Interview Christian Merli – Glasbach ist mir auf den Leib geschneidert

28. November 2021

Den italienischen Kollegen von „Cronoscalate Che Passione“ bot sich kürzlich die Gelegenheit zu einem ausführlichen Interview mit dem vielfachen Berg-Champion Christian Merli. Man traf sich zu einem Chat mit dem Piloten aus dem italienischen Trentino um über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu sprechen. Heraus kam eine 360°-Rundumschau über Christian Merli im privaten, sowie natürlich auch im Rennsport. CCP: Hallo Christian, vielen Dank, dass Du unsere Interviewanfrage angenommen bist. Fangen wir also mit der ersten Frage an. Wer ist Christian Merli im Rennsport und wer ist Christian Merli im Alltag? Christian Merli: „Es ist schwer, sich selbst zu beurteilen, es sollten andere tun. Ich habe das Gefühl, dass ich im Rennsport jemand bin, der immer das Maximum hineinsteckt. Im Alltag schätze ich die Normalität, mache banale Unternehmungen und treibe Sport. Aber ich widme mittlerweile viel Zeit dem Rennsport und wenn wir nicht auf Rennen unterwegs sind, arbeiten wir in der Werkstatt, um unser Auto oder die der Kunden zu pflegen.“ CCP: Woher hast Du die Leidenschaft für den Motorsport? Christian Merli: „Diese Frage hat mir auch mein Vater vor ein paar Jahren gestellt, in der Familie gab es niemanden mit einer Leidenschaft für Motoren. Papa hatte schon immer ein paar Räder, um in die Berge zu fahren, aber mehr auch nicht. Mama, das muss ich sagen, ist im Auto nie langsam gefahren, aber schon als Kind hatte ich diese Leidenschaft, zuerst für Mopeds, dann für Motorschlitten, mit denen ich meine ersten Rennen gefahren bin und dann für Autos. Ich habe die Tage damit verbracht, alles zu zerlegen und wieder zusammenzubauen.“ CCP: Es wird immer schwieriger, ein High-Level-Pilot zu werden, wenn man nicht die richtige Ausrüstung hat. Wenn Du heute einen Nachwuchsfahrer triffst, der am Berg debütieren möchte, was würdest Du empfehlen? Christian Merli: „Zunächst würde ich ihm sagen, dass es viel Mühe und viel Geduld braucht. Dann würde ich ihm raten, erst einmal mit einem kleinen Tourenwagen eine Meisterschaft zu fahren, das würde ihm erlauben, Erfahrungen zu sammeln.“ CCP: Du bist seit vielen Jahren im Geschäft. Hat sich deine Art die Dinge anzugehen im Laufe der Jahre verändert? Wie bereitet Ihr Euch auf die zahlreichen Rennwochenende vor? Christian Merli: Bevor wir zu einem neuen Rennen fahren, versuche ich, die Streckenführung an Hand von Onboard-Videoaufnahmen zu lernen und komme meist schon donnerstags an, um die Strecke auswendig zu lernen und zu versuchen, unsere Osella auf das bestens abzustimmen.“ CCP: Was war […]

