Wagenpasstag vor dem Saisonstart 2023

5. Januar 2023

Auch die Motorsport-Saison 2023 wird kommen! Darum heißt es schon jetzt an die Verlängerung des DMSB Wagenpass (alle zwei Jahre) denken. Daher organisieren Bea und Lars Heisel am 11. März 2023 ein entsprechende Möglichkeit in der Halle von  BeLa-Performance / Flik Motorsport in der Carl-Benz-Str. 17, 75382 Althengstett. Eine Grundabnahme sowie Eintragungen in Wagenpässe sind an diesem Tag (ab 9 Uhr) ebenfalls möglich. Vor Ort wird der DMSB Technik-Kommissar Christian Schleicher sein. Bea Heisel bitte um eine rechtzeitige Anmeldung via Whats-App oder telefonisch unter 0170 3894766. Auch für das leibliche Wohl wird an diesem Samstag gesorgt sein.

Bergrennen Abreschviller in unruhigem Fahrwasser

28. Dezember 2022

Fünf Tage vor Weihnachten kam es quasi zu einem Erdrutsch in Abreschviller, im zu Deutschland grenznahen Osten Frankreichs. Der regionale Automobilclub ASAC Moselle suspendierte den örtlichen Ausrichterverein COCCA und plant das traditionsreichste Bergrennen Lothringens in Eigenregie durchzuführen. Damit stehen dem Französische und Luxemburger Berg-Meisterschaftslauf in den nördlichen Vogesen aktuell ein paar stürmische Wochen ins Haus, den der Unmut der Helfer und Organisatoren aus den Reihen der COCCA, die nun außen vor sind, ist groß. Damit haben auch die Bemühungen einiger Mitglieder der Deutschen AG Berg, am 29./30. April 2023 erstmals einen Lauf zum DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge nach Frankreich zu vergeben, einen herben Rückschlag erhalten. Die Ankündigung des ASAC Moselle (in Deutschland nur bedingt vergleichbar mit den Sportabteilungen der ADAC Gaue) mit ihrem Präsident Bernard Vogel, dem örtlichen Organisationskomitee (COCCA) die technische Organisation des Course de Côte d’Abreschviller zu entziehen, sorgte in der 1400 Seelen Gemeinde  für Bestürzung. Mit großer Traurigkeit und einem unerklärlichen Gefühl erfuhr der Verein diese Nachricht durch eine einfache Mail. „In der Tat wird die ASAC Moselle 2023 das Bergrennen Course de Côte d’Abreschviller-Saint Quirin ohne technischen Organisator, aber mit Hilfe aller guten Willens veranstalten“, so Bernhard Vogel, der bis zum Sommer 2020 auch COCCA-Vorsitzender war. „Es ist nicht die Entscheidung eines einzigen Mannes, sondern die Entscheidung des Komitees vom 7. Dezember 2022. In den letzten Jahren gab es Unstimmigkeiten zwischen der regionalen Motorsportföderation  und den lokalen Helfern. Nach dem Rücktritt von Vogel, war die Nachfolge lange ungewiss. Das Jahr 2021 war ein COVID-Jahr, und das Rennen wurde erst in den September verschoben und dann doch abgesagt. Die COCCA wollte diese Verschiebung nicht, gegen den Willen des ASAC, und das Rennen fand nicht statt. Danach konzentrierte man sich auf 2022. Das 50. Jubiläumsrennen war laut Vogel „eine schmerzhafte Geburt aber schlussendlich ein Erfolg. Aber aktuell klaffen Lücken im COCCA-Präsidium und wir befinden uns bereits in der aktiven Startphase der Ausgabe 2023 (FFFSA-Verordnung und Präfektur-Dossier), es muss gehandelt werden“. Bleibt abzuwarten und zu hoffen das die treuen und leidenschaftlichen Helfer des Vereins COCCA, die seit Jahrzehnten dieses Bergrennen geprägt und es zusammen mit dem ASAC Moselle zu einem französischen Meisterschafts-Event geführt haben, auch unter diesen Umständen am Fortbestand dieses Bergrennens mitarbeiten werden, denn auch in Frankreich werden die Freiwilligen knapp.

