Corona zum Trotz – EBM-Aufgalopp in Portugal – Livestream für alle Fans

6. Mai 2021

Der Moment, der seit mehr als 21 Monaten erwartet wird, ist jetzt in greifbarer Nähe und kann in Stunden gezählt werden: An diesem Samstag, dem 8. Mai, um 9 Uhr, wird grünes Licht für die Wiederaufnahme der FIA Berg-Europameisterschaft gegeben. Am Fuße des 5.110 Meter langen Boticas-Kurses im Nordosten Portugals, werden sich insgesamt 64 Fahrerinnen und Fahrer, davon 24 in der EM-Wertung, versammeln. Seit dem Finale der EBM-Saison im September 2019 in Kroatien wurde die Europameisterschaft aufgrund der COVID-19-Pandemie ausgesetzt. Ohne genügend Veranstaltungen wurde die traditionsreiche Meisterschaft im Jahr 2020 vollständig abgesagt. Auch wenn die Runde 2021 nach den Absagen der französischen, österreichischen und zuletzt deutschen Läufen, nicht so vollständig wie erwartet sein wird, wird die Meisterschaft bereits an diesem Wochenende vom 8. bis 9. Mai mit dem Boticas-Event in Portugal aufgenommen. Boticas liegt etwa 150 km nordöstlich von Porto und nicht weit von der spanischen Grenze entfernt im Herzen einer Region, die an große Motorsportveranstaltungen gewöhnt ist. Vila Real (Gastgeber des WTCR) befindet sich im Süden und Montalegre (Rallycross) im Norden. Die Startlinie der idealen Strecke für einen EM-Lauf beginnt fast im Zentrum von Boticas. Die EM-Könige Christian Merli (Osella FA30 Zytek) und Simone Faggioli (Norma M20FC Zytek) freuen sich das es wieder Ernst wird. Auf einem für jeden von ihnen neuen Kurs und daher mit der gleichen Voraussetzungen, wird es interessant sein, inwieweit der Franzose Sébastien Petit (Nova NP01-2 Zytek) und der Italiener Diego Degasperi (Osella FA30 Zytek) in der Lage sind, die beiden italienischen „Tenöre“ herauszufordern. Der Rest des Feldes der Kategorie 2 wird wie üblich ziemlich gemischt sein mit den 3.0 V8-Boliden von Fausto Bormolini (Reynard 2KL Mugen) und Renzo Napione (Reynard K01 Cosworth), der Formel Renault 2. 0 von Kevin Petit (Tatuus) und den „Motorrad-Einsitzern“ von Federico Liber und Mirko Venturato (beide auf Gloria C8P Evo Suzuki). In Kategorie 1 ist es die Einführung des „Performance Factor“ von besonderem Interesse. In Gruppe 1 der Kategorie 1 tritt der äußerst starke Mitsubishi Lancer Evo VII des Schweizer Fahrers Ronnie Bratschi gegen den Porsche 997 GT2 des französischen Fahrers Nicolas Werver und den Lamborghini Huracan des Spaniers Jose Antonio Fombona an. In Gruppe 2 werden sich der speziell für Bergrennen umgebauten Skoda Fabia des Slowaken Jan Milon, der Porsche 991 GT3 Cup von Pedro Marques und der Kia Ceed TCR von Luis Delgado eine Dreikampf liefern. In Gruppe 3 treffen die Cupra-TCRs von Joaquim Teixeira und Manuel Sousa […]

Jubiläumsveranstaltung erneut abgesagt – 25. Internationales ADAC Glasbachrennen auf 2022 verschoben!

