NSU-Familienoberhaupt Gerhard Hofmann verstorben

16. Mai 2022

Bereits am Rennsonntag des Schottener Bergpreis, am 24.04. 2022 verstarb der langjährige Aktive im NSU-Bergpokal Gerhard Hofmann aus dem oberfränkischen Burgebrach, im Alter von 74 Jahren. Gerhard gab seine Leidenschaft für die „Prinzen“ von NSU an seine Kinder und Enkel weiter, war Oberhaupt des hofmann‘schen Familienclans, der mit Steffen, Lukas und jetzt auch Junior Jannik in den Fahrerlagern der Bergszene bestens bekannt ist. Die Trauerfeier für „Echid“ fand bereits am 28.04. 2022 statt. R.i.P. Gerhard!

Merli und Schagerl glänzen in Portugal – Hin auf Podium

14. Mai 2022

Vor annähernd 100.000 begeisterten Zuschauern dominierten Christian Merli und Karl Schagerl den portugiesischen Lauf zur FIA European Hill Climb Championship, nachdem sie sich bereits beim Auftaktrennen im vergangenen April in Frankreich einen Namen gemacht hatten. Alexander Hin erreichte mit Gesamtrang drei, das beste Resultat eines Deutschen seit rund 25 Jahren bei einem EBM-Lauf. Sieben Monate, nach der Ausrichtung des FIA ​​Hill Climb Masters, vibrierte die Stadt Braga erneut im Klang der Motoren, und die Teilnehmer fanden sich wieder an der traditionellen Strecke der Rampa da Falperra ein, deren 5 km Streckenlänge im Durchschnitt mit mehr als 170 km/h zurückgelegt wurden,  dass im Gegensatz zu den ersten 3 km, die während des Masters verwendet wurden. Die Streckelänge war zwar anders, aber der Name des absoluten Siegers blieb gleich: Der Goldmedaillengewinner vom vergangenen Oktober, Christian Merli (Osella FA30), war einmal mehr unschlagbar und gewann jeden der drei Rennläufe mit großer Souveränität. Einziger Wermutstropfen des Wochenendes war ein kleiner Leitplankenkontakt am Samstag in einem Trainingslauf. Der Bronzemedaillengewinner beim Masters, der Tscheche Petr Trnka (Norma M20 FC), fühlt sich auf der schnellen Braga-Strecke definitiv wohl. Als Zweiter in der Gesamtwertung und Erster in der E2-SC-Gruppe war er ziemlich nah an Merlis Zeiten dran, zum Beispiel verlor er am ersten Anstieg weniger als 2 Sekunden. Der Deutsche Alexander Hin (Osella FA30) und der Spanier Joseba Iraola (Nova NP01) zeigten ebenfalls Mut auf einem Kurs, der viel Standhaftigkeit (Topspeed 265, 15 km/h) erfordert, und belegten jeweils den 3. und 4. Platz, getrennt durch weniger als 4 Zehntel in der kumulierten Zeit ihrer beiden besten Läufe . Der Tscheche Milos Benès (Osella FA30) wurde Fünfter vor dem Spanier Javier Villa, der trotz eines im Vergleich zur Konkurrenz untermotorisierten Autos (BRC53 Suzuki) einmal mehr echtes Können zeigte. Sébastien Petit (Nova NP01), Michele Fattorini am Steuer des kleinen Wolf Thunder GB08 mit Aprilia-Antrieb, folgten. In der Kategorie 1 startete der Sonntag schlecht für den Favoriten Karl Schagerl, der im ersten Rennlauf in die Streckenbegrenzung einschlug. Der Österreicher schaffte es, seinen Golf Rallye für die beiden verbleibenden Anstiege, zu reparieren, um den Mitsubishi Lancer des Kroaten Domagoj Perekovic noch abzufangen, der ebenfalls erleichtert war, nach seinem Ausfall im ersten Rennen, in der Endwertung vertreten zu sein. Am Steuer eines Mercedes AMG GT4, den sie auch auf der Rennstrecke fährt, sorgte die junge Gabriela Correia (Foto) mit dem Erreichen des Podiums der Gruppe 1 für Aufsehen und profitierte von ihren beeindruckenden […]

