St. Ursanne-Les Rangiers 2021 bleibt wieder auf der Strecke

31. Mai 2021

Der Terminkalender der Europa-Bergmeisterschaft 2021 bleibt in diesen Wochen und Monaten der Pandemie unberechenbar. Mit den Läufen in Portugal, Spanien und Tschechien fanden bis jetzt immerhin drei Rennen statt und der gebotene Sport war eine Freude für alle Beteiligten. Beim Ecce Homo Rennen am vergangenen Wochenende waren sogar erstmals wieder Zuschauer entlang der Strecke zugelassen. Doch die Euphorie wurde heute schon wieder gebremst. Nach sorgfältiger Prüfung der Pandemie-Situation, der peinlich genau einzuhaltenden sanitären Maßnahmen und der finanziellen Risiken, die sich aus der Durchführung des Rennens ergeben können, musste sich das Organisationskomitee der ASA St-Ursanne – Les Rangiers erneut entschließen, die Entscheidung zu treffen das International Bergrennen St-Ursanne – Les Rangiers im Schweizer Jura, das für den 14. und 15. August 2021, als Lauf der Berg EM und Schweizer Bergmeisterschaft abzusagen. Die 77. Ausgabe des Rennklassikers wurde auf den Termin 20./21. August 2022 verschoben. Foto: Marc Scheidecker

Das autonome Fahren wird Realität – Der Motorsport verzichtet dankend

29. Mai 2021

Das Thema ist bereits seit Jahren in aller Munde. Doch langsam aber sicher wird aus Sciencefiction Realität. Längst gibt es selbstfahrende Autos und sogar Busse ohne einen Fahrer an Bord. Doch bis sich das autonome Fahren endgültig auf den Straßen durchgesetzt hat, wird noch etwas Zeit vergehen. Experten gehen davon aus, dass es spätestens 2040 so weit sein wird. Idealisten sehen schon idyllische Zeiten auf die Städte zukommen. Der autonom fahrende öffentliche Verkehr nutzt einen lautlosen Elektroantrieb und befördert seine glücklichen Passagiere zum gewünschten Ort. Staus und Unfälle gehören der Vergangenheit an, weil die künstliche Intelligenz, die die Fahrzeuge wie von unsichtbarer Hand steuert, alle potenziellen Gefahren lang vorher erkennt und gegensteuert. Das alles klingt nach einer wünschenswerten Zukunft. Doch noch ist es nicht so weit. Wenig Vertrauen in die Technologie Schließlich gehen die Deutschen immer gern noch auf Nummer sicher. Wenn sie die Kontrolle abgeben, dann nur zum Ein- und Ausparken oder in einem Stau. In allen anderen Fällen vertrauen die Bundesbürger dann doch noch lieber auf ihre eigenen Fähigkeiten am Steuer. Umfragen zeigen, dass sich nur 18 Prozent in einem autonom fahrenden Fahrzeug sicher fühlen würden, wie die Zeit berichtete. In China liegt dieser Wert dagegen bei 58 Prozent. Ungeheures Potenzial für Sicherheit und Wirtschaft Doch diese Vorurteile könnten bald durch eine überzeugende Demonstration der Fähigkeiten autonom fahrender Autos ausgeräumt werden. Das Potenzial dieser Technologie ist schließlich enorm. Es könnte nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch mehr Wohlstand bringen. Immerhin darf sich die Autoindustrie in Deutschland als Schlüsselindustrie betrachten. Zahllose Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von den großen Herstellern ab. Gleichzeitig bietet diese Technologie die große Chance, älteren Menschen bessere Transportmöglichkeiten zu bieten. Der Verkehr würde effizienter gelenkt, Güter und Menschen könnten zielgerichteter und umweltschonender von A nach B transportiert werden. Ist erst einmal ein hoher Grad an Automatisierung erreicht, sollten in Folge auch die Unfallzahlen deutlich sinken. Untersuchungen zeigen, dass menschliches Versagen mit einem Anteil von 90 Prozent der Hauptverursacher von Unfällen ist. Doch bis es dazu kommt, werden noch viele Jahre vergehen. Denn zunächst wird es zu einem sogenannten Mischverkehr auf Deutschlands Straßen kommen. Dabei wird herkömmlicher und autonomer Verkehr nebeneinanderher fließen. Studien gehen daher davon aus, dass sich das autonome Fahren nur langsam durchsetzen wird. Das liegt auch daran, dass herkömmliche Autos in Deutschland bis zu 20 Jahre lang im Einsatz sind. Derzeit sind in Deutschland 48,25 Millionen Fahrzeuge zugelassen. Das ist ein neuer Höchstwert. Experten […]

