Neue Zeiten beim Homburger Bergrennen

31. Mai 2018

Wenn am Wochenende des 7. und 8. Juli 2018 zum 45. Mal die Rennmotoren beim Homburger ADAC Bergrennen angelassen werden, ist beim Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cup einiges anders als die Jahre zuvor. Erst einmal feiert der ausrichtende Homburger Automobilclub (HAC) in diesem Jahr sein 50jähriges Bestehen und das Rennspektakel findet diesmal eine Woche früher statt als gewohnt. Grund dafür ist das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft, dem man vorsichtshalber aus dem Wege gehen möchte, in der Hoffnung dass die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft den Titel aus 2014 verteidigen wird. Im letzten Winter gab es zudem einige Umbesetzungen im Organisationsteam und in der Vorstandschaft des saarländischen ADAC Ortsclubs. An der Spitze des Bergrennens steht nun Sascha Ressmann, der das Urgestein Hartmut Schöffler beerbt, der aus Altersgründen den Job des Organisationsleiters an den Nagel hängte. Weiter wird es einige Veränderungen bei der Bewirtung im Festzelt geben, das erneut im Fahrerlager oberhalb des Homburger Schießhauses aufgebaut sein wird. Den Festzeltbetrieb wird der Caterer Feinkost Jacob aus Ottweiler-Lautenbach übernehmen, der auch seit Jahren bei den Veranstaltungen des ADAC Saarland für das leibliche Wohl sorgt. Die Verpflegungsstände und Imbissbuden an der Käshofer Straße (Start, Brückchen, Posten 8 und Zielkurve) werden weiterhin vom HAC in Eigenregie betrieben. Alles in allem stehen dem Organisationsteam und den Clubmitgliedern des Homburger AC schweißtreibende Wochen der Vorbereitung ins Haus. Eine Erleichterung ist da sicher das neu Online-Einschreibeportal für die erwarteten Rennteams aus dem gesamten Bundesgebiet, als Luxemburg, Frankreich, Belgien, Österreich und der Schweiz (es gibt wieder Sonderkonditionen für ausländische Gaststarter). Hier kann zudem jedermann tagesaktuell die Liste der Rennfahrer und Fahrzeuge einsehen, die am Bergrennen teilnehmen werden (https://www.tw-sportsoft.de/Homburger_ADAC_Bergrennen_2018/). Unterstützung erfahren die Motorsportenthusiasten seit neustem auch vom Team 75 Motorsport, der Profi-Truppe des amtierenden Weltmeisters und Le Mans-Siegers mit Porsche, Timo Bernhard. Der Bruchmühlbacher fördert derzeit das Bergrennen seines Heimatvereins nach Kräften und könnte nach seinem Gesamtsieg von 2014 am ersten Juli-Wochenende wieder einmal aktiv in Renngeschehen am heimischen Berg eingreifen und mit einem hochkarätigen Porsche aus seinem eigenen Rennstall starten. Das ist aber derzeit noch offen. Der saarpfälzische Automobilclub erwartet in diesem Jahr über 160 Fahrerinnen und Fahrer auf der zur Rennpiste umgebauten Käshofer Straße, die in der Nähe der Karlsberg-Brauerei am Homburger Stadtrand beginnt und auf die Sickingerhöhe bei Käshofen führt. In der Woche vor der traditionsreichen Veranstaltung sind hier die Helfer aus den Reihen des Clubs mit Aufbau und Streckensicherungsarbeiten beschäftigt. Reifenstapel werden herangekarrt, Schutzzäune gezogen, Kabel verlegt […]

