Boxengeflüster 03/2022: Wussten Sie schon dass…?

16. April 2022

DASS am Sonntag, den 03.04.2022 nach zweijähriger Pandemiepause wieder der Saisonstart in der Klassikstadt in Frankfurt am Main stattfand. Mit dabei war der MSC Erftal e.V. ist mit zwei Rennfahrzeugen, einem Informationsstand zum Verein und dem Bergrennen sowie zwei Rennsimulatoren des AvD Deutschland. Die Eichenbühler präsentierten den Norma M20F Honda von Dino Gebhard, mit 2000 ccm und 290 PS bei 576 Kg Eigengewicht und den VW Schneider Polo II 8V mit 1400 ccm und 170 PS des bayerischen Bergmeisters 2018, Nils Abb. DASS dem Schatzmeister und Streckensprecher des MSC Rund um Schotten, Timo Neumann kürzlich die Ewald-Kroth-Medaille des ADAC verliehen wurde.  Anlässlich der Deutschlandfahrt 1950 nahm man die Tradition der Verleihung dieser Medaille wieder auf. Bei der General-Sportversammlung im Dezember 1952 in Düsseldorf wurde beschlossen, diese Medaille zum Gedenken an den langjährigen Sportpräsidenten des ADAC, Ewald Kroth, Ewald-Kroth-Medaille zu benennen. Voraussetzung für die Beantragung zur Verleihung ist die persönliche Mitgliedschaft im ADAC. Bei der Beurteilung, ob ein in der ADAC Motorsport-Organisation tätiges Mitglied aufgrund seiner ehrenamtlichen Tätigkeit die ADAC Ewald-Kroth-Medaille erhält, ist unter anderem auch seine Einstellung zum ADAC, seine Clubtreue und die sportliche Kameradschaft sowie seine Unbescholtenheit von Bedeutung. DASS zur Jubiläumsausgabe des 50. Course de Cote d´Abreschviller am 30. April und 1. Mai, Anne Baverey, die Königin der Berge und schnelle Frau aller Zeiten bei Bergrennen, das Wochenende verbringen wird. Die mittlerweile 75jährige Dame aus Lyon wird dabei auf ihren Martini MK43 BMW Formel 2 treffen, den sie Ende der 80er Jahre pilotierte. Dieser wunderbare Formel 2-Rennwagen wird am Start in der historischen Gruppe in den Händen von VHC-Fahrer Sebastien Brisard sein, der den restaurierten Martini zum ersten Mal in der französischen Meisterschaft ausführt. DASS mit dem in der Schweiz lebenden Belgier Vincent Caro beim Bergpreis Schotten ein sehr prominenter Teilnehmer erwartet wird. Da werden jetzt einige sagen, diesen Piloten kenne ich aber nicht. Caro, seines Zeichens Abteilungsleiter – Historischer Motorsport, Bergrennen und Offroad bei der FIA in Genf, wird in Schotten unseres Wissens sein erstes Bergrennen fahren. In der Vergangenheit fuhr er von 1989 bis 1997 100er Kartrennen. Zwischen 1998 und 2014 im 250er Superkart auf der Langstrecke. Nachdem er beruflich der FIA beitrat, ist er nur noch wenige Karteinsätze gefahren. Jetzt fehlte ihm das Racefeeling und als Bergrenn-Fan hat sich Caro einen brandneuen TracKing (Baujahr 2021) mit 1000er Suzuki-Motorradmotor zugelegt und möchte in der Saison 2022, je nach seinen beruflichen Möglichkeiten einige ausgewählte Veranstaltungen fahren. DASS […]