HAC´ler legen los – Mai-Clubabend Bergrennen 2022

13. Mai 2022

In acht Wochen soll nach zweijähriger Coronapause endlich die 47. Auflage des Homburger ADAC Bergrennen über die motorsportliche Bühne der Käshofer Straße gehen. In alter Tradition ist der Mai-Clubabend dem Thema „Bergrennen“ vorbehalten. Im Juni (voraussichtlich am Donnerstag den 23.) steht dann der „Sonderclubabend Bergrennen“ auf dem Programm und läutet die ganz heiße Phase der Arbeiten für den DBM- und KW Berg-Cup-Lauf ein. Zunächst treffen sich die Mitglieder, Helfer und das Orga-Team zum regulären Mai-Clubabend „Bergrennen 2022“ am Montag (!) den 23.05. 2022 um 19 Uhr am Materiallager (!) in ZW-Mörsbach in der Höhenstraße. Wegen des „Brückenwochenendes“ um Christi Himmelfahrt wurde diesmal der Montag gewählt. Bitte nicht vergessen und kommt zahlreich, den diesmal wird es mit den Helfer wohl wieder sehr eng zugehen. Es wird jeder gebraucht! In Kürze sind alle Infos auf der Webseite www.homburger-bergrennen.de aktualisiert. Die Ausschreibung ist auf dem Weg zum DMSB zur Genehmigung und das Online-Nennungsportal ist in Vorbereitung.

Michael Kanth übergibt das Steuerrad beim ASC Bobingen an Marco Zobel

13. Mai 2022

„Fahrerwechsel“ an der Spitze des Automobil Sport Clubs (ASC) Bobingen: nach 13 Jahren auf der Kommandobrücke des traditionsreichen Motorsportclubs übergab Vorsitzender Michael Kanth bei der jüngsten Mitgliederversammlung das Steuerrad an seinen Nachfolger Marco Zobel. Der neue Vereinschef ist in der Szene kein Unbekannter, arbeitete er in der Vergangenheit doch schon in zahlreichen Funktionen im ASC-Führungsstab tatkräftig mit. 1998 erstmals als Beisitzer in den ASC-Vorstand gewählt, fungierte der 45-Jährige von 2000 bis 2010 als Schatzmeister. Von 2011 bis 2017 war er erneut Beisitzer und gleichzeitig der Gerätewart des Vereins. Dem Motorsport fühlt sich Marco Zobel schon von Kindesbeinen an eng verbunden, war er im Jahr 1990 doch der allererste Sieger bei einem vom Bobinger Automobil Sport Club veranstalteten Gokart-Rennen. Michael Kanth bleibt dem Verein, der heuer auf sein 70-jähriges Bestehen zurückblicken kann, als Vize-Organisationschef des ADAC-Bergrennens Mickhausen weiterhin erhalten. Damit das Vereinsleben des ASC Bobingen nicht allein auf das zeit- und arbeitsintensive Bergrennen im Herzen der Stauden reduziert wird, möchte Marco Zobel die weiteren Angebote des Vereins und die Pflege der Kameradschaft unter den über 160 Mitgliedern und in der Vorstandschaft verstärkt in den Fokus seiner zweijährigen Amtszeit stellen. Das zweite große Standbein des Vereins ist heute die Jugendarbeit in der Kart-Slalom-Gruppe für Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 18 Jahren. Unter den Fittichen von Jugendleiter Michael Steglich schnuppern derzeit 13 Buben und Mädchen in den schnellen Flitzern ihre erste Motorsportluft und messen sich in der Schwabenpokal-Meisterschaft mit Gleichaltrigen anderer Vereine. Neben Bergrennen und Jugendkart sind der wöchentliche Stammtisch, der Clubausflug, Wanderungen, Nikolaussuchfahrten, sowie die Weihnachtsfeier und das Wintergrillen weitere Fixpunkte im Jahreslauf. Auch Oldtimer-Ausfahrten sollen wieder ins Programm genommen werden. An der Seite von Orga-Chef Hinrich Groeneveld ist der scheidende Vorsitzende Michael Kanth weiterhin im Führungsstab bei der Organisation des Internationalen 39. ADAC-Bergrennens Mickhausen gefordert. Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause soll der Rennsport-Klassiker am legendären Mickhauser Berg heuer wieder stattfinden. Am 1. und 2. Oktober heulen in den Stauden wieder die Motoren, wenn bis zu 200 Fahrer aus dem In- und Ausland die 2,1 Kilometer lange Strecke unter die Räder nehmen. 1990 in den Verein eingetreten, bekleidete Michael Kanth seit 1991 verschiedene Funktionen beim ASC Bobingen: Tourenleiter, Verkehrsreferent, Pressereferent und stellvertretender Vorsitzender. Von 2009 bis 2022 schließlich stand der pensionierte Polizeibeamte 13 Jahre lang als Vereinschef auf der Kommandobrücke des Bobinger Motorsport-Vereins. Text und Foto: Walter Kleber

