Luzzi-Sambucina abgesagt – Faggioli Meister in Italien

3. Dezember 2020

Das 25. Bergrennen von  Luzzi – Sambucina wird 2020 nicht stattfinden. Aufgrund der wieder aufflammenden Coronapandemie im südlichen Italien, verbieten die Behörden die Durchführung des Rennens am 12./13. Dezember. Das Rennen in der Provinz Cosenza in Kalabrien sollte der siebte und letzte Lauf der italienischen Berg-Meisterschaft (CIVM) 2020 sein, der bereits vom 15. November auf Mitte Dezember verschoben wurde. Somit gilt die offizielle Rangliste der italienischen Meisterschaft nach dem 62. Bergrennen von Monte Erice. Da das Rennen Luzzi – Sambucina nicht mehr zur italienischen Berg-Trophäe zählen sollte, sind auch die TIVM-Nord- und Süd- Ranglisten nach der verkürzten Saison vollständig. In der Meisterschaft hatte Christian Merli gehofft seinen Rückstand von 12,5 Punkten auf seinen Erzrivalen Simone Faggioli in Luzzi – Sambucina noch wettmachen zu können, was nun nicht mehr möglich ist. Nach der Absage der Berg-Europameisterschaft gewinnt also Simone Faggioli in seinem Norma M20 FC den bedeutendsten Berg-Titel des Jahres 2020 mit 105 Punkten vor den Osella-Piloten Christian Merli (92,5), Diego Degasperi (53), Vinzenco Coticello (35) und dem zuletzt erkrankten Domenico Cubeda (34). In Italien werden auch Titel in den Gruppen vergeben. Hier die entsprechenden Titelträger 2020: “Bicilindriche”: 1. Currenti RS: 1. Scappa RSTB: 1. Marino RS Cup: 1. Cioffi RS+: 1 Tagliente N: 1. Migliuolo A: 1. Bicciato E1: 1. Aragona GT: 1. Peruggini E2SH: 1. Gramenzi CN: 1. Iaquinta E2SC: 1. Faggioli E2SS: 1. Merli CM: 1. Lombardi U25: 1. Palazzo Trofeo Teams: 1. Best Lap Damenpokal: 1. Broccolini

Boxengeflüster 09/2020: Wussten Sie schon dass…?

14. November 2020

DASS KW Berg-Cup Mitglied Marcel Hellberg der „Abräumer des Jahres“ in der Deutschen Slalom-Meisterschaft 2020 ist. Mangels Bergrennen konzentrierte sich der junge Lipper auf die Slalommeisterschaft, die „dank“ Corona geballt im September und Oktober noch stattfand. Hellberg gewann nicht nur den Einzeltitel, auch mit der Mannschaft des ADAC Ostwestfalen-Lippe war er in der Team-Wertung erfolgreich. Für den ADAC Mittelrhein fuhr das bergerfahrene Team mit Michelle Bläsius, Vater Manfred Bläsius vom MSV Osann-Monzel in ihrem BMW 316i in der Klasse G5, Lars Bröker in der Klasse G1 mit einem BMW M2, Jürgen Plumm in der Kasse F11 mit einem Mitsubishi Lancer EVO 9 und Mario Fuchs in der Klasse H15 ebenfalls mit einem Mitsubishi Lancer EVO 9, zur Vize-Team Meisterschaft. Von den fünf Fahrern jedes Teams wurden bei den immerhin noch 13 Veranstaltungen jeweils die drei besten gewertet. In der Einzelwertung wurde Manfred Bläsius Siebter. DASS Keith Camilleri aus dem motorsportverrückten Camilleri-Clan, der neue Meister der National Hillclimb Championship von Malta ist, nachdem er am vergangenen Wochenende in Gnejna die fünfte und letzte Runde der Meisterschaft der Mittelmeerinsel gewonnen hatte. Camilleri gewann in seinem Radical ProSport Suzuki-Sportwagen vier Runden dieser Meisterschaft 2020 und verlor nur das vierte Bergrennen bei Miżieb gegen Darren Camilleri. Die Meisterschaft der englischsprachigen Insel zog in dieser besonders schwierigen Saison 89 verschiedene Fahrer an, darunter vier neue Fahrer beim letzten Rennen. DASS mit einem komplett neuen Konzept der Kartenverkauf für das 53. Int. Osnabrücker Bergrennen am 21./22. August 2021 durchgeführt wird. Dafür ist es dem veranstaltenden MSC Osnabrück e.V. im ADAC gelungen, einen professionellen Partner zu gewinnen, der den Kartenverkauf in allen Kategorien abbilden wird, die Michel development & consulting aus Andernach. Um in den Zeiten der Corona-Pandemie jederzeit gut aufgestellt zu sein und um die grundsätzlichen Aspekte der Kontaktminimierung, Kontaktnachverfolgungen sowie der bargeldlosen Abwicklung des Zahlungsverkehrs sicherstellen zu können, wird der Kartenverkauf zukunftsfähig neu aufgestellt, mit einem Höchstmaß an Flexibilität in Bezug auf gerade im kommenden Jahr bestehende aktuelle rechtliche Vorgaben wegen der andauernden Pandemie. Geschäftsführer Christian Michel stellte bei einem Kennenlerngespräch mit den Verantwortlichen des Bergrennens sein professionelles Online-System Bäder Suite vor, das bundesweit bereits bei rund 280 Frei- und Hallenbädern erfolgreich zum Einsatz kommt. Auf dieser Basis werden die Partner in den kommenden Monaten auch sämtliche Details zum Kartenverkauf des Int. Osnabrücker Bergrennens 2021 vorbereiten. So erhalten die Besucher den Zugang zur nächstjährigen Veranstaltung über einen QR-Code. Als Partner für die erforderliche Hardware und […]

