Werkstatt-Report #28: Team Schulte´s Weiterentwicklungen

30. November 2017

Das Zweiwagenteam von Manfred und Benedikt Schulte wird auch in der kommenden Saison 2018 nicht zusammen an den Start gehen. Nach dem spektakulären Unfall von Sohn Benedikt beim Wolsfelder Bergrennen im Juni diesen Jahres und dem anschließend doch überraschend schnellen Neuaufbaus des „kleinen“ Citroen AX, wird „Benne“ in der kommenden Saison pausieren. Zeit und Geld werden stattdessen in eine massive Aufrüstung des Citroen AX Sport 8V für die 1,6-Liter Klasse der Gruppe E1 gesteckt. Das Auto befindet sich bereits in Rottalmünster bei den Moser Brüdern um das Fahrwerk auf 15 Zoll umzubauen. Dazu wird ein 16 Ventiler Nemeth-Motor verbaut und ein sequentielles DREXLER 6-Gang Getriebe die Sache abrunden. Vater und Team-Chef Manfred Schulte plant erneut ein sehr abwechslungsreiches und internationales Rennprogramm, mit all seinen Lieblingsveranstaltungen. Aktuell ist der Citroen AX Kit Car mit dem Nemeth 16V-Motor komplett zerlegt. Die Arbeiten zur Umrüstung des Fahrwerks auf 17 Zoll laufen an. Parallel wird es eine Gewichtsoptimierung geben und eine Feinoptimierung des Triebwerks bei Haustuner Ewald Nemeth. Mit den Bergrennen Eschdorf, Osnabrück, Oberhallau und St. Agatha plant Manfred Schulte lediglich vier Läufe des KW Berg-Cup für die Saison 2018 ein. Dazu kommen die französischen Meisterschaftsläufe von Abreschviller und Turckheim, die Berg EM-Rennen von Ecce Homo und St. Ursanne, der Klassiker von Trento-Bondone in Italien und das FiA Hillclimb Masters, das im kommenden Jahr sogar in Deutschland stattfinden könnte.

Werkstatt-Report #27: Aufrüstung in der Formel 3

1. Juni 2017

Ende letztes Jahr konnte der Heiligenstädter Formel 3-Pilot Sascha Herz unter beratender Hilfe von Frank Debruyne, ein bis auf die letzte Schraube zerlegtes Formel 3-Fahrzeug erwerben. Dieses ist erneut ein italienisches Dallara-Modell, jedoch vom Baujahr und den Nachrüstsätzen her ein aktuelleres Modell als Saschas bisheriger F302. Das erstandene Fahrzeug ist größten Teils, obwohl aus dem Baujahr 2005, mit Technik und Aerodynamik des 2011er ausgestattet. Motorisiert ist das Ganze von einem Opel-Spiess, einem sogenannten „Challenge-Motor“. So verfügt es weiter über ein aktuelles Drexler Getriebe, das modernste was SACHS an Stoßdämpfern zu bieten hat und aerodynamische Bauteile die nicht der Serie entsprechen. Die standartmäßige Bosch-Elektronik wurde durch eine KMS Steuerung  mit AIM-Formellenkrad  und weiteren Features ersetzt, welchen Part Saschas neuer Sponsor CER (Comfort-Elektronik-Raulf) übernahm. „Das so ein kompletter Neuaufbau auch seine Tücken hat, bekamen wir Mitte April auf dem Leistungsprüfstand zu spüren. Getriebeprobleme waren dort nur der Anfang. Nach dem wir eine Leistungssteigerung von 10% gegenüber der Serie erreicht hatten, kam es zu einer heftigen Fehlzündung beim Starten welche den Anlasser in seine Bestandteile zerlegte. Dieser ist vom Hersteller natürlich nicht sofort lieferbar“, so Herz. „Nun musste ich als gelernter Werkzeugmacher selbst ran. Das heißt, es lieft alles weiter“. Am kommenden Pfingst-Wochenende wird der Reißverschluss-Fabrikant noch ein mal mit dem älteren F302-Modell an den Start gehen. Letzte Teilelieferungen in Sachen Anlasser sind für die kommende Woche angekündigt, sodass ein Start beim Glasbachrennen am zweiten Juni-Wochenende mit dem F 2005/11 fest eingeplant ist. Ein für Mitte Mai geplanter Test im Mai fiel dem Anlasserproblem zum Opfer. Die Abstimmung des Fahrwerkes, verbunden mit späteren Renneinsätzen legt Herz in die erfahrenen Hände von Frank Debruyne, der letzten Winter schon zahlreiche Stunden am Fahrzeug verbracht hat. „Geht unser Plan auf, bringen wir den aktuell modernsten Formel 3 am deutschen Berg an den Start, welcher mit seiner Motorleistung alle baugleichen Formel 3 in den Schatten stellt, das verspricht uns CER“, freut sich der Thüringer weiter. Beim Osnabrücker Bergrennen Anfang August wird dann Herz Motorsport mit beiden Formel 3-Rennen antreten, so wie es auch zuvor am heimischen Iberg mit Gerhard Dietrich geplant ist. Bernd Könemann, einer der „Berg-Legenden“ aus den 1980er Jahren, hat sich bereits das Cockpit des weißen Dallara F302 Opel-Spiess für den FiA-Lauf im Osnabrücker Land angemietet. Die älteren Bergrennfreunde werden den Verkaufsleiter aus Porta Westfalica sicherlich von seinen Einstätzen im Team von Herbert Stenger und den Rostek-Brüdern her kennen. Könemann für damals Formel V, Gruppe […]

