Vorerst keine EBM-Läufe auf der iberischen Halbinsel

6. April 2020

Wie leider zu erwarten war, wurden nun auch die beiden Abstecher der Berg-Europameisterschaft nach Portugal und Spanien abgesagt. Das erstmals auf dem EBM-Kalender präsente Bergrennen „Rampa da Boticas“, wurde aufgrund von COVID-19 vom Wochenende 9./10. Mai auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Das neue Datum wurde noch nicht festgelegt. Ganz abgesagt wurde hingegen das spanische EBM-Rennen Subida al Fito, das eine Woche nach Boticas hätte stattfinden sollen. Ebenfalls abgesagt wurde der FiA Hillclimb Cup-Lauf „Ustecka21“ in Tschechien, der für den 30./31. Mai 2020 angesetzt war.

Bergrenn-Veteran „Don Helmut“ Kalenborn feiert 80. Geburtstag auf Mallorca

2. April 2020

Auf Mallorca, der liebsten Ferieninsel der Deutschen, ist er bekannt wie der berühmte bunte Hund. Der aus Euskirchener stammende Helmut Kalenborn hat sich mit seinen Erfolgen bei Bergrennen auf den Balearen einen Namen gemacht und feiert am heutigen 2. April seinen 80. Geburtstag. Helmut Kalenborn wurde 1940 im rheinländischen Straßfeld geboren. Nach der Volksschule, begann er eine Lehre zum KFZ-Mechaniker. Nach dem Grundwehrdienst ging er nach Aachen, machte dort seinen Meister und wurde Betriebsleiter beim Autohaus Fredel in Euskirchen. 1974 machte er sich mit einer eigenen Werkstatt selbstständig. Es vergingen noch weitere zwei Jahre, bis er die Liebe zum Rennsport entdeckte. Erst mit 36 Jahren setzte sich Helmut Kalenborn erstmals hinter das Steuer eines Rennwagens. Schnell war klar, dass es Bergrennen waren, die zu seinem Betätigungsfeld werden sollten. Bergrennstrecken in Deutschland, Tschechien, Frankreich und Luxemburg wurden seine Heimat, ehe er auch die Rennen auf Ibiza und Mallorca wehrend einer Urlaubsreise für sich entdeckte. Die Balearen wurden zu seiner zweiten Heimat. Neunmal holte sich der Rennbegeisterte zwischen 1983 und 2001 den Titel des Balearen-Berg-Meisters. Alleine auf der legendären Strecke am Puig Major trat »Don Helmut« bei 24 Rennen an. Lange Zeit war er auf der berüchtigten 8,2 Kilometer langen Strecke auf den höchsten Berg Mallorcas der Streckenrekordhalter. Insgesamt brachte er es auf den Balearen auf unglaubliche 49 Gesamtsiege, dazu kommen noch mehr als 70 Plätze auf dem Podest. Und das oftmals auf unterschiedlichen Fahrzeugen. Vom March Formel Super V, über Chevron BMW Formel 2, bis hin zum Reynard Formel 3, Tiga Sports Car und Lola BMW Gruppe C3 war alles dabei. Auf allen neun Rennstrecken der Meisterschaftsserie fuhr er Streckenrekorde. Zwei davon hält er bis heute. Auf den Bergstrecken von Deia und San Salvador war keiner schneller als »Don Helmut«. Sein Bekanntheitsgrad auf Mallaorca ist so groß, dass er 1996 und 1997 zum »Sportler des Jahres« der Balearen gewählt wurde. Aber nicht nur auf der Insel war der smarte Rennfahrer erfolgreich. Auch bei Abstechern auf die Rundstrecke in seiner ehemaligen Heimat, seit viele Jahren ist Mallorca sein Hauptwohnsitz, drehte Helmut Kalenborn ausgesprochen gekonnt am Lenkrad. Bei drei Einstätzen bei den 24h-Rennen auf der berüchtigten Nürburgring Nordschleife war er auf einem BMW der Euskirchener Firma TM Motorsport von Klaus Müller mit Klassensiegen unterwegs. 2012 war dann endgültig Schluss mit seiner aktiven Zeit im Motorsport. Doch das hielt den Motorsportverband der Balearen nicht davon ab, ihrem »Don Helmut« im Oktober des Jahres 2014 […]