Homburger AC ehrte Deutsche Meister im Bergrennsport

12. Dezember 2022

Nach der Wiederaufnahme des Bergrennens im vergangen Juli, hatte der Homburger Automobilclub zum zweiten Mal in diesem Jahr die Spitzenfahrer im nationalen Automobil-Bergrennsport zu Gast an der Käshofer Straße, genauer gesagt im Zielort Käshofen. Das Dorfgemeinschaftshaus der kleinen westpfälzischen Gemeinde sah erstmals seit seinem Bau in den 1970er Jahren eine derartige Meisterfeier auf Bundesebene. In einem bunten Abendprogramm wurden Preise und Pokale an die heimischen Akteure in der HAC-Clubmeisterschaft, der beiden DMSB Automobil Berg-Cups und in der Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft überreicht. In Manier großer Arenen mussten die Helfer des HAC, der Käshofer Feuerwehr und einige Laienspielakteure den Umbau der Bühne der Käshofer Laientheatergruppe, mit uriger Wirtshausatmosphäre, bewerkstelligen. So wurde am Samstagmorgen Saal und Bühne für die Meistergala des saarländischen ADAC-Ortsclubs hergerichtet. Die Rückverwandlung für den zweiten Akt des dreiaktigen Schwanks „Wie im richtigen Leben“, folgte auf dem Fuße. Am Sonntagmorgen herrsche emsiges räumen und werkeln, sodass sich am Abend pünktliche der Vorhang für die Laienschauspieler hob. Bis in die späte Nacht hinein wurde zuvor an gleicher Stelle die Motorsport-Saison 2022 gefeiert, für viele die Erste wieder nach der Corona-Pandemie. Ganze 12 Aktive beteiligen sich diesmal an der Clubmeisterschaft. Insgesamt 15 Piloten hielten die grüne Flagge des Homburger AC bei Slaloms, Rallyes, Berg- und Rundstreckenrennen hoch. Auch virtuell gibt es die ersten bescheidenen Erfolge zu vermelden. Sport- und Rennleiter Jürgen Guckert drückte  der bislang größten Nachwuchshoffnung des Vereins, Max Reis den größten Pokal in die Hand. Der erst 15-jähriges aus Ramstein, ist somit jüngster Clubmeister aller Zeit. Der schon fast profihaft engagierte Schüler wagte in diesem Jahr den Sprung vom Rennkart in den großen Automobilsport und absolvierte eine komplette Saison in der Französischen Formel 4-Meisterschaft. Gegen internationale Konkurrenz sprangen 10 Top-Ten Platzierungen heraus, eine Poleposition und eine zweiter Platz beim Rennen auf dem legendären Stadtrundkurs in Pau. Darüber hinaus gelang Jochen Stoll aus Gundersweiler in seinem Porsche 911 GT3 Platz 4 im nationalen DMSB Berg-Cup für Tourenwagen. Der Otterberger Christoph Schwarz fuhr mit Rang drei auf das Podium des klassischen NSU Berg-Pokals 2022 und HAC-Pressesprecher Thomas Bubel steuerte virtuell auf Rang acht im ADAC SimRacing Berg-Cup, dass in seinem 30. Jahr als Vorstandsmitglied. Die über 120 Gäste, darunter 40 Fahrer und Teams aus ganz Deutschland feierten beim Höhepunkt des Abends den neuen Deutschen Meister Erwin Buck aus dem schwäbischen Garbenstätten, den Vize-Meister Andy Heindrichs aus Bergweiler in der Eifel sowie den Augsburger Robert Maslonka auf Rang drei. Die schwarz-rot-gold glänzenden Trophäen erhielten […]

