Über Thomas Bubel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.

Lang Rennsport setzt Ausrufezeichen in Frankreich

4. Mai 2022

Das Niveau in der Französischen Bergmeisterschaft hat durch die Corona-Pandemie absolut nicht gelitten, ganz im Gegenteil. Am vergangen Wochenende präsentierte sich ein erlesenen Feld in allen Gruppen und Klassen beim 50. Jubiläums-Bergrennen von Abreschviller in Ostfrankreich, nahe der deutschen Grenze zu Kehl oder Saarbrücken. Präsent im Fahrlager war sehr kurzfristig Georg Lang von Lang-Rennsporttechnink, der das Fahrzeug von TracKing-Erfinder Fabien Bourgeon betreute. Der Osella PA 30 V8 wurde vom Eigner Alexander Hin ebenso kurzfristig zur Verfügung gestellt. Da sich die Entwicklung des neuen Turbo-Motors für Bourgeons Revolt-Eigenbau etwas verzögert, er aber endlich Meisterschaftspunkte sammeln muss, kam das großzügige Angebot von Alexander Hin gerade recht. Der Französische Spitzenfahrer kam im Training auf Anhieb sehr gut bei seiner Premiere mit dem potenten Osella zurecht, sodass Georg Lang (ab Wolsfeld wieder hinterm Steuer seines Tatuus Renault) etwas Extraleistung und Endgeschwindigkeit zugeben konnte. Nachdem ersten von drei Durchgängen war dann die Überraschung perfekt. „Fab“ Bourgeon führte mit 47,668 Sekunden das Gesamtklassement an, vor der versammelten Französischen Elite. Nur Geoffrey Schatz wartet weiter auf seinen neuen Motor. Im zweiten Lauf rollte der italienische Bolide beim Versuch des herausbeschleunigen aus der engen Spitzkehre, mit gebrochener Antriebswelle aus. Aber, noch war nichts verloren, denn in Frankreich zählen nur die beiden schnellsten Läufe am Ende für das Resultat. Wohlweislich hatte Alexander Hin am Freitag noch eine Ersatzwelle verbeigebracht, die dann auch rechtzeitig vor dem alles entscheidenden dritten Lauf eingebaut war. Zum Abschluss verbesserte sich Bougeon marginal zur seiner Zeit am Morgen, musste aber Damien Chamberod im Norma M20 FC Turbo, den Tagessieg überlassen. Hinter dem zweitplatzpierten Bourgeon folgten Cyrille Frantz (Osella PA 30 Turbo), Billy Ritchen (Nova Proto NP01 V8) und Sebastien Petit im brandneuen Nova Proto NP01 Turbo. Rang sechs ging an den jungen Belgier Corentin Starck im Nova Proto NP01 Turbo aus der 2-Literklasse. Erstmals in diesem Jahr saß der Freiburger Patrik Zajelsnik in seinem Norma M20 FC V8 um Kilometer zu sammeln. Er belegte Gesamtrang acht. Fotos: Nicolas Millet

