Nachruf auf die französische Berg-Legende Christian Debias

5. April 2021

Im Alter von 74 Jahren ist mit Christian Debias über die Osterfeiertage einer der ganz Großen des Bergrennsports an den Folgen eines Schlaganfalls während eines Wüstenurlaubs in seiner Geburtsheimat Tunesien verstorben. Der seit seinem 8. Lebensjahr in Nancy lebende Franzose kam 1968 zum Motorsport und sammelte seine ersten Erfahrungen im Renault 8 Gordini bei vereinzelten regionalen Rallyes und Bergrennen, machte sich dann schnell einen Namen in den R8- und Audi 80-Markenpokalen auf den französischen Rundstrecken, bevor er 1975, ein Jahr nach Didier Pironi und ein Jahr vor dem späteren F1-Weltmeister Alain Prost, den französischen Meistertitel in der Formel Renault errang. Dank seines Fahrtalents, aber auch seiner feinspürigen Abstimmungskenntnisse schien der Weg zu einer großen Karriere auf der Rundstrecke vorgezeichnet, doch wohl nicht zuletzt der schon damals enorme Kostenaufwand belehrte Debias in der anschließenden Saison im Formel Renault-Europapokal eines Besseren. So wandte er sich dem Bergrennsport zu, den er 1977 regelrecht revolutionierte, indem er als Erster nicht wie bislang üblich einen Formel 2 im mehr oder weniger Originalzustand von der Rundstrecke an den Berg brachte, sondern in Eigenregie ein Formel 3-Fahrzeug (Ralt Rt1) zu einem reinrassigen Bergrenner umbaute, den er dann mit einem BMW-F2-Motor ausrüstete und auf Anhieb in seiner ersten Saison in der französischen Bergmeisterschaft gleich zu zahlreichen Gesamtsiegen und zum Titel fuhr. Sein Beispiel sollte Schule machen und ab sofort wurden die eigens für den Berg umgebauten und/oder entwickelten 2 Liter-Formelwagen zur Messlatte insbesondere in Frankreich, schon damals eine der absoluten Hochburgen dieser Disziplin. Leider sollte Debias’ Karriere jedoch im Folgejahr einen mächtigen Dämpfer erhalten: beim legendären 24 Stundenrennen in Le Mans verunglückte er am Lenkrad des WM P78 Peugeot Turbo-Sportwagens auf der langen und extrem schnellen Hunaudières-Geraden und sprang nur knapp dem Tod von der Schippe. Ein monatelanger Kampf zurück ins Leben beginnt, und erst 1979 wird er auf einem Martini Mk28 sein vorerst zaghaftes Comeback am Berg feiern, dort wo inzwischen ein regelrechter Rüstungskampf zwischen diversen professionellen Rennteams ausgebrochen ist, den eigentlich er selbst erst durch seine zwei Jahre zuvor gezeigte Herangehensweise entfacht hatte. 1979 im September wird Debias auch erstmals in Bourscheid bei einem Luxemburger Bergrennen an den Start gehen und seinen ersten Gesamtsieg in dem Land feiern, das ihm künftig – nur knapp anderthalb Autostunden von seinem Heimatort Nancy entfernt – als wahres Testgelände für alle erdenklichen technischen Neuheiten und Entwicklungen, auch zum Beispiel im Bereich neuer Reifenmischungen, dienen wird, bevor er diese jeweils in […]

