117 Fahrer sind 2021 mit 108 Autos beim KW Berg-Cup eingeschrieben

15. März 2021

Dass in Zeiten einer Corona-Pandemie und nach einem Jahr voller Rennabsagen die 100er-Hürde so deutlich übersprungen werden würde, und das auch gleich noch doppelt, darauf hatten selbst die größten Optimisten im Berg-Cup Orga-Team nicht zu wetten gewagt. Umso größer ist nun die Freude und Erleichterung darüber, dass sich die intensive, mit echten Zitterpartien gespickte Arbeit hinter den Kulissen gelohnt hat. „Ein dickes Dankeschön daher von der Berg-Cup Vorstandschaft an alle die, die sich 2021 in den NSU-Bergpokal und den KW Berg-Cup eingeschrieben haben“, zeigt sich „Berg-Cup-Präsi“ Uli Kohl erleichtert. Das Einschreiberesultat der beliebten Breitensport-Serie ist auch ein sehr positives Signal an die Veranstalterriegen alle Bergrennen in Deutschland, und darüber hinaus. Die aktuellen Felder setzen sich aus Stammkunden sowie interessanten Neu- und Wiedereinsteigern zusammen. Die stärkste Fraktion bildet dabei erneut die 2-Liter-Klasse der gemeinsam gewerteten Gruppen H/FS/E1. 38 Fahrerinnen und Fahrer sind hier verzeichnet, die sich auf 33 Bergrenner aufteilen. In einem davon, im VW Golf 16V von Mario Ruwe, wird als Teampartner der Vorarlberger Christoph Lampert, der Glasbach-Gesamtsieger und EM-Dritte von 2019 im Osella FA 30, in Teilzeit und als Vorbesitzer des Golf, am Werk sein. Mit 23 Aktiven und 20 Rennfahrzeugen meldet sich die Abteilung bis 1400 Kubik erneut stark zu Wort. Die anderen Klassen der stark verbesserten Tourenwagen präsentieren sich mit jeweils acht bis zwölf Teilnehmern ausgewogen. Nur 1150er und Diesel sind zurzeit Mangelware. Tobi Stegmann und Sepp Koller müssen als Einzelkämpfer die Stellung halten. Im Aufwind zeigt sich hingegen die Klasse über 2000 bis 3000 Kubik, in der ein volles Dutzend Teilnehmer um Punkte und Erfolge kämpft. Neu in dieser Abteilung ist Michi Bodenmüller, in dessen Opel Kadett C Coupé jetzt ein 2,5 Liter großes 16V Gerent Herz schlägt. Acht Boliden mit mehr als 3000 Kubikzentimeter bedeuten Rekord! Für echte Rundstrecken-Atmosphäre werden hier die GT3-Renner von Bernhard Permetinger (BMW Z4) und Jochen Stoll (Porsche 911 Cup) sorgen, eine Prise Rallye-Feeling steuert Stefan Hetzenauer (A) mit seinem bärenstarken Subaru Impreza WRX STi bei, den unverkennbaren V8-Sound der siebenfache KW Berg-Cup Gesamtsieger Holger Hovemann (Opel Lack Scuderia Kadett V8 GT/R). Runden Geburtstag feiert 2021 der NSU-Bergpokal. Die Meisterschaft der luftgekühlten Heckmotorautos wird 20! An der Jubiläumstournee wirken 14 Teilnehmer mit. Zwölf NSU TT steht ein 1200C gegenüber. Pilotiert wird diese im Vergleich zu TT und TTS etwas längere Familienlimousine der späten 60er und frühen 70er Jahre von einem neu formierten Team, das aus dem routinierten Thomas Krystofiak und dem […]

