Der KW Berg-Cup trauert mit der ganzen Motorsport-Familie um Norbert Gapp

29. Januar 2023

Es gibt Nachrichten, die zutiefst erschüttern, und doch sind sie wahr, sind grausame Wirklichkeit. In diese Kategorie gehört die Botschaft über den völlig unerwarteten Tod von Norbert Gapp. Seit Anfang der Woche war er in Warth am Arlberg zusammen mit seinem Sohn Marcel als Instruktor im Einsatz. Seit 2011 haben die beiden dort regelmäßig ihr im Motorsport erworbenes fahrerisches Können und Wissen weitergegeben. Am Freitag, den 27. Januar, sollte der Abschluss des Lehrgangs sein. Norbert saß noch beim Frühstück, während Marcel in der Tiefgarage ihres Hotels Vorbereitungen an einem E-Auto traf. Per Telefon wurde er plötzlich nach oben gerufen, seinem Papa gehe es nicht gut, er sei zusammen gebrochen, habe das Bewusstsein verloren. Es wird erste Hilfe geleistet. Auch das sofort alarmierte, schnell eintreffende Rote Kreuz kämpft aufopfernd um Norberts Leben, leider bleiben ihre Bemühungen letztlich ohne Erfolg, Norbert Gapp verstirbt in Marcels Beisein im Alter von nur 64 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Er wird eine riesige Lücke hinterlassen. In der Familie und im Freundeskreis. Dazu in den Fahrerlagern, in denen er solange sein zweites Zuhause hatte. Mit 18 sammelte Norbert Gapp erste Motorsporterfahrungen, besuchte inspirierende Eisrennen und Skijörings, nahm schnell Slaloms mit in sein Programm auf. Von 1979 bis 1987 war er erfolgreich am Berg aktiv, holte Podestränge und Klassensiege. Ganz besonders bemerkenswert ist sicher sein dritter Platz beim Schlossbergrennen 1981. Den er mit vollem Einsatz erzielte, im letzten Lauf auf dem Dach über die Ziellinie rutschend. Die Saison 1983 schloss er als Dritter der Südbayerischen Bergmeisterschaft ab, ein Jahr später sicherte er sich Platz vier der Int. Deutschen Bergmeisterschaft. Nach seiner Zeit bei Gipfelsprints widmete sich der Kfz-Meister intensiv dem Schrauben an Renngeräten, versuchte sich bei Oldtimer-Rallyes, wirkte als Instruktor. Erwin Buck war einer derjenigen, die er in Hockenheim in die Kunst des schnellen Autofahrens einweihte. 2002 startete er dann erneut im Slalom durch, diesmal im Car-Sharing-System mit Junior Marcel auf einem Gruppe G BMW 318iS, begleitet in aller Regel von seiner Frau Anita und Tochter Anna. Dieser Familienverbund blieb beim Wechsel auf den Gruppe H BMW M3 E36 bestehen, mit dem Marcel 2015 in Homburg am Berg debütierte. Auch in den Bergrenn-Fahrerlagern wurden die Gapps schnell heimisch, trafen dort viele gute Bekannte aus dem Pylonen-Racing-Lager wieder. Anstatt ins Lenkrad griff Norbert jetzt verstärkt in die Werkzeugkiste. Ganz seinem Naturell entsprechend aber nicht nur für den hauseigenen BMW, sondern für alle, die Hilfe benötigten. Ob direkter […]