30 Jahre KW – vom Einmann-Betrieb zur globalen Unternehmensgruppe

9. Mai 2022

Im Mai 1992 legte der Murrhardter Klaus Wohlfarth mit der Gründung seines Einzelhandelsgeschäfts KW Tuning den Grundstein einer eindrucksvollen Erfolgsgeschichte. Heute, drei Jahrzehnte später ist aus dem Einzelhändler für sportives Autotuning und Zubehör ein in seinem Segment weltbekannter Hersteller für Gewindefahrwerke, Motorsportdämpfer und Leichtmetallräder geworden. Herz der KW automotive Gruppe ist der im schwäbischen Fichtenberg ansässige Fahrwerkhersteller KW automotive, den Klaus Wohlfarth gemeinsam mit seinem Bruder Jürgen Wohlfarth und engagierten Mitarbeitern zum Weltmarktführer für individuelle Fahrwerksysteme aufbaute. Während in Fichtenberg 360 Menschen tätig sind, beschäftigt die inhabergeführte Unternehmensgruppe weltweit 1.200 Mitarbeiter. Zur KW automotive Gruppe zählen neben dem Leichtmetallräderhersteller BBS auch der Offroad- und Rallye-Fahrwerkhersteller Reiger Suspension, die Stoßdämpfersparte des Technologiekonzerns AL-KO sowie weitere eigene Fahrwerk- und SimRacing-Marken. Geprägt davon, ein Problem eher als eine Herausforderung zu sehen und diese Herausforderung erfolgreich zu meistern, treibt den Unternehmer Klaus Wohlfarth und Gründer von KW automotive jeden Tag an. Im Mai 2022 jährt es sich zum dreißigsten Mal, dass er mit Anfang 20 in seinem schwäbischen Heimatort Murrhardt das Einzelhandelsgeschäft „KW Tuning“ gründet. Drei Jahrzehnte später ist aus dem Einzelhändler ein Weltunternehmen mit 13 Standorten und 1200 Mitarbeitern geworden, dessen innovative Produkte von Automobilherstellern, Motorsportteams und begeisterten Automobilenthusiasten weltweit geschätzt werden. „Da es damals die Produkte, die die Kunden wollten, nicht gab, fingen wir an, ein eigenes Gewindefahrwerk zu entwickeln“, erinnert sich Klaus Wohlfarth zu seinen Anfängen als Unternehmer. Das auf der Essen Motor Show 1995 eingeführte Fahrwerk war ein Meilenstein. Global aufgestellt, regional verwurzelt Mit eigenen Wurzeln im Rennsport und immer den einzelnen Kundennutzen im Fokus, optimierte und verbesserte Klaus Wohlfarth mit seinen Wegbegleitern das Produkt Gewindefahrwerk immer weiter. In den vergangenen 30 Jahren entwickelte der 1998 zur KW automotive GmbH umfirmierte Fahrwerkhersteller zahlreiche große und kleine Innovationen. Bekannte KW Entwicklungen sind beispielsweise in der Höhe einstellbare Hinterachsfederteller, in der Dämpfercharakteristik separat einstellbare Ventiltechnologien, die Fertigung von Federbeinen aus Edelstahl, hydraulische Liftsysteme, die Nutzung von Verbundwerkstoffen bei Federtellern, Smartphone-Apps zur Fahrwerksteuerung und vieles mehr sorgen dafür, dass der von den beiden Brüdern Klaus und Jürgen Wohlfarth geführte Fahrwerkhersteller zum Marktführer für individuelle Fahrwerksysteme wurde. Aber nicht nur Automobilenthusiasten zählen seit Jahren zu den Kunden. So war beispielsweise Mercedes-Benz der erste Automobilhersteller, der KW automotive damit beauftragte ausgewählte Serienmodelle wie Mercedes SLK 55 AMG Black Series mit einem in der Druck- und Zugstufe separat einstellbarem Gewindefahrwerk auszurüsten. „Es blieb aber nicht nur bei AMG“, so Klaus Wohlfarth weiter. Heute arbeitet KW automotive […]

Gerade kein Bergrennen geplant? Hier sind spielerische Alternativen!

