Werkstatt-Report #19: Premiere des Neuen am heimischen Iberg

5. April 2016

In einer neuen Symbiose wurden über den Winter die Gegner von der Bergrennstrecke zu Technikpartner und Freunden in der Werkstatt. Seit Ende 2015 besitzt der Heiligenstädter Sascha Herz einen zweiten Dallara Formel 3, jetzt ein Modell F302 mit Opel-Triebwerk. Mit dem zweifachen Deutschen Bergmeister und Formel 3-Experten Frank Debruyne, hat Herz zwischenzeitlich Hilfe beim Auf- und Umbau seines neuen Renngeräts bekommen. Beide wollen voneinander profitieren und so Zeit und Geld sparen. Wie der nebenbei passionierte Feuerwehrmann erläutert, ist sein neues Rennfahrzeug ganz ähnlich dem Renner von Frank Debruyne, der ein F303-Modell fährt. „Mein Fahrzeug ist ein Modell aus 2002 mit Ausbaustufe des Jahres 2004. Allerdings stammen die Aerodynamik vom 2005er Auto und das Getriebe sowie die Doppel-Dämpfer-Vorderachse vom 2008er Typ. Größter Unterschied zu einem normalen Formel 3, ist die in Zusammenarbeit mit der Firma Comfort Electronic Raulf entstandene Motorelektronik, welche über Features wie Traktionskontrolle, Launchcontrol und Powershift verfügt. Einige dieser Details werden sich ab diesem Jahr auch bei Frank Debruynes Formel 3 wiederfinden. Ich hoffe dass wir dieses Jahr noch viel zusammenarbeiten werden. Geplant ist die Fertigstellung des Fahrzeugs in den nächsten zwei Wochen. Nach erfolgreichem Abstimmen auf dem Prüfstand und einigen Testfahrten auf der Rundstrecke ist der erste geplante Einsatz bei meinem Heim-Grand-Prix Ende Juni am Iberg. Mein verwaister Formel 3, vom Typ Dallara F393 wird sobald der neue Opel-Spiess-Motor fertig ist an meinen Heiligenstädter Motorsportkameraden Gerhard Dietrich vermietet“. In einer Ecke der Herz´schen Werkstatt finden sich zudem weitere Projekte. „Ansonsten ist bei mir über den Winter ein VW Golf 2 Rallye mit Kompressor und ein Alfa Romeo 155 Integrale STW, mit Motor und Allrad-Technik von Lancia, entstanden. Das in 2015 mit meinen Rennmechaniker begonnen VW Golf Diesel Projekt hat die Tage zum ersten mal wieder Tageslicht gesehen und wird, wenn auch mit Verzögerung weiter geführt. Den Rallye-Golf G60  würde ich gerne verkaufen“.

Werkstatt-Report #18: Übeltäter ausgemacht

3. April 2016

Nach den massiven Performanceproblemen gerade bei feuchten und nassen Bedingungen, die Frank Debruyne wohl den Deutschen Bergmeistertitel 2015 kosteten, machte sich der Badener Formel 3-Pilot über den Winter an die Fehlersuche. Die Arbeiten am Dallara F303 Opel konnten erst vor kurzem anlaufen, da der Neurieder zuletzt beruflich viel zu tun hatte. Zwischendurch unterstütze er mit seinem Fachwissen und Manpower vor Ort, auch das neue Formel 3-Projekt des Heiligenstädters Sascha Herz (Werkstatt-Report dazu folgt!), sodass es nun für den Lokführerausbilder höchste Eisenbahn wird, seinen eigenen Formel 3 wieder zusammenzusetzen um spätestens beim Division 2-Saisonstart am 7. und 8. Mai in Eschdorf (L) dabei sein zu können. Als Übeltäter wurden zwischenzeitlich die Stoßdämpfer ausgemacht. Frank Debruyne wird erneut unter der Flagge des Pirmasenser CR-Racingteams die Bergsaison 2016 in Angriff nehmen und beim Homburger Bergrennen Mitte Juli seinen Teamchef und Fahrerkollegen von der Rundstrecke, Andreas Germann mit seinem Dallara F309/11 VW Formel 3, an seiner Seite haben. Debruyns Betätigungsfeld in diesem Jahr ist laut Planung, die Deutsche Automobil-Bergmeisterschaft und der neue DMSB Berg-Cup. „Wobei ich in der Meisterschaft gegen die Besten der reichlich gefüllten Tourenwagenklassen mit ihren 0,2 Zusatzpunkten pro besiegten Gegner am Ende wohl keine Chancen habe“, befürchtet Frank Debruyne.