Adrenalin bei Fahrern und Zuschauern

16. November 2021

Der Motorsport hat eine starke Anziehungskraft auf Kinder und Erwachsene, die gleichermaßen großen Spaß an den rasanten Wettbewerben haben. Neben Tourenwagen-Meisterschaften oder der Formel 1 verzeichnet ein weiterer Zweig eine ansteigende Fangemeinde. Bergrennen haben ihren ganz besonderen Reiz. Bei der Streckenführung wechseln sich steile Abschnitte mit engen Kurven ab. Denn die Rennen finden nicht auf speziellen Rennpisten statt, die mit allen Extras ausgestattet sind. Für die Events werden öffentliche Straßen abgesperrt, die ansonsten von Autos oder Landwirtschaftsfahrzeugen genutzt werden. Diese Voraussetzungen bedeuten eine Herausforderung für die moderne Technik, die Fahrer und ihre Teams. Während einer Veranstaltung wird die Sicherheit für alle Beteiligten mit Absperrungen oder aufgestapelten Reifenpaketen sichergestellt. Besucher mögen außerdem den rustikalen Schauplatz bei den Rennen. Das Publikum sitzt nicht wie üblich auf befestigten Rängen, stattdessen werden Hänge oder Böschungen kurzerhand zu natürlichen Tribünen umfunktioniert. So können die Zuschauer das Geschehen hautnah genießen. Auch in den Fahrerlagern sind die Fans willkommene Gäste, der direkte Kontakt sorgt für eine fast familiäre Atmosphäre. Natürlich ist ein Ausflug zu einem Bergrennen ein bleibendes Erlebnis für die ganze Familie. Häufig wünschen sich die Kleinen anschließend, in einigen Jahren ein berühmter Rennfahrer zu sein. Abwechslung und Spaß zu jeder Gelegenheit Meistens fehlt einfach die Zeit, um bei sportlichen Wettbewerben live dabei zu sein. Oder es finden in der näheren Umgebung keine Rennveranstaltungen statt, für die man sich interessiert. Deshalb besuchen immer mehr Verbraucher gut sortierte Plattformen im Internet, die eine Reihe populärer Sportwetten anbieten. Namhafte Anbieter gibt es bei www.oddsshark.com/de. Beispielsweise kann mit wenigen Klicks auf die Lieblingsmannschaft beim nächsten Bundesligaspiel gesetzt werden. Basketball wird in allen Bevölkerungsschichten ebenfalls immer beliebter. Die Quoten für die einzelnen Sportarten stehen in übersichtlichen Tabellen zur Verfügung. Ferner können Neukunden einen Willkommensbonus erhalten. Zocker können in virtuellen Casinos ihren Einsatz vermehren. Häufig werden klassische Tischspiele ausgewählt. Denn für die Kunden wird ein abwechslungsreiches Angebot immer wichtiger. Schließlich verbringen die User oft mehrere Stunden am Laptop, um sich von den Strapazen des Alltags zu erholen. In einer Aufstellung werden die Leistungen der Unternehmen verglichen. Ein- oder Auszahlungen können mit bekannten Zahlungsdienstleistern vorgenommen werden. Sicherheit für alle Nutzer Wer im Internet surft, um in Onlineshops einzukaufen oder Bankgeschäfte zu erledigen, muss sich unbedingt vor Betrügern schützen. Ist man Opfer von Hackern geworden, sollte man unverzüglich bei der zuständigen Polizeidienststelle Anzeige erstatten. Hierfür wurden Abteilungen mit geschultem Personal eingerichtet. Um einem Ernstfall vorzubeugen, veröffentlicht die Polizei leicht umsetzbare Ratschläge. Ein Virenschutzprogramm darf auf keinem Computer […]

Portugal mit möglicherweise zwei Läufen der Berg-EM 2022

26. Oktober 2021

Wie die portugiesischen Kollegen von „autosport“ berichten, stehen die Chancen gut, dass Portugal im kommenden Jahr 2022 zwei Rennen in der Berg-Europameisterschaft austragen kann. Nachdem in diesem Jahr erstmals die Rampa Boticas bei der Europameisterschaft zum Zuge kam und die Stadt Braga mit ihrer Rampa Falperra das glorreiche FIA Hill Climb Masters austrug, darf Portugal 2022 zwei Rennen in der EBM bestreiten. Und es gibt bereits reservierte Termine. Die Rampa Falperra ist für den 7. und 8. Mai angesetzt und kehrt wie geplant zur FIA ​​European Hill Climb Championship zurück, aber die eigentliche Überraschung ist die Durchführung der Rampa Internacional Boticas eine Woche später, am 14. und 15. Mai, wahrscheinlich auch in der FIA-Bergmeisterschafts-Europameisterschaft. Es bleibt abzuwarten, ob die beiden Veranstaltungen im Wettbewerb bleiben oder nur eine von ihnen. Aber die Möglichkeit, dass sich beide Rennen im EBM-Kalender wiederfinden, ist sehr groß. Das Rennen vor den Toren Bragas ist aufgrund seines Layouts, seiner Organisation und auch der vielen Tausend Zuschauer, ein „Muss“ für die FiA-Bergkommission, und Boticas war im Frühjahr eine große Überraschung, da die Teilnehmer vom Streckenlayout, von der Organisation, dem Ambiente und auch der Sicherheit begeistert waren. Nach Meinung vieler EM-Starter war Boticas das schönste Rennen der abgelaufenen EBM-Saison.

