelle einfahren. Die Top5 komplettierte der junge Raul Ferre Matas aus Andorra, der erstmals den neuen Silver Car CS Turbo-Sportwagen an den Start brachte und mit diesem neuen Boliden eine Topperformance ablieferte. Dabei konnte er sich im Laufe des Wochenendes immer weiter steigern und schlussendlich noch den letzten Platz am Podium in der Gruppe E2-SC mit dem 2l Boliden fixieren. Rang Sechs Gesamt sicherte sich der Italiener Mirko Venturato, der im Gloria C8P Evo auch in Spanien aufhorchen ließ. Bei seinem ersten Antreten bei der Subida al […]

Merli holt in Spanien vierten EM-Sieg in Folge

20. Mai 2019

Bei äußerst wechselhaften und schwierigen Wetterbedingungen trug erneut der Italiener Christian Merli im werksunterstützten Osella FA 30 Zytek LRM beim 48. Subida Al Fito im spanischen Baskenland, den Gesamtsieg davon. Auch bei der vierten Runde der Europa-Bergmeisterschaft 2019 gelang dem EM-Titelverteidiger der vierte Gesamtsieg in Folge. Diesmal verlief der Renntag spannender als noch in Portugal vor einer Woche. Ein Toller Kampf mit dem ex-Europameister Simone Faggioli am Steuer des Norma M20 FC war das Ergebnis. Die Trainingsläufe prägte der Regen. Auf der 5,350 Kilometer langen Strecke ist Merli zuerst zwar in Front, doch der Spanier Javier Villa im ebenfalls werksunterstützten BRC (Foto oben) schlägt sich hervorragend und ist anfangs sogar schneller als Simone Faggioli. Am Morgen des Renntags wagt es Merli trotz nasser Strecke, sich für Intermediat-Reifen zu entscheiden und muss prompt Faggioli den Vortritt lassen. Im zweiten Durchgang dreht Merli den Spieß wieder um und im dritten Lauf macht Merli den Tagessieg klar, vor Faggioli und dem stark agierenden Javier Villa. „Ich bin sehr glücklich“, kommentiert Merli. „Bei den Trainingsfahrten im Regen haben wir das richtige Setup mit den Regenreifen gefunden. Heute setzten wir im ersten Rennen auf Intermediat-Reifen, aber in den Waldpassagen war die Straße wohl noch zu nass, hatte ich das Gefühl. In zweiten Rennlauf, war es großartig und die Bedingungen waren optimal, während ich im 3. Rennen ruhig hätte die Slicks verwenden können, aber ich hatte mich für eine konservative Wahl entschieden. Zugegeben, es gab Rinnsale die die Straße kreuzten was einen Risiko gewesen wäre. Jetzt geht es für uns alle erst einmal nach Hause um uns in 14 Tagen beim Ecce Homo-Rennen in Tschechien vorzustellen. “ Wiederum auf einer bislang für ihn unbekannten Strecke  gelang dem Vorarlberger Christoph Lampert im Osella FA 30 ein hervorragender vierter Platz in der Tageswertung, vor seinem Markenkollegen Diego Degasaperi und beiden Norma-Piloten Guy Demuth und ex-Europameister Andres Vilarino auf den Plätzen 6 und 7. Danach folgte bereits der Franzose Sebastien Petit, der nach seinem Crash von Portugal mit seinem teameigenen Ersatzwagen á la Norma Honda 2-Liter Rang acht belegte. Der Schweizer Reto Meisel schied bereits im Training mit einem Unfall auf regennasser Piste aus. Der Schaden an der linken Vorderradaufhängung und der Karosserie, war zu groß um am Rennen teilzunehmen.

Merli in Spanien im Pech – Faggioli holt auf

22. Mai 2018

Bis zum zweiten Rennlauf beim vierten Berg-EM Lauf der Saison, dem 47. Subida Al Fito in nordspanischen Baskenland, lief für den italienischen Osella-Werksfahrer Christian Merli alles nach Plan. Der Mann aus dem Trentino dominierte im Training und im ersten Rennen klar. Doch dann, in „Carrera 2“ bricht  an Merlis Osella FA30 die rechte Hinterachse und der Pilot des Blue City Motorsport Teams muss aufgeben. Bitter fällt die Resonanz Merlis aus. „Ein dummer Fehler. Die Achswellen werden in der Regel zu einem festen Termin ersetzt und wir waren weitgehend im Rahmen dieser Routinewartung. Natürlich kann sowas passieren, aber wir haben einen bitteren Beigeschmack. Im ersten Anstieg lief alles gut. Wir haben im Rennen bis zu diesem Zeitpunkt dominiert und sogar einen neuen Streckenrekord markiert. Dennoch kehren wir mit null Punkten nach Hause zurück und dieses Rennen wird das Streichresultat der ersten Saisonhälfte bilden. Jetzt dürfen wir in den nächsten beiden Rennen von Ecce Homo und Glasbach keine Fehler mehr machen. Der Wunsch zu gewinnen bleibt. Der Rennsport ist so, aber dieses Wochenende ist schwer zu verdauen.“ Auf der 5,350 km langen Bergpiste in Asturien siegte nach Merlis ausscheiden, Simone Faggioli klar und deutlich, nach zwei Läufen und fast 7,5 Sekunden vor dem Franzosen Sebastien Petit (beide Norma M20 FC). Rang drei ging an den Spanier Javier Villa Garcia im kleinen BRC B53 „CM-Renner“.