Marcel Steiner-Kolumne: Perfekter Saisonabschluss

4. Oktober 2017

Die Woche zwischen St.Agatha und Mickhausen war kurz und stressig. Zudem hatte ich mein Auge noch auszukurieren, das ich mir am Samstagabend in St.Agatha verletzt hatte. Trotzdem versuchten wir den LobArt Mugen V8 so gut wie möglich zu Hause in der Schweiz vorzubereiten. Nachdem wir bereits am Donnerstagabend losfuhren und kurz vor Mitternacht im Fahrerlager ankamen, konnten wir am Freitag die letzten Arbeiten ausführen. Bei nur leicht feuchter Straße merkte ich bereits bei der Streckenbesichtigung, dass unter diesen Bedingungen überhaupt kein Grip vorhanden war. Da die Strecke am späteren Nachmittag gesperrt wurde, die Wagenabnahme schnell erledigt und der Rennwagen zügig fertig war, konnten wir zeitig Feierabend machen. Der Trainingssamstag fand bei angenehmem Herbstwetter statt. Um die Mittagszeit stand ich dann das erste Mal an der Startlinie. Ich musste mich aber noch etwas zurückhalten, um meine neuen Bremsbeläge und Bremsscheiben einzufahren. Daher waren die Bremspunkte noch sehr früh gesetzt. Ansonsten war ich mit dem Fahrverhalten zufrieden. Unser Basis-Set-Up scheint also langsam zu stimmen. In 50.693 musste ich mich wiedermal um rund 1/10 hinter Partik Zajelsnik (Norma M20 FC Mugen) anstellen. Hinter uns lag eine große Lücke von 3.5 Sekunden und mehr auf den Rest des Feldes. Vor dem 2. Training kontrollierten wir nochmals die neue Bremse und verstellten den hinteren Stabilisator etwas. Nun konnte ich meine Bremspunkte weiter nach vorne rücken, dies ergab eine Steigerung von 1.6 Sekunden auf 49.030, womit ich nun rund 0.6 Sekunden vor Patrik die Führung übernehmen konnte. Dahinter klaffte immer noch ein Loch von 3 Sekunden und mehr. Im 3. Probelauf wurde es bereits etwas kühler und die Sonne wollte die Reifen auch nicht mehr so richtig aufwärmen. Ich entschied mich daher für eine andere Reifenmischung und ein leicht angepasstes Fahrwerk. Kurz bevor ich zur Startlinie rollen musste, konnte ich gerade noch 49.810 auf der Anzeigetafel für Zajelsnik lesen. Er konnte sich also nicht mehr verbessern. Der Start gelang mir super, die Einfahrt in den Wald bei der „Antoniusbuche“ war sehr zügig. „Karussell“ und „Waldkurve“ gingen flott, im „Regal-S“ nur ein leichter Lupfer am Gas und danach noch durch die Zielschikane… 48.129 wurde für mich gestoppt. Das Auto fühlte sich auf der ganzen Stecke richtig gut an und wenn ich einen weiteren Trainingslauf gehabt hätte, wäre wohl noch mehr gegangen. Aber es war ja nur Training… Leider bewahrheitete sich der Wetterbericht und in der Nacht kam der gemeldete Regen. Dieser hielt  bis in den frühen Morgen hinein, zudem nieselte es […]

