Termine 2022: Italienische Bergmeisterschaft (CIVM)

4. Dezember 2021

Gestartet wird die Meisterschaftsrunde CIVM am 10. April in Fasano (Apulien) und endet am 18. September, nach den beiden sizilianischen Bergrennen Coppa Nissena und Monte Erice. Die letzten drei Veranstaltungen schlagen bei der Punktevergabe mit dem Faktor 1,5 zu Buche. Bei einem Online-Meeting der Organisatoren und ACI Sport, das am Donnerstag, den 2. Dezember stattfand, wurden die Termine für die 13 Rennen der italienischen Bergmeisterschaft 2022 festgelegt: 09./10. April 2022:  63^ Coppa Selva di Fasano (BR) 30.05./01. Mai 2022:  31° Trofeo Lodovico Scarfiotti (MC) 14./15. Mai 2022:  26^ Luzzi – Sambucina Trofeo Silvio Molinaro (CS) 28./29. Mai 2022:  52^ Verzegnis Sella Chianzutan (UD) 11./12. Juni 2022:  51° Trofeo Valecamonica (BS) 25./26. Juni 2022:  61^ Coppa Paolino Teodori (AP) 02./03. Juli 2022:  71. Trento – Bondone (TN) 16./17. Juli 2022:  57. Rieti Terminillo – Coppa Bruno Carotti (RI) 30./31. Juli 2022:  48^ Alpe del Nevegal (BL) 13./14. August 2022:  60^ Cronoscalata Svolte di Popoli (PE) 27./28. August 2022:  57° Trofeo Luigi Fagioli – Gubbio (PG) Faktor 1,5 10./11. September 2022:  64^ Monte Erice (TP) Faktor 1,5 17./18. September 2022:  67^ Coppa Nissena (CL) Faktor 1,5

Interview Christian Merli – Glasbach ist mir auf den Leib geschneidert

28. November 2021

Den italienischen Kollegen von „Cronoscalate Che Passione“ bot sich kürzlich die Gelegenheit zu einem ausführlichen Interview mit dem vielfachen Berg-Champion Christian Merli. Man traf sich zu einem Chat mit dem Piloten aus dem italienischen Trentino um über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu sprechen. Heraus kam eine 360°-Rundumschau über Christian Merli im privaten, sowie natürlich auch im Rennsport. CCP: Hallo Christian, vielen Dank, dass Du unsere Interviewanfrage angenommen bist. Fangen wir also mit der ersten Frage an. Wer ist Christian Merli im Rennsport und wer ist Christian Merli im Alltag? Christian Merli: „Es ist schwer, sich selbst zu beurteilen, es sollten andere tun. Ich habe das Gefühl, dass ich im Rennsport jemand bin, der immer das Maximum hineinsteckt. Im Alltag schätze ich die Normalität, mache banale Unternehmungen und treibe Sport. Aber ich widme mittlerweile viel Zeit dem Rennsport und wenn wir nicht auf Rennen unterwegs sind, arbeiten wir in der Werkstatt, um unser Auto oder die der Kunden zu pflegen.“ CCP: Woher hast Du die Leidenschaft für den Motorsport? Christian Merli: „Diese Frage hat mir auch mein Vater vor ein paar Jahren gestellt, in der Familie gab es niemanden mit einer Leidenschaft für Motoren. Papa hatte schon immer ein paar Räder, um in die Berge zu fahren, aber mehr auch nicht. Mama, das muss ich sagen, ist im Auto nie langsam gefahren, aber schon als Kind hatte ich diese Leidenschaft, zuerst für Mopeds, dann für Motorschlitten, mit denen ich meine ersten Rennen gefahren bin und dann für Autos. Ich habe die Tage damit verbracht, alles zu zerlegen und wieder zusammenzubauen.“ CCP: Es wird immer schwieriger, ein High-Level-Pilot zu werden, wenn man nicht die richtige Ausrüstung hat. Wenn Du heute einen Nachwuchsfahrer triffst, der am Berg debütieren möchte, was würdest Du empfehlen? Christian Merli: „Zunächst würde ich ihm sagen, dass es viel Mühe und viel Geduld braucht. Dann würde ich ihm raten, erst einmal mit einem kleinen Tourenwagen eine Meisterschaft zu fahren, das würde ihm erlauben, Erfahrungen zu sammeln.“ CCP: Du bist seit vielen Jahren im Geschäft. Hat sich deine Art die Dinge anzugehen im Laufe der Jahre verändert? Wie bereitet Ihr Euch auf die zahlreichen Rennwochenende vor? Christian Merli: Bevor wir zu einem neuen Rennen fahren, versuche ich, die Streckenführung an Hand von Onboard-Videoaufnahmen zu lernen und komme meist schon donnerstags an, um die Strecke auswendig zu lernen und zu versuchen, unsere Osella auf das bestens abzustimmen.“ CCP: Was war […]

