| Report KW Berg-Cup UNTERFRANKEN (D): Hoher Einsatz |
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| Geschrieben von: Uli Kohl |
| Dienstag, den 13. September 2011 um 18:26 Uhr |
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31 Starter, die 3 Schnellsten im Training innerhalb von 0,116 Sekunden – nicht zu Unrecht wird die Klasse bis 2000 ccm auch die Königsklasse der Gruppe H genannt. Alle erwarteten für das Rennen gespannt einen harten Dreikampf zwischen Mario Minichberger, Sebastian Schmitt und Dieter Rottenberger. Dieser reduziert sich aber bereits in der 1. Auffahrt zu einem Duell. Der Lokalmatador Dieter Rottenberger aus Burkardroth knallt mit dem BMW 318i STW mit 1:23,209 die Bestzeit hin. Im Windschatten folgt – nur 7 Hundertstel Sekunden zurück – der Scirocco von Mario Minichberger. 0,93 Sekunden hinter dem Leader kreuzt Peter Naumann im Polo „Supercharger“ die Ziellinie und ist Dritter. Der Sieger der beiden letzten Berg-Cup Läufe in Oberhallau und Glasbach, Basti Schmitt im Gerent Kadett, reiht sich mit 1,77 Sek. Rückstand auf P4 ein. Dann die Vorentscheidung im 2. Wertungslauf. Die beiden Führenden können ihre Zeiten aus dem 1. Run nicht wiederholen, Kfz.-Meister Mario Minichberger ist aber der Konstantere und presst den 302-PS-Scirocco mit 0,36 Sek. Vorsprung an die Spitze, Peter Naumann bleibt 3. vor Sebastian Schmitt und Youngster Marco Fink im BMW 320 WTCC. Diese Reihung hat bis Rennende Bestand. „Super Mario“ Minichberger baut seine Führung mit einer weiteren 1:23er Zeit auf 1,66 Sek. aus, Peter Naumann kommt noch bis auf 0,78 Sek. an Dieter Rottenberger heran. Sebastian Schmitt kann überraschenderweise zu keiner Zeit in den Spitzenkampf eingreifen, liegt zum Schluss 1,88 Sek. hinter Peter Naumann zurück. Die Top-Ten komplettieren Marco Fink, der als punktbester Berg-Cup Youngster des Wochenendes zusätzlich mit dem „Sofort-Hunderter“ belohnt wird, Björn Wiebe (Renault Clio), Michael Rauch (Briegel Kadett 8V), Thomas Flik (Renault Clio), Werner Weiss (Zakspeed Escort BDA) und Jens Weber im 16V Kadett C-Coupé. Auf das Siegerpodest der 2-Liter KW 8V-Trophy fahren in dieser Reihenfolge Michael Rauch, Christian Auer (BMW 2002) und Manfred Köbele im Opel Kadett. Alex Konstanzer (Opel Kadett) holt sich P4 vor dem Opel Ascona B von Christian Ehret. Die Gruppe H über 2 Liter Hubraum ist fest in der Hand des Duderstädters Markus Wüstefeld. Er gewinnt im ex-DTM AMG Mercedes 190E Evo 2 souverän vor Maximilian Bachmann im BMW 325 und Norman Struckmann im Ford Escort Cosworth, der sich nach einem Problem im 2. Heat doch noch P3 holen kann. Überlegen präsentierte sich in der Gruppe FS/E1-Bergrennen/E2-SH bis 2000 ccm der Allgäuer Günter Göser im Opel Kadett 16V. Hinter dem klaren Sieger liefen Jürgen Schuster im Wankelmotor Mazda RX-7 und der Schweizer Golf-Pilot Stefan Grünig im Ziel ein. Obwohl seit einer Woche als Deutscher Bergmeister der Tourenwagen feststehend zeigte sich Reto Meisel im Mercedes-Benz RM1 V8 in der großen TW-Klasse bestens aufgelegt und tatendurstig wie immer. In den Läufen 2 und 3 verfehlte der Schweizer seinen eigenen Tourenwagen Streckenrekord aus dem Jahr 2007 nur denkbar knapp, haderte dabei etwas mit seinen Starts. Aber der Sieg in der Tourenwagenwertung und Rang 2 im Gesamtklassement waren nie in Gefahr. Erstmals lief der ex-DTM Opel Vectra V8 des Neu-Eichenbühlers Norbert Brenner ohne Probleme. Prompt gelangen ansprechende Zeiten, die Test- und Vorbereitungsphase mit dem 2004er Ex-Timo-Scheider-Boliden liegt im Plansoll. P2 bei den Fahrzeugen „mit Dach“ und Rang 3 Over-All sind ein erster zählbarer Erfolg. Beständige Läufe unter 1:20 brachten den Innsbrucker Kaufmann Herbert Stolz im Porsche 935 DPII am Kitzinger Klaus Hoffmann im Opel Astra V8 DTM vorbei auf P3 der Tourenwagen. Im KW Berg-Cup fielen in Eichenbühl erste Entscheidungen. Markus Spöri ist der Neueinsteiger des Jahres. Der Suzuki Pilot kann in der Tabelle nicht mehr eingeholt werden. Um die weiteren Podestplätze wird es ein spannendes Finish zwischen Beatrice