6. Mai 2022

Mit Bergrennen als Hobby ist Abwechslung und Nervenkitzel garantiert. Leider kann nicht an jedem Tag oder Wochenende ein neues Rennen in Ihrer Region stattfinden. Damit es nicht langweilig wird, stehen Rennfreunden viele Alternativen in der Freizeitgestaltung offen. Wir haben einige Anregungen zusammengefasst, wobei das sportliche Vergnügen oft eine spielerische Note hat. Auch ohne Bergrennen Dynamik und Fahrspaß erleben Fahrspaß rund um die Bergwelt ist mit keinem anderen Motorsport zu vergleichen. Wenn Sie als Zuschauer spannende Bergrennen in Deutschland und den angrenzenden Nationen verfolgen oder selbst im Cockpit sitzen, werden Sie diesem Statement sicher zustimmen. Trotzdem gibt es Tage, an denen Sie einfach nur zu Hause auf der Couch sitzen und entspannen möchten. Neben dem Blättern von Fachmagazinen oder dem Stöbern durch Ihre liebste Internetseite zum Thema Bergrennen können Sie virtuell ins Cockpit steigen. Spielerischen Nervenkitzel rund um verschiedene Rennserien gibt es für den PC und alle namhaften Konsolen. Zwar fehlt hierbei ein wenig das Live-Flair, trotzdem können Sie Ihrem liebsten Hobby treu bleiben und manche Erfolge im Cockpit einfahren. Realistische Rennspiele bei vielen Fans im Kurs Als spielerische Alternative werden Rennspiele für beliebte Konsolen wie die Switch oder Playstation oft als erstes genannt. Da es via Konsole kaum namhaften Titel mit einem Fokus auf Bergrennen gibt, sollten Spieler via PC und Assetto Corsa in diverse virtuelle Bergmeisterschaften einsteigen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit in weiteren, vielfältigen Themenwelten Gas geben und sich mit anderen Spielern messen. Namhafte Serien wie „Need for Speed“ oder „Gearshifters“ werden um Spieltitel ergänzt, bei denen der Fahrspaß nebenbei erlebt werden kann. Man denke nur an den kriminellen Nervenkitzel, der bei allen Gas geben und Fahrzeuge modifizieren bei „Grand Theft Auto V“ auf Sie wartet. Natürlich gibt es auch realitätsnahe Spiele rund um die Formel 1 und andere Rennserien. Hier kommen ambitionierte Motorsport-Fans auf Ihre Kosten, die sich sogar mit speziellem Gaming-Equipment vom Lenkrad bis zu Pedalen ausstatten lassen. So erhält das Spielerlebnis eine besonders realistische und spannende Note. Vom Sportgame zu anderen Spielideen Für echten Nervenkitzel muss das Thema Rennsport nicht im Vordergrund stehen. Mit Lust und Laune auf spielerische Anreize sind Anbieter von Sportwetten oder Casino-Games gefragt. Alle namhaften Wett-Plattformen halten ein Wettangebot für die Formel 1 und weitere Rennserien bereit. Vom Qualifying bis zur finalen Platzierung haben Sie die Möglichkeit, hier aus einem kleinen Einsatz einen höheren Gewinn zu machen. Ganz ohne eigenen finanziellen Einsatz geht es bei vielen seriösen Spiel-Anbietern im Netz. So können Sie bei manchem online Casino Freispiele nutzen, bei […]

