Interview mit neuem ACL-Sport Chef: „Ich will 2024 wieder ein Bergrennen im Land sehen“

28. Januar 2023

Der neue Präsident von ACL Sport, Romain Gantrel, will einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen und Kräfte mobilisieren, um den Motorsport in Luxemburg wiederzubeleben. Romain Gantrel, Sie packen mit der Übernahme der Sportkommission des ACL ein XXL-Projekt an, oder? Es gibt viel zu tun, aber ich glaube, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt. Ich bin nicht der Typ, der sich verbiegt, sobald der Wind auffrischt. Aus sportlicher Sicht haben Dylan Pereira und Kevin Peters auf den europäischen Rennstrecken geglänzt, nicht zu vergessen sind anderen Enthusiasten, die sich sicherlich in niedrigeren Sphären und im Breitensport entwickeln, über die wir aber nie sprechen. Aufgrund eines Kommunikationsproblems? Teilweise ja, wie ich es sehe. Jeder Mensch, der sich im Motorsport engagiert, verdient Respekt. War das in den letzten Jahren nicht so? Die ACL Sport-Kommission hat ihre Aufgabe auf ihre Art erledigt, ohne an die Nachfolge zu denken. Sie arbeitete an ihren Themen, indem sie streng mit den Organisatoren war. Natürlich muss man auf die Regularien einhalten, aber vor allem muss man Menschen guten Willens unterstützen. Bergrennen, um nur ein Beispiel zu nennen, prägten über Jahrzehnte die Motorsportsaison in Luxemburg, sie sind aus dem Land verschwunden? Sie wurden Opfer interner Streitigkeiten und persönlicher Konflikte, ganz zu schweigen von der Müdigkeit der Organisatoren, die Tage und Nächte damit verbrachten, administrative Probleme zu lösen. Sie sind noch immer auf dem neuesten Stand, seit Sie das Präsidium der Ecurie Tëtelbierg verlassen haben, richtig? Genau. Ich trat ihr 1982 als Mitglied bei, bevor ich als Rallyefahrer Präsident wurde. 2012 hatte ich die Schnauze voll. Ich bin in Rente gegangen und niemand hat übernommen. Sie kennen beide Seiten der Medaille. Was ist das erste, was zu tun ist, um die Räder von ACL Sport wieder in Gang zu bringen? Wir müssen einen klaren Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen und aufhören, alles zu kritisieren. Ich rufe zum Dialog und zum Wiederaufbau auf, auch wenn es dauern wird. Als ich sah, wie die Situation eskalierte, war ich geschockt und es drängte mich, die Initiative zu ergreifen. Konkreter? Wir müssen zuerst mit den Ministerien in Kontakt treten. Transport, Finanzen, Umwelt und Sport, um zu sehen, was möglich ist und toleriert wird. Man muss sich einen grundsätzlichen Rahmen stecken. Das wird ein Schritt sein, dann die Organisatoren und Vereine im Großherzogtum nicht mehr gehen müssen. Aber diese Organisatoren und Vereine müssen remobilisiert werden, oder? Ich werde es im Auge behalten. Es gibt […]