Report Alpe Nevegal (I) Höhen und Tiefen für die Deutschen

10. August 2021

Spannender Bergrennsport wurde auch in diesem Jahr im italienischen Belluno geboten. Dabei sorgte am Sonntag das Wetter für Troubles, nachdem am Trainingstag der Regen erst kurz nach dem letzten Fahrer einsetzte. Der 1. Rennlauf wurde durch kurze Regenspritzer zu einem echten Reifenroulette, ehe kurz vor den E1 1,6l Piloten im oberen Teil ein längerer Regenschauer über Nevegal hereinbrach. Dabei starteten einige Fahrer mit Slicks zu diesem Lauf, was zu diesem Zeitpunkt leider die falsche Wahl war. Dass die letzten offenen Rennwagen dann schon wieder auf die profillosen Reifen setzten, zeigte wie schnell sich die Bedingungen änderten. Der 2. Rennlauf ging dann zum Glück komplett trocken über die Bühne. Leider erlebten ausgerechnet die österreichischen Fahrer ein sehr schwieriges Rennwochenende in Belluno mit vielen Ausfällen und technischen Defekten. Dazu gesellte sich auch der Schwarzwälder Alexander Hin, dem im zweiten Lauf ein Missgeschick passierte, das sie Schaltung lahmlegte. Teamkollege Georg Lang glänzte hingegen bei seinem ersten Auftritt in „bella Italia“. Im Kampf um den Gesamtsieg konnte sich mit einer exzellenten Leistung der Trentiner Diego Degasperi gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Mit seinem Osella FA30 Zytek konnte er mit beeindruckenden Zeiten für Begeisterung sorgen. Vor allem in Rennlauf 1 nutzte er als letzter Fahrer die besser werdenden Bedingungen gnadenlos aus. Auf dem zweiten Platz folgte Stefano di Fulvio mit seinem Osella PA30 Zytek, der heuer erst sein zweites Bergrennen absolvierte. Mit seiner spektakulären Fahrweise konnte er sich in Rennlauf 2 sogar die Bestzeit realisieren. Durch seine frühere Startposition in Rennlauf 1 setzte er noch auf Regenreifen, jedoch hielt sich mit 2,5sec. sein Rückstand auf den Sieger trotzdem in engen Grenzen. Mit der fünftschnellsten Zeit, trotz Regenreifen lag Alexander Hin im „nackten“ Osella PA 30 mit neuem LRM-Motor nach dem ersten Rennlauf auf Gesamtrang 5 und in Reichweite des Podiums. In Lauf zwei strandete Hin dann aber auf der Strecke. „Ein Klettverschluss löste sich vom Akku, sodass die Schaltung aussetzte“, erklärte Hin. „Dennoch bin ich ganz Zuversichtlich. Jeder Meter hier, mit dieser Rakete, war für mich Gold wert“. Das Gesamt-Podium komplettierte Federico Liber mit dem Gloria C8P Evo, der mit einer tollen Performance an diesem Wochenende glänzen konnte. Im 1. Rennlauf musste er sich nur knapp geschlagen geben, jedoch legte er dort den Grundstein für eine Platzierung am Podium. Im trockenen 2. Rennheat konnte er dann abermals eine Spitzenzeit fixieren. Rang Vier im Gesamtklassement sicherte sich sein Teamkollege Mirko Venturato. Mit exzellenten Zeiten am Steuer […]

