|
Saisonrückblick David Hauser - Erfolgreiche Tour de France |
|
|
|
|
Geschrieben von: Jean-Marie Resch
|
|
Samstag, den 17. Dezember 2011 um 11:47 Uhr |
|

„Er kam, sah und siegte“. Diese Aussage mag abgegriffen klingen, umschreibt aber mehr als passend den Saisonverlauf des Luxemburgers David Hauser und dem Racing Experience-Team. Wie in der Vergangenheit war es einmal mehr die Zwischensaison, welche dem Team beinahe am meisten Kopfzerbrechen bereitete. Nach drei Jahren im deutschen Formel 3-Cup suchte die Mannschaft eine andere Herausforderung. Zudem musste man die schwierige Kombination, Hochleistungssport-Schule der Fahrer meistern. Während David Hauser seine Studien in Paris (F) fortsetzte, absolvierte Gary Hauser, mit Erfolg, sein Abitur und beschränkte aus verständlichen Gründen seine Einsätze auf ein Minimum. D. Hauser war bereits 2010 bei einigen Bergrennen hierzulande äußerst erfolgreich gewesen und so entschied sich Racing Experience unter der Leitung von Teamchef (und Vater in Personalunion) Christian Hauser bei acht ausgewählten Läufen in der französischen Bergrennmeisterschaft an den Start zu gehen. Als Saisonziel hatte man sich das Espoirs-Championnat gesetzt.
Was eigentlich zu einer ersten Standortbestimmung beim u.a. auch EM-Rennen am südfranzösischen Col St. Pierre dienen sollte, endete gleich mit einem Schock für die etablierte Konkurrenz. Mit seinem Dallara F307-Mercedes überflog der 22-Jährige (unser Foto mit Papa Christian) regelrecht die Formel 3-Klasse und schaffte zudem den Sprung in die Top-Ten. Auch bei den folgenden Rennen, die ebenfalls komplettes Neuland bedeuteten und die das sehr stark besetzte Feld u.a. auch zum Mont-Dore oder nach Turckheim führte, blieb der junge Pilot aus Wormeldingen in der F3 das Mass aller Dinge. Streckenrekord, Klassensieg und Top-Ten-Platzierung, noch vor weitaus stärker motorisierten Autos, gehörten, zu Hausers Standardprogramm. Nicht ohne Grund veröffentlichte das französische Fachmagazin „Echappement“ eine zweiseitige Reportage über den „Luxembourgeois avec la bottine de plomb“. Und auch ein Blick auf die eindrucksvollen Inboard-Aufnahmen (zu sehen unter www.racing-experience.lu) verrät, warum David Hauser am Ende einer optimal verlaufenen Saison französischer Espoirs-Meister und Gewinner der Open-Wertung wurde. Quasi das Sahnehäubchen seiner internationalen Einsätze war die Teilnahme beim DM-Lauf in Mickhausen. Bei hochkarätiger Konkurrenz, mit u.a. den Meistern aus verschiedenen europäischen Ländern, landete der Student auf Rang sechs und sicherte sich erneut überlegen die F3-Klasse.
Neben den Einsätzen am Berg hatte Racing Experience zwei Autos für den in Francorchamps (B) stattfindenden Lauf zum Austria F3-Cup und zugleich britischen F3-B-Meisterschaft gemeldet. Ein Sieg und ein dritter Platz für David sowie zwei zweite Ränge für Gary waren die Ausbeute.
Sehr aufschlussreich verliefen, ebenfalls auf dem Ardennenkurs, Testfahrten mit einem sog. Formula Le Mans (FLM)-Sportprototypen. Auf Anhieb erzielte das Brüderpaar im von Thierry Boutsen Racing zur Verfügung gestellten Oreca FLM 09 (450 PS, 6,3 Liter Motor, 900 kg) sehr schnelle Zeiten und sorgte damit für allgemeines Erstaunen und Anerkennung. |