Falperra: Streik bei Regenchaos

9. Mai 2016

Der dritte Lauf der Berg EM in Portugal stand das komplette Wochenende im Zeichen schwerer Regenfälle, die streckenweise einer Sintflut nahe kamen. Eine Menge von Unfällen, darunter auch von EM-Pilot Andrea Bormolini führte schon zu Trainingsabbruch. Der Neffe von EM-Routinier Fausto Bormolini geriet wohl, auf einem über die Strecken laufenden Rinnsal und konnte von Glück sagen, dass er unverletzt blieb. Der 2-Liter Osella-Sportwagen wurde dagegen arg demoliert. Tags darauf trafen weitere schwere Gewitterschauer in kurzer Folge die Rampa da Falperra, sodass die EM-Rennwagenfraktion um Simone Faggioli, Christian Merli und Co ihre Boliden geschlossen einpackten. Dem enttäuschten Veranstalter blieb nur dies zu akzeptieren, das Verständnis fehlte jedoch. Nur wenige Piloten trotzten den Gefahren auf der 5,2 km langen Strecke bei Braga. Pedro Salvadore (Norma M20 FC) gewann somit als erst Portugiese einen EM-Lauf, vor Angela Viarino, der Tochter von ex-Europameister Andres Vilarino, die im brandneuen SilverCar FY10 unterwegs war und deren spanischem Landsmann Jose Lopez Fombona, der zu Saisonbeginn vom Audi A4 DTM auf einen am Berg bislang einzigartigen Audi R8 LMS umgestiegen war. Österreichs Christian Schweiger (Mitsubishi Lancer) wurde als Gruppe A-Sieger, Gesamtfünfter.

Faggiolis Rekord für die Ewigkeit

3. März 2016

Die Streckenführung des Berg EM-Auftakts im südfranzösischen Col St. Pierre (16./17. April 2016) wird aus Sicherheitsgründen um 200 Meter verkürzt. Die neue Streckenlänge beträgt nun 5.080 Meter. Die bisherige Piste von 5.280 Meter wurde so seit 1980 gefahren. Zuvor, von 1972 bis 1979 betrug die Streckenlänge sogar 6.340 Meter. Europameister Simone Faggioli hat sich, mit der Rekordfahrt aus dem Vorjahr in einer Zeit von 2:19,545 min, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 136 km/h (bei stehendem Start), somit einen weiteren Platz in den Geschichtsbüchern gesichert.

Absicherungsarbeiten am Rechberg angelaufen

22. Februar 2016

Nicht mehr ganz neun Wochen sind es noch hin, bis zum zweiten Lauf der diesjährigen Berg-Europameisterschaft am Rechberg in Österreich. Die FiA in Paris hat vor kurzem das neue Sicherheitskonzept des Veranstalters StAMK Zv. Mürztal abgesegnet. Nun haben neben den administrativen auch bereits die praktischen Arbeiten direkt an der Rennstrecke begonnen. Unter der Leitung des Präsidenten des Organisationskomitees Ehrenfried Seitinger legte der Vizebürgermeister von Fladnitz höchstpersönlich zusammen mit der bewährten Truppe einiger Tulwitzer, Hand an die vorderste Reihe von Bäumen entlang der Zielgeraden, um eine potenziellen Gefahrenquelle zu entschärfen. Obwohl noch Schnee am Rechberg liegt, können die Vorbereitungsarbeiten nicht warten. Um das neue Sicherheitskonzept umsetzen zu können, wird die Bergrennstrecke zum Schutz der Aktiven wie auch des Publikums mit 1.700 Metern Leitschienen sowie 300 Tonnen Betonleitwänden (dies ergibt etwa 300 Laufmeter) gesichert werden. Der Aufwand ist enorm aber notwendig, um das höchste Berg-Prädikat des Weltmotorsportverbandes FIA weiterhin zu erhalten. „Saftey first“ ist das Motto der Organisatoren. Wichtige Maßnahmen, welche bei der letzten Begehung von Fahrervertretern angesprochen und auch bei der FIA gemeldet wurden, werden nun umgesetzt. Zur Reduktion der Geschwindigkeit in der „Spiegelkurve“ wird eine zusätzliche, zweite Schikane installiert, um die Sicherheit vor dem besagten Kurvenbereich zu erhöhen. „Dies ist die einzig mögliche Reaktion auf Kritikpunkte von Seiten der Fahrervertreter und Fahrer an die OSK und FIA, welche aufgrund der hohen Geschwindigkeit Maßnahmen zu ihrem Schutz forderten“, stellten die Organisatoren fest. „Die neue Schikane stellt während und vor der Veranstaltung einen unglaublichen organisatorischen Aufwand dar und ist auch nicht unbedingt unsere präferierte Lösung, aber tatsächlich die einzige durchführbare Möglichkeit. Diese Passage als neue Challenge wird auch sicher die Option auf tolle Fotos und spektakuläre Szenen für Zuschauer und Presse liefern, wenn die Fahrer von 180 km/h (das sind 50 m/sec.) auf etwa 60 km/h verzögern, die dreiteilige Schikane passieren um danach wieder auf 200 km/h zu beschleunigen“. In diesem Sinne freuen sich alle Beteiligten bereits sehr auf das Frühlingserwachen und arbeiten gemeinsam weiter am guten Gelingen des Rechbergrennens 2016.

Neues Sicherheitskonzept am Rechberg

14. Februar 2016

Das neue Jahr ist bereits knapp sieben Wochen alt und es sind nur mehr neun Wochen bis zum Rechbergrennen, dem Großen Bergpreis von Österreich – Runde 2 für die Berg Europameisterschaft 2016 sowie der Auftakt für die österreichische und slowakische Bergmeisterschaft und der FIA Historic Berg Europameisterschaft. Seit Oktober wird die Sicherheitsthematik, nach dem tödlichen Unfall des erfahrenen Tschechischen Formel 3000-Piloten Otakar Kramsky beim Rechbergrennen 2015, bearbeitet um die Vorgaben der FIA und des nationalen Österreichischen Verbands OSK zu erfüllen. Dabei wurden die Vorstellungen zur Verbesserung der Sicherheit für Fahrer, Publikum und auch die der Streckenposten aufgearbeitet und in einen völlig neuen Streckensicherheitsplan integriert. Zurzeit werden mit Hochdruck neue und zusätzliche Betonleitelemente hergestellt, um entlang der 5.050 Meter langen Strecke in der Steiermark für mehr Sicherheit zu sorgen. Des Weiteren wird die bestehende Schikane optimiert und der neuen FIA Richtlinie angepasst. Ebenfalls wird an der Neuinstallation einer zusätzlichen Schikane gearbeitet. Der neue Streckensicherungsplan wurde bereits bei der FiA-Worldcouncilsitzung im Januar begutachte und für gut befunden. Wo die zusätzliche Bremsschikane letztendlich positioniert wird, ist momentan noch nicht bekannt.