Mammutprogramm für Alexander Hin – EBM und DBM geplant

2. April 2022

Am kommenden Wochenende startet die Europa-Bergmeisterschaft im südfranzösischen Departement Gard, am Col St. Pierre in die neue Saison. Nach einigen Unwägbarkeiten bleiben neun von ursprünglich einmal zwölf EM-Veranstaltungen in Frankreich, Portugal, Spanien, Tschechien, Italien, Polen, Schweiz, Slowenien und Kroatien zum jetzigen Zeitpunkt übrig. Nach zwölf Jahren der Abstinenz wird erstmals, mit Alexander Hin, ein Deutscher wieder zum Fahrerfeld der EBM zählen – das mit einem Rennsportfahrzeug. Zuletzt 2010 belegten die Tourenwagen-Piloten Roland Wanek und Achim Kreim die Plätze eins und zwei in der EBM-Kategorie 1 und Jörg Weidinger holte sich den Titel in den Jahren 2005 und 2006. Mit einem Rennsportfahrzeug vertrat in den 1990er Jahren, mit Rüdiger Faustmann, letztmals ein Pilot aus der Bundesrepublik die Deutschen Farben in der EBM-Kategorie II. Am kommenden Mittwoch macht sich der Elzacher Alexander Hin aus dem südlichen Schwarzwald auf die rund 750 km lange Reise nach St. Jean du Gard zum Auftakt der diesjährigen Runde der FiA Berg-Europameisterschaft (09./10. April 2022). Mit seinem Osella FA 30 V8 wird der „Häuslebauer“ bei seinen diesjährigen Einsätzen sechs Mal von keinem geringeren als EM-Ikone Christian Merli und seinem Team betreut. Bei den restlichen EM-Läufen und im Rahmen der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft kann Hin auf das bewährte Knowhow des Teams von Uwe und Georg Lang bauen. „Ja, da habe ich mir dieses Jahr ein ganz straffes Programm auferlegt“, freut sich Alexander Hin und schmunzelt dabei. Dabei gilt es für Hin, sich auf die vielen, bislang gänzlich unbekannten Strecken einzustellen. „Am Col St. Pierre ist es ohne große Streckenkenntnis ganz schön schwierig sich zu orientieren, da sieht irgendwie alles gleich aus“. Aber beim FiA-Hillclimb Masters letzten Oktober in Portugal konnte er sich doch zügig auf die unbekannte Streckenführung einstellen. Das macht Hoffnung. Zusammen mit den bekannt schnellen französischen Berg-Assen, bahnt sich ein exzellentes Teilnehmerfeld im schon mediterranen Süden Frankreichs an. Die Starterlisten werden am 04. April – 20 Uhr auf der Webseite des Veranstalters https://www.asa-ales.fr/ veröffentlicht. Ein Livetiming produziert http://www.patricksoft.fr/ an beiden Tagen. Betreuung Team Christian Merli: 09./10.04. 2022 – St. Jean du Gard (F/EBM) 07./08.05. 2022 – Rampa Falperra (P/EBM) 14./15.05. 2022 – Subida al Fito (E/EBM) 02./03.07. 2022 – Trento-Bondone (I/EBM) 03./04.09. 2022 – Ilirska Bistrica (SLO/EBM) 17./18.09. 2022 – Buzetski Dani (KRO/EBM) Betreuung Lang Motorsport: 28./29.05. 2022 – Ecce Homo (CZ/EBM) 05./06.06. 2022 – Wolsfelder Bergrennen (D/DBM) 11./12.06. 2022 – Glasbachrennen (D/DBM) 25./26.06. 2022 – Ibergrennen (D/DBM) 09./10.07. 2022 – Homburger Bergrennen (D/DBM) 30./31.07. 2022 […]

DVD zum FiA Hillclimb Masters 2021 von Pilotes.tv

17. Februar 2022

Wie wundervoll doch das Wochenende beim FiA Hillclimb Masters im Oktober letzten Jahres in Portugal war, kann man sich nun noch einmal mit der DVD von Pilotes.tv, in Erinnerung rufen. Mitten in der Pandemie hatte es der portugiesische Motorsportverband geschafft, ein einmaliges Event und Fest des Bergrennsports auszurichten und in vielen Herzen große Emotionen zu entfachen. In 90 Minuten sind noch einmal alle Fahrzeuge auf der Strecke, plus Impressionen und die stimmungsvollen Medaillenzeremonie zu sehen. Die Szenen machen zweifellos Appetit auf mehr und eine hoffentlich relativ unproblematische Saison 2022. Außerdem unterstützt Ihr mit dem Kauf der DVD Gilles Huntzinger und sein Team von Pilotes.TV, die in den letzten beiden Jahren ebenfalls unter der Pandemie stark gelitten haben. Preis der DVD ist 14,99€, zu bestellen unter: https://pilotes.eu/magasin/de/dvd/1505-fia-hillclimb-masters-braga-2021.html