Vorschau Alpe del Nevegal (I) Sieben Deutsche auf einen Streich

5. August 2021

Beim 47° Bergrennen Alpe del Nevegal in Belluno darf trotz des zeitgleich stattfindenden CIVM-Lauf in Süditalien ein echt hochkarätiges Starterfeld begrüßt werden. Die Fans müssen dagegen zuhause bleiben, denn das Rennen findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die anspruchsvolle Strecke in der Region Venezien wird dabei dennoch für spannenden Bergrennsport sorgen. Mit von der Partie sind, neben sieben Deutschen auch einige Fahrer aus Österreich, zählt dieses Rennen doch nach einigen Jahren wieder zur Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft. Im Kampf um den Gesamtsieg dürfte es dabei sehr spannend werden. Als einer der großen Favoriten geht dabei der Trentiner Diego Degasperi ins Rennen, der mit seinem Osella FA30 Zytek sich für einen Start im heimatnahen Belluno entschieden hat. Mit dem spektakulären Boliden ist ihm dabei sicherlich einiges zuzutrauen. Einer der größten Herausforderer dürfte dabei Stefano di Fulvio mit dem neuaufgebauten Osella PA30 Zytek sein. Mit diesem Boliden konnte er gleich beim ersten Einsatz im Frühjahr mit einer eindrucksvollen Leistung überzeugen, womit man ihm auch in Belluno einiges zutrauen wird können. Für zusätzliche Spannung wird beim Bergrennen 47° Alpe del Nevegal der Italiener Denny Zardo sorgen, der nach ein paar Jahren Pause sein Comeback mit seinem Norma M20FC Zytek absolvieren wird. Erstmals dieser Herausforderung wird sich der Deutsche Alexander Hin stellen, der seinen von Lang-Motorsport neuaufgebauten Osella PA30, jetzt mit neuem Zytek LRM-Motor an den Start bringen wird. Auch er ist im Kampf um die Topzeiten keines Falls zu unterschätzen, kennt die Strecke ab noch kaum. Des Weiteren wird der Kärntner Bernhard Gradischnig mit seinem Norma M20FC Synergy ebenfalls das erste Mal dieses Rennen in Angriff nehmen. Auch er konnte zuletzt sich immer besser in Szene setzen und sollte durchaus in der Lage sein um die Topplatzierungen mit zu fighten. Nicht unterschätzen sollte man auch den Italiener Renzo Meneghetti mit dem Lucchini BMW, der ebenfalls in Belluno schon mit starken Rennen zu glänzen vermochte. Erstmals wird der Deutsche Stefan Armbruster seinen neuen PRC S4 BMW an den Start bringen und zudem in Italien überhaupt das erste Mal an den Start gehen. Aber auch aus der kleineren Klasse dürften einige Piloten ganz vorne um den Sieg mitmischen. Allen voran der Italiener Federico Liber mit dem Gloria C8P Evo, der jederzeit für Topzeiten oder Gesamtsiege sorgen kann. Aber auch sein Teamkollege Mirko Venturato ist mit seinem Gloria C8P Evo keines Falls zu unterschätzen. Bei den 2l Formelboliden dürfte es ebenfalls spannend werden, wobei einer der großen Favoriten […]

Boxengeflüster 03/2021: Wussten Sie schon dass…?