Werkstatt-Report #17: Uwe Kaufel gibt Comeback in neu aufgebauten PRC

30. März 2016

Das Team um den Wahl-Salzburger Uwe Kaufel ist derzeit noch mit Vorbereitungen an mehreren Einsatzfahrzeugen für die Saison 2016 beschäftigt. Sein Gruppe E2-SC Sportwagen der Marke PRC mit 2-Liter VW-Motor ist derzeit noch zum Umbau auf moderne Rennsporttechnik in alle Einzelteile zerlegt. Die Motorentechnik wird in Zusammenarbeit mit der Firma Wienstroth und Splieth in Göttingen überarbeitet. Die gravierendsten Neuerungen aber wurden auf der Elektronikseite von Dr. Martinez Schramm entwickelt und eingebaut. So verfügt der PRC in der kommenden Saison 2016 über eine neue Board-Elektronik. Neben der Möglichkeit zur Parametrisierung aller Einstellungen der Motorsteuerung über Bluetooth wurde auch eine moderne Datenerfassung integriert. Diese zeichnet alle relevanten Motor- und Fahrzeugdaten, sowie die G-Kräfte während des Rennens auf. Ein Beschleunigungs-Messsystem gekoppelt mit GPS erlaubt eine Bewertung der Fahrt nicht nur nach, sondern auch während des Rennens. Parallel zu der Speicherung der Aufzeichnung auf SD-Karte, werden die Daten auch online via UMTS ins Fahrerlager übertragen. Die zweijährige Pause nutzte Uwe Kaufel um auch weiter sein eigenes „Leistungsgewicht“ zu reduzieren. Erneut wurden da über 10 kg eliminiert und der Unternehmer aus dem Harz wird dieser Weg weiter verfolgen. Da dem Team keine langen Prüfstandlaufzeiten zur Verfügung stehen, plant Uwe Kaufel den neu aufgebauten VW-Motor mit neuem Elektronikumfeld erst einmal bei GLP-Bergläufen zu testen und abzustimmen. Weiterhin wird der Ralt RT 31 Formel 3 des Kaufel Rennstalls für Dr. Martinez Schramm, den Lebensgefährten der Kaufel-Tochter, zum Einsatz bei der Rundstreckenveranstaltung, wie zum Beispiel beim „Wheels-Meet-Wings“ vom 8.-10. Juli auf Airport Kassel vorbereitet. Auch der neu hinzu gekommene Rennmechaniker Enrico Hilbert wird mit einem Speedway-Käfer mit BMW Alpina Motor, den Teamchef Uwe Kaufel selbst jahrelang mit Erfolg gefahren hat, bei verschiedenen Veranstaltungen am Start stehen.

Werkstatt-Report #16: Getriebemehrgewicht ausgleichen

20. März 2016

Mit Unterbrechungen wird seit letzten Oktober am VW Golf GTi 16V von Gero Schwanecke gearbeitet. Der Tourenwagen aus der 2-Liter Klasse des KW Berg-Cup soll in erster Linie leichter werden, nachdem der Automobilverkäufer im BMW und Mini-Autohaus B & K in Lüneburg, im letzten Jahr seinen Typ 17 mit einem VWM Dogring  6-Gang Getriebe bestückt hatte, dass doch einiges Gewicht mehr auf die Waage brachte, wie die alte Getriebe. Um hier gegenzusteuern hat sich der Norddeutsche für einen Austausch der gesamten Anbauteile entschieden. Alles an Anbauteilen, bis auf die Heckklappe, wird durch Carbon b.z.w. GFK-Formen ersetzt. Teilelieferant der Verbreiterungen und Schweller war hier „Golf-Urgestein“ Egidio Pisano. Die Türen und die Fronthaube steuerte die Firma Daniel Seidel bei. Die Felgen wurden wegen der Verbreiterung des Fahrzeuges um 8 cm, ebenfalls umgeschüsselt.  Ein  neues Lenkrad und ein Kat liegen bereit. Für die Saison 2017/2018 wurde bereits ein neuer Rumpfmotor angeschafft, der  nach und nach aufgebaut wird. Die Arbeiten am Berg-Cup Renner laufen derzeit noch. Neben Geros Schrauber Martin, wirken auch die „Hamburger Jungs“ um Markus Sass, besser bekannt als Zottel, bei den Umbauarbeiten mir. Der erste Einsatz in 2016 wird je nach Fertigstellung  am I-Bergrennen in Heiligenstadt oder beim Osnabrücker Bergrennen erfolgen. Beim  Saisonstart in Schotten wird Gero als Zuschauer unterwegs sein.

Werkstatt-Report #15: CRS powered by Wiebe Motorsport 

4. März 2016

Nach ersten Gesprächen beim Bergrennen in Unterfranken 2015 war schnell klar, dass das Team Conrad Racing Sport um den amtierenden Deutschen Vize-Bergmeister Thomas Conrad, eine Zusammenarbeit mit Wiebe Motorsport anstrebt. Der Aufbau des 2-Liter-Triebwerks für die Saison 2016 erfolgt komplett durch die Renault-Spezialisten aus dem KW Berg-Cup. Der Motor wird derzeit mit neuen Kolben, Pankl Pleul und Pankl Kurbelwelle sowie neuen Ventilen komplett neu aufgebaut. Ziel sind ca. 275 PS. Weiterhin wurde am CRS-MTK S5/7 Sportwagen im Bereich Ansaugtrakt und Auspuff auf die Erfahrung von Wiebe Motorsport zurückgegriffen und eine neue Auspuffanlage bei der Firma Schäfer in Auftrag gegeben. Den Bau des Ansaugtrakts steuerten die Conrads in Eigenregie bei. Auch werden in Dettenhausen bei Tübingen einige Teile im Bereich des Unterbodens neu angefertigt, was am Ende eine Gewichtsreduktion im zweistelligen Bereich ergeben soll.

