Team Schulte – Zum Heimspiel wieder im Renngeschehen dabei

26. Juli 2017

Viele Interessierte am KW Berg-Cup und Fans der Marke Citroen werden in dieser Saison das Team Schulte aus Werl in Nordrhein-Westfalen bereits vermisst haben. Das Zwei-Wagen-Team mit Vater und Sohn, Manfred und Benedikt Schulte waren bislang gemeinsam nur beim Eschdorfer Hill Race, Anfang Mai in Luxemburg am Start. Dann kam das Pfingst-Wochenende dass den beiden zwei nachhaltig beschädigte E1-Tourenwagen bescherte. Manfred brachte den roten AX-Kit Car mit Motorschaden vom Ausflug zum EM-Lauf im tschechischen Ecce Home nach Hause. Noch schlimmer erwischte es Benedikt beim Wolsfelder Bergrennen. Mit dem weißen AX-Sport überschlug sich „Benne“ kurz nach dem Start auf der Eifel-Kultstecke, was einen Totalschaden nach sich zog. Das Team Schulte wird jedoch beim 50. Osnabrücker ADAC Bergrennen wieder komplett antreten. „Nachdem Crash von Benne in Wolsfeld haben wir in den vergangenen zwei Monaten ein komplett neues Auto aufgebaut. Bei dieser Gelegenheit ist natürlich das Gewicht und das Fahrwerk von Hugo und Gerhard Moser optimiert worden. Nur durch die Hilfe unserer Partner, besonders zu erwähnen ist hier das Berg Cup Mitglied Uwe Ladage, war dieses in dieser Rekordzeit möglich“, lässt uns Manfred Schulte wissen. „Durch meinen kapitalen Motorschaden in Tschechien, war hier ein neues Aggregat angesagt. Auch hier hat die Firma Nemeth, unser Motorenpartner, in Rekordzeit einen neues Triebwerk entwickelt und komplett neu unter den neuesten Erkenntnissen aufgebaut. Der Motor wird kommendes Wochenende eingebaut, bevor es am Montag vor Osnbarück zur Abstimmung zu MTO geht“. Dann ist für das Heimspiel der Schultes am Uphöfer Berg alles auf den Punkt…

SWR-Doku „DorfLeben“ über Wolsfeld

22. Juli 2017

Weniger als tausend Einwohnern zählt Wolsfeld im Bitburger Land. Am Pfingstwochenende startet dort alljährlich das Wolsfelder Bergrennen, das kürzeste seiner Art in Deutschland. Die Strecke ist nur 1640 Meter lang, aber ganz Wolsfeld ist auf den Beinen, um zu helfen oder einfach nur dabei zu sein. Drei Menschen, drei Generationen, ein Dorf: Wie sie heute in ihrem Dorf leben, das will die Serie „DorfLeben“ des SWR zeigen. Es geht um das Alltägliche. „Wir stellen keine Paradiesvögel vor, sondern ganz normale Menschen, die auch mal die Kneipe putzen oder das Vereinsblatt verteilen“, heißt es in der Pressemitteilung des SWR. „Man trifft sich auf der Dorfbank, die wir mitbringen. Und jede teilnehmende Dorfgemeinschaft darf diese Bank, die sie an das gemeinsame Erlebnis erinnert, behalten“. In der Episode über Wolsfeld ist das Bergrennen eines der zentralen Themen. Die Erstausstrahlung der 45 Minuten langen Sendung startet am kommenden Freitag, den 28. Juli um 21 Uhr im 3. Fernsehprogramm von SWR und SR. Danach ist der Beitrag für eine gewisse Zeit auch in der SWR-Mediathek zu finden.

Boxengeflüster 08/2017: Wussten Sie schon dass…?

