Arm in Arm zum gemeinsamen EM-Titel

2. September 2019

Die Berg-Europameisterschaft 2019 ist entschieden und zwei Champions stehen bereits vor dem Finale Mitte September im kroatischen Buzet fest. Beide Titelträger kommen aus der Kategorie II der Rennsportwagen, dass mit jeweils maximaler Punkteausbeute im Gleichstand. In der Touren- und Produktionswagen-Kategorie I wird der Meister erst am letzten Rennwochenende ermittelt. Brisanz lang vor dem Bergrennen in Ilirska Bistica in der Luft. Erstmals in Slowenien am Start war der Französische Meister Geoffrey Schatz in seinem Norma M20 FC mit Oreca-Turbo Motor, der auch prompt mit seinem E2-SC-Sportwagen die schnellst Trainingszeit überhaupt fuhr. Dennoch ließ sich der Franzose, auf eigenen Wunsch nicht in der EBM werten. Er wollte nicht in den Titelkampf der beiden Italiener Simone Faggioli und Christian Merli eingreifen. Spätestens zur Saison 2021 plant Schatz jedoch den Einstig in der Berg-Europameisterschaft, im Rahmen dieser immer wieder einzelne Rennen auf seinem Programm stehen, um die EM-Strecken in den 12 beteiligten Ländern kennenzulernen – dann wir es interessant. So stand das gruppenübergreifende Fernduell der beiden „Tifosi“ im Vordergrund. Keiner ließ jedoch Federn und beherrschte seine Gegner sodass jeweils 25 Zähler vergeben wurden. Wegen des Streichresultats müssen Merli, wie Faggioli nicht mehr nach Buzet reisen und sind somit erstmals beide zugleich neuer Europameister. In der Tageswertung dominierte erneut Faggioli, der seine Aerodynamikprobleme ab der Saisonmitte gelöst hatte und danach wieder zu den Gesamtsiegen fuhr. Faszinierend hierbei die neue Rekordmarke von Ilirska Bistrica, die Faggioli um nahezu zwei Sekunden verbesserte. Aber auch Schatz, als Gesamtzweiter und Merli (3.) blieben unter der alten Bestmarke aus dem Jahr 2017. Bislang hat Merli dieses Jahr in Frankreich, Österreich, Portugal, Spanien und der Tschechischen Republik den Tagessieg errungen, während in Trento-Bondone, der Slowakei, Polen, der Schweiz und jetzt in Slowenien Faggioli gewann. Im kommenden November werden Merli und Faggioli in Trient mit dem Preis der FIA-Berg-Europameisterschaft ausgezeichnet. Beide treten zum EM-Finale nicht mehr an. „Endlich! Wir sind sehr glücklich“, sagte Christian Merli. „Mein Team und ich haben gegen einen 10fachen Champion gekämpft und die Saison endet bestens. Für mich war es heute wichtig, den Gruppensieg zu erringen. Ich kann sagen, dass es eine fantastische Saison war, die mit jeweils fünf Siegen endet. Zum ersten Mal werden zwei Ex-Aequo Gewinner ausgezeichnet und ich freue mich für das gesamte Team „. Und auch Simone Faggioli strahle vor Glück. „Ich freue mich, heute gewonnen zu haben, da Schatz der amtierende französische Meister ist. Ich möchte Geoffrey zu seinem heutigen Ergebnis beglückwünschen! Ich […]

