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Rückblick Luxemburger Bergmeisterschaft 2010: Mit drei Autos zum dritten Titel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Romain Heckemanns   
Montag, den 20. Dezember 2010 um 10:54 Uhr

Mit einer Hiobsbotschaft begann das Luxemburger Autosportjahr 2010: Anfang Februar starb der Organisationsleiter des European Hill Climbs Eschdorf, David Scheier, an den Folgen der Kopfverletzungen, die er sich in der Sylvesternacht zugezogen hatte. Gleich mit einem Sieg am Ostermontag in Lorentzweiler meldete Guy Demuth (Lola B02/50-Zytek) seine Ambitionen auf die Meisterschaftskrone 2010 an. Im dritten Lauf war es ihm gelungen den Franzosen Fabien Frantz (Lola B02/50) und den Belgier Jean Schmits (Ralt RT23-Cosworth) auf die Plätze zu verweisen. In einem Rennen, in dem in allen Kategorien neue Bestzeiten aufgestellt wurden, wurden Léon Linden (Dallara F304-Opel Spiess) und Joe Schmitz (Mygale-BMW K1) Zweiter und Dritter in der einheimischen Wertung. Gegenüber den Vorjahren war die Auffahrt nach Blaschette um 25 Meter verkürzt worden. Einen üblen Überschlag, offenbar hatte die Bodenplatte einen Reifen durchgeschlitzt, erlebte Demuth in Abreschviller (F) Ende April und beendete die Fahrt auf dem Überrollbügel. Der Sieg ging an den Franzosen Lionel Regal (Reynard-Mugen Honda 01L); Linden (Rang 46) holte sich 70 Punkte in der Meisterschaft ab. Die Plätze zwei und drei in der Luxemburger Wertung gingen an Canio Marcione, 88. auf Fiat 127, und Romain Ciuca, 96. auf Opel Kadett C.

 

Zu Ehren des verstorbenen David Scheier hatte David Hauser (Dallara F307-Mercedes) Anfang Mai zum Bergrennen in Eschdorf genannt. Auf feuchter Strecke im ersten Lauf schaffte der Neueinsteiger am Berg die Überraschung und fuhr Bestzeit. Erst beim zweiten Versuch gelang es Lionel Regal (Reynard-Mugen Honda 01L) an die Spitze zu fahren und ab da seinen sechsten Erfolg in Folge in Eschdorf zu erobern. Der fünffache französische Bergmeister hatte darauf bestanden durch seine Teilnahme David Scheier noch eine letzte Ehre zu weisen. Demuth hatte bei Regal einen Reynard-Mugen Honda 01L angemietet und nach einer Eingewöhnungsphase, im ersten Run hatte er einen leichten Ausrutscher, wurde er hinter Hauser (Platz vier) Zweiter in der Luxemburger Wertung. In der Tagestabelle war er Siebter, Linden wurde 21. und dritter Einheimischer. Joe Schmitz belegte Rang 35 und der Rallyefahrer Mike Souvigné (Mitsubishi Lancer Evo 8) wurde 43.

Joe Schmitz steigt vorzeitig aus der Meisterschaft aus

Beim 48. Wolsfelder AvD Bergrennen trat Demuth dann erstmals mit dem neuerworbenen G-Force Reynard-Mugen Honda an und wurde Vierter in der Tageswertung. Die Luxemburger Plätze zwei und drei gingen an Linden (17.) und Schmitz (25.). Dank der Zuvorkommenheit des Veranstalters hatte Joe Schmitz noch am Sonntag vor Beginn der vier Wertungsläufe ein Sondertraining absolvieren dürfen, am Tag zuvor nämlich war er im Aston Martin Vantage V8 beim VLN Langstreckenrennen Nürburgring im Einsatz gewesen. Diese Regelung wurde ihm allerdings beim 39. Trierer ADAC Bergrennen, das aus drei Wertungsläufen bestand, trotz einiger Fürsprecher, darunter der Luxemburger Bergmeister 2009, verwehrt - wiederum war er am Vortag in einem Langstreckenrennen auf dem Nürburgring am Start gewesen. Da nun keine Aussicht auf einen Podestplatz bestand, Abreschviller hatte Schmitz sich schon als Streichresultat notieren lassen, entschied er aus der Bergmeisterschaft auszusteigen. Weil Linden nur einen gestoppten Lauf aufzuweisen hatte, wurde Trier zur Nullrunde, der Anlasser am Dallara hatte versagt. Da es sich um einen EM-Lauf handelte, hätte gemäß Luxemburger Meisterschaftsausschreibung der Champion 2009 allerdings drei Zeiten vorzeigen müssen. In der Tageswertung, die vom Italiener Simone Faggioli (Osella FA30-Zytek) gewonnen wurde, wurde Demuth Vierter.