20. Juli 2017

DASS das aus Gerüstbauteilen der Firma Heil aus dem pfälzischen Steinwenden alljährlich aufgebaute Starttor beim Homburger Bergrennen, diesmal besonders schnell abgebaut war. Am Montagnachmittag nach der Rennveranstaltung hatte ein Fahrer einer Miettoilettenfirma, die wir an dieser Stellen namentlich nicht nennen wollen, beim einsammeln seiner „stillen Örtchen“ vergessen den Hebekrahn einzufahren und riss die gesamte Konstruktion mit sich. Das Knäul aus Metallstangen, Gerüstteilen und der Kunststoffbeplankung war enorm. Zum Glück wurde niemand verletzt. DASS die Tour de France 2017 nach ihrer Fahrt durch die Straßen von Eschdorf, die beim Bergrennen als Fahrerlager genutzt werden, am darauf folgenden Tag doch noch eine Bergrennstrecke befuhr. Kurz nach dem Start der 4. Etappe von Bad Mondorf in Luxemburg nach Vittel in Frankreich rollten die weltbesten Radprofis die Strecke des ehemaligen Bergrennens von Remerchen hinunter an die Mosel und gleich danach weiter Richtung Schengen, im Dreiländereck Deutschland, Luxemburg, Frankreich. DASS der Schweizer Herbert Schmid, bei seiner Anreise zum Homburger Bergrennen knapp vier Stunden verlor. Der Schweizer Zoll hatte wohl Angst, das „Hebi“ seinen roten Porsche 996 GT3 im Ausland verkaufen würde, so musste der Garagist aus Günsberg zurück zur Bank, um danach an der Grenze umgerechnet 8.000€ als Kaution hinterlegen zu können. DASS der Nordschwarzwälder Mirko Kappler, langjähriger Helfer und Mechaniker im Team von Uwe und Mathieu Wolpert vom 16.-19. November 2017 für das Team von Mick Schumacher beim Macau Grand-Prix schrauben wird. Mirko, der in früheren Jahren auch schon für das Team von Keke Rosberg in der DTM und Formel 3 gearbeitet hat, wurde vom Sohn des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher für die Reise nach Asien verpflichtet. Und, dass das „K“ in der Typenbezeichnung UWR WFK 07 von Uwe Wolperts blauen Eigenbau-Sportwagens für Kappler steht. DASS der ehemalige Berg-Cup Vorsitzende Peter Reichhuber nach neun Jahren wieder an einem Bergrennen teilnahm. Der Schwabe mit saarländischen Wurzeln belegte Platz sieben in der Gleichmäßigkeitsprüfung des Homburger Bergrennens. Die Idee zu diesem Start hatte Reichhubers früherer Weggefährte Heimo Blatt, bei einem abendlichen Bier im Fahrerlager von Wolsfeld. Blatt besitzt mehrere Peugeot 106 Rallye und stelle dem pensionierten Schulleiter eines seiner Fahrzeuge zur Verfügung.

Foto-Galerien von Wolsfeld über Glasbach bis Iberg online!

2. Juli 2017

Der Juni war nicht nur hart für zahlreiche Berg-Piloten, sondern auch für so machen Pressevertreter. Drei Bergrennen in nur vier Wochen waren zu bewältigen und zu verarbeiten. Wir haben etwas nachsitzen müssen, doch jetzt sind die Foto-Galerien aus Wolsfeld, Glasbach und vom Iberg online! Zu sehen gibt es wie immer Rennaction und natürlich Impressionen.