Mitte Juni brüllen die Motoren am Heiligenstädter Iberg

11. Mai 2018

„Der Berg ruft“, ein Film aus den Dreißigern des vergangenen Jahrhunderts zur Erstbesteigung des Matterhorns. Auch südlich der Stadt Heilbad Heiligenstadt ruft ein bewaldeter Höhenrücken aus knapp 470 Meter allen Motorsportbegeisterten zu. Dass auch in diesem Jahr ein Bergrennen am Heiligenstädter Iberg stattfindet, ist -obwohl schon eine Tradition der letzten Jahre- keine Selbstläufer. Die kräftezehrenden Wochen vorm Wettstreit um Meter und Sekunden hinterließen in den vergangen Jahren ihre Spuren. Hermann Ludolph ist nicht nur Vorsitzender des Motorsportsclubs Heilbad Heiligenstadt e. V., er war zugleich bis vergangenes Jahr Organisationsleiter des Ibergrennens. Beides gebündelt in einer Person und der Herausforderung allen Rennteams und den Zuschauern ein eindrucksvolles Wochenende im Eichsfeld zu bieten, war kaum noch zu stemmen. Hermann Ludolph stellte die Funktion des Organisationsleiters der bisher alljährlichen Rennveranstaltung im Sommer 2017 zur Verfügung. Manche nennen es „Krisensitzung“, wir vom MC Heilbad Heiligenstadt nannten es „Neuorientierung“. In einem waren sich Rennleitung und Vorstand bald einig – das Ibergrennen im Stadtwald darf nicht sterben. Noch am gleichen Abend im Juli wurde im Forsthaus Kellner ein neues Orga-Team unter der Leitung des Heiligenstädters Sascha Herz aus der Taufe gehoben. Eine Herausforderung, dass sich das junge vierköpfige Team nun stellen muss. Begleitet von der Rennleitung, dem Vorstand und vielen Mitgliedern des Heiligenstädter Motorsportsclubs bleiben sie auf diesem Weg nicht allein. Einem bekannten deutschen Soulsänger folgend: „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“.Die heiße Phase in Vorbereitung des Events am Berg läuft. „Klein Monaco“, wie die Rennveranstaltung in Motorsportkreisen mancherorts genannt wird, rüstet sich der Herausforderung. Der Vergleich mit dem Fürstentum an der Côte d’Azur ist ehrenwert, aber auch Ansporn diesen schmeichelnden Ruf nicht zu verspielen. Kommenden Monat ist es soweit. Am 16. und 17. Juni 2018 zieht Benzingeruch den Iberg hinauf. Bei einer Steigung bis zu 10 Prozent und einer Streckenlänge von 2050 Meter geht es durch die Kurven. 195 km/h bis zur ersten Kurve, die mancher Bolide nahe der 250 km/h steigert, faszinierten in den letzten Jahren tausende Zuschauer. Stellvertretend für die Fahrerinnen und Fahrer sei der Österreicher Herbert Pregartner vom MSC Rottenegg genannt. Sein Porsche 911 GT2 R ziert das diesjährige Motiv zum 23. Ibergrennen. Mehrere hundert Pferdestärken zaubert sein 6 Zylinder Boxermotor auf die Straße und verhalf Pregartner im vergangen Jahr den Iberg in weniger als einer Minute hinaufzueilen. von Jörg Hübsch

