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Der in Deutschland bestens bekannte Schweizer Marcel Steiner hat sich eine Woche nach seinem verpatzten Gesamtsieg beim Berg-DM Lauf von Unterfranken, überzeugend seine erste Schweizer Bergmeisterschaft geholt. Der Oberdiesbacher siegte beim Schweizer Saisonfinale von Châtel-Staint Denis nach Les Paccots (35 km vor Lausanne) mit neuem Streckenrekord. Sorgen bereitet Steiner die neurochirurgische Operation von Vater Heinz am frühen Freitagmorgen.“ Ich konnte schon kurz nach der Operation mit ihm telefonieren und dann unbesorgt mein Rennen in Angriff nehmen“ berichtete Marcel.
Der Renntag verlief spannend wie schon lange nicht mehr, denn nach dem Training zeigte sich, dass vier bis fünf Fahrer für den Sieg in Frage kamen. Nach dem 1. Rennlauf, den Steiner mit grosser Sicherheitsreserve fuhr, um ja keinen Fehler zu begehen, fand er sich mit 59.16 Sekunden auf Rang Drei wieder, hinter den Formel 3000 Piloten Jean-Jacques Dufaux (58.64) und Tiziano Riva (58.73), jedoch zwei Ränge vor Florian Lachat im Tatuus Formel Maser (1.00.93), was für Steiner in der Meisterschaftssituation sehr beruhigend war. Dazwischen klassierte sich noch ein hervorragend aufgelegter Christian Balmer (1.00.47) im Formel Renault 2.0.
Im 2. Rennlauf griff Steiner dann ein wenig mehr an und wollte doch noch ein Wort um den Tagessieg mitreden. In 58.06 stellte er Laufbestzeit und einen neuen Streckenrekord auf. Auch Tiziano Riva konnte sich verbessern (58.49), Jean-Jacques viel jedoch etwas ab (59.74). Florian Lachat (1.00.39) war auch leicht schneller als Christian Balmer (1.00.85). Dies ergab in der Addition nach zwei Läufen doch ein sehr spezielles Zwischenklassement. Denn Riva und Stiener waren zeitgleich an der Spitze (1.57.22), danach folgten Dufaux (1.58.38), Balmer und Lachat abermals zeitgleich (2.01.32) auf den Rängen vier und fünf.
Den 3. Wertungslauf konnte Steiner also locker und ohne Druck angehen. „Ich wollte nochmals mein Bestes geben und konnte mich minimal auf 57.98 und zum vorläufig definitiven Streckenrekord steigern“, so Steiner. Riva kam nicht mehr ganz an seine Zeit heran, somit konnte Marcel Steiner seinen 3. Tagessieg im 3. Rennen mit dem Osella und den 8. Gesamtsieg in der laufenden Saison feiern. Zudem konnte er mit diesem Sieg und den zwei Zusatzpunkten für den Streckenrekord nun auch relativ deutlich die Schweizer Bergmeisterschaft für Rennsportfahrzeuge, vor Lachat und Riva gewinnen!
In der Tourenwagen-Meisterschaft fällt die Endscheidung wohl am grünen Tisch. Toni Büeler, vor dem Rennen im Gruppe N-Mitsubishi Lancer Evo 10 auf Titelkurs, gewann zwar nominell mit Streckenrekord in der Gruppe, weigerte sich jedoch nach Rennende sein Fahrzeug den Kommissaren zur Nachkontrolle vorzuführen und reiste samt Sportgerät ab. Bruno Ianniello, der mit dem Lancia Delta S4 keine Chancen auf den Titel mehr hatte, verzichtete auf den Start im Kanton Fribourg. Hans Schori mit dem Gruppe E1 Mitsubishi RS mußte wegen Turboladerproblemen vorzeitig aufgeben. So ist die Endtabelle (1. Büeler, 2. Roger Schnellmann, 3. Hans Schori) der Schweizer Tourenwagen Bergmeisterschaft unter Vorbehalt zu sehen. |