Prekäre Situation vor dem Berg-Cup Fastest Lap in Oschersleben

2. Mai 2021

Auswirkungen der sogenannten „Bundesnotbremse“ haben dazu geführt das sich die Auflagen seitens der Motorsport Arena Oschersleben GmbH für die Rundstreckenveranstaltung am kommenden Wochenende des 7. und 8. Mai verschärft haben. Nach der gelungenen Premiere auf dem Hockenheimring plant der KW Berg-Cup seinen zweiten Lauf im Rahmen des Rennens „Preis der Stadt Magdeburg“ im „Fastest Lap-Modus“. Erfreuliche 60 Starter haben sich, Stand 28. April für das zweite Rennsportwochenende nach langer Abstinenz angemeldet. Nun sorgt ein striktes Übernachtungsverbot im Fahrerlager, dessen Einhaltung von Security-Kräften streng überwacht werden soll, für Ratlosigkeit unter den Teilnehmern der Veranstaltung. Da aktuell von 22 Uhr bis 5 Uhr im Bördekreis eine Ausgangssperre gilt, darf sich niemand im Fahrerlager aufhalten. Der Hauptveranstalter MCS Stuttgart hat nun ein dickes Problem und versucht derzeit alles Mögliche und das Event nicht absagen zu müssen. „Leider macht uns die Übernachtungs-Situation im Fahrerlager Oschersleben starke Kopfschmerzen“. In einem Schreiben informierte am Freitag die Organisationsleitung des MCS Stuttgart. „Was in Hockenheim ohne weiteres möglich war, darf in Oschersleben nicht sein. Unser Versuch, Nachtwachen zu erlauben, wurde von der Behörde als Umgehung des Übernachtungsverbots gewertet und deshalb abgelehnt. Das Fahrerlager muss um 22:00 Uhr menschenleer sein. Dies wird auch kontrolliert. Security- Mitarbeiter der Motorsport Arena überwachen das Fahrerlager die ganze Nacht. Wenn die Behörde einen Verstoß gegen die Auflagen feststellt, kann die komplette Veranstaltung abgebrochen werden. Dies wurde bei einer Veranstaltung in Groß Dölln bereits praktiziert. So bleiben tatsächlich nur zwei Möglichkeiten. Die Teilnehmer suchen sich Hotels bzw. Pensionen in der Nähe oder kommen auf zwei Campingplätzen (17 und 24 km vom Renngelände entfernt) im Umland unter. Die Gäste müssen dort aber autark sein, das heißt die Sanitäreinrichtungen des Platzes bleiben geschlossen, die Lieferung von Strom und Wasser ist aber möglich. Unbedingt erforderlich ist die Vorlage einer Bestätigung oder eines Schreibens, das belegt, dass der oder die Übernachtenden beruflich oder gewerblich unterwegs sind. „Das heißt im Klartext, auch diese Möglichkeit steht nicht allen offen. Der letzte Satz des letzten Abschnittes gilt genau betrachtet auch für Hotels und Pensionen“, so die Verantwortlichen des MCS. Somit kann der Veranstalter nur hoffen, dass sich alle mit diesen Einschränkungen arrangieren können. Dennoch stellt sich die Frage wer von den Teilnehmern seine Nennung für Oschersleben aufrecht erhält und wer sich zurückziehen möchte oder muss?

