Aufwärtstrend im Team Rahn in Thüringen weitertragen

20. Juni 2022

Innerhalb der ersten vollen Juni-Woche durften die Akteure der Deutschen Bergmeisterschaft und der DMSB Bergcups gleich zwei Mal ran. Für die Teams aus den Rennsport-Gruppen war es ein heißer Meisterschaftsauftakt in die hoffentlich volle Nach-Corona-Saison 2022. Das Formel 3 Motorsport-Team Patrick Rahn, war gut aber nicht ideal auf die „Englische-Woche“ an den Bergen in der Südeifel und am Rennsteig vorbereitet. Für Testfahrten blieb wegen einer privaten Objektsanierung keine Zeit. Dennoch präsentierte man sich in den Fahrerlagern wie gewohnt professionell, mit dem in den Teamfarben Grün-Weiß-Rot gestalteten Equipment. Erstmals waren Patrick und seine Mannen am Pfingstwochenende zum Wolsfelder Bergrennen vor die Tore der Bierstadt Bitburg gereist. Die nur 1, 6 km kurze, sehr kurvenreiche und wellige Strecke ist von Haus aus nicht dem idealen Geläuf für Formel- und Sportwagen. Dem entsprechend war der Einstand für Patrick Rahn eher holprig. Nach der langen Abstinenz durch Corona fehlte noch das Fahrgefühl und Vertrauen in den Dallara F306 OPC-Spiess-Rennwagen. „Es war ein sportliches Wochenende, auf der Suche nach dem Grenzbereich des Autos nach der langen Pause, bei wechselnden Wetterbedingungen“. Trotz des schlussendlichen Ausfalls in der Wertung, war es für den Lipper wichtig die ersten Rennkilometer seit rund 10 Monaten auf die „Uhr“ zu fahren. Drei Tage später war man bereits wieder unterwegs, auf der Autobahn Richtung Bad Liebenstein zum Glasbachrennen. Das 5,5 km lange Asphaltband mit schnellen, flüssigen Kurven auf den Rennsteig kamen Patrick und seinem Formel 3 entgegen. „Das Wochenende in Thüringen entschädigte für Wolsfeld. Unser Formel 3 lief 100%ig und es hat mal wieder richtig Spaß gemacht“, freute sich Patrick. „Unser Auftreten war rundum gelungen, auch in den sozialen Medien, und vor allem die mittlerweile zahlenmäßig und qualitativ angewachsene Konkurrenz in der pickepacke vollen Gruppe E2-SS bis 2000 ccm lässt noch einiges bei den kommenden Läufen erwarten. Das macht natürlich nicht nur den Piloten Freude, auch die Zuschauer erleben so spannende Rennverläufe. Wir sind glücklich und zufrieden als drittbester Deutscher und Rang vier in der Klasse. Hauptsache es ist auf dieser anspruchsvollen Strecke alles ganz geblieben“. Am 25./26. Juni steht bereits das dritte Bergrennen in diesem Monat auf den schnellen Iberg von Heilbad Heiligenstadt, ebenfalls in Thüringen im Kalender. Das Team ist motiviert und der Pilot wird die in 2019 gesammelten Eindrücke und Daten umsetzten. Man ist guter Dinge, an das gute Ergebnis von vor der Pandemie auf dem sogenannten Holzweg anzuknüpfen. „Wir freuen uns schon riesig darauf, checken das Auto nochmals […]