Termine 2022: FiA Europa-Bergmeisterschaft

16. Dezember 2021

Nach der Verabschiedung auf dem FiA World Motor Sport Council diese Woche, stehen nun die Termine der Berg-EM 2022 definitiv fest. Es fällt das Fehlen zweier Veranstaltungen auf. Aus deutscher Sicht schmerzt natürlich der EM-Verzicht der RSG Altensteiner–Oberland, die für 2022 das höchste FiA-Berg-Prädikat für ihr Glasbachrennen (DM, ÖM, KW Berg-Cup) nicht beantragt haben. Zum anderen taucht die slowakische Veranstaltung Dobsinky Kopec nicht mehr auf, nachdem diese in diesem Jahr abgebrochen wurde. Auch ein in Erwägung gezogenes zweites EM-Rennen in Portugal (Boticas) ist nicht zustande gekommen. 09./10. April 2022:  Course de Côte St. Jean du Gard – Col St. Pierre (FRA) 23./24. April 2022:  ÖAMTC Rechbergrennen (AUT) 07./08. Mai 2022:  Rampa Internacional de Falperra-Braga (POR) 14./15. Mai 2022:  Subida Internacional al Fito (ESP) 28./29. Mai 2022:  Sternberk Ecce Homo (CEZ) 02./03. Juli 2022:  Trento-Bondone (ITA) 30./31. Juli 2022:  Limanowa (POL) 20./21. August 2022: Course de Côte St. Ursanne – Les Langiers (SUI) 03./04. September 2022:  GHD Petrol Ilirska Bistrica (SLO) 17./18. September 2022:  Buzetski dani (CRO)

Interview Christian Merli – Glasbach ist mir auf den Leib geschneidert

28. November 2021

Den italienischen Kollegen von „Cronoscalate Che Passione“ bot sich kürzlich die Gelegenheit zu einem ausführlichen Interview mit dem vielfachen Berg-Champion Christian Merli. Man traf sich zu einem Chat mit dem Piloten aus dem italienischen Trentino um über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu sprechen. Heraus kam eine 360°-Rundumschau über Christian Merli im privaten, sowie natürlich auch im Rennsport. CCP: Hallo Christian, vielen Dank, dass Du unsere Interviewanfrage angenommen bist. Fangen wir also mit der ersten Frage an. Wer ist Christian Merli im Rennsport und wer ist Christian Merli im Alltag? Christian Merli: „Es ist schwer, sich selbst zu beurteilen, es sollten andere tun. Ich habe das Gefühl, dass ich im Rennsport jemand bin, der immer das Maximum hineinsteckt. Im Alltag schätze ich die Normalität, mache banale Unternehmungen und treibe Sport. Aber ich widme mittlerweile viel Zeit dem Rennsport und wenn wir nicht auf Rennen unterwegs sind, arbeiten wir in der Werkstatt, um unser Auto oder die der Kunden zu pflegen.“ CCP: Woher hast Du die Leidenschaft für den Motorsport? Christian Merli: „Diese Frage hat mir auch mein Vater vor ein paar Jahren gestellt, in der Familie gab es niemanden mit einer Leidenschaft für Motoren. Papa hatte schon immer ein paar Räder, um in die Berge zu fahren, aber mehr auch nicht. Mama, das muss ich sagen, ist im Auto nie langsam gefahren, aber schon als Kind hatte ich diese Leidenschaft, zuerst für Mopeds, dann für Motorschlitten, mit denen ich meine ersten Rennen gefahren bin und dann für Autos. Ich habe die Tage damit verbracht, alles zu zerlegen und wieder zusammenzubauen.“ CCP: Es wird immer schwieriger, ein High-Level-Pilot zu werden, wenn man nicht die richtige Ausrüstung hat. Wenn Du heute einen Nachwuchsfahrer triffst, der am Berg debütieren möchte, was würdest Du empfehlen? Christian Merli: „Zunächst würde ich ihm sagen, dass es viel Mühe und viel Geduld braucht. Dann würde ich ihm raten, erst einmal mit einem kleinen Tourenwagen eine Meisterschaft zu fahren, das würde ihm erlauben, Erfahrungen zu sammeln.“ CCP: Du bist seit vielen Jahren im Geschäft. Hat sich deine Art die Dinge anzugehen im Laufe der Jahre verändert? Wie bereitet Ihr Euch auf die zahlreichen Rennwochenende vor? Christian Merli: Bevor wir zu einem neuen Rennen fahren, versuche ich, die Streckenführung an Hand von Onboard-Videoaufnahmen zu lernen und komme meist schon donnerstags an, um die Strecke auswendig zu lernen und zu versuchen, unsere Osella auf das bestens abzustimmen.“ CCP: Was war […]

