Positives Signal: DMSB beginnt mit Kalenderplanungen für zweite Jahreshälfte

1. April 2020

Niemand kann derzeit absehen, wie sich die Corona-Pandemie in den nächsten Wochen und Monaten auf das öffentliche Leben in Deutschland auswirken wird. Dennoch versucht der DMSB, eine Perspektive für die Zeit nach dem Verbot öffentlicher Veranstaltungen zu entwickeln. „Vom Motorsport hängen in Deutschland Tausende von Arbeitsplätzen ab”, weiß DMSB-Präsidiumsmitglied Dr. Gerd Ennser. „Fahrer, Teams, Mechaniker, Ingenieure, Rennstreckenbetreiber – überall herrscht derzeit große Unsicherheit. Um möglichst schnell nach dem Ende der völlig berechtigten staatlichen Verbote wieder startklar zu sein, haben wir nun einen Stufenplan entwickelt, den wir regelmäßig prüfen und immer wieder an die aktuellen Gegebenheiten anpassen.” Konkret wird ab Anfang April ein Online-Portal eröffnet, dass die Planung von Prädikatsveranstaltungen – also zum Beispiel die 38 Deutschen Meisterschaften vom Rallyesport bis zum Motocross – für die Zeit nach dem 1. Juni vorsieht. Über den Veranstalterzugang von mein.dmsb.de können Termine und Ersatztermine für Prädikatsveranstaltungen benannt und mit Planungen anderer Veranstalter abgeglichen werden. So sieht der ausrichtende Club, der möglicherweise eine Veranstaltung von Anfang Mai in die zweite Jahreshälfte verschieben muss, welches Datum in seiner Disziplin noch frei ist und ob andere Veranstalter möglicherweise den gleichen Termin belegen wollen. „Wenn wir dann irgendwann wieder mit Motorsport beginnen können, dann werden sich Hunderte von Veranstaltungen auf viel weniger Wochenenden verteilen müssen”, so Dr. Ennser. „Wir wollen den veranstaltenden Clubs über unser Portal mein.dmsb.de die Möglichkeit geben, Engpässe zu vermeiden. Dabei sind wir natürlich nicht naiv: Auch wir wissen nicht, ob der 1. Juni nicht viel zu optimistisch gewählt ist. Aber untätig abzuwarten und erst mit Planungen zu beginnen, wenn tatsächlich feststeht, wann es weitergeht, wäre fahrlässig. Wir sehen uns da in der Verantwortung gegenüber den aktiven Sportlern und der gesamten Motorsportbranche.” Daher sollen die Kalenderplanungen regelmäßig überprüft werden. Mit zweimonatigem Vorlauf wird zunächst für den 1. Juni als Stichtag geplant. Anfang Mai wird die Gesamtsituation vom Präsidium des DMSB neu bewertet und der Re-Start der Saison gegebenenfalls auf den 1. Juli – oder noch später – verschoben. Dr. Gerd Ennser: „Dieser Stufenplan ist natürlich nicht ideal, aber er gibt allen Beteiligten ein wenig mehr Planungssicherheit. Natürlich entscheiden nicht wir, wann die ersten Rennen wieder stattfinden können, dafür sind die Behörden zuständig. Aber wir entscheiden, wie gewissenhaft und professionell der DMSB und alle Beteiligten sich auf diesen Tag vorbereiten. Sicher ist: Es wird auch nach der Corona-Pandemie Auto- und Motorradveranstaltungen geben, und für diesen Tag wollen wir für den deutschen Motorsport die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen.”

