Photo Photo Photo Photo Photo Photo Photo Photo Photo Photo
Rennbericht ST. AGATHA (A): Allradwetter in Oberösterreich PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Bubel   
Montag, den 22. September 2008 um 20:39 Uhr

Nach Jahren mit spätsommerlich warmen Temperaturen über 20 Grad und strahlendem Sonnenschein gab’s diesmal nur Düsternis wie im November und Temperaturen, die kaum 10 Grad erreichten. Jedenfalls viel zu kalt für die Jahreszeit. Dennoch stand eine bemerkenswert große Anzahl an Zuschauern an der Bergstraße von Esthofen nach St.Agatha im grauen Oberösterreich. Allerdings waren es verständlicherweise weniger Fans als in den letzten Jahren. Unweit der Dreiflüßestadt Passau gingen insgesamt 168 Piloten aus

8 Nationen an den Start. Dies waren zwar mehr als in den letzten Jahren, doch die Top-Piloten waren eher dünn gesät. Vorjahressieger Lionel Regal und der Dritte aus 2007, der Ungar Laszlo Szasz (beide Reynard F3000) zogen es vor zeitgleich beim EBM-Finale von Buzet an den Start zu gehen. Der bereits seit St. Ursanne als neuer Europameister feststehende Regal sicherte sich in Kroatien dafür den Tagessieg.

Das Training von St.Agtaha brachte nur zweimal einen kurzen Nieselregen, der nur relativ wenig Behinderungen brachte. Standesgemäß war Hermann Waldy im Reynard Judd F3000 schnellste vor den beiden Deutschen Osella-Piloten Uwe Lang und Michael Behnke. Andreas Gabat in seiner schwarzen "Ritterrüstung" a la Ford Escort Cosworth, war auf Rang vier bester Tourenwagenfahrer.

Der Renntag begann mit dem üblichen Warm Up auf trockener Piste. Der Startschuss zum erste von zwei Rennläufen fiel pünktlich um 13 Uhr. Mitte des 1. Rennlaufs kreuzte dann ein starker Regenschauer über dem Renngelände auf, der nur ungefähr 10 Minuten dauert, jedoch vor allem die Zwei-Liter-Klasse der Gruppe H/E1 auf den Kopf stellt. Die Feuchtigkeit auf der Strecke bleibt bis zum Ende des ersten Laufes. Franz Guggemos im historischen Formel 2 March-BMW hieß der Gesamtführende nach Lauf eins, weil er noch im Trockenen hatte fahren konnte. Richard Feulner im historischen Chevron Toyota F3 war zudem zweiter. Den überraschenden Platz an der Sonne kann Guggemos im 2. Lauf zwar nicht halten, gewinnt aber trotzdem bei den historischen Rennwagen bis 2000 ccm und wird am Ende 3. im Gesamtklassement. Favorit Hermann Waldy fand sich nach der ersten Auffahrt derweil auf Platz 39 wieder und kann sich anschließend nur noch auf Rang 11 verbessern, da mitte des 2. Rennlaufs erneut Regen einsetzte, diesmal allerdings deutlich stärker und länger, nämlich eine halbe Stunde lang.

Bei diesen Straßenverhältnissen und mit überragender Allrad-Technik fährt Andi Gabat (Sohn des langjährigen Spitzenfahrers Günter Gabat) schon im ersten Lauf trotz nasser Strecke die drittbeste Gesamtzeit und nutzt auch im zweiten Rennlauf die Vorteile seines "Untersatzes" gnadenlos aus und sichert sich so seinen ersten Gesamtsieg bei einem internationalen Bergrennen. Seine Qualitäten als Regenspezialist stelle Uwe Lang, der im Vorjahr noch durch Unfall ausschied, heraus und fuhr auf Gesamtrang zwei.

In der "Königsklasse" der Tourenwagen (E1 über 2000 ccm) war im ersten Lauf Andreas Gabat das Maß der Dinge, vor Alex Strobl, KW Berg-Cup Pilot Norbert Handa, Herbert Pregartner und Felix Pailer. Im 2. Lauf bestätigte sich dies "Hackordnung" weitgehend. Norbert Handa gewann das prestigeträchtige Lancia-Duell mit Felix Pailer, der aber den mit Heckantrieb benachteiligten Porsche-Piloten Herbert Pregartner noch überholt. Eine weitere spannende Episode dieses Vergleichskampf steht den Fans am ersten Oktoberwochenende in Mickhausen bevor.