Termine 2021: KW Berg-Cup

24. Januar 2021

Ungewöhnliche Zeiten erfordern unkonventionelle Maßnahmen. So vorläufig wie noch nie, kommt aktuell der Terminkalender des KW Berg-Cup für 2021 daher. Man plant für das zweite Jahr unter der Coronapandemie notgedrungen erstmals Wertungsläufe auf zwei bekannten Deutschen Rundstrecken. Es gibt dabei kein Rundstreckenrennen im klassischen Sinne, sondern lediglich ein Fahren gegen die Uhr, ähnlich dem Timeattack-Modus. Es wird aus der Boxengasse in Abständen gestartet und während einer Session von beispielsweise 25 Minuten auf das Erreichen einer schnellsten Rundenzeit abgezielt. Über das Wochenende verteilt hat der KW Berg-Cup immer wieder Zeitfenster für Trainings- und Finalläufe (Hotlap). Die Starter können dabei jederzeit  in die Box ein- und auch wieder ausfahren. Der KW Berg-Cup kann sich so bei beiden Rundstreckenveranstaltungen in den regulären Zeitplan, mit wahrscheinlichen Läufen der Youngtimer-Trophy, GLPpro, der historischen Formel V oder dem „Kampf der Zwerge“ eingliedern. Man ist also hier im passenden Rahmen und bester Gesellschaft. Da man den Umständen geschuldet, eher vom Saisonende zum Anfang hin plant, fehlen im Block der Bergrennen namhafte Events wie Schotten, Eschdorf, Wolsfeld und Homburg, die größtenteils als Ersatzläufe in kalendarischer Reihenfolge fungieren könnten. Welche Veranstaltungen, gerade im Berg-Block nun letztendlich zur Austragung kommen ist allerdings auf Grund der unsicheren, allgemeinen Lage weiterhin offen. Am ehesten werden Veranstaltungen auf umzäunten Geländen, sprich den Rundstrecken realisierbar sein. Wer unmittelbar vor dem Saisonstart des KW Berg-Cup noch eine Testmöglichkeit ins Auge fasst, dem sei der Trackday des MSC Stuttgart am Donnerstag, den 25.03. 2021 in Hockenheim empfohlen. 26.-28.03. 2021: Preis der Stadt Stuttgart – Hockenheimring 07.-09.05. 2021: Preis der Stadt Magdeburg – Arena Oschersleben 12.-13.06. 2021: ADAC Glasbachrennen 26.-27.06. 2021: ADAC Ibergrennen Heiligenstadt 31.07.-01.08. 2021: ADAC Hauenstein Bergrennen 21.-22.08. 2021: Osnabrücker ADAC Bergrennen 28.-29.08. 2021: Bergrennen Oberhallau (Schweiz) 11.-12.09. 2021: AvD Bergrennen Eichenbühl 25.-26.09. 2021: Bergrennen St. Agatha (Österreich) 02.-03.10. 2021: ADAC Bergrennen Mickhausen

Flexibilität im KW Berg-Cup gefragt – Einschreibeliste öffnet im Februar

10. Januar 2021

Die Corona-Pandemie macht weiterhin nicht nur den Veranstaltern der Bergrennen in Deutschland zu schaffen, auch der KW Berg-Cup, als Rennserie sitzt quasi auf dem Trockenen. Die Vorstandschaft der Traditionsmeisterschaft (seit 1987) um den Niederbayer Uli Kohl bereitet aktuell eine mögliche Wiederaufnahme des Rennbetriebs hinter den Kulissen vor. Man sitzt dabei im gleichen Boot mit den Veranstaltervereinen, die ebenfalls nicht auf subjektive Einschätzungen der Lage und mögliche Rennveranstaltungen im Jahr 2021 sicher bauen können. Vorsichtige Schätzungen spekulieren und hoffen auf Bergrennen, die ab Juli oder August wieder stattfinden könnten. Pflichtaufgabe ist es für die Berg-Cup´ler allen Eventualitäten zum Trotz, gerüstet zu sein und auf Flexibilität bei den Einschreibungen und im Terminkalender zu setzten. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen verdrahtete man sich zu einer KW Berg-Cup Online-Veranstaltertagung. Es kam zu einem interessanten Austausch der Organisatoren, auch aus den Nachbarländern Österreich und der Schweiz. Der Berg-Cup e.V. stellte seine Überlegungen zur Saison 2021 vor und ging dabei auch in Sachen Veranstalterbeiträge ein großes Stück auf die Rennausrichter zu, die aktuell in Teilen selbst in finanziell unsicheren Lagen stecken. Notwendig  war es aus der internationalen Serie KW Berg-Cup und dem KW Berg-Cup National wieder Eins zu machen und zumindest für 2021 auf den KW Berg-Cup mit Status NSAFP zurückzufahren, denn sonst hätte man nach den FIA-Appendix S Hygienereugularien ein eigenes, von den Veranstaltern unabhängiges Hygienekonzept aufbauen müssen. Somit sind für den KW Berg-Cup in diesem Jahr nur zwei Auslandsrennen zulässig, für den NSU-Bergpokal aufgrund seines Status, wie die Jahre zuvor, nur ein Rennen außerhalb Deutschlands. Die Terminplanung setzt auf acht Bergrennen, davon zwei außerhalb Deutschlands und zwei Events auf Rundstrecken oder Flugplätzen. Die Benennung von Ersatzveranstaltungen hält man sich ebenfalls offen. „Wegen Corona planen wir die Saison eher vom Ende zum Anfang hin“, sagt Uli Kohl. Aktuell sitzt man beim Berg-Cup e.V. über den Einschreibungsunterlagen und dem Reglement für eine etwaige Rennsportsaison 2021. Um für alle Fälle gerüstet zu sein, soll die Ausschreibung zum KW Berg-Cup 2021 ab Anfang Februar vorliegen und gleichzeitig die Einschreibeliste für die Aktiven geöffnet werden. Danach wird man die Entwicklungen um das Covid-19 Virus weiter verfolgen und abwarten. Von geselligen Rennwochenwochenenden, wohlklingenden Rennmotoren, von Zuschauermaßen bevölkerten Hängen und rasanten Rennszenen auf kurvenreichen Bergstrecken, darf man auch weiterhin träumen. Die Zeit wird es bringen, ob schon der Asphalt am Berg in 2021 wieder brennt oder erst in 2022.