Auch kein 47. Homburger Bergrennen in diesem Juli – Hoffnungen ruhen auf 2022

5. April 2021

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie findet die ursprünglich im Jahr 2020 abgesagte und für den 10./11. Juli 2021 neu angesetzte 47. Auflage des Homburger ADAC Bergrennen in diesem Jahr erneut nicht statt. Der Homburger Automobilclub sieht sich außer Stande die traditionsreiche Motorsport-Veranstaltung unter den aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen durchzuführen und setzt all seine Hoffnungen auf einen neuen Termin im Juli 2022. Gut drei Monate vor dem beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB) angemeldeten Rennwochenende auf der Käshofer Straße, ziehen die Verantwortlichen im Organisationskomitee des saarpfälzischen Rennsportklassikers die Reißleine. Unter den Veranstaltervereinen der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cups, geht man aktuell mit den „Leidensgenossen“ des MSC Rund um Schotten und der Union des Pilotes Luxemburg konform, die ihre Bergrennen ebenfalls für das laufende Jahr schon gestrichen haben. Es ist stark damit zu rechnen, dass in Kürze weite Veranstalter, gerade aus den Monaten Mai bis August, das Handtuch werfen. Mehrere Veranstalter auf Herbstterminen haben noch etwas mehr Zeit zur Entscheidungsfindung als die Homburger und die Hoffnung indes noch nicht aufgegeben. „Eine solche Großveranstaltung mit vielen tausend Menschen ist in der aktuellen Lage nicht zu verantworten“, betont der 1. Vorsitzende des Homburger ADAC Ortsclubs Andreas Herl. „Die Entscheidung zur Absage wurde in der Vorstandschaft einvernehmlich getroffen. Zählt man eins und eins zusammen, macht es keinen Sinn an der Veranstaltung für dieses Jahr festzuhalten, zumal der Status des Rennens international ist“, so der Pirmasenser Unternehmer weiter. Eine Verlegung in den Herbst kommt für die HAC ´ler nicht in Frage. Eigentlich wären in diesen Frühlingstagen die Vorbereitungen im stillen Kämmerlein der Hauptverantwortlichen bereits angelaufen, die wichtigsten Sponsorenverträge unter Dach und Fach oder das Werbematerial kurz vor der Fertigstellung. „Das alles haben wir aus der vorherrschenden, großen Unsicherheit heraus sein lassen und kein Geld investiert, das nachher verloren ist“, sagt Organisationsleiter Sascha Ressmann. „Und da sind wir schon beim wesentlichsten Punkt, der Finanzierung. Ohne zahlenden Zuschauer läuft am Käshofer Berg nichts, außerdem macht es allen Beteiligten keinen Spaß vor leeren Hängen zu agieren. Selbst mit einem Zuschauerkontingent von 1000 Personen kommen wir nicht über die Runden“. Auf ausländische Teilnehmer gerade aus dem grenznahen Frankreich und Luxemburg, die das Salz in der Suppe bilden, müsste man wohl ebenfalls verzichten. Dazu kommen umfangreiche zusätzliche Aufgaben im Rahmen eines Hygienekonzepts. „Viele von uns engagieren sich alljährlich an der Grenze des ehrenamtlich leistbaren“, sagt Rennleiter Jürgen Guckert. „Da unser Helferstamm begrenzt ist, wären weitere zusätzliche Aufgaben im Rahmen von Covid-19 Schutzmaßnahmen, […]

Hockenheimer KW Berg-Cup Auftakt besser als erwartet

30. März 2021

Der Saisonauftakt zum KW Berg Cup 2021 ging an einem für Bergrennfahrzeuge ungewohnten Ort über die Bühne. Auf der Grand-Prix-Strecke des Hockenheimrings wurde nach 1,5 Jahren Pause wieder ein KW Berg Cup Lauf als Zeitfahren ausgetragen. Dabei stellte sich ein kleines, aber feines Starterfeld dieser Herausforderung. Leider sorgte ein kurzer Regenschauer bei kühlen Temperaturen am Nachmittag für erschwerte Bedingungen beim 2. Rennlauf. Somit blieben die Bestzeiten in beiden Startgruppen aus dem 1. Rennlauf bestehen. Die schnellste Zeit setzte dabei Gastfahrer Maiko Dufner vom KÜS Team Bernhard, der mit seinem Porsche Cayman GT4 nicht zu schlagen war. Mit dem mächtig klingenden Boliden ließ er vor allem im 1. Rennlauf der Konkurrenz keine Chance. Im 2. Rennlauf musste er sich aber gewaltig strecken, um erneut die schnellste Zeit zu setzen. Mit gerade einem 0,04sec. Rückstand kam dort Marcel Gapp mit dem BMW E36 M3 in die Wertung, der mit einer tollen Performance in die neue Rennsaison startete. Der junge Allgäuer hatte extra die Hinterachse angepasst und konnte sich somit hervorragend in Szene setzen und sich damit auch den Sieg im KW Berg Cup sichern. Gesamt reichte es für ihn in der Gruppe 2 zum dritten Platz hinter Patrick Orth. Dieser brachte erstmals einen BMW M3 E46 an den Start lieferte mit dem wohlklingenden Boliden eine hervorragende Leistung ab. Mit dem für die Rundstrecke abgestimmten Fahrzeug konnte er sich eindrucksvoll in Szene setzen und mit seinem beherzten Fahrstil schlussendlich die 3l Klasse Gesamt für sich entscheiden. Rang Vier Gesamt in dieser Gruppe ging an Michael Bodenmüller, der mit seinem Opel Gerent Kadett C 16V sich mit einer tollen Performance exzellent in Szene setzen konnte. Das neue „Überlitertriebwerk“ scheint zu funktionieren. Mit famosen Zeiten stand für ihn am Ende der zweite Rang in der 3l Klasse im Zuge des KW Berg Cup zu Buche. Die Top5 Gesamt komplettierte der Tiroler Thomas Strasser mit seinem VW Minichberger Scirocco 16V, der vor allem im trockenen 1. Rennlauf eine famose Zeit erreichte. Dabei konnte er sich sogar den dritten Gesamtrang in diesem Heat sichern. Schlussendlich feierte er mit dem wunderschönen Fahrzeug den vollen Erfolg in der 2l Klasse. Dahinter ging der sechste Gesamtrang an Norbert Wimmer im BMW 2002 ti 8V. Mit dem blauen 02er konnte er sich beeindruckend in Szene setzen und damit auch die KW 8V-Trophy für sich entscheiden. Siebenter wurde Jochen Stoll mit dem Porsche 911 GT3 Cup, der sich schlussendlich auch als Sieger […]