Steiners besonders schöner Saisonabschluss in Mickhausen

3. Oktober 2017

Der Schweizer Bergmeister Marcel Steiner gewann das Internationale Bergrennen Mickhausen nach einem harten Duell mit Patrik Zajelsnik. Romeo Nüssli triumphierte wie im Vorjahr in der Gruppe E1. Schönes Herbstwetter im Training vom Samstag, Regen am Morgen des Renntags, danach trocken und zum Schluss fast perfekte Verhältnisse – die 163 Fahrer aus sieben Nationen mussten sich beim Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen südlich von Augsburg in Südbayern auf alle Bedingungen einstellen. Und am besten gelang dies Marcel Steiner. Nur im ersten Training und im zweiten Rennlauf am Sonntag war sein grosser Gegenspieler Patrik Zajelsnik im Norma M20 FC auf der 2,2 km langen Strecke um jeweils eine Zehntelsekunde schneller. Steiners klare Bestzeit im nassen ersten Rennlauf war aber für nichts, weil der Regen für den Rest des Tages aufhörte und die Piste langsam abtrocknete. Im zweiten Durchgang irritierten ihn die Ölflaggen im schnellen Régal-S, wo lange nach einem heftigen Unfall des Schweizers Patrick Hedinger (Peugeot 205) gar keine Rutschgefahr mehr bestand, etwas mehr als den mit slowenischer Lizenz startenden Deutschen. So musste der dritte, nahezu trockene Lauf die Entscheidung bringen. Steiner zeigte Nervenstärke und legte mit 49,258 die Tagesbestzeit hin, klar vor Zajelsnik (50,035). In der Addition der beiden besten Zeiten lag der Schweizer Bergmeister somit um 0,684 voraus. Nach seinen beiden Tagessiegen von 2010 und 2012 (als er Simone Faggioli bezwang) mit dem Osella FA30 war es für den 42-jährigen Berner der dritte beim grossen deutschen Finalrennen und der erste internationale Erfolg mit dem LobArt-Mugen. „Als weder Merli noch Faggioli auf der Startliste standen, wusste ich, dass ich hier mit Zajelsnik um den Sieg fahren werde. Der Saisonschluss in Mickhausen ist immer schön, und wenn man vor dieser tollen Zuschauerkulisse gut fährt und danach bei einer öffentlichen Siegerehrung gefeiert wird, ist das genial“, freute sich Steiner. Wie zuletzt beim Bergrennen Gurnigel durfte Christoph Lampert als Dritter auf dem Gesamtsiegerpodest mitfeiern. Mit jedem Rennen kommt der Vorarlberger besser mit dem Osella PA2000 Honda Evo zurecht. Hinter den drei Sportwagenpiloten belegte Simon Hugentobler zur eigenen Überraschung den vierten Platz und gewann damit die Gruppe E2-SingleSeater. Von seinem Sohn Robin Faustini gecoacht, der wegen Motorproblemen am Tatuus-Honda FM von Bossy Racing auf den geplanten Start verzichten musste, fand Hugentobler den richtigen Kompromiss, um die Power des Reynard-Mugen 97D bei den tückischen Bedingungen richtig einzusetzen. Fausto Bormolini, Tagessieger von 2007 in Mickhausen, blieb nach einem leichten Leitplankenkontakt im Nassen auch in den zwei weiteren Rennläufen […]

Auto-Rennen Glücksspiel und andere beliebte Online-Spiele

12. September 2017

Es gibt wohl kaum einen Mann, der schnelle Autos nicht liebt. Doch gibt es auch online zahlreiche Autorennen, auf deren Ausgang Sie wetten können. Der Run auf die Online Casinos ist seit einigen Jahren ungebrochen. Längst schon haben diese Plattformen die herkömmlichen Spielbanken überholt, was die Beliebtheit bei den Spielern betrifft. Und tatsächlich bieten Plattformen dieser Art ganz erhebliche Vorteile. Denn Sie müssen sich nicht extra in Schale werfen und können mittels einer App, die natürlich völlig kostenfrei zur Verfügung steht, auch von jedem beliebigen Ort aus spielen. Sie brauchen dazu nichts als Ihr mobiles Telefon und haben dennoch die Möglichkeit, auch große Geldsummen zu gewinnen. Dazu kommen die vielen Boni, die Sie erhalten, wenn Sie sich als neuer Spieler anmelden, aber auch, wenn Sie sich jeden Tag auf der Plattform einloggen. Nicht zu vergessen sind natürlich die stattlichen Startguthaben, die gut und gern schon mehrere hundert Euro betragen können. Wenn es allerdings um die Games geht, haben die Freispiele ohne Einzahlung ganz klar die Nase vorn. Das Tolle ist, dass Sie hier mitspielen können, ohne vorher Geld einzahlen zu müssen. Sie erhalten nämlich ein sehr interessantes Startguthaben, sozusagen als Dankeschön für Ihre Anmeldung. Sehen Sie sich dazu vor allem die Starburst Freispiele ohne Einzahlung doch einmal etwas näher an. Hier handelt es sich um einen Spielautomaten, den es erst seit 2012 gibt, aber seitdem hat er den Markt ganz gewaltig aufgewirbelt. Wenn wir noch kurz bei den Automaten bleiben, müssen wir auf jeden Fall ein Game wie „The Book Of Ra“ erwähnen. Die Symbole, die auf den fünf Walzen zu sehen sind, sind aus der Hochkultur des alten Ägypten entlehnt und erzählen vom ewigem Kampf von Gut gegen Böse. Vielleicht ist das der Grund für den Boom des Spiels, der seit etlichen Jahren ungebremst anhält? Wohl jedes Spielcasino, das Sie online aufsuchen können, bietet Ihnen zudem Spielautomaten wie unter Anderem Gonzos Quest, Blood Suckers, Lucky 8 line, Jack Hammer und Jackpot 6000. Darüber hinaus können Sie sich natürlich auch für Slots wie zum Beispiel „Lucky Lady Charm“, „Eye Of Ra“ oder „Spiderman Green Goblin“ entscheiden. Dies sind Spiele, die als echte Garanten für unzählige Stunden Spaß und Spannung gelten. Es gibt aber auch zum Beispiel Spielautomaten „Wild Rubies“ und Reel Rush. Darüber hinaus ist noch ein Slot mit der Bezeichnung „Mega Moolah“ äußerst beliebt. Wenn Sie eines Tages den Jackpot knacken und mit Ruhm und Ehre nach Hause gehen […]

