Der KW Berg-Cup trauert mit der ganzen Motorsport-Familie um Norbert Gapp

29. Januar 2023

Es gibt Nachrichten, die zutiefst erschüttern, und doch sind sie wahr, sind grausame Wirklichkeit. In diese Kategorie gehört die Botschaft über den völlig unerwarteten Tod von Norbert Gapp. Seit Anfang der Woche war er in Warth am Arlberg zusammen mit seinem Sohn Marcel als Instruktor im Einsatz. Seit 2011 haben die beiden dort regelmäßig ihr im Motorsport erworbenes fahrerisches Können und Wissen weitergegeben. Am Freitag, den 27. Januar, sollte der Abschluss des Lehrgangs sein. Norbert saß noch beim Frühstück, während Marcel in der Tiefgarage ihres Hotels Vorbereitungen an einem E-Auto traf. Per Telefon wurde er plötzlich nach oben gerufen, seinem Papa gehe es nicht gut, er sei zusammen gebrochen, habe das Bewusstsein verloren. Es wird erste Hilfe geleistet. Auch das sofort alarmierte, schnell eintreffende Rote Kreuz kämpft aufopfernd um Norberts Leben, leider bleiben ihre Bemühungen letztlich ohne Erfolg, Norbert Gapp verstirbt in Marcels Beisein im Alter von nur 64 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Er wird eine riesige Lücke hinterlassen. In der Familie und im Freundeskreis. Dazu in den Fahrerlagern, in denen er solange sein zweites Zuhause hatte. Mit 18 sammelte Norbert Gapp erste Motorsporterfahrungen, besuchte inspirierende Eisrennen und Skijörings, nahm schnell Slaloms mit in sein Programm auf. Von 1979 bis 1987 war er erfolgreich am Berg aktiv, holte Podestränge und Klassensiege. Ganz besonders bemerkenswert ist sicher sein dritter Platz beim Schlossbergrennen 1981. Den er mit vollem Einsatz erzielte, im letzten Lauf auf dem Dach über die Ziellinie rutschend. Die Saison 1983 schloss er als Dritter der Südbayerischen Bergmeisterschaft ab, ein Jahr später sicherte er sich Platz vier der Int. Deutschen Bergmeisterschaft. Nach seiner Zeit bei Gipfelsprints widmete sich der Kfz-Meister intensiv dem Schrauben an Renngeräten, versuchte sich bei Oldtimer-Rallyes, wirkte als Instruktor. Erwin Buck war einer derjenigen, die er in Hockenheim in die Kunst des schnellen Autofahrens einweihte. 2002 startete er dann erneut im Slalom durch, diesmal im Car-Sharing-System mit Junior Marcel auf einem Gruppe G BMW 318iS, begleitet in aller Regel von seiner Frau Anita und Tochter Anna. Dieser Familienverbund blieb beim Wechsel auf den Gruppe H BMW M3 E36 bestehen, mit dem Marcel 2015 in Homburg am Berg debütierte. Auch in den Bergrenn-Fahrerlagern wurden die Gapps schnell heimisch, trafen dort viele gute Bekannte aus dem Pylonen-Racing-Lager wieder. Anstatt ins Lenkrad griff Norbert jetzt verstärkt in die Werkzeugkiste. Ganz seinem Naturell entsprechend aber nicht nur für den hauseigenen BMW, sondern für alle, die Hilfe benötigten. Ob direkter […]

KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal Kalender 2023 stehen fest