Rekord-Festival im Jura – Faggioli mit Mega-Bestmarke

19. August 2019

Bei der 76. Ausgabe des Bergrennens St.Ursanne – Les Rangiers in der Schweiz, purzelten die Rekorde gleich reihenweise. Nicht nur dank Gesamtsieger Simone Faggioli aus Italien. Trotz einigen Unterbrechungen war die 76. Ausgabe des Berg-Klassikers St.Ursanne – Les Rangiers ein voller Erfolg. Vor allem was die Zeiten betrifft. Dass der Streckenrekord wackeln würde, weil die Piste für das diesjährige Rennen auch im oberen Bereich frisch asphaltiert wurde, war anzunehmen. Dass der neue Rekord aber gleich 2,3 Sekunden unter der alten Bestmarke liegt, zeigt die enorme Entwicklung im Bergrennsport. Verantwortlich für die neue Bestzeit ist Simone Faggioli. Der Italiener hat in seinem Norma M20 FC beim zur Europameisterschaft zählenden Lauf im Jura nichts anbrennen lassen und feierte seinen achten Erfolg in Serie, den neunten insgesamt. Faggioli setzte seine Bestmarke am Morgen, als die Temperaturen noch niedriger waren. Sein Widersacher und Landsmann Christian Merli konnte die 1:39,306 min erst am späten Nachmittag kontern, blieb aber mit 1:39,539 min knapp über der Bestzeit und lag am Ende als Zweiter zwei Sekunden hinter Faggioli. Ein Blick auf die Durchschnittsgeschwindigkeit (187,78 km/h) verdeutlicht, wie rasant die beiden EM-Starter unterwegs waren. Platz 3 und damit der Sieg in der Schweizer Meisterschaft ging an Marcel Steiner. Auch er absolvierte die 5,18 km lange Strecke in einer neuen Schweizer Rekordzeit. «Das Ziel war eine 45er-Zeit», sagt Steiner. «Mit 1:44,561 min bin ich natürlich sehr zufrieden. Überhaupt war es ein sehr gutes Wochenende. Das Auto lag perfekt. Und bis auf ein paar Motorenaussetzer im ersten Lauf gab es keine Probleme.» Steiner hat mit dem Sieg in Les Rangiers bis auf einen Zähler auf Leader Eric Berguerand, der seit seinem schweren Unfall 2007 nicht mehr im Jura fährt, aufgeschlossen. Trotzdem liegen die Vorteile weiter beim Walliser. Der hat – im Gegensatz zu Steiner – durch den Startverzicht in Les Rangiers sein Streichergebnis bereits eingezogen. Außerdem hat Steiner in Les Rangiers trotz eines neuen Schweizer Rekordes keine Zusatzpunkte bekommen. «Die gibt es nur, wenn du den absoluten Streckenrekord fährst», weiß der Berner LobArt-Pilot. Bester Schweizer Formelfahrer war wie in Anzère Robin Faustini. Der junge Aargauer sicherte sich den siebten Gesamtrang und 20 wertvolle Punkte in der CH-Meisterschaft auf dem von Vater Simon Hugentobler geliehenen Reynard 97D (Foto oben). Hugentobler selbst wurde in einem Osella PA30 Cosworth (ex-Cyrille Frantz) mit etwas mehr als 4,5 Sekunden Rückstand auf seinen Sohn Zehnter im Scratch und Dritter in der Abrechnung der besten Schweizer – 1,4 […]