Boxengeflüster 08/2021 „Masters-Spezial“: Wussten Sie schon dass…?

16. Oktober 2021

DASS die Schweizer Marcel Steiner, mit Partnerin Tamara Pauli in Braga als Zaungäste auftauchten. Nach dem Motorschaden an Marcels LobArt Honda Turbo beim Osnabrücker Bergrennen im August, hatte der Berner Oberländer seinen geplante Teilnahme am Masters absagen müssen. Dennoch reisten die Beiden schon am Donnerstag per Flugzeug an und genossen die freie Zeit bei allerlei netten Gesprächen im Fahrerlager und mischten sich natürlich auch unter die Schweizer Delegation bei der großen Parade der Nationen in der historischen Altstadt von Braga. DASS der Bronzemedaillengewinner der Kategorie 4 Wallace Manzies (ausgesprochen Mänges), wohl eine der längsten und kompliziertesten Anreisen zum portugiesischen Mastersschauplatz hatte. Der amtierende Britische Bergmeister aus Alloa in Schottland, der seinen eigenen Renntruck dabei hatte, durchquerte erste einmal die Britische Insel. Anfangs 465 Meilen (750 km) an die südenglische Küste, danach 25 Stunden per Fähre nach Nordspanien. Mit dem letzten Abschnitt der Reise über 7-8 Stunden und 680 km dann ins Fahrerlager von Braga. DASS es um das Masters auch Schattenseiten gab. Schon am Freitagabend, nach Einbruch der Dunkelheit hatten sich Tausende in der Kehre beim Hotel Golden Tulip eingefunden und machten die noch für den Straßenverkehr geöffnete Rennstrecke unsicher. Einige „Möchtegernrennfahrer“ hatten ihren Gasfuß nicht unter Kontrolle und befeuerten so die Partylaune der Herumstehenden. Daran änderte auch das kurzzeitige Aufkreuzen der Polizei nichts. Durch die Raserei kam es später noch zu einem Zusammenstoß zweier Fahrzeuge, wobei eine unbeteiligte Frau verletzt wurde. DASS der einzige Deutsche Tourenwagen-Starter (!) beim diesjährigen Hillclimb Masters Erwin Buck, vom sachverständigen Publikum für seine mutige Fahrweise im VW Spiess Scirocco Mk 1 16V mit offenem Szenenapplaus bedacht wurde. Zur Belohnung gab es einen Pokal für Rang 3 in der Gruppe 3 der Kategorie FIA-Tourenwagen im Rahmen der wundervollen Siegerehrung und Medaillenvergabe. Der Schwabe tauchte sogar im FiA-Livestream als einer von wenigen Interviewgäste auf. Die Sprache  kam dabei auch auf den „German Berg Cup“ und man fragte sich wo die vielen tollen Tourenwagen daraus in der Masters-Starterliste abgeblieben sind. DASS bei der Preisverteilung der Masters-Kategorie 3 aus Versehen dem Schweizer Reto Meisel eine silberne, anstatt einer goldenen Medaille umgehängt wurde. Es ist reiner Zufall, passte aber in sein Wochenende. Der Aargauer hätte sich lieber die Silbermedaille in der Kategorie 1 um den Hals hängen lassen, als die Goldmedaille in der Kategorie 3. Im Fernduell mit den Tourenwagen-Assen war er nur zwei Tausendstelsekunden langsamer als der Pole Szymon Lukaszczyk. Meisel ist sicher, dass die FIA diesen Fauxpas mit der […]

Royal Hillclimb Navys abenteuerliche Reise nach Braga – Volle Fahrt voraus unter Kapitän Wilson

