Robi Simon und das Fliewatüüt – Faustinis F3000 Debüt

23. April 2017

Das Eschdorfer Hill Race hat im Herzen des jungen Schweizers Robin Faustini schon jetzt einen Ehrenplatz. Im Vorjahr feierte er hier mit gerade mal 18 Jahren seinen Einstand im Bergrennsport am Steuer seines Tatuus-Renault FR 2.0 und belegte am Ende einen mehr als ehrenhaften 26. Gesamtrang mit bereits sehr überzeugenden Laufzeiten. Wobei das Nachwuchstalent nur wenige Minuten vor seinem letzten Rennlauf aus der Schweiz die Hiobsbotschaft erreichte, dass sein Grossvater seinen Kampf gegen seine lange, schwere Krankheit verloren hat. Seine erste Bergsaison schloss der Sohn des Schweizer F3000-Berg-Piloten Simon Hugentobler am Ende als guter 15. der heimischen Bergmeisterschaft ab. Dieses Jahr nun wird Robin in Eschdorf in Erinnerung und zu Ehren seines Großvaters sein Debüt in der Königsklasse des Bergrennsports geben und erstmals den Reynard 92D Cosworth F3000 an den Start bringen. Beim Luxemburger Bergklassiker wird Robin Faustini natürlich von Papa Simon betreut, der selbst in einem Reynard 97D Judd F3000 einer seiner „Gegner“ sein wird. Nennschluss für das Hill Race in den Ardennen ist der Sonntag, 23. April 2017 – 24 Uhr! von Patrick Weber / Thomas Bubel

Termine 2017 – Schweizer Bergmeisterschaft

11. Februar 2017

Der Organisator der Veranstaltung La Roche-La Berra hat die Schweizer Motorsport-Obrigkeit Auto Sport Schweiz mit einem Schreiben vom 07. Februar 2017 darüber informiert, dass die für den 01./.02. Juli 2017 geplante Veranstaltung nicht stattfinden kann. In ihrer Sitzung vom 08. Februar 2017 hat sich die Nationale Sportkommission (NSK) eingehend beraten und entschieden, die Absage von La Roche-La Berra mit der Aufnahme des Bergrennens Reitnau in den Meisterschaftskalender zu kompensieren. In den vergangenen Wochen sorgte die Doppelterminierung der beiden Bergrennen auf das erste Juni-Wochenende bereits für reichlich Diskussionsstoff. Durch die Absage hat sich dieses Problem von selbst gelöst. Dem entsprechend sieht der neue Kalender zur Schweizermeisterschaft Berg 2017 wie folgt aus: 10./11. Juni 2017 – Bergrennen Hemberg 02. Juli 2017 – Bergrennen Reitnau 22./23. Juli 2017 – Course de Côte Anzére 19./20. August 2017 – Course de Côte St. Ursanne-Les Rangiers 26./27. August 2017 – Bergrennen Oberhallau 09./10. September 2017 – Bergrennen Gurnigel 16./17. September 2017 – Course de Côte Les Paccots

8 aus 29 – Teilnehmer an der Junior Berg-SM gefunden

4. Februar 2017

Die Cockpits der neu geschaffenen Schweizer Junior-Bergmeisterschaft sind vergeben. Acht Nachwuchsfahrer aus der gesamten Schweiz und im Alter zwischen 18 und 26 Jahren haben es geschafft, sich in einer Sichtung und Ausscheidung die am 8. Januar auf dem Gelände des Swiss Driving Event GmbH stattfand, zu qualifizieren. Insgesamt 29 Interessenten meldeten sich auf den Aufruf von Initiator Hans Schori und dessen Sohn Yves Meyer, die auch als Instruktoren des Eventcenter Seelisberg die Betreuung der Nachwuchsrennsportler übernommen haben. Als fachkundiger Beobachter wirkte auch FiA-E1-Hill Climb Cup-Champion Ronnie Bratschi mit. Nachdem 23 die Zulassungskriterien erfüllten, erschienen 21 Kandidaten Anfang Januar in Seelisberg, um die acht Fahrerplätze auf identischen Toyota GT86-Tourenwagen unter sich auszumachen. Virtuell per Rennsimulator, bei einem Wissenstest über Fahrzeuge und Technik und einer realen Talentprobe in einem Mitsubishi Evo 8, auf dem winterlichen Geläuf des Testgeländes, kristallisierten sich schlussendlich die acht Protagonisten der Junior Berg SM 2017 heraus. Dies sind der erst 18-jährige Yannick Egler, die drei 21-jährigen Raphael Feigenwinter, Joshua Reynolds und Aurelio Demski, der 23-jährige Rolf Reding, der 25-jährige Benjamin Devaud sowie die 26-jährigen Lukas Eugster, der aus der Schweizer Kart-Meisterschaft kommt und Mario Koch. Letzterer ist der Sohn von Interswiss-Berg-Routinier Josef „Seppi“ Koch. Die nächsten Termine für die acht Swiss Race Academy-Piloten sind bereits fix. In fünf  Wochen, am 11. März steht erneut in Seelisberg, der erste Medientag auf dem Programm, bevor am 22./23. Mai ein Lizenz-Kurs auf dem Hockenheimring zu absolvieren ist. Richtig ernst wird dann am zweiten Juni-Wochenende beim Bergrennen Hemberg. Danach präsentiert sich das Octet noch bei den Bergrennen Anzere, Oberhallau und Gurnigel. Quelle: AutoSprint.ch – Peter Wyss