KW Berg-Cup wählt gangbaren Weg für 2023 – Jein zum Performace Faktor

29. November 2022

Nach intensivem Meinungsaustausch hinter den Kulissen, zwischen den Rennveranstaltern und den Vertretern der AG Berg mit der Führung des KW Berg-Cup, herrscht nun wieder Klarheit im Bezug auf die Zukunft so mancher Bergrennen und der Einführung des Performance-Faktor im Tourenwagen-Bereich in diesem Lande. Der KW Berg-Cup wird sich bei den jeweiligen Bergrennen in der Tageswertung der FP-Wertung unterzeihen, sodass seine Spitzenfahrer auch weitern um die Deutsche Bergmeisterschaft und den DMSB Berg-Cup für Tourenwagen fahren können. Die nationalen Prädikate werden ab der kommenden Saison nämlich allein nach dem neuen Performance Faktor gewertet. Die interne Wertung des KW Berg-Cup wird vorerst aber weiter auf den altbekannten Hubraumklassen basieren. Somit stehen die KW Berg-Cup- und NSU-Bergpokal-Konzepte für 2023 nun fest – mit akzeptablem Kompromiss für alle Seiten. Diese sind eine Verbindung der Anforderungen unserer von Krisen aller Art geprägten Zeit und den Traditionen unserer Rennserien. Das erklärte Ziel der Konzepte ist es, keine Veranstaltung, die bisher Gastgeber für unsere beiden Meisterschaften war, in irgendeiner Form in ihrer Existenz zu gefährden. Deshalb starten die KW Berg-Cup Teilnehmer in den Tageswertungen in den von den jeweiligen Veranstaltern ausgeschriebenen Gruppen und Klassen. Im DMSB Bereich werden diese wohl überwiegend der Performance-Faktor-Einteilung entsprechen. Für die Punktevergabe zum KW Berg-Cup wird bei allen Rennen, bei denen dieses erforderlich wird, ein Ergebnis gemäß der bekannten Klasseneinteilung des KW Berg-Cups erstellt. Diese bleibt mit Ausnahme der entfallenden Dieselklasse vollständig erhalten. Nachdem feststeht, dass nächstes Jahr am Glasbach kein Rennen stattfindet, sieht das KW Berg-Cup Konzept für 2023 zehn Veranstaltungen vor, aus denen die punktbesten sieben Resultate je Fahrer beziehungsweise Team zur Jahreswertung herangezogen werden. Der Status der Rennserien bleibt National A Plus. Das heißt, zur Teilnahme reicht eine Nationale A-Lizenz des DMSB oder eine gleichwertige Stufe eines anderen ASN. Zugleich können so die Nationalen Sicherheitsbestimmungen des DMSB genutzt werden, was zum Beispiel die Nutzungsdauer von Sitzen und Gurten auf bis zu zehn Jahre erhöht. Zudem ermöglicht der gewählte Status zwei Rennen im angrenzenden Ausland sowie die Teilnahme und Wertung von Fahrern mit nicht vom DMSB ausgestellten Lizenzen. Der Zeitplan sieht vor, die Rahmenausschreibungen der Rennserien KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal, für den sich nichts ändern wird, bis Mitte Dezember beim DMSB einzureichen. Zeitgleich gehen die Vereinbarungen für 2023 den Veranstaltern zu, der Rücklauf wird zeitnah erwartet. Danach kann der endgültige Terminkalender bekannt gegeben werden. Die Öffnung des Einschreibeportals erfolgt am 15. Januar für einen Zeitraum von vier Wochen.

Provisorische Termine 2023: Deutsche Bergmeisterschaft / DMSB Berg-Cups

21. November 2022

Seit wenigen Tagen gibt es Neuigkeiten im Terminkalender der Berg DM und zu den beiden DMSB Berg-Cups 2023. Nachdem der anvisierte Tausch der Termine von Glasbach und Homburg nicht zustande kam, werden am Rennsteig in Thüringen erst 2024 wieder die Rennmotoren zu hören sein. Der Homburger Automobilclub verbleibt somit auf seinem Datum Anfang Juli (08./09.07. 2023). Für die wachsende Belegschaft im Lager der Rennsportfahrzeuge könnte es positives zu vermelden geben. Die AG Berg und „BiD“ sind mit den Organisatoren des Französischen Meisterschaftslauf in Abreschviller im Gespräch, um Ende April kommenden Jahres den Saisonauftakt für die deutschen Formel- und Sportwagen-Teams, im Rahmen einer Wertung zum DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge im grenznahen Lothringen (zwischen Saarbrücken und Strasbourg) zu ermöglichen. Wenn dies zustande käme, könnten die Aktiven gut vier Wochen früher ins Geschehen eingreifen, als die Jahre zuvor. 21.04.2023 – Test und Einstellfahrten Schotten (nur TW) 22.-23.04.2023 – Bergpreis Schottenring (nur TW) 28.-29.05.2023 – Wolsfelder Bergrennen 24.-25.06.2023 – Ibergrennen-Heiligenstadt 08.-09.07.2023 – Homburger Bergrennen 29.-30.07.2023 – Hauenstein Bergrennen 05.-06.08.2023 – Osnabrücker Bergrennen (FiA) 09.-10.09.2023 – Bergrennen Eichenbühl 23.-24.09.2023 – Auto Bergrennen St. Agatha (A) 29.-01.10.2023 – Bergrennen Mickhausen 29.-30.04.2023 – Course de Côte Abreschviller (F/ nur DBC RS) ?

Nächstes Glasbachrennen erst in 2024

18. November 2022

Aufgrund einer Terminüberschneidung für das in 2023 geplante Glasbachrennen konnten RSG Altensteiner-Oberland im nationalen und internationalen Berg-Terminkalender leider keinen geeigneten Termin für die Austragung des Glasbachrennens in 2023 finden. Daher hat sich der Verein entscheiden, die nächste Auflage des internationalen Glasbachrennens erst in 2024 durchzuführen. Das Jahr 2023 soll jedoch für zwei neue Veranstaltungsformate genutzt werden. Zum einen planen „Steinbacher“ und „Liebensteiner“ eine Classic-Veranstaltung für das zweite Juni-Wochenende unter Einbeziehung des Thüringentags in Schmalkalden und zum anderen die Austragung eines Bergslaloms Ende August 2023.

