Flexibilität gefragt: Hygienekonzepte im Motorsport am Berg

2. Juli 2020

Fahrer und Fans fiebern gleichermaßen darauf hin, dass die Motoren endlich starten. In gewissem Rahmen ist Motorsport bereits wieder möglich. Eines aber ist anders: Ebenso wie das Restaurant und das Kino braucht jetzt auch jedes Rennen ein Hygienekonzept. Wie viele Personen dürfen auf das Gelände gelassen werden? Wie hält man eine Fahrerbesprechung, wenn doch Menschenansammlungen in engen Räumen vermieden werden müssen? Was passiert bei einem Covid-19-Verdachtsfall? Die Rennveranstalter sind eigentlich Experten für Sicherheitskonzepte auf und an der Rennstrecke. Ihre Zauberwörter heißen etwa „Streckenposten“ oder „Sperrzone“. Jetzt müssen sie sich plötzlich Gedanken machen, wo sie Desinfektionsmittelspender aufstellen und ob Fotografen ins Fahrerlager dürfen. Die bewährten gelben und roten Flaggen nützen da wenig. Zuschauer sind ohnehin vorerst tabu. Wo fängt man an, wenn man ein Hygienekonzept entwickeln will? Glücklicherweise muss nicht jeder Veranstalter das Rad neu erfinden. Ob Freiwillige Feuerwehr oder Sportverein, sie alle stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Wer sich umschaut, entdeckt bereits viele Best-Practice-Beispiele. Zu den Besonderheiten im Motorsport haben sich ebenfalls schon andere Gedanken gemacht. Die FIA, der Automobil-Weltverband, gibt auf gleich 81 Seiten dem kleinen regionalen Slalom ebenso wie dem großen professionellen Rundstreckenrennen detaillierte Tipps, wie die Rückkehr zum Motorsport bewerkstelligt werden kann. Natürlich kommt es immer auf die Gegebenheiten vor Ort an, und an erster Stelle stehen die jeweiligen behördlichen Vorschriften. Aber Schilder mit Hinweisen auf die Abstandsregelung, eine größtenteils virtuell stattfindende Dokumentenabnahme oder der Verzicht auf die persönliche Pokalübergabe bei der Siegerehrung sind nur einige Beispiele von Maßnahmen, um die vorerst kein Rennen herumkommen wird. Auch der DMSB lässt die Veranstalter nicht allein. In zwei Webinaren erläuterte er seine auf der Website veröffentlichten Handlungsempfehlungen und umfangreichen weiteren Hilfestellungen und ging auf konkrete Fragen der Veranstalter ein. Schon beim ersten Webinar schalteten sich rund 80 Personen zu. DMSB-Pressesprecher Michael Kramp begrüßte als Referenten Sven Stoppe und Horst Seidel vom DMSB-Academy-Beirat, die auch ihre ersten Praxis-Erfahrungen mit Motorsportveranstaltungen unter Corona-Bedingungen weitergaben. Worauf also kommt es an? Frühzeitig das Gespräch mit den Genehmigungsbehörden suchen, mit dem medizinischen Team genau vereinbaren, wie bei einem Covid-19-Verdachtsfall vorgegangen werden soll, auch ungewöhnliche Lösungen in Betracht ziehen, um die einzelnen Bestandteile der Veranstaltung coronakonform zu gestalten  – und das alles unter der Ägide eines eigens benannten Hygienebeauftragten, der sämtliche Vorgaben nicht nur genau kennt, sondern auch vor Ort durchsetzt. Denn das beste Konzept nützt nichts, wenn es nicht konsequent befolgt wird. Sven Stoppe hat schon seine eigenen Erfahrungen gemacht: „Am ersten Tag hat es ganz gut funktioniert, […]

