Merli und Schagerl glänzen in Portugal – Hin auf Podium

14. Mai 2022

Vor annähernd 100.000 begeisterten Zuschauern dominierten Christian Merli und Karl Schagerl den portugiesischen Lauf zur FIA European Hill Climb Championship, nachdem sie sich bereits beim Auftaktrennen im vergangenen April in Frankreich einen Namen gemacht hatten. Alexander Hin erreichte mit Gesamtrang drei, das beste Resultat eines Deutschen seit rund 25 Jahren bei einem EBM-Lauf. Sieben Monate, nach der Ausrichtung des FIA ​​Hill Climb Masters, vibrierte die Stadt Braga erneut im Klang der Motoren, und die Teilnehmer fanden sich wieder an der traditionellen Strecke der Rampa da Falperra ein, deren 5 km Streckenlänge im Durchschnitt mit mehr als 170 km/h zurückgelegt wurden,  dass im Gegensatz zu den ersten 3 km, die während des Masters verwendet wurden. Die Streckelänge war zwar anders, aber der Name des absoluten Siegers blieb gleich: Der Goldmedaillengewinner vom vergangenen Oktober, Christian Merli (Osella FA30), war einmal mehr unschlagbar und gewann jeden der drei Rennläufe mit großer Souveränität. Einziger Wermutstropfen des Wochenendes war ein kleiner Leitplankenkontakt am Samstag in einem Trainingslauf. Der Bronzemedaillengewinner beim Masters, der Tscheche Petr Trnka (Norma M20 FC), fühlt sich auf der schnellen Braga-Strecke definitiv wohl. Als Zweiter in der Gesamtwertung und Erster in der E2-SC-Gruppe war er ziemlich nah an Merlis Zeiten dran, zum Beispiel verlor er am ersten Anstieg weniger als 2 Sekunden. Der Deutsche Alexander Hin (Osella FA30) und der Spanier Joseba Iraola (Nova NP01) zeigten ebenfalls Mut auf einem Kurs, der viel Standhaftigkeit (Topspeed 265, 15 km/h) erfordert, und belegten jeweils den 3. und 4. Platz, getrennt durch weniger als 4 Zehntel in der kumulierten Zeit ihrer beiden besten Läufe . Der Tscheche Milos Benès (Osella FA30) wurde Fünfter vor dem Spanier Javier Villa, der trotz eines im Vergleich zur Konkurrenz untermotorisierten Autos (BRC53 Suzuki) einmal mehr echtes Können zeigte. Sébastien Petit (Nova NP01), Michele Fattorini am Steuer des kleinen Wolf Thunder GB08 mit Aprilia-Antrieb, folgten. In der Kategorie 1 startete der Sonntag schlecht für den Favoriten Karl Schagerl, der im ersten Rennlauf in die Streckenbegrenzung einschlug. Der Österreicher schaffte es, seinen Golf Rallye für die beiden verbleibenden Anstiege, zu reparieren, um den Mitsubishi Lancer des Kroaten Domagoj Perekovic noch abzufangen, der ebenfalls erleichtert war, nach seinem Ausfall im ersten Rennen, in der Endwertung vertreten zu sein. Am Steuer eines Mercedes AMG GT4, den sie auch auf der Rennstrecke fährt, sorgte die junge Gabriela Correia (Foto) mit dem Erreichen des Podiums der Gruppe 1 für Aufsehen und profitierte von ihren beeindruckenden […]

Italienischer Ferrari-Pilot Luca Gaetani zurück am Uphöfener Berg

28. April 2022

La Bella Italia wird beim 54. Int. Osnabrücker Bergrennen am 6./7. August überzeugend vertreten sein. Aus der Nähe von Padua kommt Luca Gaetani mit seinem angriffslustigen Ferrari 488 Challenge zum FiA Hillclimb Cup-Lauf. Beim kürzlichen Saisonauftakt nahe Venedig errang er in fulminanter Rekordzeit den Tagessieg bei den Tourenwagen. Am Uphöfener Berg war er erstmals 2019 dabei, damals noch mit seinem roten Ferrari 458 GT3, und war gleich begeistert: „Wir hatten sehr intensive und spannende Tage bei euch. Ein tolles Erlebnis.“ Mit besserer Streckenkenntnis hofft er seine damalige Zeit in diesem Jahr noch zu verbessern. Sein Ziel für die Saison teilt er mit seinen Fans: „Die Rennwochenenden ganz und gar genießen.“