Mickhauser Bergrennen erneut in Unsicherheit – Orga-Leiter hört auch

26. Januar 2023

Wie die Augsburger Allgemeine Zeitung kürzlich berichtete, hört der Organisationsleiter des Mickhauser Bergrennens auf. Wie viele andere Vereine auch hat der ASC Bobingen während der Coronazeit einige Helfer verloren. Jetzt wurde bekannt, dass auch Hinrich Groeneveld, der die Veranstaltung in den vergangen vier Jahren organisiert hat, aufhört. Doch beim ASC Bobingen ist man guter Dinge, dass es auch 2023 ein Bergrennen in Mickhausen geben wird. Groeneveld, der von 2019 bis 2022 Organisationsleiter beim Bergrennen war, nannte vor allem zeitliche Gründe für seinen Rückzug: „Es ist mir einfach alles zu viel geworden. Das ist für sechs Wochen ein Vollzeit- und für den Rest des Jahres ein Teilzeitjob. Bei mir kommt auch noch erschwerend hinzu, dass ich in Moosburg im Kreis Freising wohne und immer über 100 Kilometer anfahren muss“. Von den vier Rennen, die Hinrich Groeneveld mit seinem Team organisierte hat, konnten wegen der Coronapandemie nur zwei stattfinden (2019 und 2022). Vor allem die kurzfristige Absage 2021 war ärgerlich, da stand die Organisation schon und wir haben uns viel Arbeit gemacht“, so Groeneveld, der betont, dass man nicht im Streit geschieden sei. Dies bestätigte auch Wolfgang Glas vom ASC Bobingen, der seit der Wiederbelebung des Bergrennens 2001 dabei ist und sich seither immer um die Organisation der Großveranstaltung kümmert. „Es hat keinen Streit gegeben. Hinrich Groeneveld hat viel Zeit in das Bergrennen investiert und wir bedauern es sehr, dass er aufhört“. Noch sei es unklar, wie es mit dem Bergrennen weiter geht: Natürlich suchen wir einen Nachfolger mit einem größeren Verein, der auch Rennsport betreibt und mit solchen Veranstaltungen schon Erfahrungen hat. Die haben Interesse und die entsprechenden Erfahrungen. Die bisherigen Gespräche sind gut gelaufen, sodass ich zuversichtlich bin, dass wir demnächst eine Lösung präsentieren können“. Namen wollte Wolfgang Glas, selbst aktiver Rennfahrer im KW Berg-Cup, aber keine nennen. „Das möchte ich erst wenn alles in trockenen Tüchern ist.“ Neben Hinrich Goeneveld haben noch andere Helfer im Organisationsteam aufgehört: „Das Kernteam besteht aus etwa 20 Leuten, von denen rund ein Viertel nicht mehr dabei ist“, berichtet Wolfgang Glas. Wie bei anderen Vereinen auch hätten sich einige während der Pandemie-Pause umorientiert und stünden deshalb nicht mehr zur Verfügung. Deshalb hofft man beim ASC Bobingen, dass der Verein der sich neu in Organisation einbringt, einiges an Personal mitbringt. Der Termin für das nächstes Bergrennen steht immerhin schon: Es soll am Wochenende 30. September bis 1. Oktober 2023 stattfinden. „Ich hätte die Veranstaltung gerne […]

Let’s try to save the FiA Hillclimb Masters – Erhebt Eure Stimme!