Finale zur italienischen Bergmeisterschaft in den Dezember verschoben

9. November 2020

Am kommenden Wochenende des 14./15. November hätte in Italien das Finale zur Campionato Italiano Velocita Montagna, kurz CIVM, in Luzzi stattfinden sollen. Das Rennen in der Region Kalabrien sollte die aufgrund der „Corona-Pandemie“ verkürzte, aber äußerst spannend verlaufende Saison 2020, beenden. Am 3. November wurde aber eine neue Beschränkung erlassen und die gesamte Region auf „Rot“ geschaltet. Damit musste das Veranstalterteam leider zur Kenntnis nehmen, dass kein Rennen im November möglich ist. Die Organisatoren mit ihren freiwilligen Helfern hoffen nun, dass sie am 12.-13. Dezember 2020 doch noch das Finale zur CIVM austragen können. Abgesehen von der „Corona-Pandemie“ und den damit ständig abgeänderten Verordnungen muss man auch das Wetter im Auge behalten. Zwar ist die Region Kalabrien für mildes Klima bekannt, jedoch kann in den Wintermonaten im Gebirge durchaus Schnee bis auf 1200m fallen. Das wäre natürlich für ein Bergrennen nicht gerade dienlich. Für Christian Merli wäre die Absage natürlich sehr bitter, hätte er durchaus noch die Chance auf die große Trophäe der CIVM, nach seinen zwei Siegen in Belluno sowie in Gubbio. Zumal er auch der aktuelle Streckenrekordhalter beim Rennen Luzzi Sambucina ist. Simone Faggioli liegt nach seiner Siegesserie mit Beginn in Popoli, danach auf Sardinien mit dem Rennen in Alghero und im Norden des Landes in Cividale sowie zuletzt am Monte Erice in Front, womit er natürlich vorzeitig der CIVM Champion 2020 wäre. Text: hillclimbfans.com