Aktuelle Informationen zum Performance Faktor in Deutschland

17. April 2022

Es ist soweit, die Bergrennen gehen in die nächste Saison. Für das Jahr 2022 wurden die Prädikatsbestimmungen zur Deutschen Automobil Bergmeisterschaft ein paar kleinen Erneuerungen/Anpassungen unterzogen. Die Deutsche Bergmeisterschaft ist ab diesem Jahr „international“ – das heißt, dass auch Teilnehmer mit einer ausländischen Lizenz und einem punktberechtigten Fahrzeug in der DBM mitmischen können. Eine weitere Neuerung in den Prädikatsbestimmungen beschäftigt sich mit dem Performance Faktor, der bereits 2020 von der FiA in der Berg Europameisterschaft und im FiA Hill Climb Cup eingeführt wurde. Ab diesem Jahr ist die Angabe des Performance Faktors und der Performance Faktor ID bei jedem Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft für jeden Teilnehmer verpflichtend. Hintergrund ist, dass der DMSB in Zusammenarbeit mit allen Veranstaltern in diesem Jahr eine Schattenwertung von jeder Veranstaltung basierend auf dem Performance Faktor erstellen möchte. Daraus sollen Erkenntnisse gewonnen werden, ob der Performance Faktor bereits ab der Saison 2023 für die Division 1 auch in Deutschland eingeführt werden kann. Die AG Bergrennen plant hierzu zeitnah eine online Infoveranstaltung für alle Aktiven. Genaueres wird in Kürze in den DMSB News zu lesen sein. Das Bergrennen am Schottenring steht bereits kurz vor der Tür und die Verantwortlichen hatten im Vorfeld alle Hände voll zu tun um die Neuerungen bezüglich des Performance Faktors entsprechend umzusetzen (Schattennennliste nach PF Schotten 2022). Keine ganz einfache Aufgabe, denn hier haben ein paar klärende Vorabinformationen gefehlt. Aber gemeinsam mit Vertretern der AG Berg – in Person Kevin Ferner mit der Unterstützung des Technischen Kommissars Rüdiger Kleinschmidt – konnte ein Großteil der offenen Fragen geklärt werden. Da weiterhin einige Fragen offen sind und teilweise Falschaussagen immer wieder auftauchen möchte die AG Berg bereits heute schon auf einige wichtige Themen eingehen: Was ist der Nutzen des Performance Faktors? Viele Jahre haben sich Aktive und Veranstalter beschwert, dass auf Grund der verschiedenen nationalen technischen Reglements/Bestimmungen es so gut wie unmöglich ist Fahrzeuge aus verschiedenen Ländern miteinander zu vergleichen. Der Performance Faktor bietet allen nun die Möglichkeit Fahrzeuge international zu vergleichen, ohne auch nur einen Euro investieren zu müssen. Die Schattenwertung in diesem Jahr soll helfen, bewerten zu können, ob dies der Weg der Richtige Weg ist und Transparenz bezüglich des Performance Faktors schaffen. Erstmalig werden die Aktiven in einen Änderungsprozess mit eingebunden. Auf den Seiten der FiA liest es sich so, als gäbe es zum Performance Faktor ein eigenes technisches Reglement, ist das so? Nein, der Technische Anhang zum Sportlichen Reglement der FiA […]