Steiner vorzeitig Meister – Berguerand Gurnigel-Tagessieger

11. September 2017

Bei Regen und Kälte liessen sich am Samstag wirklich nur die grössten Rennfans aus der warmen Stube locken. Der Sonntag begann zwar im Schweizer Gantrischgebiet auch noch trüb, aber das Wetter besserte sich zusehends, und schliesslich konnten die rund 230 Konkurrenten auf Autos aller Kategorien sowie die 40 Fahrer historischer Motorräder ihr Können doch noch vor einer stattlichen Zuschauerkulisse zeigen. Im Verlauf des Nachmittags trocknete die Fahrbahn völlig ab, und im zweiten Durchgang lagen die besten Zeiten schliesslich nur noch gut anderthalb Sekunden über dem Streckenrekord. Lokalmatador Marcel Steiner und der amtierende Schweizer Champion Eric Berguerand lieferten sich wie erwartet ein packendes Duell. Der Walliser liess sich durch einen leichten Ausrutscher im letzten Training nicht aus dem Konzept bringen, sondern hatte im ersten Rennlauf auf der noch teilweise feuchten Piste die Nase um 8 Hundertstel vorn. Im letzten Versuch versuchte Steiner auf dem optimierten LobArt-LA01 zwar den Spiess umzudrehen, aber erneut war Berguerand um einen Zehntel schneller. Steiner ärgerte sich zwar über den knapp entgangenen Tagessieg, konnte sich aber mit dem vorzeitigen Gewinn des Meistertitels bei den Rennsportwagen trösten. Auf das letzte Bergrennen vertagt wurde die Entscheidung bei den Tourenwagen: Frédéric Neff (Porsche), der wie sein Verfolger Roger Schnellmann (Mitsubishi) einen weiteren klaren Sieg feierte, rückte dem Titel aber um einen Schritt näher. Wie Steiner hatte auch der Innerschweizer Rolf Reding Grund bereits am Gurnigel zum Feiern, wurde er doch mit einem weiteren Volltreffer klarer Gewinner der neu ins Leben gerufenen Schweizer Junior-Bergmeisterschaft. Fest in Berner Hand war schliesslich der Renault Classic Cup. Philipp Krebs war am Gurnigel der Schnellste, Denis Wolf wurde dank seinem zweiten Rang schon ein Rennen vor Schluss Gesamtsieger. Gesamtklassement nach zwei Rennläufen: Eric Berguerand (CH), Lola FA99-Cosworth, 3:33,13 Marcel Steiner (CH), LobArt LA01-Mugen, 3:33,31 Christoph Lampert (A), Osella PA 2000 Evo, 3:40,74 Die kompletten Resultatlisten gibt es als Download auf www.gurnigelrennen.ch