Wieder reichlich Bergmonster zum Jubiläum in Eschdorf

28. April 2018

Seit 2004, also nunmehr 14 Jahren, hält der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz in 54,40 sec. den Eschdorfer Streckenrekord für “geschlossene” Tourenwagen & GranTurismo, und einmal mehr wird der Mann im bärenstarken Porsche 935 DPII die Messlatte hochlegen. Doch der deutsche Tourenwagen-Bergmeister 2006 und 2013 wird auf eine ganze Meute von hochmotivierten Gegnern treffen, deren Fahrzeuge ebenfalls weit über 600 und teilweise sogar 700 PS leisten. Nennen wir beispielsweise den Schweizer Romeo Nüssli, Dritter der Schweizer Tourenwagen-Bergmeisterschaft 2017 und Gesamtsieger beim legendären Mickhausener Bergrennen 2016 (D), der im Vorjahr bei seinem erstmaligen Start in Eschdorf den PS-starken ex-Gabat-Ford Escort Cosworth zum Tourenwagen-Gesamtsieg trieb. Oder auch und ganz besonders dessen Landsmann Ronnie Bratschi, zweifacher Sieger des Internationalen FIA-Bergpokals 2015 und 2016, der im Laufe der vergangenen Monate einen komplett neuen Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO mit spektakulärer Aerodynamik aufgebaut hat. Oder Thomas Kessler als dritten schnellen Eidgenossen im Bunde, der im Mitsubishi Lancer bei der verregneten 2015-Ausgabe des Eschdorfer Bergrennens den ausgezeichneten 7. Gesamtrang belegt hatte. Aus Frankreich möchten der sechsfache Tourenwagen-Bergmeister 2010, 2012-2016 Nicolas Werver im wunderschönen, knallgelben Porsche 997 GT2, Vize-Bergmeister 2016 Philippe Schmitter-Frey im extrem spektakulären Renault RS.01 mit 3,7 Liter-Turbomotor oder noch die aus den Vogesen anreisenden Gebrüder Yannick (zweifacher Vize-Bergmeister 2011 und 2012) und Christophe Poinsignon (BMW M3 E92 bzw. Simca CG Turbo) das Feld der „Autos mit Dach“ ordentlich aufmischen, genau wie der zweifache deutsche Bergmeister 2002 und 2010 Norbert Handa (Lancia Delta Integrale) sowie der mehrfache KW Berg-Cup-Gesamtsieger Holger Hovemann im bulligen Opel Kadett C Coupé mit 5.7 Liter-V8-Motor. Aus eidgenössischer Sicht gilt es neben den bereits erwähnten Bratschi, Nüssli und Kessler natürlich auch den Schweizer Tourenwagen-Bergmeister 2017 Frédéric Neff im Porsche 997 GT-R, René Ruch, treuer Eschdorf-Gast im Ferrari F355 GT, den sehr schnellen Michel Zemp im Seat Leon TCR Mk3, sowie die beiden Mitsubishi Lancer von Arnaud Murcia und Cédric Milliquet zu beachten. Nicht zu vergessen der belgische Bergmeister 2017 Martin Bach, dessen knallgelber Mitsubishi als Ur-„Bergmonster“ diese Bezeichnung einst ins Leben rief. Oder noch die Luxemburger Mannschaft Schilling Performance mit dem Bergmeister 2015 Nico Schilling und Vize-Bergmeister 2016 und 2017 Charles Valentiny (beide Subaru Impreza WRX STi) sowie Cédric Schilling im neu aufgebauten Mitsubishi Lancer, der belgische Bergmeister 2014 und 2016 Stéphane Emond (BMW M3 3.2L) sowie der Lamera Cup mit Ford Focus RS-Motor des Luxemburgers Gilles Bruckner. Im Feld der insgesamt 6 Porsche sei auch noch der Cayman Cup […]