5. Januar 2023

Wie bereits Ende November 2022 angekündigt, beinhaltet der aktuelle Terminplan für beide Serien zehn Rennveranstaltungen. Das Programm ist mit einer Ausnahme mit dem des Vorjahres identisch. Vermisst wird lediglich Glasbach. Dort findet 2023 kein Bergrennen statt, Terminprobleme sind der Hintergrund dazu. Synchron zur Anzahl der zum KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal zählenden Läufe sinken auch die zur Jahreswertung herangezogenen Resultate um eines auf maximal sieben. Dies lässt den Aktiven mehr Spielraum zur individuellen Saisonplanung. Stichwort Planung: Die Rahmenausschreibungen für die zwei Rennserien des Berg-Cup e.V. sind bis auf Details fertig und gehen noch in dieser Woche an den DMSB zur Genehmigung. Zeitgleich werden sie mit dem Status „vorläufig“ auf unserer Homepage veröffentlicht. Ab dem 15. Januar wird dann das Online-Nennportal frei geschaltet, das bis zum 15. Februar offen bleibt. Das Organisations-Komitee des Berg-Cup e.V. ist gespannt auf das Ergebnis und hofft sowohl auf die Treue seiner bisherigen Akteure als auch auf Neuzugänge, die herzlich willkommen sind. 2022 war ja in Sachen Rookies ein Rekordjahrgang. Und egal ob Stammfahrer oder Einsteiger, auf eines können sich alle verlassen: Auf eine ähnliche hohe Ausschüttung von Preisgeldern und Nenngeldzuschüssen wie in den Jahren zuvor, wo diese dank unserer starken Partner immer im Bereich von 60.000,- Euro gehalten werden konnte. von Uli Kohl

KW Berg-Cup wählt gangbaren Weg für 2023 – Jein zum Performace Faktor

29. November 2022

Nach intensivem Meinungsaustausch hinter den Kulissen, zwischen den Rennveranstaltern und den Vertretern der AG Berg mit der Führung des KW Berg-Cup, herrscht nun wieder Klarheit im Bezug auf die Zukunft so mancher Bergrennen und der Einführung des Performance-Faktor im Tourenwagen-Bereich in diesem Lande. Der KW Berg-Cup wird sich bei den jeweiligen Bergrennen in der Tageswertung der FP-Wertung unterzeihen, sodass seine Spitzenfahrer auch weitern um die Deutsche Bergmeisterschaft und den DMSB Berg-Cup für Tourenwagen fahren können. Die nationalen Prädikate werden ab der kommenden Saison nämlich allein nach dem neuen Performance Faktor gewertet. Die interne Wertung des KW Berg-Cup wird vorerst aber weiter auf den altbekannten Hubraumklassen basieren. Somit stehen die KW Berg-Cup- und NSU-Bergpokal-Konzepte für 2023 nun fest – mit akzeptablem Kompromiss für alle Seiten. Diese sind eine Verbindung der Anforderungen unserer von Krisen aller Art geprägten Zeit und den Traditionen unserer Rennserien. Das erklärte Ziel der Konzepte ist es, keine Veranstaltung, die bisher Gastgeber für unsere beiden Meisterschaften war, in irgendeiner Form in ihrer Existenz zu gefährden. Deshalb starten die KW Berg-Cup Teilnehmer in den Tageswertungen in den von den jeweiligen Veranstaltern ausgeschriebenen Gruppen und Klassen. Im DMSB Bereich werden diese wohl überwiegend der Performance-Faktor-Einteilung entsprechen. Für die Punktevergabe zum KW Berg-Cup wird bei allen Rennen, bei denen dieses erforderlich wird, ein Ergebnis gemäß der bekannten Klasseneinteilung des KW Berg-Cups erstellt. Diese bleibt mit Ausnahme der entfallenden Dieselklasse vollständig erhalten. Nachdem feststeht, dass nächstes Jahr am Glasbach kein Rennen stattfindet, sieht das KW Berg-Cup Konzept für 2023 zehn Veranstaltungen vor, aus denen die punktbesten sieben Resultate je Fahrer beziehungsweise Team zur Jahreswertung herangezogen werden. Der Status der Rennserien bleibt National A Plus. Das heißt, zur Teilnahme reicht eine Nationale A-Lizenz des DMSB oder eine gleichwertige Stufe eines anderen ASN. Zugleich können so die Nationalen Sicherheitsbestimmungen des DMSB genutzt werden, was zum Beispiel die Nutzungsdauer von Sitzen und Gurten auf bis zu zehn Jahre erhöht. Zudem ermöglicht der gewählte Status zwei Rennen im angrenzenden Ausland sowie die Teilnahme und Wertung von Fahrern mit nicht vom DMSB ausgestellten Lizenzen. Der Zeitplan sieht vor, die Rahmenausschreibungen der Rennserien KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal, für den sich nichts ändern wird, bis Mitte Dezember beim DMSB einzureichen. Zeitgleich gehen die Vereinbarungen für 2023 den Veranstaltern zu, der Rücklauf wird zeitnah erwartet. Danach kann der endgültige Terminkalender bekannt gegeben werden. Die Öffnung des Einschreibeportals erfolgt am 15. Januar für einen Zeitraum von vier Wochen.