27. März 2021

DASS sich die beiden Bergrenn-Routiniers Alexander Hin und Steffen Hofmann vor wenigen Tagen handelseinig wurden. Zuerst hieß es, dass in der Berg-Saison 2021 die beiden ihre Rennfahrzeuge tauschen, dass also Steffen Hofmann im Osella PA30 V8 platznimmt und sich Alexander Hin einmal im NSU TT versuchen wird. Aber nein, das ist ein vorgezogener Aprilscherz. Der Oberfranke hat sich beim „Häuslebauer“ Hin ein neues Einfamilienhaus bestellt und am Sonntag vergangener Woche bei einem Besuch in Elzach, den Vertrag mit besten Konditionen unterschrieben (beide mit negativem Coronatest). Somit wird man Steffen in diesem unvorhersehbaren Jahr kaum bei einem Bergrennen antreffen, der zigfache NSU Bergpokal-Gesamtsieger wird sich dem Innenausbau seines neunen Traumhauses widmen. DASS in Italien ab dem 1. Januar 2021 eine Lizenz für Mechaniker bei Bergrennen vom Verband ACI Sport eingeführt wurde. Die Lizenz für sogenannte mechanische Assistenten, ist insbesondere für das Teammitglied obligatorisch, dass das Auto zum Startbereich begleitet, und der somit auch über den erforderlichen Versicherungsschutz verfügt. Die maximale Anzahl der im Fahrerlager zugelassenen Teamstärke, beträgt fünf Personen. Die für die Veranstaltung eingeplanten Teamhelfer, müssen dem jeweiligen Veranstalter vor Beginn der Papierabnahme mit Namen und die Lizenznummern obligatorisch mittgeteilt werden. Diese Lizenz hat jährliche Kosten von 30€. DASS in diesen Tagen der saarländische MSC Mithras Schwarzerden sein 50. Vereinsjubiläum feiert. In wenigen Wochen ist es zudem genau 30 Jahre her, als das Teufelskopf-Bergrennen von Reichweiler bei Kusel, letztmals stattfand. Organisiert vom MSC Mithras, mit dem damaligen Rennleiter und langjährigen ADAC-Saarland Funktionär Karl-Heinz Finkler an der Spitze. Das Auftauchen eines Haselhuhns, das jedoch später niemals wieder gesichtet wurde, besiegelte 1991 das Ende des traditionsreichen Bergrennens auf der saarpfälzischen Grenze. Heutzutage wird die anspruchsvolle Bergstrecke oftmals in Wertungsprüfungen der Saarland-Pfalz-Rallye und auch der Rallye Deutschland einbezogen. Neben dem alljährlichen Einsatz beim Homburger Bergrennen mit dem Ampelteam, ist die Radsportsparte des MSC mit der „Grünen Hölle Freisen“ im Mountainbike-Sport aktiv. Seit nunmehr 17 Jahren findet im September das große MTB Wochenenden mit Rennen und Touren in und um Freisen statt. Alleine der Name der Radsportgruppe verrät die Herkunft und Sympathie zum Rennsport. Darüber hinaus gibt es noch ein Klapprad Racing Team, die „20 Zoll Bagasch“ die sich spaßeshalber zum Ziel gesetzt hat, Legenden der Rennnbahn zu werden. Mit der Teilnahme bei den 24h von Zandvoort und den 24h Rad am Ring, auf der Nordschleife, hat diese Truppe schon außergewöhnliches geleistet, zumal dort nur Rennradfahrer an den Start gehen. So sind die Jungs mit […]