Ronnie Bratschi kehrt mit neuem Mitsubishi zurück

26. April 2018

Darauf haben Fans von Bergrennen lange gewartet. Knapp zehn Monate nach dem Unfall in Hemberg kehrt der Schweizer Ronnie Bratschi mit einem neuen Mitsubishi Evo RS in dies Szene zurück. Das erste Testrennen ist an diesem Sonntag in Abdreschviller (Frankreich), unweit der Grenze zu Deutschland. Alles ging sehr schnell am 10. Juni 2017 beim Schweizer Meisterschaftslauf in Hemberg: Kurz nach dem Start zu seinem ersten Trainingslauf brach der Kardan am Mitsubishi Evo VIII. Ronnie Bratschi war nur noch Passagier und prallte heftig in einen zur Streckensicherung abgelegten Baumstamm. Diesen traf er so unglücklich am unteren Ende dass der Wagen dabei irreparabel beschädigt wurde. Zum Glück blieb Bratschi beim seitlichen Aufprall bis auf ein paar Prellungen unverletzt. Die Saison 2017 war für den Urner somit gelaufen, bevor sie richtig begonnen hatte. Motor, Getriebe und Differenzial waren noch zu gebrauchen, sodass sich der 31-jährige Urner bald an den Wiederaufbau eines komplett neuen und in allen Details optimierten Wagens machte. Als gelernter Polymechaniker verrichtete der Sieger des FIA Hill Climb Cups von 2015 und 2016 die meiste Arbeit selbst. Ronnie Bratschi: „So ein Auto kann man nicht mehr kaufen. Ich liess viele Ideen einfliessen und ging dabei an die Grenzen des Gruppe-E1-Reglements, ohne diese zu überschreiten. Gewisse Dinge habe ich verstärkt, andere erleichtert. Die Basis hatte ja funktioniert, daher sind es keine Riesensprünge. Es ist einfach alles etwas besser als bisher.“ Tiefer Schwerpunkt, sichere und steife Rallyezelle: Beim Chassis legte Bratschi Wert auf einen möglichst tiefen Schwerpunkt. Weil sich die Rallyezelle von OMP beim Unfall bewährte und diese günstig zu kaufen ist, baute er wieder eine solche ein. Alles, was der Sicherheit und der Steifigkeit dient, hat der Selfmademan verstärkt. Aerodynamische Details hat Bratschi ebenfalls selbst entworfen und mithilfe eines Karossiers auch gleich die Formen dazu hergestellt. So ist stets rascher Ersatz vorhanden. In Zusammenarbeit mit KW hat der Schweizer Slalom-Meister und Vize-Bergmeister von 2013 auch das Fahrwerk modifiziert, das beim Unfall ohnehin beschädigt worden war. Das Gewicht dürfte wie bisher um die 1080 kg betragen. Den genauen Wert wird der erste Gang auf die Waage ergeben. Motor mit mehr als 700 PS: Unter der Fronthaube steckt weiterhin der von Egmo (Eggenberger Motorsport) in Lyss optimierte 2,1-Liter-Turbomotor. Über dessen Leistung äußerst sich Bratschi etwas kryptisch. Ronnie Bratschi: „Bei der PS-Zahl steht vorne eine Sieben… Drehmoment hätte ich satt, aber wir nehmen wegen der Standfestigkeit etwas raus. Die volle Leistung rufe ich nur ab, wenn […]

Handa, Hovemann, Pregartner und Stolz – Vierkampf am Schottenring?

25. April 2018

Zumindest an der Spitze des Bergpreises Schottenrings als Auftakt zum Deutschen DMSB-Berg-Cup für Tourenwagen und des KW Berg Cup, herrschten letztes Jahr Formel 1- Zustände beim Kampf um den Sieg. Nach vier Wertungsläufen auf der 3.033 Meter langen Strecke vom Schottener Stadtteil Rudingshain, über die Serpentinen und durch das Waldstück der Poppenstruth auf die Zielgerade Richtung Götzen, trennten den Sieger Herbert Stolz aus Österreich im Porsche 935 dp II gerade einmal 0,887 Sekunden zum Zweitplatzierten Norbert Handa aus der Nähe von Würzburg im Lancia Delta Integrale. Ein Herzschlagfinale, das der Innsbrucker nach 2:2 Laufsiegen gegen Handa zur Freude der Zuschauer erst auf den letzten Metern für sich entscheiden konnte und damit den Rest des Feldes deutlich distanzierte. Dem Franken blieb lediglich, mit knapp 218 km/h im ersten Durchgang, die schnellste Zieldurchfahrt des Tages. Ob es dieses Jahr oberhalb von Schotten erneut so spannend um den Sieg zugehen wird, entscheidet sich am letzten Sonntag im April. Seit 2015 peilen die deutschen Bergasse am Fuße des Hoherodskopfes ihre ersten Saisonpunkte an. Seitdem steht es nach dem Debüt mit Opelfahrer Holger Hovemann aus dem Odenwald und den beiden Porsche- Fahrern Herbert Pregartner (2016) und Herbert Stolz (2017) aus Österreich 2:1 für den Stuttgarter Sportwagenhersteller. Außenseiterchancen müssen auf jeden Fall auch Ralf Kroll mit seinem rennwagenartigen und flinken Silver Car S2 aus der Gruppe E2-SH der Silhouettenfahrzeuge eingeräumt werden. Der dritte der Gesamtwertung aus dem Vorjahr kommt ebenfalls aus dem Odenwald nach Schotten angereist. Man darf gespannt sein, wer sich mit welcher Marke als vierter Sieger in die Annalen des 15. ADAC Bergpreises eintragen lassen darf, bei dem mehr als 130 Fahrzeuge in der Renn- und auch Sollzeitwertung (GLP) vom veranstaltenden MSC Rund um Schotten erwartet werden. Die größten Chancen auf einen Spitzenplatz aus lokaler, mittelhessischer Sicht dürfte der Ober- Mörlener Stefan Bodin im Porsche 944 GTR haben, der letztes Jahr am Schottenring erstmals in der Sollzeitwertung dabei war. Für Friedhelm Gürtzgen aus Ehringshausen im BMW Compact 318i und Maurice Moufang aus Schotten im BMW M3 ist der Klassiker ebenfalls kein Neuland und wollen in ihrer Klasse vorne dabei sein. Gleichmäßigkeit ist Trumph in der Sollzeitwertung. Aus heimischer Sicht dabei sind Louisa Kröll aus Büdingen im VW Polo, Erwin Schmidt aus Grebenhain im Renault R 5 Turbo, Jürgen Fechter aus Gründau im VW Scirocco, Marcel Schnabel aus Ulrichstein im BMW 318is, Michele Carotenuto aus Buseck im Opel Kadett C Coupe, Edgar Lampas aus Nidda […]

