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Bergrennen - Was ist das? |
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Geschrieben von: Thomas Bubel
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Montag, den 08. März 2010 um 23:28 Uhr |
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Bergrennen sind die Einzelzeitfahren des Motorsports. Auf fahrerisch anspruchsvollen, kurvenreich Bergstraßen, die sonst ihren alltäglichen Zweck als öffentliche Land- oder Kreisstraße erfüllen, kämpfen die Fahrer allein gegen den Berg und den Sekundenzeiger der Stoppuhr. Diese Motorsportdisziplin ist nichts für schwache Nerven und am ehesten mit dem Ski-Abfahrtslauf zu vergleichen. Höchste Konzentration ist gefordert, wenn die Piloten in ihren verschiedenen Rennvehikeln den Berg hinaufstürmen. Kurven, Anbremspunkte und Bodenwellen müssen im Gedächtnis der Fahrer gespeichert sein. Nur die Könner finden die Ideallinie und schon ein kleiner Fahrfehler bedeutet oft das Ende aller Siegeschancen oder gar das Aus. Die Spitzenpiloten in ihren potenten Formel 3000 oder Gruppe CN-Boliden erreichen, auf den zumeist engen und waldgesäumten Pisten eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 200 km/h. Auslaufzonen, wie am Nürburgring sucht man vergebens. Doch leidet die Sicherheit für die Akteure und Zuschauer ,dank des hohen Sicherheitsstandarts an Deutschlands Bergen ,der Doppelleitplanken und Altreifenpakete an neuralgischen Streckenabschnitten zwingend vorschreibt, nicht. Für das Publikum ist ein Bergrennen immer Motorsport zu Anfassen. Auf Böschungen und an Hängen sitzend, lassen sich die Zuschauer, mit Ausnahme von Karts, Trucks und der Formel 1,alles hautnah um die Ohren fahren was vier Räder hat. Um eine Karte für´s Fahrerlager streiten nicht VIP´s und solche die sich dafür halten, statt dessen können die Fans "ihren Helden" an den Zelten und Renntransportern, bei letzten Feinabstimmungen der Wettbewerbsfahrzeuge über die Schultern blicken. Der persönliche Kontakt zwischen Zuschauer und Fahrer gehört im Bergrennsport einfach dazu. Auch das gibt es nur am Berg, sind nach einem Rennlauf alle "Himmelsstürmer" oben, rollen diese im Pulk zurück ins Fahrerlager und die Fans sehen noch einmal die bunte Vielfalt der Rennwagen, wie in Zeitlupe bergab gleiten. Die Titel der Bergrennsportler für 2010, werden in 10 Rennen (Kyffhäuser und Rennsteig wurden bereits abgesagt) ,bei zwei Streichresultaten ausgefahren (DM). Startberechtigt sind National A und Internationale Lizenznehmer des DMSB , die in mehreren Championnaten und Cups antreten. Die Deutsche Automobil Bergmeisterschaft steht ab der Saison 2000 wieder allen Fahrzeuggruppen offen. In der Division 1 starten alle Tourenwagengruppen (G, N, A, F, H, E1), in der Division 2 alle Rennsportfahrzeuge (E2-Prototypen C3 / CN , und Formel 3 sowie die Formelfreien Monoposto-Rennwagen der Gruppe E2 , inkl. Formel 2). Formel 3000 Rennwagen sind ab 2003 nicht mehr punktberechtigt, da einige Bergstrecken nicht für diese Boliden zugelassen sind, diese machen jagt auf die einzelnen Tagessiege. Punkte werden pro Rennlauf in der jeweiligen Division vergeben. Die 8 Besten der Gesamtwertung erhalten in Abhängigkeit der Streckenlänge (bis oder über 2500 Meter) ihre Punkte , wobei Gruppeneinteilung und Hubraum keine Rolle spielt. Im Deutschen Bergpokal für Tourenwagen und GT-Fahrzeuge (bis max. 2000 ccm Hubraum) und in dem der Rennsportfahrzeuge (bis 2 Liter Hubraum), gilt ein ähnliches Punkteschema. Maßgebend sind hierbei die Anzahl der besiegten Konkurrenten in den Hubraumklassen. Seit 2009 schreibt der DMSB zusätzlich den Classic-Bergpokal für klassischen Tourenwagen und GT-Fahrzeuge aus. Eine wahrhaft imposante PS-Parade ist der KW Berg Cup, der sich bei Aktiven wie Fans großer Beliebtheit erfreut. In seinen nunmehr 24 Jahren stehen regelmäßig, zu den Wertungsläufen in Deutschland oder im benachbarten Luxemburg und Österreich an die 80 spektakuläre Gruppe H und E1 Spezial-Tourenwagen am Ablauf. An und unter der Karosserie eines VW Polo, BMW 320 16V oder Ex DTM Mercedes sind technische Leckerbissen zu finden. So werden, beispielsweise Getriebe von Formel 3 Rennwagen verwendet, PS-starke 16 Ventilmotoren eingepflanzt sowie ein enormes Flügel.- und Spoilerwerk montiert. Die privat gemanagten Rennserien: Classic-Berg-Cup, Sportwagen-Bergcup, NSU-Bergpokal, Fiat-Lancia-Sportpokal sowie ADAC Rennsport-Pokale, Gaumeisterschaften (DMV,AvD) und Clubmeisterschaften, runden das Angebot in Deutschland ab. Oberste "Liga" im internationalen Bergrennsport ist die Europabergmeisterschaft (EBM). Auch 2010 stehen wieder Events in ganz Europa auf dem Programm. Der Deutsche EBM-Lauf findet am 12. und 13. Juni auf der Kreisstraße zwischen Fell und Thomm, vor den Toren Triers statt. Das Mekka des Bergrennsports ist sicherlich Frankreich und Italien, hier gehen beispielsweise zahlreiche ultraschnelle Formel 3000-Renner und schnittige Gruppe C-Sportwagen auf die Strecken. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist mal ein Bergrennen live zu verfolgen, sollte die absoluten Klassiker von Mont Dore (Frankreich), Rechberg (Österreich), Trento-Bondone (Italien) oder St.Ursanne-Les Rangiers in der Schweiz, einmal bereisen. Hierzulande ziehen Bergklassiker wie das Bergrennen Unterfranken in Eichenbühl, das Hauenstein Bergrennen in der Rhön, das Bergrennen von Osnabrück oder das große Saisonfinale von Mickhausen bei Augsburg, Piloten und Zuschauer in Massen an.