19. Januar 2023

Wie Mitte November 2022 durchsickerte, ist nach den fabelhaften Ausgaben von Eschdorf (L), Sternberk/Ecce Homo (CZ), Gubbio (I) und Braga /Falperra (P), aus „wirtschaftlichen Gründen“ keine weitere Ausgabe des FIA Hill Climb Masters vorgesehen. Zwischenzeitlich regt sich jedoch Wiederstand gegen diese sehr betrübliche Endscheidung der FiA. Sprachrohr der Initiative „Let´s try to save the Masters“ ist der Luxemburger Patrick Weber, selbst einer der Ideengeber und mehrfacher Streckensprecher beim Masters. Die Ankündigung der FiA kein weiteres FiA Hillclimb Masters-Event auszuschreiben, sorgte bei vielen Menschen aus der nationalen und internationalen Bergrennszene für entsetzten. Kein anderes Format hatte Fans, Fahrer, Offizielle und Medienschaffende aus aller Herren Länder so zusammen geschweißt, hat der Bergrenn-Familie so viel Impulse und „big Moments“ beschert als die bislang vier Auflagen des Hillclimb Masters. „Wir können dies nicht zulassen“, engagiert sich Patrick Weber. „Ohne zumindest für das Masters, unsere Stimme zu erheben, um dem Präsidenten der FIA ​​unsere Enttäuschung und die Bedeutung dieser Veranstaltung für unsere Disziplin und den Amateur-Motorsport im Allgemeinen auszudrücken. Und um unsere Unterstützung für die Bergrenn-Kommission und -Abteilung der FIA ​​zum Ausdruck zu bringen. Es mag nur als ein Tropfen auf den heißen Stein erscheinen, aber es wird definitiv mehr sein, als es nicht zu versuchen! Daher sollten alle betroffenen Fahrerinnen und Fahrer (also insbesondere diejenigen, die an einer oder mehreren Ausgaben des Masters teilgenommen haben, oder diejenigen, die an der europäischen Bergmeisterschaft oder den nationalen Bergmeisterschaften beteiligt sind), Organisatoren, Medienvertreter oder Offizielle eine Brief-eMail an die FIA senden“. Patrick Weber wird allen, die sich an dieser Aktion beteiligen möchten eine Textvorlage in englischer Sprache zur Verfügung stellen. „BITTE kontaktiere mich DURCH PRIVATE NACHRICHT über den Facebook-Messenger oder per eMail an weberpa(a)pt.lu, um mir deine eMail-Adresse zu geben, und ich schicke Dir einen Entwurf eines Textes, den du verwenden kannst (oder natürlich als Inspiration für deinen eigenen Text verwenden kannst) mit der eMail-Adresse, wohin du ihn schicken sollst. Handeln wir einfach! Ein großes Dankeschön an alle, die sich der Bewegung seit einigen Tagen bereits angeschlossen haben, darunter einige sehr große Namen in der Welt des Bergrennsports! Ich hoffe Ihr werdet weiterhin zahlreich sein, damit die FIA ​​so viel Post wie möglich bekommt! Das Teilen oder „Liken“ meines Beitrags auf Facebook (https://www.facebook.com/patrick.weber.9047 ) ist ein Schritt, aber wichtiger ist es, euch 5 Minuten Zeit zu nehmen, um den Brief zu senden, dessen Entwurf ich euch gerne zusende!“ Fotos: Henri Schwirtz, Nicolas Millet, Giuseppe Rainieri

„Bergrenn-Merch“  und Raritäten auf eBay

31. Dezember 2022

Wir haben in diesen trüben Wintertagen mal wieder unser Redaktionsbüro aufgeräumt und dabei einiges ausfindig gemacht, was mehrfach vorhanden ist und wir gerne an Sammler und Fans des Bergrennsports weitergeben wollen. Auf unserem eBay-Account haben wir aktuell zahlreiche Merchandisings-Artikel, wie Rennprogramme (auch Rallye), Bucher, Guides, Tassen, Bierkrüge, Ausschreibungen oder Veranstaltungsplakate eingestellt. In der Regel als Sofortkauf-Option, aber auch einige Auktionen. In den kommenden Tagen werden weitere Artikel, wie z.B. Autogrammkarten bis zurück in die 1980er und 90er Jahre eingestellt und angeboten werden. Versand nach Deutschland und Europäische Union. Schnell sein lohnt sich! Hier geht’s direkt zum BiD-eBay Account: https://www.ebay.de/usr/racingtom

