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Rennbericht BABA (SK): Hilger Gesamtsieger beim Berg-EM-Lauf in der Slowakei PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Werner Schneider   
Mittwoch, den 23. Juli 2008 um 20:29 Uhr

Zur Wetter-Lotterie wurde der slowakische Berg-EM-Lauf auf den Baba, nördlich der Hauptstadt Bratislava. Man könnte fast meinen, dass die großen E2-Stars Lionel Regal, Simone Faggioli und Denny Zardo ein Vorahnung hatten, als sie für das Rennen gar keine Meldung abgaben. Die einzigen, die an diesem Tag immer im Trockenen fuhren, waren die FIA-Historischen am Beginn des ursprünglich 162 Autos starken Feldes. Im ersten Lauf nieselte es immer wieder mehr oder weniger stark, ehe es genau für die E2-Fahrzeuge stärker regnete. Mit dem Ergebnis, dass nach dem 1. Lauf drei CN-Fahrzeuge vorne lagen: Der Tscheche David Kostruh (Norma-Honda) vor dem Italiener Lanfranco Evans und dem Tschechen Petr Vitek (beide Osella-BMW). Dahinter der Österreicher Andi Gabat (Ford Escort Cosworth) als bester Tourenwagen, dem Franzosen Lionel Champelovier (Norma-Honda) und dem Tschechen Dušan Nevertil (Lola-Zytec F3000) als bester E2-Pilot. Im zweiten Lauf am Nachmittag blieb es lange Zeit ganz trocken, ehe es mitten in der großen Klasse der E1-Tourenwagen erneut zu regnen begann und immer stärker wurde. Andi Gabat hatte dabei das Glück einer früheren Startnummer als beispielsweise Herbert Pregartner oder Felix Pailer und rettete mit der 12. Laufzeit einen sensationellen 3. Gesamtrang. Viel schlimmer getroffen wurden die CN- und E2-Fahrzeuge, die trotz Regenreifen auf den ersten 30, 40 Metern mit so gut wie keinem Grip zu kämpfen hatten. Der „Rainman“ dieser Gruppen war eindeutig der Italiener Renzo Napione (Reynard-Cosworth F3000), dem trotzdem noch die 11. Zeit gelang, was ihn noch auf Platz 6 gesamt als besten E2-Piloten hievte. Evans behielt trotz Platz 22 seinen 2. Gesamtplatz, während Kostruh auf Platz 13 und Vitek auf Platz 24 abstürzten, Champelovier sogar auf Platz 118. Der Ungar Laszlo Szasz, im Training zweimal klar der schnellste, kam über Platz 30 nicht hinaus. Noch schlimmer erging es dem Österreicher Hermann Waldy, der über Platz 48 nicht hinaus kam, sogar hinter dem schnellsten historischen Tourenwagen, einem Mazda RX3 mit dem Tiroler Michael Mitterer am Steuer. Die drei schnellsten Piloten im 2. Lauf waren übrigens der Tscheche Vladimir Vitver (E1-Lotus 2,0), der Slowake Marin Kois (E1-Ford Focus 2,0) und dem Österreicher Mike Jelinek (E1-Subaru Impreza). Der große Sieger war jedoch ein ganz anderer: Deutschlands Alfred Hilger im Gruppe A-BMW M3 E36 profitierte von dem ganzen Theater und holte einen sensationellen Gesamtsieg mit Platz 7 im ersten und Platz 4 im zweiten Lauf.

1. Alfred Hilger (D), Gr. A-BMW M3 E36, 4:49,439 (Schnitt 126,87 km/h)
2. Lanfranco Evans (I), CN-Osella-BMW, + 1,473
3. Andi Gabat (A), E1-Ford Escort Cosworth, + 1,605
4. Miroslav Jakeš (CZ), Gr. N-Mitsubishi Lancer Evo IX, + 3,029
5. Peter Jurena (SK), Gr. N-Mitsubishi Lancer Evo IX, + 3,587
6. Renzo Napione (I), E2-Reynard-Cosworth F3000, + 4,296
7. Christian Schweiger (A), Gr. A-VW Golf IV Kit Car, + 5,525
8. Dušan Neveril (CZ), E2-Reynard-Zytec, + 5,586
9. Igor Drotar (SK), Gr. A-Škoda Octavia WRC, + 6,138
10. Jaromir Maly (CZ), Gr. A-Subaru Impreza 555, + 6,662
11. Fausto Bormolini (I), E2-Reynard-Cosworth F3000, + 8,312
12. Milan Svoboda (CZ), E2-Dallara-Opel, + 9,431
13. David Kostruh (CZ), CN-Norma-Honda, + 11,486

 

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