Francesco D‘ Acri: „Italo-Hesse“ wandelt erfolgreich zwischen zwei Welten

7. Februar 2021

Luzzi ist eine kleine süditalienische Gemeinde in der Provinz Cosenza in der Region Kalabrien mit rund 9000 Einwohnern, die den Motorsport lieben. Ausdruck dessen ist das bekannte Bergrennen von Luzzi – Sambucina, das regelmäßig zur Italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) zählt. Ein Kind dieses Dorfes ist Francesco D‘ Acri, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt. In Erzhausen zwischen Darmstadt und Frankfurt betreibt D´Acri eine Firma für Baudienstleistungen. Wir kennen den sympathischen Italiener vor allem von seinen sporadischen Rennen mit seinem Elia Avrio-Sportwagen in der Deutschen Bergmeisterschaft. Seit 2011 hat der Gründer und Team-Chef des Tintillo Racing Teams den von einem Suzuki GSXR 1000-Motorradmotor angetrieben Gruppe E2-SC Rennwagen „Made in Kalabrien“ ins Hessische exportiert. Der kleine, flinke Sportwagen mit Kettenantrieb von Konstrukteur Leonardo Elia, hat hierzulande zwischenzeitlich viel Aufmerksamkeit bekommen, zuletzt beim seinem deutschen „Home GP“ in Eichenbühl im Jahr 2019. Nicht nur wegen der anhaltenden Pandemie hat Francesco D‘ Acri den realen Rennsport auf den deutschen und italienischen Bergpisten etwas vernachlässigt. Auch aus Zeitgründen ist der Luzzese mehr und mehr im virtuellen Bereich unterwegs. Via Internet von Deutschland aus, gehört D´Acri zu den regelmäßigen Startern in der SimRacing-Meisterschaften von Modders Team Corse, quasi der virtuellen CIVM und Berg EM. Bei der auf Assetto Corsa basieren Simulations-Plattform pilotiert er sogar das virtuelle und detailgetreue Gegenstück seines Elia-Avrio Rennwagens. Es freut D‘ Acri das er seinen kleinen Prototy praktisch 1:1 für die Teilnahme an der virtuellen Meisterschaft zur Verfügung hat. „Für mich bedeutet Bergrennen eine Mischung aus Emotionen wie Glück, Adrenali, Leidenschaft und manchmal auch Traurigkeit. In meiner Heimat Luzzi geht es ziemlich leise und beschaulich zu, bis jemand einen Rennwagen startet, dann sind alle hellauf begeistert“. Zum Sim-Rennsport sagt D´Acri weiter: „Der virtuelle Rennsport existiert schon lange, aber es war nie interessant für mich, weil ich mit dem realen Racing aufgewachsen bin. Mit der virtuellen Welt bin ich dank Modders Squadra Corse und ihrer Meisterschaften näher gekommen, die mir das Gegenteil bewiesen haben. Ich habe es ausprobiert und war wirklich überrascht. Ich denke, dass dieses Team etwas Großes auf virtueller Ebene veranstaltet, indem es eSport-Meisterschaften auf ausgezeichnetem Niveau und wachsenden Interesse veranstaltet. Ich bin stolz, denn das Gute ist, dass es sich um eine italienische Gruppe und Leuten handelt, die bestrebt sind auch internationale einen hohen Level zu erreichen.“ Über sich und seine große Familie erzählt D´Acri weiter: „Ich lebe in Deutschland, habe aber sehr tiefe Wurzeln in Italien. Es kommt nicht […]

Luzzi-Sambucina abgesagt – Faggioli Meister in Italien

3. Dezember 2020

Das 25. Bergrennen von  Luzzi – Sambucina wird 2020 nicht stattfinden. Aufgrund der wieder aufflammenden Coronapandemie im südlichen Italien, verbieten die Behörden die Durchführung des Rennens am 12./13. Dezember. Das Rennen in der Provinz Cosenza in Kalabrien sollte der siebte und letzte Lauf der italienischen Berg-Meisterschaft (CIVM) 2020 sein, der bereits vom 15. November auf Mitte Dezember verschoben wurde. Somit gilt die offizielle Rangliste der italienischen Meisterschaft nach dem 62. Bergrennen von Monte Erice. Da das Rennen Luzzi – Sambucina nicht mehr zur italienischen Berg-Trophäe zählen sollte, sind auch die TIVM-Nord- und Süd- Ranglisten nach der verkürzten Saison vollständig. In der Meisterschaft hatte Christian Merli gehofft seinen Rückstand von 12,5 Punkten auf seinen Erzrivalen Simone Faggioli in Luzzi – Sambucina noch wettmachen zu können, was nun nicht mehr möglich ist. Nach der Absage der Berg-Europameisterschaft gewinnt also Simone Faggioli in seinem Norma M20 FC den bedeutendsten Berg-Titel des Jahres 2020 mit 105 Punkten vor den Osella-Piloten Christian Merli (92,5), Diego Degasperi (53), Vinzenco Coticello (35) und dem zuletzt erkrankten Domenico Cubeda (34). In Italien werden auch Titel in den Gruppen vergeben. Hier die entsprechenden Titelträger 2020: “Bicilindriche”: 1. Currenti RS: 1. Scappa RSTB: 1. Marino RS Cup: 1. Cioffi RS+: 1 Tagliente N: 1. Migliuolo A: 1. Bicciato E1: 1. Aragona GT: 1. Peruggini E2SH: 1. Gramenzi CN: 1. Iaquinta E2SC: 1. Faggioli E2SS: 1. Merli CM: 1. Lombardi U25: 1. Palazzo Trofeo Teams: 1. Best Lap Damenpokal: 1. Broccolini

Boxengeflüster 09/2020: Wussten Sie schon dass…?