Premiere des ADAC SimRacing Berg-Cup steht bevor

10. April 2021

Die erste offizielle Meisterschaft im virtuellen Bergrennsport, die im vergangen Winter vom ADAC ausgeschrieben wurde, steht in den Startlöchern. Am kommenden Montagabend, 12. April 2021 schaltet erstmals der Startampel für den ADAC SimRacing Berg-Cup auf Grün. Kurz vor dem Einschreibeschluss am Montag um 18 Uhr, haben sich bereits 25 Fahrerinnen und Fahrer in die brandneue SimRacing Bergrennserie des ADAC Südbaden eingeschrieben. Mit 5€ ist man als ADAC-Mitglied dabei. Nicht-ADAC´ler zahlen für die Jahresanmeldung 10€. Zwölf in sich abgeschlossene Rennsportabende auf virtuellen Strecke aus der realen Deutschen Bergmeisterschaft stehen bis zum Finale am Nikolausabend 2021 auf dem Programm. Das neue Prädikat beruht auf der bereits seit zwei Jahren existierenden „Röttele Racing Berg Challenge by GTR4u“, in der zusätzlich ausländische virtuelle Bergrennstrecken unter die feinpixeligen Räder genommen werden. In Zeiten der Pandemie erhält der „Onlinerennsport“ mehr und mehr Zulauf. Der Verkauf von SimRacing-Rigs, Lenkrädern und Padalen für den PC boomt aktuell. Einer der Marktführer auf diesem Sektor ist beispielsweise das Markentrio Raceroom, Ascher Racing und Tracktime aus dem Hause KW Automotive, bekanntlich seit Jahrzehnten Fahrwerkshersteller und Hauptsponsor des realen KW Berg-Cup. Die Action in der Röttele Racing Berg Challenge by GTR4u und im ADAC SimRacing Berg-Cup basiert allerdings auf der Plattform Assetto Corsa. Entsprechende Hardware kann natürlich für mehrere Spielesysteme genutzt werden. Loslegen wird der ADAC SimRacing Berg-Cup auf der exakt nachempfundenen Strecke des „Freien Bergrennens“ Waldau. Danach folgen Strecken aus der Deutschen Bergmeisterschaft und dem KW Berg-Cup, nahezu in der originalen Reihenfolge und zeitlich gesehen immer ein paar Tage vor dem wirklichen Event. Absagen wegen Covid-19 drohen hier allerdings nicht, denn die Aktiven sitzen Zuause im stillen Kämmerlein vor dem Rechner. Der Endlauf, am 6. Dezember 2021 findet virtuell auf der ehemaligen Berg-EM Strecke von Trier statt. Alle Läufe werden wie gewohnt im Internet live übertragen. Alles Weitere findet man unter https://adac-simracing-cup.de/asrc-berg-sued und dem Nennportal (mit Einschreibeliste) https://www.adac-sport.com/ADAC_SimRacing_Berg_Cup_2021_10228/ Youtube-Livestream für Waldau (Montag 12. April ab 18 Uhr 30 Uhr) https://youtu.be/AbTMVFSB8Dw

Hockenheimer KW Berg-Cup Auftakt besser als erwartet

30. März 2021

Der Saisonauftakt zum KW Berg Cup 2021 ging an einem für Bergrennfahrzeuge ungewohnten Ort über die Bühne. Auf der Grand-Prix-Strecke des Hockenheimrings wurde nach 1,5 Jahren Pause wieder ein KW Berg Cup Lauf als Zeitfahren ausgetragen. Dabei stellte sich ein kleines, aber feines Starterfeld dieser Herausforderung. Leider sorgte ein kurzer Regenschauer bei kühlen Temperaturen am Nachmittag für erschwerte Bedingungen beim 2. Rennlauf. Somit blieben die Bestzeiten in beiden Startgruppen aus dem 1. Rennlauf bestehen. Die schnellste Zeit setzte dabei Gastfahrer Maiko Dufner vom KÜS Team Bernhard, der mit seinem Porsche Cayman GT4 nicht zu schlagen war. Mit dem mächtig klingenden Boliden ließ er vor allem im 1. Rennlauf der Konkurrenz keine Chance. Im 2. Rennlauf musste er sich aber gewaltig strecken, um erneut die schnellste Zeit zu setzen. Mit gerade einem 0,04sec. Rückstand kam dort Marcel Gapp mit dem BMW E36 M3 in die Wertung, der mit einer tollen Performance in die neue Rennsaison startete. Der junge Allgäuer hatte extra die Hinterachse angepasst und konnte sich somit hervorragend in Szene setzen und sich damit auch den Sieg im KW Berg Cup sichern. Gesamt reichte es für ihn in der Gruppe 2 zum dritten Platz hinter Patrick Orth. Dieser brachte erstmals einen BMW M3 E46 an den Start lieferte mit dem wohlklingenden Boliden eine hervorragende Leistung ab. Mit dem für die Rundstrecke abgestimmten Fahrzeug konnte er sich eindrucksvoll in Szene setzen und mit seinem beherzten Fahrstil schlussendlich die 3l Klasse Gesamt für sich entscheiden. Rang Vier Gesamt in dieser Gruppe ging an Michael Bodenmüller, der mit seinem Opel Gerent Kadett C 16V sich mit einer tollen Performance exzellent in Szene setzen konnte. Das neue „Überlitertriebwerk“ scheint zu funktionieren. Mit famosen Zeiten stand für ihn am Ende der zweite Rang in der 3l Klasse im Zuge des KW Berg Cup zu Buche. Die Top5 Gesamt komplettierte der Tiroler Thomas Strasser mit seinem VW Minichberger Scirocco 16V, der vor allem im trockenen 1. Rennlauf eine famose Zeit erreichte. Dabei konnte er sich sogar den dritten Gesamtrang in diesem Heat sichern. Schlussendlich feierte er mit dem wunderschönen Fahrzeug den vollen Erfolg in der 2l Klasse. Dahinter ging der sechste Gesamtrang an Norbert Wimmer im BMW 2002 ti 8V. Mit dem blauen 02er konnte er sich beeindruckend in Szene setzen und damit auch die KW 8V-Trophy für sich entscheiden. Siebenter wurde Jochen Stoll mit dem Porsche 911 GT3 Cup, der sich schlussendlich auch als Sieger […]