ADAC SimRacing Berg-Cup 2022 geht an Fabio Albiez

29. Oktober 2022

Eine Woche nach dem realen Bergrennfinale von Mickhausen fand am zweiten Oktober-Montag auch das Finale des ADAC SimRacing Berg-Cup auf der virtuellen Käshoferstraße von Homburg statt. Die vom ADAC Südbaden promotete virtuelle Bergmeisterschaft von Deutschland, findet bekanntlich im Rahmen der Röttele Berg-Challenge by GTR4u.de statt, die erst kurz vor Weihnachten ihre Saison mit dem Finalabend auf der virtuellen Strecke von Mickhausen begeht. Von den insgesamt 21 Rennabenden, zählten elf Deutsche Sim-Bergrennstrecken zur quasi Deutschen SimRacing Bergmeisterschaft, powered by ADAC. Genauso, wie Jonas Tornow im Vorjahr (wechselte zur Rundstrecke) dominierte der junge Fabio Albiez vom AC Bad Säckingen die diesjährige Meisterschaftsrunde. Mit 10 von möglichen 11 Tagessiegen holte der Südschwarzwälder nahezu das Punktemaximum heraus. Nur einmal, in Eichenbühl war Niels Röttele, der sonst die zweiten Plätze abonnierte, schneller als Albiez. Der Teenager vom MSRT Freiamt musste aus Termingründen die Läufe am Iberg und Glasbach auslassen, holte aber dennoch überlegen die Vize-Meisterschaft vor Danny Hein aus dem württembergischen Rems-Murr-Kreis, der seit Jahren zum Inventar bei GTR4u.de-Meisterschaften zählt. Der Toyota-Fan schnappte sich mit zwei zweiten Plätzen und weiteren Top-Platzierungen ebenso deutlich den 3. Podiumsrang.  Punktemäßig klar von der Spitze getrennt, wurden die weiteren Platzierungen ausgefochten. 1. Fabio Albiez (AC Bad Säckingen) 180 Punkte 2. Niels Röttele (MSRT Freiamt) 154 Punkte 3. Danny Hein (-) 133 Punkte 4. Sebastian Burkhart (AC Babenhausen) 117 Punkte 5. Jürgen Dees (AC Schweinfurt) 94 Punkte 6. Dennis Pohlmann (-) 93 Punkte 7. Bernhard Tresenreiter (ASC Bobingen) 75 Punkte 8. Thomas Bubel (Homburger AC) 66 Punkte 9. Marcus Schmitz (AC Mühlheim / Ruhr) 48 Punkte 10. Carsten Fiedler (Stadthäger Motor Club) 28 Punkte