Topfeld zum Eschdorf-Jubiläum mit 190 Fahrzeugen am Start

24. April 2018

Anfang September 1988 gewann der Franzose Hervé Bayard im Martini-BMW Mk32 Formel 2 die Erstausgabe des Eschdorfer Bergrennens mit 20 Hundertsteln Vorsprung auf Jozef Zajelsnik im Ralt Rt20 BMW. Knapp 30 Jahre später organisiert die Union des Pilotes nun am Wochenende des 5./6. Mai zum 30. Mal ihr traditionelles «European Hill Race», Lauf zur Luxemburger und zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum «KW-Berg-Cup» und dem NSU-Bergpokal. Einmal mehr wird sich also in dem kleinen Ardennerdörfchen Eschdorf zwischen Wiltz und Ettelbrück im Norden Luxemburgs alles um den Motorsport, PS und hochdrehende Power drehen. Sehr zur Freude der voraussichtlich erneut zahlreichen Zuschauer, die nicht nur aus Luxemburg, sondern vor allem auch Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, ja sogar der Schweiz und England anreisen werden, genießt das European Hill Race doch bis weit über die Grenzen Luxemburgs einen ausgezeichneten Ruf bei den Rennsportfreaks und zählt somit ohne Übertreibung zu den zehn meistbesuchten Sportveranstaltungen des Großherzogtums. Eines der qualitativ besten Startfelder, das Eschdorf je sah, mit knapp 190 Fahrer aus Deutschland, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Grossbritannien, Slowenien und natürlich Luxemburg hat sich zur Jubiläumsausgabe eingeschrieben, um in den Kampf der einzelnen Wertungen zum Gesamtsieg, zu Gruppen- und Hubraumklassensiegen, Damen-Pokal oder noch der Junioren-Wertung für U25-Fahrer zu ziehen. Drei Trainingsläufe sind am Samstag ab 9.15 Uhr vorgesehen, drei Rennläufe (so es keine zu großen Zeitverzögerungen wegen zu zahlreichen Ausrutschern geben möge) am Sonntag ab 8.30 Uhr. Zu bemerken auch, dass die komplette Strecke von 1,850 km seit zwei Jahren über neuen Belag verfügt. Nach sieben Vize-Bergmeistertiteln 2004, 2006-2010, 2012, 2015 und 2016 konnte sich Sébastien Petit im Vorjahr endlich den französischen Bergmeistertitel sichern. Die Saison 2018 begann er mit einem wahren Highlight, als er am Col St Pierre (F) zum Auftakt der Berg-EM seit langen Jahren der erste Fahrer war, der die Phalanx der italienischen Bergtenöre schlagen konnte. In Eschdorf nun möchte Petit im Norma M20 FC mit 3 Liter-V8-Mugen-Honda-Motor nach seinen beiden dritten Plätzen 2014 und 2015 diesmal nach zwei Jahren Abwesenheit erstmals zum Sieg fahren. Der Eschdorf-Sieger 2013, vierfache Schweizer Bergmeister 2010, 2011, 2012 und 2017 sowie deutsche Bergmeister 2008 Marcel Steiner seinerseits konnte am österreichischen Rechberg beim zweiten EM-Lauf Platz 3 direkt vor Seb Petit belegen, sein LobArt-Mugen Honda scheint nun ausgereift, um ganz vorne mitzufahren. Ob wohl nach den Siegen von Vater Heinz in den Jahren 1995 und 1996 vielleicht nun dieses Jahr auch für Marcel zum zweiten Mal in Eschdorf […]