Die spannendsten Rennen im Motorsport – Welche Events werden favorisiert

19. Januar 2023

Wenn die Motoren brüllen (oder als Stromer sanft flüstern) und die Reifen quietschen, steigt bei den Fans der Adrenalinspiegel an. Der Motorsport ist seit den Rennen der Anfangsjahre im vergangenen Jahrhundert ein fester Bestandteil der Automobilwelt geworden. Welches Rennen das wichtigste oder spannendste der Welt ist, hängt von den persönlichen Vorlieben ab, aber auch hier gibt es etablierte Favoriten, die die Zuschauer auf den diversen Kontinenten und in den verschiedenen Klassen begeistern. Wenn es um Rallyes geht, die den Piloten und ihren Navigatoren alles abfordern, lässt sich kein anderes Rennen mit der legendären Rallye Dakar vergleichen. Seit Silvester sind die Quads, Motorräder, Autos und Trucks wieder in der Wüste von Saudi-Arabien unterwegs, um sich in 15 Etappen über 8.735 Kilometer vom Startpunkt in der Nähe von Yanbu bis nach Jeddah zu quälen. Gluthitze am Tag, trügerische Sanddünen und haarsträubende Felsformationen und Klippen machen jeden Kilometer zur Herausforderung. Die 1979 erstmals ausgetragene Rallye ist seit den Anfangstagen zwar kürzer geworden und hat aus Sicherheitsgründen die ursprüngliche Region verlassen, aber an Spannung nichts verloren – und auch die sportlichen Gefahren sind geblieben. Das Kultereignis, das Jahr für Jahr von Millionen Fans mit fieberhafter Spannung verfolgt wird, forderte bereits bei der Premiere ein erstes Todesopfer, als ein Motorradfahrer beim Richten seines Helms die Kontrolle über seine Yamaha verlor und mit dem Schädel gegen einen Felsen prallte. Inzwischen sind 31 Rennteilnehmer tödlich verunglückt, aber auch 45 Journalisten, Supportcrews und Zuschauer sind als Opfer in die traurigen Annalen eingegangen. Ausdauer und schiere Konzentration sind auch bei dem berühmten 24-Stunden-Rennen von Le Mans gefragt. Zwar sind die Streckenverhältnisse deutlich besser als in der Wüste Saudi-Arabiens, aber Fehler können sich die Piloten auch auf der französischen Hochgeschwindigkeitspiste nicht leisten. Seit 100 Jahren wird das Rennen von Le Mans ausgetragen, und noch heute ist der 13,8 Kilometer lange Circuit, der aus reiner Rennstrecke und abgesperrten Landstraßen besteht, einer der anspruchsvollsten der Welt. Rund 85 Prozent der Zeit können und müssen die Fahrer Vollgas geben, um eine Chance zu haben. Das älteste und größte Sportwagenrennen der Welt hat vor allem auch durch die Rivalität zwischen Ferrari und Ford und die daraus entstandene Zusammenarbeit zwischen dem amerikanischen Autokonzern und dem Autobauer Carroll Shelby Geschichte geschrieben.  Mittlerweile liegen bei den Konstrukteuren Porsche und Audi an der Spitze der ewigen Tabelle, aber das mit Matt Damon und Christian Bale verfilmte Rennen “Ford vs. Ferrari – Le Mans 1966” ist das Duell, das […]

