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Dank der CST-Clubsport Trophy und der GLP-Pro Gruppe die zusammen 38 Teilnehmer stellten, konnte der German-American-Motor-Sport-Club Würzburg (GAMSC) mit 198 Nennungen aus Deutschland, Belgien, Österreich und der Schweiz, das bislang massivste Starterfeld der Saison verzeichnen. Erstmals seit vier Bergrennen gab es am Wochenende keinen nennenswerten Niederschlag und die Trainings- und Rennläufe konnten aus meteorologischer Sicht reibungslos ablaufen. Rennleiter Peter Thumbeck und alle Beteiligten hatten jedoch Glück, denn dreißig Minuten nach Rennende erreichte die angekündigte Unwetterfront, mit Sturmböen und Starkregen das Renngelände, doch da waren viele Teilnehmer bereits auf der Heimreise oder im großen Festzelt bei der Siegerehrung.
Nach einigen Zwischenfällen am Samstag wurden nur zwei Probeläufe durchgebracht. Fabian Kreim, der Sohn des Vize-Europabergmeisters Achim Kreim, krachte mit Papas Mitsubishi nach einem sehr flotten ersten Trainingslauf beim zweiten Versuch in der Zielkurve so unglücklich in die Leitplanken das diese ausgetauscht werden mussten, was mehr als eine Stunde kostete.
Ohne große Überraschungen und der Papierform entsprechend endete dann der vorletzte Berg-DM Lauf der Saison im unterfränkischen Eichenbühl. Uwe Lang im Osella BMW-Sportwagen fuhr ungefährdet zum vierten Gesamtsieg in 2011 und übernahm vor dem Bergfinale Anfang Oktober in Mickhausen die DM-Führung von Formel 3-Pilot Thomas Rössler (unser Foto im Dallara Opel). Der Mann aus Fulda sicherte sich vorzeitig zum dritten Mal den Titel im DMSB Bergpokal für Rennwagen und ist zudem in der Lage die Bergmeisterschaft noch für sich zu entscheiden, jedoch nicht aus eigener Kraft. Geht in Mickhausen alles den gewohnten Weg und Lang kommt vor Rössler ins Ziel, ist Gruppe C-Pilot Lang zum dritten Mal Deutscher Bergmeister.
Am Umpfenbacher Berg trumpften die Tourenwagen auf. Reto Meisel verfehlte zwar seinen eigenen Streckenrekord von 2007 knapp. Dafür zementierte der Schweizer mit DMSB-Lizenz mit dem Tourenwagensieg seinen dritten Deutschen Meistertitel. Norbert Brenner, der im Frühjahr im Eichenbühler Neubaugebiet, gleich neben dem Fahrerlager sein Haus bezog, konnte aus der eigenen Garage ins Rennen gehen. Der Lokalmatador kam von Lauf zu Lauf immer besser mit dem neu angeschafften Opel Vectra V8 DTM zurecht, doch rund zwei Sekunden Zeitverlust pro Lauf auf Meisel, machte Brenner zu schaffen. Um die Vize-Meisterschaft rangeln die beiden Franken Klaus Hoffmann und der scheidende Champion Norbert Handa. In seiner ersten vollen Saison im Opel Astra V8 DTM hat Hoffmann die besseren Aussichten.
Hoch her ging es erneut im KW Berg-Cup, der Ende September noch einen Abstecher in oberösterreichische St. Agatha vor hat. In der zwei Liter-Klasse ist nach Hovemanns Crash vom Glasbach, der neue Cup-Gewinner zu suchen. Bemerkenswert ist das Hovemanns Gruppe H-Rekord aus dem Vorjahr von Mario Minichberger und Dieter Rottenberger unterboten wurde. Minichberger im VW Scirocco 16V wahrte seine Chancen mit einem knappen Klassensieg vor Rottenberger, der jedoch mit seinem ex-STW BMW aus beruflichen Gründen St. Agatha auslassen muss. Dem Bergmeister von 1992 winkt jedoch mit dem DMSB Bergpokal für Tourenwagen der zweite Titel seiner langen Karriere. Gut im Rennen liegen hier noch Gruppe H-Kollege Björn Wiebe und Gruppe N-Pilot Jochen Stoll, der erneut seine Klasse deutlich gewinnen konnte. In der kleinen Berg-Cup Division nehmen sich die Kontrahenten in der Klasse bis 1300 ccm gegenseitig die Punkte weg, diesmal siegte Jürgen Gehrig im VW Polo mit Motorrad-Zylinderkopf, dadurch führt nun 1600 ccm-Vertreter Hans Paulitsch (VW Scirocco 16V), nach erneutem Klassensieg. In der Klasse bis 1150 ccm siegte auf der Powerpiste von Eichenbühl erwartungsgemäß Jürgen Schneider im VW Polo 16V mehr als deutlich. Rund 16 Sekunden fuhr der Motorenbauer auf Bernd Deutsch und dessen Schwiegersohn in spe Tobias Stegmann (beide Audi 50) heraus. Den deutlichsten Klassensieg im gesamten Starterfeld erfuhr sich Markus Wüstefeld in der Klasse über 2000 ccm. Im AMG Mercedes war der Duderstädter am Ende rund eine halbe Minute schneller als seine Klassenkameraden. Die kleine FS/E1-Klasse gewann gleichfalls überlegen der Allgäuer Günter Göser im Opel Kadett C 16V. Festzustellen bleibt, dass die Mitfavoriten Franz Weissdorn (Motorschaden am VW Polo 16V im Training) und Dirk Preisser (TD am Opel Kadett C 16V im ersten Rennlauf) wichtige Punkte und Chancen in der Jahresendwertung einbüßten.