Volkswagen I.D. R Pikes Peak vor der Live-Weltpremiere

19. April 2018

Es ist der Start in eine neue Ära für Volkswagen im Motorsport – und so viel steht schon jetzt fest: Dieser Volkswagen wird sein Publikum elektrisieren. An diesem Sonntag, den 22. April wird mit dem I.D. R Pikes Peak das erste rein elektrisch angetriebene Rennfahrzeug von Volkswagen der Öffentlichkeit vorgestellt. Bisher gab es bereits hochwertige Computerskizzen, die eine erste Anmutung des Gipfelstürmers für das berühmteste Bergrennen der Welt zeigten. Doch nun steht die Enthüllung des fertigen Prototyps vor der Tür: Leichtbau und aerodynamische Perfektion tragen zu einer aufregenden Form bei, die unter der Hülle eine leistungsstarke Elektroantriebseinheit verbirgt. Auf der Rennstrecke in Alès (Frankreich) – Heimatstadt von Weltklasse-Pilot Romain Dumas (F), der beim Pikes Peak Hill Climb am Steuer sitzen wird – steht der I.D. R Pikes Peak zunächst im Rampenlicht der internationalen Medienvertreter, ehe am Tag darauf das offizielle Testprogramm beginnen wird. Stichtag 24. Juni 2018 – ein Ziel: den Rekord für Elektro-Rennfahrzeuge knacken: 19,99 Kilometer. 1.440 Höhenmeter. Alles in knapp neun Minuten. Nur ein Versuch. Kaum Leitplanken. Abhänge mit bis zu einigen Hundert Metern Tiefe. Das ehrfurchtsvoll „Race to the Clouds“ genannte Event am Pikes Peak, das auf 2.862 Metern startet und erst 4.302 Meter über Normalnull endet, ist seit mehr als 100 Jahren das spektakulärste Bergrennen im Motorsport. Volkswagen war 1987 mit einem legendären Bi-Motor-Golf am Start, scheiterte knapp. Nun gilt die Revanche dem Ziel, die bisherige Bestmarke für Elektrofahrzeuge zu unterbieten. Das „R“ steht wieder für „Racing“ – Partnerschaft mit Volkswagen R – Beim Rekordversuch blickt auch Namensgeber Volkswagen R in die Zukunft. Die Erkenntnisse vom Pikes Peak International Hill Climb fließen in die zukünftige Entwicklung zu Performance-optimierten Elektrofahrzeugen der R GmbH ein. Die Weltpremiere des Volkswagen I.D. R Pikes Peak können Sie am 22. April 2018 ab 17:00 Uhr im Livestream auf www.facebook.com/volkswagenmotorsport und www.volkswagen-motorsport.com verfolgen.