Vorschau KW Berg-Cup 2021 – Top-Starter in vielen Klassen

20. März 2021

Ein Stückweit Freude und Beständigkeit bringt in diesen Coronatagen der KW Berg-Cup in die deutsche Bergrennszene. Mit seinem so nicht erwarteten Einschreiberesultat von 117 Fahrern und 108 Fahrzeugen, setzt die Traditionsmeisterschaft am Berg ein hoffnungsvolles Lebenszeichen und ermutigt zudem Veranstalter und Fans. Wie es aber nach den beiden, wohl gesicherten Rundstreckenveranstaltungen von Hockenheim und Oschersleben, mit dem Terminkalender weitergeht, ist angesichts der aktuell wieder steigenden Inzidenzwerte fraglich. Nichtsdestotrotz wollen wir uns die Einschreibeliste des KW Berg-Cup 2021 einmal genauer anschauen. Beginnen wir mit den E2-SH Boliden, wo Ralf Kroll mit seinem Silver Car S2 Evo wieder mit von der Partie sein wird. Mit diesem Boliden ist er sicherlich in seiner Klasse nun der Gejagte. Interessant wird sicher der Vergleich mit dem jungen „Nordlicht“ Hauke Weber, der es Kroll wohl keines Wegs leicht machen wird, und mit seinem TracKing RC01 mit Audi-Silhouette (Foto oben) eine volle Saison im KW Berg Cup einplant. In der Klasse E1 über 3l Hubraum wird wohl Holger Hovemann mit seinem spektakulären Opel Kadett C V8 GT/R für Begeisterung sorgen. Der Rennbolide wird dank eines neuen Hauptsponsors in neuem Design an den Start gehen. Die Konkurrenz dürfte sicherlich der Salzburger Bernhard Permetinger anführen, der mit seinem im Vorjahr neu eingekauften BMW Z4 GT3 heuer endlich die ersten Rennkilometer absolvieren möchte. Der wunderschöne Bolide wird dabei sicherlich mit seinem einmaligen Klang begeistern. Aber auch Jochen Stoll vom Homburger Automobilclub wird mit seinem vom KÜS Team 75 Bernhard betreuten Porsche 911 GT3 Cup sicherlich nicht außer Acht zulassen sein. Gerade beim „Shootout“ am kommenden Wochenende in Hockenheim zählt der Pfälzer zu den Kandidaten auf die schnellste Gesamtzeit. Und auch der Österreicher Stefan Hetzenauer möchte mit seinem Subaru Impreza WRX STI in seiner ersten KW Berg Cup Saison für Furore sorgen. Weiter wird auch die sympathische Rennamazone Sabine Röck wieder ihren bewährten VW Golf 1 Turbo an den Start bringen und Christian Handa vertraut auf den legendären Lancia Delta Integrale und die Unterstützung seines am Berg erfolgreichen Vaters Norbert Handa. Mit Spannung darf das Comeback des früheren Berg-Cup Gesamtsiegers Hans-Joachim Schmidt erwartet werden, der einen mächtigen VW Scirocco 1 Turbo an den Start bringen möchte. In der Klasse über 2 Liter bis 3 Liter Hubraum werden die Karten neu gemischt. Michael Bodenmüller wechselt mit seinem potenten Opel Kadett C 16V von den 2l Boliden in diese Klasse. Dafür wurde ein neuer 2,5l Motor von Gerent Rennsporttechnik verbaut. Einer der großen […]