Homburger AC ehrte Deutsche Meister im Bergrennsport

12. Dezember 2022

Nach der Wiederaufnahme des Bergrennens im vergangen Juli, hatte der Homburger Automobilclub zum zweiten Mal in diesem Jahr die Spitzenfahrer im nationalen Automobil-Bergrennsport zu Gast an der Käshofer Straße, genauer gesagt im Zielort Käshofen. Das Dorfgemeinschaftshaus der kleinen westpfälzischen Gemeinde sah erstmals seit seinem Bau in den 1970er Jahren eine derartige Meisterfeier auf Bundesebene. In einem bunten Abendprogramm wurden Preise und Pokale an die heimischen Akteure in der HAC-Clubmeisterschaft, der beiden DMSB Automobil Berg-Cups und in der Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft überreicht. In Manier großer Arenen mussten die Helfer des HAC, der Käshofer Feuerwehr und einige Laienspielakteure den Umbau der Bühne der Käshofer Laientheatergruppe, mit uriger Wirtshausatmosphäre, bewerkstelligen. So wurde am Samstagmorgen Saal und Bühne für die Meistergala des saarländischen ADAC-Ortsclubs hergerichtet. Die Rückverwandlung für den zweiten Akt des dreiaktigen Schwanks „Wie im richtigen Leben“, folgte auf dem Fuße. Am Sonntagmorgen herrsche emsiges räumen und werkeln, sodass sich am Abend pünktliche der Vorhang für die Laienschauspieler hob. Bis in die späte Nacht hinein wurde zuvor an gleicher Stelle die Motorsport-Saison 2022 gefeiert, für viele die Erste wieder nach der Corona-Pandemie. Ganze 12 Aktive beteiligen sich diesmal an der Clubmeisterschaft. Insgesamt 15 Piloten hielten die grüne Flagge des Homburger AC bei Slaloms, Rallyes, Berg- und Rundstreckenrennen hoch. Auch virtuell gibt es die ersten bescheidenen Erfolge zu vermelden. Sport- und Rennleiter Jürgen Guckert drückte  der bislang größten Nachwuchshoffnung des Vereins, Max Reis den größten Pokal in die Hand. Der erst 15-jähriges aus Ramstein, ist somit jüngster Clubmeister aller Zeit. Der schon fast profihaft engagierte Schüler wagte in diesem Jahr den Sprung vom Rennkart in den großen Automobilsport und absolvierte eine komplette Saison in der Französischen Formel 4-Meisterschaft. Gegen internationale Konkurrenz sprangen 10 Top-Ten Platzierungen heraus, eine Poleposition und eine zweiter Platz beim Rennen auf dem legendären Stadtrundkurs in Pau. Darüber hinaus gelang Jochen Stoll aus Gundersweiler in seinem Porsche 911 GT3 Platz 4 im nationalen DMSB Berg-Cup für Tourenwagen. Der Otterberger Christoph Schwarz fuhr mit Rang drei auf das Podium des klassischen NSU Berg-Pokals 2022 und HAC-Pressesprecher Thomas Bubel steuerte virtuell auf Rang acht im ADAC SimRacing Berg-Cup, dass in seinem 30. Jahr als Vorstandsmitglied. Die über 120 Gäste, darunter 40 Fahrer und Teams aus ganz Deutschland feierten beim Höhepunkt des Abends den neuen Deutschen Meister Erwin Buck aus dem schwäbischen Garbenstätten, den Vize-Meister Andy Heindrichs aus Bergweiler in der Eifel sowie den Augsburger Robert Maslonka auf Rang drei. Die schwarz-rot-gold glänzenden Trophäen erhielten […]

Passion historische Gruppe C Sportwagen – Werner Frenz hütet ein Stück Berg-DM Geschichte