Berg-Pokal Sieger Wolf-Dieter Feuerlein verstorben

14. November 2022

Wie „Bergrennen in Deutschland“ erst jetzt erfuhr, verstarb bereits am 02. Juli diesen Jahres der Oldenburger Wolf-Dieter Feuerlein im Alter von 77 Jahren nach langer schwerer Krankheit. Wolf-Dieter Feuerlein war seit 1964 aktives Mitglied im MSC Oldenburg e.V. im ADAC. Er war lange Jahre im Vorstand aktiv und Mitbegründer der Oldenburger Classic Days. Er fuhr Slalom, Rundstrecke, Rallye und Oldtimer-Rallye und nicht zuletzt Bergrennen, wo er im Jahr 2000 in einem Audi A4 Quattro Gruppe G, den DMSB Berg-Pokal für Tourenwagen gewann. 1981 bekam er vom ADAC zudem die Ehrennadel mit Brillanten verliehen. R.I.P. Wolf-Dieter.

Claire Schönborn und Marcel Hellberg holen Gold für Deutschland

1. November 2022

Mit einem großartigen Erfolg in der Tasche, kehren die bergerfahrenen Claire Schönborn und Marcel Hellberg von FiA Motorsport Games in Südfrankreich zurück. Als Mitglieder des Deutschen Nationalteams des DMSB, traten die Beiden in der Disziplin Auto-Slalom an und sicherten sich überlegen und ungefährdet die Goldmedaille. Zusammen mit dem Mixteam im Kart-Slalom waren Schönborn und Hellberg die erfolgreichsten Deutschen bei diesen quasi olympischen Motorsportspielen der FiA. Mit ihrem Zutun gewann Deutschland zudem die FIA New Star Trophy als beste Nation in den Nachwuchs- und Breitensportwettbewerben. Im Medaillenspiegel der FIA Motorsport Games 2022 teilt sich das Motorsport Team Germany Platz 4 mit den Niederlanden, hinter Sieger Italien, Frankreich und Belgien. Der Slalom-Kurs, der im Fahrerlager des Circuit Paul Ricard in Le Castellet angesiedelt war, war für die Teilnehmer-Paare aus 25 Nationen erst einmal gewöhnungsbedürftig. Mit einem in Deutschland üblichen Auto-Slalom oder gar Rennslalom, konnte man diesen Paralellkurs mit Ausscheidungsfahren in direktem Duell, nicht vergleichen. „Am vergangenen Donnerstag hatten wir den ersten Tag: 50 Teilnehmer aus 25 Nationen traten zum ersten Auscheidungsfahren an, gefahren wurde mit zwei identischen Opel Corsa-E Rallye aus dem diesjährigen Rallye Cup“, erklärt Claire Schönborn. „Wir konnten von Anfang an dominieren, sind auf Platz 1 in die Runde der besten 16 gekommen“. Nach dem freien Freitag stand für unsere Berg- und Slalomspezialisten am Samstag das 8tel Finale an, das gegen Peru überlegen gewonnen wurde und erneut mit den Bestzeiten des Tages. Am Sonntagmorgen hieß es 4tel Finale gegen Tschechien. „Wir haben uns trotz eines Pylonenfehlers von Marcel deutlich abgesetzt und zogen ins Semifinale gegen Georgien ein. Die haben viel geschmissen und waren zeitlich unterlegen. Und erneut fuhren wir die schnellsten Zeiten von allen“. Am Sonntagnachmittag hieß im Finale der Gegner Slowakei: Beim Duell Michaela Dorcikova gegen Claire Schönborn hat die Slowakin einmal geschmissen und war rund eine Sekunde pro Lauf langsamer. Beim Zweikampf Marcel Hellberg gegen David Nemcek war es ähnlich. Trotz eines Pylonenfehlers hatte Marcel Hellberg mehr als genügend Vorsprung im Ziel, und damit Gold perfekt gemacht. Gleich doppelt Emotional war für unser DMSB-Slalom-Paar die Siegerehrung, gleich nebenan auf dem großen Podium der ehemaligen Formel 1-Strecke gab es die goldenen Medaillen vor Publikum. Im Rahmen der Closing Ceremony am Abend wurde dies in festlichem Rahmen noch einmal wiederholt. Die FiA Motorsport Games fanden erst zum zweiten Mal statt und sollen in Zukunft im Rhythmus von zwei Jahren in unterschiedlichen Ländern ausgetragen werden. Im Süden Frankreichs wurden Medaillen in […]