Mit Erfahrungsgewinn das Ibergrennen 2022 anpeilen

27. Mai 2021

Nun hat auch das ADAC Ibergrennen von Heilbad Heiligenstadt die Flagge für dieses Jahr eingeholt. Nach ausdauernden und ehrenhaften Bemühungen der Organisationsspitze des MC Heiligenstadt, steht nun fest dass es auch 2021 kein Bergrennen auf dem Holzweg geben wird. Man setzt nun alle Hoffnungen auf das kommende Jahr 2022, denn die Ereignisse haben sich nun überschlagen. Organisationsleiter Sascha Herz hat BiD folgende Stellungnahme übermittelt: Seit Ende 2020 planen wir das ADAC Ibergrennen 2021. Von Anbeginn war uns bewusst, dass die Chancen für eine Durchführung gering sind. Dennoch haben wir uns, der Mc Heilbad Heiligenstadt als Ziel gesetzt „wenn sich ein Fenster öffnet sind wir bereit“. Eigentlich war alles bis aufs Letzte für eine Durchführung einer Veranstaltung unter Corona Bedingungen geebnet. Glaubt mir, nicht immer hatten wir, das Orgateam hierfür Zuspruch. Oft mussten wir uns anhören „lasst es, es macht eh keinen Sinn“. Doch wir wollten unserer Fangemeinde und den Bürgern der Stadt einen Funken Hoffnung auf Normalität geben. Denn Hoffnung ist in Zeiten wie diesen etwas Wichtiges. Zur endgültigen Entscheidungsfindung, ob wir diese Veranstaltung durchführen, haben wir die Deadline auf Ende Mai gesetzt bekommen, denn danach sind wir und unsere Mitstreiter nicht mehr handlungsfähig und die Zeit bis zum Renntermin wäre zu knapp. Zum heutigen Tag ist die Sachlage diese, das die Corona-Verordnung eine Veranstaltung untersagt und somit unsere selbst gesetzt Deadline leider ausgelaufen ist. Auch wenn nächste Woche wieder neue Verordnungen in Kraft treten, sprechen die regionalen Inzidenzzahlen gegen uns. Was aber für uns spricht ist das wir derzeit an einen Punkt der Planung für diese Veranstaltung gelangt sind, wo bisher noch keiner unserer Veranstalterkollegen und Partner der anderen Bergrennen in Deutschland war und all unsere Mühen, unsere Hausaufgaben, für das sind was kommen mag. Nur wird es dies Jahr leider kein Ibergrennen geben. Somit hoffen wir auf nächstes Jahr und das wir uns alle bei bester Gesundheit wieder sehen.

Das Warten hat ein Ende – Weichenstellung am Iberg diese Woche

24. Mai 2021

Nach vielen Absagen in der Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft, wohlgemerkt vor und nach dem Termin des ADAC Ibergrennens von Heilbad Heiligenstadt, rückt die Stunde der Wahrheit für das Organisationsteam um Sascha Herz, Andreas Apel und Kevin Ferner näher. Fünf Wochen vor dem beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB) angemeldeten Rennwochenende auf dem sogenannten Eichsfelder Holzweg, steigt die Spannung. In der Woche nach Pfingsten haben die Verantwortlichen des MC Heiligenstadt einen weichenstellenden Termin beim örtlichen Gesundheitsamt. „Darauf warten wir schon lange. Ich denke danach wissen wir mehr“, erläutert der stellvertretende Rennleiter und FiA-Kommissar Kevin Ferner. „Unsere absolute Deadline ist der 1. Juni 2021. Bis dahin brauchen wir endgültig Klarheit, sonst wird´s nichts mit unserem diesjährigen Ibergrennen am letzten Juni-Wochenende“ (25.-27. Juni 2021).