Werkstatt-Report #26: Formel 3000-light mit Schweden-Power

14. April 2017

Franz Seitz und sein Sohn Florian Hartmann gehen gern ungewöhnliche Weg und verfolgen nicht alltägliche Ideen. Die Auslobung der neuen „Race and Fun Challenge“, wo bekanntlich der jeweilige Zweitplatzierte der Rennwagenklasse bis 2-Liter Hubraum, Pokal und Preisgeld abstaubt, ist nur ein Beispiel. Bezahlbarer Motorsport, bei maximalem Spaßfaktor war schon immer die Maxime des Familien-Teams aus dem Schwabenländle. So reifte nach und nach die Idee in einem Formel 3000-Chassis einen unkomplizierten und kostengünstigen, aber dennoch PS-starkes Triebwerk zu verbauen. Lange suchten die Beiden nach dem idealen Motor für ihr Vorhaben. Schlussendlich wurde man in Schweden fündig. Ein, im Rallyecross-Sport häufig verwendeter Volvo-Motor, der dank seines massiven Blocks mühelos auf drei Liter Hubraum aufgebohrt wird, fiel dem Team Seitz bei Internetrecherchen auf. Der Reihen-4-Zylinder mit Vierventilkopf wurde in Skandinavien geordert und quasi als Weihnachtsüberraschung kurz vor den Festtagen 2016 geliefert. Aus Kostengründen verzichtete man bewusst auf ein V8-Aggregat und hat dennoch 390 PS bei 360 Newtonmeter zur Verfügung. „Das Drehzahlband wollen wir vorerst nur bis 8.000 Umdrehungen nutzen, es geht aber mehr“, erläutert Franz Seitz. Während der Wartezeit auf den Motor widmete man sich in Rutesheim-Perouse dem Reynard-Chassis vom Typ 88D. Der Formel 3000 stammte ursprünglich vom Paul Stewart Team aus England und wurde anschließend, zwischen 1992 und 1999 vom Grazer Norbert Binder in der Berg ÖM gefahren, jedoch auch nicht mit dem etatmäßigen V8-Motor, sonder mit einem BMW. 1998 fanden Fahrer und Fahrzeug sogar den langen Weg zum Osnabrücker Bergrennen, das damals zum Österreichischen Mobil-Berg-Cup zählte. Das allererste Rollout vor einer Woche beim Testtag auf dem Flugfeld in Lahr verlief zufriedenstellend. „Die Stromversorgung via Batterie war zu knapp bemessen, wir werden eine Lichtmaschine einbauen, dann wird die Zündung rund laufen. Unser Reynard 88D Volvo 16V ist sehr gutmütig fahrbar, das können wir auf jeden Fall schon sagen“. Aus beruflichen Gründen musste die anvisierte Premiere beim Hillrace in Eschdorf verworfen werden. Somit arbeitet man nun auf die Jungfernfahrt am 24./25. Juni am Iberg in Heiligenstadt hin. Weiter möchte das Vater-Sohn-Gespann noch nicht denken. Klappt der erste Renneinsatz, sind weitere Läufe im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft geplant.