1. Mai 2021

Am vergangenen Mittwochabend trafen sich die Vorstandsmitglieder der Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland e.V. online zu einer gemeinsamen Vorstandssitzung. Schwerpunktthema hierbei war die Abwägung, unter welchen Umständen und mit welchen Risiken eine Durchführung des diesjährigen Internationalen Glasbachrennens im Rahmen der FIA Europabergmeisterschaft sowie der Deutschen, der Luxemburgischen und Österreichischen Meisterschaft sichergestellt werden kann. Bereits im letzten Jahr konnte das 25.Internationale Glasbachrennen aufgrund der Covid19-Pandemie nicht durchgeführt werden. Seitdem suchten die Vorstandsmitglieder um den Vereinsvorsitzenden Thomas Weih nach einer Lösung, wie eine Durchführung unter den aktuell herrschenden Voraussetzungen aussehen kann. Es wurden alle Möglichkeiten zur Durchfinanzierung betrachtet, sei es ein Rennen ohne oder mit Zuschauern, selbst ein Rennen ohne internationales Prädikat. Am Ende auf jeden Fall ein Rennen mit einem umfangreichen Hygienekonzept, Einschränkungen und letztlich nicht absehbaren Risiken bei der Berücksichtigung der Ausgaben und möglichen Einnahmen. Da die Durchführung der Veranstaltung vor allem mit dem Einsatz finanzieller Vereinsmittel in nicht unerheblicher Höhe verbunden ist und Versuche die aufgezeigte Deckungslücke mit Hilfe des ADAC als Dachverband zu schließen nicht zum Erfolg führten, hat sich der Vorstand der RSG Altensteiner Oberland e.V. schweren Herzens erneut zu einer Verschiebung des 25. Internationalen Glasbachrennens in das nächste Jahr entschieden. „Nach Abwägung der wirtschaftlichen, sportlichen und gesundheitlichen Faktoren ist diese Entscheidung unumgänglich“, so der Vereinsvorsitzende Thomas Weih. Sorgen bereiten dem Verein die laufenden Fixkosten für die Unterhaltung der Bergrennstrecke und deren Infrastruktur. Ein zweites Jahr in Folge ohne die Möglichkeit Einnahmen zu erzielen wird möglicherweise zur Folge haben vereinseigenes Equipment, welches für die Durchführung zukünftiger Bergrennen zwingend notwendig ist zu veräußern. Um dies zu vermeiden, wird sich der Verein erneut an seinen zuständigen Dachverband, den ADAC Hessen Thüringen, wenden und mit möglicherweise anderen Aktivitäten versuchen diese schwierige Zeit zu überwinden. Bedanken möchte sich der Vorstand der Rennsportgemeinschaft ausdrücklich bei den Vereinsmitgliedern und jenen Unterstützern, welche dem Verein trotzdem, dass er keinen Motorsport veranstalten konnte, die Treue gehalten haben.

Neustart der Europa-Bergmeisterschaft in Portugal

29. April 2021

Der Weg ist geebnet für den Neustart der FIA Berg-Europameisterschaft. Nach mehr als eineinhalb Jahren der coronabedingten Pause, soll die EBM-Saison 2021 mit dem portugiesischen Bergrennen von Boticas in eine neue Zeit starten. Grundlage dafür ist die offizielle Ankündigung des örtlichen Veranstalters, der die Erlaubnis erhalten hat das Rennen am geplanten Termin des 8. und 9 Mai 2021 durchzuführen. Die im Vorjahr aufgrund der weltweiten Gesundheitskrise komplett abgesagte FIA European Hill Climb Championship wird demnach in Portugal beginnen und eine Woche später im spanischen Fito ihre Fortsetzung finden, dies ist ebenfalls gesichert. Das tschechische Bergrennen Ecce Homo steht für Ende Mai im Kalender und dürfte ebenfalls gesetzt sein, da am vergangenen Wochenende auf der Strecke am Stadtrand von Sternberk bereits ein nationales Bergrennen stattfand. Ursprünglich sollte das Boticas-Bergrennen der dritte Wettbewerb der Saison sein, wurde aber nach den Absagen in Frankreich  (Col St. Pierre – St. Jean du Gard) und Österreich (Rechbergrennen) zur Eröffnungsveranstaltung erkoren. Die Rennorganisatoren und die Behörden der Stadt Boticas haben vor kurzem grünes Licht von den portugiesischen Gesundheitsbehörden erhalten, sodass die Veranstaltung mit den entsprechenden Hygienemaßnahmen, auch mit internationalen Gästen durchgeführt werden kann. Ob Zuschauer entlang der 5,03 km langen Strecke zugelassen sind ist aktuell noch nicht bekannt. Die Einschreibeliste ist seit einigen Tagen geöffnet und zahlreiche namhafte internationale Spitzenfahrer wie Christian Merli, Simone Faggioli, Sebastien Petit oder auch das Schweizer Tourenwagen-Ass Ronnie Bratschi haben bereits gemeldet. Die Rampa de Boticas wird somit mit einem Jahr Verspätung seine Premiere als EBM-Veranstaltung geben. Man profitiert dabei von der Ansetzung des FIA Hill Climb Masters auf der Rampa de Falperra-Braga (8.-10. Oktober 2021), das normalerweise den portugiesischen EM-Lauf auf die Beine stellt. Das Bergrennen von Boticas wird zudem die Ehre haben, die neuen Bestimmungen nach dem FiA Performencefactor  (www.fiaperformancefactor.com) für die geschlossenen Autos der FIA EM Kategorie 1 einzuweihen. Verschiedene neue Dienste und Infosysteme werden im Rahmen des Saisonauftakts der FIA-EM 2021 eingeführt, darunter eine gemeinsame Registrierungsplattform für Fahrer (https://registrations.fia.com/ehc), ein virtuelles Bekanntmachungsgremium, zur Veröffentlichung offizieller Dokumente und Ergebnisse vor, während und nach jeder Veranstaltung, einschließlich Live-Timing (https://chronomoto.hu/fiahillclimb/) und für jede Veranstaltung ein gemeinsames technische Kontrollsystem unter der Leitung eines ständigen technischen Delegierten und eines von der FIA ernannten technischen Beobachters.