Gelegenheit macht Bergrennen – alle Termine im deutschsprachigen Raum

23. Mai 2021

Wer in diesen Pandemietagen gerne mal wieder bei einem Bergrennen ins Lenkrad seines Rennfahrzeugs greifen möchte, der sein Equipment in der Reihe hat, eine Lizenz gelöst, der bereits zu den Geimpften oder Genesenen zählt, oder der einem negativen PCR-Test vorweisen kann, hat es nicht leicht sich eine entsprechende Veranstaltung herauszusuchen. Fast täglich gibt es neue „Wasserstandsmeldungen“ zu Terminänderungen und Absagen. BiD  bringt mit folgender Auflistung etwas Licht ins Dunkel. Im gesamten deutschsprachigen Raum und den Nachbarregionen gibt es eine ganze Menge Veranstaltungen, die Corona zum Trotz stattfinden sollen. Es sind Bergrennen die bereits ihren frühen Termin verschoben haben oder darauf hoffen bei niedrigen Inzidenzwerten und einem handfesten Hygienekonzept ihre Rennen durchführen zu können (Stand: 23.07. 2021). 12. Juni 2021 – Berg-Slalom Damüls (A-Vorarlberg) 13. Juni 2021 – Berg-Slalom Damüls (A-Vorarlberg) 26./27. Juni 2021 – ADAC Ibergrennen-Heiligenstadt (D-Thüringen) 27. Juni 2021 – Course de Côte La Roche en Ardenne (B-Ardennen) 03./03. Juli 2021 – Course de Côte Vuillafans (F-Jura) 09. Juli 2021 – Int. Arlberg Berg-Slalom (A-Vorarlberg) 10. Juli 2021 – Int. Arlberg Berg-Slalom (A-Vorarlberg) 10./11. Juli 2021 – Course de Côte La Broque-Schirmeck (F-Elsass) 25. Juli 2021 – Course de Côte Holtz (L-Luxemburg) 14./15. August 2021 – Course de Côte St. Ursanne (CH-Jura) 21./22. August 2021 – Int. Bergrennen Osnabrück (D-Niedersachsen) 21./22. August 2021 – Course de Côte Massongex (CH-Wallis) 28./29. August 2021 – ASC Bergrennen Oberhallau (CH-Schaffhausen) 04./05. September 2021 – Course de Côte Turckheim (F-Elsass) 11./12. September 2021 – AvD Bergrennen Eichenbühl (D-Bayern) 11./12. September 2021 – Bergrennen Gurnigel (CH-Berner Oberland) 18./19. September 2021 – Course de Côte Abreschviller (F-Lothringen) 25./26. September 2021 – Auto-Bergrennen St. Agatha (A-Oberösterreich) 02./03. Oktober 2021 – ADAC Bergrennen Mickhausen (D-Bayern) 09./10. Oktober 2021 – FiA Hillclimb Masters Braga-Falperra (P)

Boxengeflüster 05/2021: Wussten Sie schon dass…?