4. Dezember 2022

Im August diesen Jahres ergab sich die Gelegenheit für „Bergrennen in Deutschland“ zu einer Visite bei Werner Frenz, dem Sohn der Deutschen Berg-Legende aus den 1980er und 90er Jahren Willy Frenz. Werner wuchs in dieser Dekade als junger Bub in den Fahrerlagern der Deutschen Bergmeisterschaft auf, fuhr später mit einem Formel 3 im väterlichen Team und widmet sich inzwischen seit vielen Jahren dem historischen Rennsport mit klassischen Gruppe C-Rennsportwagen zum Oldtimer Grand-Prix und ähnlichen Veranstaltungen. Der Liebe wegen, hat der inzwischen 50-jährige, die Heimat Mönchengladbach verlassen und lebt in Koblenz, wo auch in einem Hinterhof, eine von außen unscheinbare Halle steht, voll mit Erinnerungen, Exponaten und natürlich einigen wunderschönen klassischer Rennwagen, die sich Frenz mit seinem Schwiegervater, auch ein passionierter Oldtimerracer, teilt. Die Erinnerung an seinen im Februar 2010 verstorbenen Vater, hält der Fachanwalt für Arbeitsrecht, quasi in einem Privatmuseum fest. Zahlreiche Utensilien, kistenweise Zeitungsauschnitte und Fotos sind hier gelagert oder prangen an den Wänden. „Bergrennen in Deutschland“ war es vergönnt bei einem netten Plausch über die glorreichen 1980er Jahre im Deutschen Bergrennsport zu sinnieren. Aus besagter Foto-Schatzkiste tauchten auch einige frühe Werke des Autors Thomas Bubel auf und natürlich des unvergessenen Rennleiter, Fotografen und MSa-Schreiberling Jürgen Hug. Einige „Baustellen“ , wie ein Osella PA 20/21 oder der 1984er Formel Ford 2000 seiner Frau, verlangen nach Fürsorge. Aber auch die Zeit von Werner Frenz ist begrenzt, obwohl er am liebsten täglich an seinen Schätzen schrauben würde. Ab und an zieht es den Rheinländer auch als Zuschauer zu einem Bergrennen, wo ihn doch noch viele Freunde aus vergangen Tagen gerne begrüßen. Der Kontakt zu einigen langjähren Bergspezialisten ist nie abgerissen, auch bedingt durch die Suche nach Teilen zum Wiederaufbau und der Restaurierung diverse Rennwagen. Die wunderschöne gelbe Lola T296 BMW seines Vaters besitzt derweil Martin Hörter, ein befreundeter Unternehmer aus dem nahen Ransbach-Baumbach. In dessen Halle hat auch der hellblaue Osella PA 20S BMW von Martin Krisam jun. eine neue Bleibe gefunden. Auch ein früheres Gesamtsieger-Fahrzeug der Bergmeisterschaft. Den zuletzt von Willy Frenz pilotierten Osella PA5, der noch aus den 1970er stammt, setzt Werner häufig bei diversen Historic-Veranstaltungen auf der Rundstrecke ein und genießt es seine Raritäten auf vier Rädern am Laufen zu halten und standesgemäß zu bewegen.

Patrick Rahn – Der Traum vom Dreiliter-Formelrenner wurde wahr

3. Dezember 2022

In diesen Wintertagen ist es um den Automobil-Bergrennsport naturgemäß recht ruhig. Doch hinter den Kulissen ist in den vergangen Wochen einiges passiert – zum Wohle der weiter wachsenden Rennsportwagen-Fraktion und in erster Linie aber von Patrick Rahn, dem Detmolder Motorsportler. Seit gut drei Wochen ist der bisherige Formel 3-Fahrer zum Dallara World Series-Piloten avanciert und wird die kommende Saison in einem 3-Liter V6-Formelrennwagen, mit einem Touch Formel 1-Optik, in Angriff nehmen. Die Vorfreude ist im Team Rahn jetzt schon riesengroß, aber noch gibt es einige Hausaufgaben zu erledigen. Patrick Rahn wird also auch im Jahr 2023 der italienischen Rennwagen-Marke Dallara die Treue halten, aber mit dem rund 480 PS starken Modell  T02 in die Königsklasse der Bergrennen antreten. Der lange gehegte Wunsch einen solchen Boliden einzusetzen, war auch bei Fahrerkollege und Rennwagenexperte Sascha Herz aus Heiligenstadt bekannt. Er gab Patrick einen Tipp auf ein hochwertigen Rennwagen, das in der Schweiz steht. Der Kontakt zum Besitzer Daniel Mauerhofer war schnell hergestellt und nach einigen netten Telefonaten war der Deal unter Dach und Fach.  Wie Patrick es liebt, wurde der Rennwagen in einem sehr gepflegtem und technisch sehr gutem Zustand übergeben. Der mit einem soundstraken Nissan V6-Motor bestücke Renner, inklusive großem Ersatzteilpakt, wurde vor Jahren vom bekannten Schweizer Jenzer-Team in den damaligen Rahmenrennen der Formel 1-Wochenenden in die Rennen geschickt. Nach der Fahrzeuge-Übernahme trat der Wagen als erstes den Weg zur Servicewerkstatt von Sascha Herz an. In den Hallen in Heiligenstadt wurde zwischenzeitlich Patricks Formel 3-Fahrzeug komplett überholt und für den neuen Besitzer Dominik Schlott bestens hergerichtet. Der bisherige KW Berg-Cup Fahrer wird damit zur neuen Saison in den Rennwagen-Bereich wechseln, sodass der F3 dem Bergrennsport erhalten bleibt. Patricks neue „Liebe“ wurde unterdessen einer Bestandsaufnahme unterzogen und alle mitgelieferten Ersatzteile katalogisiert. Bei dieser Gelegenheit versäumte man nicht ein für den Berg passendes Getriebe einzubauen und schon die individuelle Sitzposition für Patrick anzupassen. Aus der Sicht von Patrick Rahn ist dieser Schritt eine logische Folge. „Aus dem Formel 3 mit dem sehr guten Opel OPC Challenge-Motor von Spiess, ist nicht mehr Leistung herauszukitzeln, um mit den potenten Tatuus-Master Rennwagen in der 2 Liter-Klasse schlussendlich mithalten zu können“, sagt der Ostwestfale. „Aus wirtschaftlichen  Gründen machte ein neuer, bis zu 310 PS starker VW-Power-Engine Motor für den Formel 3 wenig Sinn. Da passt die Mathematik einfach nicht. Darum habe ich die gute Gelegenheit nun am Schopfe gepackt“. Dem Team ist klar, dass der V6-Bolide eine […]

