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30. Int. AvD / GAMSC Bergrennen Unterfranken 1997 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Bubel   
Dienstag, den 16. September 1997 um 12:15 Uhr

Die Würfel in der Deutschen Bergmeisterschaft 1997 sind gefallen: Das Finale – ausgerichtet vom GAMSC Würzburg zum 30-Jahr-Jubiläum des Bergrennens in Eichenbühl – sah den Tagessieg von Herbert Stenger in seinem BMW-getriebenen Eigenbau Sportwagen der Gruppe C3. Nur kurz war der Auftritt von „EM-Crack“ Rüdiger Faustmann im Remus-Faust Opel C3 Sportwagen: Schon im Training krachte er nach rund 1,5 Kilometern bei Posten 11 in die Leitschienen und konnte darauf nach Hause fahren. Die FiA-Trophäe und den Alpen-Donau-Cup hatte der Tegernheimer aber bereits in der Tasche. Der Rennsonntag war geprägt von zahlreichen Unterbrechungen wegen weiterer Ausritte. Der kapitale Einschlag eines Gruppe A-Piloten, der die Leitplanken auf einer Länge von 30 Metern demolierte, machte eine längere Pause erforderlich. Diesem Umstand fiel der dritte Wertungslauf zum Opfer. Der neue Rennwagenmeister Arnold Wagner wuchtete sich mit seinem Martini BMW F2 nach dem ersten Durchgang in Führung, dicht gefolgt von Herbert Stenger, der mit 29/100 Sekunden Rücksand auf Schlagdistanz blieb. Mit der absolut schnellsten Zeit des Tages (1:16,28 min) übertrumpfte Ex-Europameister Stenger die gesamte Konkurrenz im zweiten Lauf und gewann auf seiner Hausstrecke. Meister Wagner blieb nur Rang zwei. „Ich hatte einen miserablen Reifensatz erwischt, freue mich aber schon auf den Kampf mit Herbert  im nächsten Jahr“ , kündigte der Unterlegene an. „Shooting Star“ der abgelaufenen Saison war zweifellos Herbert Leibach am Steuer seines Eufra VW F3. Ankommen war Pflicht für den Pfälzer. Mit einem erneuten Formel 3 Sieg vor Peter Rössler (unser Bild aus der Zielkurve) und Uwe Lang (beide Reynard 893 VW) sowie Gerhard Claus (Dallara Opel) krönte der Rülzheimer die Saison mit dem Sieg in der Rennsportwagen-Trophäe und Rang drei in der DM-Wertung. Bei den Tourenwagen war ein harter Kampf um den Titel vorprogrammiert. Doch die Hoffnungen von Dieter Knüttel (Ford RS 200 Evo) begrub AMG-Mercedes 190 Evo II-Pilot Norbert Brenner mit einem neues Tourenwagenrekord

von 1:22,81 min. Der Titel ging so an den KfZ-Meister aus Walldürn. Dauerrivale Georg Plasa (BMW 320 16V) konnte in den Kampf um den Titel nicht mehr eingreifen, doch mit dem Gewinn des ALPINE Gruppe H Bergcups und der Tourenwagen-Trophäe hat der Warngauer eine gute Erfolgsbilanz. Pech für Gruppe G-Fahrer Rainer Krug (BMW 318is). Nur wegen eines schlechteren Streichresultats unterlag er Plasa. Seit Jahren war wieder einmal Ex-Trohäensieger Axel Ress dabei. Mit der Renault Alpine dominierte er auf Anhieb erneut die Gruppe N vor Helmut Knoblich (Peugeot 309 GTI) ebenso wie Klaus Hottum die Gruppe A. Sehenswerter Sport zeigten auch die restlichen Gruppe H Piloten in ihren Klassen. Detlef Schröder (VW Polo 1150 ccm) ließ gegen Klaus Bernert (Fiat 127 Sport) nichts anbrennen. Franz Weissdorn (VW Polo 1300 ccm) und Ralf Kroll (VW Golf 1600 ccm) gewannen deutlich ihre Kategorie. Hervorhebenswert auch Martin Behr auf einem BMW 2002 16V, der in der „Plasa-Klasse“ (bis 2000 ccm) zweiter wurde. Peter Wienröder (Reynard) siegte in der diesmal attraktiven Formel Ford 1600.

 

 

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