Rückspiegel: ADAC Rennsteig-Bergrennen 2005 – Leid-Planken

5. Dezember 2020

Die Premierenveranstaltung am Rennsteig (30. April und 1. Mai 2005) und somit der Saisonauftakt der Bergrennen in Deutschland stand unter keinem guten Stern. Da die mit knapp über vier Kilometer, zurzeit längste Bergrennenstrecke der Republik nur mit einfachen Leitplanken ausgestattet ist, dürfen die Rennsport-Fahrzeuge erst an Pfingsten in Wolsfeld ran und die Tourenwagen-Piloten waren unter sich. Diese Leitplanken sorgten über das gesamte Wochenende für reichlich Diskussionsstoff und dafür dass lediglich zwei Trainingsläufe und ein Rennlauf stattfinden konnten. Schon im ersten Training nahm das Unheil seinen Lauf. KW Berg-Cup Gesamtsieger Holger Hovemann bohrte sich mit seinem Opel RISSE Kadett C 16V bei Posten 26 derart heftig in Leitschienen, das eine den Sicherheitsbedürfnissen gerechte Wiederherstellung erst nach dem Abbruch des Training am Abend möglich war. Am Sonntag in der Früh setzten die Verantwortlichen das Training fort, danach waren drei Rennläufe für rund 80 Piloten geplant. Noch im Probelauf krachte Walter Foster mit seinem BMW 2002 Turbo an gleicher Stelle, wie tags zuvor Hovemann in die Leitschienen, worauf erneut eine zeitaufwändige Instandsetzung notwendig war. Erst zum frühen Nachmittag gab die Rennleitung die Strecke zum ersten Rennlauf frei. Nach ganzen drei Fahrzeugen die das Ziel sahen, demolierte Gruppe G-Pilot Raymund Gehring (Ford Sierra Cosworth) die Planken bei Posten drei, der ersten Kurve nach dem Start. Als dann wenig später noch Franz Weißdorn (VW Polo 16V) erneut bei Posten drei einschlug und sich zu allem Elend noch der Schotte Kenneth Allan mit seinem Ford Escort Cosworth nach der Zieldurchfahrt mehrfach überschlug, konnte einem der organisierende RSG Altensteiner Oberland schon leidtun. Dennoch muss man der RSG ein Lob aussprechen. Den Mannen des Club, konnte man keinen Vorwurf machen, im Gegenteil, diese leisteten schon fast unmenschliches, um Ihre Erstlingsveranstaltung über die Bühne zu bringen. Aus sportlicher Sicht gab es nicht viel zu berichten. Überraschend schnellster Mann aus den Reihen des KW Berg-Cup war Ralf Kroll im VW Lehmann Golf 16V (Foto Mitte) aus der Klasse bis 1600 ccm. „Ich finde die Strecke klasse und komme auf jeden Fall in 2006 wieder“. Kroll war schon im am Samstag abgebrochenen Training der Schnellste, wobei jedoch festzuhalten bleibt, dass die komplette Klasse über 2 Liter, nur bis zu Hovemanns Unfallstelle im Renntempo agieren durfte. Helmut Maier und Valentin Schneider (beide VW Golf 16V) belegten mit deutlichem Abstand auf den Walldürner die Plätze. Mann des Tages in der Klasse bis 1300 ccm war Klaus Bernert (VW Polo 16V). Der Kraichgauer war […]