Interessante Fakten über das Pikes Peak International Hill Climb

11. Januar 2023

Das Pikes Peak International Hill Climb-Rennen ist ein legendäres Autorennen, das seit 1916 jährlich im US-Bundesstaat Colorado ausgetragen wird. Es ist bekannt als eines der schnellste und gefährlichsten Autorennen, da es auf einer ca. 20 km langen Strecke mit 156 Kurven stattfindet, die 1.440 Meter in die Höhe führt. Dieses Rennen hat viele interessante Fakten und Geschichten zu bieten, genau wie ein Casino N1Bet Test, der in den Bereichen Benutzerfreundlichkeit und Boni eine sehr hohe Bewertung erreicht hat. Das Bergrennen wurde früher als „Race to the Clouds“ oder „Climb to the Clouds“ bezeichnet und war Teil des American Automobile Association’s National Championship Trail bis 1969. Ein weiteres interessantes Detail des Pikes Peak International Hill Climb Rennens ist seine lange Tradition der Neuheiten. In den ersten Jahren hatten Fahrer unterschiedliche Arten von Fahrzeugen, vom Einsitzer bis zum Motorrad, aber bald kamen leistungsfähige Sportwagen hinzu, die sogar elektrisch betriebene Autos schlugen. Heutzutage steht das Rennen im Zeichen der modernsten Technologien und die Fahrer haben hoch entwickelte Autos und Motorräder mit Allradantrieb und modernster Elektronik sowie fortschrittliche Reifentechnologien und Aerodynamik-Pakete. Das heutige Renngelände verfügt über eine Reihe von Sicherheitseinrichtungen, um alle Beteiligten zu schützen, von der Startlinie bis ins Ziel! Pikes Peak-Die bemerkenswerte Geschichte des weltweit berühmten Bergrennens Pikes Peak ist ein weltweit berühmter Berg in Colorado, USA. Seine Geschichte reicht bis Anfang des 20. Jahrhunderts zurück, als der erste Pikes Peak International Hill Climb stattfand. Seitdem hat sich das Rennen zu einem der größten Motorsport-Events entwickelt und wird jedes Jahr von Tausenden von Menschen besucht. Der Pikes Peak International Hill Climb Rennen beginnt auf 2.862 Meter über dem Meeresspiegel und endet auf 4.302 Meter am Gipfel des Berges. Der Kurs ist sehr anspruchsvoll und fordert die Fahrer heraus, ihre Fähigkeiten unter schwierigen Bedingungen zu beweisen, obwohl es keine offiziellen Regeln gibt. Das Rennen hat viele bemerkenswerte Momente hervorgebracht, darunter den Rekord von dem Rallyefahrer Sebastian Loeb im Jahr 2013, in 9 Minuten und 46 für die schnellste Zeit und den Rekord für die meisten Siege (13) durch den Motorradfahrer Greg Tracy im Jahr 2016. Pikes Peak ist nicht nur ein Ort für Motorsportveranstaltungen, sondern bietet auch viel Abenteuer für Outdoor-Enthusiasten aller Art. Wanderer können die atemberaubende Aussicht genießen, an Camping-Aktivitäten teilnehmen. Mountainbiker können die steilsten Trails erkunden und im Winter können Skifahrer ihre Fähigkeit testen. Insgesamt ist Pikes Peak ein Ort, der voller Geschichte und Abenteuer steckt und ist dadurch ein beliebtes Ziel für Sportfans, aber auch für alle, die sich gerne in […]

„Bergrenn-Merch“  und Raritäten auf eBay

31. Dezember 2022

Wir haben in diesen trüben Wintertagen mal wieder unser Redaktionsbüro aufgeräumt und dabei einiges ausfindig gemacht, was mehrfach vorhanden ist und wir gerne an Sammler und Fans des Bergrennsports weitergeben wollen. Auf unserem eBay-Account haben wir aktuell zahlreiche Merchandisings-Artikel, wie Rennprogramme (auch Rallye), Bucher, Guides, Tassen, Bierkrüge, Ausschreibungen oder Veranstaltungsplakate eingestellt. In der Regel als Sofortkauf-Option, aber auch einige Auktionen. In den kommenden Tagen werden weitere Artikel, wie z.B. Autogrammkarten bis zurück in die 1980er und 90er Jahre eingestellt und angeboten werden. Versand nach Deutschland und Europäische Union. Schnell sein lohnt sich! Hier geht’s direkt zum BiD-eBay Account: https://www.ebay.de/usr/racingtom

Passion historische Gruppe C Sportwagen – Werner Frenz hütet ein Stück Berg-DM Geschichte