Demuth siegt in Osnabrück

Ende Juni hatte Frank Maas sich einen Jugendtraum erfüllt und am Pikes Peak International Hill Climb in Colorado (USA) teilgenommen. Im angemieteten Mazda RX7 schmolz ihm über 4.300 Meter Höhe ein Ölschlauch am Turbo weg und er musste das Auto vorzeitig abstellen. 
Beim 37. Homburger ADAC Bergrennen hatte sich im Vorstartbereich zum zweiten Lauf die Antriebswelle bei Demuths G-Force verabschiedet. Trotzdem bekam er 70 Meisterschaftspunkte aufgrund seiner Zeit aus Lauf eins. Die Punkte für die Plätze zwei und drei gingen, wie schon in Trier, an Yves Kremer (Subaru Impreza GT) und Canio Marchione (Fiat 127). Da er wieder Probleme mit dem Anlasser hatte, hatte Linden nicht starten können und war all seiner Hoffnungen auf eine Titelverteidigung beraubt.
Vor der Abfahrt zur Course de côte du Ry des Glands Ende Juni stellte Demuth einen Schaden am Differential seines Monoposto fest, folglich musste er noch schnell nach Freiburg im Breisgau (D) zu Patrik Zajelsnik zur Reparatur. Im Rennen auf der schnellen sechs Kilometer langen Strecke in Belgien wurde er dann Dritter; Linden, den noch immer Anlasserprobleme plagten, klassierte sich als 22. und Ciuca als 37.
Das EM-Rennen in Saint-Ursanne-Les Rangiers im Jura in der Schweiz Mitte August wurde durch den Todessturz von Lionel Regal überschattet. Er war auf nasser Strasse im ersten Lauf von der Strecke abgekommen und in einen Baum gekracht, für den Berg-Europameister 2008 kam jede Hilfe zu spät. Als Gaststarter bestritt Demuth am vierten August-Wochenende das 43. Osnabrücker Bergrennen. Auf dem „Uphöfer Berg“ (Strecke 2.030 Meter) behauptete der Luxemburger sich vor Uwe Lang (Osella PA 20S-BMW), der die deutsche Meisterschaft 2010 (Rennsportfahrzeuge) einfuhr, und Thomas Rössler (Dallara F305-Opel Spiess).

David Hauser nur von Jelle De Coninck geschlagen

Nach 2001 hatte die Ecurie Tëtelbierg ihre Veranstaltung in Holtz aufgegeben. In diesem Jahr wurde das Rennen wieder in den Kalender eingeschrieben und die elfte Ausgabe war gleichzeitig das Finale der Meisterschaft. Zum Schlussrennen hatte Joe Schmitz mit der Racecar Dodge-Silhouette gemeldet. Die technischen Probleme, die beim Goodyear Race Weekend Anfang September auftraten, hatten noch ihre Folgen und da ein dringend benötigtes Ersatzteil nicht echtzeitig eintraf, musste er zwei Tage vor dem Event seine Nennung zurückziehen. David Hauser war wieder mit von der Partie und übernahm nach dem ersten Versuch (auf nasser Strecke) die Spitze. Dann musste er sich allerdings vom belgischen Newcomer Jelle De Coninck (Norma M20F) geschlagen geben und wurde hervorragender Zweiter. Wegen Problemen mit den beiden Benzinpumpen am G-Force Formula Nippon musste Demuth den Lola B02/50 von Tommy Rollinger ausleihen. Auf seinem Ex-Rennfahrzeug wurde Demuth Vierter in der Tageswertung und kam so zu seiner dritten Luxemburger Bergmeisterschaft. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Manuel Seguin (Subaru Impreza), dieser hatte bei jeder Teilnahme seine Punkte eingefahren, und Romain Ciuca (Opel Kadett Limo). Für den Meister des Vorjahres Léon Linden blieb nur der undankbare vierte Platz. Joe Schmitz wird auf Rang 12 geführt.
 

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  • 02.06.2012 - 03.06.2012 Ecce Homo (EBM)

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