Hans Schori bildet Schweizer Bergrennnachwuchs aus

9. November 2016

Schweizer Nachwuchs-Rennfahrer sind oft gezwungen, ihre Karriere im Ausland zu starten. Lange Anfahrtswege, schlechte Trainingsmöglichkeiten und hohe Kosten sind Herausforderungen, die es dabei zu meistern gilt. Nationale und internationale Karrieren sollen zukünftig in der Schweiz starten, dies hat sich das bekannte Eventcenter Seelisberg, mit seiner Swiss Race Academy, zum Ziel gesetzt. Junge Fahrerinnen und Fahrer sollen vor allem dem Bergrennsport zugeführt werden, denn aktuell liegt das Durchschnittsalter der Rennfahrer in der Schweiz bei 40 Jahren. Stimmt der Schweizer Automobilsportverband ASS zu, wird es schon zu Jahresbeginn 2017 zwei Sichtungen auf dem Gelände des Fahrsicherheitszentrums in Seelisberg, hoch über dem Vierwaldstättersee, geben. Am Ende werden so sieben Teilnehmer ermittelt sein, die um eine neu ins Leben gerufene Junior-Schweizer-Meisterschaft bei Bergrennen fahren werden. Instruktoren sind der frühere Schweizer Bergmeister Hans Schori und sein Sohn Yves Meyer. Als Schulungs- und Rennfahrzeuge stehen acht identische Toyota GT86 bereit. Einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurden die nach dem SuperSerie und LOC2-Reglement vorbereiteten Tourenwagen schon im vergangenen Juni beim Bergrennen in Reitnau. Die Bewerbungsfrist für den zwischen 18 und 28 Jahren jungen Nachwuchs läuft noch bis zum 16. Dezember. Nach zwei Ausbildungskursen im Januar 2017 und einem Medientag im März, stehen dem Nachwuchs im April die ersten Tests und Renneinsätze bei Slalomveranstaltungen ins Haus. Bei den Bergrennen Reitnau, Oberhallau und am Gurnigel werden dann die Youngster in Können unter Beweis stellen. Mit umgerechnet etwas über 8.000€ für die komplette Saison sind die „Auserwählten“ bereits dabei. Die erste Sichtung beläuft sich kostenmäßig auf 185 CHF, der zweite Kurs steht dann mit 245 Schweizer Franken zu Buche. Bis zu 40 Anmeldungen werden angenommen. Vorbild für diese Art von Nachwuchsgewinnung  war übrigens die Schweizer Junior-Rallye-Meisterschaft, in der mit R2-Autos gefahren wird. Quelle: AutoSprint.ch – Peter Wyss Fotos: Rami Hänggi