EM-Schlussphase beginnt in St. Ursanne – Steiner gegen Europas Berg-Elite

14. August 2019

Am Wochenende steigt die 76. Ausgabe des Klassikers St.Ursanne – Les Rangiers. Mehr als 190 Fahrer sind gemeldet. Darunter auch die Elite des europäischen Bergrennsports. Die Schweizer Berg-Meisterschaft geht in die zweite Saisonhälfte. Am Wochenende steigt im Jura das Saisonhighlight mit dem Klassiker St-Ursanne – Les Rangiers. Zur 76. Ausgabe haben sich mehr als 190 Piloten eingeschrieben. Darunter auch namhafte Fahrer aus Italien, Österreich, Frankreich, Deutschland und Tschechien wie etwa der seit 2012 in Les Rangiers ungeschlagene Simone Faggioli (Foto oben) oder EM-Titelverteidiger und Streckenrekordhalter Christian Merli (beide aus Italien). Daneben gibt es aber noch ein paar weitere Hochkaräter wie etwa der Österreicher Christoph Lampert, der zum ersten Mal in Les Rangiers am Start steht, der Franzose Cyrille Frantz sowie die beiden Südtiroler Diego de Gasperi und Fausto Bormolini. Aus Schweizer Sicht hat Marcel Steiner die besten Aussichten, gegen Europas Berg-Elite zu bestehen. Steiner hat 2010/2011 den Gesamtsieg in Les Rangiers errungen und komplettierte in den vergangenen zwei Jahren als Dritter jeweils das Podest. «Der Gesamtsieg wäre toll», sagt Steiner, «aber gegen Faggioli und Merli ist das ein schwieriges Unterfangen.» Für Steiner zählt aber nicht nur das Podium im Gesamtklassement, der Berner peilt in Les Rangiers seinen ersten Saisonsieg in der Schweizer Meisterschaft an. Bei den bisherigen vier Rennen stand ihm jeweils Eric Berguerand vor der Sonne. Der verzichtet seit seinem schweren Unfall 2007 traditionell auf den Saisonhöhepunkt im Jura. Steiner, der in der Meisterschaft 26 Punkte hinter Berguerand liegt, könnte somit zum Walliser aufschließen, muss aber im Verlauf der Saison ebenfalls noch ein Streichresultat in Kauf nehmen. Neben Steiner ist auch Joël Volluz ein Kandidat für ein Spitzenergebnis. Der Walliser hat allerdings einen Rückschlag erlitten. Beim Bergrennen in Osnabrück (D) verunfallte er. Volluz weiß deshalb noch nicht, ob er die Reparatur bis zum Wochenende abgeschlossen hat. «Ich habe noch nicht alle Teile erhalten», sagt Volluz. «Ich weiß nicht, ob die Zeit reicht.» Volluz’ einziger Gegner bei den «Single Seatern» bis 3000 cm3 wird Robin Faustini sein. Der junge Aargauer hat in dieser Saison schon mehrfach sein Können unter Beweis gestellt und war zuletzt, ebenfalls in Osnabrück, schnellster Fahrer mit einem klassischen Formelauto. Bei den hubraumschwächeren Monopostos wird der Sieg in der Schweizer Meisterschaft zwischen Henri Schmidt aus Porrentruy, der zuletzt in Anzère triumphierte, Joël Grand aus Chalais und Jean-Marc Salomon aus Courtedoux ausgemacht. Im Kampf um die Tourenwagenkrone wird es zu einer Neuauflage des Mitsubishi-Duells Roger Schnellmann gegen Ronnie […]

Merli gewinnt auch in Portugal – Petit mit Highspeed-Crash

13. Mai 2019

Nach den Bergrennen Col St. Pierre (Frankreich) und Rechberg (Österreich) gewinnt Christian Merli auch den dritten Lauf der diesjährigen Berg-Europameisterschaft in Portugal. Beim 40. Internationalen Rampa da Falperra vor den Toren der Stadt Braga, nordöstlich von Porto, bricht der Osella-Werksfahrer auch zum dritten Mal in dieser Saison den Streckenrekord. Bereits die Bestmarke aus dem Vorjahr war vom Fahrer der Scuderia Vimotorsport auf den 5.200 Meter langen Highspeed-Strecke in 1:47,890 min aufgestellt worden. Diesmal war Merli noch einmal  nahezu eine Sekunde schneller in 1:46,944 min. An manchen Stellen der Strecke erreichte Merli, wie auch ein Großteil der Topfahrer eine Spitzengeschwindigkeit von über 250 km/h. Seinem ärgsten Widersacher und Landsmann Simon Faggioli im Norma M20 FC fehlten am Ende, das unerwartet kommen sollte,  wieder einmal 3,3 Sekunden. Ein Ausrufezeichen setzte der Vorarlberger Christoph Lampert, auf der für ihn gänzlich unbekannten Strecke. Ohne echten Druck von Sebastien Petit oder Guy Demuth zu verspüren, dafür aber erneut mit Unterstützung des Blue City-Teams von Christian Merli, gelang Lampert ein unglaublicher dritter Gesamtrang. „Sehr gut. Wir freuen uns über unser Ergebnis und auch über Rang 3 von Lampert“, kommentierte Merli. „Versuchen wir so weiterzumachen. Wir haben eine Reihe kleiner Änderungen und Aktualisierungen an meinem Osella FA 30 vorgenommen, mit denen wir Rekorde und Siege fahren konnten. Gleich Morgen nehmen wir die Arbeit an den beiden Sportarten wieder auf und ziehen dann nördlich von Oviedo nach Spanien, um an der 4. Runde der Berg EM, der Subida al Fito „, teilzunehmen“. Wie schon in Eschdorf war der Franzose Sebastien Petit im Norma M20 FC nicht in Bestform, was mit dem im letzten Lauf passierten Unfall, aber nichts zu tun hatte. Auf einer der Hochgeschwindigkeitspassagen geriet Petits Norma im dritten Lauf plötzlich außer Kontrolle und krachte beidseitig mehrfach in die Leitplanken, die in Portugal nur einfach ausgebaut sind. Wie durch ein Wunder stieg der Französische Meister völlig unverletzt aus dem Wrack aus. Mehrfach war anschließend die Rede von einem Bruch des Heckflügels, was die unheilvolle Situation auslöste. Die darauf folgenden Piloten verzichteten danach auf eine Startwiederholung, wohl auch wegen den zahlreichen Schäden an den Leitplanken. Einen Durchgang zuvor war nicht nur Lampert schneller gewesen als Petit, sondern auch der Luxemburger Guy Demuth im Norma Zytek V8. Petit wurde dennoch als vierter der Gesamtwertung geführt, hauchdünn vor Guy Demuth. Nach diesem Horror-Unfall, bei dem Petit nur noch Passagier war, möchte er so schnell wie möglich wieder hinters Steuer um […]