4. Dezember 2022

Im August diesen Jahres ergab sich die Gelegenheit für „Bergrennen in Deutschland“ zu einer Visite bei Werner Frenz, dem Sohn der Deutschen Berg-Legende aus den 1980er und 90er Jahren Willy Frenz. Werner wuchs in dieser Dekade als junger Bub in den Fahrerlagern der Deutschen Bergmeisterschaft auf, fuhr später mit einem Formel 3 im väterlichen Team und widmet sich inzwischen seit vielen Jahren dem historischen Rennsport mit klassischen Gruppe C-Rennsportwagen zum Oldtimer Grand-Prix und ähnlichen Veranstaltungen. Der Liebe wegen, hat der inzwischen 50-jährige, die Heimat Mönchengladbach verlassen und lebt in Koblenz, wo auch in einem Hinterhof, eine von außen unscheinbare Halle steht, voll mit Erinnerungen, Exponaten und natürlich einigen wunderschönen klassischer Rennwagen, die sich Frenz mit seinem Schwiegervater, auch ein passionierter Oldtimerracer, teilt. Die Erinnerung an seinen im Februar 2010 verstorbenen Vater, hält der Fachanwalt für Arbeitsrecht, quasi in einem Privatmuseum fest. Zahlreiche Utensilien, kistenweise Zeitungsauschnitte und Fotos sind hier gelagert oder prangen an den Wänden. „Bergrennen in Deutschland“ war es vergönnt bei einem netten Plausch über die glorreichen 1980er Jahre im Deutschen Bergrennsport zu sinnieren. Aus besagter Foto-Schatzkiste tauchten auch einige frühe Werke des Autors Thomas Bubel auf und natürlich des unvergessenen Rennleiter, Fotografen und MSa-Schreiberling Jürgen Hug. Einige „Baustellen“ , wie ein Osella PA 20/21 oder der 1984er Formel Ford 2000 seiner Frau, verlangen nach Fürsorge. Aber auch die Zeit von Werner Frenz ist begrenzt, obwohl er am liebsten täglich an seinen Schätzen schrauben würde. Ab und an zieht es den Rheinländer auch als Zuschauer zu einem Bergrennen, wo ihn doch noch viele Freunde aus vergangen Tagen gerne begrüßen. Der Kontakt zu einigen langjähren Bergspezialisten ist nie abgerissen, auch bedingt durch die Suche nach Teilen zum Wiederaufbau und der Restaurierung diverse Rennwagen. Die wunderschöne gelbe Lola T296 BMW seines Vaters besitzt derweil Martin Hörter, ein befreundeter Unternehmer aus dem nahen Ransbach-Baumbach. In dessen Halle hat auch der hellblaue Osella PA 20S BMW von Martin Krisam jun. eine neue Bleibe gefunden. Auch ein früheres Gesamtsieger-Fahrzeug der Bergmeisterschaft. Den zuletzt von Willy Frenz pilotierten Osella PA5, der noch aus den 1970er stammt, setzt Werner häufig bei diversen Historic-Veranstaltungen auf der Rundstrecke ein und genießt es seine Raritäten auf vier Rädern am Laufen zu halten und standesgemäß zu bewegen.