Boxengeflüster 03/2021: Wussten Sie schon dass…?

27. März 2021

DASS sich die beiden Bergrenn-Routiniers Alexander Hin und Steffen Hofmann vor wenigen Tagen handelseinig wurden. Zuerst hieß es, dass in der Berg-Saison 2021 die beiden ihre Rennfahrzeuge tauschen, dass also Steffen Hofmann im Osella PA30 V8 platznimmt und sich Alexander Hin einmal im NSU TT versuchen wird. Aber nein, das ist ein vorgezogener Aprilscherz. Der Oberfranke hat sich beim „Häuslebauer“ Hin ein neues Einfamilienhaus bestellt und am Sonntag vergangener Woche bei einem Besuch in Elzach, den Vertrag mit besten Konditionen unterschrieben (beide mit negativem Coronatest). Somit wird man Steffen in diesem unvorhersehbaren Jahr kaum bei einem Bergrennen antreffen, der zigfache NSU Bergpokal-Gesamtsieger wird sich dem Innenausbau seines neunen Traumhauses widmen. DASS in Italien ab dem 1. Januar 2021 eine Lizenz für Mechaniker bei Bergrennen vom Verband ACI Sport eingeführt wurde. Die Lizenz für sogenannte mechanische Assistenten, ist insbesondere für das Teammitglied obligatorisch, dass das Auto zum Startbereich begleitet, und der somit auch über den erforderlichen Versicherungsschutz verfügt. Die maximale Anzahl der im Fahrerlager zugelassenen Teamstärke, beträgt fünf Personen. Die für die Veranstaltung eingeplanten Teamhelfer, müssen dem jeweiligen Veranstalter vor Beginn der Papierabnahme mit Namen und die Lizenznummern obligatorisch mittgeteilt werden. Diese Lizenz hat jährliche Kosten von 30€. DASS in diesen Tagen der saarländische MSC Mithras Schwarzerden sein 50. Vereinsjubiläum feiert. In wenigen Wochen ist es zudem genau 30 Jahre her, als das Teufelskopf-Bergrennen von Reichweiler bei Kusel, letztmals stattfand. Organisiert vom MSC Mithras, mit dem damaligen Rennleiter und langjährigen ADAC-Saarland Funktionär Karl-Heinz Finkler an der Spitze. Das Auftauchen eines Haselhuhns, das jedoch später niemals wieder gesichtet wurde, besiegelte 1991 das Ende des traditionsreichen Bergrennens auf der saarpfälzischen Grenze. Heutzutage wird die anspruchsvolle Bergstrecke oftmals in Wertungsprüfungen der Saarland-Pfalz-Rallye und auch der Rallye Deutschland einbezogen. Neben dem alljährlichen Einsatz beim Homburger Bergrennen mit dem Ampelteam, ist die Radsportsparte des MSC mit der „Grünen Hölle Freisen“ im Mountainbike-Sport aktiv. Seit nunmehr 17 Jahren findet im September das große MTB Wochenenden mit Rennen und Touren in und um Freisen statt. Alleine der Name der Radsportgruppe verrät die Herkunft und Sympathie zum Rennsport. Darüber hinaus gibt es noch ein Klapprad Racing Team, die „20 Zoll Bagasch“ die sich spaßeshalber zum Ziel gesetzt hat, Legenden der Rennnbahn zu werden. Mit der Teilnahme bei den 24h von Zandvoort und den 24h Rad am Ring, auf der Nordschleife, hat diese Truppe schon außergewöhnliches geleistet, zumal dort nur Rennradfahrer an den Start gehen. So sind die Jungs mit […]