117 Fahrer sind 2021 mit 108 Autos beim KW Berg-Cup eingeschrieben

15. März 2021

Dass in Zeiten einer Corona-Pandemie und nach einem Jahr voller Rennabsagen die 100er-Hürde so deutlich übersprungen werden würde, und das auch gleich noch doppelt, darauf hatten selbst die größten Optimisten im Berg-Cup Orga-Team nicht zu wetten gewagt. Umso größer ist nun die Freude und Erleichterung darüber, dass sich die intensive, mit echten Zitterpartien gespickte Arbeit hinter den Kulissen gelohnt hat. „Ein dickes Dankeschön daher von der Berg-Cup Vorstandschaft an alle die, die sich 2021 in den NSU-Bergpokal und den KW Berg-Cup eingeschrieben haben“, zeigt sich „Berg-Cup-Präsi“ Uli Kohl erleichtert. Das Einschreiberesultat der beliebten Breitensport-Serie ist auch ein sehr positives Signal an die Veranstalterriegen alle Bergrennen in Deutschland, und darüber hinaus. Die aktuellen Felder setzen sich aus Stammkunden sowie interessanten Neu- und Wiedereinsteigern zusammen. Die stärkste Fraktion bildet dabei erneut die 2-Liter-Klasse der gemeinsam gewerteten Gruppen H/FS/E1. 38 Fahrerinnen und Fahrer sind hier verzeichnet, die sich auf 33 Bergrenner aufteilen. In einem davon, im VW Golf 16V von Mario Ruwe, wird als Teampartner der Vorarlberger Christoph Lampert, der Glasbach-Gesamtsieger und EM-Dritte von 2019 im Osella FA 30, in Teilzeit und als Vorbesitzer des Golf, am Werk sein. Mit 23 Aktiven und 20 Rennfahrzeugen meldet sich die Abteilung bis 1400 Kubik erneut stark zu Wort. Die anderen Klassen der stark verbesserten Tourenwagen präsentieren sich mit jeweils acht bis zwölf Teilnehmern ausgewogen. Nur 1150er und Diesel sind zurzeit Mangelware. Tobi Stegmann und Sepp Koller müssen als Einzelkämpfer die Stellung halten. Im Aufwind zeigt sich hingegen die Klasse über 2000 bis 3000 Kubik, in der ein volles Dutzend Teilnehmer um Punkte und Erfolge kämpft. Neu in dieser Abteilung ist Michi Bodenmüller, in dessen Opel Kadett C Coupé jetzt ein 2,5 Liter großes 16V Gerent Herz schlägt. Acht Boliden mit mehr als 3000 Kubikzentimeter bedeuten Rekord! Für echte Rundstrecken-Atmosphäre werden hier die GT3-Renner von Bernhard Permetinger (BMW Z4) und Jochen Stoll (Porsche 911 Cup) sorgen, eine Prise Rallye-Feeling steuert Stefan Hetzenauer (A) mit seinem bärenstarken Subaru Impreza WRX STi bei, den unverkennbaren V8-Sound der siebenfache KW Berg-Cup Gesamtsieger Holger Hovemann (Opel Lack Scuderia Kadett V8 GT/R). Runden Geburtstag feiert 2021 der NSU-Bergpokal. Die Meisterschaft der luftgekühlten Heckmotorautos wird 20! An der Jubiläumstournee wirken 14 Teilnehmer mit. Zwölf NSU TT steht ein 1200C gegenüber. Pilotiert wird diese im Vergleich zu TT und TTS etwas längere Familienlimousine der späten 60er und frühen 70er Jahre von einem neu formierten Team, das aus dem routinierten Thomas Krystofiak und dem […]