EM Auftakt betroffen – Rennverschiebungen und Absagen in Frankreich und Großbritannien

20. Februar 2021

Unter dem Eindruck der anhaltenden Corona-Pandemie, erreichen uns aktuell weitere Absagen oder Terminverschiebungen auf unbestimmte Zeit aus dem europäischen Ausland. Die neusten Meldungen betreffen die Französische und Britische Bergmeisterschaft, mit involviert ist so auch der Auftakt der diesjährigen Europa-Bergmeisterschaft am Col Saint Pierre. Durch eine gemeinsame Pressemitteilung gaben die ASA Rhône-Cèze und die ASA d’Alès, jeweils Organisatoren der Bergrennen von Bagnols-Sabran und Col Saint-Pierre, bekannt, dass ihre Veranstaltungen nicht zu den ursprünglich geplanten Terminen stattfinden können. Die beiden „Frühjahrsklassiker“  in der Südfranzösischen Region Gard, mit denen traditionell die Saison der französischen Bergmeisterschaft eröffnet wird, müssen somit erst einmal passen. „Trotz des guten Willens der Präfektur Gard müssen wir die ursprünglich gewählten Termine 27./28. März und 10./11. April 2021 aufgeben, da sonst die Bergrennen hinter verschlossenen Türen stattfanden müssten“. Diese Einschränkungen keine Zuschauer zulassen, sind für beide Organisatoren ein große Problem, da die Veranstaltungen so nicht finanzierbar sind. Die Clubs ASA Rhône Cèze und ASA d’Alès bleiben jedoch zuversichtlich, beide Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr 2021 mit Publikum nachholen zu können. In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und der FFSA Hill Climb Commission wird nach Ersatzterminen gesucht. Ebenfalls zwei klassische Bergrennen im britischen Rennkalender wurden vorsorglich gleich ganz für das Jahr 2021 abgesagt. Betroffen sind die touristisch so reizvollen Events auf den Kanalinseln. Nach Gesprächen mit dem Jersey Motorcycle and Light Car Club und dem Guernsey Motor Cycle & Car Club hat der Britische Automobile Racing Club, Organisator der von Avon Tyres präsentierten British Hillclimb Championship – die schwierige Entscheidung getroffen, die beiden beliebten Doppelveranstaltungen Bouley Bay und Val de Terres im Juli bereits jetzt abzusagen. Dies ist auf die Unsicherheiten hinsichtlich der Covid 19-Reisebeschränkungen während des Sommers zurückzuführen. Es wurde der Beschluss gefasst, dass eine frühzeitige Entscheidung für alle Wettbewerber von Vorteil sei, um Klarheit bei der Planung für die Saison 2021 zu schaffen. Die Channel Island-Bergrennen sind seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil der Meisterschaft in Großbritannien und ziehen immer eine Menge von Wettbewerbern vom britischen Festland an. Man hofft nun auf bessere Zeit und auf eine Neuauflage dieser beiden idyllischen Events direkt am Meer im Juli 2022.