Hin durchbricht die Minutenschallmauer von Wolsfeld

7. Juni 2022

EBM-Pilot Alexander Hin bricht den 18 Jahre alten Streckenrekord und dominiert das Wolsfelder Bergrennen bei tückischen Bedingungen. Das ist ein Paukenschlag! 18 Jahre lang jagten die besten Bergpiloten aus halb Europa den Streckenrekord von Herbert Stenger aus dem Jahr 2004. Vergeblich. Einige kratzen immer wieder an der Bestmarke des mehrfachen Berg-Europameisters, der 2014 viel zu früh den Kampf gegen den Krebs verlor. Oft fehlten nur ein paar Hundertstel. Nicht nur an der Bestmarke des früheren „Berglöwen“, sondern auch an der magischen Grenze von weniger als einer Minute. Bis, ja bis an Pfingstmontag 2022. Bis Alexander Hin kam. Der 52-jährige Schwarzwälder aus dem südbadischen Elzach pulverisierte im ersten Lauf des 58. Wolsfelder Bergrennens die alte Stenger-Bestmarke und trug sich in die Annalen des Bergrennsports ein: 59,618 Sekunden brauchte er in seinem Osella PA 30 für die 1,64 Kilometer lange Strecke von Wolsfeld nach Wolsfelderberg hinauf. Dass der Pilot in dem Osella PA 30 mit seinem rund 450 PS generierenden großvolumigen V8-Motor mit derlei Absichten in die Eifel gekommen war, verriet er schon am frühen Montagmorgen in seinem technischen Basislager direkt an der Nimsbrücke: „Glaub mir, wenn ich einen einzigen trockenen Lauf erwische, dann ist er fällig.“ Er, das war eben der Streckenrekord Stengers aus dem Jahr 2004. Und so kam es! Hin hatte sagenhaftes Glück: Zehn Minuten nach seiner Rekordfahrt fing es an zu tröpfeln, danach schüttete es. „Ich habe beim Vorstart im Auto gesessen und die dunklen Wolken gesehen. Ich habe gebibbert, dass es noch ein paar Minuten hält.“ Das tat es dann auch. Nach dem ersten von mehreren heftigen Eifelgüssen im Bitburger Land am Montag war eine erneute Verbesserung der Bestzeit allerdings kein Thema mehr: Die Rennleitung empfahl den Fahrern vor dem zweiten Lauf, auf die glatten Walzen ganz zu verzichten. „Zieht Regenreifen auf oder irgendwas dazwischen. Aber Slicks sind keine Option.“ Für die Motoren selbst war das Wetter in diesem Jahr allerdings geradezu ideal: Es war nicht zu warm, die Turbolader litten nicht, die Triebwerke konnten frei atmen. Allerdings häuften sich auf dem schmierigen Untergrund bei den 190 Teilnehmern, die alle 20 Sekunden losgelassen wurden, Ausrutscher, Dreher und dadurch hervorgerufene Einsätze des Intervention-Cars und der Rennleitung. Alles jedoch prophylaktisch. Den einen oder anderen waidwunden vierrädrigen Kameraden musste der Abschleppdienst zwar nach unten bringen, aber dabei blieb es dann. Auch, dass man wegen des Wetters eventuell auf den dritten Lauf hätte verzichten müssen, stand nie zur Disposition. „Ruhe bewahren, in der Eifel […]

Die Online-Nennliste „Homburger Bergrennen 2022“ ist eröffnet!

2. Juni 2022

Ab sofort und bis zum Nennschluss am 26. Juni 2022 – 24 Uhr können lizensierte Fahrer und Interessierte an der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) für Oldtimer und klassische Automobile, für die 47. Ausgabe des Homburger ADAC Bergrennens ihre Anmeldung online abgeben.  Nach zweijähriger Coronapause findet die Veranstaltung des Homburger Automobilclubs als Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft, den DMSB Berg-Cups und zum KW Berg-Cup statt. Interessant ist das Portal nicht nur für die Aktiven, sondern auch für Fans die so quasi live das Anwachsen der Starterliste verfolgen können. Hier geht’s zum Nennportal: https://www.dmsb-sport.de/47_Homburger_ADAC_Bergrennen_Karlsberg__12657/ 

HAC´ler legen los – Mai-Clubabend Bergrennen 2022

13. Mai 2022

In acht Wochen soll nach zweijähriger Coronapause endlich die 47. Auflage des Homburger ADAC Bergrennen über die motorsportliche Bühne der Käshofer Straße gehen. In alter Tradition ist der Mai-Clubabend dem Thema „Bergrennen“ vorbehalten. Im Juni (voraussichtlich am Donnerstag den 23.) steht dann der „Sonderclubabend Bergrennen“ auf dem Programm und läutet die ganz heiße Phase der Arbeiten für den DBM- und KW Berg-Cup-Lauf ein. Zunächst treffen sich die Mitglieder, Helfer und das Orga-Team zum regulären Mai-Clubabend „Bergrennen 2022“ am Montag (!) den 23.05. 2022 um 19 Uhr am Materiallager (!) in ZW-Mörsbach in der Höhenstraße. Wegen des „Brückenwochenendes“ um Christi Himmelfahrt wurde diesmal der Montag gewählt. Bitte nicht vergessen und kommt zahlreich, den diesmal wird es mit den Helfer wohl wieder sehr eng zugehen. Es wird jeder gebraucht! In Kürze sind alle Infos auf der Webseite www.homburger-bergrennen.de aktualisiert. Die Ausschreibung ist auf dem Weg zum DMSB zur Genehmigung und das Online-Nennungsportal ist in Vorbereitung.