Faggioli wieder der Alte mit Rekord am Monte Erice

26. Oktober 2020

Der vorletzte Lauf zur italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) 2020 führte die Piloten in den äußersten Südwesten, auf die Insel Sizilien. Dort stand bereits zum 62. Mal der Bergklassiker am Monte Erice auf dem Programm, eine knapp 6 km lange Strecke. Nachdem sich der Samstag nicht von seiner schönsten Seite präsentierte, Nebel und Nieselregen forderten die Piloten, stellte sich für den Rennsonntag besseres Wetter ein. Zwar waren die Temperaturen niedrig, jedoch blieb es den ganzen Tag über trocken. Zuschauer waren wegen Corona nicht vor Ort zugelassen, konnte sich jedoch an der Liveübertragung in TV in Internet erfreuen. Mit einer beeindruckenden Performance konnte erneut Simone Faggioli überzeugen. Am Steuer seines Norma M20FC Zytek konnte er sich eindrucksvoll vor seinen Erzrivalen Christian Merli setzen und dabei in Rennlauf 1 gleich einen neuen Streckenrekord am Monte Erice fixieren. Dabei konnte er seine Bestzeit aus dem Vorjahr um 0,7sec. unterbieten und damit als erster Fahrer die 2:50min. Schallmauer durchbrechen. Auch im 2. Rennheat blieb er erneut unter dieser Marke, womit er seinen bereits vierten vollen Erfolg in diesem Jahr im Zuge der CIVM absichern konnte. Damit machte er einen großen Schritt Richtung nationalem Titel, wobei er die Gruppewertung E2-SC bereits vorzeitig für sich entscheiden konnte. Auf dem zweiten Platz folgte der Trentiner Christian Merli mit dem Osella FA30 Zytek LRM, der im 1. Rennlauf noch bis auf 1,7sec. an die Rekordzeit herankam. Im 2. Rennlauf lief es für ihn dann nicht ganz nach Wunsch und so blieb es beim zweiten Gesamtrang. Zwar konnte er seine eigene Bestzeit aus dem Vorjahr deutlich unterbieten, jedoch musste man im Kampf um den Titel einen weiteren kleineren Rückschlag hinnehmen. Die Gruppe D, E2-SS konnte man aber bereits erfolgreich fixieren und damit den ersten Titel an Land ziehen. Das Podium komplettierte nach einem äußerst spannenden Duell der sizilianische Lokalmatador Luca Caruso, der nach einer kurzen Pause wieder am Steuer seines Osella PA2000 Evo Platz nahm. Und dabei begeisterte er mit einer spektakulären Fahrweise und einer eindrucksvollen Performance, konnte er doch weitaus stärkere Boliden hinter sich lassen. Der Lohn war einer der größten Erfolge im Bergrennsport des noch jungen Piloten, und das ausgerechnet beim Heimrennen am Monte Erice. Mit einem Rückstand von lediglich 0,4sec. ging der vierte Gesamtplatz an einen weiteren Lokalmatador. Francesco Conticelli konnte mit seinem Osella FA30 Zytek eine beeindruckende Vorstellung abliefern und sich herausragend in Szene setzen. Damit stand für ihn am Ende auch der zweite Platz in der […]