Merli und Schagerl geben beim EBM-Auftakt den Ton an

13. April 2022

Gemessen an den 48 Fahrern, die für den internationalen Teil des Bergrennens St. Jean du Gard-Col St. Pierre gemeldet waren – ein Rekord für die Veranstaltung, seitdem sie Teil der Europameisterschaft ist – entwickelt sich die Saison 2022 sehr gut. Auch der in Kategorie 1 angewandte „Performance Factor“ erfreut sich zunehmender Beliebtheit und dürfte im Laufe des Jahres für noch stärkere Teilnehmerlisten sorgen, insbesondere in den Ländern, die diese Regelung bereits auf nationaler Ebene übernommen haben. In Frankreich ließ Christian Merli (Osella FA30) nie Zweifel an seiner Fähigkeit, die Veranstaltung zu dominieren. Vom ersten Trainingslauf an legte er eine Zeit vor, die für alle seine Konkurrenten eine kalte Dusche war. Und selbst wenn ihm in diesem Jahr die Rivalität mit seiner langjährigen Dauerkontrahentin Simone Faggioli (der 2022 sich lieber auf die italienische Landesmeisterschaft konzemtriert) beraubt wird, wird sich Merli mit nicht weniger als einem vierten FIA-Titel zufrieden geben. In St. Jean du Gard dominierte er nicht nur alle Trainingsläufe, auch im Rennen legte er Wert darauf, den absoluten Streckenrekord zu brechen – den er selbst seit 2019 hält! Der Franzose Billy Ritchen (Nova NP01) hat die französische Meisterschaft zu seiner Priorität erklärt, hat aber am Col St. Pierre bewiesen, dass er auch das Zeug dazu hat, im Rahmen der Europameisterschaft gut abzuschneiden. Er hat nicht nur die zweitbeste Leistung des Wochenendes erzielt, sondern auch die E2-SC-Gruppe gewonnen. Der Spanier Javier Villa (Foto oben) zeigte erneut sein Talent, nachdem er zuvor in GP2 und WTCC erfolgreich war. Mit einem BRC „made in Spain“, sicherlich leicht und agil, aber untermotorisiert (mit einem 1,3-t-Suzuki-Hayabusa-Motorradmotor), glänzte er auf der kurvenreichen „Corniche des Cevennen“ so sehr, dass er den Nova Norma mit V8-Motor von Sebastien Petit (4.) und Petr Trnka (5.) schlug, und den Osella FA 30 des deutschen Alexander Hin (7.). Ähnlich wie Villa schnitten auch die Pernot-Brüder Marc (6., Tatuus Master) und Etienne (8., Norma M20FC) mit kleineren Motoren gegen die EM-Stammgäste gut ab. Am Steuer des 1100 ccm Wolf Thunder mit Aprilia-Antrieb belegte der Italiener Michele Fattorini den 11. Platz in der Endwertung und den 5. Platz in der E2-SS-Gruppe. Aufgeben mussten im ersten Rennlauf, der Spanier Joseba Iraola (Nova NP01) und der Andorraner Raul Ferre (Silver Car CS Turbo) und erzielten in Frankreich keine EBM-Punkte und müssen auf den Start bei den Heimrennen der portugiesischen und/oder spanischen Läufe warten. KATEGORIE 1: Golf gegen Lamborghini Mit einer Leistung von rund 700 PS […]