Eschdorfer European Hill Race findet 2020 nicht statt

14. März 2020

Die Union des Pilotes, Veranstalter des Automobil-Bergrennens in Eschdorf/Luxemburg, bedauert mitteilen zu müssen, dass sie die Entscheidung getroffen hat, die 32. Ausgabe, die am Wochenende des 1. bis 3. Mai 2020 hätte stattfinden sollen, wegen der Corona-Krise dieses Jahr nicht auszutragen. „Mit einem internationalen Teilnehmerfeld von fast 200 Fahrern und je nach Witterungsbedingungen bis zu über 4.000 Zuschauern, davon etwa die Hälfte aus Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und der Schweiz anreisend, liegt es auf der Hand, dass unser Event ein zu großes Risiko darstellen würde, das Covid19-Virus weiterzuverbreiten, weshalb wir es als unsere Pflicht ansehen, diese schwierige Entscheidung mit Rücksicht sowohl auf die Anrainer als auch die potenziell anwesenden Motorsportfreunde zu treffen.“, erklärt Alain Pier, Präsident des Organisationsstabs. „Obschon wir selbstverständlich hoffen, dass sich die Lage in Luxemburg und Europa bis Anfang Mai entkrampfen möge, haben wir es vorgezogen, eine vorzeitige Entscheidung zu treffen, um es jedem, ob Teilnehmer oder Zuschauer, zu erlauben, in einem angemessenen zeitlichen Rahmen planen zu können und nicht letztendlich kurzfristig doch absagen zu müssen, ein Risiko, das wir uns Hand aufs Herz auch finanziell nach der extrem defizitären, durch die Trauerfeierlichkeiten nach dem Ableben von Grossherzog Jean im Ablauf stark reduzierten Vorjahresausgabe nicht leisten können und wollen.“ Aufgrund der derzeit stetig wachsenden Zahl ausländischer Veranstalter, welche ebenfalls ihre Rennen absagen müssen, von denen viele jedoch auf ein späteres Datum im Laufe der Saison auszuweichen versuchen, und angesichts des ohnehin bereits sehr eng belegten internationalen Terminkalenders, ohne zuverlässig voraussagen zu können, ab wann überhaupt ein normaler Sportbetrieb wieder aufgenommen werden kann, hat die Union des Pilotes des Weiteren entschieden, nicht auf ein hypothetisches Ausweichdatum für die 2020er Ausgabe zu spekulieren: „Es ist quasi unmöglich, ein freies, passendes Datum zu finden im Rahmen der Terminkalender unserer Prädikate Luxemburger und Deutsche Bergmeisterschaft, KW Berg-Cup, TCR Hill Climb Series, NSU Bergpokal und Renault Clio Hill Climb Trophy und zugleich eine Terminkollision mit Läufen zur Europa-, belgischen, französischen und Schweizer Bergmeisterschaft zu vermeiden, aus denen jedes Jahr zahlreiche Spitzenfahrer uns mit ihrer Teilnahme in Eschdorf beehren. Wir haben uns deshalb schweren Herzens dazu durchgerungen, unsere 32. Ausgabe erst voraussichtlich am Wochenende des 1./2. Mai 2021 auszutragen. Im Augenblick ist das Wichtigste, dass jeder einzelne sich des Ernsts der Lage bewusst wird und sein Teil der Verantwortung im solidarischen und gemeinsamen Kampf gegen das Virus beiträgt.“ von Patrick Weber