Top-Starterfeld beim 62. Monte Erice auf Sizilien – Zwei Tage live in TV und Web

22. Oktober 2020

Die Italienische Bergmeisterschaft (CIVM) geht an diesem Wochenende, vom 23. bis 25. Oktober, in seinen vorletzten Wettbewerb  beim 62. Bergrennen „Monte Erice“ auf Sizilien. Dazu zählt das traditionsreiche Rennen als letzte Runde der historischen Berg-Meisterschaft Italiens, unter anderem mit dem legendären Stenger C3 mit dem Piloten Toto Riolo (Foto Mitte). Das vom Automobile Club Trapani organisierte Rennen ist das sechste von sieben im von Corona gebeutelten Kalender 2020 und das erste der beiden Finals mit dem Koeffizienten 1,5. Über 220 Nennungen umfasst die vom ACI-Sport bestätigte Liste. Aufgrund staatlicher Bestimmungen sind keine Zuschauer an der 5.730 Meter langen Strecke zugelassen. Die Organisatoren haben jedoch Möglichkeiten geschaffen die Rennsportfans live mit Bildern und Informationen zu versorgen. Über das Internet und im Fernsehen wird eine Live-Berichterstattung über MS Chanel (Sky 814), Motorsport TV (Sky 228) und Tele Sud (SD 118 und 518 HD) geboten. Auch über die Facebook-Seite des Automobile Club Trapani (https://www.facebook.com/acitrapani) kann man den Livestream erreichen. Am Samstag, den 24. Oktober beginnen die beiden Trainingssläufe um 8 Uhr genauso wie am Sonntag das Renngeschehen. Es beginnen jeweils die historischen Klassen. Unter den Protagonisten der CIVM wird das beinharte Duell der beiden Europameister Simone Faggioli und Christian Merli erwartet. Auf Norma M20 FC Zytek führt Faggioli nach seinem Erfolg in Cividale del Friuli die Gesamt- und Gruppenwertung E2SC an, während Merli auf Osella FA 30 Zytek ihm nur knapp hinterherjagt. Bei der Herausforderung um den 3. Platz sticht der Trentino Diego Degasperi auf Osella FA 30 Zytek hervor. Aber der „Kämpfer von Catania“ Domenico Cubeda ist bereit, sich nach den hervorragenden Leistungen in Gubbio und Popoli und dem Rückschlag mit einem Dreher in Cividale wieder zu behaupten. Aber es gibt auch weitere Top-Autos, beginnend mit dem Osella FA 30 Zytek des Gastgebers Francesco Conticelli und der Zweisitzer-Version PA 30 mit Vater Vincenzo. Der Ragusano Franco Caruso spielt sicherlich auch zu Hause auf dem neuen Nova Proto NP 01-2 Zytek eine Rolle. Die GT-Gruppe wird ebenfalls mit Spannung erwartet, in der der amtierende Meister Lucio Peruggini die Führung in der Meisterschaft auf dem leistungsstarken Lamborghini Huracan GT3 innehat. Unter den Superautos in der Super Cup-Single-Maken-Version, die für den Angriff bereit sind, sind die Ferrari 488 des Römers Maurizio Pitorri und Roberto Ragazzi, während im GT Cup Gabriele Mauro auf dem Porsche 997 die Führung verteidigen möchte. Dazu kommen Stefano Artuso aus Padua auf Ferrari 458 EVO und Giovanni Vecchio aus Catania, zum […]

Faggiolis Rekord und Sieg lange unter Vorbehalt – Buck früh im Aus

5. Oktober 2020

Bis am Montagmorgen um vier Uhr dauerte es bis beim fünften italienischen Berg-Meisterschaftslauf 2020 von Cividale-Castellmonte das Endklassement definitiv feststand. Ein Protest von Christian Merli gegen Simone Faggioli bescherte den Kommissaren des italienischen Verband ACI eine lange Nacht. Auf der 6.395 Meter langen, rallyeartigen Bergpiste im Friaul hatte am Renntag Faggioli überraschend deutlich Sieg und Streckenrekord davongetragen. Der Florentiner drehte mächtig an der Rekordschraube, im Rennen 1 mit der Zeit von 3’04″40, im zweiten Lauf noch einmal massiv gesteigert auf 2’55″18. Die zweite Position in der Gesamtwertung für Christian Merli auf Osella FA 30 EVO Zytek LRM mit einer Lücke auf Faggioli von 6, 69 Sekunden war schon erstaunlich. Rang drei auf seiner Lieblingsstrecke, ging an Federico Liber im kleinen Gloria vor Diego Degasperi, der 2011 in Cividale gewonnen hatte und dieses Jahr am berüchtigten Sprunghügel mächtig Glück hatte dass er den Osella FA30 noch einigermaßen heil ins Ziel brachte. Lucio Peruggini, zweifacher Masters-Gold Gewinner, fuhr mit seinem Lamborghini Huracan GT3 bei unsicherem Wetter mit Regenschauer, den Tourenwagen und GT-Sieg ein. Nach dem Rennen legt Christian Merli Protest gegen Simone Faggioli ein, und das Klassement von Cividale – Castelmonte bleibt zunächst unter Vorbehalt. Am Montagmorgen um 4 Uhr haben die technischen Kommissare ihre sorgfältige Überprüfung von Faggiolis Norma M20 FC Zytek und Merlis Osella FA 30 Zytek LRM abgeschlossen und es wird bestätigt, dass beide Motoren dem Reglement entsprechen. Christian Merli erklärt: “Es war ein langes Rennen, und es ging bis tief in die Nacht. Im ersten Rennlauf haben wir leicht geschnittene Slicks aufgezogen, aber kurz nach dem Start fing es an zu nieseln. Im zweiten Rennlauf habe ich alles gegeben und mich um 10 Sekunden verbessert. Mein Gegner war trotzdem 2”45 schneller. Im Ziel habe ich Protest eingelegt, weil wir Zweifel an Simones Motor hatten. So etwas ist natürlich sehr schwierig, und ich finde es schade, dass solche Kontrollen nicht automatisch durchgeführt werden. Ich kann mich in meiner ganzen Karriere nicht erinnern, dass die zuständigen Stellen von selbst den Motor von Rennsportfahrzeugen im Ziel überprüft hätten, ohne dass jemand Protest eingelegt hätte. Leider musste ich diesen Schritt tun, um die berechtigten Zweifel zu zerstreuen, aber in der Bergszene kursierten schon seit einiger Zeit Gerüchte um den Motor des Norma. Am Montagmorgen um 4 Uhr kam die offizielle Bestätigung: Sowohl Simones Motor als auch meiner entsprechen voll dem Reglement. Herzlichen Glückwunsch also an meinen Gegner, und ich bedanke mich bei […]