Rückspiegel: Hill Race Eschdorf 03./04. Mai 2003 – Suzuki im Poloteich

22. November 2020

Eine Werbung für den Bergrennsport ist zurzeit der KW Berg-Cup. Harte Positionskämpfe und minimale Zeitabstände sind hier an der Tagesordnung. Der Munderkinger Achim Fischer (Foto oben) kristallisiert sich nach dem zweiten Lauf des KW Berg-Cup, in den Luxemburger Ardennen, zum hohen Favoriten auf die Titelverteidigung, heraus. Der Suzuki Swift Pilot bot wie in Schleiz eine astreine Vorstellung und setzte sich knapp gegen ein geballtes Polo-Rudel durch. Das Wasser reichen konnte Fischer am ehesten Franz Weissdorn. Martin Kleiner meldete sich, nach einjähriger Pause mit Rang drei in der Klasse bis 1300 ccm des Berg-Cups zurück, jedoch mit zwei Sekunden Rückstand zu Fischer, der die Gesamtwertung des Gruppe H-Cups anführt. Zwei Top-Favoriten in Ihren Klassen mussten bereits nach dem Warm up unverrichteter Dinge die Heimreise antreten. Hugo Moser (VW Polo 16V), einer der Favoriten im KW Berg-Cup, verzeichneten nach St. Agatha 2002 einen weiteren kapitalen Motorschaden und bei Ralf Kroll (VW Golf 16V) spiele das Getriebe nicht mehr mit. So kam Egidio Pisano (VW Spiess Golf) ohne große Gegenwehr zum zweiten Sieg der noch jungen Saison. Rainer Koresch im Ford Escort war in zwei von drei gewerteten Läufen, auf der 1,8 km kurzen Piste, fast 3 Sekunden länger unterwegs. In der Klasse bis 2 Liter war Matthias Pott in der beiden ersten Auffahren in Schlagdistanz zu Frank Genbrock (beide Opel Kadett C 16V), bevor der „Ruhr-Blitz“ mit seiner Tagesbestzeit von 1.02,780 Minuten alles klar machte. Der Österreicher Markus Reich im VW Golf 16V (Foto Mitte) „kappelte“ sich anfangs mit Michael Dandl im BMW 320, setzte sich im dritten Lauf noch etwas ab. Tourenwagen-Bergmeister Norbert Handa war erneut Chancenlos im „kastrierten“ Lancia Delta HF Integrale. „So macht´s echt keinen Spaß“ kommentierte der Franke seinen vierten Rang in der Gruppe H über 2000 ccm. Wie Herbert Stenger machte auch Norbert Brenner in den drei Qualifikationsläufen und im Top 20 Finale die Pace und kassierte maximale Punkte in der Meisterschaft und im KW Berg-Cup. Team-Kollege und Schützling Markus Wüstefeld (beide Mercedes 190 Evo II) fuhr lange in einer Sekunde mit Brenner und distanzierte den ex-NAVC Bergmeister Christian Reuter im bildschönen BMW M3 E30 (Foto unten) überraschend deutlich. Text und Fotos: Thomas Bubel (c) 2003