Vorschau KW Berg-Cup 2021 – Top-Starter in vielen Klassen

20. März 2021

Ein Stückweit Freude und Beständigkeit bringt in diesen Coronatagen der KW Berg-Cup in die deutsche Bergrennszene. Mit seinem so nicht erwarteten Einschreiberesultat von 117 Fahrern und 108 Fahrzeugen, setzt die Traditionsmeisterschaft am Berg ein hoffnungsvolles Lebenszeichen und ermutigt zudem Veranstalter und Fans. Wie es aber nach den beiden, wohl gesicherten Rundstreckenveranstaltungen von Hockenheim und Oschersleben, mit dem Terminkalender weitergeht, ist angesichts der aktuell wieder steigenden Inzidenzwerte fraglich. Nichtsdestotrotz wollen wir uns die Einschreibeliste des KW Berg-Cup 2021 einmal genauer anschauen. Beginnen wir mit den E2-SH Boliden, wo Ralf Kroll mit seinem Silver Car S2 Evo wieder mit von der Partie sein wird. Mit diesem Boliden ist er sicherlich in seiner Klasse nun der Gejagte. Interessant wird sicher der Vergleich mit dem jungen „Nordlicht“ Hauke Weber, der es Kroll wohl keines Wegs leicht machen wird, und mit seinem TracKing RC01 mit Audi-Silhouette (Foto oben) eine volle Saison im KW Berg Cup einplant. In der Klasse E1 über 3l Hubraum wird wohl Holger Hovemann mit seinem spektakulären Opel Kadett C V8 GT/R für Begeisterung sorgen. Der Rennbolide wird dank eines neuen Hauptsponsors in neuem Design an den Start gehen. Die Konkurrenz dürfte sicherlich der Salzburger Bernhard Permetinger anführen, der mit seinem im Vorjahr neu eingekauften BMW Z4 GT3 heuer endlich die ersten Rennkilometer absolvieren möchte. Der wunderschöne Bolide wird dabei sicherlich mit seinem einmaligen Klang begeistern. Aber auch Jochen Stoll vom Homburger Automobilclub wird mit seinem vom KÜS Team 75 Bernhard betreuten Porsche 911 GT3 Cup sicherlich nicht außer Acht zulassen sein. Gerade beim „Shootout“ am kommenden Wochenende in Hockenheim zählt der Pfälzer zu den Kandidaten auf die schnellste Gesamtzeit. Und auch der Österreicher Stefan Hetzenauer möchte mit seinem Subaru Impreza WRX STI in seiner ersten KW Berg Cup Saison für Furore sorgen. Weiter wird auch die sympathische Rennamazone Sabine Röck wieder ihren bewährten VW Golf 1 Turbo an den Start bringen und Christian Handa vertraut auf den legendären Lancia Delta Integrale und die Unterstützung seines am Berg erfolgreichen Vaters Norbert Handa. Mit Spannung darf das Comeback des früheren Berg-Cup Gesamtsiegers Hans-Joachim Schmidt erwartet werden, der einen mächtigen VW Scirocco 1 Turbo an den Start bringen möchte. In der Klasse über 2 Liter bis 3 Liter Hubraum werden die Karten neu gemischt. Michael Bodenmüller wechselt mit seinem potenten Opel Kadett C 16V von den 2l Boliden in diese Klasse. Dafür wurde ein neuer 2,5l Motor von Gerent Rennsporttechnik verbaut. Einer der großen […]

