1.Vorschau Homburg: Im Rennwagen mit 200 km/h hinauf nach Käshofen

7. Juli 2019

Die Saison der Bergrennen in Deutschland ist mit dem 46. Homburger ADAC Bergrennen vom 12.-14. Juli 2019 praktisch auf dem Höhepunkt angelangt. Nach den Läufen am hessischen Vogelsberg bei Schotten, dem Auslandsstart im luxemburgischen Eschdorf im Mai, dem Eifel-Klassiker von Wolsfeld an Pfingsten, dem auch zur Europameisterschaft zählenden Glasbachrennen in Thüringen und dem Ibergrennen vom letzten Juni-Wochenende im Eichsfeld, zieht es nun den Tross der PS-starken Bergsteiger samt „Schraubern“ und Familien, weiter in die Saarpfalz zur Traditionsveranstaltung auf der Käshofer Straße, zwischen der saarländischen Kreisstadt Homburg und dem westpfälzischen Dorf Käshofen, die Sickinger Höhe hinauf. Dazugesellen werden sich die Fahrerinnen und Fahrer aus der Luxemburger Bergmeisterschaft sowie Gaststarter aus Belgien, Frankreich, Österreich und der Schweiz, sodass das 150 Rennwagen zählende Feld international aufgewertet wird. Wie bei Bergrennen üblich, geht so ziemlich alles an den Start was vier Räder hat, außer Go-Karts, Renntrucks und der Formel 1. Die Vielfalt ist groß. Von 75 bis 750 PS  reicht die Leistungsspanne. Am Ablauf zum Einzelzeitfahren stehen Tourenwagen verschiedener Verbesserungsgrade, Rennsportwagen à la Le Mans und Monoposto-Rennwagen bis Formel 3 und 2. Auch die Old- und Youngtimer-Liebhaber kommen bei der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) auf ihre Kosten. Straffer Zeitplan mit Rahmenprogramm Schon ab dem kommenden Mittwoch werden die ersten Rennteams im Fahrerlager an der L 120 zwischen dem Homburger Schießhaus und dem Stumpfen Gipfel erwartet, um ihre Zelte und Renntransporter in Stellung zu bringen. Ab Freitag (12. Juli – 15 Uhr) ist die Käshofer Straße bis Sonntag 21 Uhr, für den Straßenverkehr voll gesperrt. Um diese Zeit beginnt auf der Fahrerlagerwiese bereits die Technische Abnahme der Rennfahrzeuge, bei freiem Eintritt für interessierte „Technikfreaks“. Jeweils drei komplette Durchgänge an beiden Tagen, werden die Zuschauer zu Gesicht bekommen. Am Samstag stehen von 8 Uhr 30 bis 18 Uhr die Trainings- und Qualifikationsläufe auf dem Programm. Für die Rennläufe um Siege in den Klassen und Gruppen und natürlich in der Gesamtwertung schaltet am Sonntag, ebenfalls bereits um 8 Uhr 30, beginnend mit den leistungsschwächeren Klassen, die Startampel auf Grün. Gegen 19 Uhr ist dann die Siegerehrung im Fahrerlagerfestzelt anberaumt, wo drei Tage lang auch für das leibliche Wohl gesorgt wird. Das Rahmenprogramm besteht aus der Band „Hot Docs“ die am Samstagabend ab 17 Uhr im Festzelt aufspielen wird. Zwischen den Trainings- und Rennläufen geht der 12-jährige Max Reis aus Ramstein, aktuell jüngstes HAC-Mitglied, auf die Strecke. Der Deutsche Meister im Kart-Sport und WM-Teilnehmer präsentiert zwischendurch seinen Rennkart auch am […]

Vorschau Massongex (CH): Kann Steiner Berguerands Siegesserie stoppen?