15. Oktober 2021

Schon seit den Anfängen des FiA Hillclimb Masters im Jahr 2014, damals im luxemburgischen Eschdorf, stellen die britischen „Hillracer“ eine echte Bereicherung da. Mit ihren kleinen, aber meist hochmotorisierten Rennwagen, überraschen sie regelmäßig die kontinentalen Experten, Fans und Gegner, so wie auch diesmal in Braga. Unproblematisch und schnell, mal in Deutschland, Luxemburg, Italien, Frankreich oder der Schweiz, im Verlaufe einer Saison anzutreten, wie es die Festlandeuropäer gewohnt sind, ist bei den Briten nicht drin. Nicht nur der Ärmelkanal sondern auch ein enormer Aufwand, hohe Transportkosten und zeitliche Belastungen trennt das Mutterland des Bergrennsports vom Rest Europas. Nur anlässlich des Masters nehmen die Briten ein Abenteuer in Kauf, müssen aber in See stechen. Nach dem Britischen Meisterschafts-Lauf im September, beim ältesten noch aktiven Bergrennen der Welt von Shelsley Walsh, wurden die Top-10-Fahrer der British Hill Climb-Meisterschaft (schnellste der Meisterschaftstabelle in der sogenannten Top-Ten-Run-Off-Wertung) bestimmt sowie die drei Aktiven mit der höchsten Punktzahl aus jeder der 4 Fahrzeuggruppen (Road Going, Modified Production, Sports Libre und Racing Cars) aus dem Britischen Hillclimb Cup. Die Cup-Wertung ist eine separate Meisterschaft bei den gleichen Veranstaltungen auf dem britischen Festland. Insgesamt 22 Fahrerinnen und Fahrer wurden im Anschluss über ihre Qualifikation für das diesjährige FiA Hillclimb Masters vom Team-GB Captain Tim Wilson informiert. Zusätzlich gab es Informationen zur Wildcard-Teilnahme. Ursprünglich hatten sich 18 Britische Fahrer für die Reise nach Braga angemeldet, leider musste Will Hall, der bislang bei allen Masters-Veranstaltungen am Start war, aufgrund anhaltender technischer Probleme mit dem umgebauten Auto zurücktreten. Dessen Force WH-XTEC AER-Formel-Rennwagen hatte bei einem Unfall beim Gurston Down Bergrennen Anfang der Saison schwere Schäden erlitten. Der Planungsprozess zur Verschiffung der mittlerweile 17 Rennfahrzeuge nach Braga konnte also beginnen. Eine zusätzliche Herausforderung war dabei die Umsetzung der neuen Brexit-Regeln, wonach Autos, die von einem Transportunternehmen oder ohne Papiere verschifft werden, ein „Carnet de Passage“-Zolldokument benötigen, um Großbritannien verlassen zu dürfen und in die EU einzureisen. Dies bedeute einen enormen zusätzlichen Papierkram, da alle mit den Rennwagen gelieferten Ausrüstungsgegenstände, wie z. B. Ersatzteile, Werkzeuge oder Zelte im „Carnet“ aufgeführt werden müssen. Dazu fallen auch erhebliche Kosten an. Am Ende reisten 12 Autos, darunter der britische Empire-Formelwagen des maltesischen Fahrers Zach Zammit, der auf der Insel lebt und arbeitet, mit einem Sammeltransporter. Alle Autos, samt Ausrüstung mussten von ihren Besitzern am Sonntag, den 3. Oktober nach Brackley in England geliefert werden, um sie auf zwei geschlossene Transporter zu verladen. Die beiden LkW fuhren dann […]