Rekord-Anmeldungen für das 50. Jubiläum von Abreschviller

29. April 2022

Nach zwei aufeinander folgenden Absagen aufgrund der Covid-Gesundheitskrise steht das Bergrennen Abreschviller – Saint Quirin im Kalender der französischen Bergmeisterschaften. Die Veranstaltung in Lothringen (zwischen Strasbourg und Saarbrücken) feiert dieses Jahr das 50. Jubiläum und stellt einen Rekord bei der Zahl der Anmeldungen auf. Das Lothringer-Treffen der Französischen Bergmeisterschaft hat die Besonderheit, eine der kürzesten Strecken der Saison anzubieten und gleichzeitig eine der intensivsten zu sein. Die erreichten Geschwindigkeiten lassen nicht die geringste Unachtsamkeit zu, und die geringste Abweichung von der Idealline kann dazu führen, dass die Position eines Fahrers in der Wertung erheblich absinkt. Eine weitere Besonderheit ist, dass sich die „Cocca“, die Organisationsstruktur vor Ort, seit vielen Jahren dafür einsetzt, besonderen Wert auf den besonderen Empfang von allen Wettbewerbern zu legen. Und natürlich werden anlässlich der 50. Ausgabe an diesem Wochenende von Samstag, dem 30. April und Sonntag, dem 1. Mai, viele Aktivitäten zur Zufriedenheit von Fahrern und Zuschauern stattfinden. Seitens der Teilnehmer haben wiederum die Organisatoren Grund zur Begeisterung. Mit 186 Teilnehmern auf der Meldeliste stellte die Veranstaltung im Departement Mosel einen Rekord auf. Zumal sich bei dieser 50. Ausgabe Quantität mit Qualität reimt. Unter den Anwärtern auf den Sieg finden wir den Gewinner der ersten beiden Rennen der Saison, Billy Richchen. Der Elsässer, der seinen Nova Proto NP-01 in Bagnols-Sabran und auf den Hängen des Col Saint-Pierre eingesetzt hat, wird versuchen, dasselbe auf der kurzen Strecke von Abreschviller zu tun. Die ersten beiden Begegnungen der Saison boten den Fans großartige Aufeinandertreffen, und wenn Billy Ritchen das letzte Wort hatte, sah er sich zweimal der Bedrohung durch Damien Chamberod gegenüber, der seinen Norma M20 FC hinter dem Sieger platzierte. Es besteht kein Zweifel, dass die Isérois daran interessiert sein wird, noch einen Schritt weiter zu gehen, um die oberste Stufe des Podiums zu erreichen. Es wird auch notwendig sein, denjenigen zu berücksichtigen, der in Sabran und Saint-Jean-du-Gard Dritter wurde, Sébastien Petit. Der zweifache französische Meister wird einen brandneuen Nova-Proto einsetzen, der über einen neuen Turbomotor verfügen wird. Immer noch auf der Seite der E2-SC/3-Klasse werden dürfen die Fans die Leistung von Cyrille Frantz verfolgen. Der Franc-Comtois entwickelt seinen Osella PA 30 weiter und verbessert gleichzeitig seine Zeiten. Ungeduldig warten die Insider auf den Start von Fabien Bourgeons Revolt 3P0, der in dieser Saison von einem neuen 1750-cm3-Turbomotor angetrieben wird. Leider ist der TracKing-Erfinder noch nicht soweit, hat sich aber für das Wochenende den Osella PA 30 des […]

Boxengeflüster 04/2022: Wussten Sie schon dass…?

28. April 2022

DASS der Schweizer Bergpilot Marcel Steiner in den vergangenen Jahren mit dem spektakulären Sportwagen LobArt LA01 Mugen häufiger vom Pech verfolgt war. Nach dem kapitalen Motorschaden in Osnabrück 2021 bereits im 1. Trainingslauf soll in diesem Jahr ein neuer Anlauf für eine erfolgreiche Saison unternommen werden. Marcel Steiner hat jetzt auf seiner Homepage die vorgesehene Saisonplanung 2022 bekanntgegeben. Dabei möchte er auch beim 54. Int. Osnabrücker Bergrennen am 6./7. August wieder dabei sein und um einen absoluten Spitzenrang fighten. Übrigens Steiners einziger Start in Deutschland in diesem Jahr. Erstmals wird der mehrfache Schweizer Champion bereits am kommenden 1. Mai-Wochenende beim französischen Bergrennen von Abreschviller in Lothringen dabei sein. DASS an diesem 1. Mai-Wochenende der Osella PA 30 von Alexander Hin beim französischen Bergrennen von Abreschviller in Aktion zu sehen ist. Der Besitzer aus Schwarzwald wird aber nicht darin Patzt nehmen. Fabien Bourgeon, der TracKing-Erfinder aus Frankreich, hat den E2-SC-Rennwagen für das Wochenende gemietet, da sein neuer Revolt-Sportwagen noch nicht ganz einsatzbereit ist und der der deutschen Sprache mächtige Pilot, keine Meisterschaftspunkte mehr verpassen möchte. Dass die Zender Gruppe als namhaftes und global agierendes Unternehmen neu im Netzwerk des Int. Osnabrücker Bergrennens als Partner dabei ist.  Es entwickelt und produziert Textilprodukte, Kunststoff- und Faserverbundbauteile aus Carbon sowie Medizinprodukte. Damit werden zahlreiche Kunden aus den Bereichen Medizin, Automobil, Freizeit, Hochwasserschutz und Bekleidung beliefert. Seit Beginn der Corona-Krise werden von Zender auch dringend am Markt benötigten medizinischen Masken und FFP2 Masken produziert. DASS Titus Dittmann, als großer Fan des Int. Osnabrücker Bergrennens in diesem Jahr für seine Herzensangelegenheit, nämlich seine Stiftung „skate aid“, wieder am 6. und 7. August dabei sein wird. Der sich selbst bezeichnende Skateboard-Pionier, Unternehmer, Seriengründer, Rennfahrer, Jugendlobbyist, Uni-Dozent, Medienliebling und vor allem Social Entrepreneur und Anstifter genießt durch seine mehrjährigen Auftritte am „Uphöfener Berg“ hohes Ansehen und hat dort eine nicht zu unterschätzende Fangemeinde. Bekannt aus zahlreichen TV-Auftritten, Interviews in Presse und Rundfunk ist Titus inzwischen vollends in der digitalen Welt angekommen, um seine Projekte immer größeren Kreisen bekannt zu machen. Für seine unzähligen Verdienste hat er im Jahr 2021 vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. Im Rahmen seiner Aktivitäten dreht sich seit mehr als 40 Jahren alles um das Skateboarden und dessen pädagogisches Potenzial. Mit der im Jahr 2009 gegründeten Stiftung „skate aid“ entstand die Idee, mit dem Rollbrett im Rahmen der Jugendhilfe etwas Gutes für Kids zu tun. Afrika, aber auch Teile Asiens wurden in der Folgezeit […]

