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Bergrennen St. Agatha 1998 - Mehr geht doch! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Bubel   
Dienstag, den 29. September 1998 um 12:32 Uhr

Mit Laszlo Szasz, Horst Fendrich, Walter Leitgeb und Hermann Waldy - alle mit Formel 3000 - sowie den zwei Sportwagenpiloten Herbert Stenger und Heinz Steiner war in St. Agatha Bergrennsport der Spitzenklasse angesagt. Dazu lockten optimale äußeren Bedingungen zahlreiche Zuschauer an die 3,2 km lange und sehr schnelle Bergrennstrecke in Oberösterreich. Mit 1:08er Zeiten waren Szasz (Reynard 93D Zytek) und Fendrich (Reynard 95D Cosworth) im ersten Rennlauf nur um 33/100 getrennt. Die Rekordzeit von Steiner, 1996 im Formel 2 aufgestellt, unterboten beide schon um eine Sekunde. "Mehr geht nicht mehr" meinten beide unisono. Doch der kleine Ungar legte im zweiten Lauf noch eine Zahn zu und fuhr mit 1.06,892 und einem Schnitt von rund 174 km/h einen phantastischen Rekord! Das bedeutete für Szasz den Tagesieg und den vorzeitigen Gewinn der internationalen österreichischen Bergmeisterschaft. Fendrich fuhr um 2,7 Sekunden schneller als im Vorjahr und war mit dem zweiten Rang zufrieden. Walter Leitgeb (unser Foto im Ralt RT 23 Mugen F3000) blieb als Dritter mit zwei 1:11er Läufen klar zurück, war aber schnellster Österreicher vor Hermann Waldy (Reynard). Stenger und Steiner lieferten sich ein schönes Duell um den CN-Sieg, das der Schweizer im Martini Mk 77 BMW für sich entschied, nachdem der Deutsche im Eigenbau zum Schluss beinahe abflog. Bei den Tourenwagen kam es zum Vergleich zwischen dem ALPINE-Gruppe H-Berg-Cup

und den besten Österreichern. Bruno Ianniello (Lancia Delta S4) erzielte mit 1.18, 038 einen weiteren Tourenwagenrekord und stellte damit Dieter Höller und Günter Gabat mit ihren ebenfalls allradgetriebenen Ford Escort WRC in den Schatten. Bei den 1300ern triumphierte Gerhard Moser (VW Polo) über Bernd Haid (Opel Corsa), Franz Weissdorn (VW Polo) und Willi Pürkner (Simca). Mit dem Sieg in der Zweiliterklasse vor Michael Wenosrra (Opel Kadett C) und Ullli Thomas (Opel Ascona B) ist nun Siegfried Rost (VW Golf) in der besten Position, den ALPINE-Berg-Cup zu gewinnen. Mit seinem knappen Klassensieg über Helmut Knoblich (Peugeot 309) in der Gruppe N bis 2000 ccm sicherte sich der Deutsche Altmeister Walter Struckmann (Opel Astra) die österreichische Bergmeisterschaft der Tourenwagen. Den Abschluss der Bergsaison mit mehr als 130 Fahrern, von denen viele in Esthofen am Start standen, bildet am kommenden Wochenende das Rennen auf den Dientner Sattel in Mühlbach am Hochkönig.

 

 

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