Masters: Goldmedaillen gehen an Faggioli, Moran und Peruggini

10. Oktober 2016

Nachdem sie bereits im Training die besten Zeiten erreicht hatten, bestätigten der Italiener Simone Faggioli (Norma M20 FC Zytek V8, Kategorie 2), der Brite Scott Moran (Gould GR61X, Kategorie 3) und der Italiener Lucio Peruggini (Ferrari 458 Italia GT3, Kategorie 1) auch im sonntäglichen Rennen ihre Überlegenheit. Sie holten damit die drei beim Hillclimb Masters vorgesehenen Goldmedaillen. Bei der sehr gelungenen zweiten Auflage im tschechischen Šternberk ging die Slowakei als Gewinner des Nationencups hervor, überdies siegte der Italiener Andrea Bormolini (Osella) bei den Junioren (U25), und die Französin Martine Hubert (Norma M20 BMW 3.0) schwang in der Damenwertung obenaus. Am Ende der zweiten Auflage des FIA Hillclimb Masters ist Simone Faggioli überglücklich: «Diesen Sieg wollte ich mir nicht entgehen lassen!». Obwohl neunfacher Europameister und eine lebende Legende im Bergrennsport, ist es ihm erst jetzt gelungen, seine erste Goldmedaille in diesem Wettbewerb zu erobern. «Vor zwei Jahren in Eschdorf musste ich mich mit Silber begnügen. Für diese Niederlage wollte ich mich unbedingt revanchieren, und dieser Sieg war mein erklärtes Ziel. Der Kampf gegen Christian Merli war toll, musste ich doch meine letzten Reserven mobilisieren. Dieses Rennen ist einzigartig, sowohl durch seinen Status als auch durch seine Aura. Alles entscheidet sich an einem einzigen Tag und auf einem relativ kurzen Parcours, wo man jeden Fehler auf der Uhr teuer bezahlt. Der Druck war also groß, aber alles hat bestens geklappt, und ich bin überglücklich, dass ich die Tagesbestzeit aller Kategorien erzielen konnte. Europameister, italienischer Meister und nun noch die Goldmedaille beim Masters, besser hätte meine Saison 2016 nicht verlaufen können!» Einmal mehr musste sich Christian Merli mit dem zweiten Platz begnügen. Dabei hatte er sich mit seinem Osella FA30 Evo-Fortech bis zuletzt nach Kräften gewehrt. Nach dem zweiten Lauf nur knapp eine halbe Sekunde hinter seinem ewigen Rivalen, wollte er im dritten Versuch nochmals alles auf eine Karte setzen, doch kurz vor dem letzten Lauf begann es leicht zu regnen, sodass die letzten Kurven vor dem Ziel feucht waren. So fuhr Merli absichtlich langsam die Strecke hoch, um auf Faggioli zu warten, und die beiden überquerten nebeneinander das Ziel. Ein sympathisches Bild und Ausdruck der kollegialen Atmosphäre, die beim Masters 2016 geherrscht hat. Diese wenigen Regentropfen verhinderten aber eine Top-Platzierung der Italiener im Nationen Cup. Hinter den beiden Aushängeschildern der Europameisterschaft holte schließlich Sébastien Petit (Norma M20FC-Mugen V8) die Bronzemedaille, was den Franzosen umso mehr freute, weil er am Samstag nach technischen Problemen (Ölpumpe) am […]