Marcel Steiner strebt Titelverteidigung an

18. April 2018

Schon in der vergangenen Saison konnte der Schweizer Marcel Steiner das Potenzial seines Sportwagens LobArt LA 01 Mugen, nach einer erfolgreichen Entwicklungsarbeit, unter Beweis stellen. Am Ende standen der Gewinn der Schweizer Berg-Meisterschaft für Rennsportwagen und der 3. Platz im FIA Int. Hill Climb Cup 2017 zu Buche. Auch für 2018 hat sich der schnelle und erfahrene Pilot aus dem Berner Oberland Einiges vorgenommen. Vorrangig konzentriert sich Marcel Steiner nach Bekanntgabe seiner Saisonplanung auf die Titelverteidigung in der Schweiz. Aber er ist auch mit dem wunderschönen Sportwagen bei einigen renommierten internationalen Veranstaltungen zu sehen. Am 4./5. August wird es vermutlich die einzige Gelegenheit für die deutschen Fans sein, Marcel Steiner mit dem ultraschnellen Fahrzeug live zu sehen – er plant einen Start beim 51. Int. Osnabrücker Bergrennen und möchte ganz sicher einen absoluten Spitzenplatz auf der 2, 030 km langen Strecke erringen. Dazu kommt bereits am kommenden Wochenende die Teilnahme beim zweiten EM-Lauf des Jahres am Rechberg in Österreich. Geplant sind weiter  die Bergrennen in Eschdorf (Luxemburg) am ersten Mai-Wochenende, der tschechische EM-Lauf von Ecce Home und zum Abschluss der Saison auf der Powerpiste vom St. Agatha in Oberösterreich.

Zuwachs auf dem Sportwagen-Sektor

5. April 2018

Über sporadische Teilnahmen beim ADAC Bergrennen Mickhausen ab 2009 fanden die Brüder Hendrik und Nicolas Uenzen allmählich Gefallen am Bergrennsport. Mit ihrem Kumpel Michael Hulm verbündete sich das Brüderpaar zum Team „NHM Performance Motorsport“, mit Sitz in Schwabmünchen, nur wenige Kilometer vom Mickhausener Berg entfernt. Die drei Freunde und ihre Helfer Christian Vogelsang und Jörg Schlögel waren in den letzten Jahren sehr vielseitig und betätigten sich beim Slalom, Rundstrecken- und Bergrennen, dabei wuchs das Potential ihrer Rennfahrzeuge kontinuierlich. Seit drei bis vier Jahren tauchen die Uenzens regelmäßig auch bei weiter entfernten Bergrennen, wie in Unterfranken, Homburg oder Hauenstein auf und bereichern mit Ihren BMW-Fahrzeugen die Gruppe F. In der Saison 2018 wagen die Uenzens nun den logischen, nächsten Schritt in der Hierarchie des Bergrennsports, nämlich den Sprung in die Gruppe der Rennsportfahrzeuge. In Andorra fanden die bayrischen Schwaben einen E2-SC Sportwagen, der Marke Norma, Typ M20 F mit einem nach CN-Reglement vorbereiteten 2 Liter Honda-Triebwerk. Über drei Tage und rund 3.000 km führte die Reise in den Zwergstaat zwischen Frankreich und Spanien und zurück. Am Ende mit dem Rennsportwagen aus dem Baujahr 2007 im Gepäck. Nicolas „Nico“ Uenzen, ein 27jähriger Maschienbautechniker und sein 29jähriger Bruder Hendrik, der seinen Lebensunterhalt als Homologationsingenieur im Automobilbereich verdient, haben das Fahrzeug gemeinsam erstanden und werden sich auch am Volant des Norma abwechseln. Im Mai wollen die beiden bei einem Testtag auf dem Rundkurs von Anneau du Rhin in Frankreich den Sportprototypen näher kennen lernen und danach Anfang Juni beim ADAC Glasbachrennen in die Berg-Saison einsteigen. Anschließend sind alle weiteren Läufe zur Deutschen Bergmeisterschaft gesetzt. Aus bekannten Gründen fällt das Heimspiel in Mickhausen heuer ja flach. Als Ersatzheimspiel gilt dann das Homburger Bergrennen Anfang Juli im Saarland, von wo Nicos und Hendriks Papa einst der Liebe wegen ins Augsburger Umland zog. Auch drei Bergrennen im Ausland, nämlich Oberhallau in der Schweiz sowie Pedavena und Cividale in Italien wollen die Brüder ausprobieren. Ebenfalls mit einem Norma M20 2-Liter Honda Rennsportwagen wird der Badener Dino Gebhard 2018 in Geschehen am Berg eingreifen. Seinen Osella PA 20S BMW aus der großen E2-SC Klasse konnte Dino nach Frankreich verkaufen. Hier wurde er auch bei seinem neuen Sportgerät fündig. Dino möchte bereits Ende April, quasi vor seiner Haustür im französischen Abreschviller das erste Mal mit seiner Neuanschaffung an den Start gehen. Im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft sind danach, bis auf die Rennen Osnabrück und Hauenstein, alle Bergveranstaltungen geplant.