Steiner und Reding auf Titelkurs – Schnellmann oder Neff

31. August 2017

Die Endphase in der diesjährigen Schweizer Bergmeisterschaft wird am 9. und 10. September auf der 3,7 km lange Strecke zwischen Dürrbach und Gurnigelbad eingeleutet. Dann steht nämlich die 48. Auflage des traditionellen Bergrennens am Gurnigel auf dem Programm. Das Interesse der Aktiven an diesem publikums­wirksamen Anlass vor den Toren Berns war derart riesig, dass der Organisator sogar mehrere Dutzend Nennungen zurückweisen musste, um die selbst gesetzte Obergrenze von 270 Autos nicht zu überschreiten. Nachdem Eric Berguerand in den letzten vier Jahren jeweils den Titel bei den Rennsportwagen holte und stets auch Tagessieger am Gurnigel wurde, hat nun Lokalmatador Marcel Steiner die Chance, das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden. Der Oberdiessbacher hat seinen italienischen LobArt-Mugen V8 für diese Saison weiter optimiert und den favorisierten Walliser im direkten Duell bereits viermal bezwungen. Um bereits vor dem SM-Finale als neuer Meister festzustehen, muss der dreifache Ex-Champion zwar nicht mehr gewinnen, aber an seinem Hausberg, wo er mit 1’41,39‘‘ nach wie vor Rekordhalter ist, strebt Steiner natürlich trotzdem seinen sechsten Tagessieg an. „Bei einem Sieg inklusive Streckenrekord durch Eric Berguerand reicht mir ein 3. Platz um Schweizer Bergmeister der Rennsportfahrzeuge 2017 zu werden. Sehr gerne zähle ich hierbei auf die Unterstützung der zahlreichen Fans und Zuschauer“, sagt Marcel Steiner dessen Gedanken noch immer beim in Oberhallau tödlich verunglückten Rennfahrerkollegen Martin Wittwer sind. „Ich bin noch immer fassungslos, leer und traurig. Sieben Jahre lang wurden wir auf Schweizer Bergrennstrecken von solch tragischen Ereignissen verschont. Im 3. Rennlauf des Bergrennens in Oberhallau kehrte der Tod aber gnadenlos zurück und raubte uns unseren Rennfahrerkollegen Martin Wittwer. Martin verlor in der Passage zwischen „Wäldchen“ und „Brotlaube“ die Herrschaft über seinen Peugeot 205 GTI und prallte mit dem Dach voran gegen einen Baum. Trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte verlor Martin den Kampf um sein Leben. Das Team Steiner Motorsport entbietet der Familie und den Angehörigen ihr tiefstes Beileid und viel Kraft, um dieses schreckliche Ereignis zu verarbeiten!“ Reto Meisel, der auf dem spektakulären Mercedes SLK 340 im vergangenen Jahr bei den Tourenwagen dominierte, figuriert zwar auf der Startliste, da sein Bolide aber in Oberhallau nach einem Defekt in Brand geriet, muss der Pechvogel des Jahres wohl auf den Start verzichten. Um seine Nachfolge streiten sich Frédéric Neff (Porsche 996 GT3) und Roger Schnellmann (Mitsubishi Evo 8), welche in ihrer jeweiligen Kategorie den Ton angeben. Da der Jurassier bisher ungeschlagen blieb, hat er die besseren Karten, aber auch bei […]

