Rückspiegel: Hill Race Eschdorf 03./04. Mai 2003 – Suzuki im Poloteich

22. November 2020

Eine Werbung für den Bergrennsport ist zurzeit der KW Berg-Cup. Harte Positionskämpfe und minimale Zeitabstände sind hier an der Tagesordnung. Der Munderkinger Achim Fischer (Foto oben) kristallisiert sich nach dem zweiten Lauf des KW Berg-Cup, in den Luxemburger Ardennen, zum hohen Favoriten auf die Titelverteidigung, heraus. Der Suzuki Swift Pilot bot wie in Schleiz eine astreine Vorstellung und setzte sich knapp gegen ein geballtes Polo-Rudel durch. Das Wasser reichen konnte Fischer am ehesten Franz Weissdorn. Martin Kleiner meldete sich, nach einjähriger Pause mit Rang drei in der Klasse bis 1300 ccm des Berg-Cups zurück, jedoch mit zwei Sekunden Rückstand zu Fischer, der die Gesamtwertung des Gruppe H-Cups anführt. Zwei Top-Favoriten in Ihren Klassen mussten bereits nach dem Warm up unverrichteter Dinge die Heimreise antreten. Hugo Moser (VW Polo 16V), einer der Favoriten im KW Berg-Cup, verzeichneten nach St. Agatha 2002 einen weiteren kapitalen Motorschaden und bei Ralf Kroll (VW Golf 16V) spiele das Getriebe nicht mehr mit. So kam Egidio Pisano (VW Spiess Golf) ohne große Gegenwehr zum zweiten Sieg der noch jungen Saison. Rainer Koresch im Ford Escort war in zwei von drei gewerteten Läufen, auf der 1,8 km kurzen Piste, fast 3 Sekunden länger unterwegs. In der Klasse bis 2 Liter war Matthias Pott in der beiden ersten Auffahren in Schlagdistanz zu Frank Genbrock (beide Opel Kadett C 16V), bevor der „Ruhr-Blitz“ mit seiner Tagesbestzeit von 1.02,780 Minuten alles klar machte. Der Österreicher Markus Reich im VW Golf 16V (Foto Mitte) „kappelte“ sich anfangs mit Michael Dandl im BMW 320, setzte sich im dritten Lauf noch etwas ab. Tourenwagen-Bergmeister Norbert Handa war erneut Chancenlos im „kastrierten“ Lancia Delta HF Integrale. „So macht´s echt keinen Spaß“ kommentierte der Franke seinen vierten Rang in der Gruppe H über 2000 ccm. Wie Herbert Stenger machte auch Norbert Brenner in den drei Qualifikationsläufen und im Top 20 Finale die Pace und kassierte maximale Punkte in der Meisterschaft und im KW Berg-Cup. Team-Kollege und Schützling Markus Wüstefeld (beide Mercedes 190 Evo II) fuhr lange in einer Sekunde mit Brenner und distanzierte den ex-NAVC Bergmeister Christian Reuter im bildschönen BMW M3 E30 (Foto unten) überraschend deutlich. Text und Fotos: Thomas Bubel (c) 2003

Rückspiegel: 6. ADAC Bergrennen „Schleizer Dreieck“ 26./27. April 2003

20. November 2020

Das Bergrennen von Schleiz, war die ideale Auftaktveranstaltung für die Piloten der Deutschen Bergszene 2003. Auf dem 2,1 km langen und mit, für einem Bergrennen ungewöhnlich viel Sturzraum ausgestatteten, Teilstück des traditionsreichen Schleizer Dreieck, konnten die 125 gemeldeten Fahrer bereits am Freitag ausgiebig testen. Dennoch waren einige Akteure unzufrieden. Dem amtierenden Tourenwagen-Bergmeister Norbert Handa, war spätestens nach dem Training klar, dass er wohl in dieser Saison seinen Titel wird nicht verteidigen können. Ab Schleiz griffen die neuen Einschränkungen für Turbo-Allrad-Fahrzeuge der Gruppe H. Der DMSB wollte die Überautos, a la Lancia Delta S4, Ford RS 200 oder Porsche, mit weniger Luft und mehr Gewicht bremsen. Die haben jedoch mittlerweile das Feld geräumt oder sind wie Herbert Stolz (Porsche Turbo) in die Gruppe FS (E1-FiA) gewechselt, wo es jedoch keine DM-Zähler zu verdienen gibt. Handa schaffte mit seinem Eingebremsten Lancia Delta Integrale nur Rang vier in der großen Gruppe H-Klasse. Im Top 20 Finale konnte Handa noch von der feuchten Bahn profitieren und erkämpfte sich noch Platz drei in der Tourenwagenendwertung. Der Innsbrucker Herbert Stolz war über seinen überlegenen Tourenwagensieg erfreut. “Ich habe alles richtig gemacht“ so Stolz über seinen Gruppenwechsel. Mann des Wochenendes war wie so oft Herbert Stenger im Eigenbau CN-Sportwagen. Schon im Training sorgte der regierende Bergmeister der Rennwagen, mit einer inoffiziellen Rekordfahrt für Aufsehen. „Mister Bergrennen“ lies auch am Renntag, mit zwei Streckenrekorden nicht viel anbrennen. Hauptkonkurrent Uwe Lang (Osella BMW CN) sorgte mit einer Laufbestzeit im Top 20 Finale für Spannung. Ein Regenschauer lies Lang dann zu vorsichtig agieren. Stenger hingegen spielte seine ganze Routine aus und kam so klar zum Sieg. „Ich hätte fast noch auf den letzten Metern das Auto verloren“, kommentierte Stenger seinen Extremtrifft in der Zielkurve. Die schnellsten Formel-Fahrzeuge wurden von Micha Gräfling (Reynard VW) und Bernd Simon (Dallara Opel) bewegt. Beide wechselten mit ihren Formel 3-Autos ins Lager der formelfreien Rennwagen und versprechen sich so einen engeren Kontakt zur Spitze. Eine Spannende Angelegenheit verspricht die DM für Tourenwagen zu werden. Der Oberbayer Christian Auer (BMW M3) ist der erste Tabellenleader des Jahres. In den drei Quali-Läufen war zwar Norbert Brenner im Mercedes 190 Evo II der Schnellere, der Werkstattleiter mehrerer Mercedes-Autohäuser musste jedoch wegen eines Getriebedefektes  auf die Finalläufe verzichteten. Auf der 1923 eingeweihten Naturrennstrecke von Schleiz, startete auch der KW Berg-Cup der Gruppen H und FS in sein mittlerweile sechzehntes Jahr. 119 eingeschriebene Fahrer bilden eine Rekordstreitmacht. Dreizehn Rennen in […]