14. November 2020

DASS KW Berg-Cup Mitglied Marcel Hellberg der „Abräumer des Jahres“ in der Deutschen Slalom-Meisterschaft 2020 ist. Mangels Bergrennen konzentrierte sich der junge Lipper auf die Slalommeisterschaft, die „dank“ Corona geballt im September und Oktober noch stattfand. Hellberg gewann nicht nur den Einzeltitel, auch mit der Mannschaft des ADAC Ostwestfalen-Lippe war er in der Team-Wertung erfolgreich. Für den ADAC Mittelrhein fuhr das bergerfahrene Team mit Michelle Bläsius, Vater Manfred Bläsius vom MSV Osann-Monzel in ihrem BMW 316i in der Klasse G5, Lars Bröker in der Klasse G1 mit einem BMW M2, Jürgen Plumm in der Kasse F11 mit einem Mitsubishi Lancer EVO 9 und Mario Fuchs in der Klasse H15 ebenfalls mit einem Mitsubishi Lancer EVO 9, zur Vize-Team Meisterschaft. Von den fünf Fahrern jedes Teams wurden bei den immerhin noch 13 Veranstaltungen jeweils die drei besten gewertet. In der Einzelwertung wurde Manfred Bläsius Siebter. DASS Keith Camilleri aus dem motorsportverrückten Camilleri-Clan, der neue Meister der National Hillclimb Championship von Malta ist, nachdem er am vergangenen Wochenende in Gnejna die fünfte und letzte Runde der Meisterschaft der Mittelmeerinsel gewonnen hatte. Camilleri gewann in seinem Radical ProSport Suzuki-Sportwagen vier Runden dieser Meisterschaft 2020 und verlor nur das vierte Bergrennen bei Miżieb gegen Darren Camilleri. Die Meisterschaft der englischsprachigen Insel zog in dieser besonders schwierigen Saison 89 verschiedene Fahrer an, darunter vier neue Fahrer beim letzten Rennen. DASS mit einem komplett neuen Konzept der Kartenverkauf für das 53. Int. Osnabrücker Bergrennen am 21./22. August 2021 durchgeführt wird. Dafür ist es dem veranstaltenden MSC Osnabrück e.V. im ADAC gelungen, einen professionellen Partner zu gewinnen, der den Kartenverkauf in allen Kategorien abbilden wird, die Michel development & consulting aus Andernach. Um in den Zeiten der Corona-Pandemie jederzeit gut aufgestellt zu sein und um die grundsätzlichen Aspekte der Kontaktminimierung, Kontaktnachverfolgungen sowie der bargeldlosen Abwicklung des Zahlungsverkehrs sicherstellen zu können, wird der Kartenverkauf zukunftsfähig neu aufgestellt, mit einem Höchstmaß an Flexibilität in Bezug auf gerade im kommenden Jahr bestehende aktuelle rechtliche Vorgaben wegen der andauernden Pandemie. Geschäftsführer Christian Michel stellte bei einem Kennenlerngespräch mit den Verantwortlichen des Bergrennens sein professionelles Online-System Bäder Suite vor, das bundesweit bereits bei rund 280 Frei- und Hallenbädern erfolgreich zum Einsatz kommt. Auf dieser Basis werden die Partner in den kommenden Monaten auch sämtliche Details zum Kartenverkauf des Int. Osnabrücker Bergrennens 2021 vorbereiten. So erhalten die Besucher den Zugang zur nächstjährigen Veranstaltung über einen QR-Code. Als Partner für die erforderliche Hardware und […]