Jubiläumsjahr für Alt-Bergmeister Claus Dupré

4. Oktober 2020

Hallo Claus, wie geht´s! Diese Gelegenheit der Nachfrage bot sich „Bergrennen in Deutschland“ kürzlich beim Event „Mythos Sportwagen“ auf dem Zweibrücker Flugplatzgelände. Claus Dupré wird vielen Motorsportinteressierten als erfolgreicher Teamchef und Pilot aus dem Rundstrecken-Rennsport ein Begriff sein. Seine motorsportlichen Anfänge setzte der heute 72-jährige Saarländer im Bergrennsport, insbesondere beim Homburger Bergrennen, das quasi vor seiner Haustür lag. Für die These das Motorsport jung hält, ist der Betreiber eines Autohauses in Schiffweiler bei Neunkirchen ein Paradebeispiel. Immer noch drahtig und sportlich trotzt er dem Älterwerden. Sein Sieg im Deutsche Berg-Pokal 1980, der mit der Bergmeisterschaft gleichzusetzten ist, ist in diesem Jahr genau 40 Jahre her. Seit 50 Jahren existiert Dupré Motorsport und vor 85 Jahren entstand das Autohaus als Familienbetrieb. 2020 ist also ein großes Jubiläumsjahr im Hause Dupré. Als VAG-Vertragshändler für die Marken VW und Audi setzte Claus Dupré auch genau diese Marken im Bergrennsport ein. Die Meisterschaft im Berg-Pokal gewann Dupré auf jenem VW Golf GTi der später auch Dieter Knüttel zu vielen Erfolgen führte. Nach dem Verkauf des Meisterautos in den Odenwald entstand in Duprés Werkstatt das legendäre Audi Coupé in KAMEI-Farben mit dem er in den 1980er Jahren zahlreiche Klassen- und Tourenwagen-Gesamtsiege am Berg holte. „Mein Coupé habe ich noch immer in Besitz, es steht in einer unserer Hallen. Fahrbereit ist der Wagen leider nicht mehr, denn es wurden immer wieder Teile entnommen für andere Fahrzeuge“, erläutert Dupré Senior leicht verärgert aber mit einem Schmunzeln im Gesicht“. Mit dem Audi vollzog sich damals der Übergang zur Rundstrecke, denn das Coupé wurde oftmals in der Spezial-Tourenwagen-Trophy (STT) eingesetzt. Claus Dupré, der auch sieben Rennen in der legendären Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) bestritt, ist nie vom aktiven Rennsport zurückgetreten. Auch heute noch klemmt sich der Senior ab und an hinters Volant, überlässt aber weiterstgehen Junior Christoph Dupré die Geschäfte in Autohaus und Rennteam. Von Schiffweiler aus starten Claus und Christoph Dupré in alle Welt, um an Autorennen teilzunehmen. Die beiden haben nicht nur bereits an unzähligen Veranstaltungen teilgenommen und viele Siege errungen, sie entwickeln auch Rennfahrzeuge verschiedener Hersteller weiter und treiben Renn- und Entwicklungsprojekte voran. „Wir sind dafür bekannt, Ideen zu entwickeln“, sagt Christoph Dupré. Der Diplom-Ingenieur ist seit 25 Jahren im Motorsport tätig. „Gefühlt schon immer, ich wurde da reingeboren“, so der Junior. Auf der Rennstrecke waren und sind die Saarländer mit ihren Kunden in zahlreichen Meisterschaften und Serien zuhause. Die Palette reicht in all den Jahren […]

Länderkampf beim französischen Berg-Lauf in Turckheim

24. August 2020

Im Rahmen der französischen Bergmeisterschaft in Turckheim im Elsass wird eine separate 5-Nationen-Trophäe ausgeschrieben. Auch Schweizer und Deutsche Fahrer zeigen Interesse. Für moderne Rennfahrzeuge gibt es in diesem Jahr in Deutschland, Luxemburg, Österreich der Schweiz am Berg keine Startgelegenheiten. In unmittelbarer Nachbarschaft findet jedoch am 5./6. September das zum 64. Mal ausgetragene Bergrennen Turckheim–Trois Epis statt, wo auch Zuschauer zugelassen sind. Legendäre Schweizer Tagessieger: Die 5950 Meter lange Bergrennstrecke nahe Colmar im Elsass zog schon immer Deutsche und Schweizer Fahrer an – dieses Jahr wohl noch mehr als sonst. Von 1956 bis 2003 zählte Turckheim–Trois Epis ununterbrochen zur Berg-Europameisterschaft. Der legendäre Heini Walter aus Aesch BL feierte in den 50er- und 60er-Jahren sechs Tagessiege. Letzter Schweizer Gesamtsieger war Xavier Perrot 1971 auf March F2. Seither kamen noch mehrere Klassen- und Gruppensieger aus dem südöstlichen Nachbarland hinzu. Ausnahmen für Ausländer: Da die Franzosen eine eigene Fahrzeugeinteilung vornehmen, sind ausländische Teilnehmer eher rar, sofern nicht eine eigene Wertung für sie ausgeschrieben wird. Gutes Beispiel ist das Bergrennen Abreschviller, wo 2019 Joël Volluz und Ronnie Bratschi dieses separate Klassement anführten, oder Vuillafans–Echavans mit einer Schweizer IS-Klasse. Für das diesjährige Rennen in Turckheim kamen aber offenbar viele Anfragen aus verschiedenen Ländern. Nachdem die Elsässer zuerst das Interesse ihrer Landsleute ausgelotet hatten, bevor sie sich zur Durchführung entschlossen, öffnen sie es nun auch für andere Lizenznehmer, Kategorien und Fahrzeugtypen. 5-Nationen-Trophäe: Für sie wird die «Trophée des 5 Nations» ausgeschrieben, also eine Art Länderkampf für Fahrer aus Belgien, Deutschland, Italien, Luxemburg und der Schweiz. Wie beim französischen Saisonauftakt in Mont Dore gibt es zwei in sich abgeschlossene Bergrennen am Samstag und am Sonntag, bestehend aus je einem Trainingslauf am Morgen und zwei Rennläufen am Nachmittag. Die Ausländer, deren maximale Teilnehmerzahl auf 40 beschränkt ist, sind jeweils nach den VHC-Fahrzeugen (Historische Klassen) an der Reihe. Wie bei den Franzosen zählt die schnellere von zwei Laufzeiten für das Klassement. Turbopremiere von Marcel Steiner: Bereits ist sicher, dass Marcel Steiner die Schweizer Fahne hochhalten wird, genauso wie Alexander Hin im Osella PA30 die Deutsche. Für Steiner, den fünffachen Bergmeister wird dies die Premiere mit dem neu motorisierten und beklebten LobArt-Honda-Turbo darstellen. Beim Testtag diese Woche in Bresse traten zwar Probleme im Motorumfeld auf, diese können aber bis zur Abreise ins Elsass gelöst werden. Auch die bereits bei Bergslaloms im Vorarlberg angetretenen Philip Egli und Marcel Maurer bekunden ihr Interesse. Auf die mit Spannung erwartete Teilnehmerliste gehen wir dann in […]