Werkstatt-Report #14: Feintuning und steigende Ambitionen

21. Februar 2016

In der auch 2016 ungebrochen teilnehmerstärksten 2-Liter Klasse des KW Berg-Cup, möchten Mario Ruwe und sein Teampartner Frank Brügge in diesem Jahr einen weiteren Schritt Richtung Klassenspitze gehen, um damit auch am Jahresende hoch im Gesamtklassement gelistet zu werden. In Ibbenbüren bei Osnabrück geht es dem weißen VW Brügge Golf 16V zurzeit an den Kragen. Rund 40 kg haben die beiden Freunde und ihre Mannschaft schon im E1-Tourenwagen gefunden und eliminiert. Im Gegenzug wurde die Leistung des VW-Triebwerks nach oben gedreht, größere Bremsen verbaut, neue Felgen beschafft und ein sequentielles Getriebe eingebaut. Parallel bauen „Nummer 1-Fahrer“ Mario, Team-Chefin Martina Ruwe und die aus dem Fahrerlager bekannten Team-Helfer am Ausbau des neu angeschafften 7,5 Tonner-LKW, der in Zukunft die mobile Heimat des Teams sein wird. Geplant sind Teilnahmen an nahezu allen Läufen des KW Berg-Cup. Fahrzeugbesitzer Mario Ruwe wird sich voraussichtlich in Schotten, Eschdorf, Glasbach, St. Agtaha und Mickhausen hinters Lenkrad klemmen. Frank Brügge, der 8V-Berg-Cup Gewinner von 2004, wird demnach in Wolsfeld, Iberg, Homburg, Osnabrück, Hauenstein und Unterfranken den 2er Golf pilotieren.

Werkstatt-Report #13: Vorbereitungen zur Favoritenjagt

17. Februar 2016

In der Diesel-Klasse des KW Berg-Cup bahnt sich eine spannende Saison 2016 an. Denn auch bei Autotechnik Triebstein in Habichtswald-Dörnberg bei Kassel, wird derzeit am Cup-Alfa Romeo 147 JTD von Christian Triebstein mit Hochdruck gearbeitet. Christian Triebstein und sein Großvater Günter bilden das Familienteam. Allzu viel will Günter Triebstein nicht verraten. „Aber auch wir haben einiges an unserem Italiener abgespeckt. Das Dumme ist nur, dass es für den Alfa kaum GFK-Teile auf dem freien Markt zu kaufen gibt. Also müssen wir den größten Teil selbst herstellen. Am Motor ist einiges verbessert worden, auch der Turbo und Ladeluftkühler ist neu. In knapp zwei Wochen haben wir einen Termin auf dem Leistungsprüfstand von MTO, um den Motor nochmal neu abzustimmen. Das neue Fahrwerk von KW soll auch in der nächsten Woche ankommen und dann gleich verbaut werden. Wir haben also noch einiges mit dem Alfa zu tun, aber bis zum Saisonauftakt beim Bergpreis Schottenring sollten wir das schaffen. Zur Favoritenrolle von Jürgen Fechter (VW Golf V TDI) in der Diesel-Klasse sagt Großvater Triebstein. „Und wie heißt es so schön, Favoriten werden immer von hinten gejagt und das wird Christian schon machen!“.

Werkstatt-Report #11: Kleines Comeback auf 17 Zoll

10. Februar 2016

Die Vorbereitungen für die kommende Saison 2016 laufen bei Patrick Orth und seinem Family-Team bereits auf Hochtouren. Dabei plant man in diesem Jahr wieder eine volle Saison im KW Berg Cup zu absolvieren. Der orange Opel Adam aus dem ADAC Opel Rallye Cup steht derzeit zum Verkauf. Patricks bewährter BMW E30 320is wird derzeit in der familieneigenen Werkstatt in Wittlich für dieses Unterfangen vorbereitet, wobei man auch einen lange geplanten Umbau vollziehen wird. Dabei wechselt man auf 17 Zoll Felgen, wovon sich die Orths verbesserte Fahreigenschaften erhoffen.

Werkstatt-Report #10: Gewichtsreduzierung am Diesel-Golf

8. Februar 2016

Der VW Golf VR TDi von Karlheinz Meurer, aus der Diesel-Klasse des KW Berg-Cup weilt derzeit zur Abspeckkur bei Tim Röttele von Röttele Racing in Schwarzwaldörtchen Seelbach bei Lahr. Der Blechnerei- und Sanitärmeister aus dem Südbadischen Müllheim vertraut dabei auf das Knowhow von Röttele  Racing. In Sachen Gewichtsreduzierung gilt das Augenmerk Scheiben, Türen, Prallträgern und der Tankwanne.

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