Merli-Sieg mit neuem Rekord beim EM-Auftakt

15. April 2019

Bei der 47. Auflage des Col Saint Pierre-Bergrennens im südfranzösischen St. Jean du Gard, erster von zwölf Veranstaltung der diesjährigen Berg-Europameisterschaft, setzte Titelverteidiger Christian Merli genau dort wieder an, wo er im vergangen Oktober aufgehört hatte. Der Fahrer des Blue City Motorsport Teams, am Steuer des Osella FA30 Zytek LRM, stand sofort wieder auf der obersten Stufe des Podiums, nachdem er das ganze Wochenende immer einen Ticken schneller war als sein Dauerrivale und Landsmann Simone Faggioli im Norma M20 V8.  Für die Piloten aus der EBM gab es am Sonntag  zwei Rennenläufe mit einer Länge von 5.080 Kilometern, die addiert wurden.  Die Teilnehmer des Französischen Championats waren drei Mal gefordert, aber nur die besten zwei Auffahrten wurden gewertet. Daher hat die Tagesgesamtwertung eher einen inoffiziellen Charakter. In den Trainingsfahrten gesellte sich der Franzose Geoffrey Schatz, als Gesamtsieger des ersten Französischen Rennes der Saison von Bagnols-Sabran, zu den beiden Italienischen Top-Piloten. Mit seinem krachneuen Norma M20 FC mit Oreca-Turbo Motor konnte der jüngere Schatz-Bruder mit Merli und Faggioli auf Anhieb mithalten. Die erste Aufklärungsfahrt auf der französischen Strecke mit viel Sonne aber frischen 12 Grad, beendete Merli in 2’18“985 als Schnellster.  Dann folgte Geoffrey Schatz mit einem Rückstand von 0,252 und Faggioli auf Rang drei mit 2”450.  Im zweiten Qualifying fuhr Merli erneut an der Spitze in 2’16 “176.  Schatz ist wieder Zweiter bei 1 „074, Faggioli Dritter bei 1″496. Doch aus dem mit Spannung erwarten Dreikampf am Renntag wurde es nichts. Schatz musste am Sonntag, genauso wie der Vorarlberger Christoph Lampert (Osella FA 30 Zytek LRM) mit technischen Problemen passen. Zum Erstaunen der vielen Zuschauer vor Ort und Zuhause vor den Livezeiten war es für Merli, getrieben von Faggioli, erneut möglich den Streckenrekord bei einem EM-Lauf zu verbessern – diesmal sogar gesteigert in beiden Durchgängen. Bei der erste Besteigung des Cols  blieben die Uhren für Merli bei 2’14“069 stehen.  Der Trentiner baute seinen Streckenrekord somit um 0,058 Tausendstel aus.  Faggioli folgt mit einem Wimpernschlag von 0″461, während der französische Champion Sebastien Petit mit einem Rückstand von 2, 768 Sekunden Dritter ist. Anschließend triumphiert der Osella-Werksfahrer erneut und verbesserte den Streckenrekord in einer hemmungslosen Fahrt erneut, auf die mindestens bis 2020 gültige Marke von 2’13”634 min. Aber auch Faggioli unterbot zum Schluss noch den noch am Morgen gültigen Rekord. Im Finalresultat reichte es jedoch für Merli mit einem dünnen Polster von 0,7 Sekunden zum Tagessieg. „Der EM-Auftakt lief für mich gut, […]