Doku über Berg-Legende Helmut Kalenborn

26. Februar 2020

Er ist auf der Sonnen-Insel Mallorca eine Motorsport-Legende. Neunmal hat der Deutsche Helmut Kalenborn die Balearen-Bergmeisterschaft gewonnen und durch seine bescheidene Art auch die Herzen vieler Fans. In einem Zeitraum von vier Jahren verfilmte Regisseur Joan Gibert das Leben des inzwischen 79 Jahre alten Wahl-Mallorquiners. Nun steht das filmische Werk vor seiner Uraufführung. Die Dokumentation „Helmut Kalenborn, el kaiser de las alturas” (sinngemäß „Helmut Kalenborn, der Kaiser der Gipfel”) wird am Dienstag, 3. März 2020, auf Spanisch mit deutschen Untertiteln im Trui Teatre in Palma de Mallorca geladenen Gästen präsentiert. Der Regisseur und Produzent Joan Gibert hat an seinem Werk lange und mit viel Herzblut gearbeitet. Er kennt seinen Protagonisten schon seit vielen Jahrzehnten. Der Rheinländer genießt auf Mallorca nicht nur bei den Motorsportfans Kult-Status. Im Jahr 1976 hatte es Kalenborn, der im April seinen 80. Geburtstag feiert, durch Zufall nach Mallorca verschlagen. Nur wenige Monate später bretterte der Kfz-Meister und Rennfahrer dann erstmals die Bergrennstrecke „Puig Major“, im Norden der Insel hoch. Was folgte, ist Historie, die Gibert in seinem Streifen ausführlich erzählt. BiD wird in Kürze zum 80. Geburtstag von Helmut Kalenborn eine große Story bringen.

Zum SilverCar-Jubiläum Premiere des E2-SC Sportwagen

20. Dezember 2019

Die spanische Rennwagenmarke SilverCar aus Peralta, feierte vor wenigen Tagen ihr 20jährigen Firmenjubiläum. Mit sogenannten CM-Rennwagen, also meist geschlossenen Kleinrennwagen, die von Motorradmotoren angetrieben werden, machte sich SilverCar zwischenzeitlich einen Namen und hat sich gerade im südeuropäischen Markt bei Bergrennen und Slalom sehr etabliert. Generalimporteur für Deutschland, Luxemburg, Belgien, Österreich und der Schweiz, ist seit Jahren der Deutsche Bergrennfahrer Ralf Kroll mit seiner Firma RAK Performance. Nun wagte SilverCar-Eigner Juan Carlos Silvestre den Schritt zu den klassischen Rennsportwagen und präsentierte nun den ersten Gruppe E2-SC Rennwagen in der Firmengeschichte. Im Rahmen einer Jubiläumsfeier für geladene Gäste, darunter auch der aus Deutschland angereiste Ralf Kroll, wurde nun ein schnittiger Sportprototyp namens „CS“ vorgestellt. Die Zeremonie wurde sogar live auf Facebook übertragen. Nach der offiziellen Begrüßung gab es eine Führung durch die einzelnen Fertigungsabteilungen bis zum eigenen Leistungsprüfstand. Ein weiteres Highlight des Abends war das neue Firmenlogo von SilverCar, das offiziell vorgestellt wurde. Mit einer effektvollen Show wurde anschließend der neue und erste offene zweisitzige CS-Sportwagen von SilverCar enthüllt. Der neue CS von SilverCar für die Kategorie E2-SC, wird in sechs Motorvarianten erhältlich sein. Vom kleinen 1-Liter Motorrad-Saugmotor bis zum 3-Liter V8-Triebwerk reicht die Palette der angebotenen und realisierbaren Fahrzeugvarianten. – 1000 ccm Sauger mit ca. 200-230 PS bei ca. 360kg Fahrzeuggewicht – 1000 ccm Turbo mit bis zu 450 PS  bei ca. 470kg Fahrzeuggewicht – 1300 ccm Turbo mit bis zu 550 PS  bei ca. 470kg Fahrzeuggewicht – 1600 ccm Turbo mit ca. 550-600 PS  bei ca. 560kg Fahrzeuggewicht – 2000 ccm Sauger mit ca. 250-320 PS bei ca. 560kg Fahrzeuggewicht – 3000 ccm  V8 Sauger mit ca. 550-600 PS bei ca. 560kg Fahrzeuggewicht Weitere Infos gibt es über den Generalimporteur Ralf Kroll: www.rak-performance.de oder über SliverCar selbst unter www.silver-car.com und Facebook www.facebook.com/silvercarprototipos