Verheißungsvolle EBM-Wiederaufnahme in Südfrankreich

7. April 2022

Nach zwei Jahren Abwesenheit werden in den südfranzösischen Cevennen am kommenden Wochenende wieder die Motoren aufheulen. Das Bergrennen Saint-Jean-du-Gard – Col Saint-Pierre (09./10. April 2022), das in den letzten beiden Saisons von der Covid-Gesundheitskrise betroffen war, hat seinen Platz als Eröffnungslauf der europäischen Bergmeisterschaft zurückerobert. Es ergibt sich die Gelegenheit für die Protagonisten der nationalen französischen Meisterschaft, sich mit ihren europäischen Kollegen zu messen und einmal mehr zu demonstrieren, dass das Niveau dieser Disziplin in Frankreich sicherlich eines der besten der Welt ist. Wenn wir über die Berg-Europameisterschaft sprechen, richten sich natürlich alle Augen auf den Titelverteidiger Christian Merli. Am Steuer seines Osella FA 30 (Bild oben) wird der Südtiroler-Fahrer wie bei der letzten Ausgabe im Jahr 2019 auf der Suche nach dem Gesamtsieg in die Cevennen sein, indem er den Streckenrekord mit einer Zeit von 2’13“634 ins Visier nimmt. Ihm gegenüber steht Sébastien Petit, der damals den französischen Lauf gewonnen hatte und am Steuer seines Nova Proto NP-01 am vergangenen Wochenende beim Eröffnungslauf der Französischen Meisterschaft in Bagnols Sabran den dritten Platz belegte. Über 200 Piloten haben gemeldet. Neu in der EBM ist der Spanier Joseba Iraola, der beim FiA Hillclimb Master in Portugal positiv auffiel, genauso wie der Deutsche Alexander Hin im Osella FA30. Iraola plant mit seinem Nova NP 01-2 Honda Turbo die komplette Berg Europameisterschaft in Angriff nehmen wird. Einige italienische EM-Spezialisten, wie das gesamte Team Faggioli, fehlen jedoch und auch Geoffrey Schatz wird noch nicht am Start sein, da sich der dreifache amtierende französische Meister noch in der Finalisierungsphase eines neuen Motor-Projekts befindet. Ähnlich geht es Fabien Bourgeon, dessen Eigenbau-Prototyp Revolt 3P0 von einem neuen Motor angetrieben wird, aber erst am 1. Mai in Abreschviller auftauchen soll. Unter den Favoriten müssen wir natürlich den Sieger von Bagnols-Sabran, Billy Ritchen aus dem Elsass, berücksichtigen, dessen Zeiten sich mit seinem Nova Proto NP-01 (Bild Mitte) ständig verbessern. Beim ersten Aufeinandertreffen der Meisterschaft, trennten 36 Tausendstel den Sieger Billy Ritchen von seinem ersten Verfolger Damien Chamberod. Der Isérois wird sich daher auf Gard-Strecke revanchieren wollen, war aber am Col mit seinem Norma in der E2-SC-Version noch nie am Start. In Bagnols-Sabran war es der junge Belgier Corentin Starck, der seinen Nova Proto an die Spitze der E2-SC/2-Klasse setzte, vor Cindy Gudet im Revolt 3P0. Er wird am Col St. Pierre sein brandneues Fahrzeug zum zweiten Mal pilotieren. Die Berg Europameisterschaft bei den Tourenwagen verspricht ebenfalls sehr spannend zu […]

Absage Rechberg 2022 – die FIA Bewerbe wurden zurückgezogen

15. März 2022

Am 14. März informierte die Austrian Motorsport Federation (AMF), dass für 2022 die FIA-Bewerbe für das Rechbergrennen zurückgezogen wurden. Dies bedeutet dass sowohl die Läufe der Berg-Europameisterschaft als auch die der Historic Berg Europameisterschaft nicht am Rechberg ausgetragen werden. Ob das traditionelle Rechbergrennen unter diesen Umständen nun wie geplant am 23.-24.04. 2022 über die Bühne gehen wird, entzieht sich unserer Kenntnis. Dazu wurde vom Veranstalter MSC Mürztal, folgendes Statement von AMF-Präsident Hertz und dem AMF Berg-Vorsitzendem Markus Altenstrasser veröffentlicht: Leider mussten die geplanten FIA Bewerbe im Zuge des Rechbergrennens, geplant für das Wochenende vom 22.-24.4. 2022 in Tulwitz, Fladnitz (Steiermark) zurückgezogen werden. Nach einigen Terminen mit dem Veranstalter MSC Mürztal in den letzten Wochen und Monaten ist man seitens Austria Motorsport zu dem Schluss gekommen, dass eine reibungslose Organisation und vor allem eine sichere und professionelle Umsetzung des Klassikers in Einklang mit den aktuellen FIA Richtlinien für Bewerbe der FIA European Hill Climb Meisterschaft und FIA Historic Hill Climb Meisterschaft mit dem Veranstalter MSC Mürztal nicht durchführbar ist. Daher wurden die FIA Prädikatsläufe abgemeldet. Im vollen Verständnis, dass dieser Schritt für viele eine Enttäuschung ist, müssen wir zu diesem Zeitpunkt unserer Verantwortung nachkommen und diese klare Entscheidung treffen. Unterzeichnet wurde das Kommuniqué von Univ.-Prof. Dr. Harald Hertz – Präsident und Markus Altenstrasser – Vorsitzender der AMF Bergrennsport Kommission. Aktuell bleibt abzuwarten, ob die Veranstaltung wenigstens abgespeckt, als nationaler Meisterschaftslauf ausgerichtet wird. Update 15.03. 2022: Die Veranstaltung wurde zwischenzeitlich komplett für diese Jahr abgesagt. Text: Hillclimbfans.com Fotos: Meieregger, Hillclimbfans