Termine 2021: KW Berg-Cup

24. Januar 2021

Ungewöhnliche Zeiten erfordern unkonventionelle Maßnahmen. So vorläufig wie noch nie, kommt aktuell der Terminkalender des KW Berg-Cup für 2021 daher. Man plant für das zweite Jahr unter der Coronapandemie notgedrungen erstmals Wertungsläufe auf zwei bekannten Deutschen Rundstrecken. Es gibt dabei kein Rundstreckenrennen im klassischen Sinne, sondern lediglich ein Fahren gegen die Uhr, ähnlich dem Timeattack-Modus. Es wird aus der Boxengasse in Abständen gestartet und während einer Session von beispielsweise 25 Minuten auf das Erreichen einer schnellsten Rundenzeit abgezielt. Über das Wochenende verteilt hat der KW Berg-Cup immer wieder Zeitfenster für Trainings- und Finalläufe (Hotlap). Die Starter können dabei jederzeit  in die Box ein- und auch wieder ausfahren. Der KW Berg-Cup kann sich so bei beiden Rundstreckenveranstaltungen in den regulären Zeitplan, mit wahrscheinlichen Läufen der Youngtimer-Trophy, GLPpro, der historischen Formel V oder dem „Kampf der Zwerge“ eingliedern. Man ist also hier im passenden Rahmen und bester Gesellschaft. Da man den Umständen geschuldet, eher vom Saisonende zum Anfang hin plant, fehlen im Block der Bergrennen namhafte Events wie Schotten, Eschdorf, Wolsfeld und Homburg, die größtenteils als Ersatzläufe in kalendarischer Reihenfolge fungieren könnten. Welche Veranstaltungen, gerade im Berg-Block nun letztendlich zur Austragung kommen ist allerdings auf Grund der unsicheren, allgemeinen Lage weiterhin offen. Am ehesten werden Veranstaltungen auf umzäunten Geländen, sprich den Rundstrecken realisierbar sein. Wer unmittelbar vor dem Saisonstart des KW Berg-Cup noch eine Testmöglichkeit ins Auge fasst, dem sei der Trackday des MSC Stuttgart am Donnerstag, den 25.03. 2021 in Hockenheim empfohlen. 26.-28.03. 2021: Preis der Stadt Stuttgart – Hockenheimring 07.-09.05. 2021: Preis der Stadt Magdeburg – Arena Oschersleben 12.-13.06. 2021: ADAC Glasbachrennen 26.-27.06. 2021: ADAC Ibergrennen Heiligenstadt 31.07.-01.08. 2021: ADAC Hauenstein Bergrennen 21.-22.08. 2021: Osnabrücker ADAC Bergrennen 28.-29.08. 2021: Bergrennen Oberhallau (Schweiz) 11.-12.09. 2021: AvD Bergrennen Eichenbühl 25.-26.09. 2021: Bergrennen St. Agatha (Österreich) 02.-03.10. 2021: ADAC Bergrennen Mickhausen