Marcel Steiner Kolumne: Erfolgreicher Test mit fatalem Ausgang

5. Mai 2022

Lange war es vermeintlich still bei Steiner Motorsport. Hinter den Kulissen wurde jedoch fleißig an den Vorbereitungen der Saison 2022 gearbeitet. Helftec Engineering hat den Turbo-Motor mit einigen Modifikationen überarbeitet und mit neuen Kolben bestückt. Nach einem sehr erfolgreichen Prüfstandlauf vor Ostern, konnten wir mit der Set Up- und Finish-Arbeit am LobArt/Helftec-Honda beginnen. Daher fühlten wir uns am 28. April 2022 gut vorbereitet, um in Anneau du Rhin, eine erste Testfahrt zu absolvieren. Danach wollten wir gleich nach Abreschviller/F an das erste Rennen aufbrechen, welches in der Nähe von Anneau du Rhin liegt. Trotz relativ langer Rennstreckenabsenz, lief der letzte Schliff für die Piste routiniert. Vor der ersten Ausfahrt war ich dann doch etwas nervös. Nach einigen Kurven fanden der LobArt und ich aber bereits gut zusammen. Nach jedem kurzen Stint untersuchten wir das Auto und Motor auf etwaige Undichtheiten, Abnutzungen oder Defekte. Alles schien perfekt und ich konnte alle Leistungsstufen auf der Strecke ausprobieren und fühlen. In den oberen Leistungsstufen schiebt der Motor schon imposant an und ich freute mich, dies endlich mal am Berg auszutesten. Hierfür wollten wir noch zwei ältere Sätze Reifen kurz anrollen, damit diese im Training beim Bergrennen wieder ihren Grip finden. Ich spürte sofort, dass diese Slicks gleich viel schneller mehr Haftung boten. Eigentlich in Gedanken schon fast auf dem Weg nach Abreschviller, wollte ich nochmal bei Highspeed den Downforce in „Adrenalin“, dem schnellen Rechtsknick nach der langen Geraden, fühlen und danach meine letzte Runde dieses Abends fahren. Doch dann der große Schock! Kurz vor dem Anbremsen der Kurve vor dem Fahrerlager leuchten bei mir am Display alle roten Lampen – Öldruckalarm! Ich bremste das Auto so schnell es ging ab, damit die Fliehkraftkupplung den Motor vom Getriebe trennte (ein Auskuppeln während der Fahrt ist leider so nicht möglich). Als ich zum Stillstand kam, saß ich bereits in dichtem Rauch. Ich dachte erst an ein harmloses Ölleck. Beim Aussteigen aus dem Auto entpuppte sich der Rauch aber als Feuer. Zu allem Unglück kam ich zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr an die Feuerlöscherauslösung. Somit konnte ich nur noch zusehen, wie der in unzähligen Stunden mit viel Hingabe aufgebaute LobArt brannte. Nach gefühlt unendlichen Sekunden, kam dann Rettung aus dem Fahrerlager. Fahrerkollege Jürg Ochsner schnappte sich einen Feuerlöscher, rannte herbei und löschte meinen Rennwagen. Unmittelbar danach war auch das Streckensicherungsfahrzeug mit einem weiteren Feuerlöscher zur Stelle. Jemand scheint es nicht gut zu meinen mit uns und dem Turboprojekt. […]