Corona nimmt Einfluss – Merli siegt in Spanien

17. Mai 2021

Der zweite Lauf zur diesjährigen Berg-Europameisterschaft ging in Nord-Spanien mit dem Klassiker Subida al Fito über die Bühne. In Arriondas spielte das Wetter mit Regen in unterschiedlicher Stärke am gesamten Rennwochenende leider nicht mit. Damit wurde die ohnehin schon anspruchsvolle Strecke noch herausfordernder für die Fahrer. Die besten Bedingungen herrschten dann noch im 3. und letzten Rennlauf am Sonntag, wo auch die schnellsten Zeiten des Wochenendes gefahren wurden. Zudem sorgte leider „Corona“ in Spanien für zusätzliches Kopfzerbrechen, denn im italienischen Faggioli Team wurde ein positiver Test ausgewertet. So mussten Simone Faggioli und sein Team-Kollege Diego Degasperi, als auch Fausto Bormolini und Renzo Napione, als Kontaktpersonen, auf ein Antreten am Sonntag verzichten. Den Gesamtsieg sicherte sich quasi im Alleingang dennoch ein Italiener, mit Christian Merli. Mit dem Osella FA30 Zytek LRM trotzte er den schwierigen Bedingungen im Baskenland, was am Ende des Wochenendes mit einem vollen Erfolg belohnt wurde. Dabei musste er nicht all seine Künste aufbieten, um die restliche Konkurrenz klar auf Distanz halten. Diese wurde vom jungen Spanier und ehemaligen Formel 1-Testfaher Javier Villa Garcia angeführt, der im Training noch mit technischen Problemen an seinem BRC BR53 Turbo haderte. Am Renntag konnte sich der bekannt beherzt agierende Pilot hervorragend in Szene setzen und mit famosen Zeiten bei schwierigen Verhältnissen glänzen, womit er auch den Sieg in der Gruppe E2-SC für sich verbuchen konnte. Das Podium komplettierte der Franzose Sebastien Petit mit dem Nova NP 01-2 Judd GAS39 EMAP, der eine ebenfalls tolle Performance in Spanien ablieferte. Vor allem im 3. Rennlauf konnte er sich nochmals entscheidend steigern und die zweitschnellste Gesamtzeit realisieren, womit der Rückstand auf den Spanier mit 2sec. sehr gering ausfiel. Rang Vier im Gesamtklassement ging wieder nach Italien, und zwar an Federico Liber im Gloria C8P Evo. Dieser konnte auf der anspruchsvollen Strecke mit einer famosen Leistung, gerade auf feuchter Piste überzeugen und aktuell den 4. Rang in der EM-Tabelle einfahren. Die Top5 komplettierte der junge Raul Ferre Matas aus Andorra, der erstmals den neuen Silver Car CS Turbo-Sportwagen an den Start brachte und mit diesem neuen Boliden eine Topperformance ablieferte. Dabei konnte er sich im Laufe des Wochenendes immer weiter steigern und schlussendlich noch den letzten Platz am Podium in der Gruppe E2-SC mit dem 2l Boliden fixieren. Rang Sechs Gesamt sicherte sich der Italiener Mirko Venturato, der im Gloria C8P Evo auch in Spanien aufhorchen ließ. Bei seinem ersten Antreten bei der Subida al […]