Italienischer Ferrari-Pilot Luca Gaetani zurück am Uphöfener Berg

28. April 2022

La Bella Italia wird beim 54. Int. Osnabrücker Bergrennen am 6./7. August überzeugend vertreten sein. Aus der Nähe von Padua kommt Luca Gaetani mit seinem angriffslustigen Ferrari 488 Challenge zum FiA Hillclimb Cup-Lauf. Beim kürzlichen Saisonauftakt nahe Venedig errang er in fulminanter Rekordzeit den Tagessieg bei den Tourenwagen. Am Uphöfener Berg war er erstmals 2019 dabei, damals noch mit seinem roten Ferrari 458 GT3, und war gleich begeistert: „Wir hatten sehr intensive und spannende Tage bei euch. Ein tolles Erlebnis.“ Mit besserer Streckenkenntnis hofft er seine damalige Zeit in diesem Jahr noch zu verbessern. Sein Ziel für die Saison teilt er mit seinen Fans: „Die Rennwochenenden ganz und gar genießen.“

Der KW Berg-Cup startet am Schottenring pünktlich in die Saison 2022

27. April 2022

Und das exakt auf die Sekunde, denn sowohl am Trainingssamstag (23.04) und am Rennsonntag (24.04.) ging der erste Teilnehmer des zunächst 85 Autos starken Feldes punktgenau um 09:00 Uhr auf die 3,033-Kilometer-Strecke im hessischen Vogelsbergkreis. Bereits am Freitagnachmittag durften die Aktiven gegen einen kleinen Extraobolus im Rahmen von Einstellfahrten üben, konnten sich nach zum Teil langer Pause wieder an die Anforderungen im Renncockpit gewöhnen und sich an die Grenzen des Möglichen herantasten. Die äußeren Bedingungen gestaltete Petrus besser als vorhergesagt. Vor allem der für Sonntag angekündigte Regen blieb fast komplett aus. Lediglich das erste Drittel des Rennfeldes fand im zweiten und dritten Wertungsdurchgang eine feuchte Fahrbahn vor. Gefahren werden konnte auf dem nach Rudingshain beginnenden Teilstück des legendären Schottenrings übrigens jede Menge. Auch wer auf die Einstellfahrten verzichtete, hatte die Chance zum echten Kilometersammeln. Beginnend samstags mit fünf angebotenen Auffahrten und endend am Sonntag mit deren vier, von denen die flottesten drei zur Wertung herangezogen wurden. Da es in drei Klassen eventuell noch Änderungen geben könnte, wollen wir ausschließlich über die Top-Ten der Gesamtwertung berichten, weil deren Resultate absolut safe sind. Den Sieg sicherte sich Mario Minichberger, der im VW Corrado R mit Turbo und Allradantrieb eine beeindruckende Vorstellung der Extraklasse lieferte. Mit Bestzeit in allen Auffahrten hinterließ dieses Paket einen bärenstarken Eindruck. Ihm am nächsten kam ein Renner ganz anderer Bauart. Ralf Kroll benötigte 6,066 Sekunden mehr als Mario Minichberger. Spätestens ab Lauf zwei kämpfte er mit einer rutschenden Kupplung seines Silver Car S2 G Evo, blieb im dritten Run deshalb weitestgehend im fünften Gang. Auch da, wo dieser nicht wirklich passte. Im vierten Lauf musste Ralf Kroll dann unmittelbar nach dem Start aufgeben. KW Berg Cup Titelverteidiger Erwin Buck beendete im VW Spiess-Scirocco sein Wochenende als Gesamtdritter. Immer besser kam Martin Bürki mit seinem BMW M3 GTR zurecht, der Schweizer steigerte sich von Lauf zu Lauf, holte sich schlussendlich Platz vier der Gesamtliste. Knapp vor Jochen Stoll (Homburger AC), der im Porsche 911 GT3 Cup als Fünfter einlief. Als Sechster folgte der beste Vertreter der Klasse von 2000 bis 3000 Kubik. Das war Christian Auer im BMW M3 E30. Ralph Paulick fuhr seinen VW Golf 1 GTi auf Rang sieben. Auf Gesamtplatz acht taucht bereits der Gewinner der 1600er Klasse auf, Mikko Kataja mit seinem Toyota Starlet. Hinter ihm reiht sich Werner Weiß im Ford Escort RS 1800 als Neunter ein. Eine sehr ansprechende Leistung zeigte Claire Schönborn […]