„King of the Hill“ aus Südafrika am Uphöfener Berg

5. März 2022

Ein echter „King of the Hill“ aus Südafrika geht beim 54. Int. Osnabrücker Bergrennen am 6./7. August an den Start: Rennpilot Pieter Zeelie, nahe Johannesburg zu Hause, kann es kaum erwarten, seinen leuchtend roten, rund 800 PS starken Toyota MR 2 V6 im Container auf die lange Seereise zu schicken. Es ist das erste Mal, dass ein Fahrer aus Südafrika an einem Bergrennen in Europa teilnimmt. Der Unternehmer eroberte zunächst Meisterschaften und Rekorde im Drag Racing am Steuer einer Cobra. Später pilotierte er in verschiedenen Disziplinen einen Lotus Exige und einen BMW M3 CSL. Vom Potenzial des Toyota MR2 war er so sehr überzeugt, dass er ihn in akribischer Arbeit vom Serienfahrzeug zu einem bildschönen und leistungsstarken Top-Boliden weiterentwickelte. Der Lohn war 2021 die „King of the Hill“-Trophäe beim Simola-Bergrennen in Knysna ganz im Süden von Südafrika (www.speedfestival.co.za). Und die nächsten Verbesserungen sind schon geplant: „Ich glaube, es kann noch ein ganzes Stück schneller gehen“, sagt der Champion aus Südafrika. Das Publikum am Uphöfener Berg darf sich also auf einen ganz besonderen Auftritt freuen!

ÖM-Star Karl Schagerl greift in der Berg-Europameisterschaft an

27. Februar 2022

Der pfeilschelle KFZ-Technikermeister Karl Schagerl vom Autohaus Purgstall in Niederösterreich wird 2022 den Fokus auf die Berg Europameisterschaft legen. Mit seinem VW Golf Rallye TFSI konnte er sich insgesamt 7x in Folge zum österr. Bergstaatsmeister küren und unzählige Streckenrekorde aufstellen. Nun folgt eine neue Herausforderung in der Berg Europameisterschaft. Dafür wird derzeit eifrig am Rennboliden gearbeitet und die Vorbereitungen für den Saisonstart im französischen St. Jean du Gard – Col St. Pierre (09./10. April) getroffen. Dabei wird der Niederösterreicher auf einigen Strecken erstmals an den Start gehen. Mit Reifenpartner AVON kann man jedoch auf die erfolgreiche und bewährte Unterstützung der letzten Jahre vertrauen. Antreten wird Karl Schagerl dabei in der Performance Klasse 1 der Berg-EM Kategorie 1 für Tourenwagen, wo er auf international starke Konkurrenten treffen wird. Diese werden etwa vom Schweizer Ronnie Bratschi im Mitsubishi Lancer Evo 7 RS EGMO oder dem Tschechen Dan Michl im Lotus Elise angeführt. Der Terminkalender der Berg Europameisterschaft 2022 umfasst insgesamt 10 Rennen in Europa. Unter anderem in diesem Jahr den italienischen Klassiker Trento Bondone mit über 17km Streckenlänge, oder die Highspeed-Rennen von Falperra in Portugal und St. Ursanne in der Schweiz. In Österreich wird das Rechbergrennen am 22.-23. April nach zwei Jahren Pause wieder ausgetragen und als 2. Meisterschaftslauf zur Berg-EM am Programm stehen. Das ADAC Glasbachrennen in Deutschland, sowie der slowakische Lauf in Dobsina, fehlen hier aus unterschiedlichen Gründen. Mit seinem potenten VW Golf Rallye TFSI zählt Karl Schagerl sicherlich zu den absolut schnellsten Tourenwagenpiloten in ganz Europa. Dennoch ist die Berg Europameisterschaft eine Herausforderung, auf die es sich optimal vorzubereiten gilt. Text: Hillclimbfans.com, Fotos: Team Schagerl