Merli holt in Spanien vierten EM-Sieg in Folge

20. Mai 2019

Bei äußerst wechselhaften und schwierigen Wetterbedingungen trug erneut der Italiener Christian Merli im werksunterstützten Osella FA 30 Zytek LRM beim 48. Subida Al Fito im spanischen Baskenland, den Gesamtsieg davon. Auch bei der vierten Runde der Europa-Bergmeisterschaft 2019 gelang dem EM-Titelverteidiger der vierte Gesamtsieg in Folge. Diesmal verlief der Renntag spannender als noch in Portugal vor einer Woche. Ein Toller Kampf mit dem ex-Europameister Simone Faggioli am Steuer des Norma M20 FC war das Ergebnis. Die Trainingsläufe prägte der Regen. Auf der 5,350 Kilometer langen Strecke ist Merli zuerst zwar in Front, doch der Spanier Javier Villa im ebenfalls werksunterstützten BRC (Foto oben) schlägt sich hervorragend und ist anfangs sogar schneller als Simone Faggioli. Am Morgen des Renntags wagt es Merli trotz nasser Strecke, sich für Intermediat-Reifen zu entscheiden und muss prompt Faggioli den Vortritt lassen. Im zweiten Durchgang dreht Merli den Spieß wieder um und im dritten Lauf macht Merli den Tagessieg klar, vor Faggioli und dem stark agierenden Javier Villa. „Ich bin sehr glücklich“, kommentiert Merli. „Bei den Trainingsfahrten im Regen haben wir das richtige Setup mit den Regenreifen gefunden. Heute setzten wir im ersten Rennen auf Intermediat-Reifen, aber in den Waldpassagen war die Straße wohl noch zu nass, hatte ich das Gefühl. In zweiten Rennlauf, war es großartig und die Bedingungen waren optimal, während ich im 3. Rennen ruhig hätte die Slicks verwenden können, aber ich hatte mich für eine konservative Wahl entschieden. Zugegeben, es gab Rinnsale die die Straße kreuzten was einen Risiko gewesen wäre. Jetzt geht es für uns alle erst einmal nach Hause um uns in 14 Tagen beim Ecce Homo-Rennen in Tschechien vorzustellen. “ Wiederum auf einer bislang für ihn unbekannten Strecke  gelang dem Vorarlberger Christoph Lampert im Osella FA 30 ein hervorragender vierter Platz in der Tageswertung, vor seinem Markenkollegen Diego Degasaperi und beiden Norma-Piloten Guy Demuth und ex-Europameister Andres Vilarino auf den Plätzen 6 und 7. Danach folgte bereits der Franzose Sebastien Petit, der nach seinem Crash von Portugal mit seinem teameigenen Ersatzwagen á la Norma Honda 2-Liter Rang acht belegte. Der Schweizer Reto Meisel schied bereits im Training mit einem Unfall auf regennasser Piste aus. Der Schaden an der linken Vorderradaufhängung und der Karosserie, war zu groß um am Rennen teilzunehmen.

Ander Vilarino übernimmt Norma V8 seines Vaters

4. Februar 2019

Nach dem Ende der langen und erfolgreichen Motorsportkarriere der spanischen Bergrenn-Legende Andres Vilarino (67) Ende letzten Jahres, wird nun sein Sohn Ander das verwaiste Cockpit des Norma M20 FC V8 übernehmen und damit in den Schoß des Familien-Teams zurückkehren. Dies haben Vater und Sohn am vergangen Wochenende beschlossen und bekannt gegeben. Beide Generationen der Vilarino-Familie waren in der Vergangenheit bereits Titelträger in der Berg-Europameisterschaft. Letztmals im Jahr 2007 starten beide gemeinsam in der Berg-EM, Ander mit einem Reynard Formel 3000 und Andres im Norma BMW. Danach zog es Ander auf die Rundstrecke, mit weiteren Erfolgen. So gewann der Junior drei Mal das europäische Pendant der NASCAR-Serie und auch in der Sportwagen-Langstreckenmeisterschaft VDV European Challenge, die vorwiegend in Frankreich angesiedelt ist,  konnte Ander zwei Mal in der Gesamtwertung gewinnen. Einmal stand er sogar kurz vor einem Vertrag in der DTM, doch sein Landsmann Augusto Farfus bekam den Vorzug. Mit Spannung wird nun die Verkündung von Anders Rennkalender 2019 erwartet. Mit dem E2-SC Sportwagen stehen dem mittlerweile 39jährigen Basken theoretische die Spanische Bergmeisterschaft, die Europa-Bergmeisterschaft oder eine Mischung aus beidem offen. Eine Pressekonferenz zu diesem Thema wird demnächst in San Sebastian stattfinden.

Boxengeflüster 11/2018: Wussten Sie schon dass…?