Formel-Klasse wächst weiter – Marco Lorig im Dallara F3

13. März 2022

Trotz aller Widrigkeiten ist die Sehnsucht nach Motorsport am Berg groß. Dies beweist nicht nur der KW Berg-Cup mit seinen 122 Einschreibungen für die kommende Saison, auch im Lager der Formel-Fahrzeuge tut sich was. Marco Lorig aus dem Weserbergland ist nun stolzer Besitzer eines Dallara F305 Formel 3 und plant eine volle Saison in der Deutschen Bergmeisterschaft. Die Region zwischen Bielefeld und Hannover wird so zum „Formel 3-Bergland“, denn mit Patrick Rahn und Daniel Null kommen weitere F3-Piloten aus der Gegend. Marco Lorig ist in den Fahrerlagern der Bergmeisterschaft aufgewachsen. Mit seinem Vater Ingo, der vor 10 Jahren letztmals im KW Berg-Cup an den Start ging, und mit Mutter Susanne und Schwester Sanja war und ist er über viele Jahre ein Mitglied der viel gepriesenen Berg-Familie. Nach ersten Erfahrungen im Kart, konzentrierte sich der mittlerweile 28-jährige junge Mann aus Rinteln auf seinen beruflichen Werdegang, studierte Wirtschaft und Maschinenbau. Beim TÜV-Nord, der ihn auch im Rennsport etwas unterstützt, ist Marco als Ingenieur beschäftigt. Zudem hat es Lorig zum DMSB Sachverständigen gebracht und ist seit dem letzten November Technischer Kommissar der Stufe A. Mit Hilfe des Heiligenstädter „Formel 3-Berg-Pabst“ Sascha Herz ging es dann recht schnell für Marco Lorig, seinen Traum vom eigenen Formel 3-Rennwagen zu verwirklichen. Das Ex-Auto des späteren Formel 1-Piloten Paul di Resta wurde in Österreich als Rolling Chassis erworben und zwischenzeitlich bei der Drive Solutions GmbH in Heiligenstadt mit verschieden Komponenten neu aufgebaut. „Sascha und ich haben uns für einen Honda Mugen-Motor entschieden“ gibt Marco Lorig preis. „Motor und Steuergerät sind Serie, wie damals zur F3-Euro-Serie,  also noch mit Air-Restrictor. Das Auto wurde bei Sascha von Grund auf neu aufgebaut. Ich habe selten jemanden erlebt der so talentiert ist, Ahnung von seinem Fach hat und vor allem hilfsbereit ist. Ich kann nur jedem ans Herz legen, mit Sascha Herz und Drive Solutions-Motorsport zusammenzuarbeiten. Also, vielen Dank an Sascha Herz und auch den DMSB-Fachausschuss-Vorsitzenden Kevin Ferner, der mir in Sachen Fahrerlizenz zur Seite stand“. In diesen Tagen erfolgte die Auslieferung des schmucken Rennwagens und für Anfang April sind erste Testfahrten in Oschersleben geplant. „Mein Ziel war es immer einen Formel-Rennwagen bei Bergrennen zu pilotieren. Die Anschaffungskosten waren wohl höher als im Tourenwagenbereich, dafür ist der Dallara rennfertig und absolut konkurrenzfähig. Jahr für Jahr, beispielsweise in einen E1-Boliden zu investieren um mit dem Wettrüsten mitzuhalten, macht für mich wenig Sinn. Fahren wollte ich die Berg DM. Dieses und nächstes Jahr lasse […]