Auch keine Internationale Serie KW Berg-Cup 2020

24. Juni 2020

Aber: Es gibt erste Pläne für eine Clubmeisterschaft des Berg-Cup e.V. am 26./27. September im Rahmen des Int. Auto-Bergrennen Esthofen-St. Agatha. Nachdem schon am 10. Mai fest stand, dass die beiden Rennserien NSU-Bergpokal im KW Berg-Cup und KW Berg-Cup National des Vereins Berg-Cup e.V. mangels durchführbarer Rennen 2020 nicht mehr zur Austragung gelangen können, haben die seitdem neu bekannt gewordenen Veranstaltungsabsagen oder Verschiebungen auf das kommende Jahr auch den Terminkalender der Internationalen Serie KW BergCup derart minimiert, dass selbst diese Meisterschaft 2020 nicht ausgefahren werden kann. Ihre 33. Auflage verschiebt sich somit auf 2021. Damit ist nun leider genau das eingetreten, was die organisierende Vorstandschaft des Berg-Cup e.V. schon am 10. Mai ihren Mitgliedern und der Öffentlichkeit als mögliches Szenario angekündigt hatte. Das ist bitter. Aber die Gesundheit aller Beteiligten sowie die Überwindung der Corona-Pandemie haben nach wie vor oberste Priorität. Von den ursprünglich für diese Saison geplanten rekordverdächtigen 14 KW Berg-Cup Veranstaltungen betreibt aktuell nur noch das Int. Noblend Auto-Bergrennen Esthofen-St. Agatha in Oberösterreich. Vorbereitungen auf den Stammtermin am 26./27. September sind noch im Gange. Der dortige Chef-Organisator Markus Altenstrasser erstellt im Moment die Ausschreibung und hofft auf eine weiterhin günstige Entwicklung der Corona-Pandemie, in deren Folge dann auch Veranstaltungen selbst in der Größe von St. Agatha wieder möglich werden könnten. „Ich erhoffe mir spätestens im Juli Klarheit darüber, wie es nach dem 31. August in Österreich in Sachen behördlicher Auflagen für Veranstaltungen weitergehen wird. Unser Auto-Bergrennen bereiten wir jedenfalls mit vollem Einsatz weiter vor“ gibt er sich optimistisch. Gerne würden er und sein MSC Rottenegg dann auch wieder möglichst viele Aktive aus den Reihen der Deutschen Bergmeisterschaft und des Berg-Cup e.V. am Start begrüßen. Als Alternative zu den 2020 nicht durchführbaren KW Berg-Cup Rennserien wurde nun die Idee geboren, den nur etwa 45 Kilometer von Passau entfernten Berg-Event für eine Art Clubmeisterschaft des Berg-Cup e.V. zu nutzen, an der alle eingeschriebenen Fahrerinnen und Fahrer der Rennserien NSU-Bergpokal sowie der zwei KW Berg-Cup Varianten National und International teilnehmen können. Ein Konzept dafür ist zurzeit in Arbeit. Detaillierte Informationen dazu erfolgen rechtzeitig vor der Veranstaltung, die allen Beteiligten zumindest eine kleine Ration an motorsportlicher Betätigung und Spaß in einem schwierigen Jahr ermöglichen soll. „Ein besonderer Dank gebührt gerade jetzt nicht nur den Mitgliedern und Aktiven des Berg-Cup e.V., sondern auch dessen Gönnern, Unterstützern und Sponsoren, die ihr Engagement in fairer Art und Weise fortsetzen“, lässt der Berg-Cup Vorstand verlaute . […]