Sieg und Rekord für Merli beim 46. Alpe del Nevegal

10. August 2020

Die italienische Bergmeisterschaft 2020 begann mit dem 46. Alpe del Nevegal-Bergrennen, das von zeitweise mehr als 1.500 Fans online und live verfolgt wurde. Christian Merli gewann auf Osella FA 30 EVO Zytek LRM aus der Gruppe-E2SS das enge Duell mit Erzrivale Simone Faggioli auf Norma M20 FC Zytek aus der E2SC-Gruppe. Vom Trentiner Merli, dem der bis dato gültige Streckenrekord gehörte, und vom Florentiner Faggioli, der erstmals überhaupt in Nevegal antrat, erwartete Jedermann nicht weniger als neue Rekordzeiten. Faggioli startete mit einer neuen Rekordmarke im ersten Lauf,  in den wie sich erst später herausstellen sollte, langen Tag.  Merli, der Fahrer des Blue City Teams reagierte mit 2’23”01 prompt und verkürzte die Bestmarke um weitere 47 Hundertstelsekunden. Im zweiten Lauf, der sich durch zwei länge Zwischenfälle bis knapp 19 Uhr hinzog, stellte Merli mit einer Zeit von 2’22″66 einen neuen und mindestens ein Jahr gültigen Rekord für die 5,5 km lange Strecke auf. Ein weiterer Osella FA 30 Zytek, aber aus der Mannschaft von Simone Faggioli, schaffte es aufs Podium. Dass Diego Degasperi aktuell die unbestrittene Nummer 3 in Italien ist, bestätigte der Trentiner in seinem einsitzigen Prototyp. “Es war nicht einfach“, sagt Christian Merli in seiner Pressemittteilung. „Faggioli hatte die Startnummer 19, und nachdem wir im ersten Rennen seine Zeit gesehen hatten, war es schwer, konzentriert zu bleiben, bis wir mit der Nummer 1 als letzter an der Reihe waren. Ich konnte es kaum glauben, dass ich diese Zeit geschafft hatte. Streckenrekord und Sieg. Im zweiten Rennen lief alles bestens, und wir haben den Rekord noch einmal verbessert. Ich freue mich sehr und bedanke mich bei meinem Mechaniker Giuliano, meiner Partnerin Cinzia und den Freunden, die mir in den letzten drei Wochen geholfen haben. Nicht zu vergessen auch die Arbeit der Petriglieri-Brüder am Motor, Avon für die Reifen und Osella. Ein toller Team-Erfolg“. „Mit den im Training gesammelten Daten konnten wir gut arbeiten und schnell Fortschritte machen“, kommentierte Faggioli. „Ich freue mich sehr, bei meinem Debüt hier in Nevegal direkt mit Christian kämpfen zu können. Ein Grund dafür war auch die Auswahl von Pirelli, die mir die am besten geeignete Reifenmischung gaben“. In Podiumsnähe gelangte der junge Francesco Conticelli, der aus dem über 1.600 km entfernten Trapani auf Sizilien anreiste. Conticelli wird zusehends mit dem leistungsstarken Osella FA 30 Zytek vertraut und macht deutliche Fortschritte. Hervorragender fünfter Platz für den nächsten Sizilianer Franco Caruso, der erstmals seinen brandneuen Nova Proto […]