Nachruf Lothar Löffler

12. Oktober 2022

Unmittelbar vor dem Rennwochenende von Mickhausen, am Donnerstag den 29. September 2022, verstarb überraschend Lothar Löffler aus der Oberfränkischen Gemeinde Großheirath im Alter von 69 Jahren nach einer Herzattacke. Als Aktiver des 1. MSC Scheßlitz pilotierte über 25 Jahren den einzigen Opel Kadett D GT/E in der Deutschen Bergszene, viele Jahre zudem im KW Berg-Cup eingeschrieben. Die letzten Jahre tauchte der gelernte Kfz & Landmaschinen Mechaniker-Meister öfters mal in der GLP-Wertung auf. Ab und an zog den Familienvater nach Italien. Sein Lieblings-Bergrennen von Cividale-Castellmonte fuhr er mehrfach. Zweimal nahm er zudem beim EBM-Lauf Trento-Bondone teil und hatte nach seinem Renteneintritt Ende Juni diesen Jahres noch viel vor. Lothar Löffler besaß einen KfZ-Betrieb mit langfristigem Opel-Vertrag. Neben seinem Hobby Motorsport war er außerdem leidenschaftlich aktiv im Männer-Gesangsverein, seit seinem 14ten Lebensjahr (Bass). Er war immer ein Freund der alten Schule was die Technik angeht. Weber Vergaser, H-Schaltung, keine Servo oder ABS. Vor dem D Kadett besaß er ein C Coupé mit dem er anfangs Slalom gefahren ist und damit auf dem Salzburgring einmal einen Gesamtsieg gefahren ist. Anfang September fuhr Löffler sein letztes Rennen in der GLP-Wertung des Bergrennens in Eichenbühl und belegte Gesamtrang 9 in der Gleichmäßigkeitsprüfung. Sohn Georg wird den Opel D Kadett in Ehren halten und auch einsetzen, der immer quasi zur Familie gehörte und in Eigenleistung instandgehalten wurde. Die Beisetzung von Lothar Löffler fand bereits am 8. Oktober 2022 in Watzendorf statt.

Erwin Buck heißt erneut der KW Berg-Cup Gesamtsieger

4. Oktober 2022

Die 34. Saison des KW Berg-Cups war offen bis zum Ende des letzten Laufes beim „39. ADAC Bergrennen Mickhausen“. Im bayerischen Schwabenland musste am 02. Oktober die finale Entscheidung um den Gesamtsieg fallen. Dafür in Frage kamen Erwin Buck, der Titelverteidiger aus 2021 im 2-Liter VW Spiess Scirocco und das Team Armin Ebenhöh / Tobias Mayer (Foto Mitte) mit ihrem 1400er VW Minichberger Scirocco. Erwin Buck hatte erst nach dem vorletzten KW Berg-Cup Lauf in Oberösterreich die Führung übernommen. Mit seinen 816,23 Zählern lag er lediglich 2,6 Punkte vor seinen direkten Verfolgern. Von den elf zum KW Berg-Cup 2022 zählenden Rennen werden die acht punktbesten Ergebnisse zur Jahreswertung heran gezogen. Da beide Anwärter auf den Gesamtsieg während der Saison schon acht oder mehr Spitzenresultate eingefahren hatten, konnten sie maximal noch Feintuning am Punktekonto betreiben. In der Form, ein nicht ganz perfektes Ergebnis durch ein besseres in Mickhausen zu ersetzen. Bei der Berechnung der begehrten Zähler ist die Starterzahl in der Klasse ein wichtiger Faktor. Je höher diese ist, umso mehr kann die eigene Platzierung Punkte einbringen. In dieser Beziehung war Erwin Buck mit 25 Teilnehmern etwas besser aufgestellt als Armin Ebenhöh, der den Scirocco beim Finale pilotierte. In seiner 1,4-Liter-Klasse traf er auf 13 Mitbewerber. Um das Blatt in Mickhausen noch einmal zu wenden hätte, einen Sieg von Armin Ebenhöh vorausgesetzt, Erwin Buck nicht besser abschneiden dürfen als mit Rang vier. Was für beide Hauptdarsteller bedeutete, absolut fehlerfrei am Limit zu agieren. Das wechselhafte Wetter schraubte die ohnehin hohen Anforderungen nochmals weiter nach oben. Am Samstag war es in der ersten Übungsauffahrt bis zur Mitte der 2-Liter-Klasse trocken, danach musste auf Regenreifen gewechselt werden. Der Rennsonntag begann ohne Niederschläge, aber die 2,2-Kilometer-Piste präsentierte sich stets unterschiedlich feucht. Und im Laufe des abschließenden vierten Race-Heats regnete es erneut, teilweise sogar heftig. Beide Titelaspiranten gaben unter den extrem schwierigen Verhältnissen ihr Maximales, blieben absolut fehlerfrei, führten in ihren Hubraumklassen vom Start weg bis zum Rennende, beendeten Mickhausen als souveräne Sieger. Armin Ebenhöh gewann bei den 1400ern 7,33 Sekunden vor dem starken Schweizer Martin Bächler (VW Lupo BTC) und Tobi Stegmann im VW Golf 1. Hinter Erwin Buck liefen Lars Heisel (+4,369 Sek. / Opel Böhm Kadett) sowie Egidio Pisano mit seinem VW Minichberger Golf als nächste Verfolger im Ziel ein. Damit schlug das Pendel zugunsten von Erwin Buck aus, er gewann zum zweiten Mal in Folge die Gesamtwertung des KW Berg-Cups. Rang […]