Vorschau zum Berg-EM Auftakt am Col St. Pierre

10. April 2019

Das Warten hat ein Ende, am kommenden Wochenende geht es im südfranzösischen St. Jean-du-Gard erstmals um Punkte für die Berg Europameisterschaft 2019. Über den Winter gab es in den einzelnen Kategorien sehr spannende Neuerungen und es werden in dieser Saison neue Teams die Berg Europameisterschaft in Angriff nehmen. Dabei dürfte es beim Auftakt am Col St. Pierre zu einem Nationenduell zwischen Italien und Frankreich kommen. Im Zuge der Berg Europameisterschaft hat sich der Italiener Simone Faggioli dazu entschlossen, sich in diesem Jahr wieder voll und ganz auf diese Meisterschaft zu konzentrieren. Beim ersten Start mit dem komplett überarbeiteten Norma M20FC Zytek letztes Wochenende in Italien, konnte der mehrfache Berg Europameister gleich den Gesamtsieg einfahren. Man darf gespannt sein, ob er die im Vorjahr entstandene Lücke zu Christian Merli schließen kann. Dieser vertraut auch 2019 auf seinen bewährten Osella FA30 Zytek LRM, wobei man auch hier über die Wintermonate einige Updates am Boliden durchführte. Der amtierende Berg-Europameister hat natürlich die erfolgreiche Titelverteidigung im Blickfeld, womit man schon mit Spannung dem ersten Kräftemessen entgegenblicken darf. Ein weiterer ganz heißer Favorit auf den Gesamt- und Tagessieg kommt aus Frankreich und war im Vorjahr am Col St. Pierre der große Gewinner. Sebastien Petit wird mit seinem Norma M20FC Mugen auch in diesem Jahr sicherlich nicht zu unterschätzen sein und ein ganz heißer Anwärter auf den vollen Erfolg beim Berg Europameisterschaftsauftakt sein. Und dann wäre da noch sein Landsmann Geoffrey Schatz. Dieser wechselte für die Saison 2019 auf einen neuen Norma M20FC, welcher von einem Oreca Turbomotor angetrieben wird. Mit diesem spektakulären Boliden konnte er den Auftakt zur französischen Bergmeisterschaft in Bagnols klar für sich entscheiden und zudem einen überlegenen Streckenrekord fixieren. Damit ist ihm wohl auch in St. Jean-du-Gard einiges zum zuzutrauen. Nicht außer Acht gelassen werden sollte der bereits im Vorjahr exzellent agierende Vorarlberger Christoph Lampert, der mit seinem Osella FA30 Zytek heuer eine komplette Saison in der Berg Europameisterschaft in Angriff nehmen wird und dabei vom Team Merli betreut wird. Mit diesem Boliden wird er sicherlich für Abwechslung in der Gruppe D, E2-SS sorgen. Aber auch der Südtiroler Tankstellenbetreiber Diego de Gasperi geht in seine zweite Saison in der Berg-EM, wobei er ebenfalls auf einen Osella FA30 Zytek vertraut. Er wird dabei vom Faggioli Team betreut, womit auch er in dieser Klasse sicherlich nicht unterschätzt werden sollte. In der E2-SC Klasse wird der Luxemburger Guy Demuth erstmals in St. Jean-du-Gard mit seinem […]