22. Mai 2021

DASS vor wenigen Tagen der 2-Liter Minichberger-Motor aus dem Gruppe E1-VW Golf von Mario Ruwe, mit dem 6-fachen Österreichischen Slalom-Staatsmeister Patrick Mayer einen neuen Besitzer fand. Der auch gelegentliche Bergfahrer reiste aus Schwechat vor den Toren Wiens rund 1.000 km ins Tecklenburger Land, um das Triebwerk persönlich abzuholen. Den Verkaufserlös stecken Mario Ruwe und sein Familienteam wiederum in einen 2-Liter VW-Motor aus dem Hause Mario Minichberger Motorsport. Der bereits erprobte und erfolgreiche „Triebling“ mit STW-Modifikationen wartet bereits auf den Einbau in den mittlerweile grauen VW Golf II. Mit der fachkundlicher Hilfe von Teampartner Christoph Lampert wird es sobald als möglich zu Test- und Einstellfahrten kommen. Ob es dieses Jahr noch zu Renneinsätzen kommt, hängt nicht zuletzt von der allgemeinen gesundheitlichen Lage, in Verbindung mit Covid-19 ab. DASS der DMSB mit einem Schreiben vom 22.April zum 53. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen offiziell festgestellt, dass der MSC Osnabrück e.V. im ADAC in Deutschland zu den renommiertesten Veranstaltern gehört und seit vielen Jahren erfolgreich nationale und internationale Automobilsport-Veranstaltungen in Deutschland, unter der Einhaltung höchster Qualitäts- und Sicherheitsstandards, mit entsprechenden internationalen und nationalen Meisterschaftsprädikaten durchführt. DASS Timo Neumann aus dem Vorstand des MSC Rund um Schotten, seit dem 16. April 2021 Ortsvorsteher in Rudingshain, dem Startort und Fahrerlagerplatz des ADAC Berg-Preis Schotten ist. Sicherlich eine gute Nachricht für den Motorsport in und um Rudingshain, wobei es da wirklich noch nie Probleme gab. Alle Mitglieder im Ortsbeirat stammen von einem Wahlvorschlag der „Bürgerliste Rudingshain“. Es ist bereits die 3. Wahlperiode in Folge, dass keine Parteien mehr in Rudingshain zur Wahl zum Ortsbeirat antreten. DASS mehr als eineinhalb Jahre nach seinem Unfall beim Schweizer Bergrennen Gurnigel Ronnie Bratschi auf die Bergstrecken zurückkehrte. Der Tourenwagen-Streckenrekordhalter am Uphöfener Berg hat seinen Mitsubishi Evo 7 RS seither in Eigenregie komplett neu aufgebaut. Möglich wurde dieses dank seiner treuen Partner, wobei hier zwei namhafte Unternehmen hinzugewonnen werden konnten: Der Reifenhersteller Michelin wird ihn direkt ab dem Werk in Frankreich mit speziell entwickelten Bergrennreifen versorgen und der Schmierstoffhersteller Motul. Auch hat der Zentralschweizer große Unterstützung von meiner Familie und Kollegen erhalten. Ohne sie alle wäre ein Neustart in diesem Ausmaß nicht möglich gewesen. Er baute seinen Mitsubishi nach den Regeln der neuen FIA-Topklasse für Tourenwagen, um damit in der Berg-EM auf Titeljagd zu gehen. Große internationale Erfahrung bringt Bratschi aus dem FIA International Hillclimb Cup mit, den er dreimal für sich entschied. Und so freut er sich, zahlreiche neue und anspruchsvolle […]

Erneut kein Hauenstein-Bergrennen

21. Mai 2021

Kurz und bündig erfolgte heute die Absage des ADAC Hauenstein-Bergrennens 2021, durch den Veranstalter MSC Rhön. Die 51. Auflage des „Rhöner Dröhners“ wurde auf das Wochenende 30./31. Juli 2022 verschoben. Nach Rücksprache mit den Genehmigungsbehörden, dem Rennbürgermeister“ Friedolin Link und aus Rücksicht auf die Bürgerinnen und Bürger der gastgebenden Gemeinde Hausen, wo sich das gesamte Fahrerlager befindet, sieht die Rennleitung des MSC Rhön leider noch keine Möglichkeit das Rennen in diesem Jahr schon wieder stattfinden zu lassen. Man setzt auf eine stetig steigende Impfrate in der Bevölkerung und eine Normalisierung bis in den Sommer des kommenden Jahres.