Flexibilität im KW Berg-Cup gefragt – Einschreibeliste öffnet im Februar

10. Januar 2021

Die Corona-Pandemie macht weiterhin nicht nur den Veranstaltern der Bergrennen in Deutschland zu schaffen, auch der KW Berg-Cup, als Rennserie sitzt quasi auf dem Trockenen. Die Vorstandschaft der Traditionsmeisterschaft (seit 1987) um den Niederbayer Uli Kohl bereitet aktuell eine mögliche Wiederaufnahme des Rennbetriebs hinter den Kulissen vor. Man sitzt dabei im gleichen Boot mit den Veranstaltervereinen, die ebenfalls nicht auf subjektive Einschätzungen der Lage und mögliche Rennveranstaltungen im Jahr 2021 sicher bauen können. Vorsichtige Schätzungen spekulieren und hoffen auf Bergrennen, die ab Juli oder August wieder stattfinden könnten. Pflichtaufgabe ist es für die Berg-Cup´ler allen Eventualitäten zum Trotz, gerüstet zu sein und auf Flexibilität bei den Einschreibungen und im Terminkalender zu setzten. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen verdrahtete man sich zu einer KW Berg-Cup Online-Veranstaltertagung. Es kam zu einem interessanten Austausch der Organisatoren, auch aus den Nachbarländern Österreich und der Schweiz. Der Berg-Cup e.V. stellte seine Überlegungen zur Saison 2021 vor und ging dabei auch in Sachen Veranstalterbeiträge ein großes Stück auf die Rennausrichter zu, die aktuell in Teilen selbst in finanziell unsicheren Lagen stecken. Notwendig  war es aus der internationalen Serie KW Berg-Cup und dem KW Berg-Cup National wieder Eins zu machen und zumindest für 2021 auf den KW Berg-Cup mit Status NSAFP zurückzufahren, denn sonst hätte man nach den FIA-Appendix S Hygienereugularien ein eigenes, von den Veranstaltern unabhängiges Hygienekonzept aufbauen müssen. Somit sind für den KW Berg-Cup in diesem Jahr nur zwei Auslandsrennen zulässig, für den NSU-Bergpokal aufgrund seines Status, wie die Jahre zuvor, nur ein Rennen außerhalb Deutschlands. Die Terminplanung setzt auf acht Bergrennen, davon zwei außerhalb Deutschlands und zwei Events auf Rundstrecken oder Flugplätzen. Die Benennung von Ersatzveranstaltungen hält man sich ebenfalls offen. „Wegen Corona planen wir die Saison eher vom Ende zum Anfang hin“, sagt Uli Kohl. Aktuell sitzt man beim Berg-Cup e.V. über den Einschreibungsunterlagen und dem Reglement für eine etwaige Rennsportsaison 2021. Um für alle Fälle gerüstet zu sein, soll die Ausschreibung zum KW Berg-Cup 2021 ab Anfang Februar vorliegen und gleichzeitig die Einschreibeliste für die Aktiven geöffnet werden. Danach wird man die Entwicklungen um das Covid-19 Virus weiter verfolgen und abwarten. Von geselligen Rennwochenwochenenden, wohlklingenden Rennmotoren, von Zuschauermaßen bevölkerten Hängen und rasanten Rennszenen auf kurvenreichen Bergstrecken, darf man auch weiterhin träumen. Die Zeit wird es bringen, ob schon der Asphalt am Berg in 2021 wieder brennt oder erst in 2022.