Vorläufige Termine 2021: Deutsche Automobil Bergmeisterschaft

14. Juni 2020

So früh wie in einem laufenden Jahr noch nie kristallisiert sich der Terminkalender der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft des Folgejahres heraus. Grund dafür ist die anhaltende Coronakrise. Nach den unvermeidlichen Absagen für die Saison 2020, haben die meisten Veranstalter bereits ihre Veranstaltungen für das kommende Jahr 2021 terminiert. Ob und wie jedoch die Bergrennen dann wieder anlaufen können, steht allerdings noch in den Sternen. Von den Organisatoren der Rennen von Glasbach und Mickhausen gibt es aktuell noch keine offizielle Verlautbarung zu diesem Thema. 23. April 2021 – Einstellfahrten Bergpreis Schotten 24./25. April 2021 – ADAC Bergpreis Schottenring (rein Tourenwagen) 01./02. Mai 2021 – Hillrace Eschdorf (LUX) 23./24. Mai 2021 – Wolsfelder ADAC Bergrennen 12./13. Juni (?) – ADAC Glasbachrennen 26./27. Juni 2021 – ADAC Ibergrennen-Heiligenstadt 10./11. Juli 2021 – Homburger ADAC Bergrennen 31.07.-01. August 2021 – ADAC Hauenstein Bergrennen 07./08. August 2021 – Osnabrücker ADAC Bergrennen 11./12. September 2021 – AvD Bergrennen Eichenbühl 02./03. Oktober 2021 (?) – ADAC Bergrennen Mickhausen

Faggioli gegen Merli in Kroatien

11. Juni 2020

Immer noch ruhen wegen der Coronakriese viele nationale und internationale Berg-Meisterschaften oder wurden für 2020 gleich ganz abgesagt, nicht so in Kroatien. Das Land auf dem Balkan verzeichnet bislang nur knapp über 100 Coronatote und öffnet seine Tore wieder für Touristen. Auch die kleine kroatische Bergrennsportszene ist bereits wieder aktiv. Am 20./21. Juni wird das Bergrennen „14. Nagrada Grada Skradina 2020“ stattfinden und zieht den ein oder anderen „rennsporthungrigen“ Ausländer an. So werden beispielsweise aus Italien einige Bergspezialisten erwartet, die bislang ihre Motoren noch nicht anlassen durften. Wie die Organisatoren bestätigen, haben die beiden amtierenden Europameister Simone Faggioili und Christian Merli bereits ihre Bewerbungen geschickt und freuen sich auf ein wenig Fahrpraxis. Mit einem neuen Streckenrekord wird schon jetzt gerechnet. Die 3,387 km lange Bergpiste befindet sich im Hinterland der kroatischen Adriaküste direkt am Stadtrand von Skradin. Weitere Infos: www.as-sdz.hr

17. ADAC Bergpreis Schottenring wird auf das Jahr 2021 verlegt

9. Juni 2020

Am vergangenen Montagabend hat der Vorstand des MSC Rund um Schotten die Entscheidung getroffen, den 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring nicht im Jahr 2020 auszutragen, sondern auf das kommende Jahr 2021 zu verlegen. Im zeitigen Frühjahr, zu Beginn der Coronakriese hatten die Hessen es mit einer Verlegung in den Herbst versucht, mussten jedoch nun der aktuellen Situation Tribut zollen. „Die Gründe liegen darin, dass vermutlich nicht sehr viele Fahrerinnen und Fahrer Lizenzen gezogen haben und ohne Fans, was ja durchaus im diesem Jahr noch länger als August der Fall sein kann, das ganze aus finanzieller Sicht nicht durchführbar ist, so Vorstands- und Organisationsmitglied Timo Neumann. “ Aber alles, was wir in diesem Jahr vorhatten, nehmen wir mit ins kommende Jahr 2021 und hoffen auf ein pickepackevolles Starterfeld im kommenden April“. Die noch in der Online-Meldeliste stehenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden von der Rennleitung in den kommenden Tagen bezüglich Erstattung von Nenngeldern bzw. alternativer Vorgehensweisen angeschrieben. Der 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring, wieder als reines Tourenwagen-Rennen und mit Testtag am Freitag, wird neu terminiert für den Zeitraum 23.-25. April 2021.