Extrem spannender EBM-Auftakt – Faggioli schlägt Merli um 0,032 Sekunden

10. Mai 2021

Die Kleinstadt Boticas im nördlichen Portugal eröffnet vergangenes Wochenende die Saison 2021 der FIA Berg-Europameisterschaft. Obwohl durch die strengen Hygienevorschriften keine Zuschauer an der Strecke und im Fahrerlager zugelassen waren, freuten sich die Fahrer dennoch, insbesondere auf dem anspruchsvollen Boticas-Kurs, endlich wieder hinter dem Steuer sitzen zu können. Der Samstag sollte eigentlich nur ein Trainingstag, mit drei Läufen sein. Diese fanden ohne größere Zwischenfälle unter strahlender Sonne statt. Die Regenprognose für den gesamten Sonntagmorgen veranlasste den Rennleiter jedoch in Absprache mit den FiA-Stewards, darunter auch der Heiligenstädter Kevin Ferner, den ersten Rennlauf um einen Tag vorzuziehen, was im Nachhinein gesehen die goldrichtige Entscheidung war. Auf diese Weise verwandelt der Veranstalter den ersten von drei Rennen am Sonntag in ein Warm-up, damit sich die Teilnehmer, von denen viele zum ersten Mal in Boticas fuhren, mit der regennasse Strecke vertraut machen konnten. Laut den lokalen Experten versprach der Asphalt rutschiger und kniffliger zu werden, da es in der Region seit mehreren Wochen nicht mehr geregnet hat. Die Entscheidung war daher klug und wurde von den Fahrern begrüßt. Christian Merli (Osella FA30 Zytek), der bereits die besten Zeiten während der drei Trainingsläufe fuhr, erwies sich als der Schnellsten vor seiner ewigen Rivalen Simone Faggioli (Norma M20FC Zytek), um eine Sekunde und acht Zehntel. Diego Degasperi (Osella FA30 Zytek) komplettiert das vorläufige Podium und hat vor den sonntäglichen Läufen einen Vorsprung von 3 Sekunden vor Sébastien Petit (Nova NP01-2). Das Gesamtklassement wurde ermittelt, indem die beiden besten Rennläufe jedes Fahrers addiert wurden. Bei den geschlossenen Fahrzeugen der Klasse 1 landete der Spanier Jose Lopez-Fombona (Lamborghini Huracan) vor dem Schweizer Ronnie Bratschi (Mitsubishi Lancer). Der zweite Tag der Veranstaltung war eine Wende: Simone Faggioli setzte seine ganze Kraft in den Kampf ein und konnte das Defizit des Vortages ausgleichen, um am Ende mit einem kleinen Vorsprung von 0,032 Sekunden gegen Christian Merli zu gewinnen. Alle Fahrer hatten während ihres ersten Sonntagslaufs zwar mit einer sehr nassen Straße zu kämpfen, das Wetter verbesserte sich jedoch allmählich, bis der Asphalt beim letzten Lauf wieder trocken war. Simone Faggioli, der am Samstag 1,785 Sekunden langsamer gewesen war, setzte alles auf eine Karte und seine Norma M20FC Zytek für den letzten Anstieg auf vier neuen Ultrasoft-Reifen, während Christian Merli (Osella FA30) konservativer war und es vorzog, die gleichen Reifen wie zuvor zu fahren. Faggioli stellte nicht nur einen neuen Streckenrekord auf, sondern schaffte es auch, Merli um 1,817 Sekunden […]

