Volles Bergprogramm im neuen Ligier

5. März 2019

Anlässlich ihrer Saisonvorschau 2019 des High Speed Racing Club Luxemburg (HSRCL), stellten auch das Bergspezialisten-Paar Sanda Becker und Daniel Donkels, ihr diesjähriges Programm vor. Das eingespielte Duo, auf und neben den Rennpisten, geht 2019 erneut unter der Bewerbung ihres Clubs HSRCL und in den Farben der Luxemburger Bauunternehmung Schilling in die Rennen. Sandra wird dabei ihrem Renault Clio II Cup treu bleiben und an der Luxemburger Bergmeisterschaft  sowie ausgewählte Slalom-Veranstaltungen teilnehmen. Erklärtes Ziel ist ein gutes Resultat in der vom Luxemburger Automobilclub ausgeschriebenen Damenwertung. Für Daniel stand lange ein Fragezeichen hinter der Saison 2019. Nach dem Verkauf seines Tatuus Formel Renault fiel die Entscheidung dann in Form eines Ligier JS 49-Sportwagen der Gruppe CN, den er dieses Jahr ebenfalls in der Luxemburger  Bergmeisterschaft einsetzten wird. Saisonstart am Berg ist für die Beiden am Wochenende des 27./28. April im ostfranzösischen Abreschviller.

Luxemburger First Lady Sandra Becker

15. Februar 2018

Der Damenpokal im Luxemburger Motorsport geht diese Saison an Sandra Becker, die sich mit Ivana Huber-Becker und Tanja Flammang einen interessanten Dreikampf um die Meisterschaft bei den Frauen geliefert hat. Seit 2010 ist Sandra Becker aktiv im Rennsport tätig und konnte sich beispielsweise schon 2015 den Titel bei den Frauen sichern. Das vergangene Jahr „duellierten“ sie sich mit Ivana Huber-Becker, die sie vor allem aufgrund ihrer besseren Slalomresultate besiegen konnte. Der Damenpokal setzt sich aus den Disziplinen Slalom, Rallye und Bergrennen zusammen, wobei keine der drei jungen Frauen an einer Rallye teilnahm. Sandra Becker hatte sich von Beginn der Saison 2017 mit dem Renault Clio 2 Cup ein neues Auto zugelegt, und so betrachtete sie eigentlich die abgelaufene Saison als Lehrjahr, um sich mit ihrem neuen Untersatz vertraut zu machen. Die „Coupe des Dames“ spielte anfangs in ihren Plänen gar keine Rolle und erst im Verlauf der verschiedenen Rennen merkte sie, dass ein erneuter Titelgewinn in greifbarer Nähe gerückt war. „Dadurch, dass ich den Clio 2 Cup gekauft hatte, war mir bewusst, dass ich in der Gruppe E1 bis  2 Liter kommen würde, die immer sehr stark besetzt ist. Die Ivana und ich sind auf zwei ganz verschiedenen Autos dieses Jahr gefahren, was dann schwierig zu vergleichen ist“, bemerkt die junge Erzieherin aus Ösling der Luxemburger AutoRevue gegenüber. Ihren Alfa Romeo 147 setzte sie zwar noch gelegentlich bei Slalomrennen ein, aber ihr Hauptaugenmerk lag auf dem Kennenlernen ihres neuen Geräts. Das gelang so gut, dass sie immer zufriedener mit ihren Resultaten und den erzielten Zeiten bei den Bergrennen wurde. Ihre anfängliche Befürchtung, dass sie mit dem Clio nicht so gut zurecht käme, sollte sich schnell verflüchtigen, und nach einem Wechsel der Reifenmarke nach dem Hillrace von Eschdorf konnte sie ihre persönlichen Bestzeiten am Berg gegenüber dem Alfa wesentlich verbessern und dies vor allem auf den technischen Strecken wie in Wolsfeld und Turckheim. Das bereitete ihr eine Riesenfreude und motiviert sie zusätzlich für die neue Saison 2018, wo Sandra wiederum an den Start gehen wird. Neben dem Konkurrenzkampf mit anderen Piloten freut sie sich zudem auf die neue Bergrennstrecke im Kalender der Luxemburger Bergmeisterschaft beim ADAC Glasbachrennen in Thüringen (09./10. Juni), der längsten Bergrennstrecke Deutschlands, wo sich die Luxemburger Rennfahrer an einer gänzlich unbekannten Strecke beweisen können. Zusammen mit ihrem Partner, dem Formel-Renault-Pilot Daniel Donkels bildet sie auch 2018 das SADA Racing Team. Text: Roland Baumann