Der KW Berg-Cup erlebt in Eichenbühl ein ereignisreiches Wochenende

16. September 2022

Nicht nur den in den Cockpits Aktiven verlangte das „53. Bergrennen Eichenbühl“ (11.-12. September 2022) alles ab. Hart geprüft wurden auch die Organisatoren des veranstaltenden MSC Erftal e.V. im AvD rund um Rennleiter Steffen Hofer inclusive aller Helfer hinter den Kulissen und an der Strecke. Dabei reichte die Palette der Herausforderungen von einer langen Ölspur bis zu Highspeed-Abflügen, die zum Glück alle ohne Personenschäden verliefen. Das am Samstag sehr wechselhafte Wetter zögerte das Trainingsende bis kurz nach 18 Uhr hinaus. Beim Rennen war die selektive 3,050-Kilometer-Piste mit ihrem Mix aus engen und schnellen Kurven stets trocken. Die letzte Zieldurchfahrt fand daher eine Stunde früher statt als am Vortag. Der Zuschauerzuspruch war gigantisch. „Am Sonntag gab es vor den Kassen bis zu 80 Meter lange Warteschlangen, Tickets mussten zeitweilig durch Programmhefte ersetzt werden“ bilanzierte der MSC Erftal nach Rennende. Stichwort Rennen! Damit wollen wir uns nun beschäftigen, startend mit den Klassen der Gruppen A/F/CTC. Bei den 1600ern wurde Robert Maslonka (VW Polo G60) seiner Favoritenrolle gerecht, gewann vor Ralf Fladung im 207 Sport und Rallye-Spezialist Florian Hess (Peugeot 208 R2). Ein ungewöhnliches Podest erlebte die 2-Liter-Klasse mit der Besetzung Christian Bodner (P1/BMW 320iS), Mario Heß mit seinem Opel Schneider Astra GSi 16V als Zweitem und Henner Seibert (P3/BMW 320iS). Vorausgegangen waren Motorenprobleme an Kai Neus Ford Focus und ein Antriebswellendefekt am Renault Wiebe Mégane Coupé von Markus Goldbach. Über 2000 Kubik sicherte sich Rudolf Brandl (Porsche Cayman GT4) den Sieg vor Achim Kreim und Roland Herget (beide Mitsubishi Lancer). Im NSU-Bergpokal stand der erst 20-jährige Rookie Jannik Hofmann zum vierten Mal auf dem Podestplatz des Siegers. Andreas Reich flankierte ihn als Zweiter, Frank Kleineberg als Dritter. Die 1150er Klasse der Gruppen H/FS/E1 sah den Zieleinlauf Jürgen Heßberger (P1/Fiat 127), Uwe Werner (P2/Ford Fiesta RS) und Marco Rauch im Fiat 128 Coupé. Spannend und abwechslungsreich präsentierte sich die Hubraumabteilung bis 1,4 Liter. Thomas Pröschel fuhr den VW Schneider Corrado zur Trainingsbestzeit. Mann des Rennens war aber Franz Weißdorn im VW Polo GT. Er gewann mit drei Laufbestzeiten klar vor Tobias Mayer (VW Minichberger Scirocco) und Thomas Pröschel. Auf der Vier holte sich Nils Abb den größten KW 8V-Trophy Pokal der 1400er, die diesmal mit siebzehn Rennstartern einen mehr hatte als die 2-Liter-Abteilung. Bei den 1,6-Litern hat Andy Heindrichs zurzeit regelmäßig die Spoilerlippe seines Opel Wiebe Corsa 16V RR als erster im Ziel. An seinem Sieg konnten weder Mikko Kataja (P2/Toyota Starlet) noch […]