Vorsicht! Hochspannung im KW Berg-Cup zu Wolsfeld

8. Juni 2017

Nein, liebe Leser, keine Sorge: Weder im NSU-Bergpokal noch im KW Berg-Cup wird mit Elektromotoren oder Hybridtechnik gefahren. Hochdrehende Benziner bestimmen die Tagesordnung, auch durchzugskräftige Diesel gehören dazu. Glücklicherweise fand am vergangenen Pfingstwochenende das mit sehr hoher Niederschlagsneigung vorhergesagte Wetter den Weg zum 1640 Meter kurzen Wolsfelder Berg nicht. Nur in der Nacht zum Übungssonntag hatte es geregnet, morgens gab es noch feuchte Stellen auf dem Asphalt zu finden. Die aber schnell auftrockneten, für den Rest des Übungstages und den Rennmontag wechselten sich dann Sonnenschein und Wolken in flottem Wechsel ab. Die erstmals umgesetzte Startreihenfolge nach dem umgekehrten Trainingsresultat (der Langsamste der Klasse beginnt, der Schnellste fährt zum Schluss) kam beim Publikum gut an, erhöhte die Spannung im Ablauf, führte die Favoriten zusammen. An beiden Tagen konnten die geplanten, jeweils um 9 Uhr beginnenden drei Läufe von der Mannschaft des EMSC Bitburg durchgezogen werden. Was sich am Sonntag bis 18:30 Uhr hinzog und auch am Montag bis kurz vor Sechs dauerte. Eine Entschädigung dafür waren die zum Teil beinharten Fights und Duelle in den einzelnen Klassen und Gruppen, die wir uns nun zusammen detailliert ansehen wollen. Zumindest in den Abteilungen, in denen Berg-Cup Aktive dabei waren. Damit dies authentisch ist, halten wir uns an die Startreihenfolge der Klassen im Trainings- und Rennbetrieb. Demgemäß legen wir mit dem NSU-Bergpokal los. Zu dessen kleinen, aber feinen Feld sich in der Eifel Gaststarter Andreas Reich gesellt. Frisch, frech, fröhlich, frei sichert sich dieser ohne jede Berührungsängste Übungsposition drei, muss nur Uwe Schindler (TP2) eine Zehntel- sowie „Pole-Setter“ Jörg Davidovic 1,05 Sekunden vor sich dulden. Im Rennen legt Gaststarter Andreas Reich dann jegliche vornehme und auch sonstige Zurückhaltung ab, bezieht von Anfang an Position zwei, bleibt sogar im ersten und zweiten Heat in Tuchfühlung zum späteren Gewinner Jörg Davidovic. Uwe Schindler müht sich nach Kräften, aber mehr als Rang drei ist in Wolsfeld für ihn nicht drin. Den größten Teil seines Rückstandes handelt er sich gleich in der Auffahrt Nummer eins ein, in der zweiten ist der Rückstand auf Andreas Reich geringer, in Lauf drei braucht Uwe dann 61 Hundertstel weniger für den Weg nach oben als Gast Andreas. Die weiteren Teilnehmer folgen dem Podest-Trio mit Respektabstand, als Viertem fehlen Thomas Krystofiak 11,85 Sekunden auf den Sieger, Fünfter des NSU-Bergpokals wird Alexander Follmann. Weiter läuft es im Rennprogramm und bei uns mit den nach Gruppe H, FS und E1-Berg Reglement stark verbesserten, gemeinsam gewerteten […]

Familien-Tag beim Wolsfelder Bergrennen

6. Juni 2017

Lang, lang ist´s her, dass ein Vater-Sohn-Gespann gemeinsam auf dem Gesamtsiegerpodium eines Berg-DM Laufes stand. In den letzten 30 Jahren war dies jedenfalls nicht der Fall. Die Schweinfurter Familie Lang, schrieb somit beim 55. Wolsfelder ADAC Bergrennen des Pfingstwochenendes 2017 Geschichte. Doch der Reihe nach. Bereits im, oder besser gesagt nach dem ersten Trainingslauf, der in Wolsfeld traditionell am Pfingstsonntag stattfindet, schrumpfte der Kreis der Sieganwärter, nachdem der Osella PA 2000 Honda des Vorarlbergers Christoph Lampert schlagartig in Flammen stand. So geschehen nach der Zieldurchfahrt. Nach seinem 10. Gesamtplatz beim EM-Lauf am Rechberg, zudem als bester Österreicher, hatte sich Lampert bei seinem zweiten Start mit dem neu angeschafften Rennsportwagen einiges vorgenommen. Nach einer ersten Bestandsaufnahme im Fahrerlager wurde ein Schaden von 15-20.000 € geschätzt. Karosserie, Verkabelung und der Unterboden hatte einiges abbekommen. Die in Reitnau und St. Anton geplanten Rennteilnahmen fallen erst einmal flach für den akribischen Österreicher. Aber auch der Dauergast in Wolsfeld, der Schweizer Bruno Ianniello, muss sich langsam aber sicher aus seinem „Wohnzimmer“ verdrängen lassen. Der legendäre Lancia Delta S4 von „Raketen Bruno“ lief am Renntag nicht rund und man musste schon die zweite Seite des Rennergebnis aufschlagen um den Namen Ianniello zu finden. Neben Uwe Lang und Frank Debruyne konnten Thomas Conrad und Ralf Kroll in den Trainingsläufen ihre Einstufung in den Favoritenkreis bestätigen. Georg Lang hielt sich im Formel Tatuus Renault vornehm auf Rang 9 zurück und wiegte die Konkurrenz derweil in Sicherheit. Nachdem die Nacht zum Renntag von Regenschauern verschont blieb, konnten die drei Rennläufe am Pfingstmontag bei optimalen Bedingungen beginnen. Mit 1:02,39 min setzte Uwe Lang im bewerten Osella PA 20 BMW Evo gleich die Bestzeit des ganzen Wochenendes und legte den Grundstein zu seinem dritten Wolsfeld-Gesamtsieg nach 2010 und 2011. Frank Debruyne im Dallara Formel 3, unter Bewerbung des pfälzischen CR Racing Teams, musste im zweiten Durchgang schon einem Rückstand von mehr als einer Sekunde auf Lang Senior nachlaufen und konnte mit persönlicher Bestzeit den Abstand nahezu halten. Doch im letzten Lauf, wo Debruyne nach einem Ausrutscher des mittlerweile 79-jährigen Luxemburger Formel 3-Legende Leon Linden mit rot gestoppt wurde und eine Startwiederholung erhielt, zog Uwe Lang weiter davon und schnappte sich das goldene Bit-Fässchen für den Tagessieg mit 2,8 Sekunden Vorsprung auf Debruyne. Die eigentliche Überraschung des Tages war der junge Georg Lang, Sohn des Siegers. Lang Junior verblüffte seine Gegnerschaft am Montagmorgen mit einem Zeitensprung von weit über zwei Sekunden zu […]