Mehr als nur ein Bergrennen – 131 Fahrer beim zweiten Masters dabei

5. Oktober 2016

Die noch junge Geschichte des FiA Hill Climb Masters wird am kommenden Wochenende im tschechischen Sternberk eine Fortsetzung finden. Zum zweiten Mal, nach der grandiosen Premiere im luxemburgischen Eschdorf in 2014, werden die besten Bergrennspezialisten Europas bei einem Event vereint sein, doch das ist nicht immer gewährleistet. Die auf 3,3 km verkürzte, fast permanente Bergrennstrecke von Ecce Homo, die ein Stück am Sternberker Stadtrand entlangführt, dürfte den Protagonisten der Berg-Europameisterschaft und vor allem den 30 einheimischen, tschechischen Teilnehmern bestens bekannt sein. Völliges Neuland betreten hingegen erneut die starken Piloten aus Großbritannien oder die erstmals am Masters teilnehmende Abordnung aus Griechenland. Beide Landesmannschaften reisen übrigens mit eigens gecharterten Trucks im Sammeltransport an. Bedauerlicher weise fehlen die noch in Eschdorf durch ihr sympathisches Auftreten aufgefallenen Teams aus Malta und Irland, denen die lange Anreise in den Osten der Tschechischen Republik zu beschwerlich war oder der von der FiA vorgegebene Zweijahresrhythmus aus vielerlei Gründen nicht in die Saisonplanung passt. Am 8. und 9. Oktober werden sicherlich Bergrennsportfans aller Herren Länder das Wochenende vor ihren PC´s oder Notebooks verbringen, denn wie man hört werden die Läufe zum FiA Hill Climb Masters live im Internet zu verfolgen sein, und das beschränkt sich nicht nur auf den Zeitenmonitor. Acht Kameras werden am Renntag für ein Live-Streaming auf Youtube sorgen und auf die kleine Stadt Sternberk, mit ihren 14.000 Einwohnern gerichtet sein. Dort besitzt der Motorsport eine lange Tradition, wurde doch bereits 1905, also vor 111 Jahren erstmals ein Anlass für Automobile ausgetragen. Doch zwei von drei Goldmedailliengewinner aus 2014 werden beim Live-Stream nicht über den Bildschirm flimmern. Der Norma M20 FC mit dem 4-Liter V8-BMW-Triebwerk von Nicolas Schatz, also des Französischen Bergmeisters der letzten Jahre, ist derzeit auf dem Pariser Autosalon ausgestellt und auch der 2014er Kategorie 2-Sieger Eric Berguerand, der erneut die Schweizer Berg-Krone mit seinem Lola Cosworth-E2-SS-Umbau gewinnen konnte, machte keine Anstalten in Richtung Masters. Aus bekannten Gründen (BiD berichtete) wird auch der 2014ner Bronzeträger und U25-Hero David Hauser aus Luxemburg fehlen. Zudem war das vergangene Rennwochenende sehr verlustreich. Die beiden Schweizer Reto Meisel und Marcel Steiner sowie die Deutsche Speerspitze Holger Hovemann mussten ihre geplante Teilnahme am Masters auf Grund von technischen Defekten oder gar Unfällen absagen. Doch wir wollen hier ja nicht nur aufzählen wer alles nicht in der Region Olmüz von der Partie ist, denn es wird sicherlich auch so interessant und spannend werden. Als Top-Favorit sehen Kenner der Szene vor […]

Mickhausen: Der Veteran meldet sich zurück

3. Oktober 2016

Schweizer Doppelsieg beim Berg DM-Finale von Mickhausen – so wird wohl am Dienstag, die in den vergangenen Jahren bereits mehrfach bemühte Schlagzeile in der Staden-Lokalpresse lauten – aber diesmal anders als gedacht. Regenschauer und Ausrutscher waren am Rennsonntag die Spielverderber. Der, dem zu Folge wenige Gripp zeigte auch den Top-Fahrern ihre Grenzen auf, was aber auch nicht wirklich eine Neuigkeit war. Auf das FiA Masters nächstes Wochenende müssen nach diversen Unfällen so Holger Hovemann und Marcel Steiner, der nach dem zweiten Lauf noch in der Gesamtwertung geführt hatte, genauso verzichten wie sein Schweizer Landsmann Reto Meisel, mit Getriebeschaden am populären Mercedes-Boliden. Ein schwerer Schlag für die Masters-Nationalteams von Deutschland und der Schweiz. Der glückliche Gesamtsieger hieß nach überstandenen Regenphasen Romeo Nüssli im schneeweißen ex-Andreas Gabat Ford Escort Cosworth, und dass nach einer Rennpause von 21 Jahren. Der Schweizer dürfte den älteren Motorsportfreunden unter uns, sicherlich noch aus den mittigen 1980er bis 90er Jahren bekannt sein, als der Garagist noch mit Formel Super V und Formel 3-Rennwagen in der Schweizer Meisterschaft, sowohl auf der Rundstrecke und auch am Berg erfolgreich unterwegs war. Neben dem nötigen Quäntchen Glück stellte Nüssli auch sein Können unter Beweis, denn nach dem ersten Durchgang, der wie der gesamte Sonntag von lästigen Unterbrechungen durchzogen war, rangierte er auf Gesamtrang drei, hinter Top-Favorit Eric Berguerand im futuristischen Lola-Cosworth-Eigenumbau und dem dritten Schweizer im Bunde, Marcel Steiner. Derweil ein weiterer Eidgenosse mit Reto Meisel, die Gruppe E2-SH anführte. Holger Hovemann büßte auf Meisel nur eine runde Sekunde ein und legte dann im zweiten Durchgang, bei besseren Streckenverhältnissen noch einen Zahn zu, um nach Meisels ausrollen an der Antoniusbuche, die Führung bei den „Berg-Monstern“ zu übernehmen. Schon zu fortgeschrittener Stunde, nahm das Unheil mit dem kräftigen Ausrutscher Hovemanns seinen Lauf. Der Odenwälder verlor vor der Waldeinfahrt die Kontrolle über seinen Opel Kadett GT-R V8 und landete samt Reifenkette im Waldrand. „Ich war nur noch Passagier“, mailte Hovemann aus dem Augsburger Klinikum, in dem er die Nacht verbringen musste. „Ich hatte beim Einschlag bestimmt noch 160-170 Sachen drauf. Am Montagmorgen durfte ich dann die Klinik verlassen, aber mit tut halt alles weh und ich hoffe wir können den „Dicken“ wieder reparieren“. Im Verlauf der Bergungsarbeiten kam erneut der Regen zurück und die Formel- und Sportwagen-Teams zogen auf den letzten Drücker des Renntags noch den Kürzeren. Seine Hoffnungen auf eine erneute Top-Platzierung verlor danach, an gleicher Stelle wie Hovemann, Marcel Steiner im […]