KW Berg-Cup präsentierten sich stark beim Schweiz-Gastspiel

31. August 2022

Im direkten Ländervergleich gewannen KW Berg-Cup Piloten in Oberhallau vier von sieben Klassen. Insgesamt holten sie vor großer, begeisterter Zuschauerkulisse 10 von 21 möglichen Podestplätzen. Der NSU-Bergpokal kam bei seinem ersten Auftritt in Oberhallau hervorragend an. Wie in den Vorjahren war das „Bergrennen Oberhallau“ erneut ein freundschaftlicher und höchst spannender Gipfelsprint-Ländervergleich. Deshalb fassen wir in diesem Bericht, so wie übrigens auch für die Punktevergabe, die entsprechenden Schweizer und KW Berg-Cup Klassen zusammen. Von den drei durchgeführten Läufen wurden die zwei schnellsten zum Rennergebnis addiert. Ein besondere Herausforderung für die Organisatoren des „Vereins Pro Bergrennen Oberhallau“ und die Teilnehmer stellte am Trainingssamstag (27.08.) das Wetter dar, das mehrfach zwischen nasser und rasch auftrocknender Fahrbahn wechselte. Erst am Sonntag herrschte auf der 3-Kilometer-Piste gleichbleibendes Slickwetter mit zum größtem Teil bedecktem Himmel bei moderaten Temperaturen. Was aber weder der Begeisterung der zahlreichen Fans noch der Motivation der Aktiven abträglich war. In der 1600er-Klasse der Gruppen A/F/CTC war der Schweizer Yves Bracelli im Peugeot 106 GTi der schnellste Pilot vor Robert Maslonka (VW Polo G60) und Ronny Hering mit seinem VW Scirocco. Die 2000-Kubik-Abteilung ging an den KW Berg-Cup, geholt von Michael Schumacher (VW Polo G60) vor Honda-Pilot Nicola Fankhauser und Maximilian Gladbach im BMW E36. Ungefährdeter 1400er-Sieger der Gruppen H/FS/E1 war Armin Ebenhöh mit seinem VW Minichberger Scirocco. Rang zwei holte sich der vom Scirocco zum VW Polo zurück gewechselte Franz Weißdorn vor Martin Bächler (VW Lupo). Superenger Ausgang dann in der 1,6-Liter Abteilung. 2021 hatte Andy Heindrichs im Opel Wiebe Corsa (Foto oben) Martin Bürki mit seinem VW MB Polo vier Hundertstelsekunden hinter sich lassen können. Diesmal drehte der Schweizer den Spieß um, war 21 Hundertstel eher im Ziel als Andy. Martins Junior Mike Bürki (VW MB Scirocco) komplettierte als Dritter das Podium. Klar im KW Berg-Cup Griff lag die 2-Liter Klasse. Wobei es an der Spitze nach zwei kleinen Rutschern von Mario Minichberger (VW Corrado R) in und vor der bekannten Tarzankurve noch richtig eng wurde. Schlussendlich gewann er neun Hundertstel vor Erwin Buck mit seinem VW Spiess Scirocco. Auf Position drei als bester Schweizer dann Reto Steiner (Ford Escort RS 2000). Sensationell das Ergebnis der 3-Liter-Klasse. Beim ersten Gipfelsprint mit dem Opel Gerent Kadett seit Eichenbühl 2019 fuhr Edi Bodenmüller auf Rang drei hinter den starken Schweizern René Köchli (Honda Civic) und Sieger Hermann Bollhalder im Opel Speedster Egmo. Gleich zwei Antriebswellenschäden an seinem Audi 80 Quattro banden Hauke Weber […]