Kevin Ferner übernimmt Vorsitz der DMSB-Berg AG

19. Februar 2022

Der Heiligenstädter Kevin Ferner hat vor wenigen Tagen die Spitze im DMSB Fachausschuss Bergrennen übernommen und löst damit seinen thüringischen Weggefährten Marcus Malsch an der sportpolitischen Spitze des Deutschen Bergrennsports ab. Marcus Malsch, der Mann von der RSG Altensteiner-Oberland und CDU-Landtagsabgeordnete, war seit dem Jahr 2007 Vorsitzender des seit Januar 2022 wieder zur Arbeitsgemeinschaft Bergrennen (AG-Berg) umbenannten Gremiums des nationalen Motorsport-Dachverbands. Marcus Malsch engagierte sich in den vergangen 15 Jahren in hohem Maße für den deutschen Bergrennsport und wurde auch in die FiA Hill Climb Commission berufen, dazu führte er seinen Heimatverein RSG Altensteiner-Oberland aus dem Nichts zu einem renommierten Veranstalter in der Berg-Europameisterschaft und Deutschen Bergmeisterschaft. Nun musste der 44-jährige gelernte Bankkaufmann Tribut zollen und hat sich zum Jahreswechsel entschieden aufzuhören, weil ihm durch seinen Job in der Politik schlichtweg die Zeit fehlt. Der ebenfalls 44-jährige Kevin Ferner ist seit rund 25 Jahren im Geschäft und trotz seines noch relativ jungen Alters sehr erfahren. Als ehemaliger Rennleiter seines heimischen I-Bergrennens, zwischen 2005 und 2010 aktiver Rennfahrer, Dozent der DMSB-Akademie, FiA-Observer und nicht zuletzt großer Fan des Bergrennsports, übernimmt er in einer schwierigen Phase die Geschicke um den deutschen Bergrennsport, wo die AG-Bergrennen auf Grund der Reformen beim DMSB, wohl nur noch dieses Jahr bestehen wird. Ab 2023 wird die Disziplin dann an einen Delegationsempfänger übergeben. Dieser führt dann unter anderem die Arbeit der AG Bergrennen fort. Das größte Thema auf der „to-do-Liste“ des Kevin Kerner wird in dieser Saison der Performance Faktor sein. „Unser Ziel ist es den PF in 2023 in Deutschland einzuführen“, betont der Eichsfelder. „Vorher gilt es aber den PF nochmals genau zu prüfen und zu validieren – dazu wurde die verpflichtende Angabe des PF mit jeder Nennung für ein Bergrennen, welches zur DBM gehört, für die Saison 2022 eingeführt. Unsere europäischen Nachbarn wie Polen, Slowenien, Tschechien und Österreich sind uns hier schon einen Schritt voraus. Wir stehen in sehr gutem Austausch und können hier und da von den bereits gemachten Erfahrungen der Anderen profitieren. So werden z.B. mit Einführung des PF keine Fahrzeuggruppen „sterben“. Sie bleiben nach wie vor als Grundlage (technisches Reglement) bestehen. In meinen Augen ein ganz wichtiger Punkt“. Als weiteren Punkt hat sich Ferner die Steigerung des Bekanntheitsgrades von den Bergrennen in Deutschland auf der Agenda geschrieben. Auch sind die Auftritte unter Schwarz-Rot-Gold bei den FiA Hill Climb Masters noch sehr ausbaufähig. „Es gibt hierzu von einigen Aktiven, Insidern und Fans sehr […]

Angleich der Lizenzvoraussetzungen an das FIA-Reglement

17. Januar 2022

Als ob es nicht ohnehin schon schwer genug ist mit den neuen FIA-Lizenzbestimmungen, setzte die FiA in Paris nun ein weiteres Detail um, das potentiell neue und langjährige Teilnehmer an der Deutschen Bergmeisterschaft in der Division II (Formel- und Sportwagen) betrifft und die nationale Sonderregelung für Formel-Fahrzeuge bis 2000 ccm Hubraum aushebelt. Die Lizenzvoraussetzungen für die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft 2022 und den DMSB-Automobil-Berg-Cup 2022 mussten „leider“ an die neuen FIA-Lizenzbestimmungen angepasst werden. Leider, weil so der Zugang zu den Gruppen CN, D und E2 der Kategorie II erschwert wird und generell eine ITC-R Lizenz benötigt wird und nicht wie bislang eine ITD-R für Fahrzeuge der Kategorie II bis 2.000 ccm Hubraum. Fahrer benötigen ab dieser Saison für die Teilnahme in der Division II (Rennsportfahrzeuge) in der Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft und im DMSB Automobil-Berg-Cup eine Internationale Lizenz Stufe C Road (ITC-R). Damit entfällt die bisherige Regelung, bei der eine Internationale D-Lizenz für die Teilnahme in der Division 2 bis 2.000 ccm möglich war. Für historische Fahrzeuge gemäß FIA Anhang K des ISG ist die Internationale Lizenz Stufe D Road (ITD-R) in der Division 2 ausreichend. Bei Problemen mit dem notwendigen Lizenzupgrade, wird gebeten den zuständigen DMSB-Koordinator Alexander Geier per E-Mail unter ageierdmsb.de oder telefonisch unter 069/63300717 zu kontaktieren. Die Änderungen können in den Prädikatsbestimmungen zur Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft 2022 und dem DMSB-Automobil-Berg-Cup 2022 nachgelesen werden. Fotos: Tibor Szabosi, Henri Schwirtz