Leseprobe: Helmut Kalenborn – Der Bergkönig von Mallorca

25. Oktober 2022

Der sportliche und interkulturelle Siegeszug des am 2. April 1940 geborenen Straßfelders Helmut Kalenborn begann anfangs der siebziger Jahre. 1976 fuhr er sein erstes Rennen auf Mallorca. Zuvor hatte der gelernte Kfz-Meister mit eigener Werkstatt in Euskirchen bereits einen Großteil seiner Ersparnisse in Rennwagen investiert. Mit ihnen nahm er am Wochenende an nationalen und internationalen Rundstrecken- und Bergrennen in Deutschland, Luxemburg, Belgien in den Niederlanden sowie der damaligen Tschechoslowakei teil. Mit einem NSU-Brixner Rennwagen gelang Helmut Kalenborn beim ADAC-500-Km-Eifelpokal-Rennen am 3. September 1972 der internationale Durchbruch. Auf der Nordschleife belegte er mit seinem 1300er Brixner in der Klasse bis 1600 ccm hinter dem Engländer John Blankley auf einem 1,6-Liter-Prototypen sensationell den zweiten Platz. Bis 1975 startete Kalenborn in zahlreichen Rennen auf dem Nürburgring, in Hockenheim, auf dem Flugplatz-Kurs in Mainz-Finthen und in Diepholz. Als er ab Mitte der siebziger Jahre auch zahlreiche Formel-Super-Vau-Rennen bestritt, zählten u.a. der spätere Formel-1-Weltmeister Keke Rosberg sowie eine Vielzahl der damaligen Super-Vau-Spitzen-Piloten wie Prinz „Poldi“ von Bayern, Mario Ketterer, Eje Elgh, Manfred Schurti, Josef Kaufmann, Manfred Trint, Axel Plankenhorn, Arie Luyendyk und Kenneth Persson zu seinen Gegnern. Mit einem Überraschungssieg 1975 auf seinem Kaimann Super Vau beim Internationalen Bergrennen in Luxemburg sorgte der Straßfelder – einmal mehr – nicht nur landesweit für sportliche Schlagzeilen. Dann kamen die Karnevalstage 1976. „Ich hatte mir in diesem Jahr fest vorgenommen, dem ganzen Klamauk zu entfliehen“, erinnert sich Kalenborn. Über ein Reisebüro buchte er eine viertägige Pauschalreise nach Mallorca. Auf einem eher langweiligen Ausflug nach Sóller wurde Kalenborn schlagartig hellhörig, als der Busbegleiter von einer Straße erzählte, die von dem kleinen Orangen-Dorf Sóller auf den höchsten Berg der Insel, den Puig Major führte – und auf der jedes Jahr im September das Finalrennen der regionalen Bergrennmeisterschaften stattfand. Nach seiner Rückkehr berichtete Kalenborn seinem Bekannten im Reisebüro in Euskirchen von der Möglichkeit, im kommenden Herbst an einem Autorennen auf der Insel teilzunehmen. Der wiederum bat seinen Geschäftspartner auf Mallorca, Martin Cardona, um Unterstützung. Wie der Zufall es wollte: Cardona war neben seiner Tätigkeit als Reisekaufmann auch begeisterter Bergrennfahrer. Und darüber hinaus erfreut, dass Rennfahrer Kalenborn als erster Deutscher an mallorquinischen „Pujadas“ (Bergrennen) teilnehmen wollte. „Martin war der Schlüssel für meinen Start auf der Insel. Er sprach perfekt Deutsch, machte mich bei Freunden bekannt und beherbergte mich später in seinem Haus“, sagt Kalenborn. Der Deutsche kam anfangs nur im September für das Saison-Abschlussrennen am Puig Major mit eigenem Rennwagen auf die […]

Buch-Tipp: Helmut Kalenborn – Der Bergkönig von Mallorca

19. Oktober 2022

Im Rahmen der 7. Swisttaler Lesetage vom 16. bis 25. September 2022 wurde das Buch „Helmut Kalenborn: Der Bergkönig von Mallorca“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Gestaltet wurde der Band von Kalenborns Freund Rainer Rossbach. Erschienen ist das Werk, welches eine Pflichtlektüren für jeden Freund des Bergrenn- und Motorsports darstellt im Eigenverlag Födisch/Rossbach. Der Band hat einen Umfang von 112 Seiten und ist mit 129 Abbildungen illustriert. Das Format: 210 x 297. Der Preis: 24.90 Euro. Zu beziehen über den Buchhandel via ISBN: 978-3-00-073042-9. Bestellmöglichkeit: https://www.rallyandracing.com/racingwebshop/buecher/buchneuheiten/helmut-kalenborn-der-bergkoenig-von-mallorca?sPartner=GS18RAR

Herzliche Grüße aus Südafrika – Pieter Zeelies Abendteuer Osnabrücker Bergrennen 2022