Werkstatt-Report #27: Aufrüstung in der Formel 3

1. Juni 2017

Ende letztes Jahr konnte der Heiligenstädter Formel 3-Pilot Sascha Herz unter beratender Hilfe von Frank Debruyne, ein bis auf die letzte Schraube zerlegtes Formel 3-Fahrzeug erwerben. Dieses ist erneut ein italienisches Dallara-Modell, jedoch vom Baujahr und den Nachrüstsätzen her ein aktuelleres Modell als Saschas bisheriger F302. Das erstandene Fahrzeug ist größten Teils, obwohl aus dem Baujahr 2005, mit Technik und Aerodynamik des 2011er ausgestattet. Motorisiert ist das Ganze von einem Opel-Spiess, einem sogenannten „Challenge-Motor“. So verfügt es weiter über ein aktuelles Drexler Getriebe, das modernste was SACHS an Stoßdämpfern zu bieten hat und aerodynamische Bauteile die nicht der Serie entsprechen. Die standartmäßige Bosch-Elektronik wurde durch eine KMS Steuerung  mit AIM-Formellenkrad  und weiteren Features ersetzt, welchen Part Saschas neuer Sponsor CER (Comfort-Elektronik-Raulf) übernahm. „Das so ein kompletter Neuaufbau auch seine Tücken hat, bekamen wir Mitte April auf dem Leistungsprüfstand zu spüren. Getriebeprobleme waren dort nur der Anfang. Nach dem wir eine Leistungssteigerung von 10% gegenüber der Serie erreicht hatten, kam es zu einer heftigen Fehlzündung beim Starten welche den Anlasser in seine Bestandteile zerlegte. Dieser ist vom Hersteller natürlich nicht sofort lieferbar“, so Herz. „Nun musste ich als gelernter Werkzeugmacher selbst ran. Das heißt, es lieft alles weiter“. Am kommenden Pfingst-Wochenende wird der Reißverschluss-Fabrikant noch ein mal mit dem älteren F302-Modell an den Start gehen. Letzte Teilelieferungen in Sachen Anlasser sind für die kommende Woche angekündigt, sodass ein Start beim Glasbachrennen am zweiten Juni-Wochenende mit dem F 2005/11 fest eingeplant ist. Ein für Mitte Mai geplanter Test im Mai fiel dem Anlasserproblem zum Opfer. Die Abstimmung des Fahrwerkes, verbunden mit späteren Renneinsätzen legt Herz in die erfahrenen Hände von Frank Debruyne, der letzten Winter schon zahlreiche Stunden am Fahrzeug verbracht hat. „Geht unser Plan auf, bringen wir den aktuell modernsten Formel 3 am deutschen Berg an den Start, welcher mit seiner Motorleistung alle baugleichen Formel 3 in den Schatten stellt, das verspricht uns CER“, freut sich der Thüringer weiter. Beim Osnabrücker Bergrennen Anfang August wird dann Herz Motorsport mit beiden Formel 3-Rennen antreten, so wie es auch zuvor am heimischen Iberg mit Gerhard Dietrich geplant ist. Bernd Könemann, einer der „Berg-Legenden“ aus den 1980er Jahren, hat sich bereits das Cockpit des weißen Dallara F302 Opel-Spiess für den FiA-Lauf im Osnabrücker Land angemietet. Die älteren Bergrennfreunde werden den Verkaufsleiter aus Porta Westfalica sicherlich von seinen Einstätzen im Team von Herbert Stenger und den Rostek-Brüdern her kennen. Könemann für damals Formel V, Gruppe […]