Aktuelle Informationen zum Performance Faktor in Deutschland

17. April 2022

Es ist soweit, die Bergrennen gehen in die nächste Saison. Für das Jahr 2022 wurden die Prädikatsbestimmungen zur Deutschen Automobil Bergmeisterschaft ein paar kleinen Erneuerungen/Anpassungen unterzogen. Die Deutsche Bergmeisterschaft ist ab diesem Jahr „international“ – das heißt, dass auch Teilnehmer mit einer ausländischen Lizenz und einem punktberechtigten Fahrzeug in der DBM mitmischen können. Eine weitere Neuerung in den Prädikatsbestimmungen beschäftigt sich mit dem Performance Faktor, der bereits 2020 von der FiA in der Berg Europameisterschaft und im FiA Hill Climb Cup eingeführt wurde. Ab diesem Jahr ist die Angabe des Performance Faktors und der Performance Faktor ID bei jedem Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft für jeden Teilnehmer verpflichtend. Hintergrund ist, dass der DMSB in Zusammenarbeit mit allen Veranstaltern in diesem Jahr eine Schattenwertung von jeder Veranstaltung basierend auf dem Performance Faktor erstellen möchte. Daraus sollen Erkenntnisse gewonnen werden, ob der Performance Faktor bereits ab der Saison 2023 für die Division 1 auch in Deutschland eingeführt werden kann. Die AG Bergrennen plant hierzu zeitnah eine online Infoveranstaltung für alle Aktiven. Genaueres wird in Kürze in den DMSB News zu lesen sein. Das Bergrennen am Schottenring steht bereits kurz vor der Tür und die Verantwortlichen hatten im Vorfeld alle Hände voll zu tun um die Neuerungen bezüglich des Performance Faktors entsprechend umzusetzen (Schattennennliste nach PF Schotten 2022). Keine ganz einfache Aufgabe, denn hier haben ein paar klärende Vorabinformationen gefehlt. Aber gemeinsam mit Vertretern der AG Berg – in Person Kevin Ferner mit der Unterstützung des Technischen Kommissars Rüdiger Kleinschmidt – konnte ein Großteil der offenen Fragen geklärt werden. Da weiterhin einige Fragen offen sind und teilweise Falschaussagen immer wieder auftauchen möchte die AG Berg bereits heute schon auf einige wichtige Themen eingehen: Was ist der Nutzen des Performance Faktors? Viele Jahre haben sich Aktive und Veranstalter beschwert, dass auf Grund der verschiedenen nationalen technischen Reglements/Bestimmungen es so gut wie unmöglich ist Fahrzeuge aus verschiedenen Ländern miteinander zu vergleichen. Der Performance Faktor bietet allen nun die Möglichkeit Fahrzeuge international zu vergleichen, ohne auch nur einen Euro investieren zu müssen. Die Schattenwertung in diesem Jahr soll helfen, bewerten zu können, ob dies der Weg der Richtige Weg ist und Transparenz bezüglich des Performance Faktors schaffen. Erstmalig werden die Aktiven in einen Änderungsprozess mit eingebunden. Auf den Seiten der FiA liest es sich so, als gäbe es zum Performance Faktor ein eigenes technisches Reglement, ist das so? Nein, der Technische Anhang zum Sportlichen Reglement der FiA […]

Boxengeflüster 03/2022: Wussten Sie schon dass…?

16. April 2022

DASS am Sonntag, den 03.04.2022 nach zweijähriger Pandemiepause wieder der Saisonstart in der Klassikstadt in Frankfurt am Main stattfand. Mit dabei war der MSC Erftal e.V. ist mit zwei Rennfahrzeugen, einem Informationsstand zum Verein und dem Bergrennen sowie zwei Rennsimulatoren des AvD Deutschland. Die Eichenbühler präsentierten den Norma M20F Honda von Dino Gebhard, mit 2000 ccm und 290 PS bei 576 Kg Eigengewicht und den VW Schneider Polo II 8V mit 1400 ccm und 170 PS des bayerischen Bergmeisters 2018, Nils Abb. DASS dem Schatzmeister und Streckensprecher des MSC Rund um Schotten, Timo Neumann kürzlich die Ewald-Kroth-Medaille des ADAC verliehen wurde.  Anlässlich der Deutschlandfahrt 1950 nahm man die Tradition der Verleihung dieser Medaille wieder auf. Bei der General-Sportversammlung im Dezember 1952 in Düsseldorf wurde beschlossen, diese Medaille zum Gedenken an den langjährigen Sportpräsidenten des ADAC, Ewald Kroth, Ewald-Kroth-Medaille zu benennen. Voraussetzung für die Beantragung zur Verleihung ist die persönliche Mitgliedschaft im ADAC. Bei der Beurteilung, ob ein in der ADAC Motorsport-Organisation tätiges Mitglied aufgrund seiner ehrenamtlichen Tätigkeit die ADAC Ewald-Kroth-Medaille erhält, ist unter anderem auch seine Einstellung zum ADAC, seine Clubtreue und die sportliche Kameradschaft sowie seine Unbescholtenheit von Bedeutung. DASS zur Jubiläumsausgabe des 50. Course de Cote d´Abreschviller am 30. April und 1. Mai, Anne Baverey, die Königin der Berge und schnelle Frau aller Zeiten bei Bergrennen, das Wochenende verbringen wird. Die mittlerweile 75jährige Dame aus Lyon wird dabei auf ihren Martini MK43 BMW Formel 2 treffen, den sie Ende der 80er Jahre pilotierte. Dieser wunderbare Formel 2-Rennwagen wird am Start in der historischen Gruppe in den Händen von VHC-Fahrer Sebastien Brisard sein, der den restaurierten Martini zum ersten Mal in der französischen Meisterschaft ausführt. DASS mit dem in der Schweiz lebenden Belgier Vincent Caro beim Bergpreis Schotten ein sehr prominenter Teilnehmer erwartet wird. Da werden jetzt einige sagen, diesen Piloten kenne ich aber nicht. Caro, seines Zeichens Abteilungsleiter – Historischer Motorsport, Bergrennen und Offroad bei der FIA in Genf, wird in Schotten unseres Wissens sein erstes Bergrennen fahren. In der Vergangenheit fuhr er von 1989 bis 1997 100er Kartrennen. Zwischen 1998 und 2014 im 250er Superkart auf der Langstrecke. Nachdem er beruflich der FIA beitrat, ist er nur noch wenige Karteinsätze gefahren. Jetzt fehlte ihm das Racefeeling und als Bergrenn-Fan hat sich Caro einen brandneuen TracKing (Baujahr 2021) mit 1000er Suzuki-Motorradmotor zugelegt und möchte in der Saison 2022, je nach seinen beruflichen Möglichkeiten einige ausgewählte Veranstaltungen fahren. DASS […]