KW Berg-Cup wählt gangbaren Weg für 2023 – Jein zum Performace Faktor

29. November 2022

Nach intensivem Meinungsaustausch hinter den Kulissen, zwischen den Rennveranstaltern und den Vertretern der AG Berg mit der Führung des KW Berg-Cup, herrscht nun wieder Klarheit im Bezug auf die Zukunft so mancher Bergrennen und der Einführung des Performance-Faktor im Tourenwagen-Bereich in diesem Lande. Der KW Berg-Cup wird sich bei den jeweiligen Bergrennen in der Tageswertung der FP-Wertung unterzeihen, sodass seine Spitzenfahrer auch weitern um die Deutsche Bergmeisterschaft und den DMSB Berg-Cup für Tourenwagen fahren können. Die nationalen Prädikate werden ab der kommenden Saison nämlich allein nach dem neuen Performance Faktor gewertet. Die interne Wertung des KW Berg-Cup wird vorerst aber weiter auf den altbekannten Hubraumklassen basieren. Somit stehen die KW Berg-Cup- und NSU-Bergpokal-Konzepte für 2023 nun fest – mit akzeptablem Kompromiss für alle Seiten. Diese sind eine Verbindung der Anforderungen unserer von Krisen aller Art geprägten Zeit und den Traditionen unserer Rennserien. Das erklärte Ziel der Konzepte ist es, keine Veranstaltung, die bisher Gastgeber für unsere beiden Meisterschaften war, in irgendeiner Form in ihrer Existenz zu gefährden. Deshalb starten die KW Berg-Cup Teilnehmer in den Tageswertungen in den von den jeweiligen Veranstaltern ausgeschriebenen Gruppen und Klassen. Im DMSB Bereich werden diese wohl überwiegend der Performance-Faktor-Einteilung entsprechen. Für die Punktevergabe zum KW Berg-Cup wird bei allen Rennen, bei denen dieses erforderlich wird, ein Ergebnis gemäß der bekannten Klasseneinteilung des KW Berg-Cups erstellt. Diese bleibt mit Ausnahme der entfallenden Dieselklasse vollständig erhalten. Nachdem feststeht, dass nächstes Jahr am Glasbach kein Rennen stattfindet, sieht das KW Berg-Cup Konzept für 2023 zehn Veranstaltungen vor, aus denen die punktbesten sieben Resultate je Fahrer beziehungsweise Team zur Jahreswertung herangezogen werden. Der Status der Rennserien bleibt National A Plus. Das heißt, zur Teilnahme reicht eine Nationale A-Lizenz des DMSB oder eine gleichwertige Stufe eines anderen ASN. Zugleich können so die Nationalen Sicherheitsbestimmungen des DMSB genutzt werden, was zum Beispiel die Nutzungsdauer von Sitzen und Gurten auf bis zu zehn Jahre erhöht. Zudem ermöglicht der gewählte Status zwei Rennen im angrenzenden Ausland sowie die Teilnahme und Wertung von Fahrern mit nicht vom DMSB ausgestellten Lizenzen. Der Zeitplan sieht vor, die Rahmenausschreibungen der Rennserien KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal, für den sich nichts ändern wird, bis Mitte Dezember beim DMSB einzureichen. Zeitgleich gehen die Vereinbarungen für 2023 den Veranstaltern zu, der Rücklauf wird zeitnah erwartet. Danach kann der endgültige Terminkalender bekannt gegeben werden. Die Öffnung des Einschreibeportals erfolgt am 15. Januar für einen Zeitraum von vier Wochen.