Kuriosum am Rande: Der Vorarlberger Walter Terler im APT-Opel Astra V8 DTM fährt im Training auch in dieser Klasse, wird aber nach Beschwerden einiger Landsleute zu den beiden Rennläufen in die Gruppe E1-FIA umgereiht. Bei den H/E1-OSK/FS hätte er ohnehin nur Platz 9 belegt.

In den Stammklassen des KW Berg-Cup gewann Jörg Eberle überraschend überlegen bei den 1150ern gegen Jürgen Hessberger (beide Fiat 127 Sport) und vor den Fiat-Markenkollegen Franz Koob und Torsten Voit. In der Klasse bis 1300 ccm waren die Deutschen Starter unter sich, da die Österreicher traditionell bis 1400 ccm Hubraum ausschreiben. Bemerkenswert deutlich siegte hier Gerhard Moser über Klaus Bernert (beide VW Polo 16V). Die weiteren Starter waren hier chancenlos. In der bereits angesprochenen Klasse H/B/E1 bis 1400 ccm die nicht zum KW Berg-Cup zählt, ging Platz 3 an den Deutschen Georg Scheppach (Suzuki Swift GTi) hinter dem Schweizer Martin Bürki (VW Polo) und dem Österreicher Andreas Lattner (Suzuki Swift).

 

In der Gruppe N über 2000 ccm, wo die Aktiven den ersten Lauf noch im Trockenen unter die Räder nehmen konnten, war ein weiterer Deutscher recht erfolgreich. BMW-Pilot Rainer Krug verteidigte auch im 2. Lauf Platz 3 hinter den Mitsubishi-Piloten Didi Holzer (A) und Peter Jurena (SK).

Lokalmatador Florian Mauhart gewann in einem F3-Dallara-Opel vor Peter Behnke (E2-TS-Tiga-Hart) die Zwei-Liter-Klasse der Gruppe E2. Die große Klasse gewann Uwe Lang (E2-Osella-BMW) vor Hermann Waldy sr. (E2-Reynard-Judd) und Michael Behnke (E2-TS-Osella-BMW).

 

 

Die Klasse bis 1600 ccm beherrschten die Deutschen mit einem Doppelsieg durch Lokalmatador Helmut Maier und Valentin Schneider (beide VW Golf 16V), erst dahinter platzierte sich der beste Österreicher mit Franz Roider im Ford Fiesta.

Da es mitten im 1. Lauf zu regnen begann, gab es in der Klasse bis 2000 ccm ein ziemliches Durcheinander. Nach dem 1. Lauf führt Außenseiter Franz Probst aus Salzburg (VW Golf I) vor dem Steirer Andi Marko in seinem neuen Einsatzgerät, einem ex-STW Audi A4 Quattro. Mondeo-Mann Christian Auer verlor in diesem Lauf 4 Sekunden, Andreas Kokor und Hans-Peter Eller je 8 Sekunden und Holger Hovemann gar 9 Sekunden. Der Tabellenzweite des KW Berg-Cup Björn Wiebe (Renault Clio) fällt auf gerade noch feuchter Strecke mit technischen Defekt aus und besiegelt so die erfolgreiche Titelverteidigung für Hovemann. Im 2. Lauf herrschen halbwegs gleiche Verhältnisse, es regnet allerdings immer stärker. Andy Marko nützte den Allrad-Vorteil seines Audi aus und gewann mit 11 Sekunden vor Roland Eder und Franz Probst. Christian Auer und Andreas Kokor scheiden nach heftigen Crashs im Bereich der Steinmauer aus. Hovemann wird als 5.Platzierter bester KW Berg-Cup-Pilot vor Hansi Eller (VW Scirocco) und Kurt Flatz im APT-Opel Vectra. Auf Rang 9 betonierte Bernd Ehrle (Opel Kadett C) seinen Triumph in der Jahreswertung der KW 8V-Trophy der Division II, indem er Norbert Wimmer im BMW 2002 8V bezwang.

 

Zufallsbild BiD

Veranstaltungen BiD

  • 27.05.2012 - 28.05.2012 50. Wolsfelder AvD Bergrennen (DBM)
  • 02.06.2012 - 03.06.2012 Ecce Homo (EBM)

Homburg/Saar BiD

Light rainLight rain 16 oC
Humidity: 94%
Wind: S at 7 mph
Mon 12 ⇒ 25 oC » Chance of Storm «
Tue 13 ⇒ 25 oC » Thunderstorm «
Wed 15 ⇒ 28 oC » Mostly Sunny «

Besucherzähler BiD

1079174
HeuteHeute1174
GesternGestern1356
WocheWoche1174
MonatMonat28268
GesamtGesamt1079174

Besucher online BiD

Wir haben 161 Gäste online

Social Bookmarks BiD