Unfallserie am Schweizer Berg reiß nicht ab

28. August 2017

Die Schweizer Bergmeisterschaft steht in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Beim Bergrennen Oberhallau, das auch zum deutschen KW Berg-Cup zählt, ereignete sich am Rennsonntag (27.08.) gegen 18 Uhr ein folgenschwerer Unfall. Der Schweizer Pilot Martin Wittwer (Forst bei Längenbühl) ist mit seinem Peugeot 205 während des dritten Wertungslaufs im Streckenbereich Wäldchen, gleich nach der berüchtigten Brotlaube, schwer verunglückt. Der Fahrer aus dem Kanton Bern schleuderte mit seinem Tourenwagen über die Leitplanken und traf einen Baum. Die umgehend durch Streckenposten, Rettungssanitäter und Ambulanz eingeleiteten Rettungsmaßnahmen konnten nicht verhindern, dass der verunglückte Pilot auf dem Weg mit dem Rettungshelikopter ins Krankenhaus verstarb. Tragischer Weise stand im Moment des Unfalls Martin Wittwers jüngerer Bruder Daniel Wittwer mit seinem VW Golf an der Startlinie und wartet auf seine Startfreigabe. Die fünfte Veranstaltung zur Schweizer Automobil Berg Meisterschaft wurde umgehend abgebrochen und aus Respekt vor dem Verunglückten keine Siegerehrung und Preisverteilung abgehalten.  Bedauerlicherweise ist die Tragödie um den dreiunddreißigjährigen Martin Wittwer der folgenschwerste von bislang drei gravierenden Unfällen in der aktuellen Saison. Beim Hembergrennen Mitte Juni hatte bereits der schwere Unfall von Top-Gear Schauspieler Richard Hammond bei Showfahrten für großes Aufsehen gesorgt. Hier sind mittlerweile von der FiA und Autosport Schweiz empfindliche Strafen an die Rennleitung und den Veranstalterverein ausgesprochen worden. Zwei Wochen später beim Bergrennen Reitnau, musste die Veranstaltung nach einem Crash von Chris Steiner (Porsche) abgebrochen werden, der mit komplizierten Beinverletzungen per Helikopter abtransportiert wurde. Für die Meisterschaften wurde das Resultat aus Oberhallau nach dem zweiten Durchgang als Wertungsgrundlage herangezogen. Über einen Erfolg freute sich unter diesen Umständen niemand, auch Marcel Steiner nicht, der bis zum Abbruch die Nase seines LobArt Mugen V8 hauchdünne 25/100 Sekunden von derer von Eric Berguerands Lola Cosworth in der Tageswertung hatte. Das Podium komplettierte der Vorarlberger Christoph Lampert im Osella PA 2000 Honda. Für Reto Meisel ging die Saison bereits am Trainingstag vorzeitig zu Ende. Der Mercedes SLK 340 V8 fing im letzten Probelauf im Heckbereich Feuer und bekam einiges ab. Eine schnelle Reparatur ist ausgeschlossen. Den Tourenwagensieg trug Roger Schnellmann im rund 700 PS starken Mitsubishi  Evo VIII davon. Bergrennen in Deutschland entbietet der Familie den Verwandten und Freunden von Martin Wittwer ihr tiefes Beileid und ist in Gedanken bei den Bergrennsportfreunden in der Schweiz. Foto: Teambeyou

Der Gurnigel lockt die Schweizer Bergfahrer

22. August 2017

In knapp drei Wochen geht im Schweizer Gantrischgebiet wieder das Bergrennen am Gurnigel über die Bühne. Wie in den beiden Vorjahren findet der Traditionsanlass – seine Geschichte reicht über 100 Jahre zurück – am zweiten September-Wochenende statt. Er kollidiert damit weder mit dem Großen Preis von Italien in Monza noch mit dem Arosa Classic Car Event, die beide anfangs Monat auf dem Programm stehen. Selbst wenn bei einem Motorsport-Fan die Formel 1 oder der Historische Sport erste Priorität besitzen, braucht er also nicht wegen Überschneidungen im Terminkalender auf den Berner Klassiker zu verzichten. Sofern das Wetter einigermaßen mitspielt, dürften auch in diesem Jahr wieder gegen 15‘000 Zuschauer die Naturtribünen entlang der Strecke bevölkern. Das Teilnehmerfeld steht noch nicht definitiv fest, hatten doch die Piloten noch letzten Montag um Mitternacht Zeit, um sich einzuschreiben. Wer nicht am Wochennede beim Bergrennen von Les Rangiers sein Auto nachhaltig beschädigt hat, dürfte sich den Meisterschaftslauf im Bernbiet kaum entgehen lassen, gehört doch dieser zu den Lieblingsrennen in der Schweizer Szene. Nicht nur die imposante Publikumskulisse lockt, sondern auch die fahrerisch anspruchsvolle Piste. Seit geraumer Zeit laufen die Vorbereitungen für das Großereignis vor den Toren Berns auf Hochtouren. So begann bereits entlang der Strecke die Montage zusätzlicher Sicherheitseinrichtungen, wobei neben Funktionären aller Stufen auch viele Rennfahrer aus der Region beim Streckenbau mitmachen. Die Unterstützung der lokalen Bevölkerung ist dem Veranstalter ebenfalls gewiss. Der organisierende Verein Bergrennen Gurnigel ist auf die zum überwiegenden Teil ehrenamtlichen Helfer angewiesen, denn trotz zahlreicher Sponsoren und Gönner lässt sich das Budget von weit über 300‘000 Franken nur auf diese Weise ausgeglichen gestalten.