Auch Österreich ohne Bergrennen – kein St. Agatha 2020

8. Juli 2020

Leider sieht sich der MSC Rottenegg gezwungen, auch das geplante NOBLEND-Autobergrennen Esthofen – St. Agatha für 2020 abzusagen. Anfangs haben die Lockerungen der Österreichischen Bundesregierung für Veranstaltungen ab 1. September bis 10.000 Personen das Organisationskomitee sehr positiv gestimmt und mit Euphorie wurden die Planungen für das Events begonnen. Wenige Tage später erreichte Markus Altenstrasser und sein Team die Info, dass die Veranstaltung nur mit zugewiesenen Sitzplätzen und einer ganzen Menge unerfüllbarer Auflagen möglich sein wird. Nüchtern betrachtet, hatte man erst eine positive Info seitens der Regierung erhalten und dann wurde wieder ganz schnell zurückgerudert. „Im Anschluss der Besprechung mit der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen stand fest, dass die Vorgaben der Bundesregierung unmöglich einzuhalten sind und wir deshalb gezwungen sind die geplante Veranstaltung schweren Herzens abzusagen“, so Altenstrasser. „Auf diesem Wege möchten wir uns auch bei der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen für das faire und ehrliche Gespräch bedanken, welche uns auch ausdrücklich mitteilte, dass die BH keine Einwände zur Veranstaltung habe, dass aber leider die Vorgaben der Bundesregierung verordnet werden müssen – was natürlich in der derzeitigen Lage völlig nachvollziehbar und verständlich ist“. Die aktuellen Fallzahlen in Oberösterreich und die ab morgen erneut geltende Maskenpflicht, wie zu Beginn der Corona-Pandemie, helfen dem ganzen Projekt auch nicht unbedingt positiv weiter. Gesundheit geht vor – keine Frage! Jedoch schaden diese Maßnahmen dem Sport extrem und es wird viel Aufbauarbeit notwendig sein, um wieder einem normalen Motorsportbetrieb entgegen sehen zu können.