Sehr viel Positives beim Bergpreis Schotten – Das Fahren nicht verlernt

26. April 2022

Mit zwei Jahren Verspätung wurde am Wochenende vom 22.-24. April 2022 der 17. internationale ADAC Bergpreis Schottenring ausgetragen. Vor großem Publikum kämpften mehr als 140 Teilnehmer am Berg um Bestzeiten oder Gleichmäßigkeit. Nach Jahren, in denen eine kleine Gruppe von Favoriten den Gesamtsieg unter sich ausgemacht hatte, gab es diesmal mit Mario Minichberger einen neuen Sieger. Mit dem von Grund auf veränderten VW Corrado, der nun über einen 1175 ccm Turbomotor und Allradantrieb verfügt, setzte der Staufener ein Zeichen auf der im Startbereich wenige Meter verlängerten Piste. Mit einer Gesamtzeit von 3 Minuten 59,388 Sekunden blieb er als einziger Fahrer in der Wertung aus drei Läufen unter der Schwelle von vier Minuten. Mit einer Bestzeit von 1.19.369 (neuer Streckenrekord) für die 3033 Meter zur Poppenstruth war er trotz schlechterer Wetterverhältnisse nur rund eine halbe Sekunde langsamer als der Gesamtsieger von 2019 Holger Hovemann mit seinem bärenstarken Opel Kadet C GT/R V8. Auf ein Kräftemessen zwischen Minichberger und Hovemann bei einem der kommenden Rennen darf man mit Spannung warten. Ralf Kroll konnte sich mit seinem Silver Car S2  EVO den zweiten Platz in der Gesamtwertung mit einem Rückstand von 6,066 Sekunden auf Minichberger sichern. Erwin Buck erreichte mit dem VW Spiess-Scirocco 16V den dritten Platz. In der Summe der drei schnellsten Läufe blieb er um 7,662 Sekunden hinter dem Gesamtsieger. Der schnellste Fahrer aus der Region in der Gesamtwertung war in diesem Jahr Stefan Bodin aus Ober-Mörlen mit seinem Porsche 944 GTR. Mit 4:21,703 erreichte er einen guten 11. Platz. In der Gleichmäßigkeitswertung holte sich Mike Sukiennicki auf einem Fiat Uno Turbo (Foto) den Sieg mit nur 0,672 Sekunden Abweichung aus den Läufen zwei bis vier zur Referenzzeit aus Lauf 1 fuhr er beeindruckend gleichmäßig schnell. Seine Zeit von 1.43,531 im ersten Lauf wurde nur von sehr wenigen Teilnehmern der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) unterboten. Einer von ihnen war Michele Carenuto aus Buseck, der mit seinen Zeiten in den Läufen zwei bis vier jeweils rund drei Sekunden unter seiner Referenzzeit blieb. Damit verspielte er einen besseren als den 40. Platz. Das dürfte ihm der Spaß auf der Strecke aber wert gewesen sein. Den zweiten Platz in der GLP belegte Jörg Dries (Ford Focus Mk1 ST 170) mit einer Abweichung von 1,127 Sekunden. Auf dem dritten Platz folgte Manfred Pape mit einem VW Golf 2 16 V und 1,171  Sekunden Abweichung. Die folgenden drei Plätze belegte ein Trio aus der Region. Adrian Mirthes (Grünberg) fuhr mit […]