Gino Kruhs erstmals hinterm Steuer des Citroen DS3 R3T

26. April 2017

Am kommenden Wochenende wird der Saarländer Gino Kruhs, neben Sportwagenfahrer Dino Gebhard und Ford-Pilot Andreas Kokor, einer von sieben Deutschen Teilnehmern beim ostfranzösischen Bergrennen von Abreschviller sein. Der 31-Jährige vom Homburger Automobilclub bestreitet in diesem Jahr erneut die Deutsche Rallyemeisterschaft und das ADAC Rallye-Masters als Co-Pilot an der Seite von Torben Nebel. Die beiden haben für die neue Saison aufgerüstet und das R1-Modell des Citroen DS3 gegen die 215 PS starke R3T-Version eingetauscht, wobei das „T“ für einen 1600ccm-Turbo-Motor steht. „Es ist ein gemeinsames Projekt von Torben Nebel und mir“, erklärt Kruhs. „Torben wird die Läufe der Deutschen Rallyemeisterschaf (DRM) fahren, mit mir auf dem Beifahrersitz. Seit der Saarland-Pfalz-Rallye im März ist der R3T bei uns in Quierschied stationiert und mein Vater Volker und Matthieu Forthoffer haben die Betreuung übernommen. Mein Gruppe H-Renault Megane steht zwar fertig vorbereitet in der Garage, doch ich werde die Bergrennen Abreschviller, Wolsfeld, Homburg und La Broque mit unserem Citroen fahren. Ich möchte einfach mal die Herausforderung annehmen was Neues zu fahren, auch wenn mir klar ist dass ich auf Grund des Gewichtes von 1.050 kg nur eine kleine Chance am Berg habe. Gekauft habe ich mir extra AVON Slicks bei der Crew Knüttel, aber der Spaß und das heil ins Ziel bringen des DS3 R3T steht im Vordergrund, da die DRM für uns absolute Priorität genießt“. Die Technik des R3T wird zur Herausforderung für den Deutsch-Franzosen, denn solche Autos wurden für die Junioren-Rallye WM gebaut. Angefangen von der Startautomatik, der großen Sperre, den Schaltwippen am Lenkrad und mit den verschiedenen Modi zum Ansprechverhalten des Motors, zeichnen diese Komponenten einen echten „Racer“ aus. Das Fahrzeug stammt vom Luxemburger Johny Blom und wurde zuletzt von ex-WM-Fahrer Bruno Thiry bei der Rallye Luxemburg gefahren.

DM-Punkte schon im Training – Startreihenfolge im Spannungsbogen

8. März 2017

Ab der bald beginnenden neuen Motorsport-Saison wird bei den Läufen zur Deutschen Automobil Bergmeisterschaft eine interessante und pfiffige Neuerung greifen. Am letzten Februar-Samstag fand die alljährliche Veranstaltertagung in den Räumlichkeiten des DMSB in Frankfurt statt. Neben den bekannten Themen rund ums Reglement, den Terminen und der Meisterschaft, wurde auch die Neueinführung einer Zusatzbepunktung für den letzten gewerteten Trainingslauf vorgestellt. Dies bedeutet, dass der Bestqualifizierte  jeder Hubraumklasse zwei Zusatzpunkte in der DBM-Wertung bekommt, und macht den letzten Trainingslauf am Samstag somit quasi zu einer „Practice Power Stage“, um es im Rallye-Jargon auszudrücken. Die Rangliste des letzten Trainingsdurchgangs soll dann auch für einen perfekten Spannungsbogen in den Rennläufen am Sonntag sorgen. Entsprechend der Trainingszeiten bildet sich die chronologische Startreihenfolge. Somit startet der Bestqualifizierte als letzter in seiner Klasse. Diese Spannungsaufwertung für die Zuschauer wird erstmals beim Wolsfelder ADAC Bergrennen an Pfingsten umgesetzt. Den danach folgenden Veranstaltern steht es zunächst frei diese Umstellung in der Startreihenfolge anzuwenden. In diesem Zusammenhang weißt der Fachausschuss Berg noch einmal deutlich darauf hin, dass jedes Teilnehmerfahrzeug, auch schon im Training, dem Reglement entsprechen muss. Die Nachkontrollen vom letztjährigen Ibergrennen förderten da einiges zu Tage. Dies gilt ausdrücklich auch für das Fahrzeug-Gewicht. „Dies ist eigentlich nicht neu, hat sich aber aus dem Verständnis der Teilnehmer teilweise verdrängt“, so der Fachausschussvorsitzende Marcus Malsch. „Das beim freiwilligen Wiegen am Trainingstag bislang keine Ahndung erfolgte, wird es wohl so nicht mehr geben. Bereits zur technischen Abnahme muss der reglementskonforme Zustand des Fahrzeuges gewährleistet sein“, so Malsch weiter.

