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Wie immer in solchen Fällen besteht erst einmal völlige Unklarheit über die Ursache die zum tragischen Tod von Georg Plasa geführt haben. Ein Fahrfehler, der jedoch von vielen Insidern und Fahrerkollegen ausgeschlossen wird, ein plötzliches gesundheitliches Problem oder ein technischer Defekt am BMW 134 Judd V8, sind da in erste Linie zu nennen.
Georg bereitet sich auf seine Rennen immer sehr akribisch und hoch professionell vor. Extrem lange Bergrennstrecken, wie Trento (17,3 km) oder Rieti (14,8 km), prägte sich der „Italobayer“ Sektionsweise ein. Erst wenn ein Abschnitt saß, ging es an die nächsten Kilometer. Georg Plasa verbrachte so viele Tage im Privat-PKW an Europas Bergen. Ein plötzlicher Schwächeanfall oder gar Herzinfarkt wären eine denkbare Unfallursache. Von der Staatanwaltschaft angeordneten Untersuchungen am Leichnam und dem total zerstörten Havaristen, kann die Ursache der Tragödie ans Tageslicht bringen. Dies braucht jedoch Zeit. Untersuchungen der Unfallexperten auf einen technischen Defekt, wie er erst am zweiten Juni-Wochenende beim EM-Lauf in Ecce Homo aufgetreten war, ist sicher von großer Bedeutung. Beim Zwischenfall in Tschechien brach ein Teil der Aufhängung und ein Rad knickte weg. Plasa konnte damals den Wagen ohne Probleme und größer Schäden stoppen. Letztes Wochenende in Trento-Bondone versagte dann im Rennlauf am Sonntag nach knapp 6 Kilometern ein Sensor, der das Getriebe lahmlegte.
Wie jetzt bekannt wurde, finden sich am Unfallort so gut wie keine Bremspuren. Ausgewertete Videoaufnahmen deuten auf einen Fahrfehler hin. Diese Theorie wiegelt Fausto Bormolini, italienischer EBM-Routinier und Formel 3000-Pilot, allerdings ab: "Georg ist ein so erfahrener Pilot. Ich glaube nicht, dass ihm ein solch gravierender Fehler unterläuft", sagte er italienischen Medien. Eher glaubt er an einen technischen Defekt am BMW, den Plasa größtenteils in Eigenregie innerhalb von zwei Jahren für rund eine halbe Million Euro aufgebaut hatte - vor allem mit Teilen aus der Formel 1. "Es ist unfassbar, wir alle haben einen guten Freund auf tragische Weise verloren", sagte Europameister Simone Faggioli, der in der auf Plasa folgenden Startgruppe in Rieti antreten sollte: "Als Georgs Fahrzeug in Polizeibegleitung von der Strecke gebracht wurde, wusste ich, was passiert war", meinte der Italiener. "Es gibt keine Worte dafür", heißt es von Plasas Team, das aus jungen Ingenieuren besteht, auf dessen Internetseite. „Die europäische Bergrenn-Szene ist geschockt“. "Wir trauern um einen aufrichtigen und weltoffenen Sportsmann, der für den Bergrennsport gelebt hat", kommentiert Manfred Kronenburg vom Racing Team Trier, dem Veranstalter des Deutschen EM-Laufs von Fell nach Thomm.
Bilder, aufgenommen kurz nach dem Unglück, zeigt die Webseite Rietilife unter http://www.rietilife.it/?s=plasa&x=13&y=4
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