Werkstatt-Report # 25: Der Dicke ist wieder unter den Lebenden

11. April 2017

Mit dem haarigen Crash auf regennasser Piste beim Berg-Saisonfinale 2016 von Mickhausen, hatte sich Holger Hovemann und sein Team ihre zeitraubende Winterbeschäftigung gesichert. Der siebenfache Berg-Cup Gesamtsieger war nach der Antoniusbuche mit hoher Geschwindigkeit von Piste abgekommen und krachte am Waldeingang in die aufgestellten Reifenstapel und Bäume. Die Wucht des Aufpralls hinterließ mehr als deutliche Spuren. Nach dem ersten Schock und einer Schadensaufnahme entschloss man sich den gelben Opel Kadett C V8 GT-R wieder aufzubauen und bereits fünf Tage nach dem tragischen Zwischenfall traf das waidwunde „Berg-Monster“  bei Norbert Vornholt und seinem Team, in den geheiligten Hallen der Firma Veritruck in Henstedt-Uulzburg bei Hamburg ein. Seit Mitte Oktober letzten Jahres wurden hier rund 250 Arbeitsstunden, wohlgemerkt nach Feierabend von Norbert Vornholt, Markus Saß, Markus Stirnberg, Marco Kläre, Kay Hofrichter, Sven Werner, Marco von Appen und Werner Kahle geleistet. An vier Wochenenden machte sich auch Holger Holvemann auf die 650 km lange Reise vom Odenwald in den Norden Deutschlands um beim Wiederaufbau des „Dicken“ mit Hand anzulegen. Als erstes wurde eine gebrauchte Chevrolet Corvette, als Teilespender für die „Wiederauferstehung“ des populären Konzepts einer C-Kadett Silhouette mit einem 5,7-Liter Lotus Triebwerk, gekauft. Glücklicherweise bekamen Motor,  Getriebe und die Hinterachse beim Unfall recht wenig ab, sodass sich die ersten Arbeiten im vergangenen Herbst um den Wiederherstellung der Karosse drehten. Rahmenteile des Vorderbaus mussten gefertigt und angepasst werden. Danach fanden nach und nach die gesamte Technik und der potente Lotus-Motor wieder seinen angestammten Platz im Bug des E2-SH Boliden. Die dezimierten Karbonteile entstanden zwischenzeitlich neu und ein paar Neuerungen am Fahrwerk und der Aerodynamik werden unter „Weiterentwicklung“ verbucht. Seit Ende März 2017 seht der „Dicke“ wieder auf eigenen Beinen, sprich auf seinen vier Rädern. In der ersten April-Woche wurden alle Anbauteile angepasst und für die Lackierung vorbereitet. Aktuell befindet sich das „Yellow-Berg-Monster“  beim Lackierer. Ob es gelingt den Opel Kadett C V8 GT-R bis zum Saisonstart beim Bergpreis Schotten am letzten April-Wochenende fertig zu stellen, ist jedoch fraglich. Eine Menge an vermeintlichen Kleinigkeiten ist noch zu erledigen. Auch für das Luxemburger Hill Race in Eschdorf, nur eine Woche später, wird es eng. Zudem ist der Renner nach all den Arbeiten noch keinen Meter gelaufen. „Bevor es zum ersten Bergrennen geht, werde ich auf alle Fälle noch einen Testtag auf der BOSCH-Teststrecke Boxberg absolvieren. Ohne ein gescheites Roll-Out macht es keinen Sinn wieder ins Renngeschehen einzugreifen. Da brauche ich zuerst Vertrauen in mich und ins […]