Weitere emotionale Stimmen zum FiA Hillclimb Masters

13. Oktober 2021

Erwin Buck (DEU) – 3. Pf-Gruppe 3 #141 VW Spiess Scirocco Mk1 2.0 16V (Kategorie 1 / Gruppe 3) „Zuhause angekommen, würde ich am liebsten gleich wieder zurück fahren. Was ist Braga für eine tolle Stadt. Nette, fleißige Leute mit einer riesen Begeisterung für den Rennsport. Ich hab die Aufbauarbeiten beim Abgehen der Strecke etwas verfolgt, was für ein riesen Aufwand. Unglaublich wie viele Leute hier mitgearbeitet haben. Die Strecke ist schnell mit gutem Gripp, die Spitzkehre war zu Beginn noch rutschig, wurde aber mit jedem Lauf besser. Ich habe mich total verliebt in Land, Leute und natürlich die Falperra-Strecke. Ein paar Worte noch zum Performance Faktor. Ich wurde ja zur Kategorie 1 Gruppe 3 umgelegt. Mein polnischer Konkurrent Sebastian Stec mit dem Ford Fiesta Turbo, der übrigens in Berlin wohnt, sagte mir sie fahren im Training mit 650 PS und können fürs Rennen noch Ladedruck dazugeben. Ich will nicht rumweinen, aber es wird für meine Begriffe sehr schwer werden diese Pf-Faktoren alle zu kontrollieren.“ Damien Bradley (GBR) – 2. Kategorie 3 #142 Subaru Legacy 2.3 Turbo (Kategorie 3 / OpTCTG) „Das Wochenende war sehr aufregend. Anfangs ließen die Gangwechsel zu wünschen übrig, aber wir haben es schlussendlich geschafft. Es ist so anders, wie wir es in Großbritannien gewohnt sind. Im Vergleich zu den britischen Hügeln, legte ich einen Gang höher ein und es funktionierte. Die Fahrten vom Fahrerlager hinab zum Start waren der Wahnsinn, die Zuschauer standen Schlange, jubelten und schwenkten Fahnen – das war großartig.“ Sarah Bernard (FRA) – 3. Kategorie 3 #140 Seat Leon Cup Mk3 (Kategorie 3 / OpTCTG) „Es gibt Wochenenden in deinem Leben, die du nie vergessen wirst. Das FiA Hill Climb Masters von Braga hat alle Erwartungen übertroffen. Alles war absolut ungewöhnlich: die Atmosphäre, die Organisation, die Parade auf den Straßen von Braga, der Livestream mit dem unsere Lieben zuhause jeden unserer Läufe verfolgen konnten. Das unglaubliche Publikum sorgt für wahnsinnige Stimmung, die lächelnden und leidenschaftlichen Streckenposten, das Fahrerlager mit all diesen Berg-Monstern und besten europäischen Piloten, die nur wenige Meter von uns entfernt parkten. Nach diesem Wochenende von Braga fängt man an, noch größer zu träumen. Ein Wochenende in Braga und nichts ist mehr außer Reichweite“. Simone Faggioli (ITA) – 2. Kategorie 2 #2 Norma M20 FC Zytek V8 (Kategorie 2 / E2-SC) ′′Ich habe alles gegeben, was ich hatte. Ich wusste, dass es hier nicht nur um den Sieg, sondern um […]

Internationale Stimmen zum Masters von Braga

12. Oktober 2021

Szymon Lukaszczyk (POL) – Sieger Kategorie 1 #79 Mitsubishi Lancer Evo V (Kategorie 1 / Gruppe 1) „Das war eine sehr schöne Erfahrung, hier zu sein und hier zu gewinnen. Es ist ein wunderschöner Ort mit fantastischen Zuschauern. Für mich ist diese Veranstaltung einer der Erfolge des Sports. Mit meinen Teamkollegen hier auf dem Podium zu stehen, ist fantastisch. Wir haben wirklich schnelle Autos und Fahrer in Polen.“ Ronnie Bratschi (CHE) – 5. Platz Kategorie 1 #78 Mitsubishi Lancer Evo VII RS (Kategorie 1 / Gruppe 1) „Wenn das Auto geht stimmt der Speed, und ich weiß was ich über den Winter zu tun habe. Gratulation an die Polen Szymon Łukaszczyk , Daniel Stawiarski, Michał Ratajczyk, und natürlich meine Landsmann Reto Meisel. Es macht immer wieder Spass mit euch zu fahren und ich denke den Zuschauern wurde eine tolle Show geboten!“ Christian Merli (ITA) – Sieger Kategorie 2 #1 Osella FA30 Zytek (Kategorie 2 / D/E2-SS) „Ich freue mich sehr, dieses Wochenende hier in Braga zu gewinnen. Mit diesem Sieg habe ich hier nicht gerechnet, denn Geoffrey Schatz ist sehr schnell, aber wir hatten ein gutes Auto und eine gute Zeit. Es ist sehr wichtig, die FIA Hill Climb Masters erneut zu gewinnen, da die besten Fahrer hier sind und es eine Freude ist, diese Veranstaltung zu gewinnen. Ich freue mich sehr, sehr über diesen Sieg.“ Reto Meisel (CHE) – Sieger Kategorie 3 #75 Mercedes-Benz SLK 340 (Kategorie 3 / OpTCGT) „Das war genial. Dies Master ist eines der Besten. Nein, es ist das Beste, es ist einfach unglaublich. Dies ist mein drittes Mal hier in Braga, eine kurze Strecke, aber immer noch gut. Einer der Kategorie-1-Mitsubishis fuhr zwei Tausendstel schneller als ich, was etwas nervig ist, aber es ist in Ordnung. Ich bin seit zweieinhalb Jahren nach einem schweren Unfall nicht mehr gefahren und muss jetzt Schritt für Schritt lernen, das Auto zu fahren. Wenn ich dieses Jahr mehr Rennen gehabt hätte, wäre ich ein bisschen schneller gewesen, aber ich bin wirklich glücklich mit diesem Ergebnis.“ Geoffrey Schatz (FRA) – Sieger Kategorie 4 #40 Nova NP01-2 Oreca (Kategorie 4 / OpSC) „Dies war mein erstes Mal hier in Portugal, also habe ich nichts erwartet und wollte einfach mein Bestes geben. Das ist ein toller Track und die Leute sind unglaublich, verrückt und lustig; das Ambiente ist etwas ganz besonderes. Wir mussten sehr hart arbeiten, um ein gutes Setup zu finden […]