Eiertanz am Morgen in Reitnau – Große Show am Mittag

2. Juli 2017

Bei der 52. Austragung des Bergrennen Reitnau im Schweizer Kanton Aargau führte zuerst einmal Petrus Regie. Der herrschende Dauerregen den er schickte, zwang die Rennfahrer dazu, es etwas vorsichtiger angehen zu lassen. Trotzdem war gut zu sehen, dass sich die üblichen Verdächtigen am Ende wohl durchsetzen würden. Dass die Piloten die Strecke und die Verhältnisse im Griff hatten zeigt die Tatsache, dass am Morgen bei schwierigen Verhältnissen nur gerade ein paar Dreher produziert wurden, die allesamt ohne Folgen waren. Mutiger wurden alle nach dem Mittagessen als die Strecke abtrocknete. Die Bestzeiten purzeln. Nach einem gewerteten Rennlauf zeigte sich, dass sich Eric Berguerand aus Martigny mit seinem Lola FA 99 (3000 ccm) und einer Zeit von 49.32 Sekunden die Butter nicht vom Brot nehmen liess. Er verwies Marcel Steiner aus Oberdiessbach auf dem LobArt LA01 Mugen V8 (3000 ccm) mit 51.15 Sekunden auf den 2. Platz. Dritter wurde Simon Hugentobler aus Suhr der mit seinem Reynard 97D Formel 3000 in 52.39 Sekunden das Ziel erreichte. Viel Pech hatte Chris Steiner. Nach einem heftigen Einschlag in die Leitplanke der Zielkurve musste er aus seinem Porsche befreit werden. Er war ansprechbar und wurde für weitere Abklärungen mit dem Helikopter ins Spital geflogen. Dieser Crash bedeutete auch zugleich das Ende des Bergrennens. Laut Thomas Kohler vom ACS hätten die Aufräum- und Reparaturarbeiten zu lange gedauert um das Rennen mit der größtmöglichen Sicherheit weiterführen zu können.

Nach Showfahrt-Crash am Hemberg – FiA fordert Stellungnahme

14. Juni 2017

Wie der weltweiten Presse zu entnehmen war, kam es am Samstag, 10. Juni 2017 während Showfahrten im Rahmen des Bergrennens Hemberg, erster Lauf zur Schweizer Bergmeisterschaft 2017, zu einem schweren Unfall. Nach der Zieldurfahrt kam Richard Hammond im Elektrofahrzeug „Concept One“ des kroatischen Herstellers Rimac, vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit, rund 300 Meter nach der Ziellinie des Bergrennens von der Straße ab. Der Moderator der Auto-Kultsendung „Top-Gear“ riss das Hemberger Ortsschild mit sich und stürzte in die Tiefe, zwischen Häusern den Hang hinunter und kam erst kurz vor einem Zuschauerweg auf dem Dach zu liegen. Der 2-Millionen-Bolide mit über 1000 PS ging in Flammen auf, nur  Sekunden, nachdem sich Hammond aus dem Wrack retten konnte. Der TV-Star erlitt lediglich eine Knieverletzung, wurde aber per Hubschrauber ins Krankenhaus verbracht. Hierzu veröffentlichte die Schweizer Motorsport Behörde „Autosport Schweiz“ auf Ihrer Webseite folgendes: Dieser Unfall war dem Motorsport und dem Bergrennsport nicht sehr zuträglich hat sich doch bereits die FIA (Fédération International du Sport Automobile) gezwungen gesehen, bei Auto Sport Schweiz eine Stellungnahme einzufordern. Auto Sport Schweiz seinerseits sieht sich veranlasst, diesen Fall eingehend zu untersuchen und ein Disziplinarverfahren einzuleiten. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, werden vorderhand keine weiteren Informationen an Dritte erteilt. Wir bitten um Verständnis. Gut 7.000 Besucherinnen und Besucher nutzten das sonnig-warme Wetter am Samstag und Sonntag, um das Bergrennen Hemberg zu besuchen. Knapp 200 Fahrer nahmen an den 3 Trainingsläufen am Samstag (der vierte Trainingslauf wurde gestrichen) und den drei Rennläufen am Sonntag teil. Sieger der Veranstaltung wurde Marcel Steiner (LobArt Mugen V8) von der Equipe Bernoise, der mit einer Zeit von 1:49.31 die 1758 Meter lange Strecke über eine Höhendifferenz von 157 Metern meisterte. 