Formel-Klasse wächst weiter – Marco Lorig im Dallara F3

13. März 2022

Trotz aller Widrigkeiten ist die Sehnsucht nach Motorsport am Berg groß. Dies beweist nicht nur der KW Berg-Cup mit seinen 122 Einschreibungen für die kommende Saison, auch im Lager der Formel-Fahrzeuge tut sich was. Marco Lorig aus dem Weserbergland ist nun stolzer Besitzer eines Dallara F305 Formel 3 und plant eine volle Saison in der Deutschen Bergmeisterschaft. Die Region zwischen Bielefeld und Hannover wird so zum „Formel 3-Bergland“, denn mit Patrick Rahn und Daniel Null kommen weitere F3-Piloten aus der Gegend. Marco Lorig ist in den Fahrerlagern der Bergmeisterschaft aufgewachsen. Mit seinem Vater Ingo, der vor 10 Jahren letztmals im KW Berg-Cup an den Start ging, und mit Mutter Susanne und Schwester Sanja war und ist er über viele Jahre ein Mitglied der viel gepriesenen Berg-Familie. Nach ersten Erfahrungen im Kart, konzentrierte sich der mittlerweile 28-jährige junge Mann aus Rinteln auf seinen beruflichen Werdegang, studierte Wirtschaft und Maschinenbau. Beim TÜV-Nord, der ihn auch im Rennsport etwas unterstützt, ist Marco als Ingenieur beschäftigt. Zudem hat es Lorig zum DMSB Sachverständigen gebracht und ist seit dem letzten November Technischer Kommissar der Stufe A. Mit Hilfe des Heiligenstädter „Formel 3-Berg-Pabst“ Sascha Herz ging es dann recht schnell für Marco Lorig, seinen Traum vom eigenen Formel 3-Rennwagen zu verwirklichen. Das Ex-Auto des späteren Formel 1-Piloten Paul di Resta wurde in Österreich als Rolling Chassis erworben und zwischenzeitlich bei der Drive Solutions GmbH in Heiligenstadt mit verschieden Komponenten neu aufgebaut. „Sascha und ich haben uns für einen Honda Mugen-Motor entschieden“ gibt Marco Lorig preis. „Motor und Steuergerät sind Serie, wie damals zur F3-Euro-Serie,  also noch mit Air-Restrictor. Das Auto wurde bei Sascha von Grund auf neu aufgebaut. Ich habe selten jemanden erlebt der so talentiert ist, Ahnung von seinem Fach hat und vor allem hilfsbereit ist. Ich kann nur jedem ans Herz legen, mit Sascha Herz und Drive Solutions-Motorsport zusammenzuarbeiten. Also, vielen Dank an Sascha Herz und auch den DMSB-Fachausschuss-Vorsitzenden Kevin Ferner, der mir in Sachen Fahrerlizenz zur Seite stand“. In diesen Tagen erfolgte die Auslieferung des schmucken Rennwagens und für Anfang April sind erste Testfahrten in Oschersleben geplant. „Mein Ziel war es immer einen Formel-Rennwagen bei Bergrennen zu pilotieren. Die Anschaffungskosten waren wohl höher als im Tourenwagenbereich, dafür ist der Dallara rennfertig und absolut konkurrenzfähig. Jahr für Jahr, beispielsweise in einen E1-Boliden zu investieren um mit dem Wettrüsten mitzuhalten, macht für mich wenig Sinn. Fahren wollte ich die Berg DM. Dieses und nächstes Jahr lasse […]