3. Juli 2019

Die Schweizer Berg-Saison macht keine Pause. Am Wochenende steht in Massongex (VS) bereits der dritte Lauf auf dem Programm. Gelingt Eric Berguerand der Hattrick? Nach den beiden Auftaktrennen in Hemberg (SG) und Reitnau (AG) gastiert die Schweizer Berg-Meisterschaft am Wochenende in Massongex zum dritten Lauf 2019. 106 Teilnehmer haben sich eingeschrieben, darunter 80 in den NATionalen Kategorien. Das ist gegenüber Reitnau weniger als die Hälfte, aber immer noch deutlich mehr als im Vorjahr, als nur knapp 60 Autos die 3150 Meter lange Strecke Richtung Vérossaz, oberhalb von Saint-Maurice, in Angriff nahmen. Der Grund für das eher bescheidene Starterfeld ist für viele die Streckencharakteristik. Diversen Vollgaspassagen folgen enge Spitzkehren. «Das geht teilweise richtig aufs Material», sagt Mitsubishi-Pilot Roger Schnellmann, der den Lauf in Massongex aus diesem Grund auslässt. Auch Marcel Steiner, der im Vorjahr in Massongex einen Motorschaden im Training erlitt, sagt: «Ein paar Kurven weisen eine große Höhendifferenz aus. Da muss man am Kurvenausgang warten, bis alle vier Räder wieder Kontakt zur Strasse haben. Wer da zu früh aufs Gas steht, handelt sich rasch einen Schaden ein.» Steiner hat die ersten beiden Duelle gegen Eric Berguerand in dieser Saison verloren und möchte in Massongex den Rückstand auf den Walliser auf keinen Fall noch größer werden lassen. Doch dieses Unterfangen wird schwierig. «Ich war in Reitnau etwas ratlos. Mein Gefühl im zweiten Lauf war besser als die Zeit auf der Anzeige. Aber ich werde in Massongex wieder alles geben und versuchen, Berguerand am dritten Sieg in Folge zu hindern.» Berguerand indes reist mit stolz geschwellter Brust zum ersten seiner beiden Heimrennen an. Zwei Siege und zwei neue Streckenrekorde stempeln den Mann aus Charrat bei Martigny zum Favoriten. Und das obwohl Berguerand im Vorfeld dieser Saison kein einziges Rennen und keinen einzigen Test absolviert hat. «Wir haben offenbar gute Arbeit über den Winter geleistet», sagt der 40-jährige Berguerand, dessen Vater Louis mit 81 Jahren übrigens der älteste Teilnehmer am Wochenende ist. Eric Berguerand ist in Massongex auch Rekordsieger. Von den seit 1984 24 ausgetragenen Rennen hat der furchtlose Walliser sechs gewonnen. Sein erster Sieg 2002 liegt bereits 17 Jahre zurück. Auf Platz 2 der ewigen Bestenliste rangiert Marcel Steiner mit drei nationalen Erfolgen (2010-2012). Den letzten Tagessieg im unteren Rhonetal sicherte sich Marcel Maurer. Der Formel-Renault-Pilot setzte sich im Vorjahr – nach dem Motorschaden von Steiner und den Anlasserproblemen bei Berguerand – in einem engen Duell gegen Christian Balmer durch. Beide sind […]

Vorschau Reitnau (CH): In der Kürze liegt die Würze

26. Juni 2019

Nach dem fulminanten Start der Schweizer Bergsaison in Hemberg steht am Sonntag die zweite Runde in Reitnau auf dem Programm. Wieder heißt das Duell Berguerand gegen Steiner. Am Sonntag (30. Juni) geht die Schweizer Berg-Meisterschaft in die nächste Runde. Schauplatz des zweiten Aufeinandertreffens ist Reitnau im Kanton Aargau (70 km von Basel aus). Das bis 2005 als Bergslalom deklarierte Rennen wurde erstmals 1965 ausgetragen und findet unter Leitung des ACS Mitte statt – und zwar auf der kürzesten Strecke im Kalender. Die Fahrer haben pro Lauf nur 1605 Meter zurückzulegen. Doch diese haben es in sich. «In der Kürze liegt die Würze», sagt der amtierende Berg-Champion Marcel Steiner und nennt die Schlüsselstellen des Parcours: «Start- und Zielkurve sind sehr wichtig. Aber auch in der Schikane kurz vor dem Ziel kann man entscheidende Zeit gewinnen oder verlieren.» Seit 2011 haben in Reitnau nur noch zwei Fahrer gewonnen: Eric Berguerand und Marcel Steiner. Und die Tagessieger der vergangenen Jahre sind auch bei der 54. Ausgabe die haushohen Favoriten. Beide haben beim Auftakt in Hemberg eindrucksvoll bewiesen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Weil die erste Runde an Berguerand in seinem Lola FA99 ging, ist Steiner für das Rennen in Reitnau natürlich besonders motiviert. Den Schaden, den er seinem LobArt LA01 Mugen in Hemberg zugeführt hat, ist längst wieder repariert. «Abgesehen von ein paar Kleinigkeiten, die wir noch aussortieren müssen, bin ich bereit für die zweite Runde», sagt Vorjahressieger Steiner. Auch Berguerand freut sich auf ein nächstes Duell mit dem Oberdiessbacher, der in Reitnau mit 47,86 sec den Streckenrekord hält. «Es lief sehr gut in Hemberg», meint Berguerand. «Aber wir waren beide noch nicht am Limit. Es geht noch schneller.» Von der Charakteristik her sind sich die Strecken in Reitnau und Hemberg ähnlich. Wenn es trocken bleibt und die Temperaturen am Morgen nicht schon zu hoch sind, liegt ein neuer Streckenrekord im Bereich des Möglichen. «Es wird auf jeden Fall wieder sehr eng werden», meint Berguerand, der in Reitnau mit 6:5 Siegen gegen Steiner führt. Hinter Berguerand und Steiner wird es ebenfalls eng werden. In Hemberg setzte sich zuletzt Thomas Amweg auf seinem Lola B99 gegen den erst 21-jährigen Robin Faustini (Reynard K01) im inneraargauischen Duell durch. Amweg hat gute Erinnerungen an Reitnau. 2018 wurde er dort Gesamtdritter vor Christian Balmer. Der wird sich im Kampf um den Sieg bei den Formelautos bis 2000 ccm gleich gegen zehn Gegner durchsetzen […]

