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Kyffhäuser Bergrennen 1999 – Georg Plasa auf Stucks Spuren PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Bubel   
Dienstag, den 14. September 1999 um 21:58 Uhr

Bereits vor dem zweiten Weltkrieg befuhren Sport- und Rennwagen den „Kyffhäuser“ Berg bei Kelbra in Thüringen. Höhepunkt dieser Ära war 1952 der Sieg von Hans Stuck auf Auto Union über den legendären Rudolf Caraciola. Mit der Neuauflage auf der letztmals zu DDR-Zeiten genutzten Bergstrecke ist der Nordhäuser MSC auf dem Weg, an die alten Glanzzeiten anzuknüpfen. 45 Kurven (!) auf nur mal 2,7 km Streckenlänge, wobei die längste Gerade 80 Meter misst, verlangte den Tourenwagen-Piloten viel ab. Mangels einer zweiten Leitplanke waren die Rennsportfahrzeuge (noch) nicht zugelassen. Nachdem Herbert Stenger beim letzten DM-Lauf am Hauenstein die Berg-Challenge für Rennsportfahrzeuge vorzeitig für sich entschieden hatte, machte nun Georg Plasa im Eigenbau BMW 320 16V der Gruppe H mit einem überlegenen Gesamtsieg den Sack in der Bergmeisterschaft zu und trägt nun bereits vor dem Endlauf am kommenden Wochenende im unterfränkischen Eichenbühl erstmals die Krone des Meisters. Im Training wie im Rennen dominierte der Mann vom Tegernsee die Turbo-Allrad-Konkurrenz in Gestalt von Dieter Knüttel (unser Foto im Ford RS 200) und Peter

Hossfeld (dp Porsche Carrera 4). „Das Ansprechverhalten eines Turbos ist auf dieser kurvenreichen Piste eher ein Nachteil, dazu hatte ich noch wie in Homburg Elektronikprobleme“, kommentierte Knüttel seinen dritten Platz. Der Ex-Meister muss nächste Woche nur in den üblichen Regionen ins Ziel kommen, um sich den Vizetitel vor dem diesmal zweitplazierten Peter Hossfeld zu sichern. Ein Wörtchen um die Meisterschaft wollte eigentlich auch Werner Olijnyk im Ex-Brenner-Mercedes 190 Klasse 1 mitreden. Eine schwere Lungenentzündung, die sich der Hesse nach dem Iberg-Rennen zugezogen hatte, ließ dies nicht zu. Noch leicht angeschlagen landete der letztjährige DM-Vierte nach dreimonatiger Rennpause hinter Walter Forster (BMW 2002 Turbo), Norbert Handa (Lancia Delta) und dem überraschenden Erwin Buck im 1600er VW Scirocco auf Rang 7.  Siegfried Rost gewann vor Reinhard Härtel die Zweiliter-Klasse, Andreas Kuhnert (NSU) in Abwesenheit der starken Berg-Cup-Piloten bei den 1300ern. In der Gruppe N bezwang Rainer Krug (BMW 325i) Werner Boelke im Ford Sierra Cosworth klar. Mit seinem G2-Golf 16V schwamm Oliver Schwertle vor G3-Sieger Wolf-Dieter Feuerlein bei den Serienwagen obenauf. RESULTAT: 1. Georg Plasa, BMW 320 2,5 16V E36, 5:20,99, 2. Peter Hossfeld, Porsche Carrera 4, 5: 32,69, 3. Dieter Knüttel, Ford RS 200, 5:34,06, 4. Walter Forster, BMW 2002 Turbo, 5:34,58, 5. Norbert Handa, Lancia Delta HF Integrale 16V, 5:36,37, 6. Erwin Buck, VW Scirocco 16V 1,6, 5:38,99, 7. Werner Olijnyk, Mercedes 190 Evo II, 5:39,14, 8. Siegfried Rost, VW Golf GTi 2,0 16V, 5:41,88, 9. Reinhard Härtel, Renault Alpine A 110 2,0, 5:44,62, 10. Lothar Löffler, Opel Kadett D 2,0, 5:54,28.

 

 

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