14. Oktober 2022

Pieter Zeelie, Unternehmer aus Südafrika, ist beim deutschen Lauf zum FIA Int. Hill Climb Cup gestartet, dem 54. Int. Osnabrücker Bergrennen am 6./7. August 2022. Mit seinem Toyota MR2 Super GT, seinem Siegerauto beim Simola Hillclimb in Südafrika 2021, wurde Zeelie Zweiter in der höchsten Performance-Factor-Klasse (Pf1) und Gesamtdritter bei den Tourenwagen. Der Mann vom Kap der Guten Hoffnung war begeistert vom herzlichen Empfang durch seine europäischen Fahrerkollegen, den Zuschauer, Medienleuten und Organisatoren. Im Gespräch ist bereits eine Rückkehr Zeelies nach Europa, dann mit weiteren Bergpiloten aus Südafrika im Schlepptau. Einer der ganz Großen des Simola Hillclimb in Knysna – Südafrikas wichtigstem Motorsport-Event – hat einen glänzenden Einstieg auf der internationalen Bühne gefeiert. Mit seinem selbst weiterentwickelten, hochmodifizierten und perfekt vorbereiteten Toyota MR2 Super GT V6 Turbo startete Pieter Zeelie, „King of the Hill“ 2021 in der Kategorie Modified Saloon Cars, Anfang August beim deutschen Lauf zum prestigereichen FIA International Hill Climb Cup in Osnabrück – und zu sagen, er habe die südafrikanischen Farben würdig vertreten, wäre noch stark untertrieben. Als erster Südafrikaner bei einem Bergrennen in Europa trat Zeelie gegen einige der besten Bergpiloten der Welt an. In den verschiedenen Klassen waren insgesamt 185 Fahrer aus 14 Ländern am Start. Obwohl es sein erster internationaler Auftritt war, schaffte es Zeelie sogleich aufs Podium, nämlich als Zweiter in der höchsten Performance-Factor-Klasse (Pf1) und als Gesamtdritter bei den Tourenwagen. Schauplatz dieses außergewöhnlichen Erfolges war die schmale und sehr selektive Strecke in Osnabrück (Niedersachsen), wo vor rund 25 000 Zuschauern das 54. Int. Osnabrücker Bergrennen ausgetragen wurde. „Die Osnabrücker Strecke ist mit 2,03 km ähnlich lang wie die von Simola mit 1,9 km, aber sie hat 13 Kurven statt rund 8 – je nachdem, was man beim Simola Hillclimb als Kurven ansieht, da manche wie Geraden gefahren werden“, sagt Zeelie. „Die Kurven in Osnabrück sind grundsätzlich viel langsamer; man ist im Tourenwagen rund 60 Sekunden unterwegs, verglichen mit 40 Sekunden in Simola.“ „Der Streckenbelag in Osnabrück ist phänomenal“, erklärt Zeelie weiter, „und somit ist auch der Grip hervorragend. Für mich kam das etwas unerwartet, weil ich nicht wusste, wie weit ich das Auto pushen konnte. Auch die Kurvenbeschaffenheit spielt eine Rolle. Man braucht daher ein paar Läufe, bevor man weiß, wo man zulegen kann und wo man vorsichtiger sein muss. Die Strecke ist schmal, und am Rand des Asphaltbelags ist sie durch Leitplanken begrenzt, während man in Simola mehr Platz hat, falls […]

Endlich normale Menschen – sportauto-Feature Homburger Bergrennen

13. September 2022

Wo steht der Bergrennsport in Deutschland nach fast zwei Jahren Pandemie-bedingter Ausfälle? Die Frage stellte sich der Redaktion des bekannten Auto, Tuning und Rennsportmagazins „sportauto“. In der aktuellen Ausgabe 10/2022 lassen Reporter Philipp Körner und Fotograf Hans-Dieter Seufert die Leser an ihren Eindrücken beim diesjährigen Homburger ADAC Bergrennen des Homburger AC teilhaben. Auf ganzen vier Doppelseiten haben die beiden Journalisten ihre Begeisterung nach ihrem ersten Bergrennen überhaupt zu Papier gebracht, nachdem HAC-Pressesprecher Thomas Bubel eine Einführungsrunde als Scout mit Ihnen in Fahrerlager und an der Käshofer Straße drehte. Viele Schmankerl und interessante Geschichten kamen dabei in den Fokus von „sportauto“ und werfen ein symatisches Bild auf den Bergrennsport in Deutschland, dass aus einem völlig neuen Blickwinkel. Reich bebildert kommt der Artikel des Motorpresse Stuttgart-Verlags daher. In der aktuellen Printausgabe finden sich zahlreiche Aktive wieder, so z.B. Alexander Wolk, Erwin Buck, Roman Szott, Markus Nellessen, Karl-Heinz Schlachter, Georg Lang, Thomas Grimm, Alexander Hin, Harald Luwig, Patrick Orth, Jochen Stoll, Jens Weber, Mario Minichberger, Thomas Ostermann, Frank Debruyne, Uwe Werner, Helmut Sam, Stefan Armbruster und Andreas Paßreiter (Crew Knüttel). Kosten pro Heft 5,50 €, im Zeitschriftenhandel.