Simone Faggioli und Fabien Bouduban starten erneut am Pikes Peak

19. Januar 2019

Der europäische Bergrennstar Simone Faggioli bildet die Speerspitze in der Liste von Konkurrenten für das 97. Broadmoores Pikes Peak International Hill Climb am 30. Juni diesen Jahres. Aktuell befinden sich bereits 74 Autos und 28 Motorräder in der Starterliste des einzigartigen Bergrennens in den USA, das auch von Gran Turismo unterstützt wird. Die Auflistung ist als vorläufig anzusehen, denn der Veranstalter kann nach seinem Ermessen weitere Teilnehmer und Teams zulassen. So ist nicht ausgeschlossen, das potente Werksteams wie beispielsweise Volkswagen im vergangen Jahr, noch dazu stoßen. Simone Faggioli siegte im letzten Jahr mit einer unglaublichen Fahrzeit  von 8:37.230 Minuten, das als Neuling in der Unlimited Klasse, in der Gesamtwertungen lediglich geschlagen mit dem außergewöhnlichen Allzeitrekord von 7:57,148, den Romain Dumas aus Frankreich in seinem Volkswagen ID R an „America’s Mountain“ aufgestellt hatte. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt ist klar – Der italienische Ausnahmefahrer kehrt mit seinem Norma M20 SF PKB in der Unlimited-Kategorie zurück. Zur Mannschaft von Simone Faggioli gehört auch wieder der Schweizer Fabien Bouduban, der auf einem baugleichen Sportprototyp im letzten Jahr Dritter wurde. Das berühmteste Bergrennen der Welt strahlt immer noch im Schein der fabelhaften Leistung von Romain Dumas aus dem letzten Sommer, in seinem VW Elektro Racer. Mehr als 7.000 Zuschauer aus 23 Ländern und mehr als 40 US-Staaten standen im vergangenen Juni an der Strecke, um Dumas und einen der dramatischsten Momente in der Geschichte des Rennsports zu sehen. „Wir wissen nie, welche fantastischen Momente in diesem Jahr,  Teil der Geschichte des Rennens werden „, sagte die leitende Direktorin von PPIHC, Megan Leatham. “ Wir haben schon jetzt eine großartige Auswahl an Konkurrenten aus der ganzen Welt, die diesen Sommer zum Pikes Peak kommen, um den Berg der Berge zu besteigen.“ Weitere Top-Konkurrenten des Race to the Clouds 2019: Raphaël Astier, Frankreich – Time Attack 1: Zweiter beim Pikes Peak Open im letzten Sommer. Der Rallye-Pilot mit Einsätzen in der WRC, wurde im Porsche 911 GT3 RS im Vorjahr mit 9: 53.718 gestoppt. In diesem Jahr wird er im Cockpit eines Porsche 911 GT3 Cup Turbo Platz nehmen. Astier war 2016 Zweiter im Feld Time Attack 1 als PPIHC-Rookie des Jahres. Liam Doran, Großbritannien – Unlimited:  Doran ist ein professioneller Rallycrossfahrer, der an der FIA World Rallycross Championship, der Global Rallycross Championship, den X Games und der European Rallycross Championship teilnimmt. Er ist der Sohn des britischen Rallycross-Fahrers Pat Doran und Besitzer der Lydden Hill […]

Allzeit-Rekord für VW am Pikes Peak

25. Juni 2018

Mit dem rein elektrisch angetriebenen I.D. R Pikes Peak hat Volkswagen beim Pikes Peak International Hill Climb Geschichte geschrieben. Romain Dumas (F) bezwang die mit konventioneller Antriebstechnik fahrende Konkurrenz im 500 kW (680 PS) starken I.D. R Pikes Peak und verbesserte nicht nur die bisherige Bestmarke für Elektrofahrzeuge, sondern auch den Allzeit-Rekord von Sébastien Loeb (F) aus dem Jahr 2013 – und das um gleich 16 Sekunden. Dumas‘ neue Bestmarke von 7.57,148 Minuten steht nun an erster Stelle der Liste von Pikes-Peak-Siegern – darunter namhafte Fahrerpersönlichkeiten wie Loeb, Walter Röhrl (D), Michèle Mouton (F), Stig Blomqvist (S), Nobuhiro Tajima (J) sowie Rod Millen und dessen Sohn Rhys (beide NZ). „Der I.D. R Pikes Peak ist der sportliche Vorbote der rein elektrisch angetriebenen I.D. Familie von Volkswagen. Und heute haben wir gezeigt, was in dieser Technologie steckt“, so Dr. Frank Welsch, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen Pkw, Geschäftsbereich „Technische Entwicklung“. „Auf den heutigen Tag und dieses Ergebnis kann jeder Mitarbeiter von Volkswagen extrem stolz sein. Ich gratuliere der Mannschaft von ganzem Herzen. Mit herausragender Ingenieurskunst und leidenschaftlichem Einsatz hat das Team in nur acht Monaten einen phantastischen Rennwagen auf die Räder gestellt. Nun hat der Volkswagen I.D. R Pikes Peak die beste Zeit in der über 100-jährigen Geschichte dieses Bergrennens erzielt – das ist ein starkes Zeichen für die Elektromobilität.“ Als reinrassiger Hillracer war erstmals der europäische Champion Simone Faggioli aus Italien am Berg der Berge. Das Norma M20 SF PKP-Zweiwagenteam mit dem Schweizer Fabien Bouduban blieb von diversen Motorproblemen im Verlauf der Trainingsfahrten nicht verschont, führt die Strecke doch auf eine Höhe von 4.300 Meter. Im Rennen, wo die 19,99 km lange Strecke erstmals im Rahmen der Veranstaltung in voller Länge befahren wird, erkämpfte sich Faggioli den zweiten Gesamtplatz, sein Teamgefährte Bouduban wurde Vierter. „Das Rennen heute zu beenden, nach einer schwierigen Woche mit ungewissem Ausgang, hat für mich einen enormen Wert!“ sagte Faggioli nach dem Rennen. „Das ist wie ein Sieg für mich und das ganze Team. Die Aufregung und Arbeiten an den Autos waren sehr intensiv! Ich hatte auch Probleme im Rennen, aber ich sehe nur die positiven Seiten dieses Abenteuers. Wenn ich bedenke, dass meine Zeit von 8’37“ die absolute schnellste Zeit in der Geschichte des Pikes Peak Bergrennen für ein offenen Sportwagen ist, es ist die absolut beste Zeit in der Geschichte für ein privates Team, die drittbeste Zeit aus allen 96 Ausgaben des Rennens und auch […]