Werkstatt-Report #24: Berg-Cup Rookie mit Startschwierigkeiten

26. März 2017

Mit dem Honda Civic CRX von Neueinsteiger Jürgen Frommknecht wird in der 30jährigen Geschichte des „Gruppe H-Berg Cups“ der erst dritte Tourenwagen der Marke Honda in Deutschlands Breitensport-Bergrennserie Nummer eins mitmischen. Jürgen Frommknecht aus dem Landkreis Lindau-Bodensee, visiert nach vielen Jahren Pause seine erste Saison im Herrschaftsbereich des DMSB an, doch es gibt Anfangsschwierigkeiten administrativer Art – dazu später. Keine oder nur wenig Probleme gibt es dagegen mit den Vorbereitungen und Anpassungen des „Japan-Racers“ auf das im KW Berg-Cup und der Berg DM gültige Reglement. Mit Hilfe von Minichberger Motorsport wurde ein Umbau auf eine Renneinspritzung mit Einzeldrosselklappen realisiert, sodass der 1,6 Liter ZC01-Motor, der mit Mugen-Teilen zusätzlich verbessert wurde, eine Leistung von 192 PS abgibt. Gleich über der nahen Grenze zu Österreich beteiligte sich Frommknecht in der jüngeren Vergangenheit des Öfteren am Vorarlberger Automobil Cup bei Slaloms und Berg-Slaloms. Ursprünglich stammt der Honda aus der NAVC-Szene und wurde vom Dortmunder Honda-Spezialisten Ralf Sonnenberg gebaut. Vor zweieinhalb Jahren konnte Frommknecht den Wagen übernehmen und seine Motorsportkarriere, die ihn von 1988 bis 1994 zu Slaloms und Rennstreckenrennen führte, weiterführen. Dem entsprechend sind und waren jetzt einige Änderungen an Technik und Ausrüstung angesagt. So wurden ein neuer FiA-Tank, inklusive Leitungen und Pumpen und eine FiA-Sitzbefestigung für den neuen Sparco-Sitz mit Kopfschutz montiert. Auch am Fahrwerk wurde gewerkelt. Dazu kam von wenigen Tagen ein neues Display-Cockpit, im Volksmund „Mäusekino“ genannt. Auch die persönliche Ausrüstung, wie das HANS-System, Fahrerschuhe und Overall musste neu angeschafft werden. Das Mitglied des WAC Lindenberg, wo ein gewisser Hansi Eller den Clubmeistertitel inne hat, freute sich mit seinem dreier Helferstaab auf sechs Rennen im KW Berg-Cup und plant zusätzlich vier Starts in Vorarlberg. Doch gerade der Saisonstart beim Bergpreis Schotten kann für Frommknecht nicht wie erhofft stattfinden, denn der 47-jährige Gewerbetreibende in Sachen Kaffee-Vollautomaten besitzt derzeit nur eine C-Lizenz. Auch mit Unterstützung von Berg-Cup Macher Uli Kohl ließ sich der DMSB nicht erweichen die Lizenzstufe anzupassen. Die zahlreich vorhandenen vorderen Platzierungen wurden vom Honda-Piloten in Österreich herausgefahren und zählen somit nicht für eine passende DMSB-Lizenz. Dennoch wird der Allgäuer alles daran setzten um wenigstens beim D-Lizenz Lehrgang im Rahmen der Freitagstests (nur für im KW Berg-Cup eingeschriebene Fahrerinnen und Fahrer) in Schotten dabei zu sein. Danach muss er drei weitere Platzierungen bei DMSB-Slalomveranstaltungen bringen. „Das werde ich hoffentlich bis Anfang Juni geschafft haben, um dann noch die Bergrennen Glasbach, St. Anton, Oberhallau, Unterfranken, St. Agatha und Mickhausen bestreiten zu können“, so […]

Werkstatt-Report # 23: ITC-Motorsound kehrt an den Berg zurück

14. März 2017

Der Schwarzwälder Häuslebauer Alexander Hin wird in der bald beginnenden Bergrennsaison 2017 wieder häufiger in den Starterlisten auftauchen, als noch in den vergangenen Jahren. Der Montagebau-Spezialist und Gönner von „Bergrennen in Deutschland“, hat sein berufliches Umfeld etwas verändert und wird so an den Wochenenden wieder deutlich mehr Freizeit zur Verfügung haben, die er in den Bergrennsport investieren möchte. Unter dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“ plant „Alex“ einiges nachzuholen, auf das er lange hat verzichten müssen. Gleich drei Rennfahrzeuge stehen derzeit in seinem Stall und ein LKW-Renntransporter ist kürzlich auch noch dazu gekommen. Beginnen wird Alexander Hin beim Berg-EM Auftakt am Rechberg mit dem ex-Waldy Reynard Formel 3000. Der rote Rennwagen weilt zurzeit in Schweinfurt bei Motorsport Lang zur Überholung. Uwe und Georg Lang sind dabei verschiedene Servicearbeiten zu erledigen. Das Getriebe wird überholt, eine Lenkradschaltung eingebaut, das Fahrwerk neu justiert und verschiedene Anbauteile aus Carbon repariert. Da der soundstarke Judd-Motor des Reynard mit einem Hubraum von 3,3 Liter für das Deutsche Reglement etwas zu großvolumig ist, kann Hin damit nur Läufe zur Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft fahren. Geplant sind mit diesem Fahrzeug zumindest Rechberg, Ecce Homo und St. Anton. Für den „Deutschen Markt“ steht dem Südschwarzwälder ein Sportwagen der Gruppe E2-SC  hoffentlich bald zur Verfügung. Das PRC S4-Chassis stammt von ex-Bergmeister und Rennwagenbauer Walter Pedrazza aus Hard in Vorarlberg, wo das Fahrzeug auch für die neue Saison und den neuen Besitzer vorbereitet wird. Clou an diesem Deal ist aber die Motorisierung dieses Prototyps. Im Heck der Rennwagenkonstruktion werkelt nämlich eines der legendären 2.5 Liter ITC-V6 Triebwerke von Opel, aus den 1996er Werksbeständen der Rüsslesheimer. Der von Cosworth entwickelte Motor bringt eine Leistung von 470 PS auf die Piste und ist gewichtsmäßig im Vorteil gegenüber den gebräuchlichen 3-Liter Motoren von BMW. Hin  hofft darauf, denn ebenfalls sehr soundstarken Sportprototyp bereits zum Hill Race Eschdorf am ersten Mai-Wochenende erstmals am Berg pilotieren zu können. Eine zweite Motoreneinheit aus dem ITC-Opel Calibra gehört ebenfalls zum erworbenen Gesamtpaket. Und hier kommt Hins dritter Renner ins Spiel. Die Opel Kadett GT-C Silhouette mit der PRC-Sportwagen Bodengruppe wurde zwischenzeitlich auch in die Hände von Pedrazza-Motorsport übergeben. Der bisher verwendete 3-Liter BMW CN-Motor muss weichen, um dem zweiten Opel-ITC Herz Platz zu machen. „So wird es fast ein reinrassiger Opel“, freut sich Alexander Hin. Die Spezialisten von Pedrazza-Racing-Cars (PRC) werden das Chassis anpassen und den V6-Motor einbauen. Wann hier das erste Rollout zu erwarten ist noch nicht absehbar. […]