Wetterkrimi am Glasbach – Favorit Lampert siegt dennoch

17. Juni 2019

Manchmal ist das Leben ungerecht. Das 24. Internationale Glasbachrennen, einziger Lauf der Berg-Europameisterschaft auf deutschen Boden, litt diesmal pünktlich zu den beiden Rennläufen unter den Wetterkapriolen, wie schon lange kein Bergrennen hierzulande mehr. Kurze Schauer zogen mehrfach über das Renngelände am Fuße des Rennsteigs. Die Reifenwahl wurde zum Lotteriespiel, zumal die Verhältnisse auf der 5,5 km langen Glasbachstraße aus dem Fahrerlager heraus, schlecht einzuschätzen waren. Die WhatsApp-Drähte glühten, und man war über jeden noch so kleinen Hinweis von der Strecke dankbar. Nach einem vierten Trainingslauf am Sonntagmorgen, der sich durch einen Zwischenfall im Rahmenprogramm verzögerte, stieg man kurz nach der Mittagsstunde in die für die EM-Wertung geforderten zwei Rennenläufe, zur Erzielung der Mindestdistanz von 10 Renn-Kilometern, ein. Die meist gestellte Frage am Wochenende betraf das Fernbleiben der italienischen Superstars der Bergszene, Simone Faggiloli und Christian Merli. Dies ist dem Wertungsmodus der Berg EM geschuldet, der pro Saisonhälfte (2x sechs Rennen) ein Streichresultat vorsieht. Da beide EM-Favoriten, in ihre Gruppen (E2-SC und  E2-SS) in den ersten fünf Veranstaltungen jeweils bereits die Maximalpunktzahl erreicht hatten, zogen es beide Piloten vor sich an diesem Wochenende in der Italienischen Meisterschaft zu duellieren. Der Spannung tat dies aber eher gut, denn so war der Kreis der Favoriten auf den Gesamtsieg auf einmal erheblich größer als sonst. Doch der Regengott sollte das Drehbuch noch einige Male umschreiben. Gleich zwei Mal Wetter-Glück hatten nur wenige. Diese Piloten kamen aus Teilen der Tourenwagenklassen E1-1400 und 1600 ccm. Dies machte erst eine etwas längere Unterbrechung durch den Motorschaden am Opel Kadett C 16V von Edi Bodenmüller im ersten Lauf und ein Wolkenbruch in Lauf zwei möglich. Die Top-Rennsportpiloten fanden eine langsam abtrocknende Piste vor, sodass sich nach dem ersten Durchgang der amtierende KW Berg-Cup Gesamtsieger Thomas „Tom“ Strasser (VW Scirocco 16V) von seinem österreichischen Landsmann Christoph Lampert  im Osella FA 30 Zytek (Foto oben) und der Luxemburger Guy Demuth (Norma M20F Judd), eingerahmt sah. Diego Degasperi in einem Osella des Faggioli-Teams folgte auf Rang vier, vor den glücklichen Berg-Cup´lern Stefan Faulhaber, Hansi Eller und Roland Christall. Der zweite Lauf brachte dann einen mächtigen Regenguss, sodass sich wenigsten die Frage der Reifenwahl nicht mehr stellte. Um Regenreifen kam nun niemand mehr herum. Bis zur E1-Klasse bis 1600 ccm hatte es aber gehalten, sodass vor dem Start der großen Tourenwagen, GT3 und den Rennsportfahrzeuge der Name Stefan Faulhaber im Opel Kadett C mit Minichberger-Triebwerk (Foto Mitte) ganz oben auf den Zwischenresultaten […]