Das E2-SC Sportwagenfeld war diesmal recht ansehnlich, vor allem in der Klasse bis 2 Liter Hubraum. Georg Olbrich (Osella Honda), der schon vor einer Woche am Glasbach zu überzeugen wusste, siegte ungefährdet nach einem Leitplankenkontakt des Vorarlbergers Arno Bereiter (PRC Honda). Rang zwei konnte so der Pedrazza-Schwiegersohn Mario Blum (PRC Honda) behaupten, deutlich vor Martin Bobinger (Osella Honda) und Bernd Letmade (Norma Honda).
Im Classic-Bereich, insbesondere im NSU Bergpokal ist Uwe Schindler nach seinem Triumph in Eichenbühl auf dem Weg zu seinem zweiten Titel nach 2009. Jörg Davidovic, der im ersten Rennlauf die schnellste Zeit auf die 3.050 Meter lange Bahn legte viel im Tagesverlauf hinter Steffen Hofmann auf Rang drei zurück. Den DMSB Classic-Bergpokal 2011 gewann trotz Ausfalls der Allgäuer Andreas Gmeinder (VW Passat Typ 32). Gmeinders Vorgänger Jürgen Fechter (VW Golf) siegte in der Klasse bis 1600 ccm vor dem neuen Vize-Pokalsieger Ronny Hering im VW Scirocco.
Acht Starter belebten die zwei Liter-Klasse der Gruppe N/F. Kai Neu vom Homburger AC übernahm im ersten Lauf im ex-DTC Ford Escort die Führung, doch Jochen Stoll vermochte sich in den Läufen zwei und drei deutlich zu steigern und fuhr mit seinem Peugeot 306 S16 einen Vorsprung von 7.045 Sekunden auf Neu und 11,4 Sekunden auf Golf-Pilot Patrick Orth heraus. Letzter steht in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zum gleichnamigen KW Berg-Cup Junior. Der Gruppensieg ging hier klar an Lars Bröker im Mitsubishi Lancer Evo X.
1. Uwe Lang, Osella PA 20S BMW, 3:47,192
2. Reto Meisel (CH), Mercedes 190 Judd V8, +3,628
3. Norbert Brenner, Opel Vectra GTS V8 DTM, +9,094
4. Thomas Rössler, Dallara Opel F3, +10,074
5. Herbert Stolz (A), Porsche 935 II, +12,047
6. Georg Olbrich, Osella PA 21P Honda, +12,760
7. Klaus Hoffmann, Opel Astra V8 DTM, +12,896
8. Mario Blum (A), PRC Honda, +15,168
9. Martin Bobinger, Osella PA 21S Honda, +21,752
10. Norbert Handa, Lancia Delta Integrale, +21,753
11. Mario Minichberger, VW Scirocco 16V, +22,935
12. Dieter Rottenberger, BMW 318i STW, +24,595
13. Rolf Köppel, Norma M14 BMW, +25,280
14. Peter Naumann, VW Polo G60, +25,377
15. Bernd Letmade, Norma M20 Honda, +26,373
16. Markus Wüstefeld, Meredes 190 Evo II, +26,800
17. Sebastian Schmitt, Opel Kadett C 16V, +27,257
18. Marco Fink, BMW 320i WTCC, +30,740
19. Björn Wiebe, Renault Clio 16V, +31,974
20. Hans Paulitsch, VW Scirocco 16V, +32,749
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