Werkstatt-Report # 22: Youngster-Rookie aus dem Slalomsport

7. März 2017

Aus dem Umfeld der KW-8V Trophy Paarung Johann Hatezic und Roland Christall wird der Neckarsulmer Felix Bürker zur neuen Saison in den KW Berg-Cup einsteigen. In der Vergangenheit war der KfZ-Mechatroniker mit seinem Opel Corsa im Slalomsport aktiv. In der Saison 2016 schnupperte der erst 21-jährige Schwabe bei den Rennen in Wolsfeld und Unterfranken in den Bergrennsport hinein. Über den Winter wurde mit einem Opel Kadett C City, für die E1-Hubraumklasse über 2000 ccm, ein reines Berg-Auto aufgebaut. Das Auto stammt aus dem Drag-Race-Sport und ist Baujahr 1975. Die komplette Restauration begann im September 2015 und wurde komplett bei Auto-Technik Christall, der Firma von Roland und Oliver Christall durchgeführt. Die Karosserieteile sind größtenteils von Dirk Schweigler und die geschraubte Zelle wurde von Pleie Sport angefertigt. Die meisten Arbeiten und Umbauten wurden von Felix Bürker und seinem Stiefvater Oliver Christall geleistet. Der 8V-Motor ist nun auch so gut wie fertig und stammt von UP Motorsport, sowie das Fahrwerk vom Berg-Cup Sponsor KW. Anvisiert wird die komplette Saison 2017 im KW Berg-Cup.

Werkstatt-Report # 21: Tom Strasser und sein Scirocco wieder fit

2. März 2017

Der Neuaufbau und die Unfallschadenbeseitigung am VW Minichberger Scirocco 16V von Tom Strasser, schreitet sehr gut voran. Nach dem Crash beim letztjährigen Bergrennen in Eichenbühl, war das ehemalige KW Berg-Cup Gesamtsiegerfahrzeug, das im Salzburger Land eine neue Heimat gefunden hat, ganz schön mitgenommen. Die neuen Teile an der Front und auch der Unterboden sind soweit hergestellt und wurden auch bereits erfolgreich angepasst. Danach standen die Lackierarbeiten auf dem Programm, bevor kürzlich der 2-Liter VW-Motor wieder seinen angestammten Platz unter der Motorhaube fand. Für Thomas und seinem Team wird auch in der Saison 2017 das Hauptaugenmerk im KW Berg-Cup liegen, wo man mit dem Boliden an den Start gehen wird.