Vorschau: Stark besetzte Schweizer Bergrennen

11. Juni 2019

So spät wie in keinem anderen Land beginnt die Bergmeisterschaft in der Schweiz. Den Anfang macht Hemberg am 16. Juni, danach folgen Reitnau am 30. Juni, Massongex am 7. Juli, Ayent–Anzère am 28. Juli, St-Ursanne–Les Rangiers am 18. August (auch Lauf zur EBM), Oberhallau am 25. August (wo auch der KW-Berg-Cup fährt), Gurnigel am 8. September und Châtel-St-Denis–Les Paccots am 15. September. Einen Vorteil hat der späte Saisonbeginn im Sommer: Die Spezialisten konnten sich bei Bergrennen im Ausland oder bei der ebenfalls populären und von etlichen Piloten parallel bestrittenen Slalom-Meisterschaft warm fahren. Als Titelverteidiger tritt Marcel Steiner mit seinem LobArt-Mugen LA01 an, einem Exoten unter den Rennsportwagen. Da sie von den Italienern kaum Hilfe bekommen, verbessert Steiner Motorsport den in der Gruppe E2-SC bis 3000 eingeteilten Sportwagen von Saison zu Saison selbst. Auch der bald 44-jährige Inhaber einer Automobil-Werkstätte in Oberdiessbach im Berner Oberland wird immer besser, was seine Streckenrekorde untermauern. Dass Steiner nach der Winterpause sofort in Form kam, bewies der Tagessieg in Eschdorf über Leute wie Sébastien Petit, Guy Demuth und Landsmann Joël Volluz. «Aufgrund von Petits Übung bei den ersten Rennen 2019 und dem letztjährigen Saisonverlauf, als er in Osnabrück und Gubbio klar vor mir lag, war das nicht unbedingt zu erwarten.  Mit einem neuen KW-Fahrwerk macht das Fahren nun noch mehr Spaß. Daher freue ich mich auf die Schweizer Bergrennen.» Als deutsche Bergrennen hat Steiner im August Osnabrück und nach Abschluss der Schweizer Saison Mickhausen in seinem Programm. Steiners härtester Gegner wird Eric Berguerand sein, der ebenfalls schon fünf SM-Titel bei den Rennsportwagen auf seinem Konto hat. Der Walliser hat seinen Eigenbau-Lola auf Basis eines früheren Formel 3000 nun mit weiteren Karosserieteilen von Force India F1 modifiziert. Nachdem er 2018 mit einem F1-Frontspoiler einen Entwicklungssprung gemacht hatte, kommen nun entsprechende Flanken und ein Heckflügel aus der Formel 1 hinzu. Nach Berguerands Rekordfahrten bei den letzten zwei Schweizer Bergrennen 2018 am Gurnigel und in Les Paccots darf man auf seine Zeiten besonders gespannt sein. Im Gegensatz zu Steiner ist Hemberg sein erstes Saisonrennen 2019. Ob dies ein Nachteil ist, wird man sehen. Mit Thomas Amweg (Lola-Cosworth) und Robin Faustini (Reynard-Mugen) sind zwei weitere schnelle Piloten mit V8-Rennwagen aus der Klasse E2-SS bis drei Liter bereits ab dem Saisonauftakt am Start. In den Kampf zwischen Berguerand und Steiner um den Tagessieg werden sie bei normalen Bedingungen aber kaum ein Wort mitreden. Viel eher ist dies Joël Volluz zuzutrauen. […]