Volles Haus am Glasbach – 151 Teams aus 12 Nationen

3. Juni 2018

Am kommenden zweiten Juni-Wochenende findet vom 08.-10.06.2018 das 23. Internationale ADAC Glasbachrennen in Bad Liebenstein in Thüringen statt. Mit 151 internationalen Teams aus 12 Nationen wird Motorsport der Extraklasse geboten. Beim Kampf um die tausendstel-Sekunde auf der mit 5,5 km längsten Bergrennstrecke Deutschlands geht es nicht nur um einen neuen Streckenrekord sondern auch um wichtige Punkte in der Europa-Bergmeisterschaft, der Deutschen- und Luxemburger Bergmeisterschaft sowie im KW Berg-Cup. Das Internationale ADAC Glasbachrennen ist der einzige Lauf in Deutschland, welches das höchste Prädikat im Bergrennsport, ausgegeben vom Weltmotorsportverband FIA, hat. Bereits im letzten Jahr wurde der Streckenrekord verbessert und liegt auf der mit 34 Kurven bestückten Naturbergrennstrecke aktuell bei 1:58:440 min. Dies bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 167 km/h (bei stehendem Start) und Spitzengeschwindigkeiten bis zu 245 km/h auf der kurvenreichen Bergrennstrecke zwischen dem Bad Liebensteiner Ortsteil Steinbach und dem Rennsteig. Die Bergrennstrecke ist die modernste und sicherste Europa` s, da sie in nur wenigen Tagen ähnlich einer „permanenten“ Rennstrecke umgebaut wird. Wie hart der Kampf an der Spitze ist, zeigen die Zeitabstände der Bestplatzierten im letzten Jahr. Dieser lag im Tausendstel- Sekundenbereich. In diesem Jahr sind in dem internationalen Starterfeld viele der aktuellen Bergrenngrößen vertreten. Neben dem Vorjahressieger und Streckenrekordhalter bei den offenen Sportwagen der Gruppe E2-SS, Christian Merli  (ITA) haben auch starke Konkurrenten, wie der spanische Bergmeister Javier Villa auf seinem superschnellen BRC BR 53 sowie der ehemalige luxemburgische Bergmeister Guy Demuth im brandneuen Norma M20 FC Zytek (Foto Mitte) und der aktuelle französische Berg-Champion Sebastien Petit in seinem Norma M 20 FC Mugen genannt. Mehr als nur Außenseiterchancen besitzen zudem der letztjähre Viert platziere an gleicher Stelle, der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik, der ebenfalls einen Norma M20 FC Mugen pilotiert. Nach seinem ausgezeichneten fünften Gesamtrang im Vorjahr, brennt der Belgier Jelle de Coninck im turbobefeuerten Norma-Sportwagen, bei seinem zweiten Start am Glasbach, mit besserer Streckenkenntnis im Gepäck auf mehr. Noch in der Testphase befinden sich Cyrille Frantz aus Frankreich im Osella PA 30 Cosworth und bei seiner Deutschlandpremier mit dem PRC S4 mit ehemaligem V6-Opel-Werkstriebwerk aus ITC-Serie, Alexander Hin. Simone Faggioli hingegen, werden die fachkundigen Fans aber vergeblich auf der offiziellen Starterliste suchen. Der EM-Titelverteidiger hatte in der ersten Halbsaison bereits zwei Niederlagen in seiner Gruppe E2-SC einstrecken müssen und wird wohl dieses Jahr seinen Titel nicht verteidigen können. Außerdem konzentriert sich Faggioli auf seinen ersten Anlauf beim legendären Pikes Peak Bergrennen in den USA, das am 24. Juni stattfindet. […]