Positive Neuerungen im Deutschen Bergrennsport durch Pf-Einführung

23. Oktober 2022

Der Performance Faktor (PF) hält ab der kommenden Saison Einzug in der Division 1 der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und im DMSB Automobil Berg Cup für Tourenwagen. Der PF kommt und er kommt mit einigen positiven Änderungen im DMSB Bergreglement sowie in den DMSB Prädikatsbestimmungen. Am vergangenen Freitagabend stellte die AG Bergrennen allen DBM Veranstaltern, Vertretern des KW Berg-Cup und Vertretern der Technischen Kommissare die finalen Entwürfe der Reglements und Prädikatsbestimmungen für die Saison 2023 vor. Ein Novum das bisher so in dieser Form und zu diesem Zeitpunkt noch nie da gewesen ist. Dass der Performance Faktor in der kommenden Saison in der Division 1 zur Anwendung kommt, wurde bereits durch den DMSB veröffentlicht. Umso interessanter war es nun zu erfahren, wie das Ganze sich im Detail darstellt. Seitens der AG Bergrennen und des DMSB hat man sich darauf verständigt, die zukünftige Klasseneinteilung gemäß FIA Vorschlag für nationale Meisterschaften zu übernehmen. Auf Grund der in dieser Saison durchgeführten Schattenwertung und der daraus gewonnenen Erkenntnisse entschied man sich dazu, die PF Gruppe 5 nicht -wie von der FIA vorgeschlagen- in 2 Klassen zu unterteilen sondern in drei. Konkret gibt es hier also nun die Klassen 5a (PF 160-199), 5b (PF 200-259) und 5c (ab PF 260). Diese weitere Unterteilung war nötig, um ein möglichst homogenes Starterfeld in den einzelnen Klassen zu haben. Eine weitere sehr positive Meldung ist, dass mit Einführung des PF ab der kommenden Saison nun auch die Fahrzeuge der Gruppen H, FS und E1-FiA in der DBM und im DBC punktberechtigt sind. Darüber hinaus wurde ein Vorschlag der aktiven Fahrer in die Regularien übernommen. Ab der kommenden Saison zählen grundsätzlich jeweils die zwei besten Wertungsläufe aus drei bzw. die drei besten Wertungsläufe aus vier zur Tageswertung. Im letzten durchgeführten Rennlauf gibt es nun die Möglichkeit zusätzliche Punkte in der DBM einzufahren. Auch neue Veranstaltungsformate hat die AG Bergrennen in diesem Jahr mit betrachtet und entsprechend berücksichtigt. So wurde für die Veranstalter im Reglement die Möglichkeit geschaffen eine Doppelveranstaltung an einem Wochenende durchzuführen. Weiterhin gibt es in den neuen Regularien einige Präzisierungen und Umformulierungen mit dem Ziel, die Reglements verständlicher zu machen. Wann die Regularien offiziell veröffentlicht werden, ist noch offen.

FIA Performance-Faktor wird 2023 eingeführt

19. Oktober 2022

Der FIA Performance-Faktor (Pf) wird zur kommenden Saison als Wertungsgrundlage in der Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft (DBM) inkl. DMSB-Automobil-Berg-Cup (DBC) in der Division 1 (Tourenwagen) eingeführt. Damit wird die Gruppen- und Klassenstruktur in der Division 1 vereinfacht und der deutsche Bergrennsport schließt sich dem in Europa etablierten neuen Klassifizierungssystem an. Bereits in der zu Ende gegangenen Saison wurde parallel zur regulären Meisterschafts- bzw. Cup-Wertung der DMSB-Berg-Prädikate eine „Schattenwertung“ für den neuen Wertungsmodus Pf durchgeführt. Für die Saison 2023 werden nun auch die Prädikatsbestimmungen der DBM und des DBC entsprechend angepasst, die grundlegenden technischen Regularien werden beibehalten. Zur weiteren Optimierung des neuen Wertungssystems liegt der FIA aktuell noch eine Anfrage des DMSB zur Berechnung des Perfomance-Faktors vor, die dann in die Erarbeitung der neuen Prädikatsbestimmungen einfließen wird. Nach der Veröffentlichung dieser Zeilen auf der DMSB-Webseite, ist der auf der Veranstaltertagung am 10. September in Eichenbühl gefasste Beschluss, offiziell.

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