KW Berg-Cup stellt am Hauenstein die schnellsten Tourenwagen

4. August 2022

Schnell, wettbewerbsfähig und attraktiv, so haben sich der KW Berg-Cup und der NSU-Bergpokal am Hauenstein präsentiert. In der Tourenwagenwertung sicherten sich die aktiven Berg-Cup’ler durchgehend die Plätze eins bis dreizehn. Erst der aus Österreich angereiste Markus Schneider im Lancia Delta Integrale und TracKing-Pilot Nico Breunig unterbrechen diese Kette, die sich danach lückenlos bis auf Position 29 fortsetzt. Auf Gesamtrang sieben ist Bernhard Permetinger, an dessen BMW Z4 GT3 nach dem Training noch lange an der Elektronik gefeilt werden musste, der Sieger der Tourenwagen-Division eins. Ihm am nächsten kam im wendigen Silver Car S2 G Evo Ralf Kroll, Rang drei sicherte sich der Schweizer Martin Bürki mit seinem BMW M3 GT3. Knapp hinter diesem taucht schon der Gewinner der 2-Liter Klasse der gemeinsam gewerteten Gruppen H/FS/E1 auf. Das ist im VW Spiess Scirocco Erwin Buck. Holger Hovemann fährt seinen 5,7-Liter Opel Datalab Kadett V8 GT/R (Foto oben) nach fast dreijähriger Pause auf Tourenwagenplatz fünf. Der Odenwälder kämpfte aber noch mit dem Set-Up des Boliden. In den Klassen gab es harte Kämpfe, teilweise enge Ergebnisse sowie einige neue Rekordmarken. Die Gruppe A/F/CTC bis 1600 Kubik gewann Markus Fink 0,924 Sekunden vor Helmut Knoblich (beide Citroen C2). Bei den 2-Litern setzte sich Kai Neu durch, der im ersten der drei Heats mit seinem Ford Focus in 2:04,463 eine neue Klassenbestmarke auf die 4,2 Kilometer lange Piste von Hausen hinauf zur Hochrhönstraße zauberte. Bei den Autos über 2000 Kubik war Roland Herget im Mitsubishi Lancer erfolgreich. Den Sieg im NSU-Bergpokal sicherte sich der erst 20-jährige Rookie Jannik Hofmann (NSU TT RPM). Damit sind wir bei den nach Gruppe H/FS/E1 Regeln aufgebauten Rennern angelangt. Deren 1150er Abteilung hatte Jürgen Heßberger mit seinem Fiat 127 Sport Martini Racing im Griff. Die Klasse bis 1400 Kubik gewann Armin Ebenhöh (VW Minichberger Scirocco) souverän. Ganz besonders spannend machten es die 1600er. Nach dem zweiten Run führte Andy Heindrichs knappe 196 Tausendstel vor Mikko Kataja im Toyota Starlet. In der finalen Auffahrt konnte Andy Heindrichs (Opel Wiebe Corsa 16V RR) seinen Vorsprung auf 0,356 Sekunden ausbauen. Den 2-Liter-Triumph holte sich Erwin Buck vor Markus Reich (VW Corrado R). Starker Dritter wurde Norbert Wimmer, der in 1.58,595 eine neue 8-Ventiler Benchmark setzte. Bei den bis 3-Litern sicherte sich Christian Auer mit seinem BMW M3 E30 den größten Pokal, eine Klasse höher hieß der Gewinner Bernhard Permetinger. Den E2-Silhouetten Erfolg heftete Ralf Kroll an seine Fahnen. Eine defekte Zylinderkopfdichtung katapultierte Robert […]