Rekord-Starterfeld zum Pfingstklassiker in Wolsfeld

6. Juni 2019

Traditionell steht das Wolsfelder ADAC Bergrennen am Pfingstsonntag (Training) und –Montag (Rennen) in der Südeifel bei Bitburg auf dem Programm, wo der EMSC Bitburg zum Bergfestival einlädt. Dabei darf man sich einen äußerst spannenden Kampf um den Gesamtsieg erwarten, wobei auf der 1,6km kurzen Bergstrecke das Rekord-Feld der 206 Formel- und Tourenwagen wieder sehr eng zusammen liegen wird. Bei den offenen Boliden wird wohl der Franzose Anthony Loeuilleux (2018 Gesamtsieger in Homburg) mit seinem Tatuus Formel Master S2000 einer der großen Favoriten in Wolsfeld sein. Mit dem spektakulären Boliden ist ihm auf der recht schmalen Strecke, auf der er erstmals antritt,  sicherlich einiges zum zuzutrauen. Dabei wird es ihm aber die Konkurrenz keines Falls leicht machen, allen voran der Deutsche Georg Lang, der mit seinem spektakulären MSW-VW/Audi HS001 sicherlich nicht unterschätzt werden sollte. Mit diesem Boliden wird er im Kampf um den Gesamtsieg durchaus ein kräftiges Wort mitreden. Aber auch der Nordhesse Christian Triebstein ist hier mit seinem Dallara F302 keines Falls außer Acht zulassen. Auch er sollte im Kampf um den Gesamtsieg durchaus ein entscheidende Rolle tragen. Gespannt darf man auch auf den ersten Deutschland Auftritt von Alexander Hin im PRC FPR 12 Honda sein, der mit diesem Boliden ebenfalls erstmalig in Wolfsfeld mit von der Partie sein wird. Mit seiner bekannt spektakulären Fahrweise dürfte er durchaus im Kampf um den Gesamtsieg ein kräftiges Wort mitreden. In dieser Klasse bekommt er es mit starker Konkurrenz in Form von Thomas Conrad zutun, der mit seinem CRS MTK S5/7 ebenfalls nicht außer Acht zulassen sein dürfte und der in Wolsfeld schon große Erfolge feiern konnte. Aus der Tourenwagenabteilung dürfte wohl die Schweizer Berglegende Bruno Ianniello  wohl wieder eine kräftige Rolle einnehmen. Mit dem spektakulären Lancia Delta S4 konnte er schon des öfteren „in seinem Wohnzimmer“ die Gesamtwertung für sich entscheiden, womit ihm auch 2019 durchaus einiges zugetraut werden darf. Jedoch bekommt er diesmal äußerst starke Konkurrenz aus der eigenen Nation. Ronnie Bratschi wird mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO (Foto oben) wieder einmal in Wolfsfeld an den Start gehen und mit dem spektakulären Boliden sicherlich für ein Highlight sorgen. Man darf gespannt sein wie er auf der 1,6km kurzen Strecke von Wolsfeld mit seinem „Bergmonster“ zu Recht kommen wird. Aber auch der Belgier Martin Bach ist bei den Tourenwagen mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 6 keines Falls zu unterschätzen. Auch ihm ist als amtierender belgischer Bergmeister jederzeit ein voller Erfolg […]