Bergpreis Schottenring erneut abgesagt – Keine Verschiebung ins Spätjahr

16. März 2021

In seiner letzten virtuellen Vorstandssitzung haben sich die Dame und Herren Vorstandsmitglieder des MSC Rund um Schotten mit der Durchführung des 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring befasst. Es wurde hier schnell klar, auch aufgrund der Rückmeldungen seitens der Behörden und der aktuell geltenden Schutzverordnungen, dass eine Veranstaltung im Zeitraum vom 23.-25. April 2021 nicht durchführbar sein wird. Damit fällt der Auftakt zur Bergrenn-Saison in Deutschland ein zweites Mal in Folge der Corona-Pandemie zum Opfer. „Wir haben seitens des Vereins in den vergangenen Monaten viel dafür getan, um den Bergpreis irgendwie möglich zu machen, so sicher als möglich und trotzdem zugänglich für Fans“, kommentiert MSC-Vorstandsmitglied Timo Neumann den Beschluss seines Clubs. „Dazu haben wir ein umfassendes Hygienekonzept erstellt, dass von Anfang an genau auf diese Punkte abgezielt haben, aber auch flexibel in der Gestaltung waren, um umgehend auf neue Punkte zu reagieren. Jedoch haben wir uns, auch in den stattgefundenen virtuellen Veranstaltertagungen klar positioniert, dass wir unter keinen Umständen eine Veranstaltung ohne Zuschauer machen werden, da dies finanziell für unseren Verein nicht tragbar wäre“. Diese Haltung haben die Schottener nach außen transparent, nicht zuletzt auch sehr ausführlich in einem Video dokumentiert und „ja, wir hatten auch durchaus eine sicher nicht ganz unberechtigte Hoffnung, bis vor kurzem“. „Uns tut die erneute Absage in der Seele weh, gerade weil wir wirklich voller Hoffnung waren und endlich wieder loslegen wollten“, so Neumann weiter. „Für uns alle im Sport bleibt nun zu hoffen, dass sich in den kommenden Wochen und Monaten die Lage bessert. Bezüglich der bei uns „geparkten“ Nenngelder aus 2020 und der weiteren Vorgehensweise werden wir uns Anfang April 2021 per Mail an die betreffenden Teilnehmer-/innen wenden. Da mit Sicherheit die Frage nach einer Durchführung des Bergpreises später im Jahr kommt, diese können wir heute beantworten, dass dies nicht passieren wird. Wir setzen den Fokus von vorne herein auf 2022, da vermutlich im 2. Halbjahr dann auch wieder Bergrennen stattfinden werden, dadurch auch die Einstellfahrten eher nicht gebraucht werden und sich das Ganze dann kaum für uns rechnen würde“. Der 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring wurde von den Verantwortlichen bereits auf den 22.-24. April 2022 terminiert.

117 Fahrer sind 2021 mit 108 Autos beim KW Berg-Cup eingeschrieben

15. März 2021

Dass in Zeiten einer Corona-Pandemie und nach einem Jahr voller Rennabsagen die 100er-Hürde so deutlich übersprungen werden würde, und das auch gleich noch doppelt, darauf hatten selbst die größten Optimisten im Berg-Cup Orga-Team nicht zu wetten gewagt. Umso größer ist nun die Freude und Erleichterung darüber, dass sich die intensive, mit echten Zitterpartien gespickte Arbeit hinter den Kulissen gelohnt hat. „Ein dickes Dankeschön daher von der Berg-Cup Vorstandschaft an alle die, die sich 2021 in den NSU-Bergpokal und den KW Berg-Cup eingeschrieben haben“, zeigt sich „Berg-Cup-Präsi“ Uli Kohl erleichtert. Das Einschreiberesultat der beliebten Breitensport-Serie ist auch ein sehr positives Signal an die Veranstalterriegen alle Bergrennen in Deutschland, und darüber hinaus. Die aktuellen Felder setzen sich aus Stammkunden sowie interessanten Neu- und Wiedereinsteigern zusammen. Die stärkste Fraktion bildet dabei erneut die 2-Liter-Klasse der gemeinsam gewerteten Gruppen H/FS/E1. 38 Fahrerinnen und Fahrer sind hier verzeichnet, die sich auf 33 Bergrenner aufteilen. In einem davon, im VW Golf 16V von Mario Ruwe, wird als Teampartner der Vorarlberger Christoph Lampert, der Glasbach-Gesamtsieger und EM-Dritte von 2019 im Osella FA 30, in Teilzeit und als Vorbesitzer des Golf, am Werk sein. Mit 23 Aktiven und 20 Rennfahrzeugen meldet sich die Abteilung bis 1400 Kubik erneut stark zu Wort. Die anderen Klassen der stark verbesserten Tourenwagen präsentieren sich mit jeweils acht bis zwölf Teilnehmern ausgewogen. Nur 1150er und Diesel sind zurzeit Mangelware. Tobi Stegmann und Sepp Koller müssen als Einzelkämpfer die Stellung halten. Im Aufwind zeigt sich hingegen die Klasse über 2000 bis 3000 Kubik, in der ein volles Dutzend Teilnehmer um Punkte und Erfolge kämpft. Neu in dieser Abteilung ist Michi Bodenmüller, in dessen Opel Kadett C Coupé jetzt ein 2,5 Liter großes 16V Gerent Herz schlägt. Acht Boliden mit mehr als 3000 Kubikzentimeter bedeuten Rekord! Für echte Rundstrecken-Atmosphäre werden hier die GT3-Renner von Bernhard Permetinger (BMW Z4) und Jochen Stoll (Porsche 911 Cup) sorgen, eine Prise Rallye-Feeling steuert Stefan Hetzenauer (A) mit seinem bärenstarken Subaru Impreza WRX STi bei, den unverkennbaren V8-Sound der siebenfache KW Berg-Cup Gesamtsieger Holger Hovemann (Opel Lack Scuderia Kadett V8 GT/R). Runden Geburtstag feiert 2021 der NSU-Bergpokal. Die Meisterschaft der luftgekühlten Heckmotorautos wird 20! An der Jubiläumstournee wirken 14 Teilnehmer mit. Zwölf NSU TT steht ein 1200C gegenüber. Pilotiert wird diese im Vergleich zu TT und TTS etwas längere Familienlimousine der späten 60er und frühen 70er Jahre von einem neu formierten Team, das aus dem routinierten Thomas Krystofiak und dem […]