Ein Faible für historische Rennwagen: Stephan Collisi

15. August 2022

Der bayerische Unternehmer Stephan Collisi hat sich den historischen Rennwagen verschrieben. „Ich liebe diese alten Autos, und ich fände es schade, sie nur im Museum zu sehen. Denn dafür sind sie nicht gebaut worden.“ Als er sich mit 17, 18 Jahren ernsthaft für Autos zu interessieren beginnt, sitzt er bald im ersten eigenen Rennwagen. Mit der Zeit werden die Autos größer: „Auf der Rundstrecke bin ich u.a. Formel 5000 gefahren. Das sind Formel-1-Chassis aus den 1960er Jahren mit einem Chevy-Motor. Ich hatte auch Can-Am-Autos, großvolumige zweisitzige Rennsportwagen mit bis zu 9,5 l Hubraum und um die 1000 PS.“ Jetzt fährt er mit seinem weißen Behnke Condor mit dem BMW-M10-Vierzylinder und rund 200 PS jedes Jahr ein Dutzend Bergrennen im In- und Ausland. Als Präsident der Interessengemeinschaft Rennsportfahrzeuge e.V. setzt er sich für die Belange seiner Fahrerkollegen ein. Aktuell baut er zudem einen weiteren Condor auf, mit dem er auf der Rundstrecke fahren will. Der Behnke Condor ist ein legendärer offener zweisitziger Rennwagen, dem Lotus aus England nachempfunden. Der Münchner Lotus-Importeur Peter Behnke baute davon bis 1974 insgesamt 17 Exemplare. Seine beiden Söhne firmieren heute als „Team Behnke Motorsport“, auf das auch Stephan Collisi vertraut: „Mit der Familie Behnke bin ich gut befreundet, und bei ihren Fahrzeugen habe ich meine motorsportliche Heimat gefunden. Ein besonderer Dank geht an Peter Behnke senior. Er unterstützt mich immer noch regelmäßig, und ich glaube, er freut sich sehr, dass jemand die Fahrzeuge, die er damals gebaut hat, noch so hochhält.“ Collisi legt auch selbst Hand an: „Ich habe bei mir zu Hause eine eigene Werkstatt.“ Bei Rennen ist er sein eigener Mechaniker. „Auch wenn ich mit den Behnkes zusammen bin, schraube ich an dem Auto eigentlich alles allein. Und egal wie gut man es vorbereitet, es bleibt eine Herausforderung, ein Auto mit einer so filigranen und schon älteren Technik über ein Wochenende am Laufen zu halten.“ Seine Familie begleitet ihn selten, doch das könnte sich bald ändern: „Meine Söhne sind jetzt 14 und 11 und haben den Spaß am Schrauben entdeckt. In diesem Sommer kommen sie zu ein paar Rennen mit.“ Abseits der Rennstrecke ist Collisi leidenschaftlicher Klavierspieler, und um seine Mitte zu bewahren, praktiziert er Tai Chi. Das gibt ihm wiederum Energie für seine Ziele im Rennsport: Seine Vorjahreszeiten stetig zu verbessern und in der deutschen Bergmeisterschaft möglichst weit vorn zu sein. Neben Gesamtsiegen in der historischen Berg-Europameisterschaft und der historischen Wertung der österreichischen Bergmeisterschaft hat er viele […]

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