Gelegenheit macht FA 30

Zur Zeit schießen in Deutschland die hochkarätigen V8-Rennsportfahrzeuge wie Pilze aus dem Boden. Es fehlen coronabedingt nur noch die passenden Bergrennen dafür, die aber 2022 wieder mehr werden sollen. In einer Blitzaktion konnte sich der amtierende DMSB-Berg-Cup Meister Alexander Hin am vergangenen Mittwoch den bekannt schnellen Osella FA 30-Rennwagen des Vorarlbergers Christoph Lampert sichern. Mit diesem Top-Boliden fuhr Lampert 2019 auf den dritten Gesamtrang der Europa-Bergmeisterschaft, unter Betreuung von Christian Merli und seinem Team.

„So ein Angebot bekommt man nicht alle Tage“ stellt Alexander Hin fest. „Als mich diese Woche Christoph Lampert anrief und mir das Auto anbot, habe ich gleich zugeschlangen, denn ein FA 30 bekommt man im Leben nur einmal angeboten“. Das Fahrzeug war die letzten Jahre in Privatbesitz der autobegeisterten Familie Rauch, allseits bekannt durch die Rauch Fruchtsäfte. Rauch-Power-Sports stellte den Osella ihrem Vorarlberger Landsmann Christoph Lampert zur Verfügung und ist mit ihrem Sportsponsoring bis in die Formel 1 tätig.

„Wie jetzt genau meine Pläne für die Saison 2022 sind, kann ich noch gar nicht sagen. Der Deal ist noch so frisch, da habe ich mir noch keine Gedanken machen können“, gibt Hin zu.  „Mein Sohn Benjamin Noll muss erst noch Erfahrungen sammeln und viel fahren, damit er irgendwann mal in so einem Boliden sitzen kann“. Da kann man nur sagen;  wer die Wahl hat, hat die Qual.

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Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.