Masters: Merli absolut schnellster – Meisels goldene Rückkehr

11. Oktober 2021

So schon kann Bergrennen sein. Auch beim vierten FIA Hill Climb Masters, diesmal in Portugal kam das Schweizer Team zu einer Medaille, diesmal mit Reto Meisel. Die Österreicher fehlten hingegen komplett und die drei Deutschen schlugen sich tapfer. Den grandiosen Dreikampf um den Tagessieg entschied Christian Merli für sich. Wer es nicht miterlebt hat, kann sich die Stimmung fast nicht vorstellen. Laut Schätzungen der Organisatoren kamen rund 80’000 Zuschauer ans Training, am Renntag sollen es gegen 100’000 gewesen sein. Der exzellente Livestreream der FiA verwöhnte auch die Daheimgebliebenen. Normalerweise zahlen die Portugiesen bei einem Bergrennen keinen Eintritt. Doch für die drei verlangten Euro plus ein paar mehr für Tribünenplätze kamen sie beim FIA Hill Climb Masters 2021 in Braga voll auf ihre Rechnung. Dreikampf der Champions: Vor dieser beeindruckenden Kulisse lieferten sich die Italiener Simone Faggioli und Christian Merli mit dem französischen Champion Geoffrey Schatz bei schönstem Spätsommerwetter einen sensationellen Fight um Sekundenbruchteile. Dabei hatte Rekord-Europameister Faggioli für einmal nie die Nase vorn. Auf der 2970 Meter kurzen Version der Rampa da Falperra, wo ansonsten noch gute 2,2 Kilometer länger um Punkte zur Berg-EM gefahren wird, lagen Schatz, Merli und Faggioli nach dem ersten Rennlauf nur um vier Zehntel getrennt. Im zweiten Sprint packte der Südtiroler den Hammer aus und trieb den Osella FA30 Zytek in 1’02,033 den Berg hoch, was einem Schnitt von 172,4 km/h entspricht. Dies bedeutete den Tagessieg, für den nicht wie in der Berg-EM üblich die Additionen der zwei besten Zeiten galten, sondern der schnellste Lauf in drei Versuchen. Faggioli für einmal nur Dritter: Im zweiten Sprint an Faggioli vorbei auf Rang 2 vorgerückt, montierte Schatz (Foto) im Gegensatz zu seinen Gegnern erst im dritten Durchgang neue Reifen. Die Mehrleistung seines Oreca-Turbomotors im Nova Proto-Sportwagen vermochte der Franzose aber nicht so auszuspielen, dass er Merlis Sieg noch verhindern konnte. Dessen Vorsprung betrug am Ende 359 Tausendstel, Faggolis Rückstand auf seinen Landsmann etwas mehr als sechs Zehntel. Simone Faggioli: «Ich hatte im letzten Lauf einen kleinen Fehler drin. Ich denke aber nicht, dass ich Merli abgefangen hätte, wohl aber Schatz.» Christian Merli eroberte so wie vor drei Jahren in Gubbio Gold und Faggioli Silber bei den FIA-Rennsportwagen der Kategorie 2, während Schatz die Kategorie Open für unlimitierte bzw. nicht FIA-homologierte Fahrzeuge für sich entschied. Sein älterer Bruder Nicolas hatte 2014 mit einem Norma-BMW V8 beim ersten FIA Hill Climb Masters in Eschdorf (LUX) den Gesamtsieg errungen. Starke […]