Stolls Comeback im Cup-Porsche

26. März 2018

Mit einem 420 PS starken Porsche 997 GT3 Cup wird der Berg-DM-Dritte von 2014 Jochen Stoll sein Comeback in der Deutschen Bergmeisterschaft geben. Am vergangen Sonntag bei den Testfahrten der französischen „Montagnards“ auf dem Rundkurs von Chambley unweit von Metz, hatte der Pfälzer vom Homburger Automobilclub seinen ersten offiziellen Auftritt im kürzlich neu erworbenen Boliden mit 3,6 Liter Hubraum für die große Klasse der Gruppe E1. Der 34jährige KfZ-Meister und Familienvater aus Gundersweiler bei Kaiserslautern wurde bei der Suche nach seinem Wunschauto in den Niederlanden fündig. Die 997 Cup-Version war bislang auf der Rundstrecke und bei Trackdays unterwegs. Mit im Boot bei den Verkaufsverhandlungen hatte Stoll seinen Clubkameraden und Porsche-Spezialisten Rüdiger Bernhard. Der Chef des Team 75 Motorsport und Papa von WEC-Weltmeister und Teameigner Timo Bernhard konnte guten Gewissens zu einem Kauf raten und so wird Jochen Stoll demnächst unter der Bewerbung des aus dem ADAC GT-Masters, VLN und Carrera-Cup bekannten Teams fahren. „Rüdiger hat mir bereits jede Menge Input in Sachen  Porsche gegeben. Ich bin glücklich und sehr dankbar für die tolle Unterstützung und Beratung der Bernhards“, freut sich Stoll. „Nach dem Test vom Sonntag, wo ich insgesamt zweieinhalb Stunden im Auto verbringen konnte, muss ich sagen dass der Porsche gegenüber meinen alten Gruppe F Peugeot 306 S16 eine andere Liga darstellt. Es ist für mich eine riesen Umstellung auf Heckantrieb in Verbindung mit dieser Leistung, dem Zwischengassystem und dem sequentiellen Getriebe. Für den Berg müssen wir auf jeden Fall das Fahrwerk und die Fahrzeughöhe verändern und mit einer Spitzengeschwindigkeit von 280 km/h ist das Auto viel zu lang übersetzt. Da habe ich noch was zu tun“, so Stoll weiter. „Ich hoffe es ergibt sich die Gelegenheit zu einer exklusiven Fahrstunde mit Timo, der ja dieses Fahrzeug bei Porsche mit entwickelt hat“. Jochen Stolls Rückkehr in den Bergrennsport, und dass mit diesem imposanten Boliden, machen einige Sponsoren erst möglich. Hauptsponsor ist Euro Repar Car Service. Dessen Farben fließen nun auch in das Fahrzeugdesign ein, das aktuell von der Werbeagentur „Team Bernhard Design“ entworfen und aufgebracht wird. Team Bernhard Design kümmert sich übrigens seit kurzem auch um das Werbematerial für das Homburger ADAC Bergrennen. A pro Pos Homburg. Auf sein Heimspiel freut sich Jochen Stoll besonders, dazu hat er die Bergrennen Glasbach, Hausenstein und Eichenbühl fest eingeplant. „Weitere Bergrennen könnten dazu kommen. Da wir zuhause noch eine Garage bauen werden, muss ich schauen wie ich das zeitlich hinbekomme“ verrät Stoll. […]

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