Mickhausen kehrt mit Neuerungen in die Bergszene zurück

25. Mai 2019

Nach dem Ausfall 2018 wird es in diesem Jahr wieder ein Bergrennen in Mickhausen im Landkreis Augsburg  geben. Der Termin verbleibt auf dem traditionellen Datum Anfang Oktober. Erstmals werden die Motoren bei dem Großereignis in den Stauden nicht nur dröhnen, sondern auch surren. Denn zum ersten Mal wird es eine Klasse mit Elektroautos geben. Der Aufschrei bei vielen Fans und den aktiven Fahrern aus ganz Deutschland und dem Ausland war damals groß, als der ASC Bobingen ankündigte, dass es 2018 und vielleicht auch darüber hinaus aus organisatorischen Gründen kein Mickhausener Bergrennen geben werde. Entscheidend dafür war, dass sich unter anderem wegen Arbeitsüberlastung der langgediente Organisationsleiter Günter Hetzer zurückzog und es technische Probleme gab, die auf die Schnelle nicht gelöst werden konnten. Zwischenzeitlich  hat sich einiges verändert und aufgeklärt. Es hat sich eine neue Organisationsspitze gebildet, bestehend aus dem Trio Michael Kanth (Vereinsvorsitzender), Hinrich Groeneveld und Wolfgang Glas. Zum Rennwochenende  stößt noch Jürgen Guckert vom Homburger Automobilclub hinzu, der erstmals auf der rund zwei Kilometer langen Strecke hinauf Richtung Brikach als Rennleiter fungiert.  Sie haben nun ein schlagkräftiges Team um sich geschart, das gewillt ist, den Arbeitsaufwand für das Bergrennen zu stemmen. Die Genehmigungen für die Veranstaltung vom 4.-6. Oktober samt dem Drumherum sind bereits eingeholt, die bis zu 500 Hilfskräfte stehen Gewehr bei Fuß, und die wichtigen Finanzen sind geklärt. „Die Vorfreude auf das Großereignis, zu dem wieder bis zu 20.000 Besucher erwartet werden, bei allen Beteiligten, auch im Dorf, ist jetzt schon riesig“, sagt Kanth. Das alles konnte nur erreicht werden, weil der ASC Bobingen das Rennen etwas umstrukturiert hat. Ein entscheidender Schritt dabei ist, dass bei den Verbrennungsmotoren kein Rennen mehr nach den Regeln des internationalen Automobilsportverbandes FIA ausgetragen wird. Also, das Prädikat FiA International Hill Climb Cup nicht angestrebt wurde. „Die Auflagen dafür waren riesig, die Kosten hoch, der Arbeitsaufwand gigantisch und der Ertrag nicht so wie erwartet“, erklärt Kanth. Wie sich das auf die Internationalität des Starterfeldes auswirkt, wird sich zeigen. Ein neuer Pluspunkt  ist hierbei sicherlich die Wertung zur Luxemburger Bergmeisterschaft, die auch potente Rennfahrzeuge und einige namhafte Piloten mitsichbringt. Ansonsten wird nichts weggelassen, im Gegenteil, es kommen neue Dinge dazu: „Wir bauen neben dem VIP-Zelt ein weiteres Zelt für bis zu 350 Personen auf. Darin soll es am Freitagabend einen Unterhaltungsabend mit Musik, Essen und Trinken nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Öffentlichkeit geben“, betont Glas. Und auch am Samstagabend gibt es […]

Erneut Topfeld mit knapp 190 Startern in Eschdorf

27. April 2019

Anfang September 1988 gewann der Franzose Hervé Bayard im Martini-BMW Mk32 Formel 2 die Erstausgabe des Eschdorfer Bergrennens mit 20 Hundertsteln Vorsprung auf Jozef Zajelsnik im Ralt Rt20. Am Wochenende des 4./5. Mai organisiert die Union des Pilotes nun schon zum 31. Mal ihr traditionelles « European Hill Race », Lauf zur Luxemburger und zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum « KW-Berg-Cup » und erstmals auch dem deutschen „KW Berg-Cup National“. Einmal mehr wird sich also in dem kleinen Ardennerdörfchen Eschdorf zwischen Wiltz und Ettelbrück im Norden Luxemburgs alles um den Motorsport, PS-Power und hochdrehende Antriebsaggregate drehen. Sehr zur Freude der voraussichtlich erneut zahlreichen Zuschauer, die nicht nur aus Luxemburg, sondern vor allem auch Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, ja sogar der Schweiz und England anreisen werden, genießt das European Hill Race doch bis weit über die Grenzen Luxemburgs einen ausgezeichneten Ruf bei den Rennsportfreaks und zählt somit ohne Übertreibung zu den zehn meistbesuchten Sportveranstaltungen des Landes. Der zweifache französische Bergmeister 2017 und 2018 mit sieben Vize-Bergmeistertiteln 2004, 2006-2010, 2012, 2015 und 2016 sowie zweifache Bronzemedaillengewinner bei den FIA Masters von Sternberk/Tschechien 2016 und Gubbio/Italien 2018 Sébastien Petit sicherte sich im Vorjahr nach seinen beiden dritten Plätzen 2014 und 2015 nicht nur seinen ersten Eschdorf-Gesamtsieg, sondern fuhr in 48,260 sec. auch neuen Streckenrekord. Im Norma M20 FC mit 3 Liter-V8-Mugen-Honda-Motor (Foto oben) geht Petit dieses Jahr somit wohl als Favorit ins Rennen. Doch die Konkurrenz ist hoch motiviert, so etwa der im Vorjahr 30 Jahre nach seinem Vater Jupp mit nur 0,557 sec. Rückstand Gesamt-Zweite Patrik Zajelsnik (Slowenien), der im Norma-Mugen Honda M20 FC V8 im vergangenen September das bestbekannte Bergrennen Sankt-Agatha in Österreich gewonnen hat. Der Eschdorf-Sieger 2013, fünffache Schweizer Bergmeister 2010, 2011, 2012, 2017 und 2018 sowie deutsche Bergmeister 2008 Marcel Steiner seinerseits musste sich im Vorjahr wegen technischer Probleme am LobArt-Mugen Honda LA01 V8 mit dem undankbaren vierten Rang begnügen und möchte nun nach den Siegen von Vater Heinz in den Jahren 1995 und 1996 auf einem Martini-BMW Formel 2 endlich ein viertes Mal in Eschdorf die Siegesglocken für Familie Steiner läuten lassen. Mit Platz 2 in den Jahren 2014, 2015 und 2017, P3 2007, 2012 und 2016, P4 2013, aber auch als Dritter der Gesamtwertung und zugleich Goldmedaillengewinner in der Kategorie der FIA-Rennsportfahrzeuge beim ersten FIA Masters im Oktober 2014 auf der gleichen Strecke zählt der vierfache Schweizer Bergmeister 2013-2016 und amtierende Vize-Meister Eric Berguerand im Lola-Cosworth Fa99 F3000 zu den […]