Flik, Patrick Orth, Stefan Grünig und Manfred Bläsius geben. Auch die KW 8V-Trophy hat ihre Sieger, die Plätze 1 und 2 stehen fest. Norbert Wimmer verteidigt – diesmal zusammen mit Team Partner Christian Auer – seinen Vorjahreserfolg im BMW 2002. Michael Rauch ist im Briegel Kadett der „8V-Vize“ 2011. Beste Chancen auf den 3. Stockerlplatz besitzt Helmut Götzl (VW EMP Polo). Da der momentane 3., Bernd Deutsch, nicht auf der Starterliste des nächsten Rennens im österreichischen St. Agatha steht, muss Helmut vor allem auf Tobias Stegmann / Stefanie Deutsch, Manfred Köbele und Olaf Katrimski / Hans-Joachim Schmidt achten. Stefan Faulhaber, nach Glasbach noch KW 8V-Trophy 3., sind leider die 8-Ventiler Konkurrenten in seiner 1600er Klasse ausgegangen. Deswegen kann er nicht wie gewohnt punkten und hat auch nicht für Österreich genannt. Alle anderen Wertungen sind noch völlig offen. Die nächsten Berg-Cup Rennen am 24./25. September in St. Agatha/A und am 01./02. Oktober in Mickhausen entscheiden alles. Eine zusätzliche Unbekannte bringt die Regelung ins Spiel, dass von den 10 Berg-Cup Rennen 2011 nur die besten 8 Resultate jedes Fahrers bzw. Teams gewertet werden. Fest steht: Niemand kann sich eine Schwäche erlauben. Bei den Youngstern dürfen noch 3 Fahrer Titelhoffnungen hegen: André Stelberg, der als Einziger bereits 8 Top-Resultate sein Eigen nennt, Björn Wiebe und Marco Fink. In der Division I heißt der Favorit nun Hans Paulitsch. Vorausgesetzt, ihm gelingen noch zwei weitere Spitzenergebnisse. Sonst rückt Manfred Konrad in den Fokus. Der Corrado Pilot braucht nach dem Glasbach Ausrutscher zumindest ein, besser zwei weitere Podestplätze. Die würden auch Markus Spöri gut tun, um die Punkte von Eschdorf und Oberhallau zum Streichergebnis zu machen. Das Wetter könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen. Der im Zwischenklassement führende André Stelberg kann nach 8 starken Vorstellungen beruhigt ins Finale gehen, kann nichts mehr verlieren sondern nur noch dazu gewinnen. Routinier Helmut Maier bringt selbst bei zwei weiteren Superplätzen seine 47,5 Punkte aus Luxemburg in die Endwertung ein – sicher kein Vorteil. Franz Weißdorn hat der Trainings-Motorschaden von Eichenbühl zurück geworfen. Jürgen Schneider / Thomas Stelberg sind die Sieganwärter in ihrer 1150er Klasse. Die Frage ist allerdings, wie viel Starter sie in dieser bei den ausstehenden Events noch haben werden, da die Teilnehmerzahl ein Faktor der Punktevergabe ist. Vorteil und 1. Matchball für Hansi Eller / Mario Minichberger.“ So kann man die Situation in der Division II und in der Gesamtwertung überschreiben. Das Handicap des Scirocco Duos: Sie haben erst 7 Resultate auf dem Konto, können trotz 3 Klassensiegen erst nach dem nächsten Top-Erfolg durchatmen. Dieter Rottenberger hat es da besser. Achtmal schon konnte er hohe Zähler einfahren. Allerdings kann er aus beruflichen Gründen nicht in St. Agatha starten, kann sein Punktekonto nur noch in Mickhausen aufstocken. Dirk Preisser braucht nach dem Unterfranken-Ausfall unbedingt noch ein Erfolgsergebnis, muss die Defekthexe ab sofort zu Hause lassen. Auf der Rechnung haben sollte man noch Peter Naumann. Er könnte mit dem aufgeladenen Polo sogar noch ganz an die Spitze fahren, braucht aber dazu die eigene Höchstleistung und ein Schwächeln der vor ihm liegenden Fahrer. Chancen auf einen Divisions-Podestplatz besitzen noch Björn Wiebe und Marco Fink. Für die drei Siegerkränze in der Gesamtwertung sind auch die Favoriten aus der Division I zu beachten. Allerdings gibt es für die nur ein echtes Erfolgsrezept: Eigene Stärke bei gleichzeitiger freundlicher Hilfe der Mitbewerber. Das Spannungsbarometer im KW Berg-Cup steht in seiner 24. Saison nach wie vor auf einem absoluten Hoch. Nach St. Agatha gibt es die nächste Zwischenbilanz. Aber alles deutet darauf hin, dass die Top-Entscheidungen erst beim großen Berg-Saisonfinale in Mickhausen fallen. Und da sollte man unbedingt dabei sein. Live vor Ort natürlich. |
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