Der Monster-Zwerg vom Balkan

7. Februar 2017

Dass man in Slowenien und Kroatien dem Bergrennsport frönt, ist durch die beiden EM-Läufe von Ilirska Bistrica und Butzet  ja hinreichend bekannt. Doch das auch weiter südlich in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Montenegro Bergrennen veranstaltet werden, ist weniger bekannt. Umso interessanter ist die kürzlich in der Hauptstadt Podgorica vorgestellte, neu aufgebaute „Rennsemmel“ von Jovan Acimic, einem der bekanntesten Bergpiloten Montenegros. Jovan, der sich die vergangenen Jahre mit seinem Osella PA20 S BMW an der FiA Zonen Meisterschaft (CEZ) beteiligte, wird in der bevorstehenden Saison einen Fiat 600-Protoyp mit Motorradmotor, ebenfalls in der CEZ und der heimischen Meisterschaft pilotieren. Der aufsehenerregende Renner wurde von Jovans Vater Tihomira Acimic, einem ehemaligen jugoslawischen Champion gebaut. Mittelpunkt dieser Konstruktion, ist im wahrsten Sinne des Wortes, der Superbike-Motor aus der BMW S 1000 RR, also ein Reihen-Vierzylinder mit einem serienmäßigen Drehzahlband bis 14.000 U/min. Rund 200 PS, bei einem Fahrzeuggewicht von 550 kg, sollen den kleinen Exoten bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h beschleunigen. Ein Großteil der in der Fiat-Silhouette verbauten Technik stammt aus einem Formel 3-Rennwagen. Somit dürfte der Rennwagen der Gruppe E2-SH zugeschrieben werden. Vater und Sohn Acimic „erwarten gute Ergebnisse“ in der Saison 2017.

Werkstatt-Report #20: Comeback mit edlen Absichten

24. Mai 2016

Dirk Pesch, der Classic-Berg-Cup Gesamtsieger von 2007, plant ein Comeback am Berg. Dass im KW Berg-Cup, wo er zuletzt 2008 im Team mit dem Eichsfelder Thomas Klingelberger unterwegs war. Den VW Polo Kit Car, den die Beiden damals abwechselnd steuerten, konnte nun der Solinger Versicherungsunternehmer aus dem Besitz von Thomas Klingelberger übernehmen. Zum ersten Mal rennmäßig ausrücken möchte Dirk Pesch frühestens zum Osanbrücker ADAC Bergrennen Anfang August. Zuvor werden und wurden einige Modifikationen am flinken Wolfsburger vorgenommen. „An erster Stelle steht die Gewichtsreduzierung, da das Auto immer fast 40 kg zu schwer war. Dafür habe ich die Anbauteile gegen Kohlefaser ausgetauscht und gleichzeitig das Auto etwas verbreitert. Auch im Bereich der Aerodynamik tun wir was, insbesondere am Unterboden und dem Heckspoiler“, verriet Pesch. „Darüber hinaus habe ich in Zusammenarbeit mit Franz Weißdorn und H&R das Fahrwerk umgebaut bzw. ausgetauscht sowie die Achsgeometrie etwas verändert. Ob ich beim Motor auch auf die Motorradzylinderkopftechnik, á la Franz Weissdorn, umsteige, ist noch nicht klar. Vermutlich wird die Motor-Getriebeeinheit für die E1-Klasse bis 1600 ccm Hubraum erst mal so bleiben, obwohl mir im Vergleich zur Konkurrenz sicher eine Menge Leistung fehlt. Möglich wäre auch Umstieg in die 1400er Klasse. Wenn alles klappt, hoffe ich frühestens in Osnabrück fahren zu können. Allerdings habe ich beruflich gerade auch eine Menge zu tun, sodass sich das auch noch verschieben kann. Ich möchte dieses Jahr auf jeden Fall noch an den Start gehen um erste Anhaltspunkte zur weiteren Verbesserung des Polos in der Winterpause 2016/2017 zu haben. 2017 eine volle Saison am KW Berg-Cup teilzunehmen, ist das Ziel. Nach meinen Besuchen in Schotten, Eschdorf und Wolsfeld, kribbelt es aber schon wieder ganz gewaltig!“ Die Sponsorflächen des VW Polo Kit Car werden bei der Rückkehr von Dirk Pesch aus edlen Beweggründen frei gehalten. Durch Peschs Geschäftspartner Martin Cieklinski, wurde der Solinger auf  „Sportler helfen“ aufmerksam. Schirmherr dieser Aktion ist übrigens Joey Kelly. Diese Vereinigung hat sich zum Ziel gesetzt, hilfebedürftige Kinder zu unterstützen. „Statt einen neuen Hauptsponsor auf meinem Auto zu präsentieren, werde ich hauptsächlich für diese Organisation „an den Start“ gehen und dort auch aktiv mitwirken, so Pesch. Infos auch unter: www.sportlerhelfen.de

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