Corona nimmt Einfluss – Merli siegt in Spanien

17. Mai 2021

Der zweite Lauf zur diesjährigen Berg-Europameisterschaft ging in Nord-Spanien mit dem Klassiker Subida al Fito über die Bühne. In Arriondas spielte das Wetter mit Regen in unterschiedlicher Stärke am gesamten Rennwochenende leider nicht mit. Damit wurde die ohnehin schon anspruchsvolle Strecke noch herausfordernder für die Fahrer. Die besten Bedingungen herrschten dann noch im 3. und letzten Rennlauf am Sonntag, wo auch die schnellsten Zeiten des Wochenendes gefahren wurden. Zudem sorgte leider „Corona“ in Spanien für zusätzliches Kopfzerbrechen, denn im italienischen Faggioli Team wurde ein positiver Test ausgewertet. So mussten Simone Faggioli und sein Team-Kollege Diego Degasperi, als auch Fausto Bormolini und Renzo Napione, als Kontaktpersonen, auf ein Antreten am Sonntag verzichten. Den Gesamtsieg sicherte sich quasi im Alleingang dennoch ein Italiener, mit Christian Merli. Mit dem Osella FA30 Zytek LRM trotzte er den schwierigen Bedingungen im Baskenland, was am Ende des Wochenendes mit einem vollen Erfolg belohnt wurde. Dabei musste er nicht all seine Künste aufbieten, um die restliche Konkurrenz klar auf Distanz halten. Diese wurde vom jungen Spanier und ehemaligen Formel 1-Testfaher Javier Villa Garcia angeführt, der im Training noch mit technischen Problemen an seinem BRC BR53 Turbo haderte. Am Renntag konnte sich der bekannt beherzt agierende Pilot hervorragend in Szene setzen und mit famosen Zeiten bei schwierigen Verhältnissen glänzen, womit er auch den Sieg in der Gruppe E2-SC für sich verbuchen konnte. Das Podium komplettierte der Franzose Sebastien Petit mit dem Nova NP 01-2 Judd GAS39 EMAP, der eine ebenfalls tolle Performance in Spanien ablieferte. Vor allem im 3. Rennlauf konnte er sich nochmals entscheidend steigern und die zweitschnellste Gesamtzeit realisieren, womit der Rückstand auf den Spanier mit 2sec. sehr gering ausfiel. Rang Vier im Gesamtklassement ging wieder nach Italien, und zwar an Federico Liber im Gloria C8P Evo. Dieser konnte auf der anspruchsvollen Strecke mit einer famosen Leistung, gerade auf feuchter Piste überzeugen und aktuell den 4. Rang in der EM-Tabelle einfahren. Die Top5 komplettierte der junge Raul Ferre Matas aus Andorra, der erstmals den neuen Silver Car CS Turbo-Sportwagen an den Start brachte und mit diesem neuen Boliden eine Topperformance ablieferte. Dabei konnte er sich im Laufe des Wochenendes immer weiter steigern und schlussendlich noch den letzten Platz am Podium in der Gruppe E2-SC mit dem 2l Boliden fixieren. Rang Sechs Gesamt sicherte sich der Italiener Mirko Venturato, der im Gloria C8P Evo auch in Spanien aufhorchen ließ. Bei seinem ersten Antreten bei der Subida al […]

Erste Zwischenbilanz aus den virtuellen Bergmeisterschaften 2021

15. Mai 2021

Heißt es in der Realität bis auf weiteres, nichts oder noch nichts geht am Deutschen Berg, so liefern sich im Internet derzeit rund 30 Gamer alle 14 Tage spannende Rennen auf den klassischen deutschen und ausgesuchten ausländischen Bergpisten im sogenannten SimRacing. Die gekoppelten Meisterschaften „Röttele Berg-Challenge by GTR4u“ und der neue „ADAC SimRacing Berg-Cup“ sorgen für jede Menge Spaß und Spannung, und sind zu einer Art „Ersatz-Droge“ für Bergrennsport-Enthusiasten und sogar einige wenige reale Berg-Piloten geworden. Die bis kurz vor Weihnachten dieses Jahres angesetzten einundzwanzig Rennabende (immer montags zwischen 18 Uhr 30 und 21 Uhr), zählen allesamt zur Röttele-Challenge, zwölf davon zusätzliche zum ADAC-Cup. Die virtuellen Berg-Einzelzeitfahren laufen über die Plattform Assetto Corsa, wo es möglich ist die wundervoll nachempfunden Bergstrecken mit allerlei unterschiedlichen Rennfahrzeugen zu befahren. Pro Veranstaltung stellt ein immer wieder neues, einheitliches Rennfahrzeug, neue Anforderungen an die Gamer. Ein perfektes Set-up ist neben der Streckenkenntnis und der persönlichen Performance, einer der Schlüssel zu Erfolg. Die Strecken-Fahrzeug-Kombinationen stehen allen Teilnehmer mindesten 14 Tage vor dem Rennen zu ausgiebigen Test- und Einstellfahrten, rund um die Uhr zu Verfügung. Während in diesen Covid-19 Wochen an reale Rennwochenenden nicht zu denken ist, wird der Kalender der Sim-Racing-Events in den Sparten Rundstrecke, Rallye und nicht zuletzt Bergrennen immer umfangreicher. Die „Röttele Berg-Challenge by GTR4u“ und der „ADAC SimRacing Berg-Cup“ haben bereits ein Drittel der Saison hinter sich. Nach den Läufen auf den virtuellen Strecken von Arona (Spanien), St. Ursanne (Schweiz), Rieti (Italien), Oberhallau (Schweiz), Vuillafans (Frankreich) und den deutschen Strecken Waldau, Schotten und Wolsfeld, geht es erst nach der Pfingstpause Anfang Juni mit dem Glasbachrennen in den Mittelteil des Terminkalenders. Die Rennen sind durchweg bestens organisiert. YouTube-Livestream, Moderatoren die immer wieder prominenten Gästen, wie Niki Schelle, Manuel Metzger oder Reto Meisel am Mikrofon begrüßen dürfen. Ein erstklassiges Livetiming und zeitnah aktualisierte Meisterschaftsstände können sich zudem sehen lassen. Da vergisst man schnell, dass Simracing im verglichen zum Real Life Racing, den Nachteil hat, dass es bei weitem weniger Feedback für den Geist und Körper des Piloten gibt. Die Anspannung und bisweilen auch Nervosität an der Startlinie steht aber dem realen Sport in nichts nach. Die virtuelle Bergszene hat nun auch einige Spitzen-Simracer angezogen, die mit fast unglaublichen Zeiten ganz oben rangieren. Reallive-Bergpiloten wie Harald Ludwig oder Christoph Kaiser können trotzdem noch nicht ganz mit den besten Sim-Racern mithalten. Das liegt hauptsächlich an der unglaublichen Menge an Zeit, die diese Jungs über Jahre hinweg […]