News zum Saisonstart am Berg – Stand der Dinge

13. März 2020

Die Bergrennsport-Saison 2020 wirft ihre Schatten voraus und BiD möchte auf Test- und Einstellmöglichkeiten, sowie die ersten Berg-Rennveranstaltungen des Jahres hinweisen. In wieweit der neuartige Coronavirus sich auf unsere Veranstaltungen auswirkt, ist aktuell schwer einzuschätzen. Wenn man jedoch bedenkt dass sich aktuell täglich die Lage verschärft, kommt man schon ins Grübeln. Schwächt sich der Virus mit dem Ende der üblichen Grippesaison im April ab oder beschäftigt uns das Phänomen auch über die Sommermonate? Dies kann momentan niemand vorhersagen und so verfolgen die Organisatoren der ersten Saisonrennen der Deutschen Bergmeisterschaft die laufende Entwicklung mit Sorge. Selbst für die Verantwortlichen der Bergrennen in der Jahresmitte müssen sich spätestens ab Anfang Mai entschieden ob man die zu diesem Zeitpunkt anfallenden Investitionen tätigt sowie mit den im Vorfeld anstehenden Ausgaben in Vorlage geht und das Risiko einer Absage durch die Behörden, wenige Tage vor der Veranstaltung in Kauf nimmt. Erste Bergrennen, wie das Rechbergrennen und die Bergrallye Pöllauberg in Österreich sowie die Schweizer Bergrennen von Reitnau wurden bereits vorsorglich abgesagt. Logischer Weise ist auch Italien betroffen, hier musste man bereits zwei Events absagen. Vorige Woche wurde das Bergrennen „Salita del Costo“ in Norditalien, welches für Ende März geplant war, abgesagt. Am heutigen Freitag musste zudem der Auftakt zur italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) von Anfang Mai, mit dem Bergrennen „Trofeo Lodovico Scarfiotti – Sarnano Sassotetto“ abgesagt werden. Tendenz steigend! Auftakt der Bergrennen in deutschen Landen sollte erneut der Bergpreis Schottenring am 25./26. April darstellen, der am Donnerstagabend vorerst abgesagt wurde. Gefordert sind bei diesem reinen Tourenwagen-Rennen die Fahrer von Produktions- und Spezialtourenwagen. Schon für den Freitagnachmittag (24.04.) waren die beliebten Test- und Einstellfahrten auf der 3.033 Meter langen Bergpiste im hessischen Vogelsbergkreis angesetzt. Traditionell sind bei dieser Veranstaltung auch die GLP-Aktiven stark vertreten. Die Nennliste „Rennen“ und „Gleichmäßigkeitsprüfung“ war bereits recht gut gefüllt. Der MSC Rund um Schotten möchte keinesfalls Zuschauer, Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vielen Teilen Deutschlands, Helfer und auch die Bevölkerung des Fahrerlagerorts Rudingshain mit einem nicht kalkulierbaren Risiko einer Ansteckung mit dem Virus zu konfrontieren. Allerdings möchte die Hessen nicht wie im Jahr 2014 die Veranstaltung gänzlich absagen. Wann die Veranstaltung in 2020 nachgeholt wird, soll zu gegebener Zeit bekanntgegeben werden. Für den Ostermontag (13. April) hatte sich der Luxemburger Automobilclub nach neunjähriger Pause, die Wiederauferstehung des Bergrennens von Holtz vorgenommen. Als erster Lauf der Luxemburger und Belgischen Bergmeisterschaft ist die Eintagesveranstaltung auch eine ideale Testmöglichkeit für Deutsche Fahrer. Auf Anfrage von „BiD“ […]

17. Int. Bergpreis Schottenring auf unbestimmten Termin verschoben!

12. März 2020

„Die Hoffnung währt am Längsten“. So war auch die Haltung des MSC Rund um Schotten, zur Durchführung des 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring. „Diese Hoffnung hatten wir auch in unserer letzten Vorstandssitzung noch. Leider haben sich in den letzten Tagen aufgrund der Corona Epidemie, die auch in Deutschland mit stark steigenden Zahlen grassiert, die Hoffnungen zerschlagen“, so die Rennleitung der deutschen Auftaktveranstaltung. Nun hat auch das Hessische Sozialministerium Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern per Anordnung bis auf weiteres untersagt. „Dies hat bei uns in den letzten beiden Tagen Überlegungen angestoßen. Leider gibt es keine Alternative: Der Bergpreis kann vom 24.-26. April 2020 definitiv nicht stattfinden“. „Wir als verantwortungsbewusster Verein können es uns keinesfalls erlauben, unsere Fans, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unsere Helferinnen und Helfer und auch die Bevölkerung des Schottener Ortsteils Rudingshain mit einem überhaupt nicht kalkulierbaren Risiko einer Ansteckung mit dem Virus auszusetzen“, so MSC Schatzmeister und Streckensprecher Timo Neumann. „Natürlich reden wir von einer Freiluftveranstaltung, das wissen auch wir, aber es gibt mittlerweile auch schon Anordnungen in anderen Bundesländern, dass Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen in geschlossenen Räumen und auch im Freien untersagt werden. Uns bleibt auch aus diesen Gründen keine Alternative, die Fakten sind, wie sie sind und werden auch durch Schönreden und andere Beschwichtigungen nicht anders“. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit werden sich die Anordnungen auch im Vogelsbergkreis deutlich verschärfen, damit ist täglich, eigentlich schon stündlich zu rechnen. Allerdings möchte der MSC Rund um Schotten nicht wie im Jahr 2014 die Veranstaltung gänzlich absagen. Die Verantwortlichen haben deswegen gestern und am heutigen Tag Marathon-Telefonkonferenzen und auch persönliche Termine mit dem DMSB, dem KW Berg Cup, der GLPberg und auch seinen Partnervereinen geführt. Daraus hat sich ergeben, dass eine Verschiebung unumgänglich ist. Wann die Veranstaltung nachgeholt wird, soll zu gegebener Zeit bekanntgegeben werden. Rückfragen bitte ausschließlich per Mail an uns, bitte an bergpreis@schottenring.de