KW Berg-Cup Klasseneinblicke von Homburg

24. Juli 2022

Da wir uns im Kurzbericht nach Homburg in der Hauptsache mit den ersten, frühen Zwischenständen im KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal beschäftigt hatten, müssen wir zuerst noch über ein paar allgemeine Dinge des am 09. und 10. Juli über die Bühne gegangenen „47. Homburger ADAC Bergrennen“ sprechen. Erwähnt hatten wir ja bereits die guten, trockenen äußeren Bedingungen, wobei der Samstag mit den höheren Temperaturen aufwartete. Heikel gestaltete sich dieses Jahr die dem Start folgende Bergabfahrt zum Brückchen, der ersten Mut- und Schlüsselstelle der technisch anspruchsvollen 2,6-Kilometer-Rennstrecke, die aus dem Saarland nach Rheinland-Pfalz führt. Ursache der Probleme war die nicht mehr wirklich topfebene Fahrbahn, die besonders den hart abgestimmten Autos zu schaffen machte, diese teilweise zum Springen brachte. Verteilt auf Samstag und Sonntag standen je drei Läufe auf dem Programm. Der Trainingstag begann mit leichter Verspätung gegen 09:00 Uhr, er dauerte bis etwa 17:30 Uhr. Sonntags startete das Rennen dann wie geplant exakt um 08:30 Uhr, trotz einiger Vorfälle war die letzte Talfahrt erfreulich früh kurz nach 16:00 Uhr beendet. Übrigens wurde im Rennen in den Klassen nach den Resultaten des Trainings von langsam nach schnell gestartet, was den Aufbau der Spannung unterstützte. Die Truppe des Homburger AC hatte dieses Verfahren auch schon vor Corona praktiziert. Für die Fans an der Strecke, die zahlreich kamen, ist das eine echt tolle Sache. Damit wollen wir es bewenden lassen und uns lieber um das Geschehen in Training und Rennen kümmern, wie immer in der Reihenfolge des Programms. Also steigen wir ein mit den 1600er-Autos der gemeinsam gewerteten Gruppen A/F/CTC. Reden wir zuerst über den Sieger. Das ist, bereits zum vierten Mal in dieser Saison, Robert Maslonka, dessen VW Polo 1142 G60 nach den Zicken am Iberg wieder einwandfrei läuft. Er bestimmt in jedem Lauf das Tempo und gewinnt am Ende mit einem Polster von 6,175 Sekunden klar. Abwechslungsreicher ist es auf den Rängen dahinter. Um die restlichen zwei Podestplätze bewerben sich die Herrschaften Helmut Knoblich im Citroen C2 sowie die Ford-Fiesta-Piloten Lukas Friedrich und Jürgen Fechter. Nach Race-Heat eins lautet die Reihung auf den Positionen zwei bis vier Jürgen Fechter, Helmut Knoblich und Lukas Friedrich. Das genannte Trio liegt innerhalb von 0,510 Sekunden zusammen. In der zweiten Auffahrt spielt Helmut Knoblich bei seinem ersten Start in diesem Jahr seine Homburg-Routine aus, holt sich Platz zwei. Lukas Friedrich verbessert sich ebenfalls, ist nun 244 Tausendstel hinter Helmut Knoblich Dritter. Dem Vierten, Jürgen Fechter, fehlen 1,057 […]

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