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Course de Côte Fouchy (F) und Bergrennen Potzberg (D) 1996 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter Wyss / Thomas Bubel   
Mittwoch, den 10. Juli 1996 um 12:24 Uhr

Norbert Brenner hat sich zurückgemeldet. Beim nur für Tourenwagen ausgeschriebenen Potzbergrennen holte der regierende Tourenwagen-Bergmeister mit dem Ex-DTM-Mercedes Evo den Tagessieg. Gleich im ersten Rennlauf knallte er mit 1:29,13 min neuen Rekord in die stark ansteigende bahn in der Pfalz (bei Kusel). Im zweiten Heat legte Brenner nochmals eine hohe 1:29er Zeit vor, wogegen sein härtester Widersacher Bruno Ianniello, wegen zu kurzer Übersetzung im Lancia Delta S4 nicht auf Topspeed kam und mit zwei 1:32er Zeiten schon deutlich zurücklag. Da im dritten und letzten Lauf leichter Regen einsetzte, kam trotzdem nochmals Spannung auf. Ianniello konnte den Allradvorteil nicht ganz nutzen und blieb mit 1:37,70 um fünf Hundertstel hinter Brenners Laufzeit. Dem Schweizer blieb der zweite Gesamtrang, und als Dritter stieg Jürgen Schneider (VW Golf) nach Bestzeit im dritten Lauf mit aufs Treppchen. Pech für Herbert Stolz. Der Tiroler fiel mit Regenreifen am Porsche Carrera vom dritten auf den sechsten Rang hinter Werner Fröhlich (BMW 320) und Dieter Knüttel (Ford RS 200) zurück. Im noch trockenen dritten Lauf erzielte Franz Weissdorn im VW Polo zwar die Bestzeit bei den 1300ern, doch in der Addition musste er sich Lokalmatador Erhard Lezius beugen, der sich nach einjähriger Pause mit einem stark verbesserten Suzuki Swift erfolgreich zurückgemeldet hatte. Nach einer Nachtschicht gelang Theo Leutner im Sorg-Polo der dritte Rang. Berg-Cup-Organisator Andy Schettler kam nach einem Highspeed-Abflug mit dem Simca Rallye 2 wohl den Rest der Saison abhaken (Anmerkung der Red.: Das war leider das Ende der aktiven Karriere Schettlers). Bei den 1150ern gab erst Fiat-Treter Klaus Bernert den Ton an, bevor auch er wegen eines Ausritts Detlef Schröder (VW Polo) und Oskar Eberle (Fiat 127) den Vortritt lassen musste. Günter Scheiderer machte seinen Polo bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr platt. Rolf Kamphausen (Simca 1000) und Helmut Maier (VW Spiess Golf 1.6) siegten in ihren Klassen, Horst Scholz (Porsche 911) in der Gruppe G. Eine Woche vor dem Potzbergrennen startete der Gruppe H Berg-Cup bei der Französischen Bergmeisterschaft in Fouchy im Elsass. Am 24./25

August wird er übrigens beim Bergrennen in Oberhallau erstmals in der Schweiz auftreten. Schon im ersten Durchgang musste Klaus Hummel einen frontalen Crash mit dem Opel Kadett C 2,0 verdauen. In die gleiche Kerbe schlug Franz Weissdorn (VW Polo), der im zweiten Lauf seinen Bremspunkt verpasste und spektakulär in die Streckenbegrenzung ratterte (siehe unser Bild aus Fouchy 1996). An gleicher Stelle versaute sich Georg Plasa seinen zweiten Lauf durch einen Verbremser. Da in Frankreich nur die zwei besseren der drei Läufe gewertet werden, reichte es für Plasa doch noch zum Klassensieg und Gruppenzweiten. Eine Klasse für sich war Bruno Ianniello. Mit dem Lancia katapultierte er sich von einer Kurve zur anderen und hätte, ohne getrennte Wertung, den 20. Gesamtrang inmitten der Sport- und Rennwagen erreicht! Mit 2,3 sek Vorsprung sicherte sich Bernd Haid (Opel Corsa) vor Leutner die 1300er Klasse. Klaus Bernert gewann klar vor Günter Scheiderer die 1150er Klasse und Rolf Kamphausen die 1000er. Den Kampf um das Gesamtklassement entschied der Franzose Daniel Boccard im Martini BMW F2 praktisch schon im ersten Rennlauf für sich. „Nachdem wir beide Trainingsfahrten auf nasser Strecke absolvieren mussten, war dies der erste vernünftige Lauf, und da hat er uns mit seiner Erfahrung und etwas mehr Risiko gleich ein Vier-Sekunden-Paket gegeben“, erklärte Heinz Steiner den Rückstand. Steiner und dessen Schweizer Landsmann Jean-Daniel Murisier lagen vor den abschließenden Lauf nur um eine Tausendstelsekunde getrennt, worauf Murisier den Martini BMW F2 wegwarf und Steiner den Ehrenplatz holte, knapp vor dem jungen Fabien Frantz. Murisier reichten die beiden anderen Läufe noch zu Rang 4. Wegen Elektrikproblemen am neuen Mader-BMW-Motor lud Christian Debias (F) seinen Formel 2 vorzeitig auf, und aus dem selben Grund kam auch Arnold Wagner als bester Deutscher (in Abwesenheit von Horst Fendrich) nicht über Rang 8 hinaus. In der Formel 3 gewann Michael Möller das Duell gegen seine Landsleute Lang, Taubert und Wolpert sowie einige Franzosen klar für sich.

 

 

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