Tourenwagen-Legenden mit Original DTM-Fahrzeugen der 80er und 90er am „Uphöfener Berg“

11. März 2020

Eine spektakuläre Neuheit gibt es am 1./2. August 2020 beim 53. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen auf dem 2, 030 km langen „Uphöfener Berg“:  Eine Auswahl der phantastischen Tourenwagen der Ex-DTM und anderer Top-Rennserien von der Rundstrecke, aus den 80 er und 90 er Jahren nimmt erstmals im Rahmen von Demonstrationsrennen an dem beliebtesten Automobil-Event im Norden teil. Die Kultfahrzeuge von Mercedes Benz, BMW, Audi, Opel und anderer Marken elektrisieren damals wie heute zigtausende Fans. Die Serie bietet Automobilsport vom Allerfeinsten und hier haben die Gäste die besondere Gelegenheit, die Boliden im Fahrerlager aus allernächster Nähe zu bewundern und mit den sympathischen Fahrern der PS-Legenden „Benzingespräche“ zu führen. Die Serie präsentiert sich als große Motorsport-Familie, bei denen die Liebe zu den Kultfahrzeugen und der Spaß im Vordergrund stehen. Die Gäste des Bergrennens dürfen sich auf einmalige und wunderschöne Fahrzeuge mit einem grandiosen Sound freuen. Infos zur Serie auch unter www.tourenwagen-legenden.de

DMSB Bergmeister-Ehrung 2020 wieder im Südwesten

28. Februar 2020

Der Homburger Automobilclub richtet die Ehrung der DMSB Berg-Prädikate 2020 aus, dies ist eines der Ergebnisse der DMSB Berg-Veranstaltertagung vom 8. Februar in Frankfurt. Der Veranstalter des Homburger ADAC Bergrennens hat sich bereiterklärt den festlichen Rahmen seiner Jahresabschlussfeier mit den Meistern und Platzierten der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und der beiden DMSB Berg-Cups zu teilen. Eingeladen sind zudem Delegationen aller Berg DM-Rennveranstalter der Saison 2020. Schauplatz der Feierlichkeiten wird das Dorfgemeinschaftshaus der westpfälzischen Gemeinde Käshofen sein, bekanntlich der Zielort des hiesigen Bergrennens. Der Termin, Samstag 23. Januar 2021 steht seit wenigen Tagen fest. Die HAC-Verantwortlichen machen sich bereits die ersten Gedanken über das Programm an diesem Abend. Neben ein bis zwei Showblöcken, kommt es zudem zur Ehrung der lokalen Clubmeister und verdienter Mitglieder. Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Stellplätze für Wohnmobile sind ebenfalls vorhanden.

Doku über Berg-Legende Helmut Kalenborn

26. Februar 2020

Er ist auf der Sonnen-Insel Mallorca eine Motorsport-Legende. Neunmal hat der Deutsche Helmut Kalenborn die Balearen-Bergmeisterschaft gewonnen und durch seine bescheidene Art auch die Herzen vieler Fans. In einem Zeitraum von vier Jahren verfilmte Regisseur Joan Gibert das Leben des inzwischen 79 Jahre alten Wahl-Mallorquiners. Nun steht das filmische Werk vor seiner Uraufführung. Die Dokumentation „Helmut Kalenborn, el kaiser de las alturas” (sinngemäß „Helmut Kalenborn, der Kaiser der Gipfel”) wird am Dienstag, 3. März 2020, auf Spanisch mit deutschen Untertiteln im Trui Teatre in Palma de Mallorca geladenen Gästen präsentiert. Der Regisseur und Produzent Joan Gibert hat an seinem Werk lange und mit viel Herzblut gearbeitet. Er kennt seinen Protagonisten schon seit vielen Jahrzehnten. Der Rheinländer genießt auf Mallorca nicht nur bei den Motorsportfans Kult-Status. Im Jahr 1976 hatte es Kalenborn, der im April seinen 80. Geburtstag feiert, durch Zufall nach Mallorca verschlagen. Nur wenige Monate später bretterte der Kfz-Meister und Rennfahrer dann erstmals die Bergrennstrecke „Puig Major“, im Norden der Insel hoch. Was folgte, ist Historie, die Gibert in seinem Streifen ausführlich erzählt. BiD wird in Kürze zum 80. Geburtstag von Helmut Kalenborn eine große Story bringen.