„Bergmonster“-Festival im Kampf um den Eschdorfer Tourenwagen-Sieg

25. April 2019

Erneut eines der qualitativ besten Startfelder, das Eschdorf je sah, mit knapp 190 Fahrern aus Deutschland, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Slowenien und natürlich Luxemburg hat sich zur Jubiläumsausgabe am ersten Mai-Wochenende eingeschrieben, um in den Kampf der einzelnen Wertungen zum Gesamtsieg, zu Gruppen- und Hubraumklassensiegen, Damen-Pokal oder noch der Junioren-Wertung für U25-Fahrer zu ziehen. Drei Trainingsläufe sind am Samstag ab 9.15 Uhr vorgesehen, drei Rennläufe (so es keine zu großen Zeitverzögerungen wegen zu zahlreichen Ausrutschern geben möge) am Sonntag ab 8.30 Uhr. Im Vorjahr endete der heiße Kampf um den Tourenwagen-Gesamtsieg zwischen dem Schweizer Ronnie Bratschi und dem Franzosen Nicolas Werver für beide mit einem Ausrutscher im letzten Rennlauf, sodass sich Bratschi mit anderthalb Sekunden Vorsprung aus den Vorläufen durchsetzen konnte. Sowohl der dreifache Sieger des Internationalen FIA-Berg-Pokals 2016, 17 und 18 und eidgenössische Tourenwagen-Vize-Bergmeister 2018 im vom legendären Schweizer Tuner Eggenberger hochgezüchteten Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO als auch der inzwischen siebenfache französische Bergmeister 2010, 2012-16 und 2018 und sein herrlicher Porsche 997 GT2 haben sich für ein erneutes Duell der Giganten angekündigt. Und erneut fungiert der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz als Schiedsrichter, der seit 2004 in 54,40 sec. den Tourenwagenrekord hält und seinen bärenstarken Porsche 935 DPII im Vorjahr nur 4 Hundertstel hinter Markenkollege Werver einreihte. Der Deutsche Tourenwagen-Meister 2006 und 2013, dessen Fahrzeug wie jene seiner Gegner mit der (mindestens) 700 PS-Marke flirtet, wird mit nunmehr 70 Jahren in Abwesenheit des kürzlich bei einem durch einen von einem herumstreunenden Hund verursachten Sturz bei einer Fahrradtour verletzten Léon Linden den Senior im Feld darstellen. Im großen Feld der Outsider nennen wir beispielsweise die Schweizer Romeo Nüssli, Dritter der Schweizer Tourenwagen-Bergmeisterschaft 2017 und Gesamtsieger beim legendären Mickhausener Bergrennen 2016 (D), der 2017 bei seinem erstmaligen Start in Eschdorf den PS-starken ex-Gabat-Ford Escort Cosworth zum Tourenwagen-Gesamtsieg trieb, Thomas Kessler, Vierter der Schweizer Bergmeisterschaft 2018, der seinen Mitsubishi Lancer 2015 im Regen auf den 7 Gesamtrang inmitten der Formel- und Sportwagen gestellt hatte, sowie den zweifachen Schweizer Tourenwagen-Bergmeister 2017 und 2018 Fréderic Neff, der seinen Porsche 996 GT3-R stets beherzt zu Topzeiten driftet. Oder noch René Ruch und seinen soundstarken Ferrari F355 GT, treuer Gast in Eschdorf. Aus Frankreich möchten auch noch Tourenwagen/GT-Vize-Bergmeister 2016 Philippe Schmitter im extrem spektakulären Renault RS.01 mit 3,7 Liter-Turbomotor sowie sein Bruder Christian, Tourenwagen/GT-Vize-Bergmeister 2017 ein Wörtchen vorne mitreden, wobei der Letztgenannte seinen Porsche 997 GT3-R übrigens in etwas mehr als zwei Monaten […]