Gurnigel: Berguerand erneut unschlagbar

12. September 2016

Bei prächtigem Spätsommerwetter wohnten am vergangenen Wochenende rund 15‘000 Zuschauer dem traditionellen Bergrennen im Schweizer Gantrischgebiet bei. Nachdem Marcel Steiner zwei Wochen zuvor in Oberhallau den favorisierten Eric Berguerand stark unter Druck setzen konnte, kämpfte der Lokalmatador hier mit stumpfen Waffen: „Für technische Strecken wie hier am Gurnigel habe ich bei meinem LobArt-Sportwagen noch nicht das richtige Rezept gefunden, um voll angreifen zu können.“ Den vierten Meistertitel vor Augen, vermied zwar Eric Berguerand ebenfalls unnötige Risiken, und er war mit 1’43,33 denn auch fast zwei Sekunden langsamer als Steiner bei seiner Rekordfahrt im Jahr 2012. Dies reichte für den Walliser allerdings locker zum vierten Tagessieg in Folge, zugleich steht er mit seinem selbst modifizierten Lola FA99-Cosworth schon vor dem Finale in Les Paccots zum vierten Mal hintereinander als Schweizer Bergmeister bei den Rennsportwagen fest. Den dritten Rang auf dem Podest neben Berguerand und Steiner erkämpfte sich wie im Vorjahr Thomas Amweg, der Sohn des früheren Bergkönigs, auf einem leistungsmässig unterlegenen Formel-3-Dallara Mercedes. Bei den geschlossenen Wagen war erwartungsgemäss Reto Meistel mit seinem überlegenen Mercedes SLK 340 das Mass aller Dinge. Obschon auch er nicht alle Reserven mobilisierte, da er seinen Boliden unbedingt in beiden Läufen ohne Zwischenfall ins Ziel bringen musste, gewann er mit deutlichem Vorsprung auf Roger Schnellmann im Mitsubishi “Karbonmonster“ und den Berner Simon Wüthrich (VW Golf Turbo). Meisel benötigt in Les Paccots nur noch wenige Punkte, um seinen ersten Meistertitel in der Schweiz einzuheimsen. Mit rund 300 Fahrzeugen stiess der Veranstalter am Gurnigel an die Kapazitätsgrenzen, der Grossanlass ging aber am Sonntag reibungslos über die Bühne.   Gesamtklassement nach zwei Rennläufen: 1.Eric Berguerand (Martigny), Lola FA99-Cosworth, 3:26,87 2.Marcel Steiner (Oberdiessbach), LobArt LA01-Mugen, 3:32,78 3.Thomas Amweg (Ammerswil), Dallara 305-Mercedes F3, 3:40,05 Die kompletten Resultatlisten gibt es als Download auf www.gurnigelrennen.ch

Kann Steiner Berguerand schlagen?

