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Erster Tagessieg eines Formel 3000 am deutschen Berg: Hatten die Organisatoren über Jahre hinweg unter Regenwetter zu leiden, blieb es diesmal am Pfingstmontag trocken. Als Novum gab es vier Rennläufe - und bei der Premiere des Formel 3000 prompt einen Tagessieger aus der stärksten Rennwagenklasse. Auf der engen, winkligen und nur 1,64 km langen Strecke in der Eifel war eigentlich Herbert Stenger mit seinem CN-Eigenbau favorisiert. Getriebeärger und zwei Patzer in der Zielkurve machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Dank seiner Routine am Berg und im Formel 3000 errang der Luxemburger Christian Hauser nach dem zweiten Rang in Homburg 1996 den ersten Tagessieg auf deutschem Boden (unser Foto). Als Gaststarter erhält
er jedoch keine DM-Punkte. Lokalmatador Arnold Wagner drehte sich im dritten Lauf, was dank der Addition der drei besten Durchgänge ohne Folgen blieb. An seine Rekordmarke, im Vorjahr in 1:03,50 mit dem Martini-Formel 2 aufgestellt, kamen beide F3000-Piloten nicht heran. Wagner: "Der Umstieg ist nicht einfach, mir fehlen noch Erfahrungswerte mit diesem Auto". Der Sensationsmann des Tages hieß einmal mehr Bruno Ianniello. Benötigte der Italo-Schweizer im ersten Rennlauf noch den Rückwärtsgang, um auf den Pfad der Tugend zu gelangen, glänzte "Raketen Bruno" später mit Zeiten in Wagners Bereich. Das bedeutete Gesamtrang 3 und den Sieg im ALPINE-Gruppe-H-Berg-Cup. Nur vier Formel 3 waren am Start. Peter Rössler und Uwe Lang waren mit den Rängen 4 und 5 die Besten. Um die Ehrenplätze in der Gruppe-H Wertung entbrannte ein erbitterter Kampf zwischen Dieter Knüttel und Georg Plasa." Gegen die beiden ehemaligen Gruppe-B-Autos muss ich immer auf der letzten Rille fahren, um eine Chance zu haben", kommentierte BMW-Pilot Plasa seinen dritten Rang. Peter Hossfeld und Werner Olijnyk verloren schon fast 4 Sekunden auf Plasa. In der 1300er Klasse begeisterten Martin Kleiner, Gerhard Moser und Günter Scheiderer mit ihren VW Polos die Fans - die drei lagen am Ende nur 0,58 Sekunden auseinander. Rolf Kamphausen (Simca 1150) und Ralf Kroll (Golf 1600) gewannen ihre Klassen hingegen klar. Mit Werner Weiss im Ford Escort BDA gab es bei den Zweilitern einen ungewohnten Sieger, während Vorjahressieger Reinhard Härtel den mächtig aufkommenden André Schrörs im Talbot Lotus gerade noch in Schach hielt. Die Gruppen A und N gingen an Harald Ludwig (BMW M3) bzw. Herbert Schmitz im Opel Astra. Beim nächsten Saisonrennen in drei Wochen in Trier stoßen die deutschen Gipfelstürmer u.a. auf den EM-Leader Franz Tschager. Nach der Verlegung des französischen Laufs in Beaujolais ist auch mit starken Franzosen zu rechnen.
RESULTAT: 1. Chrristian Hauser (L), Reynard 93D F3000, 3:13,14, 2. Arnold Wagner, Lola T94/50 F3000, 3:16,14, 3. Bruno Ianniello (CH), Lancia Delta S4, 3:16,79, 4. Peter Rössler, Dallara Opel F3, 3:17,48, 5. Uwe Lang, Reynard 893 VW F3, 3:20,52, 6. Dieter Knüttel, Ford RS 200, 3:21,25, 7. Georg Plasa, BMW 320i 16V, 3:21,54, 8. Herbert Stenger, Eigenbau BMW CN, 3:22,32, 9. Thomas Rössler, Dallara Opel F3, 3:22,32, 10. Peter Hossfeld, Porsche Carrera 4, 3:25,58, 11. Werner Olijniyk, Mercedes 190 Evo II, 3:29,72, 12. Rolf Köppel, PRC M91 BMW C3, 3:30.84.
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