Porträt Pascal Achen – Rennfahrer und Filmberichterstatter

2. Februar 2017

Was mit filmischen und fotografischen Ausflügen als junger Mann zu diversen Autorennen begann, sollte sich sehr schnell in einer langen Karriere hinterm Lenkrad fortsetzen und seit 2010 vergnügt sich Pascal Achen wieder exklusiv mit der Kamera bei Motorsportveranstaltungen. Luxemburger Motorsport ohne Pascal Achen ist für mich kaum denkbar. Beides ist eng miteinander verknüpft, denn seit meinen Anfängen als Foto-Journalist Ende der 1980er Jahre war dieser Mann mit der Kamera oder als spektakulärer Rennfahrer immer präsent. 1978 besuchte er als Zuschauer sein erstes Autorennen, ausstaffiert mit einem Fotoapparat der einfachsten Art, aber zutiefst fasziniert von diesem Sport. 1986 sollte er seine erste Filmkamera geschenkt bekommen, und sogleich zog er damit hinaus zur Deutschland Rallye. Heute kennt man ihn nur noch so, denn kaum eine Rallye, ein Slalom, ein Bergrennen oder was weiß der Geier noch mal, wird ohne seine Präsenz abgewickelt. Rund 50 Motorsportveranstaltungen pro Jahr sucht er auf und stellt daraus seine Sendungen auf dok.tv und als RacingMag her. Seine aktive Rennfahrerkarriere begann 1993. Alf Gaspar verkaufte ihm sein erstes Auto, Pascal Achen legte zwei Drittel des Kaufpreises bar auf den Tisch und den Rest verdiente er sich mit kleineren Jobs, um nach und nach seine Schulden abzuzahlen. Aber erst als der letzte Cent überwiesen war, bestritt er sein allererstes Autorennen, und zwar das Bergrennen Nommern 1993. Gott sei Dank führte er genau Buch und hielt alles in seinem Archiv fest, so dass wir sagen können, von 1993 bis Ende 2009 ging Pascal Achen 193 Mal bei Autorennen an den Start und hat hierbei 19 verschiedene Rennwagen eingesetzt. Da er ein Faible für Rallyes besitzt, verschliss er hierbei 19 verschiedene Beifahrer, die aber alle diese Rennabenteuer mit dem absoluten Quertreiber nicht bereut haben. Stammbeifahrer waren Alf Gaspar und Annick Steichen, die mit ihm bis heute zusammen lebt und beide erfreuen sich an ihrer gemeinsamen Tochter. Mit ein Bisschen Glück wird sie auch einmal Autoverrückt und ahmt ihren Eltern nach. Denn Annick Steichen begleitet ihren Pascal so oft sie kann zu Motorsportveranstaltungen und filmt mit genauso viel Hingabe wie ihre Schwiegermutter, die auch zum festen Team von Pascal Achen gehört. Eine echte Familienaffäre demnach, die sympathischer nicht sein könnte. Werfen wir einen kurzen Blick auf Pascal Achens Palmarès und picken uns aus dem Sammelsurium der Resultate die Highlights heraus: 1994 krönte er seine erste komplette Premierensaison mit dem Meistertitel bei den Débutant und beispielsweise einem beachtlichen 4. Gesamtrang beim Schwebsbinger Slalom. […]

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