Zehn TV-Kameras für den Masters-Livestream

9. Oktober 2021

Der portugiesische Organisator und die FIA betreiben einen enormen Aufwand, um das FiA Hillclimb Masters der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, während vor Ort Zehntausende bei Spätsommerwetter erwartet werden. Der offizielle Livestream ist jedoch nur am Sonntag (3 Rennläufe), ab 10 Uhr MESZ zu sehen. Dazu kommen das Livetiming, aktualisierte Startlisten, Zeitplan und Informationen unter : https://www.youtube.com/watch?v=SnlsVtoxe40 oder https://hcmasters2021.com/livestream-oficial/ oder https://chronomoto.hu/fiahillclimb/masters.php Foto: Manuel Baptista

Boxengeflüster 07/2021: Wussten Sie schon dass…?

5. Oktober 2021

DASS der Frankfurter Bildjournalist Thomas Dirk Heere hinter zahlreichen, über 40 Jahre alten Quartetten wie „Renn-Tourenwagen“, „Rallye“, „Bergsprinter“ oder „Bergrennen“ steckt. Seine Bilder gehören zu den spektakulärsten und lebendigsten Rennwagen-Fotos in Quartetten überhaupt. Und sie machen wohl den besonderen Reiz dieser mittlerweile hoch gehandelten Ausgaben aus den 1970er und 80er Jahren aus. Als begeisterter Auto- und Rennsportfotograf hat Heere nicht nur die Fotos, sondern auch die technischen Daten geliefert. Wahrscheinlich hat jeder, der die alten Autoquartette noch aus seiner Kindheit kennt und sich immer noch dafür interessiert, schon mal darüber nachgedacht, wo wohl die Fotos und Daten herkamen und wie daraus schließlich ein Quartette der Berliner Spielkarten mit 32 Karten wurden. Info: https://heeretd.myportfolio.com/bergrennen DASS der 18-jährige Breisgauer Benjamin Noll beim Auto-Bergrennen St. Agatha sein erstes Bergrennen bestritt. Der Sohn des neuen DMSB Berg-Cup Champions Alexander Hin steuerte dabei einen Tatuus Formel Renault, das Ersatz- und Mietfahrzeug von Georg Lang, auf einen beachtlichen 5. Platz in der Klasse der 2-Liter Formel-Rennwagen und mit Rang 70 einen Mittelfeldplatz in der Gesamtwertung. DASS der in der Eifel beheimatete Robert Meiers die Grenznähe zu Belgien nutzte um dieses Jahr die wenigen Bergrennen der Belgischen Bergmeisterschaft zu bestreiten. Mit seinem originalen, nur 190 PS starken Formel Renault 2.0 gelang dem KfZ-Meister aus Philippsweiler bei Bitburg Platz 8 in Jahreswertung und somit die Qualifikation für das FiA Hillclimb Masters in Portugal. DASS beim letzten Lauf der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft 2021 in Cividale (Italien) der Veronese Franco Berto kein Glück oder diese doch hatte. An seinem Tatuus FA010 Abarth entfachte sich im oberen Teil der Strecke ein Feuer im Heckbereich. Dabei wurde der schwarz-grüne Bolide doch sehr stark beschädigt. Der Vertreter für Baumaschinen konnte zum Glück unverletzt das Cockpit verlassen. Nach einer exzellenten Zeit im 1. Rennlauf war der Ausfall für den Mann aus Bardolino natürlich umso bitterer, denn er verpasste so am Ende die Österreichische Berg-Meisterschaft bei den Rennwagen knapp hinter dem PRC-Piloten und neuen Meister Alexander Frank und auch der Gesamtsieger des Wochenende Diego Deagsperi huschte mit seinem Osella FA 30 in der Jahresendwertung noch an ihm vorbei. DASS der auch in Deutschland sehr beliebt Schweizer Jung-Start Robin Faustini für das FiA Hillclimb Masters zwar gemeldet hat, aber nicht am Start ist. Der Tagessieger von Oberhallau muss absagen und somit die Chance auf den Gewinn der U-25-Wertung verpassen. Sein Osella FA30 ist noch nicht auf top Niveau. Das Risiko, dass die Technik nicht standfest ist, ist […]

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