FIA Performancefactor bei Bergrennen in Deutschland

16. Januar 2022

Wie der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) aktuell auf seiner Webseite publiziert, plant der Dachverband für den Motorsport in Deutschland zur Saison 2023 den FIA Performancefaktor (Pf) als Wertungsgrundlage in der Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft inkl. DMSB-Automobil-Berg-Cup in der Division 1 (Tourenwagen) einzuführen. Dazu wird bereits ab der kommenden Saison 2022, parallel zur regulären Meisterschafts- bzw. Cup-Wertung der DMSB-Berg-Prädikate eine „Schattenwertung“ für den neuen Wertungsmodus Pf durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Wertung werden auf der DMSB-Homepage regelmäßig veröffentlicht, so dass sich die Teilnehmer einen besseren Überblick über den neuen Wertungsmodus innerhalb der Division 1 verschaffen können. Um die neue Wertung durchführen zu können, müssen alle Fahrer der Division 1 mit der Abgabe der Online-Nennung zu einer DMSB-genehmigten Bergveranstaltung in dieser Saison die Pf ID und das Pf Datenblatt für das eingesetzte Fahrzeug einreichen. Detaillierte Informationen stehen via DMSB-Homepage zum Download zur Verfügung. https://www.dmsb.de/de/automobilsport/bergrennen/file/282515 Fotos: Henri Schwirtz, Tibor Szabosi

Keine EM-Wertung 2022 – Glasbach-Macher fühlen sich im Stich gelassen

18. Dezember 2021

Erstmals seit 10 Jahren, wird kein stattfindendes deutsches Bergrennen zur FiA Berg-Europameisterschaft zählen. Nach dem Ende des Trierer ADAC Bergrennens im Jahr 2011 und der Aufbauphase des EM-Nachfolgers Glasbachrennen, fühlen sich die Mannen der RSG Altensteiner-Oberland seit geraumer Zeit von den Dachverbänden DMSB und ADAC Hessen-Thüringen im Regen stehen gelassen und haben auf die Beantragung des höchsten FiA-Bergprädikats verzichtet, sodass Merli, Faggioli, Bratschi und Co in 2022 nicht am Rennsteig Station machen werden. Wie es scheint, macht sich eine Gleichgültigkeit gegenüber dem nationalen Bergrennsport in Deutschland breit. In der Coronakriese hat es die noch neun deutschen Bergrennen, bedingt durch ihre Finanzierungsart und die typisch, geografischen Rahmenbedingungen vor Ort, bereits hart getroffen. Auch die Dachverbände lassen den Bergrennsport links liegen. Bestes Beispiel dafür, ist das Dessinteresse des Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) am Internationalen FiA Hillclimb Masters im vergangen Oktober. Auch wird die so ursprüngliche Motorsportdisziplin Bergrennen bei der laufenden Gremienreform (alle Fachausschüsse werden sukzessive aufgelöst, Disziplinen werden nach extern delegiert) nicht gut wegkommen. „Funkverkehr“ mit seinem ADAC-Gau, nur in eine Richtung, beklagt die Rennsportgemeinschaft seit eineinhalb Jahren. Ohne eine Unterstützung, gleich in welcher Art und Weise, sieht sich RSG-Macher Marcus Malsch (Foto: Mitte) nicht in der Lage mit seinen Vereinsmitgliederinnen und Mitgliedern ein kostspieliges FiA-Prädikat zu stemmen. „Wir können das Risiko alleine nicht eingehen und haben auch zuerst eine Verantwortung unseres eigenen Vereins gegenüber. Auch die Tatsache, dass die Rennsportgemeinschaft jeden einzelnen der vergangen Monate dafür gekämpft hat, die aus eigenem Engagement in die Bergrennstrecke getätigten Investitionen (Doppelleitplanken, Befestigungen, Verkabelung, Sicherheitsmaßnahmen) für die Zukunft zu sichern und bald wieder zum Einsatz zu bringen, blieb unbeachtet.  Dies trug demotivierend für die Durchführung einer FiA-Veranstaltung in 2022 bei. Durch die bereits vor zwei Jahren tiefgründig analysierte Budgetplanung hinsichtlich der Durchführung eines Internationalen FiA Prädikates und die bis heute ausstehende Entscheidung des ADAC Dachverbandes, wie man diese finanziell und organisatorisch zu stemmende Herausforderung gemeinsam bewältigen kann, hat sich der Vorstand dazu entschlossen das höchste FiA Prädikat für 2022 nicht zu beantragen. Nicht zuletzt die durch die FiA und den DMSB geforderte Terminanmeldung, welche bereits mit einer Sonderfrist versehen war, machten eine Entscheidung schon zum 1. November 2021 notwendig“. Dennoch plant man in Bad Liebenstein und seinem Ortsteil Steinbach auf eine Bergrennveranstaltung am 11./12. Juni 2022 hin. Zu Austragung kommen Wertungsläufe der Deutschen Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cup. Erstmals erwartet man am Schloss Altenstein die Garde der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft. Wegen einer Terminhäufung hat unterdessen […]

