Patrick Orth – Der Wanderer zwischen den Motorsport-Welten

13. April 2016

Als Wanderer zwischen Rennsport-Welten erscheint Patrick Orth aus dem Arnsteiner Ortsteil Schwebenried. Heute ist er in einem VW Golf III erfolgreich, für die Zukunft träumt er vom Aufbau eines großen Tourenwagen-Renners der Klasse FS/E1. Auch zwischen Rennstrecken, an denn er sich bewegt, liegen Welten dazwischen. Denn wenn er Bergrennnen bestreitet, finden diese meist in kleinen Orten statt. Im Kontrast dazu ist der Main-Spessarter aber auch im spanischen Barcelona anzutreffen, wo der Diplomingenieur für Fahrzeugtechnik Kunden seines Arbeitgebers ZF bei Formel 1-Rennen betreut. Die Begeisterung für Bergslaloms und Bergrennen hat Patrick Ort von seinem Vater Georg Orth geerbt, der einst auch Bergslaloms fuhr. Als Neunjähriger hatte Orth im Kart für seinen Heimatverein MSC Zellingen als Motorsportler begonnen und ergatterte als Jugendlicher BMV-Meistertitel und schaffte es bis zum ADAC-Bundesendlauf. Mit 18 Jahren wechselte er zur Automobil-Sparte und baute sich einen VW Golf III auf und bestritt fortan Bergslaloms. „Bei mir war schon immer eine Affinität zu Modellen von VW oder Audi vorhanden“, verrät der „Golf-Treter“. „Von VW und Audi sind viel leichter Teile zu kriegen“, skizziert der 32-Jährige einen der Vorteile dieser Affinität. Denn sich einen Renner zu kaufen, das ist nicht Orths Ding. Sondern der Diplomingenieur geht darin auf, seine Fahrzeuge selbst aufzubauen, so hat er die Erfahrungen und Erkenntnisse der technischen Details seines ersten Golfs sofort in seinem aktuellen Renner umgesetzt. Im Jahr 2011 feierte er dann beim Hauenstein-Bergrennen seine Premiere in der Deutschen Automobil-Bergrennmeisterschaft. „Das faszinierende an den Bergrennen ist, dass du alles genau auf den Punkte bringen musst“, sagt der Kupplungs-Konstrukteur, der in seinem Hobby von seinem Vater seit jeher einen großen Unterstützer hat. Tatsächlich sind Bergrennen die Art Einzelzeitfahren im Motorsport und die meist keine zwei Minuten dauernden Rennläufe verzeihen kaum Fehler. Der Schwebenrieder steuert seinen 200 PS starken Golf in der Wertungsgruppe F (seriennahe und leicht verbesserte Fahrzeuge) relativ erfolgreich. Er verbuchte schon 2012 Podestplätze in seiner Klasse und den Klassensieg beim Ibergrennen. Vergangenes Jahr wurde der 32-Jährige Vater und hatte nur Zeit für vier DM-Rennen, in denen er aber nicht nur zur Freude seines Unterstützers Walter Münch die Klassensiege bei den unterfränkischen Heimrennen am Hauenstein und in Eichenbühl feierte. „Natürlich würde ich gerne einmal um den Deutschen Meistertitel mitfahren“, beschreibt Patrick Orth seine Ambitionen für die Zukunft. Der einzige Bergfahrer des MSC Zellingen ist seit geraumer Zeit auch schon in der Funktionäre aktiv, organisierte er doch zusammen mit seinem Vater die sportliche Seite des Bergslalom […]

Motorsport Lang investiert in eigenen Standort

5. Februar 2016

Im aufstrebenden Gewerbegebiet Abersfeld, nordöstlich von Schweinfurt wird Motorsport Lang in naher Zukunft eine neue Heimat finden. Vor wenigen Tagen erwarben Vater und Sohn Lang ein Grundstück unweit der Bundesstraße B303. Bei Stefan Rottmann, dem ersten Bürgermeister der Großgemeinde Schonungen wurde der Vertrag feierlich unterzeichnet. Uwe und Georg Lang planen den Neubau einer Halle. Diese soll in einer Größe von 300 – 400 Quadratmeter entstehen. Spezialteile für Rennfahrzeuge, wie Kupplungen, Stoßdämpfer und Ausrücker aus dem Hause SACHS-ZF, sollen hier verbaut und vertrieben werden. Die Firma Motorsport Lang ist somit zweites Standbein und Heimat der beiden Rennsportfahrzeuge von Uwe und Georg Lang, die beide weiter im Haupterwerb bei ZF-SACHS in Schweinfurt beschäftigt sind. Wann mit dem Hallenbau begonnen wird, steht noch nicht genau fest. „2016 ist erst noch eine volle Rennsaison in der Deutschen Bergmeisterschaft, sowie bei einigen Auslandsrennen geplant, denn bauen und gleichzeitig Rennen fahren funktioniert nicht“, lässt Georg Lang wissen.

Der Leidenschaft im Unruhestand weiter folgen

4. Februar 2016

Klaus Eweleit, viele Jahre erfolgreich tätig als „Manager Sportsponsoring und Eventmanagment“ und abschließend für das Werkstattkonzept „proTech“ bei Mannesmann Sachs und später ZF Services,  hat nach fünfundzwanzig Jahren das Unternehmen ZF zum 31. Januar 2016 verlassen. Der einstig erfolgreiche Radrennfahrer hat ein Sponsoringkonzept eingeführt und damit vor allem den Breitensport im deutschen Motorsport viele Jahre lang unterstützt. Die von Klaus Eweleit organisierten Auftritte der Marke SACHS während des Truck Grand Prix auf dem Nürburgring waren legendär. Auch die Bergrennszene profitierte von Eweleits Arbeit. Die großen Erfolge in der Berg-Europameisterschaft und der Berg DM, des leider zu früh verstorbenen Herbert Stenger, wären ohne das Engagement der Marke SACHS undenkbar gewesen. In der jüngeren Vergangenheit hielten unter anderen Uwe Lang und Klaus Hoffmann die SACHS-Fahnen hoch. Ein Höhepunkt seines Wirkens für ZF waren die fünf SACHS Motorsportgalas, die zu den attraktivsten gesellschaftlichen Ereignissen im Deutschen Motorsport zählten. Seit dem 1. Februar 2016 geht Eweleit mit seiner Firma „project.team“, einer Agentur für Consulting und Events im Sport, Automobil- und Radsport neue Wege. Sein Angebot findet man im Internet unter www.project-team.weebly.com, es richtet sich an Sportler, Teams, Vereine und Unternehmen.