Berg-Urgesteine: Fotostory Klaus Hoffmann

14. März 2021

Ausgangspunkt der Leidenschaft von Klaus Hoffmann für den Bergrennsport war und ist das Schwanbergrennen seines Heimatclubs AMC Kitzingen, das letztmals 1989 stattfand. Bei den letzten Rennen auf den Schwanberg stand der Karosserie- und Lackiermeister noch mit seinem Ford Escort RS 2000 am Start. „Pol“, wie er in den Fahrerlagern gerufen wird, pausierte danach bis 1996 um seinen Kfz-Betrieb aufzubauen, kam mit einem Ford Sierra Stufenheck-Cosworth zurück. Erst in der Gruppe G, dann bei den Produktionswagen der Gruppe A. Zur Saison 2003 baute man einen Ford Escort Cosworth auf, der erst in Gruppe A-Version eingesetzt und ab 2005 in der Gruppe H lief. Nach weiteren Verbesserungen näherte sich der Franke pö a pö der Tourenwagenspitze in der Gruppe E1. Aus beruflichen Gründen trat der 56-Jährige zwischendurch immer mal etwas kürzer. Gelegenheiten den zweiten Gruppe CN-Sportwagen von Herbert Stenger zu pilotieren, ergriff er in den Jahren 2007 und 2009 beim Schopf. Auf Vermittlung von Norbert Brenner kam es 2010 zu einem Test im Opel Astra V8 DTM in Boxberg. Klaus war vom 500 PS Renner fasziniert und Opel-Sportchef Volker Strycek gab seinen Segen dazu. Im gleichen Jahr, ab seinem jetzigen Heimrennen in Eichenbühl, schlüpfte Klaus Hoffmann in eine neue Rolle und wurde vom Jäger zum Gejagten. Seit 2012 gehört er zum erlesenen Kreis der Deutschen Bergmeister. Auf Grund des Reglements, die ihm weitere DM-Titel für unmöglich erscheinen lassen, sieht man Klaus und den wundervollen ex-DTM-Boliden nur noch sporadisch bei Läufen der DBM, was viele Fans bedauern.  