Merli und Schagerl geben beim EBM-Auftakt den Ton an

13. April 2022

Gemessen an den 48 Fahrern, die für den internationalen Teil des Bergrennens St. Jean du Gard-Col St. Pierre gemeldet waren – ein Rekord für die Veranstaltung, seitdem sie Teil der Europameisterschaft ist – entwickelt sich die Saison 2022 sehr gut. Auch der in Kategorie 1 angewandte „Performance Factor“ erfreut sich zunehmender Beliebtheit und dürfte im Laufe des Jahres für noch stärkere Teilnehmerlisten sorgen, insbesondere in den Ländern, die diese Regelung bereits auf nationaler Ebene übernommen haben. In Frankreich ließ Christian Merli (Osella FA30) nie Zweifel an seiner Fähigkeit, die Veranstaltung zu dominieren. Vom ersten Trainingslauf an legte er eine Zeit vor, die für alle seine Konkurrenten eine kalte Dusche war. Und selbst wenn ihm in diesem Jahr die Rivalität mit seiner langjährigen Dauerkontrahentin Simone Faggioli (der 2022 sich lieber auf die italienische Landesmeisterschaft konzemtriert) beraubt wird, wird sich Merli mit nicht weniger als einem vierten FIA-Titel zufrieden geben. In St. Jean du Gard dominierte er nicht nur alle Trainingsläufe, auch im Rennen legte er Wert darauf, den absoluten Streckenrekord zu brechen – den er selbst seit 2019 hält! Der Franzose Billy Ritchen (Nova NP01) hat die französische Meisterschaft zu seiner Priorität erklärt, hat aber am Col St. Pierre bewiesen, dass er auch das Zeug dazu hat, im Rahmen der Europameisterschaft gut abzuschneiden. Er hat nicht nur die zweitbeste Leistung des Wochenendes erzielt, sondern auch die E2-SC-Gruppe gewonnen. Der Spanier Javier Villa (Foto oben) zeigte erneut sein Talent, nachdem er zuvor in GP2 und WTCC erfolgreich war. Mit einem BRC „made in Spain“, sicherlich leicht und agil, aber untermotorisiert (mit einem 1,3-t-Suzuki-Hayabusa-Motorradmotor), glänzte er auf der kurvenreichen „Corniche des Cevennen“ so sehr, dass er den Nova Norma mit V8-Motor von Sebastien Petit (4.) und Petr Trnka (5.) schlug, und den Osella FA 30 des deutschen Alexander Hin (7.). Ähnlich wie Villa schnitten auch die Pernot-Brüder Marc (6., Tatuus Master) und Etienne (8., Norma M20FC) mit kleineren Motoren gegen die EM-Stammgäste gut ab. Am Steuer des 1100 ccm Wolf Thunder mit Aprilia-Antrieb belegte der Italiener Michele Fattorini den 11. Platz in der Endwertung und den 5. Platz in der E2-SS-Gruppe. Aufgeben mussten im ersten Rennlauf, der Spanier Joseba Iraola (Nova NP01) und der Andorraner Raul Ferre (Silver Car CS Turbo) und erzielten in Frankreich keine EBM-Punkte und müssen auf den Start bei den Heimrennen der portugiesischen und/oder spanischen Läufe warten. KATEGORIE 1: Golf gegen Lamborghini Mit einer Leistung von rund 700 PS […]

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