Vilarinos V8-Norma jetzt doch in Österreich gelandet

18. Februar 2020

Der Kärntner Bernhard Gradischnig wird die Saison 2020 mit einem neuen Rennboliden in Angriff nehmen. In den letzten Jahren war er bei seinen ausgewählten Rennen im Zuge der Österreichischen Bergstaatsmeisterschaft immer ein Anwärter auf Topplatzierungen oder Siege. Dabei kam zunächst der Ex-Wilhelm Osella PA 20/S zum Einsatz, ehe man diesem gegen einen Norma M20F mit 3l Nissan Motor tauschte. Mit diesem Boliden konnte Bernhard zusammen mit seinem Team sich zeitentechnisch immer weiter verbessern und Erfahrungen sammeln. So konnte ein dritter Gesamtrang beim Bergrennen St. Anton/J. sowie ein zweiter Gesamtrang beim Bergrennen Altlengbach in der Saison 2019 realisiert werden. Vor einigen Wochen konnte Bernhard dann seine „blaue Elise“, wie er seinen Norma M20F Nissan nannte, verkaufen. Danach war im Team die Überlegung auf einen 2-Liter Rennsportwagen zu wechseln, wobei hier ein Osella PA2000 oder ein Tatuus Formel Master in die engere Auswahl kam. Schlussendlich entschied man sich aber trotzdem wieder für einen 3-Liter Boliden, da die Fahrfreude für Bernhard mit solch einem Fahrzeug weitaus größer ist. Die Wahl fiel dann auf den Norma M20FC Judd vom ehemaligen Berg-Europameister Andres Vilarino, welcher diesen Boliden seit 2016 bei ausgewählten Bergrennen einsetzte. Der Bolide war eigentlich schon nach Frankreich verkauft, doch die Finanzierung platzte wohl. Und so ergab sich die Gelegenheit diesen nicht nur optisch sondern auch technisch in einem einwandfreien Zustand befindlichen Wagen zu ergattern.  So wurde der Norma diese Woche in Spanien abgeholt. Nach kleinen Anpassungsarbeiten, ist der erste Renneinsatz mit diesem spektakulären Fahrzeug beim Rechbergrennen am 25.-26. April 2020 geplant. Derzeit ist die Vorfreude im Team Gradischnig auf den ersten Einsatz mit diesem Renner sehr groß, jedoch wird man den um einiges stärkeren Boliden vorerst mit Respekt begegnen. von www.hillclimbfans.com

Krähberg-Classix – Oldtimerfahrt und Gleichmäßigkeitslauf an historischer Stätte

16. Februar 2020

Das Krähbergrennen im Odenwald – ein Mythos wird wieder lebendig, wenn auch höchstwahrscheinlich nur als einmalige Veranstaltung. Geplant sind keine Rennen, keine Formelfahrzeuge aber historische Fahrzeuge und alles rund um die traditionelle Bergrenn-Strecke von damals. Ausgeschrieben ist ein Gleichmäßigkeitslauf für Oldtimer. Bei den ersten Gesprächen der Clubmitglieder von Beerfelden Classix e.V. fiel der Wunsch, dass es schön wäre wieder ein Motorsportereignis im Odenwald bzw. am Krähberg zu haben. Durch die benachbarten Rennen in Zotzenbach und Eichenbühl war man stark motiviert. Doch egal wo man diese Idee vorbrachte, hieß es nur, „das geht eh nicht mehr“ oder „das kriegt man nicht mehr genehmigt“. Dies war für die Clubmitglieder der Antrieb zu sagen, wir probieren es! Inzwischen konnten die Veranstalter den früherem Krähberg-Rennleiter und DMSB-Kommissar Reinhold Hofmann in beratender Tätigkeit für das Projekt gewinnen. Ebenso die tatkräftige Unterstützung zweier Mitglieder des MSC Rodenstein. Der Motorsport am Krähberg im südhessischen Odenwald hat eine viel längere Tradition als sogar die meisten Einheimischen wissen. Tatsächlich gehört der Krähberg zu den wenigen deutschen Bergrennstrecken welche sowohl vor, als auch nach dem Zweiten Weltkrieg genutzt wurden. Von 1921 bis 1927 starteten hier bereits die damals bekanntesten Rennfahrer, wie Hans Stuck oder Rudolf Caracciola. Von 1964 bis 1993 schloss sich dann eine 30 Jahre währende Rennenserie in der Deutschen Bergmeisterschaft an, welche ebenfalls bekannteste Fahrer und ebenso hochkarätige Fahrzeuge am Krähberg sah. In diese Zeit fielen auch mehrere der größten Rallyes, welche die Krähbergstrecke als Bergwertung mit einbezogen hatten. Die bekannteste war sicher die Olympia-Rallye 1972 mit allen Rallyestars dieser Zeit. Walter Röhrl konnte hier erstmals dem internationalen Publikum sein außergewöhnliches fahrerisches Können auf Ford Capri unter Beweis stellen. Nach dem Aus des legendären Krähbergrennens im Jahre 1993, schien die Oberzent um ein tolles Motorsportereignis ärmer zu sein. Beerfelden-Classix e.V. möchte mit diesem historischen Gleichmäßigkeitslauf, den Flair wieder versprühen und eine Zeitreise im Gedenken an den Mythos antreten. Am Samstag, den 30.05.2020 findet in der Professor Walter Hofmann Halle, Brunnengasse 12, 64743 Oberzent, die offizielle Eröffnung der Krähberg-Classix statt, unter dem Motto „Rennfahrer, Benzingespräche und Oldtimer“. Jeder Besucher kann vorab gemütlich durch das Fahrerlager schlendern und anschließend der Eröffnung beiwohnen. Hierbei werden diverse Interviews, Bilder und so manche Überraschungen geboten. Eintritt frei. Am Pfingstsonntag, den 31.05.2020 ab 8.00 Uhr werden die Trainingsläufe abgehalten, im Anschluss daran die Wertungsläufe. Die Siegerehrung ist für 19 Uhr angesetzt. Weitere Infos und alle Ausschreibungsunterlagen unter: www.kraehberg-classix.de