Faltenbacher Fiat Abarth 1000 TCR – Die Legende lebt …

9. März 2021

Bereits ein Jahr nach der Gründung des MSC Wiesau hatte man mit Erich Faltenbacher einen sehr erfolgreichen Motorsportler. Mit seinem Fiat Abarth 1000 TCR gewann er 1973 die Nordbayerische ADAC Bergmeisterschaft. Mit diesem Titel legte er den Grundstein für eine lange Liste sportlicher Erfolge seit Gründung des ADAC Ortsclubs Wiesau. Das Bild von der Zweiradeinlage beim Bergrennen in Happurg 1972 ging um die ganze Welt. Das Nachrichtenmagazin „Der Stern“ brachte damals in seiner Märzausgabe 1973 eine Kolumne über den Motorsport heraus unter dem Motto „Manchmal fahren Sie auch auf den Boden“. In dieser Kolumne ging es um akrobatische Aktionen von Autos bei Rennen. 1975 verkaufte Erich Faltenbacher den Fiat Abarth nachdem er beruflich weniger Zeit für sein Hobby hatte. Das Auto wechselte im Laufe der nächsten Jahre mehrmals die Besitzer. Nach einem Unfall bei einem Rundstreckenrennen in den 80iger Jahren verschwand der 1000 TCR in einer Garage. Die meisten dieser legendären Tourenwagen die Anfang der 70iger die Szene dominierten sind entweder verschrottet oder verrostet. Originale Fiat Abarth 1000 TCR gibt es nicht mehr viele, die meisten sind Nachbauten. Auf der ganzen Welt vor allem in Italien existieren noch einige Exemplare. Sie werden meistens von den Besitzern bei Historischen Motorsportveranstaltungen eingesetzt. Wie der Zufall es wollte fand der neue  Besitzer das Auto dann vor ca. 10 Jahren durch ein Kundengespräch. Der damalige Besitzer aus Ulm wollte ihn wieder aufbauen aber nicht verkaufen. Nach langen zähen Verhandlungen gelang es ihm jetzt den Fiat in seinen Besitz zu bringen. Nun wird der Fiat Abarth wieder restauriert und neu aufgebaut. Die Substanz der Karosserie ist noch in einem guten Zustand. Der neue Besitzer Michael Feyl aus Treuchtlingen will das Auto nun wieder so Instand setzen wie ihn Erich Faltenbacher gehabt und gefahren hat. Aus diesem Anlass ist er an den MSC Wiesau herangetreten wegen Bildmaterial und Ergebnislisten. Leider ist Erich Faltenbacher vor 10 Jahren verstorben, sodass er nicht mehr miterlebt wie der restaurierte  Fiat Abarth 1000 TCR wieder das Licht der Welt erblickt. Alte MSC Mitglieder, sein damaliger Mechaniker und die Familie Faltenbacher werden nun dem neuen Besitzer die nötigen Infos  für die Restauration zukommen lassen. Besonders stolz ist man beim MSC Wiesau natürlich das das Fahrzeug nach fast 50 Jahren noch existiert. Denn das Auto ist ein Stück Vereinsgeschichte. Nach Erich Faltenbacher fanden sich eine Reihe von erfolgreichen Aktiven im Bergrennsport. Werner Härtl und Jörg Twardokus sorgten in den späten 70igern für regionale […]

International weitere Absagen und Verschiebungen

7. März 2021

In Österreich gab es leider in den letzten Tagen weitere Absagen von Berg-Veranstaltungen. So entschied sich das EMSI Motorsport Team vorzeitig den geplanten Berg-ÖM und langjährigen KW Berg-Cup Lauf in St. Anton an der Jeßnitz vorzeitig abzusagen. Auch der Pailix Motorsportclub zog in der vergangenen Woche die Konsequenzen und sagte den Bergrallyecuplauf am Pöllauberg vorzeitig ab. Schweren Herzens entschied man sich zu diesen Schritten, da ohne Zuschauer finanziell und organisatorisch die Rennen nicht zu bewältigen sind. In Frankreich gab es zwischenzeitlich gleich mehrere Änderungen. Der Saison-Auftakt soll nun Anfang Mai mit dem Rennen Teurses d’Hébécrevon, unweit der Atlantikküste erfolgen. Der für Ende April geplante Lauf im ostfranzösischen Abreschviller, der jedes auch zahlreiche Deutsche und Schweizer Bergpiloten anzieht, wurde in den Herbst verschoben und soll nun am dritten Septemberwochenende von 18.-19.09. 2021 über die Bühne gehen. Die bereits zuvor verschobenen Rennen Bagnols – Sabran und am Col St. Pierre stehen nun ebenfalls wieder im Kalender. Ersteres am 24.-25. Juli 2021, womit gleich drei Meisterschaftsrennen in diesem Monat am Programm stehen und zweitens lediglich unter Vorbehalt am 09.-10. Oktober 2021, an dem Wochenende wo auch in Portugal das FiA Hillclimb Masters stattfinden soll. von Hillclimbfans / Thomas Bubel

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