Italiener eröffnen Bergmeisterschaft in Nevegal

6. August 2020

Das 46. Bergrennen „Alpe del Nevegal“ wird am kommenden Wochenende die Italienische Bergmeisterschaft 2020 eröffnen. Das von Tre Cime Promotor vom 7. bis 9. August organisierte Rennen im Belluno bildet durch Corona den verspäteten Startschuss dieser wichtigen Meisterschaft in Europa. Die italienische Sport Federation ACI musste das Championat nach dem ausbrechen der Pandemie erheblich umgestalten. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ist die Veranstaltung nicht öffentlich. Das gesamte Wochenende kann jedoch online auf der Website www.acisport.it auf der Facebook-Seite https://www.facebook.com/CIVelocitaMontagna sowie auf der Website der Organisation https://cronoscalatanevegal.com verfolgt werden,  auch in direktem Streaming. Das Rennen ist dank sorgfältiger Arbeit der Organisatoren garantiert, da die Veranstaltung an die geltenden Bestimmungen angepasst und daher grünes Licht von den örtlichen Behörden gegeben wurde. Dem entsprechen groß ist der Zuspruch an Teilnehmern. Rund 200 Fahrerinnen und Fahrer haben sich registriert, darunter auch die beiden Deutschen Mario Minichberger mit seinem potenten BMW 2002 16V und VW Golf-Pilot Valentin Schneider, der unter österreichischer Lizenz antritt. In der Landesmeisterschaft starten in Venetien viele prominente Namen wie, Angelini, Berto, Bicciato, Faggioli, Iaquinta, Loconte, Loffredo, Lombardi, Merli, Migliuolo und Nappi  um nur einige Jungs zu nennen. Dazu kommen aus der EM-Szene Bormolini, Napione, Degasperi die sich zusammen mit Merli und Faggioli zwischenzeitlich bei Bergrennen in Kroatien in Form gehalten haben. Dazu kommen drei Wolf Thunder GB 08 mit 1000 ccm Aprilia-Motoren, aus der italienischen Prototypen-Rundstreckenmeisterschaft, mit  Enrico Zandonà, Damiano Schena und Friedrich Paller. „Fangen wir an und respektieren die Regeln“, sagt Topfavorit Christian Merli. „Ein Rennen hinter verschlossenen Türen spiegelt ein ganz besonderes, schmerzhaftes, unerwartetes Jahr mit der Pandemie. Sponsoren sind von der Krise betroffen und ich danke denen, die mich unterstützen. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Saison beenden können. Dies würde bedeuten, dass sich die gesundheitliche Situation deutlich verbessert. Es ist ein schwieriges Jahr für alle“. Der Rennkalender der CIVM 2020 wird bis Mitte November somit sieben Rennveranstaltungen umfassen. Der Süden Italiens sollte auch im Spätherbst noch gute Wetterbedingungen ermöglichen und so doch noch einen Italienischen Landesmeister 2020 hervorbringen.  Hier die restlichen Termine die auf das Bergrennen von Alpe del Nevegal folgen: 22./23. August – 55. Trophy Luigi Fagioli Gubbio (Umbrien) 29./30. August – 58. Svolte di Popoli (Abruzzen), 12./13. September – 59. Alghero Scala Piccada (Sardinien) 03./04. Oktober – 43. Cividale Castelmonte (Friaul) 24./25. Oktober – 62. Monte Erice (Sizilien) 14./15. November – 25. Luzzi Sambucina (Kalabrien)