Flügelwerk statt Steigwerk – Bleibt der Schottenring Porscheland?

20. April 2019

Seit drei Jahren fährt der Gesamtsieger des ADAC Bergpreis Schottenring einen Porsche und kommt aus Österreich. Die Serie begann 2016 mit einem Triumph von Herbert Pregartner im 911 GT2 R, dessen Landsmann Herbert Stolz aus Innsbruck gewann im 935 DP II (Foto Mitte) vor zwei Jahren. Pregartner verbesserte den bestehenden Streckenrekord von Stolz um 1/100 Sekunde, setzte mit seinem „Bergmonster“ mit 1:16:113 Minuten letztes Jahr auf der 3033 Meter langen Strecke einen neuen Rekord und holte seinen zweiten Sieg vor dem Kitzinger Norbert Handa auf Lancia Delta Integrale und Stolz im 935er Porsche. Pregartner hat sich nach jahrzehntelanger Karriere inzwischen ebenso vom Bergrennsport verabschiedet, wie Handa. Ob sich Altmeister Stolz seinen Streckenrekord beim 16. ADAC Bergpreis nun zurückholt, wird sich zeigen. Die Karten werden beim Auftakt von 13 Läufen zum KW Berg Cup beim verantwortlichen MSC Rund um Schotten mit Wolfgang Wagner-Sachs an der Spitze, sowie den Organisationsleitern Alexander Hirth und Jann Philipp Wagner am letzten April-Wochenende (26.-28.04, 2019) wohl neu gemischt. Am Fuße des Hoherodskopfes werden erneut mehr als 140 Fahrerinnen und Fahrern aus Hessen, dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland erwartet, was einen neuen Nennrekord bedeutet. Insgesamt gehen 90 Teams im Rennmodus an den Start, sowie 56 Fahrerinnen und Fahrer in der Gleichmäßigkeitswertung für klassische Fahrzeuge. Neben der Frage um den Sieg und eventuell neuen Streckenrekord geht es im DMSB Automobil Bergcup, dem KW Berg Cup und dem NSU Bergpokal im KW Berg Cup um vordere Platzierungen und damit Punkte. Der Kampf um die Schottener Bergkrone wird wahrscheinlich wieder nicht nach Mittelhessen gehen. Lokalmatador und Rallyespezialist Maurice Moufang aus Nidda wurde 2018 im BMW als bester Einheimischer 17. und dem Ober- Mörlener Stefan Bodin wurde im Porsche 944 GT- R die Serpentinen zum Verhängnis. Am Freitag 26. April finden ab 13 Uhr die ersten Testfahrten (mit 83 Teilnehmern) nach der Winterpause auf der Strecke von Rudingshain, über die Serpentinen und die Poppenstruth mit dem Ziel Richtung Götzen statt. Was für den Bergsteiger das optimale Steigwerk, ist für die motorisierten Bergasse unter anderem die optimale Einstellung des Flügelwerks an Front und Heck. Jedes Detail kann wichtig sein, denn hier geht es um hundertstel Sekunden. Der erste von vier Trainingsläufen startet am Samstag um 9 Uhr, wobei die schnellste Zeit in den Qualiläufen zählt. Am Sonntagmorgen ab 9 Uhr startet Rennleiter Kevin Ferner (MC Heiligenstadt) das erste Auto zum ersten von vier Wertungsläufen und am Abend wird der neue […]

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