Deutsche Bergmeisterschaft wird wieder international

13. Dezember 2021

Mit der Anpassung des DMSB Berg-Reglements für 2022, das kürzlich auf der DMSB-Webseite veröffentlicht wurde, trägt das Deutsche ASN erneut den aktuellen Lebensumstände in der Pandemie Rechnung und öffnet die Deutschen Bergprädikate; Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft und die beiden DMSB-Automobil-Berg-Cups (Div.1 – Tourenwagen und GT / Div.2 – Rennsportfahrzeuge) zusätzlich für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus anderen Nationen deren Motorsport-Föderationen der FiA angeschlossen sind. Sprich, ab der kommenden Saison bekommen auch alle ausländischen Starterinnen und Starter Meisterschaftspunkte bei allen Bergrennen in Deutschland und den beiden Auslandsrennen in Eschdorf und St. Agatha. Nach weit über 30 Jahren, öffnet sich die Berg DM wieder für Ausländer. Zuletzt Mitte der 1980er Jahre gab es eine Internationale Deutsche Bergmeisterschaft, die zwei Mal der Österreicher Walter Pedrazza mit seinen Formel 2-Rennwagen gewinnen konnte. Neben dem Vorarlberger Pedrazza, zog es damals regelmäßig ausländische Top-Fahrer, wie Michel Arbeit, Christian Debias (beide Frankreich), Werner Wenk (Schweiz) oder die Österreicher Karl Hasenbichler und Paul Steindl (unser Foto in Homburg) nach Deutschland, allesamt aus der Formel 2-Klasse. Bei dem aktuellen DMSB-Berg-Reglement, das in der Meisterschaft die Besten aller Hubraumklassen in allen Fahrzeuggruppen belohnt, ist wohl eher nicht damit zu rechnen, dass internationale Spitzenfahrer vom Schlage eines Sebastien Petit oder des Schweizer Jungstars Robin Faustini sich um die Deutschen Bergkrone bewerben. Aber, Leuten wie beispielsweise dem Tiroler Thomas Strasser oder dem Salzburger Bernhard Permetinger steht nun die Berg-DM offen. Man hofft so Teilnehmer aus den angrenzenden Regionen Benelux, Ostfrankreich, Schweiz, Österreich oder Tschechien nach Deutschland zu locken. In der Division 1 müssen nationale Lizenzen der Stufe A vorgelegt werden. In der Gruppe E2-SH gelten höherwertige Lizenzen. Bei den Rennsportfahrzeugen der Division 2 wird weiter eine internationale Lizenz Stufe C (bis 2000 ccm weiterhin auch in Stufe D) verlangt. Genaueres ist den entsprechend hinterlegten Reglements zu entnehmen, unter https://www.dmsb.de/de/automobilsport/bergrennen

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