Auch Portugiesische Bergmeisterschaft läuft wieder an

4. Juni 2020

Noch in diesem Monat nehmen die Portugiesen ihre Bergmeisterschaft wieder auf. Zwischen Ende Juni und Ende Oktober wurden fünf Veranstaltungen der „Campeonato Portugal Montanha“ terminlich neu angesetzt. Da vor den Corona-Beschränkungen bereits zwei Bergrennen gelaufen sind, leider auch mit einem tödlichen Unfall (BiD berichtete), wird nach aktuellem Stand einen Portugiesischen Berg-Meister des Jahres 2020 gekürt werden können. Das im Frühjahr erstmals als EM-Lauf vorgesehene Rennen von Boticas findet nun Ende September statt und auf dem ursprünglichen Hill Climb Masters-Termin, dem 10./11. Oktober werden auf der ehemaligen EBM-Strecke von Serra da Estrela die Motoren angelassen. 27./28. Juni 2020 – Arrabida 25./26. Juli 2020 – Caramulo 26./27. September 2020 – Boticas 10./11. Oktober 2020 – Serra da Estrela 24./25. Oktober 2020 – Penha

Bernhard Permetinger präsentierte seinen neuen BMW Z4 GT3

3. Juni 2020

Eine neue Herausforderung wird der Salzburger Bernhard Permetinger in Angriff nehmen. Der selbstständige KFZ-Technikermeister hat sich vor gut einem Jahr einen neuen Rennboliden zugelegt. Nach langer und intensiver Suche nach einem BMW Z4 GT3 wurde man schließlich in Tschechien fündig. Beim international bekannten Senkyr Motorsport Team holte sich Bernhard dann sein neues „Spielzeug“ ab. Der Rennbolide wurde vom Team des ehemaligen Berg-Europameisters betreut und eingesetzt. Der letzte Renneinsatz des BMW Z4 GT3 lag aber schon einige Zeit zurück. Trotzdem war der Bolide in einem äußerst guten Zustand und sehr gepflegt, zumal das Fahrzeug nie in einen Unfall verwickelt war. In der heimischen Werkstatt wurde der BMW Z4 GT3 von Bernhard Permetinger komplett zerlegt und optisch sowie technisch wieder auf Topniveau gebracht. Dabei wurde die Karosserie Außen komplett gestrahlt und dann neu lackiert. Ganz besonders interessant ist dabei, dass die gesamte Historie vom Aufbau bis zur Auslieferung und des ersten Einsatzes nachvollziehbar ist. Und mittlerweile sind renntaugliche BMW Z4 GT3 nicht leicht zu finden. Zusammen mit einem befreundeten Grafiker wurde dann das Design für den Boliden entworfen, traditionell denn „BMW-Farben“ entsprechend. Der Österreicher hatte sich zu Jahresbeginn in den KW Berg-Cup eingeschrieben. Hier gibt es wohl in 2020 aber nichts zu fahren, die nationale Variante der deutschen Traditionsmeisterschaft ist bereit der Coronapandemie zum Opfer gefallen. Die Absage des KW Berg-Cup International steht dagegen noch aus. Nach ersten Testfahrten, welche man auf der Rundstrecke durchführen möchte, wird Permetinger mit seinem BMW Z4 GT3 an den Berg wechseln. Dafür muss erst die passende Getriebeübersetzung gefunden werden, da das GT3-Reglement ein recht langes Getriebe vorsieht, das aber für den Berg nicht optimal ist. Der bullig aussehende Bolide wird dabei sicherlich nicht nur optisch begeistern, sondern auch mit seinem einmalig klingenden V8-Saugmotor. Voraussichtlich aber erst in 2021. von Hillclimbfans.com