Corona zum Trotz – EBM-Aufgalopp in Portugal – Livestream für alle Fans

6. Mai 2021

Der Moment, der seit mehr als 21 Monaten erwartet wird, ist jetzt in greifbarer Nähe und kann in Stunden gezählt werden: An diesem Samstag, dem 8. Mai, um 9 Uhr, wird grünes Licht für die Wiederaufnahme der FIA Berg-Europameisterschaft gegeben. Am Fuße des 5.110 Meter langen Boticas-Kurses im Nordosten Portugals, werden sich insgesamt 64 Fahrerinnen und Fahrer, davon 24 in der EM-Wertung, versammeln. Seit dem Finale der EBM-Saison im September 2019 in Kroatien wurde die Europameisterschaft aufgrund der COVID-19-Pandemie ausgesetzt. Ohne genügend Veranstaltungen wurde die traditionsreiche Meisterschaft im Jahr 2020 vollständig abgesagt. Auch wenn die Runde 2021 nach den Absagen der französischen, österreichischen und zuletzt deutschen Läufen, nicht so vollständig wie erwartet sein wird, wird die Meisterschaft bereits an diesem Wochenende vom 8. bis 9. Mai mit dem Boticas-Event in Portugal aufgenommen. Boticas liegt etwa 150 km nordöstlich von Porto und nicht weit von der spanischen Grenze entfernt im Herzen einer Region, die an große Motorsportveranstaltungen gewöhnt ist. Vila Real (Gastgeber des WTCR) befindet sich im Süden und Montalegre (Rallycross) im Norden. Die Startlinie der idealen Strecke für einen EM-Lauf beginnt fast im Zentrum von Boticas. Die EM-Könige Christian Merli (Osella FA30 Zytek) und Simone Faggioli (Norma M20FC Zytek) freuen sich das es wieder Ernst wird. Auf einem für jeden von ihnen neuen Kurs und daher mit der gleichen Voraussetzungen, wird es interessant sein, inwieweit der Franzose Sébastien Petit (Nova NP01-2 Zytek) und der Italiener Diego Degasperi (Osella FA30 Zytek) in der Lage sind, die beiden italienischen „Tenöre“ herauszufordern. Der Rest des Feldes der Kategorie 2 wird wie üblich ziemlich gemischt sein mit den 3.0 V8-Boliden von Fausto Bormolini (Reynard 2KL Mugen) und Renzo Napione (Reynard K01 Cosworth), der Formel Renault 2. 0 von Kevin Petit (Tatuus) und den „Motorrad-Einsitzern“ von Federico Liber und Mirko Venturato (beide auf Gloria C8P Evo Suzuki). In Kategorie 1 ist es die Einführung des „Performance Factor“ von besonderem Interesse. In Gruppe 1 der Kategorie 1 tritt der äußerst starke Mitsubishi Lancer Evo VII des Schweizer Fahrers Ronnie Bratschi gegen den Porsche 997 GT2 des französischen Fahrers Nicolas Werver und den Lamborghini Huracan des Spaniers Jose Antonio Fombona an. In Gruppe 2 werden sich der speziell für Bergrennen umgebauten Skoda Fabia des Slowaken Jan Milon, der Porsche 991 GT3 Cup von Pedro Marques und der Kia Ceed TCR von Luis Delgado eine Dreikampf liefern. In Gruppe 3 treffen die Cupra-TCRs von Joaquim Teixeira und Manuel Sousa […]

Luzzi-Sambucina abgesagt – Faggioli Meister in Italien

3. Dezember 2020

Das 25. Bergrennen von  Luzzi – Sambucina wird 2020 nicht stattfinden. Aufgrund der wieder aufflammenden Coronapandemie im südlichen Italien, verbieten die Behörden die Durchführung des Rennens am 12./13. Dezember. Das Rennen in der Provinz Cosenza in Kalabrien sollte der siebte und letzte Lauf der italienischen Berg-Meisterschaft (CIVM) 2020 sein, der bereits vom 15. November auf Mitte Dezember verschoben wurde. Somit gilt die offizielle Rangliste der italienischen Meisterschaft nach dem 62. Bergrennen von Monte Erice. Da das Rennen Luzzi – Sambucina nicht mehr zur italienischen Berg-Trophäe zählen sollte, sind auch die TIVM-Nord- und Süd- Ranglisten nach der verkürzten Saison vollständig. In der Meisterschaft hatte Christian Merli gehofft seinen Rückstand von 12,5 Punkten auf seinen Erzrivalen Simone Faggioli in Luzzi – Sambucina noch wettmachen zu können, was nun nicht mehr möglich ist. Nach der Absage der Berg-Europameisterschaft gewinnt also Simone Faggioli in seinem Norma M20 FC den bedeutendsten Berg-Titel des Jahres 2020 mit 105 Punkten vor den Osella-Piloten Christian Merli (92,5), Diego Degasperi (53), Vinzenco Coticello (35) und dem zuletzt erkrankten Domenico Cubeda (34). In Italien werden auch Titel in den Gruppen vergeben. Hier die entsprechenden Titelträger 2020: “Bicilindriche”: 1. Currenti RS: 1. Scappa RSTB: 1. Marino RS Cup: 1. Cioffi RS+: 1 Tagliente N: 1. Migliuolo A: 1. Bicciato E1: 1. Aragona GT: 1. Peruggini E2SH: 1. Gramenzi CN: 1. Iaquinta E2SC: 1. Faggioli E2SS: 1. Merli CM: 1. Lombardi U25: 1. Palazzo Trofeo Teams: 1. Best Lap Damenpokal: 1. Broccolini

