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"Wir starten wieder mit Safety Car", dieses Kommando erreichte am vergangenen Sonnabend über Funk die vier Fahrer und alle Marshals, die rings um den "Mini-Renn-Parcours" in der Seng Position bezogen hatten. Dort lief der praktische Teil der Schulung, mit der das AMC-Marshal-Team in die neue Saison startete. Mit wenigen Schritten eilte Oliver Damas dann zu einer Art Feldherrenhügel aus Eis und Schnee, von wo aus er zusammen mit Mathias Daßler die Handlungen der Streckenposten genau beobachten konnte. Genau instruiert waren auch die Fahrer, die durch ihr Handeln während des Rennens bei den Marshals entsprechende Aktivitäten auslösen sollten. So waren zwei von ihnen anfangs ohne Helm unterwegs, gab es auf der Strecke nicht nur einen Dreher und diverse Ausfälle wegen technischem Defekt. Handeln mussten die Marshals, als ein langsames Fahrzeug über den Kurs rollte, ein Zuschauer
die Strecke querte. Selbst ein Unfall mit Verletzten und deren Bergung wurde simuliert. Alle Informationen liefen in der Race Control bei Mathias Daßler zusammen, der den Posten dann auch über Funk wieder entsprechende Anweisungen erteilte bzw. Fakten abfragte. Hinterher betonte er im Gespräch mit der Ostthüringer Zeitung (OTZ), dass besonders am Schleizer Dreieck der Funk einen hohen Stellenwert einnimmt. Er ist praktisch das Auge der Race Control, da es hier ja nicht wie anderswo in Deutschland rings um die Strecke Kameras gibt, welche im E-Fall die entsprechenden Informationen liefern. Nach jedem praktischen Durchlauf ging es an die Manöverkritik gab es Hinweise die helfen sollten, die Theorie vom Vormittag weiter zu festigen. 48 Teilnehmer, darunter einige Neulinge, stellten sich am Sonnabend den Herausforderungen dieses Schulungstages. Zunächst ging Mathias Daßler an die Vermittlung des Grundwissens, über welches so ein Sportwart der Streckensicherung verfügen sollte. Das beginnt bei so profanen Dingen wie der persönlichen Ausrüstung, Kleidung, wetterfeste Schule, Sonnen- und Gehörschutz. Es setzt sich fort über die allgemeinen Verhaltensregeln im Postenbereich bis hin zu den für die verschiedenen Rennenkategorien geltenden Flaggenregeln, erklärte er. Schließlich gibt es da teils gravierende Unterschiede zwischen dem Automobil- und Motorradbereich. Selbst innerhalb des Motorradbereiches so für die Moto GP gibt es noch Sonderregelungen. Da Schleizer Streckenposten auch jedes Jahr zum Deutschland Grand Prix auf dem Sachsenring im Einsatz sind, müssen sie hierin entsprechend fit sein. Im April geht es für die Marshals wettkampfmäßig so richtig los. Erstmals Rennluft schnuppern werden sie beim 12. ADAC-Bergrennen am Schleizer Dreieck (17./18. April). Es folgt zwischen dem 7. und 9. Mai die Superside-WM an gleicher Stelle, für die mit Ersatzleuten rund 100 Streckenposten rings um das Dreieck benötigt werden. Da brauchen wir jeden Mann und jede Frau, betonte Mathias Daßler. Egal ob zwei, drei oder vier Räder die Streckenposten aus Schleiz sind übers Jahr an vielen Rennstrecken in ganz Deutschland präsent. Die Superbike- WM auf dem Nürburgring und die IDM auf dem Sachsenring (selbstverständlich auch in Schleiz) sind nur einige Stationen ihres gut gefüllten Terminkalenders.
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