Viel Spannung vor Schweizer Saisonstart in Hemberg

7. Juni 2017

Mit dem Bergrennen in Hemberg beginnt am kommenden Wochenende (10./11. Juni) die Schweizer Bergmeisterschaft 2017. Die Titelfavoriten sind dieselben wie im Vorjahr, doch tut sich bei den Tourenwagen und Rennsportwagen einiges. Die Saison umfasst dieselben sieben Bergrennen in derselben Reihenfolge wie 2016. Den Anfang macht am 11. Juni das 2012 wiederbelebte Rennen in Hemberg im Kanton St. Gallen, knapp eine Fahrstunde südlich des Bodensees. Am 2. Juli lockt die Eintagesveranstaltung in Reitnau Teilnehmer und Zuschauer ins Schweizer Mittelland. Mit 1758 bzsw. 1605 m sind es die beiden kürzesten Strecken im Kalender. Mitten in den Walliser Bergen findet am 23. Juli der dritte SM-Lauf statt, dessen Ziel im Ferienort Anzère liegt. Die wohl schnellste Bergrennstrecke Europas von St-Ursanne nach Les Rangiers, wo Simone Faggioli seit Jahren die eigenen Rekorde stetig verbessert und 2016 auf 182,6 km/h geschraubt hat, ist am 20. August der vierte Schauplatz. Seit 1972 zählt dieses Rennen zur EBM und zur Schweizer Meisterschaft, wobei das malerische Städtchen St-Ursanne in gut einer Stunde ab dem Dreiländereck in Basel zu erreichen ist. Wer schon mal in der unglaublich schnellen Kurve „Les Gripons“ stand, die unter der Autobahnbrücke verläuft, kennt das Gefühl von Gänsehaut. Joël Volluz begrub dort im Vorjahr bei einem horrenden Unfall im Osella FA30 seine Titelchancen, ist aber wie die ganze Fachwelt froh, ihn heil überstanden zu haben. Ganz nahe an der süddeutschen Grenze ist eine Woche später das Bergrennen Oberhallau im Schaffhauser Klettgau. Dort ist auch der KW-Berg-Cup wieder zu Gast. Das Aufeinandertreffen der deutschen und Schweizer Tourenwagenelite ist das Salz in der Suppe dieser tollen Veranstaltung. Am 10. September steht das 1910 erstmals durchgeführte Bergrennen am Gurnigel vor den Toren der Hauptstadt Bern auf dem Programm. Wie bei allen Bergrennen in der Deutschschweiz werden dort bei schönem Wetter weit über 10.000 Zuschauer erwartet, was überall für prächtige Kulissen sorgt. Den Abschluss der Saison bildet am 17. September das auf der zweitschnellsten Strecke ausgetragene Bergrennen Châtel-St-Denis–Les Paccots (der Rekord von Volluz liegt bei 171 km/h) oberhalb von Montreux und des Genfersees. Joël Volluz ist zwar mit dem Neuaufbau eines Osella FA30 beschäftigt, wird damit jedoch aus zeitlichen und finanziellen Gründen wohl dieses Jahr nicht mehr fertig. So ist Eric Berguerand mit seinem Lola FA99-Cosworth, dessen Aerodynamik der fünffache Meister im Detail modifiziert hat, erneut der Kronfavorit auf den Titel bei den Rennsportwagen. Marcel Steiner macht ihm diesen zwar mit dem LobArt-Mugen V8 streitig, ob Fahrer und Fahrzeug im […]

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