Rückspiegel: ADAC Rennsteig-Bergrennen 2005 – Leid-Planken

5. Dezember 2020

Die Premierenveranstaltung am Rennsteig (30. April und 1. Mai 2005) und somit der Saisonauftakt der Bergrennen in Deutschland stand unter keinem guten Stern. Da die mit knapp über vier Kilometer, zurzeit längste Bergrennenstrecke der Republik nur mit einfachen Leitplanken ausgestattet ist, dürfen die Rennsport-Fahrzeuge erst an Pfingsten in Wolsfeld ran und die Tourenwagen-Piloten waren unter sich. Diese Leitplanken sorgten über das gesamte Wochenende für reichlich Diskussionsstoff und dafür dass lediglich zwei Trainingsläufe und ein Rennlauf stattfinden konnten. Schon im ersten Training nahm das Unheil seinen Lauf. KW Berg-Cup Gesamtsieger Holger Hovemann bohrte sich mit seinem Opel RISSE Kadett C 16V bei Posten 26 derart heftig in Leitschienen, das eine den Sicherheitsbedürfnissen gerechte Wiederherstellung erst nach dem Abbruch des Training am Abend möglich war. Am Sonntag in der Früh setzten die Verantwortlichen das Training fort, danach waren drei Rennläufe für rund 80 Piloten geplant. Noch im Probelauf krachte Walter Foster mit seinem BMW 2002 Turbo an gleicher Stelle, wie tags zuvor Hovemann in die Leitschienen, worauf erneut eine zeitaufwändige Instandsetzung notwendig war. Erst zum frühen Nachmittag gab die Rennleitung die Strecke zum ersten Rennlauf frei. Nach ganzen drei Fahrzeugen die das Ziel sahen, demolierte Gruppe G-Pilot Raymund Gehring (Ford Sierra Cosworth) die Planken bei Posten drei, der ersten Kurve nach dem Start. Als dann wenig später noch Franz Weißdorn (VW Polo 16V) erneut bei Posten drei einschlug und sich zu allem Elend noch der Schotte Kenneth Allan mit seinem Ford Escort Cosworth nach der Zieldurchfahrt mehrfach überschlug, konnte einem der organisierende RSG Altensteiner Oberland schon leidtun. Dennoch muss man der RSG ein Lob aussprechen. Den Mannen des Club, konnte man keinen Vorwurf machen, im Gegenteil, diese leisteten schon fast unmenschliches, um Ihre Erstlingsveranstaltung über die Bühne zu bringen. Aus sportlicher Sicht gab es nicht viel zu berichten. Überraschend schnellster Mann aus den Reihen des KW Berg-Cup war Ralf Kroll im VW Lehmann Golf 16V (Foto Mitte) aus der Klasse bis 1600 ccm. „Ich finde die Strecke klasse und komme auf jeden Fall in 2006 wieder“. Kroll war schon im am Samstag abgebrochenen Training der Schnellste, wobei jedoch festzuhalten bleibt, dass die komplette Klasse über 2 Liter, nur bis zu Hovemanns Unfallstelle im Renntempo agieren durfte. Helmut Maier und Valentin Schneider (beide VW Golf 16V) belegten mit deutlichem Abstand auf den Walldürner die Plätze. Mann des Tages in der Klasse bis 1300 ccm war Klaus Bernert (VW Polo 16V). Der Kraichgauer war […]

Rückspiegel: Hill Race Eschdorf 03./04. Mai 2003 – Suzuki im Poloteich

22. November 2020

Eine Werbung für den Bergrennsport ist zurzeit der KW Berg-Cup. Harte Positionskämpfe und minimale Zeitabstände sind hier an der Tagesordnung. Der Munderkinger Achim Fischer (Foto oben) kristallisiert sich nach dem zweiten Lauf des KW Berg-Cup, in den Luxemburger Ardennen, zum hohen Favoriten auf die Titelverteidigung, heraus. Der Suzuki Swift Pilot bot wie in Schleiz eine astreine Vorstellung und setzte sich knapp gegen ein geballtes Polo-Rudel durch. Das Wasser reichen konnte Fischer am ehesten Franz Weissdorn. Martin Kleiner meldete sich, nach einjähriger Pause mit Rang drei in der Klasse bis 1300 ccm des Berg-Cups zurück, jedoch mit zwei Sekunden Rückstand zu Fischer, der die Gesamtwertung des Gruppe H-Cups anführt. Zwei Top-Favoriten in Ihren Klassen mussten bereits nach dem Warm up unverrichteter Dinge die Heimreise antreten. Hugo Moser (VW Polo 16V), einer der Favoriten im KW Berg-Cup, verzeichneten nach St. Agatha 2002 einen weiteren kapitalen Motorschaden und bei Ralf Kroll (VW Golf 16V) spiele das Getriebe nicht mehr mit. So kam Egidio Pisano (VW Spiess Golf) ohne große Gegenwehr zum zweiten Sieg der noch jungen Saison. Rainer Koresch im Ford Escort war in zwei von drei gewerteten Läufen, auf der 1,8 km kurzen Piste, fast 3 Sekunden länger unterwegs. In der Klasse bis 2 Liter war Matthias Pott in der beiden ersten Auffahren in Schlagdistanz zu Frank Genbrock (beide Opel Kadett C 16V), bevor der „Ruhr-Blitz“ mit seiner Tagesbestzeit von 1.02,780 Minuten alles klar machte. Der Österreicher Markus Reich im VW Golf 16V (Foto Mitte) „kappelte“ sich anfangs mit Michael Dandl im BMW 320, setzte sich im dritten Lauf noch etwas ab. Tourenwagen-Bergmeister Norbert Handa war erneut Chancenlos im „kastrierten“ Lancia Delta HF Integrale. „So macht´s echt keinen Spaß“ kommentierte der Franke seinen vierten Rang in der Gruppe H über 2000 ccm. Wie Herbert Stenger machte auch Norbert Brenner in den drei Qualifikationsläufen und im Top 20 Finale die Pace und kassierte maximale Punkte in der Meisterschaft und im KW Berg-Cup. Team-Kollege und Schützling Markus Wüstefeld (beide Mercedes 190 Evo II) fuhr lange in einer Sekunde mit Brenner und distanzierte den ex-NAVC Bergmeister Christian Reuter im bildschönen BMW M3 E30 (Foto unten) überraschend deutlich. Text und Fotos: Thomas Bubel (c) 2003