Steiner mit neuem Honda-Turbomotor

6. Februar 2020

Auch Marcel Steiner macht sich 2020 in seiner Schweizer Heimat rar. Nicht dass er dem 2019 ungeschlagenen Eric Berguerand und dessen Lola-Cosworth ausweichen will. Im Gegenteil, für den LobArt ist momentan bei Helftec in Hildisrieden ein neuer Honda-Turbomotor in der Entwicklung, mit dem er dem Walliser vom Material her wieder Paroli bieten sollte. Den Motor aus einem serienmässigen Civic Type R lieferte der Honda-Händler aus Oberdiessbach selbst. Daraus machen die Luzerner, die auch die Drift-Boliden von Yves Meyer vorbereiten, ein Rennaggregat. Um das für Bergrennen in der Gruppe E2 der Rennsportwagen vorgeschriebene Hubraumlimit von drei Liter nicht zu überschreiten (Turbofaktor 1,7 für Benziner), wird er auf 1750 ccm reduziert. Damit wird deutlich mehr Leistung und ein besseres Drehmoment generiert als mit dem bisher verwendeten Honda-Mugen-3.0-V8-Saugmotor. In Frankreich pulverisierte Champion Geoffrey Schatz mit einem Norma-Oreca-Turbo-Sportwagen alle Rekorde, auch planen weitere bekannte Bergspezialisten ihre Saison mit diesem Konzept. Marcel Steiner: «Ich spüre, dass ich in diesem Winter wieder mehr motiviert bin. Dies ist eine neue Herausforderung für mich. Nun hoffe ich, dass auch LobArt wie versprochen Modifikationen für das Chassis liefert.» Mehr Starts im Ausland: Nachdem er schon fünfmal Schweizer Rennsportwagenmeister und mehrmals Vizemeister war, konzentriert sich Steiner nicht mehr auf die nationale Schweizer Szene. Geplant sind nur noch heimische Starts in Reitnau, St-Ursanne, Oberhallau und vor dem Heimpublikum am Gurnigel. Dafür fährt der wie Ronnie Bratschi im Ausland beliebte und populäre Berner bei ausgesuchten Veranstaltungen wie Eschdorf (L), Rechberg (A), Ecce Homo (CZ), Glasbach (D), Osnabrück (D), St. Agatha (A) und eventuell Mickhausen (A). Diese Bergrennen zählen teilweise zur EM, zum FIA Hill Climb Cup oder zu nationalen Meisterschaften. Fernes Saisonziel für Steiner (und Bratschi) ist die Teilnahme am vierten FIA Hill Climb Masters Mitte Oktober in Portugal. von Peter Wyss / www.autosprint.ch

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