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Wie werde ich Rennfahrer? |
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Geschrieben von: Thomas Bubel
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Montag, den 08. März 2010 um 23:40 Uhr |
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"Wie werde ich Rennfahrer" oder "Wie komme ich zum Motorsport" sind Fragen ,die immer wieder von ambitionierten Kindern , Jugendlichen, aber auch von Erwachsenen gestellt werden , die ihren "Traum vom Rennfahren" endlich in die Tat umsetzen möchten. Nun ist der Einstieg in den Motorsport leider nicht so unkompliziert , wie bei anderen Sportarten ,wie z.B. beim Fußball oder Tennis. In welche Disziplin will ich aktiv werden, sind zwei oder vier Räder gefragt, was kostet der Spaß, was darf man ab welchem alter und mit welcher Lizenz betreiben, wo gibt es Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten? Viele Fragen, die sich da für den angehenden Rennsportcrack stellen. Die besten Informationsquellen, bei denen man in jedem Fall zuverlässige Antworten und Problemlösungen bekommt, sind die Automobilclubs und Motorsportverbände wie ADAC , AvD , DMSB , DMV , ADMV. Erste Anlaufstelle kann aber auch einer der vielen Motorsport-Vereine oder Orts-Clubs von ADAC oder AvD sein. Weitergehende Detailauskünfte sowie Adressen von Clubs in Ihrer Nähe, vermitteln auch die Sportabteilungen der einzelnen ADAC-Gaue. Kinder und Jugendliche (ab 6 Jahre), die eine Karriere im Automobilsport anstreben, sind im Kart (Go-Kart) am besten aufgehoben. Nicht umsonst haben die meisten der heutigen Top-Stars aus der Formel 1 oder DTM, in dieser Disziplin begonnen. Hat man Erfolg, geht es dann weiter, meist über die klassische "Formel Leiter" (Formel Ford, Formel Opel, Formel 3, GP2, Formel 1), allerdings mit erheblich steigenden Kosten. Weitere Möglichkeiten, für die Kart-Erfahrung eine gute Voraussetzung ist, sind Markenpokale (z.B. Toyota Yaris Cup , Alfa 146 Cup, Formel BMW Junior...). Wer jedoch die Bergrennstrecke oder Rallyepiste vorzieht, wird ebenfalls sein Betätigungsfeld finden. Für die, denen das alles schon zu kostspielig und professionell ist, die sich eigentlich nur am Wochenende als reines Hobby, bei Nationalen Rallyes, Slaloms oder Bergrennen aktiv werden wollen, ist der Werdegang relativ einfach. Wer im Besitz eines gültigen Führerscheins ist, kann bei nationalen Slalom- und Rallyeveranstaltung eine Tageslizenz lösen und mit dem eigenen straßenzugelassenen Fahrzeug (besonders bei Club-Slaloms) mitmachen. Das jeweilige Fahrzeug (z.B. Gruppe G - Serienklasse nach Leistungsgewicht ) muss lediglich mit Sicherheitseinrichtungen wie z.B. Überrollkäfig, Rennsitz, Renngurten, Feuerlöscher ausgerüstet sein. Apropos Gruppe G, Newcomer finden gerade hier kostengünstige Einstiegsmöglichkeiten vor. Zu dem genannten Sicherheitspaket benötigt man noch einen geeigneten Helm (bei Bergrennen auch Rennbekleidung und HANS) sowie ein Gruppe G Datenblatt für das eingesetzte Fahrzeug (beim DMSB erhältlich) und schon kann´s los geh´n! Bei steigender Begeisterung und Erfolgen (drei Platzierungen mit Tageslizenz) ist dann der Erwerb einer nationalen oder internationalen Lizenz des Deutschen Motorsport Bund (DMSB) der nächste Schritt. Wer schneller in den Besitz einen Lizenz kommen will, sollte einen Rennfahrerlehrgang, z.B. in der Zakspeed Rennfahrerschule, erfolgreich absolvieren. Aus dem Sonntagshobby wird dann oft doch ein bisschen mehr...
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