Franzosen planen Kompakt-Meisterschaft ab August

14. Mai 2020

Trotz der aktuellen Situation in Verbindung mit der Covid 19-Pandemiekurve und unter Berücksichtigung der geltenden staatlichen Bestimmungen hinsichtlich eines Verbots von Sportwettkämpfen in Frankreich vor dem 1. August 2020, veröffentlichte die der Französische Motorsport-Verband FFSA einen vorläufigen Wiederaufnahmekalender für alle Wettbewerbe, darunter auch ein Rumpfprogramm der Französischen Bergmeisterschaft 2020. Der Präsident der FFSA, Nicolas Deschaux, lobt die Arbeit der Ad-hoc-Kommission, die zu Beginn des Lockdowns eingerichtet wurde und für die Planung des Rest-Kalenders verantwortlich war. Unter den noch fünf gebliebenen Bergrennen ist auch die Veranstaltung von Turckheim gelistet, die für deutsche Piloten interessant sein könnte. Die sechs Kilometer lange ehemalige EM-Strecke befindet sich im Elsass unweit der Grenze zu Deutschland, bei Freiburg. In den 1990er Jahren gastierte hier auch der Gruppe H Berg-Cup. 07./09. August 2020: Course de Côte Mont Dore 14./16. August 2020: Course de Côte Chamrousse 04./06. September 2020: Course de Côte Turckheim 3 Epis 11./13. September 2020: Course de Côte Limonest-Mont Verdun 25./27. September oder 09./11. Oktober: Course de Côte Bagnols Sabran

Mangels Rennen: KW Berg-Cup National und NSU-Bergpokal 2020 abgesagt!

10. Mai 2020

Einige werden es sicher bereits den sozialen Netzwerken oder anderen Quellen wie „Bergrennen in Deutschland“ entnommen haben: Auch die Bergrennen in Oberhallau und Mickhausen mussten wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie deren Folgen nun definitiv abgesagt werden. Das hat gravierende Auswirkungen auf die drei Berg-Rennserien des Berg-Cup e.V. Im KW Berg-Cup National und NSU-Bergpokal liegt die Anzahl der eventuell 2020 noch zur Austragung kommenden Veranstaltungen jetzt aktuell bei maximal drei und damit weit unter der Hälfte der ursprünglich geplanten zehn Rennen. Dies sind für eine seriöse, den Anforderungen und dem hohen sportlichen Niveau der Vorjahre entsprechenden Meisterschaft deutlich zu wenig. Daher bleibt dem Organisations-Team nach eingehenden Beratungen nur die bittere Konsequenz, sowohl den KW Berg-Cup National als auch den NSU-Bergpokal 2020 endgültig abzusagen. Diese Entscheidung ist niemanden leicht gefallen, war aber den aktuellen Entwicklungen geschuldet, war unumgänglich und nicht weiter aufschiebbar. Auch für die Internationale Serie (IS) KW Berg-Cup ist die Lage angespannt. Im Moment stehen hier noch die Bergrennen Eichenbühl und St. Agatha im Kalender. Dazu kommen noch die Veranstaltungen St. Urban und Bergpreis Schottenring, die ja nicht abgesagt, sondern nur auf einen späteren, zurzeit noch nicht benannten Termin verschoben wurden. Dennoch ist es auch für die IS KW Berg-Cup fünf vor zwölf. Denn es steht fest: Sollte die Zahl der Rennen bei weniger als vier liegen, muss selbst diese Traditionsmeisterschaft für 2020 mit größtem Bedauern abgesagt werden. Per Mail wurden heute alle eingeschriebenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den drei Rennserien des Berg-Cup e.V. vom Organisationsteam detailliert über die aktuellen Entscheidungen und Entwicklungen sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen informiert. Keine angenehme Aufgabe für die Kernmannschaft, die sich stets mit großem Einsatz und viel Herzblut um einen möglichst reibungslosen Ablauf „ihrer“ Serien bemüht und dabei immer das Wohl des gesamten Bergsports mit im Auge hat. Für die schwierige Lage der Veranstalter hat das Berg-Cup Team volles Verständnis. Die Gesundheit aller und die baldige Überwindung der Corona-Pandemie hat zurzeit oberste Priorität. „Ein besonderer Dank gebührt in dieser schwierigen Phase nicht nur den Mitgliedern und Aktiven des Berg-Cup e.V., sondern auch dessen Gönnern, Unterstützern und Sponsoren, die ihr Engagement in fairer, der Lage angepasster Übereinstimmung mit Elan fortsetzen“, so Berg-Cup Sprecher Uli Kohl. „Mit in diesen Dank einzuschließen sind die Veranstalter-Partner, die Dachverbände und Sportbehörden, dazu alle Freunde und Fans des KW Berg-Cups und des NSU-Bergpokals. Ihnen allen sei hier fest versprochen, dass – unabhängig davon, wie 2020 noch verläuft – […]

