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Mit seinen 139 Mitgliedern zählt der Automobil Sport Club (ASC) Bobingen eher zu den kleinen Vereinen in der Trevirastadt. Ganz groß heraus kommen die Motorsportler jedoch alljährlich beim traditionellen ADAC-Bergrennen Mickhausen. Seit sie die legendäre Motorsportveranstaltung am Mickhauser Berg im Jahr 2001 nach 16-jähriger Unterbrechung wieder zu neuem Leben erweckt haben, purzeln nicht nur die Streckenrekorde auf der kurvenreichen „Rennstrecke“ von Münster hinauf nach Birkach, sondern auch die Superlative einer mustergültigen Organisation. Bei der Jahreshauptversammlung zogen die ASC-Mitglieder jetzt Bilanz des Vereinsjahres 2011. Gleichzeitig wählten sie die Vereinsführung für die kommenden zwei Jahre neu. Das Steuerrad weiterhin fest in der Hand hat Vorsitzender Michael Kanth, der mit einem eindrucksvollen Wahlergebnis in seinem Amt bestätigt wurde.
Breiten Raum in den Tätigkeitsberichten nahm ein weiteres Mal das Bergrennen Mickhausen ein, mit dessen professioneller Organisation der ASC Bobingen schon seit Jahren bis hinauf in die höchsten Kreise des europäischen Motorsportes einen hervorragenden Ruf als Vorzeige-Veranstalter von Motorsport-Großveranstaltungen genießt. Günter Hetzer und Robert Andratzek, beide langjährige ehemalige ASC-Vorsitzende, stehen an der Spitze des Organisationsteams, das sich nahezu das ganze Jahr über mit den Planungen und Vorbereitungen des Bergrennens beschäftigt. Mit bis zu 25000 Zuschauern und einem an Attraktivität kaum noch zu überbietenden Fahrerfeld hat das Bergrennen im Herzen der Stauden im europäischen Motorsportkalender zum alljährlichen Saisonfinale schon lange einen festen Stammplatz. Heuer geht die Großveranstaltung vom 5. bis 7. Oktober über die Bühne. Nicht ohne Stolz berichtete Orga-Leiter Günter Hetzer, dass sich die offiziellen FIA-Observer mittlerweile schon darum rissen, als Beobachter der obersten europäischen Motorsport-Kommission nach Mickhausen entsandt zu werden. Bei allen sportlichen und organisatorischen Höchstleistungen vermeldet die Vereinsführung des ASC Bobingen im Zusammenhang mit dem Bergrennen aber auch einen Wermutstropfen: bei nahezu gleich bleibenden Einnahmen (auf hohem Niveau) aus Eintrittsgeldern, Sponsoring und Nenngeldern der Fahrer laufen die Ausgaben (auf noch höherem Niveau) allmählich aus dem Ruder. Schatzmeister Thomas Schwalber: „Unsere Ausgaben stiegen in den vergangenen Jahren jedes Jahr um rund 10000 Euro.“ Entsprechend gering falle allmählich der Gewinn für die Vereinskasse aus. Eine Entwicklung, die Außenstehenden angesichts der Zuschauermassen nur schwer zu vermitteln sei. Weil die Veranstaltung in den vergangenen Jahren stets bei „Kaiserwetter“ stattfinden konnte, hat die Vereinsführung ein Szenario durchgerechnet, wie sich ein Regenwochenende auf die Finanzlage des ASC auswirken würde.
Das zweite sportliche Standbein des ASC Bobingen ist die Sparte Jugendkart. Im Schwabenpokal misst sich der Vereinsnachwuchs in der laufenden Saison 2012 mit insgesamt zehn Mannschaften. Während in Bobingen das Nachwuchsproblem (noch) kein Thema ist, hätten andere Clubs inzwischen Mühe, genügend Jugendliche für den Kartsport zu begeistern, um eine Mannschaft für die Meisterschaft zu nennen, so der neue Sportleiter Rainer Baumgartner.
Eine Vielzahl geselliger Veranstaltungen – von der Nikolaus-Suchfahrt bis zum Helferfest und vom Clubausflug bis zur Weihnachtsfeier – runden das rege Vereinsleben beim ASC Bobingen ab. Apropos Clubausflug: der findet heuer am 2. und 3. Juni statt und führt ins Salzburger Land.
Das Ergebnis der Neuwahlen beim ASC Bobingen
1. Vorsitzender Michael Kanth
Schatzmeister Thomas Schwalber
Schriftführer Robert Lidel (bisher: Rainer Baumgartner)
Sportleiter Rainer Baumgartner (bisher: Thomas Reiter)
Beisitzer Uwe Schröder
ADAC-Delegierter Michael Kanth
Ersatz-Delegierter Martin Tresenreiter
Tourenleiter Christoph Miller
Verkehrsreferent Hans Wuschek
Rechnungsprüfer Peter Modler und Helmut Schwalber
Nicht zur Wahl standen 2. Vorsitzender Martin Tresenreiter und Beisitzer Marco Zobel. |