Marcel Steiner sitzt gut vorbereitet in den Startlöchern

14. Mai 2021

Gibt es eine Rennsaison 2021? Diese Frage haben sich der Schweizer Top-Pilot Marcel Steiner und sein Team schon sehr oft gestellt. Doch auch die Truppe aus dem Berner Oberland kann sie zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten. Alle Motorsportbegeisterten hoffen darauf, dass die Bergrennen zumindest ab Sommer abgehalten werden können, und die Jungs von Steiner Motorsport hoffen endlich den neuen Turbomotor unter Rennbedingungen einsetzen zu können. Apropos Motor: „Anfang Oktober 2020 wurde unsere Freude am neuen Turbo jäh gebremst“, sagt Marcel in seiner aktuellen Presseaussendung. „Der Automobil-Weltverband FIA kastrierte die Turbomotoren der Gruppe E2-SS und E2-SC mit einem Airrestriktor. Generell mussten wir bereits mit 1.7-mal weniger Hubraum gegenüber den Saugmotoren auskommen, nun wurde der Turbo nochmals mit einem Luftbegrenzer von 42.25 mm beschnitten. Dies zog mir und den Jungs von Helftec Engineering kurzzeitig den Boden unter den Füssen weg“. Den Kopf in den Sand stecken wollte Steiner-Motorsport aber auch nicht. Eine Lösung musste her und wurde gefunden. So passten die Steiners den Hondamotor bei der Reparatur gerade noch an die neuen Anforderungen an. Am LobArt-Sportwagen nahm man zudem kleine Updates an der Aerodynamik vor und seit kurzem steckt das Aggregat nun wieder im LobArt-Chassis. Kleinere Anpassungen am Auspuffkrümmer stehen noch aus, danach gilt’s auf dem Rollenprüfstand das Kennfeld abzustimmen. Der LobArt Honda-Turbo wäre also bald bereit, um Runden zu drehen oder Bergstraßen hochzujagen. Weiter stellt sich noch eine Reglementsfrage. Nach aktuellstem Stand übernehmen einige nationale Verbände (Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich…) das FIA-Regelwerk nicht oder noch nicht. In diesen Ländern kann der Turbo noch frei und ohne Airrestriktor atmen. „So werden wir unseren Motor auch noch offen abstimmen und bis auf weiteres so fahren“, kündigt Steiner an. Auslauf soll der LobArt Honda im Jahr 2021 hauptsächlich in der Schweizer Bergmeisterschaft finden, die anfangs aus neun Rennen bestand. Leider wurden bereits La Roche, Hemberg, Reitnau, Anzere und Les Paccots wegen Covid-19 wieder abgesagt. Daher musste sich das Team wieder etwas umorientieren. „Zudem finde ich als ersten Start am Berg 2021, gleich auf der Highspeed-Strecke in Les Rangiers, nicht ganz optimal. Aus diesem Grund rückten die französischen Rennen von Vuillanfans und Beaujolais in meinen Terminkalender“. Zudem möchte Marcel Steiner auch die Rennen in Osnabrück/D, Türckheim/F und St.Agatha/A fahren. Dies hängt aber von den Reglementen zum Restriktor und der finanziellen Lage von Steiner Motorsport ab. Als großes Highlight findet im Oktober in Portugal das 4. FIA Hillclimb Masters statt. Nach seiner Teilnahme 2018 in […]

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