24. November 2018

DASS der mittlerweile 67-jährige Andrés Vilariño kürzlich seine Karriere als aktiver Rennfahrer beendete. Der Spanier gewann in den 1980er und 90er Jahren vier Mal den Titel in der Berg- Europameisterschaft und auch vier Mal die Spanische Bergmeisterschaft und war die letzten Jahre mit einem Norma M20 V8 bei Bergrennen auf der Iberischen Halbinsel unterwegs. Nach 50 Jahren erfolgreicher Rennkarriere hat sich Andrés Vilariño entschieden, in den Ruhestand zu gehen. Nun wird er seinen Tochter Ángela Vilariño bei Bergrennen und Sohn Ander Vilariño, der 2007 den EBM-Titel gewann und heute in europäischen NASCAR-Meisterschaft aktiv ist, in der Welt des Motorsports zur Seite stehen. DASS kürzlich der Klapperstorch der Vorstandschaft des Homburger Automobilclubs einen Besuch abstattete und den neue Organisationsleiter des Homburger ADAC Bergrennens, Sascha Ressmann zum Vater machte. Mit Partnerin Carina Hemmer, die als Schatzmeisterin des Clubs und Kassiererin beim Bergrennen bekannt ist, sind die beiden nun stolze Eltern des kleinen Nick, der am 15. November 2018 um 20 Uhr 52 das Licht der Welt erblickte. Der Stammhalter wog bei der Geburt 3570 Gramm und maß 52 cm. Herzlichen Glückwunsch! DASS das Team Racing Experience der Luxemburger Familie Hauser vor kurzem auch den letzte, von ursprünglich drei Dallara GP2-Rennwagen verkauft hat.  Der Rennwagen ging zwischenzeitlich  per Containerschiff in die USA, in die Gegend von Las Vegas. Der Bolide bescherte David Hauser am Berg und Gary Hauser auf der Rundstrecke sehr viele unvergessliche Momente. DASS die Interessengemeinschaft Rennsportfahrzeuge im Deutschen Bergrennsport zuletzt einen neuen Vorsitzenden wählte. Der Mann an der Spitze heißt nun Stephan Collisi. Der Sportwagenpilot aus Bayern, löst somit Uwe Kaufel ab, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgeben musste. DASS der junge Franzose Fabien Bourgeon in dieser Saison in der CM-Gruppe mit seiner TracKing-Eigenkonstruktion ungeschlagen blieb und alle Rekorde der Kategorie brach. Neben seinen Einsätzen in der Französischen Bergmeisterschaft und ein paar Rennen im Ausland, lief parallel die Weichenstellung für die Zukunft. Aktuell befindet sich Bourgeon in der Entwicklungsphase für einen  neuen Open-Sportwagen für die Gruppen E2-SC und CN. Dies ist ein neues Kapitel, in der Firmengeschichte. In diesen Tagen endet die fünfjährige Entwicklung der TracKing CM-Modelle und die gesamte Manpower wird nun in den neuen E2-SC Sportwagen gesteckt, der zu 100% von Bourgeon konzipiert und konstruiert wird. „Ziel ist es, ein innovatives, modernes und aggressives Auto zu bauen, das einen Cosworth V8-Motor für mich bietet „, sagt Fabien. Der Prototyp soll zum Saisonstart 2019 einsatzbereit sein.

Merli in Spanien im Pech – Faggioli holt auf

22. Mai 2018

Bis zum zweiten Rennlauf beim vierten Berg-EM Lauf der Saison, dem 47. Subida Al Fito in nordspanischen Baskenland, lief für den italienischen Osella-Werksfahrer Christian Merli alles nach Plan. Der Mann aus dem Trentino dominierte im Training und im ersten Rennen klar. Doch dann, in „Carrera 2“ bricht  an Merlis Osella FA30 die rechte Hinterachse und der Pilot des Blue City Motorsport Teams muss aufgeben. Bitter fällt die Resonanz Merlis aus. „Ein dummer Fehler. Die Achswellen werden in der Regel zu einem festen Termin ersetzt und wir waren weitgehend im Rahmen dieser Routinewartung. Natürlich kann sowas passieren, aber wir haben einen bitteren Beigeschmack. Im ersten Anstieg lief alles gut. Wir haben im Rennen bis zu diesem Zeitpunkt dominiert und sogar einen neuen Streckenrekord markiert. Dennoch kehren wir mit null Punkten nach Hause zurück und dieses Rennen wird das Streichresultat der ersten Saisonhälfte bilden. Jetzt dürfen wir in den nächsten beiden Rennen von Ecce Homo und Glasbach keine Fehler mehr machen. Der Wunsch zu gewinnen bleibt. Der Rennsport ist so, aber dieses Wochenende ist schwer zu verdauen.“ Auf der 5,350 km langen Bergpiste in Asturien siegte nach Merlis ausscheiden, Simone Faggioli klar und deutlich, nach zwei Läufen und fast 7,5 Sekunden vor dem Franzosen Sebastien Petit (beide Norma M20 FC). Rang drei ging an den Spanier Javier Villa Garcia im kleinen BRC B53 „CM-Renner“.