Boxengeflüster 09/2020: Wussten Sie schon dass…?

14. November 2020

DASS KW Berg-Cup Mitglied Marcel Hellberg der „Abräumer des Jahres“ in der Deutschen Slalom-Meisterschaft 2020 ist. Mangels Bergrennen konzentrierte sich der junge Lipper auf die Slalommeisterschaft, die „dank“ Corona geballt im September und Oktober noch stattfand. Hellberg gewann nicht nur den Einzeltitel, auch mit der Mannschaft des ADAC Ostwestfalen-Lippe war er in der Team-Wertung erfolgreich. Für den ADAC Mittelrhein fuhr das bergerfahrene Team mit Michelle Bläsius, Vater Manfred Bläsius vom MSV Osann-Monzel in ihrem BMW 316i in der Klasse G5, Lars Bröker in der Klasse G1 mit einem BMW M2, Jürgen Plumm in der Kasse F11 mit einem Mitsubishi Lancer EVO 9 und Mario Fuchs in der Klasse H15 ebenfalls mit einem Mitsubishi Lancer EVO 9, zur Vize-Team Meisterschaft. Von den fünf Fahrern jedes Teams wurden bei den immerhin noch 13 Veranstaltungen jeweils die drei besten gewertet. In der Einzelwertung wurde Manfred Bläsius Siebter. DASS Keith Camilleri aus dem motorsportverrückten Camilleri-Clan, der neue Meister der National Hillclimb Championship von Malta ist, nachdem er am vergangenen Wochenende in Gnejna die fünfte und letzte Runde der Meisterschaft der Mittelmeerinsel gewonnen hatte. Camilleri gewann in seinem Radical ProSport Suzuki-Sportwagen vier Runden dieser Meisterschaft 2020 und verlor nur das vierte Bergrennen bei Miżieb gegen Darren Camilleri. Die Meisterschaft der englischsprachigen Insel zog in dieser besonders schwierigen Saison 89 verschiedene Fahrer an, darunter vier neue Fahrer beim letzten Rennen. DASS mit einem komplett neuen Konzept der Kartenverkauf für das 53. Int. Osnabrücker Bergrennen am 21./22. August 2021 durchgeführt wird. Dafür ist es dem veranstaltenden MSC Osnabrück e.V. im ADAC gelungen, einen professionellen Partner zu gewinnen, der den Kartenverkauf in allen Kategorien abbilden wird, die Michel development & consulting aus Andernach. Um in den Zeiten der Corona-Pandemie jederzeit gut aufgestellt zu sein und um die grundsätzlichen Aspekte der Kontaktminimierung, Kontaktnachverfolgungen sowie der bargeldlosen Abwicklung des Zahlungsverkehrs sicherstellen zu können, wird der Kartenverkauf zukunftsfähig neu aufgestellt, mit einem Höchstmaß an Flexibilität in Bezug auf gerade im kommenden Jahr bestehende aktuelle rechtliche Vorgaben wegen der andauernden Pandemie. Geschäftsführer Christian Michel stellte bei einem Kennenlerngespräch mit den Verantwortlichen des Bergrennens sein professionelles Online-System Bäder Suite vor, das bundesweit bereits bei rund 280 Frei- und Hallenbädern erfolgreich zum Einsatz kommt. Auf dieser Basis werden die Partner in den kommenden Monaten auch sämtliche Details zum Kartenverkauf des Int. Osnabrücker Bergrennens 2021 vorbereiten. So erhalten die Besucher den Zugang zur nächstjährigen Veranstaltung über einen QR-Code. Als Partner für die erforderliche Hardware und […]

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