Jubiläumsjahr für Alt-Bergmeister Claus Dupré

4. Oktober 2020

Hallo Claus, wie geht´s! Diese Gelegenheit der Nachfrage bot sich „Bergrennen in Deutschland“ kürzlich beim Event „Mythos Sportwagen“ auf dem Zweibrücker Flugplatzgelände. Claus Dupré wird vielen Motorsportinteressierten als erfolgreicher Teamchef und Pilot aus dem Rundstrecken-Rennsport ein Begriff sein. Seine motorsportlichen Anfänge setzte der heute 72-jährige Saarländer im Bergrennsport, insbesondere beim Homburger Bergrennen, das quasi vor seiner Haustür lag. Für die These das Motorsport jung hält, ist der Betreiber eines Autohauses in Schiffweiler bei Neunkirchen ein Paradebeispiel. Immer noch drahtig und sportlich trotzt er dem Älterwerden. Sein Sieg im Deutsche Berg-Pokal 1980, der mit der Bergmeisterschaft gleichzusetzten ist, ist in diesem Jahr genau 40 Jahre her. Seit 50 Jahren existiert Dupré Motorsport und vor 85 Jahren entstand das Autohaus als Familienbetrieb. 2020 ist also ein großes Jubiläumsjahr im Hause Dupré. Als VAG-Vertragshändler für die Marken VW und Audi setzte Claus Dupré auch genau diese Marken im Bergrennsport ein. Die Meisterschaft im Berg-Pokal gewann Dupré auf jenem VW Golf GTi der später auch Dieter Knüttel zu vielen Erfolgen führte. Nach dem Verkauf des Meisterautos in den Odenwald entstand in Duprés Werkstatt das legendäre Audi Coupé in KAMEI-Farben mit dem er in den 1980er Jahren zahlreiche Klassen- und Tourenwagen-Gesamtsiege am Berg holte. „Mein Coupé habe ich noch immer in Besitz, es steht in einer unserer Hallen. Fahrbereit ist der Wagen leider nicht mehr, denn es wurden immer wieder Teile entnommen für andere Fahrzeuge“, erläutert Dupré Senior leicht verärgert aber mit einem Schmunzeln im Gesicht“. Mit dem Audi vollzog sich damals der Übergang zur Rundstrecke, denn das Coupé wurde oftmals in der Spezial-Tourenwagen-Trophy (STT) eingesetzt. Claus Dupré, der auch sieben Rennen in der legendären Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) bestritt, ist nie vom aktiven Rennsport zurückgetreten. Auch heute noch klemmt sich der Senior ab und an hinters Volant, überlässt aber weiterstgehen Junior Christoph Dupré die Geschäfte in Autohaus und Rennteam. Von Schiffweiler aus starten Claus und Christoph Dupré in alle Welt, um an Autorennen teilzunehmen. Die beiden haben nicht nur bereits an unzähligen Veranstaltungen teilgenommen und viele Siege errungen, sie entwickeln auch Rennfahrzeuge verschiedener Hersteller weiter und treiben Renn- und Entwicklungsprojekte voran. „Wir sind dafür bekannt, Ideen zu entwickeln“, sagt Christoph Dupré. Der Diplom-Ingenieur ist seit 25 Jahren im Motorsport tätig. „Gefühlt schon immer, ich wurde da reingeboren“, so der Junior. Auf der Rennstrecke waren und sind die Saarländer mit ihren Kunden in zahlreichen Meisterschaften und Serien zuhause. Die Palette reicht in all den Jahren […]

1 2 3 9