Hintergründe zur Absage des Eschdorfer Hill Race 2022

10. März 2022

In den Jahren 2020 und 2021 sah sich der Veranstalter des traditionsreichen Eschdorfer Bergrennens, dem einzig verbliebenen Bergrennen im Grossherzogtum Luxemburg, aufgrund der sanitären Sicherheitsauflagen und der Ungewissheit der Situation zur Absage gezwungen. Doch auch wenn sich die Lage nun deutlich zu verbessern scheint und keine Restriktionen mehr auf den Sportveranstaltungen lasten werden, so muss der Vorstand der «Union des Pilotes» leider dennoch bei seiner Entscheidung bleiben, auch dieses Jahr auf die Austragung des «European Hill Race» zu verzichten. Mit seinen 31 vorausgegangenen Ausgaben seit dem Premierenrennen im September 1988, zu denen sich noch die Erstauflage der FIA Hillclimb Masters 2014, für die der Motorsportweltverband Eschdorf als Austrangungsort auserkoren hatte, sowie der «Classic Day» gesellen, bei dem 2013 hundert Jahre Automobilsport in Luxemburg gefeiert wurden, hat sich das kleine Ardennerdörfchen in Sachen Bergrennsport einen hervorragenden Ruf bis weit über die Grenzen des Grossherzogtums hinaus geschaffen. Mehr oder weniger 5.000 Zuschauer aus Luxemburg, vor allem aber auch den Nachbarländern inklusive der Schweiz, Grossbritannien, den Niederlanden machten aus dem Eschdorfer Bergrennen eines der Topereignisse des nationalen Sportkalenders sämtlicher Disziplinen. Dies aus dem einfachen Grund, dass sich die Veranstalter stets darum bemüht haben, ein international hochwertiges Startfeld nach Luxemburg zu locken, so dass die absolute Mehrzahl der ausländischen Landesmeister und ihre wichtigsten Gegner mindestens ein Mal, oft sogar als treue Stammgäste in Eschdorf an den Start gingen. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass der Aufwand für eine Veranstaltung dieser Grössenordnung immer schwieriger zu stemmen wurde, umso mehr die Anzahl, Motivation und Abkömmlichkeit der ehrenamtlichen Helfer in den vergangenen Jahren immer weiter abgenommen hat, ein Phänomen, das durch die Pandemie bedingte Inaktivität und Isolation noch verstärkt wurde. Gleichzeitig wurde die Teaminfrastruktur der verschiedenen Teilnehmer im Laufe der Jahre immer professioneller und platzraubender, während der für das Fahrerlager zur Verfügung stehende Platz im Ort aufgrund von Bauarbeiten und schwindenden Interesses der Anrainer immer geringer wurde. So wurde es auch immer schwieriger, zum Beispiel möglichst vielen Teilnehmern einen Stromanschluss zu gewähren, Zuschauerparkplätze entfielen und auch die Zuschauerplätze entlang der Strecke wurden durch den natürlichen Wildwuchs immer schwieriger zugänglich und nutzbar. Hinzu kommen die Restrukturierung verschiedener ausländischer Meisterschaften und Rennserien, in deren Konzept das European Hill Race nun nicht mehr so richtig passte, sowie die Unmöglichkeit, für das Jahr 2022 im internationalen Terminkalender ein freies Wochenende zu finden, das möglichst nicht mit einem Lauf zur französischen, belgischen, deutschen und/oder Schweizer Landesmeisterschaft sowie im Optimalfall der Bergeuropameisterschaft […]

Boxengeflüster 02/2022: Wussten Sie schon dass…?