Erste Absage 2021 – Auch dieses Jahr kein Rechbergrennen

7. Februar 2021

Die erste Hiobsbotschaft für alle Motorsportbegeisterten rund um den Bergrennsport kommt aus Österreich. Da aufgrund der „Corona-Situation“ nach wie vor keine Planungssicherheit gegeben ist, sieht sich der MSC Mürztal mit seinem Organisationsteam um Jakob Schrittwieser dazu gezwungen, das legendäre Rechbergrennen, das für den 24./25.04. vorgesehen war, vorzeitig abzusagen. Die Vorbereitungen für eines der alljährlich größten Highlights im internationalen Bergrennkalender hätten bereits jetzt beginnen müssen. Der für Ende April geplante 2. Lauf zur Berg-Europameisterschaft 2021, wird somit nach 2020 erneut nicht zur Austragung kommen. Allgemein sieht es derzeit nicht gerade rosig für Motorsportevents mit Zuschauern aus, es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wann uns die nächsten Absagen ins Haus flattert. Offiziell muss die Absage des Rechbergrennens noch von der FIA bestätigt werden, was aber eine Formalität sein dürfte. Mit seinem Motorradbergrennen von Landshaag, welches ebenfalls für April geplant war, wird der MSC Rottenegg (auch Veranstalter des Auto-Bergrennen St. Agatha), auf den vorsorglich eingerichteten Ersatztermin ausweichen. Dieses Event soll nun am 05.-06. Juni 2021 über die Bühne gehen.

Performance-Factor Webseite in Überarbeitung

17. Januar 2021

Um den Service zu verbessern, wird aktuell die Performance-Factor-Webseite  der FiA vorübergehend für einige Tage nicht verfügbar sein. Die FIA überarbeitet in diesen Tagen die – Performance-Factor Webseite. Deshalb ist in den nächsten Tagen nur der öffentliche Zugang zur PF-Website verfügbar. Die Pf-Formel wurde überarbeitet und wird weiter verfeinert. Die Bereiche «Motor», «Fahrwerk» und «Antriebsstrang» werden leicht mit neuen Parametern verändert. Dies soll eine genauere Klassifizierung der Autos ermöglichen. Wenn die Webseite wieder verfügbar ist, müssen Benutzer, die FIA PF-ID Technical Sheets in ihren Konten gespeichert haben, die neuen Felder ausfüllen, den Pf berechnen und ein neues FIA PF-ID Technical Sheet für die Saison 2021 generieren. Es ist zu beachten, dass die bisherigen FIA PF-ID Technical Sheets, die im Jahr 2020 erstellt wurden, automatisch in «Entwürfe» umgewandelt werden. www.fiaperformancefactor.com

Termine 2021: FiA International Hillclimb Cup

8. November 2020

Mit mit diesmal lediglich 4 Rennen in 4 Nationen besteht der FIA International Hill Climb Cup 2021 quasi ausschließlich aus Endläufen. Denn wer dieses international hochkarätige Prädikat gewinnen möchte, wird sich keinen „Ausrutscher“ leisten können. Vom 21. – 23. Mai 2021 geht es in Bieszczadski/Polen los. Anschließend geht es vom 2. bis 4. Juli auf die über 18 km lange Traditionstrecke im norditalienischen Trento-Bondone. Am zweiten Augustwochenende steht dann das Bergrennen in Lucine/Slowenien auf dem Programm, bevor es zum großen Finale vom 20. bis 22. August zum 53. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen nach Norddeutschland geht. Nachdem die europäische Bergsaison wegen der Corona-Pandemie in 2020 praktisch nicht stattfand, bleibt abzuwarten, welche Piloten in den Kategorien der Tourenwagen und Rennsportwagen diesmal die Rennen in Angriff nehmen und auf Punktejagd gehen wollen. Neben den Terminen hat die FIA bereits die umfangreichen Regularien für die Veranstalter, Funktionäre sowie Fahrer veröffentlicht. Bis es dann am „Uphöfener Berg“ tatsächlich mit dem ersten Start los geht, ist seitens der Organisatoren eine große Anzahl an administrativen Aufgaben – und das gleich mehrsprachig, zu bewältigen. Dabei stehen die Veranstalter in regelmäßigem und engem Kontakt mit dem FIA-Hillclimb-Büro, das in Genf/Schweiz ansässig ist.

Termin fürs Hillclimb Masters 2021 steht

10. Oktober 2020

Dieses zweite Oktober-Wochenende im Jahr 2020 sollten eigentlich Festtage des Bergrennsports werden. Das FiA Hillclimb Masters, mit seiner vierten Auflage im portugiesischen Braga musste bekanntlich wegen der noch immer anhaltenden Pandemie erst einmal abgesagt werden. Just am ursprünglichen Datum, gab nun der portugiesische Verband und die FiA den Termin für das ins Jahr 2021 verschobene Mega-Event bekannt. Demnach plant man das 4. FiA Hillclimb Masters vom 8. bis 10. Oktober 2021 auf der Strecke Rampa da Falperra auszutragen. Die weiteren Entwicklungen um Covid 19 werden dabei natürlich im Auge behalten werden müssen. Auf alle Fälle ist der Startschuss für die Planungen nun gefallen.