7. September 2016

Am kommenden Wochenende treffen sich die Schweizer Automobilsportler zum traditionellen Bergrennen Gurnigel in der Nähe von Bern. In den verschiedenen Kategorien erwartet man über 270 Autos am Start, überdies werden sich rund 45 historische Motorräder im Gantrischgebiet einfinden. Der Thementag ist diesmal der Marke Porsche gewidmet, und auch sonst hat das Rahmenprogramm wie gewohnt viel zu bieten. Eric Berguerand ist der vierte Meistertitel in Serie bei den Rennsportwagen praktisch sicher, nachdem sich Hauptrivale Joël Volluz zurückziehen musste, da er beim Bergrennen Les Rangiers seinen Osella FA30 völlig zerstört hat. Als Tagessieger der drei letzten Jahre möchte Berguerand am Gurnigel erneut zuschlagen, freie Fahrt dürfte der Walliser aber trotz desVerzichts seines Freundes Volluz nicht haben. Lokalmatador Marcel Steiner kommt nämlich mit seinem italienischen LobArt-Mugen nach einem harzigen Beginn immer besser in Schwung. So musste er in Oberhallau dem favorisierten Meister erst im letzten Lauf den Vortritt lassen, und vor dem eigenen Publikum wird Steiner sicher nichts unversucht lassen, um an seine früheren Erfolge (fünf Tagessiege zwischen 2008 und 2013) anzuknüpfen. Auch im Kampf um den Meistertitel bei den Tourenwagen ist zwar nach Ronnie Bratschis Abwesenheit in Oberhallau (Motorschaden) die Spannung gesunken. Reto Meisel ist seinen Gegnern in der Gruppe E1 klar überlegen, seinem extrem effizienten Mercedes SLK 340 mangelt es allerdings zuweilen noch an Zuverlässigkeit. Da am Gurnigel nur zwei Rennläufe ausgetragen werden, darf sich Meisel überdies auch keine Fahrfehler wie in Oberhallau leisten. Im Hinterhalt lauert der Jurassier Frédéric Neff, der auf seinem Porsche GT3 bisher in der Gruppe InterSwiss kräftig punktete. Allerdings tritt zum ersten Mal in dieser Saison Alain Pfefferlé mit seinem bärenstarken Porsche 935 Biturbo an, der Markenkollege Neff am Gurnigel die Suppe versalzen könnte. Spitzenplätze in der Meisterschaft sind bei weitem nicht die einzige Motivation, um vor der eindrücklichen Zuschauerkulisse des Berner Bergrennens die letzten Reserven zu mobilisieren. Deshalb sind am Samstag und Sonntag in den verschiedenen Kategorien und Klassen auf jeden Fall tolle Kämpfe angesagt. Wer Genaueres über den Zeitplan, zu den eingeschriebenen Teilnehmern, Details zum Porsche-Thementag oder zum übrigen Rahmenprogramm erfahren möchte, findet diese Informationen und noch vieles mehr auf der Webseite www.gurnigelrennen.ch. Dort kann man auch im attraktiven neuen Magazin blättern, das erstmals im Vorfeld des Rennens erscheint und dessen vierfarbige Printversion vor Ort zusammen mit dem Programm für 5 Franken abgegeben wird.

Dem 78er Ralt Formel 2 kein Haar gekrümmt und gewonnen

6. September 2016

Bei der 12. Arosa Classic Car, einem Bergrennen für Oldtimer in der Schweiz, dass nicht zur Schweizer Bergmeisterschaft zählte, hieß der Tagessieger Thomas Amweg. Der 31jährige Sohn des früheren Schweizer Bergkönigs Fredy Amweg steuerte einen wunderschönen und edlen Ralt RT1 Formel 2, aus dem Baujahr 1978. Wie damals üblich wurde der klassische Bolide von einem 320 PS starken BMW M12-Motor befeuert, natürlich mit 2-Liter Hubraum. Besitzer Hans Peter legte sein „Schätzchen“ in die erfahrenen Hände des Aargauers, der nach dem frühen Ausscheiden von Hauptrivale und Lokalmatador Roger Moser (Martini Mk 28 BWM F2), freie Bahn zum Tagessieg hatte. Thomas Amweg ließ sich dennoch nicht lumpen und stellte mit seiner Bestzeit von 4:17,83 min, einen neuen Streckenrekord für 7,3 km lange Bergstrecke von Langwies, hinauf nach Arosa auf. An den vier Veranstaltungstagen zusammen, wurden bei herrlichem Bergwetter an die 30.000 Zuschauer gezählt. An die 170 Renn-Raritäten, startend nach drei unterschiedlichen Wertungsmodi, sorgten für eine einmalige Atmosphäre mitten in den Schweizer Alpen.

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