9. März 2022

DASS auch Bergrennsportler ein großes Herz für die leidende Bevölkerung in der Ukraine haben. Porsche-Pilot und Peugeot-Vertragshändler Jochen Stoll aus dem pfälzischen Gehrweiler handelte schnell und rief zu Sachspenden im Kreis Rockenhausen auf, schaffte die Hilfsgüter höchst persönlich mit einem Kleintransporter nach Polen in die Partnergemeinde Glubczyce, die mit ihrer ukrainischen Partnergemeine Sbarasch in Verbindung steht. Von Glubczyce wurden die Hilfsgüter weitertransportiert nach Sbarasch. Die fast 1.000 km einfache Fahrt absolvierte Jochen Stoll mit seinem Mitarbeiter Tomek. DASS die Organisatoren des 54. Int. Osnabrücker Bergrennens 2022 erste Weichenstellungen für das Programm des diesjährigen Events am „Uphöfener Berg“ gestellt haben. Dazu gehört auch der sehr beliebte „Auftaktabend“ mit den Partnern, Sponsoren sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmern nebst Teammitgliedern und Medienvertretern, der am Donnerstagabend vor dem Veranstaltungswochenende stattfinden soll. In einer attraktiven Location im Umfeld von Hilter-Borgloh werden am Donnerstag, 4. August (ab ca. 18.00 Uhr) diesmal, auch im Rahmen eines Vorabtreffens der „2. Classic Days Osnabrück/Münster“ im September, hochkarätige Klassiker der Automobilgeschichte dabei sein und neben toller Musik und kulinarischer Highlights für eine sicherlich beste Stimmung sorgen. Ebenso ist geplant, dass einige aktuelle Top-Sportwagen dabei sein werden. Weitere Details dazu werden in den kommenden Wochen bekanntgegeben. DASS am 23. April 2022 die zweite ADAC Youngtimer Tour Saarland geplant ist – für Fahrzeuge der Baujahre 1992 bis 2002. Die 150 Kilometer lange Strecke durch das sehenswerte Saarland, mit dem Schwerpunkt um Homburg und die angrenzenden Regionen, steht die Bergrennstrecke „Käshofer Straße“ des Homburger ADAC Bergrennens im Mittelpunkt.  Der Start erfolgt am Höcherbergturm in Höchen, ganz in der Nähe von Homburg, der drittgrößten Stadt des Saarlandes, im Saarpfalz-Kreis gelegen. Es geht über die Bergrennstrecke des Homburger AC und Martinshöhe nach Wallhalben. Dort gilt es, eine erste Aufgabe zu lösen. Die Strecke führt weiter durch die Südwestpfalz Richtung Zweibrücken. Dort ist die Mittagspause in der Festhalle geplant. Nach der Pause starten die Teilnehmenden in den zweiten Teil der Tour. Es geht nach Blieskastel, in der Orangerie wartet eine weitere knifflige Aufgabe auf die Teams. Die Youngtimer rollen nun durch das Mandelbachtal über die Biesinger Höhe, an Erfweiler-Ehlingen vorbei, nach Gersheim und Reinheim. Im Römerpark dürfen die Teilnehmenden wieder ihr Geschick bei einer Aufgabe unter Beweis stellen. Der 90er-Karawane bewegt sich nun über Habkirchen nach Kleinblittersdorf. Hier erfolgt der Grenzübertritt ins Nachbarland Frankreich. Es geht ein Stück durch das Département Moselle in der Region Grand Est. Das Ziel der Ausfahrt ist die Zentrale des ADAC Saarland […]

„King of the Hill“ aus Südafrika am Uphöfener Berg

5. März 2022

Ein echter „King of the Hill“ aus Südafrika geht beim 54. Int. Osnabrücker Bergrennen am 6./7. August an den Start: Rennpilot Pieter Zeelie, nahe Johannesburg zu Hause, kann es kaum erwarten, seinen leuchtend roten, rund 800 PS starken Toyota MR 2 V6 im Container auf die lange Seereise zu schicken. Es ist das erste Mal, dass ein Fahrer aus Südafrika an einem Bergrennen in Europa teilnimmt. Der Unternehmer eroberte zunächst Meisterschaften und Rekorde im Drag Racing am Steuer einer Cobra. Später pilotierte er in verschiedenen Disziplinen einen Lotus Exige und einen BMW M3 CSL. Vom Potenzial des Toyota MR2 war er so sehr überzeugt, dass er ihn in akribischer Arbeit vom Serienfahrzeug zu einem bildschönen und leistungsstarken Top-Boliden weiterentwickelte. Der Lohn war 2021 die „King of the Hill“-Trophäe beim Simola-Bergrennen in Knysna ganz im Süden von Südafrika (www.speedfestival.co.za). Und die nächsten Verbesserungen sind schon geplant: „Ich glaube, es kann noch ein ganzes Stück schneller gehen“, sagt der Champion aus Südafrika. Das Publikum am Uphöfener Berg darf sich also auf einen ganz besonderen Auftritt freuen!

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