Faggiolis Rekord und Sieg lange unter Vorbehalt – Buck früh im Aus

5. Oktober 2020

Bis am Montagmorgen um vier Uhr dauerte es bis beim fünften italienischen Berg-Meisterschaftslauf 2020 von Cividale-Castellmonte das Endklassement definitiv feststand. Ein Protest von Christian Merli gegen Simone Faggioli bescherte den Kommissaren des italienischen Verband ACI eine lange Nacht. Auf der 6.395 Meter langen, rallyeartigen Bergpiste im Friaul hatte am Renntag Faggioli überraschend deutlich Sieg und Streckenrekord davongetragen. Der Florentiner drehte mächtig an der Rekordschraube, im Rennen 1 mit der Zeit von 3’04″40, im zweiten Lauf noch einmal massiv gesteigert auf 2’55″18. Die zweite Position in der Gesamtwertung für Christian Merli auf Osella FA 30 EVO Zytek LRM mit einer Lücke auf Faggioli von 6, 69 Sekunden war schon erstaunlich. Rang drei auf seiner Lieblingsstrecke, ging an Federico Liber im kleinen Gloria vor Diego Degasperi, der 2011 in Cividale gewonnen hatte und dieses Jahr am berüchtigten Sprunghügel mächtig Glück hatte dass er den Osella FA30 noch einigermaßen heil ins Ziel brachte. Lucio Peruggini, zweifacher Masters-Gold Gewinner, fuhr mit seinem Lamborghini Huracan GT3 bei unsicherem Wetter mit Regenschauer, den Tourenwagen und GT-Sieg ein. Nach dem Rennen legt Christian Merli Protest gegen Simone Faggioli ein, und das Klassement von Cividale – Castelmonte bleibt zunächst unter Vorbehalt. Am Montagmorgen um 4 Uhr haben die technischen Kommissare ihre sorgfältige Überprüfung von Faggiolis Norma M20 FC Zytek und Merlis Osella FA 30 Zytek LRM abgeschlossen und es wird bestätigt, dass beide Motoren dem Reglement entsprechen. Christian Merli erklärt: “Es war ein langes Rennen, und es ging bis tief in die Nacht. Im ersten Rennlauf haben wir leicht geschnittene Slicks aufgezogen, aber kurz nach dem Start fing es an zu nieseln. Im zweiten Rennlauf habe ich alles gegeben und mich um 10 Sekunden verbessert. Mein Gegner war trotzdem 2”45 schneller. Im Ziel habe ich Protest eingelegt, weil wir Zweifel an Simones Motor hatten. So etwas ist natürlich sehr schwierig, und ich finde es schade, dass solche Kontrollen nicht automatisch durchgeführt werden. Ich kann mich in meiner ganzen Karriere nicht erinnern, dass die zuständigen Stellen von selbst den Motor von Rennsportfahrzeugen im Ziel überprüft hätten, ohne dass jemand Protest eingelegt hätte. Leider musste ich diesen Schritt tun, um die berechtigten Zweifel zu zerstreuen, aber in der Bergszene kursierten schon seit einiger Zeit Gerüchte um den Motor des Norma. Am Montagmorgen um 4 Uhr kam die offizielle Bestätigung: Sowohl Simones Motor als auch meiner entsprechen voll dem Reglement. Herzlichen Glückwunsch also an meinen Gegner, und ich bedanke mich bei […]

Traurige Nachricht aus Tschechien – EM-Spezialist Jiri Los verunfallt

22. August 2020

Im 1. Trainingslauf des Bergrennen Lanskroun in Tschechien verunglückte Jiri Los mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 9 leider tödlich. Das zum Maverick Rescue Euro Cup sowie zur tschechischen Meisterschaft zählende Rennen wurde daraufhin zumindest für den Samstag abgebrochen. Auf dem Programm stand eine Doppelveranstaltung über zwei Tage. In den letzten Jahren war der Tscheche regelmäßiger Teilnehmer in der Berg Europameisterschaft, wo er zahlreiche Erfolge feiern konnte. Zunächst war Los in der Gruppe N mit einem Subaru Impreza WRX STI, später mit einem Mitsubishi Lancer Evo 9 unterwegs. Zuletzt erfolgte der Umstieg in die Gruppe E2-SH. Im Vorjahr belegte Los Rang 16 in EBM-Kategorie 1. Das Rennen in Lanskroun war sein Saisonstart. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt Jiris Familie, seinen zahlreichen Freunden und natürlich seinem Team.

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