Faggioli mit hauchdünnem Sieg in Portugal

14. Mai 2018

Die ersten Station der Tour über die iberische Halbinsel führte den harten Kern der EBM-Fahrer zur Rampa da Falperra in den Norden Portugals. Auf Einladung eines begrennverrückten portugiesischen Unternehmers nahm auch der Schweizer Reto Meisel die „kleine Weltreise“ auf sich und wird dann auf dem Rückweg, am kommenden Wochenende, im Baskenland beim spanischen EM-Lauf von Al Fito antreten. In Portugal angekommen, wurde der Mercedes SLK 340 Judd V8 gleich in den Farben des einheimischen Gönners aufwendig und komplett foliert und erstrahlte danach in ungewohnter Art und Weise. „Leider endete unser erstes Rennen auf der iberischen Halbinsel mit einer Enttäuschung“, resümierte Meisel. „Erhofft hatten wir sommerliche Wetterverhältnisse, wurden dann aber durch den Atlantikeinfluss regelrecht unterkühlt und teilweise durchnässt. Vor unserem ersten Rennlauf am Sonntag wechselten wir viermal die Räder, weil es immer wieder kurz regnete. Auf nicht komplett abgetrockneter Strecke gelang uns dann doch nach rund 30 Minuten Wartezeit an der Startlinie (Unterbruch auf Grund Unfalls von Renzo Napione) mit Sliks ein einigermaßen akzeptabler Lauf. Das Wetter meinte es dann doch noch gut und es trocknete ab 16 Uhr ab. Doch leider machte uns ein weiteres Mal die Defekthexe einen Strich durch die Rechnung. Dieser verflixte Anlasser aus England gab kurz vor der Startlinie zum gefühlt zehnten Mal den Geist auf. Die logische Schlussfolge ist, dass wir nun endgültig alles umbauen werden und auf einen bewährten Anlasser von Bosch zurückgreifen. Trotzdem hoffen wir, dass wenigsten der Ersatzanlasser das Rennen am kommenden Wochenende in Fito überlebt. Um den Gesamtsieg rauften wie gewohnt Simone Faggioli im Norma und Osella-Waffe Christian Merli. Beide fuhren je einmal Laufbestzeit und Merli sogar neuen Streckenrekord in 1:47,890 min und einem Schnitt von 173,51 km/h. Nach der finalen Zieldurchfahrt siegte dennoch zum insgesamt sechsten Mal Faggioli hauchdünn vor Merli. Faggioli ist unterdessen noch immer im 2017ner Modell des Norma M20 FC unterwegs. Das weiter verfeinerte Modell 2018 soll dann erstmals Anfang Juni in Ecce Homo (Tschechien) zum Einsatz kommen. Eschdorf-Sieger Sebastien Petit punktete auf Gesamtrang drei erneut erfolgreich in der EM-Wertung. Nach seiner gelungenen Premiere mit seinem flammneuen Norma M20 FC Judd V8 von Eschdorf, machte sich der Luxemburg ex-Champion Guy Demuth ebenfalls auf die über 1900 km lange Anfahrt ins Umland von Braga. Demuth kam erneut bestens mit dem noch ungewohnten Boliden zurecht und lande am Ende auf Platz vier, noch vor dem spanischen ex-Europameister der 80er und 90er Jahre Andres Vilarino, gleichfalls auf Norma V8, der […]

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