Provisorische Termine 2023: Deutsche Bergmeisterschaft / DMSB Berg-Cups

21. November 2022

Seit wenigen Tagen gibt es Neuigkeiten im Terminkalender der Berg DM und zu den beiden DMSB Berg-Cups 2023. Nachdem der anvisierte Tausch der Termine von Glasbach und Homburg nicht zustande kam, werden am Rennsteig in Thüringen erst 2024 wieder die Rennmotoren zu hören sein. Der Homburger Automobilclub verbleibt somit auf seinem Datum Anfang Juli (08./09.07. 2023). Für die wachsende Belegschaft im Lager der Rennsportfahrzeuge könnte es positives zu vermelden geben. Die AG Berg und „BiD“ sind mit den Organisatoren des Französischen Meisterschaftslauf in Abreschviller im Gespräch, um Ende April kommenden Jahres den Saisonauftakt für die deutschen Formel- und Sportwagen-Teams, im Rahmen einer Wertung zum DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge im grenznahen Lothringen (zwischen Saarbrücken und Strasbourg) zu ermöglichen. Wenn dies zustande käme, könnten die Aktiven gut vier Wochen früher ins Geschehen eingreifen, als die Jahre zuvor. 21.04.2023 – Test und Einstellfahrten Schotten (nur TW) 22.-23.04.2023 – Bergpreis Schottenring (nur TW) 28.-29.05.2023 – Wolsfelder Bergrennen 24.-25.06.2023 – Ibergrennen-Heiligenstadt 08.-09.07.2023 – Homburger Bergrennen 29.-30.07.2023 – Hauenstein Bergrennen 05.-06.08.2023 – Osnabrücker Bergrennen (FiA) 09.-10.09.2023 – Bergrennen Eichenbühl 23.-24.09.2023 – Auto Bergrennen St. Agatha (A) 29.-01.10.2023 – Bergrennen Mickhausen 29.-30.04.2023 – Course de Côte Abreschviller (F/ nur DBC RS) ?

Nächstes Glasbachrennen erst in 2024

18. November 2022

Aufgrund einer Terminüberschneidung für das in 2023 geplante Glasbachrennen konnten RSG Altensteiner-Oberland im nationalen und internationalen Berg-Terminkalender leider keinen geeigneten Termin für die Austragung des Glasbachrennens in 2023 finden. Daher hat sich der Verein entscheiden, die nächste Auflage des internationalen Glasbachrennens erst in 2024 durchzuführen. Das Jahr 2023 soll jedoch für zwei neue Veranstaltungsformate genutzt werden. Zum einen planen „Steinbacher“ und „Liebensteiner“ eine Classic-Veranstaltung für das zweite Juni-Wochenende unter Einbeziehung des Thüringentags in Schmalkalden und zum anderen die Austragung eines Bergslaloms Ende August 2023.

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