Auch Belgien führt zur Saison 2022 den FiA Performance-Faktor ein

22. Februar 2022

Bei den neun Läufen der Belgischen Bergmeisterschaft 2022 führt der RACB-Sport, also die nationale Motorsportorganisation, den FiA Performance-Faktor in den Tourenwagen und GT-Klassen ein. Damit hat ein weiteres Nachbarland der Bundesrepublik die Vorgaben aus Paris ratifiziert. Für Fahrzeuge der Kategorie 1 ist das neue Einstufungskonzept auf Basis des „Performance Faktor“ der FIA verpflichtend. Für alle diese Fahrzeuge müssen ab der ersten Veranstaltung die Leistungsfaktor-Angaben (Pf und -ID) im Anmeldeformular ausgefüllt werden. Daher ist es ab sofort erforderlich, das Fahrzeug im FIA-System zu registrieren. Dies gilt somit auch für Gaststarter aus den Nachbarländern wie zum Beispiel Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Da zwischenzeitlich das Pf-Berechnungsmodul der FiA angepasst wurde, ist eine Neuberechnung für 2022 erforderlich. Foto: Henri Schwirtz

Kevin Ferner übernimmt Vorsitz der DMSB-Berg AG

19. Februar 2022

Der Heiligenstädter Kevin Ferner hat vor wenigen Tagen die Spitze im DMSB Fachausschuss Bergrennen übernommen und löst damit seinen thüringischen Weggefährten Marcus Malsch an der sportpolitischen Spitze des Deutschen Bergrennsports ab. Marcus Malsch, der Mann von der RSG Altensteiner-Oberland und CDU-Landtagsabgeordnete, war seit dem Jahr 2007 Vorsitzender des seit Januar 2022 wieder zur Arbeitsgemeinschaft Bergrennen (AG-Berg) umbenannten Gremiums des nationalen Motorsport-Dachverbands. Marcus Malsch engagierte sich in den vergangen 15 Jahren in hohem Maße für den deutschen Bergrennsport und wurde auch in die FiA Hill Climb Commission berufen, dazu führte er seinen Heimatverein RSG Altensteiner-Oberland aus dem Nichts zu einem renommierten Veranstalter in der Berg-Europameisterschaft und Deutschen Bergmeisterschaft. Nun musste der 44-jährige gelernte Bankkaufmann Tribut zollen und hat sich zum Jahreswechsel entschieden aufzuhören, weil ihm durch seinen Job in der Politik schlichtweg die Zeit fehlt. Der ebenfalls 44-jährige Kevin Ferner ist seit rund 25 Jahren im Geschäft und trotz seines noch relativ jungen Alters sehr erfahren. Als ehemaliger Rennleiter seines heimischen I-Bergrennens, zwischen 2005 und 2010 aktiver Rennfahrer, Dozent der DMSB-Akademie, FiA-Observer und nicht zuletzt großer Fan des Bergrennsports, übernimmt er in einer schwierigen Phase die Geschicke um den deutschen Bergrennsport, wo die AG-Bergrennen auf Grund der Reformen beim DMSB, wohl nur noch dieses Jahr bestehen wird. Ab 2023 wird die Disziplin dann an einen Delegationsempfänger übergeben. Dieser führt dann unter anderem die Arbeit der AG Bergrennen fort. Das größte Thema auf der „to-do-Liste“ des Kevin Kerner wird in dieser Saison der Performance Faktor sein. „Unser Ziel ist es den PF in 2023 in Deutschland einzuführen“, betont der Eichsfelder. „Vorher gilt es aber den PF nochmals genau zu prüfen und zu validieren – dazu wurde die verpflichtende Angabe des PF mit jeder Nennung für ein Bergrennen, welches zur DBM gehört, für die Saison 2022 eingeführt. Unsere europäischen Nachbarn wie Polen, Slowenien, Tschechien und Österreich sind uns hier schon einen Schritt voraus. Wir stehen in sehr gutem Austausch und können hier und da von den bereits gemachten Erfahrungen der Anderen profitieren. So werden z.B. mit Einführung des PF keine Fahrzeuggruppen „sterben“. Sie bleiben nach wie vor als Grundlage (technisches Reglement) bestehen. In meinen Augen ein ganz wichtiger Punkt“. Als weiteren Punkt hat sich Ferner die Steigerung des Bekanntheitsgrades von den Bergrennen in Deutschland auf der Agenda geschrieben. Auch sind die Auftritte unter Schwarz-Rot-Gold bei den FiA Hill Climb Masters noch sehr ausbaufähig. „Es gibt hierzu von einigen Aktiven, Insidern und Fans sehr […]

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