Ein virtuelles Homburger Bergrennen als Trostpflaster

7. Mai 2020

Wie in diesem Jahr so viele Veranstaltungen aus den Bereichen Kultur, Freizeit, Unterhaltung und Sport, wird auch der Homburger ADAC Bergrennen das für das Wochenende vom 10. bis 12. Juli  geplant war, koronabedingt ein Jahr aussetzen. Nach der Absage des weithin bekannten Motorsportevents für das  Jahr 2020, war die Enttäuschung bei Aktiven und Fans groß. Doch jetzt gibt es für die Freunde des automobilen Rennsports auf der Käshofer Straße wenigstens ein kleines Trostpflaster, virtueller Art. Am Montagabend des 11. Mai geht es spielerisch um Meisterschaftspunkte, Bestzeiten und den Sieg beim Homburger Bergrennen, dem sechsten Lauf der insgesamt 18 Rennen umfassenden „GTR4u Berg-Challenge 2020“. In dieser Zeit, in der es darum geht die Corona-Kurve flach zu halten, erleben Computerspiele und damit verbunden der eSport einen unwahrscheinlichen Boom. In der Gunst der Hobbyspieler und eSportler ganz oben, stehen Rennspiele, das sogenannte SimRacing. Gefahren wird auf virtuellen Strecken, die den echten Rennpisten mit großer Detailgenauigkeit entsprechen. Dabei haben die eSportler keine Controller in den Händen, sondern fahren ausgestattet mit einem Lenkrad und Pedalen in Rennschalensitzen vor einem Monitor. Mittlerweile gibt es unterschiedliche Rennserien für Amateure und Profis. Theoretisch kann jeder Gamer, der eine Konsole oder einen PC besitz und ein wenig Erfahrung hat, sich qualifizieren und an diversen Rennserien teilnehmen. Ziel ist es, die schnellsten Fahrer aus der Masse herauszufiltern, die dann von virtuellen und realen Racing-Teams engagiert werden. Online – Ranglisten werden geführt. Spieler werden entsprechend der gefahrenen Rennen und Erfolge gelistet. Der ein oder andere eSportler hat bereits den Sprung in die Wirklichkeit geschafft. Bei den Bergrennen ist es eher umgekehrt. Ein Paradebeispiel ist hier der Freiburger Patrik Zajelsnik, der im Jahr 2006 das 33. Homburger Bergrennen als Gesamtsieger beendete. Der Tankstellenbetreiber pilotiert im richtigen Leben einen Norma M20 FC mit einem über 550 PS starken Honda-Mugen V8-Motor. Online steht ihm ein aufs Haar gleiches Ebenbild zur Verfügung. In der Welt der Spiele ist Zajelsnik aber bei weitem nicht so erfolgreich wie in der Wirklichkeit. „Rückmeldungen des Rennwagens über Fliehkräfte und den berühmten Popometer fehlen online natürlich. Gerade längere und kurvenreiche Bergpisten lassen sich jedoch an der Konsole oder am PC ganz gut für die realen Rennen probieren und einprägen“. Am kommenden Montagabend werden sich 15-20 Spieler aus ganz Deutschland um die Computerversion der Käshofer Straße versammeln, darunter auch Thomas Schmid aus Bobingen bei Ausburg. Der 53jährige ist Organisator des Spiels und einer der Programmierer der Homburger Strecke die seit 2018 […]

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