Nach Feuerunfall von Damien Chamberod – Sicherheit in Frankreich im Gespräch

Am späten Sonntagnachmittag, am Fuße des Siegerpodiums beim 46. Bergrennen von Chamrousse oberhalb von Grenoble, sprachen nur Wenige über die Ergebnisse des 11. Laufs der französischen Berg-Meisterschaft 2022, vielmehr über den haarigen Unfall von Damien Chamberod, der die Rennleitung zu einer zweistündigen Unterbrechung der Veranstaltung zwang. Der dritte Durchgang des Programms musste danach gestrichen werden. Ein Unfall, der leider nicht der erste der Saison in Frankreich ist und der im Mikrokosmos unweigerlich für Gesprächsstoff sorgt.

Nach dem Crash, verbunden mit einem technischen Problem, der zu einem Brand am neuen Nova-Proto Turbo-Sportwagen führte, gelang es Damien Chamberod glücklicherweise, schnell aus seinem Auto auszusteigen. Nach diesem Schock klagte der Sohn des früheren französischen Champions Bernard Chamberod über Rückenschmerzen. Die Rettungskräfte griffen vorsorglich vor Ort ein und transportierte ihn mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus von Grenoble, um ihn untersuchen zu lassen. Erst am Mittwoch durfte der Spitzenpilot das Hospital verlassen. „Ich hatte harte Stunden und die kommenden Tage werden es genauso sein, aber ich kämpfe wie immer und habe das Glück in guten Händen zu sein“, sagte Chamberod. „Dieses Wochenende gab es Helden über die nicht genug geredet wurde. Tausend Dank Euch“.

Laut einem Insider der französischen Bergmeisterschaft (CFM) ist der Unfall des Piloten aus Noyarey bereits der neunte in elf Rennen im Jahr 2022; und bei alle waren turbogeladene Rennsportfahrzeuge beteiligt. Alles Fahrer, die sich in der Spitze der Meisterschaft bewegen, wie Fabien Bourgeon, Maxime Cotleur, Anthony Le Beller, Cyrille Frantz und bereits zum zweiten Mal Damien Chamberod (nach dem 22. Mai in La Pommeraye), erlebten große Schreckmomente mit ihrem Rennwagen. Das wirft natürlich Fragen auf.

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Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.