Faggioli gegen Merli in Kroatien

11. Juni 2020

Immer noch ruhen wegen der Coronakriese viele nationale und internationale Berg-Meisterschaften oder wurden für 2020 gleich ganz abgesagt, nicht so in Kroatien. Das Land auf dem Balkan verzeichnet bislang nur knapp über 100 Coronatote und öffnet seine Tore wieder für Touristen. Auch die kleine kroatische Bergrennsportszene ist bereits wieder aktiv. Am 20./21. Juni wird das Bergrennen „14. Nagrada Grada Skradina 2020“ stattfinden und zieht den ein oder anderen „rennsporthungrigen“ Ausländer an. So werden beispielsweise aus Italien einige Bergspezialisten erwartet, die bislang ihre Motoren noch nicht anlassen durften. Wie die Organisatoren bestätigen, haben die beiden amtierenden Europameister Simone Faggioili und Christian Merli bereits ihre Bewerbungen geschickt und freuen sich auf ein wenig Fahrpraxis. Mit einem neuen Streckenrekord wird schon jetzt gerechnet. Die 3,387 km lange Bergpiste befindet sich im Hinterland der kroatischen Adriaküste direkt am Stadtrand von Skradin. Weitere Infos: www.as-sdz.hr

Damals vor Corona: FIA-Preisverleihung 2019 – EBM-Aus für 2020

1. Juni 2020

Auch die beiden FiA-Prädikate mit der Europa-Bergmeisterschaft und dem FiA International Hill Climb Cup fallen 2020 der Corona-Pandemie zum Opfer. Der ursprüngliche Kalender für die Europameisterschaft umfasste von Mitte April bis Mitte September 12 Veranstaltungen in ebenso vielen Ländern. Neun der zwölf Runden wurden bereits im Vorfeld der Sitzung der Hill Climb Commission am 26. Mai offiziell abgesagt, ohne dass die betroffenen Organisatoren beabsichtigten oder die Möglichkeit hatten, ihre Veranstaltung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Beim International Hill Climb Cup waren bereits drei der fünf Veranstaltungen abgesagt worden. Es bleibt die Vorfreude auf die Saison 2021 – und die Gelegenheit für einen Rückblick auf den festlichen Saisonabschluss 2019. Einmal im Jahr tauschen die Fahrer des europäischen Rennzirkus Helm und Overall gegen Anzug und Krawatte: zur feierlichen Preisverleihung für die Europa-Bergmeisterschaft und den FIA Int. Hill Climb Cup. Zum Saisonabschluss für die beiden höchsten Berg-Prädikate in Europa versammelten sich im November 2019 Fahrer, Offizielle und Veranstalter im norditalienischen Trient, der Heimat des Traditionsrennens am Monte Bondone. Vor dem Palazzo della Regione im Stadtzentrum begrüßten sie der Osella FA 30 von Christian Merli und der Norma M20 FC von Simone Faggioli. Die beiden Europameister waren schon am Nachmittag mit ihren Lkws vorgefahren und hatten ihre Rennautos vor dem Eingang geparkt, um der Feier den gebührenden Rahmen zu verleihen. Der originale Trientiner Bergsteigerchor vertrat die lokalen Farben und stimmte die Gäste mit „La Montanara“ auf den Abend ein. Bei Puccinis Opernschlager „Nessun dorma“ sang dann so mancher Fahrer im Saal wohl in Gedanken die strahlende Schlusszeile mit: „Vincerò – Ich werde siegen!“ Die Preisverleihung für die Sieger des Jahres begann mit der Pokalvergabe für den FIA Int. Hill Climb Cup. Dabei erklang gleich zweimal die slowakische Nationalhymne: In der Kategorie 1 wurde der Slowake Peter Ambruz (Mitsubishi Lancer Evo IX) als Sieger geehrt, nachdem zuvor schon seine Frau Anna Ambruz (Honda Civic Type R) mit dem Ladies Cup ausgezeichnet worden war. Die blau-silberne Trophäe für den Sieg in der Kategorie 2 nahm der Franzose Sébastien Petit (Norma M20 FC) in Empfang. Viele dachten in diesem Moment an Petits schweren Unfall im Europameisterschaftslauf im portugiesischen Falperra im Mai 2019 zurück. Welch ein Happy End! Die Stars des Abends waren natürlich die beiden Top-Fahrer aus Italien. Mit jeweils derselben Punktzahl wurden Christian Merli und Simone Faggioli zu verdienten Europameistern gekürt. Den dritten Platz belegte der Österreicher Christoph Lampert, der mit seinem Osella FA 30 […]

1 2 3