Finale zur italienischen Bergmeisterschaft in den Dezember verschoben

9. November 2020

Am kommenden Wochenende des 14./15. November hätte in Italien das Finale zur Campionato Italiano Velocita Montagna, kurz CIVM, in Luzzi stattfinden sollen. Das Rennen in der Region Kalabrien sollte die aufgrund der „Corona-Pandemie“ verkürzte, aber äußerst spannend verlaufende Saison 2020, beenden. Am 3. November wurde aber eine neue Beschränkung erlassen und die gesamte Region auf „Rot“ geschaltet. Damit musste das Veranstalterteam leider zur Kenntnis nehmen, dass kein Rennen im November möglich ist. Die Organisatoren mit ihren freiwilligen Helfern hoffen nun, dass sie am 12.-13. Dezember 2020 doch noch das Finale zur CIVM austragen können. Abgesehen von der „Corona-Pandemie“ und den damit ständig abgeänderten Verordnungen muss man auch das Wetter im Auge behalten. Zwar ist die Region Kalabrien für mildes Klima bekannt, jedoch kann in den Wintermonaten im Gebirge durchaus Schnee bis auf 1200m fallen. Das wäre natürlich für ein Bergrennen nicht gerade dienlich. Für Christian Merli wäre die Absage natürlich sehr bitter, hätte er durchaus noch die Chance auf die große Trophäe der CIVM, nach seinen zwei Siegen in Belluno sowie in Gubbio. Zumal er auch der aktuelle Streckenrekordhalter beim Rennen Luzzi Sambucina ist. Simone Faggioli liegt nach seiner Siegesserie mit Beginn in Popoli, danach auf Sardinien mit dem Rennen in Alghero und im Norden des Landes in Cividale sowie zuletzt am Monte Erice in Front, womit er natürlich vorzeitig der CIVM Champion 2020 wäre. Text: hillclimbfans.com

Faggioli wieder der Alte mit Rekord am Monte Erice

26. Oktober 2020

Der vorletzte Lauf zur italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) 2020 führte die Piloten in den äußersten Südwesten, auf die Insel Sizilien. Dort stand bereits zum 62. Mal der Bergklassiker am Monte Erice auf dem Programm, eine knapp 6 km lange Strecke. Nachdem sich der Samstag nicht von seiner schönsten Seite präsentierte, Nebel und Nieselregen forderten die Piloten, stellte sich für den Rennsonntag besseres Wetter ein. Zwar waren die Temperaturen niedrig, jedoch blieb es den ganzen Tag über trocken. Zuschauer waren wegen Corona nicht vor Ort zugelassen, konnte sich jedoch an der Liveübertragung in TV in Internet erfreuen. Mit einer beeindruckenden Performance konnte erneut Simone Faggioli überzeugen. Am Steuer seines Norma M20FC Zytek konnte er sich eindrucksvoll vor seinen Erzrivalen Christian Merli setzen und dabei in Rennlauf 1 gleich einen neuen Streckenrekord am Monte Erice fixieren. Dabei konnte er seine Bestzeit aus dem Vorjahr um 0,7sec. unterbieten und damit als erster Fahrer die 2:50min. Schallmauer durchbrechen. Auch im 2. Rennheat blieb er erneut unter dieser Marke, womit er seinen bereits vierten vollen Erfolg in diesem Jahr im Zuge der CIVM absichern konnte. Damit machte er einen großen Schritt Richtung nationalem Titel, wobei er die Gruppewertung E2-SC bereits vorzeitig für sich entscheiden konnte. Auf dem zweiten Platz folgte der Trentiner Christian Merli mit dem Osella FA30 Zytek LRM, der im 1. Rennlauf noch bis auf 1,7sec. an die Rekordzeit herankam. Im 2. Rennlauf lief es für ihn dann nicht ganz nach Wunsch und so blieb es beim zweiten Gesamtrang. Zwar konnte er seine eigene Bestzeit aus dem Vorjahr deutlich unterbieten, jedoch musste man im Kampf um den Titel einen weiteren kleineren Rückschlag hinnehmen. Die Gruppe D, E2-SS konnte man aber bereits erfolgreich fixieren und damit den ersten Titel an Land ziehen. Das Podium komplettierte nach einem äußerst spannenden Duell der sizilianische Lokalmatador Luca Caruso, der nach einer kurzen Pause wieder am Steuer seines Osella PA2000 Evo Platz nahm. Und dabei begeisterte er mit einer spektakulären Fahrweise und einer eindrucksvollen Performance, konnte er doch weitaus stärkere Boliden hinter sich lassen. Der Lohn war einer der größten Erfolge im Bergrennsport des noch jungen Piloten, und das ausgerechnet beim Heimrennen am Monte Erice. Mit einem Rückstand von lediglich 0,4sec. ging der vierte Gesamtplatz an einen weiteren Lokalmatador. Francesco Conticelli konnte mit seinem Osella FA30 Zytek eine beeindruckende Vorstellung abliefern und sich herausragend in Szene setzen. Damit stand für ihn am Ende auch der zweite Platz in der […]

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