Auch keine Internationale Serie KW Berg-Cup 2020

24. Juni 2020

Aber: Es gibt erste Pläne für eine Clubmeisterschaft des Berg-Cup e.V. am 26./27. September im Rahmen des Int. Auto-Bergrennen Esthofen-St. Agatha. Nachdem schon am 10. Mai fest stand, dass die beiden Rennserien NSU-Bergpokal im KW Berg-Cup und KW Berg-Cup National des Vereins Berg-Cup e.V. mangels durchführbarer Rennen 2020 nicht mehr zur Austragung gelangen können, haben die seitdem neu bekannt gewordenen Veranstaltungsabsagen oder Verschiebungen auf das kommende Jahr auch den Terminkalender der Internationalen Serie KW BergCup derart minimiert, dass selbst diese Meisterschaft 2020 nicht ausgefahren werden kann. Ihre 33. Auflage verschiebt sich somit auf 2021. Damit ist nun leider genau das eingetreten, was die organisierende Vorstandschaft des Berg-Cup e.V. schon am 10. Mai ihren Mitgliedern und der Öffentlichkeit als mögliches Szenario angekündigt hatte. Das ist bitter. Aber die Gesundheit aller Beteiligten sowie die Überwindung der Corona-Pandemie haben nach wie vor oberste Priorität. Von den ursprünglich für diese Saison geplanten rekordverdächtigen 14 KW Berg-Cup Veranstaltungen betreibt aktuell nur noch das Int. Noblend Auto-Bergrennen Esthofen-St. Agatha in Oberösterreich. Vorbereitungen auf den Stammtermin am 26./27. September sind noch im Gange. Der dortige Chef-Organisator Markus Altenstrasser erstellt im Moment die Ausschreibung und hofft auf eine weiterhin günstige Entwicklung der Corona-Pandemie, in deren Folge dann auch Veranstaltungen selbst in der Größe von St. Agatha wieder möglich werden könnten. „Ich erhoffe mir spätestens im Juli Klarheit darüber, wie es nach dem 31. August in Österreich in Sachen behördlicher Auflagen für Veranstaltungen weitergehen wird. Unser Auto-Bergrennen bereiten wir jedenfalls mit vollem Einsatz weiter vor“ gibt er sich optimistisch. Gerne würden er und sein MSC Rottenegg dann auch wieder möglichst viele Aktive aus den Reihen der Deutschen Bergmeisterschaft und des Berg-Cup e.V. am Start begrüßen. Als Alternative zu den 2020 nicht durchführbaren KW Berg-Cup Rennserien wurde nun die Idee geboren, den nur etwa 45 Kilometer von Passau entfernten Berg-Event für eine Art Clubmeisterschaft des Berg-Cup e.V. zu nutzen, an der alle eingeschriebenen Fahrerinnen und Fahrer der Rennserien NSU-Bergpokal sowie der zwei KW Berg-Cup Varianten National und International teilnehmen können. Ein Konzept dafür ist zurzeit in Arbeit. Detaillierte Informationen dazu erfolgen rechtzeitig vor der Veranstaltung, die allen Beteiligten zumindest eine kleine Ration an motorsportlicher Betätigung und Spaß in einem schwierigen Jahr ermöglichen soll. „Ein besonderer Dank gebührt gerade jetzt nicht nur den Mitgliedern und Aktiven des Berg-Cup e.V., sondern auch dessen Gönnern, Unterstützern und Sponsoren, die ihr Engagement in fairer Art und Weise fortsetzen“, lässt der Berg-Cup Vorstand verlaute . […]

17. ADAC Bergpreis Schottenring wird auf das Jahr 2021 verlegt

9. Juni 2020

Am vergangenen Montagabend hat der Vorstand des MSC Rund um Schotten die Entscheidung getroffen, den 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring nicht im Jahr 2020 auszutragen, sondern auf das kommende Jahr 2021 zu verlegen. Im zeitigen Frühjahr, zu Beginn der Coronakriese hatten die Hessen es mit einer Verlegung in den Herbst versucht, mussten jedoch nun der aktuellen Situation Tribut zollen. „Die Gründe liegen darin, dass vermutlich nicht sehr viele Fahrerinnen und Fahrer Lizenzen gezogen haben und ohne Fans, was ja durchaus im diesem Jahr noch länger als August der Fall sein kann, das ganze aus finanzieller Sicht nicht durchführbar ist, so Vorstands- und Organisationsmitglied Timo Neumann. “ Aber alles, was wir in diesem Jahr vorhatten, nehmen wir mit ins kommende Jahr 2021 und hoffen auf ein pickepackevolles Starterfeld im kommenden April“. Die noch in der Online-Meldeliste stehenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden von der Rennleitung in den kommenden Tagen bezüglich Erstattung von Nenngeldern bzw. alternativer Vorgehensweisen angeschrieben. Der 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring, wieder als reines Tourenwagen-Rennen und mit Testtag am Freitag, wird neu terminiert für den Zeitraum 23.-25. April 2021.

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